6

Mein Name ist Elke,61 Jahre jung!
Da ich denke nicht alleine mit meinem Problem zu sein, schreibe ich hier einmal alles von der Seele.
Ich fühle mich jung,zu jung um alleine zu sein! Leider habe ich keine Möglichkeit das zu ändern.
Seit 40 Jahren bin ich verheiratet,3 Kinder.
Seit 10 Jahren leidet mein Mann unter Depressionen.Ausgelöst wurden sie als er seine Arbeit verlor.2x war er in einer Klinik,jetzt wird er immer noch mit Medikamenten behandelt.
Ich gebe mir alle Mühe ihm das Leben so schön wie möglich zu machen,aber er behandelt mich als wäre ich eine flüchtige Bekannte.
Früher war er dem Alk. sehr zugetan,leider hatte ich wegen der 3 Kinder nicht den Mut zu gehen.Heute trinkt er keinen Tropfen mehr.Ich gehe 2x in der Woche arbeiten,im Haushalt.Dazu bin ich in der Nachbarschaftsbetreuung tätig.Er sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher.Wenn ich ihn auffordere etwas zu tun,macht er es.Sage ich nicht,macht er auch nichts.Jeden Abend um kurz nach 20 Uhr gehe ich ins Schlafzimmer.Oft kann ich aber nicht schlafen und lese viel.Er stellt immer sein Programm zusammen,mit Filmen die ich nicht sehen möchte.Ich denke er macht das extra,damit ich in ein anderes Zimmer gehe.Ich weiß nicht warum er das macht.Bis vor ein paar Wochen sahen wir uns eigentlich immer zusammen etwas an,und gingen auch immer gemeinsam schlafen.
Heute wartet er bis ich meinen Fernseher oder Licht ausmache,dann kommt er nach.
Abends alleine einmal weg gehen kann ich nicht.Leider habe ich auch keine Freundin,meine Kinder sind auch alle aus dem Haus.
Ich fühle mich sehr alleine.Auch habe ich ihn schon gebeten mir zu sagen was ich falsch mache,warum er mich nicht mehr mag.
Niemals geht er mit mir aus freien Stücken aus dem Haus.Wenn ich sage,wir gehen einkaufen dann nur das was ich angekündigt habe.
So schnell es geht wieder nach Hause.2x im Jahr schaffe ich es ihn in Urlaub zu bekommen.Komischer Weise ist er da immer anders als
zu Hause.Es ist ihm egal wo wir hin fahren, im Vorfeld kein Interresse an der Reiseplanung.Sind wir unterwegs,nimmt er meine Hand,wir gehen spazieren,sonnen am Strand,gehen essen,alles ist gut,Wieder in unserer Wohnung, ist er teilnahmelos,mir gegenüber abweisend,taut nur ab und zu auf wenn die Kinder kommen.Will mit mir nicht reden,nicht spazieren gehen,nichts außer fernsehen.Es kommt vor,das er zusammen zuckt wenn ich seine Hand halten möchte.Er ist 68 Jahre,also noch nicht zu alt um zu Leben!
Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte!
Zu mir gibt es ansonsten nicht viel zu sagen,ich hatte schon 3x eine Krebserkrankung, bin aber jetzt gesund,
Kann mir irgendjemand sagen was ich machen kann?

05.04.2014 22:03 • 12.04.2014 #1


29 Antworten ↓


MrsAngst
Willkommen liebe Elke!
Im Vorfeld eine Sparte wo du viele gleichgesinnte oder auch einse menschen finden kannst und dich austauschen kannst! einsamkeit-forum-f37/

Es ist sehr traurig, das du so leiden musst! Und sehr schade das dein Mann so teilnahmslos ist!
Welche Medikamente nimmt er denn gegen die Depressionen?
Es scheint das sich sein ganzes leben um den fernseher und das allein sein dreht! Konntest du ihn mal fragen warum das so ist? Oder bekamst du je eine antwort?
Fühl dich ganz fest gedrückt!
du kannst auch zum kontakte suchen, um eine freundin zu finden hier ein thema eröffnen vielleiht findet sich eine nette dame die einsam ist, bei dir in der nähe ist und die auch was daran ändern will!

05.04.2014 22:13 • x 1 #2



Verheiratet aber total alleine

x 3


Danke für die lieben Worte.
Er nimmt 10 mg Zyprexa am Tag.
Natürlich fragte ich ihn schon warum er so ist zu mir,ich bekomme keine Antwort.
Auch kann ich nicht einfach einmal alleine irgendwo hin gehen,ich habe Angst das er sich etwas antut.Wie mir die Ärzte sagten,hat er es schon 2x versucht.Allerdings ist das schon 8 Jahre her,er wollte vor einen Zug,hat es dann aber nicht geschafft.So sagte er es den Psychologen.
Wenn ich arbeiten gehe,bin ich nur vormittags weg und höchstens 3 Stunden.

05.04.2014 22:46 • #3


Hallo Elke,

das ist nicht schön, wie du lebst.

Aber: Wenn dein Mann sich etwas in deiner Abwesenheit antut, dann ist das halt so!
Du hältst dich ja SELBER in dem Gefängnis. Er ist ein erwachsener Mann, er ist selber für sein Leben verantwortlich.

05.04.2014 23:07 • #4


MrsAngst
Kenne mich mit dem medikament nicht aus aber hast du einen zusammenhang bemerkt mit den medikamenten und seinem verhalten? vielleicht beeinflusst es ihn in diese richtung!
Das ist hart das du immer da sein musst, GastB hat eigentlich recht, aber das ist leider nicht sehr leicht.
aber du bist 61 deine kinder sind raus, wenn nicht jetzt wann dann leben?
Hast du sein verhalten mit psychologen besprocjen? Was sagen die dazu?

05.04.2014 23:14 • #5


ja sicher ist er ein erwachsener Mann,aber ich würde nicht klar kommen mit dem Gedanken!
Früher durfte ich noch nicht einmal turnen gehen,er hat im Alk. Drohungen ausgesprochen.Heute habe ich immer noch Angst,aber eine andere.Ich bin auch ,das gebe ich zu selber Schuld an dem ganzen.Ich dachte immer,es wird doch irgendwann einmal besser.Wie ich schon erwähnt habe,hätte ich schon gehen müssen als ich noch jung war!

Der Psychologe fragt ihn immer nur wie es ihm geht.Dann bekommt er je nach dem die Pillen auf 20 mg erhöht,und nach ein paar Wochen wieder auf 10 mg runter gesetzt.
Ich wollte das er den Arzt wechselt,aber er will nicht.Ich kontrolliere ob er sie nimmt,oft vergisst er sie .
Mein Leben alleine in die Hand nehmen,geht aus finanziellen Gründen auch nicht,da ich eine Mini Rente habe!
Da kommt immer eins zum anderen!

05.04.2014 23:21 • #6


MrsAngst
Klar, solche drohnungen merk man sich leider
Du bist nicht selber schuld du hast nur wie eineutter gehandelt! Aufopfernd und das ist etwas das immer weniger eltern sind!
Schade das der arzt mehr auf die tabletten schwört als das problem länger in dem griff zu bekommem!
Eine minirente ist immer schlecht! Vorallem um nochmal auszubrechen! Aber im falle einer trennung kannst du staatliche hilfe beziehen eine sozialrente somit wird dir das, was dir für eine miete etc fehlt aifgestockt! Somit kannst du, wenn du willst ausbrechen!
Denkst du du könntest heutr noch immer keine freizeitgestaltung machen wegen deinem mann? Es ist sehr schade das du ALLES opferst um für deinen mamn da zu sein!
Darunter verstehe ich auch keine ehe mehr!

05.04.2014 23:26 • #7


Zitat von enka1952:
ja sicher ist er ein erwachsener Mann,aber ich würde nicht klar kommen mit dem Gedanken!
Früher durfte ich noch nicht einmal turnen gehen,er hat im Alk. Drohungen ausgesprochen.Heute habe ich immer noch Angst,aber eine andere.Ich bin auch ,das gebe ich zu selber Schuld an dem ganzen.Ich dachte immer,es wird doch irgendwann einmal besser.Wie ich schon erwähnt habe,hätte ich schon gehen müssen als ich noch jung war!

Der Psychologe fragt ihn immer nur wie es ihm geht.Dann bekommt er je nach dem die Pillen auf 20 mg erhöht,und nach ein paar Wochen wieder auf 10 mg runter gesetzt.
Ich wollte das er den Arzt wechselt,aber er will nicht.Ich kontrolliere ob er sie nimmt,oft vergisst er sie .
Mein Leben alleine in die Hand nehmen,geht aus finanziellen Gründen auch nicht,da ich eine Mini Rente habe!
Da kommt immer eins zum anderen!

Enka, sei ehrlich: Du versuchst, deinen Mann zu kontrollieren, ihn zu einem anderen Verhalten zu bringen,
leidest darunter, dass du es nicht schaffst.

Andererseits bist du nicht bereit, dein eigenes Verhalten zu ändern.
Du bist NICHT für ihn verantwortlich! Er ist auch kein "Pflegefall" - er lebt halt jetzt nach seinen eigenen Bedürfnissen.
Warum lebst du nicht auch nach deinen Bedürfnissen?
Festhalten an alten Wunschvorstellungen hält dich nur weiter gefangen.

05.04.2014 23:29 • #8


Zitat von enka1952:
ja sicher ist er ein erwachsener Mann,aber ich würde nicht klar kommen mit dem Gedanken!

Warum? Was würdest du denn dann denken? Dass DU schuld an seiner Selbsttötung bist? Warum solltest du denn daran schuld sein? Kein Mensch ist verpflichtet, einen erwachsenen, geschäftsfähigen Menschen ständig zu bewachen, damit der ja nichts Schlimmes tun kann.

Zitat:
Früher durfte ich noch nicht einmal turnen gehen,er hat im Alk. Drohungen ausgesprochen.Heute habe ich immer noch Angst,aber eine andere.
Er hat offenbar versucht, dich emotional zu erpressen, und hat damit offenbar Erfolg gehabt. Aber heute sind eure Kinder erwachsen, und welches Druckmittel kann er denn ersthaft dir gegenüber haben?
Zitat:
Ich bin auch ,das gebe ich zu selber Schuld an dem ganzen.
Vermutlich hast du gar keine Schuld an dem ganzen, wenn seine Depressionen mit seinem Arbeitsverlust begannen.

Zitat:
Ich dachte immer,es wird doch irgendwann einmal besser. Wie ich schon erwähnt habe, hätte ich schon gehen müssen als ich noch jung war!
Wieso? Wieso sollst du jetzt nicht mehr gehen können?
Ich meine sogar, du solltest genau JETZT gehen, falls du gehen willst, denn noch ist er kein Pflegefall, wo die Gewissensfrage noch viel mehr auf die Waagschale geworfen werden könnte.
Aber vielleicht musst du gar nicht "gehen" - vielleicht solltest du nur einfach selbstständiger und selbstbewusster werden.
Zitat:
Ich wollte das er den Arzt wechselt,aber er will nicht.Ich kontrolliere ob er sie nimmt,oft vergisst er sie .
Letztendlich ist das SEIN Problem. Du musst dich davon eigentlich gar nicht beeinflussen lassen!
Zitat:
Mein Leben alleine in die Hand nehmen,geht aus finanziellen Gründen auch nicht,da ich eine Mini Rente habe!
Falls du damit eine Scheidung meinst: Da werden ja die Ansprüche des "abhängigen" Partners erstmal festgestellt und er müsste dir wohl auch etwas von seinem Rentenanspruch abgeben. Außerdem bist du ja noch nicht soo alt, du könntest ja noch selber etwas verdienen, oder? Zumindest mit einem 450-Euro-Job, aber besser mit einem richtigen Job, bei dem du auch weitere Rentenansprüche erwirbst. Zumindest bis zur Höhe von "Hartz4" bekämst du eine staatliche Zulage.

Du könntest dich ja mal einem Scheidungsanwalt anvertrauen.

Aber vielleicht würde es für dich erstmal ausreichen, einfach selbstständiger zu werden, dich von deinem überzogenen Verpflichtungsgefühl freizumachen und einfach dein Leben so zu genießen, wie du es möchtest.

05.04.2014 23:44 • #9


wow,da nimmt mich jemand auseinander!
alles was ich mir ja auch schon oft sagte,steht da!Nur eins streite ich ab,ich kontrolliere ihn nicht,möchte ich auch gar nicht!
Gerade versuche ich mein Selbstbewustsein auf zu arbeiten.
Keine Ahnung warum ich es nicht schaffe!
Gerne hätte ich einen neuen Job,aber leider will mich keiner!In einem Jahr habe ich über 50Bewerbungen geschrieben,ich war Leiter der Kundenbetreuung,bis ich krank wurde.Dann wurde das Büro geschlossen,und ich stand auf der Straße.

05.04.2014 23:56 • #10


Hi Elke,
naja....
Zitat:
Ich wollte das er den Arzt wechselt,aber er will nicht.Ich kontrolliere ob er sie nimmt,oft vergisst er sie


Und verstehe ich das richtig: Du bist auch arbeitslos geworden?

06.04.2014 00:00 • #11


ja leider!
Damit wir uns nicht den ganzen Tag auf der Pelle hängen,habe ich diese Stelle als Ehrenamtliche Mitarbeiterin angenommen.Dafür gibt es kein Geld,aber ich komme mal raus!

06.04.2014 00:03 • #12


Zitat von enka1952:
ja leider!
Damit wir uns nicht den ganzen Tag auf der Pelle hängen,habe ich diese Stelle als Ehrenamtliche Mitarbeiterin angenommen.Dafür gibt es kein Geld,aber ich komme mal raus!

Ach so.
Das ist sicherlich eine kluge Entscheidung, wenigstens etwas Ehrenamtliches, Nützliches und außer Haus zu machen.

(Kann dein Mann das nicht auch mal machen? )

Wie kommt ihr denn finanziell zurecht?

06.04.2014 00:06 • #13


Seine Rente und meine zusammen,ist ausreichend.Wir sind genügsam.
Mein Mann würde das nicht machen,er versteht auch nicht,das ich ohne Lohn etwas tue.
Er sagt,er hätte im Leben genug gearbeitet,mit 58 ist er arbeitslos geworden!
Ab und zu hilft er etwas im Haushalt,Wäsche machen oder Spülmaschine ausräumen.Er lässt mich den Rasen mähen und beobachtet mich hinter den Vorhängen dabei.
Letzte Woche bin ich explodiert,und da hat er dann gemäht!

06.04.2014 00:15 • #14


Zitat von enka1952:
Seine Rente und meine zusammen,ist ausreichend.Wir sind genügsam.
Mein Mann würde das nicht machen,er versteht auch nicht,das ich ohne Lohn etwas tue.
Er sagt,er hätte im Leben genug gearbeitet,mit 58 ist er arbeitslos geworden!
Ab und zu hilft er etwas im Haushalt,Wäsche machen oder Spülmaschine ausräumen.Er lässt mich den Rasen mähen und beobachtet mich hinter den Vorhängen dabei.
Letzte Woche bin ich explodiert,und da hat er dann gemäht!

Also echt ... Gut, dass du explodiert bist. Und damit hast du ja auch Erfolg gehabt.
Diese Erfahrung habe ich auch schon mit Chefs gemacht. Kaum bin ich mal explodiert, wurden sie handzahm. Vorher unleidlich. Manche Leute (Männer?) brauchen einfach eine sehr deutliche Ansage. Alles andere verunsichert sie eher.

Du kannst aber neben deiner Rente auch einen 450-Euro-Job haben, das weißt du, oder?
Wenn du einen solchen findest, natürlich. Oder auch ein Gewerbe anmelden und bis zu 450 Euro GEWINN damit machen. D.h. Einnahmen minus Ausgaben.

Bei dir geht es aber wohl derzeit am meisten darum, dass du dich von falschen Schuld- und Verpflichtungsvorstellungen frei machst. Und ich rate dir wirklich, mach das rechtzeitig.

Schlimm wäre es allerdings, wenn dein Mann sich zu einem echten Pflegefall machen würde. Das würde dich vermutlich moralisch noch mehr an ihn binden und dich völlig fertigmachen. Oh jeh - ich finde deine Situation nicht beneidenswert. Aber eigentlich ist er doch in derselben Situation wie du, oder? Beide vorzeitig arbeitslos geworden. Es liegt an jedem einzelnen, was er/sie aus dieser Situation dann macht. Wieso "darf" er sich so hängen lassen, und du meinst, du "musst" ihn dabei bemuttern? Ich fürchte, je mehr du das machst, je weniger kommt er da raus. Vermutlich wären ein paar Schocks für ihn heilsamer - dass du z.B. abends weggehst, um dich mit einer Freundin zu amüsieren, und sei es nur im Kino.

06.04.2014 00:25 • #15


etwas gutes hat das Forum mir schon gebracht,es tut gut darüber zu schreiben!


Ja wir wurden beide Arbeitslos.Er bekam Depressionen,ich den Krebs!
Er kann damit nicht umgehen,ich versuche es aber immer wieder,
Ich habe eine Stelle im Haushalt,bügeln! Da kann ich mir noch etwas dazu verdienen.Mehr habe ich nicht gefunden für mich!
Ich habe 80% Schwerbehinderung,wer will so jemand?
Gute Nacht

06.04.2014 00:31 • #16


Es tut mir so leid, dass ihr beide leiden musstet.

Dir auch eine gute Nacht.

06.04.2014 00:38 • #17


Liebe Enka1952,

vielleicht gibt es in Eurer Naehe ja Selbsthilfegruppen fuer Angehoerige von Alk. oder Al-Anon. Da koennte Dir so einiges klar werden, warum das zwischen Dir und Deinem Mann so laeuft. Vor allem triffst Du dort Menschen, denen es genauso geht wie Dir. Es ist bestimmt nicht einfach, Verhaltensmuster nach 40 Jahren Ehe zu aendern, aber zwei Schritte vorwaerts und einer zurueck ist immer besser als nur auf der Stelle zu treten. Es tut mir leid fuer Deinen Mann, dass es ihm so schlecht geht. Wie schon GastB geschrieben hat: Du bist daran nicht schuld und Du kannst es auch nicht kontrollieren. Wenn Du jemanden aendern kannst, dann bist das Du. Ich wuensche Dir viel Kraft!

06.04.2014 02:38 • #18


hallo Sillox,
wieso meinst Du ich soll zu den Angehörigen der Anonymen Alk.?
Denkst Du nach 19 Jahren Alk.,hätte die Krankheit meines Mannes noch etwas damit zu tun?
Sicher ist das doch alles nicht mehr relevant,oder?
Es ist zum davon laufen

Lieben Gruß
und einen schönen Sonntag

06.04.2014 16:02 • #19


Liebe Enka1952,

ein trockener Alk. ist immer noch ein Alk.. Und der Angehoerige ist co-abhaengig. Diese Verhaltensschemen veraendern sich nicht, nur weil jemand zu trinken aufhoert. In Deinen Schilderungen kann ich lesen, dass Du auch jetzt noch versuchst, Deinen Mann zu kontrollieren. Das Denken, dass man nicht aus der Beziehung kann nach so vielen Jahren, dass alles so kompliziert ist, etc., das sind Ausreden. Ich weiss es selbst, da ich mit meinem Mann 23 Jahre zusammen war und es nicht geschafft habe, vorher zu gehen, obwohl ich es versucht habe. Ich war nicht imstande, mein Leben zu leben, da ich ja seines leben musste. Zum Schluss ging es mir so schlecht, dass ich mir dachte, wenn ich jetzt nicht gehe, dann sterbe ich - und das wollte ich nicht. Ohne Unterstuetzung haette ich es nicht geschafft. Es ist im Endeffekt Deine Entscheidung, was Du machen willst. Allerdings ist sich nicht zu entscheiden, was zu aendern, auch schon eine Entscheidung. Auch wenn Du nur Kleinigkeiten aenderst (einmal in der Woche irgendwas nur fuer Dich machen), dann wirst Du bestimmt merken, dass es auch anders geht als wie Du es jetzt machst. Denn so wie es jetzt ist, bist Du ja total ungluecklich und fertig, einsam und (von Deinem Mann vor allem) unverstanden. Oder?

06.04.2014 23:13 • x 1 #20



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler