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201028.12




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Hi,

ich schreibe mal einen persönlichen Beitrag, weil's mir gerade besch...eiden geht.

Vor drei Jahren habe ich gezielt damit angefangen, mein Leben zu verändern, rauszugehen, neues auszuprobieren, selbstsicher aufzutreten, mich zwischenmenschlich zu öffnen. Ich hatte auch damit begonnen, kreativ zu sein: zu schreiben und Musik zu machen. Und irgendwann fing es dann wirklich an, dass ich mit Menschen in Kontakt gekommen bin.

Die "Veränderungen" fingen so an, dass ich erst meinen Job als Angestellter zum wiederholten Mal aus Frust geschmissen hatte, und ich war dann einige Monate arbeitslos. Nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal habe ich die Zeit für mich genutzt.

Etwas später habe ich mich selbständig gemacht - mit großen Plänen und bin sehr systematisch vorgegangen, bin aber da, wo es wirklich drauf ankommt, hauptsächlich um mich selbst gekreist, anstatt auf Menschen zuzugehen. Leider hat mein Bauch nicht mitgespielt, ich hatte zu viel Angst und zu wenig Enthusiasmus und habe es bis jetzt nicht geschafft, davon leben zu können.

Nebenbei habe ich auch andere Dinge gemacht, unter anderem habe ich meine Gefühle und Kreativität in der Musik gefunden und bin inzwischen in kleinem Rahmen als Pianist aufgetreten. Mir fehlt es leider an Kontakten und Perspektiven, das weiter auszubauen, was mein größter Traum ist und wahrscheinlich das Einzige, was mich vielleicht doch noch glücklich machen wird.

Durch den Alltag gehe ich mit viel Angst, obwohl ich mich immer wieder dazu zwinge, Leuten in die Augen zu schauen, das auszusprechen und zu tun, was ich mir entweder vorher überlegt habe und auch möglichst spontan. Spontan zu sein und ehrlich im Kontakt zu sein, gelingt mir zur Zeit gar nicht mehr, nachdem das schon besser funktionierte.

Seit kurzem arbeite ich wieder in meinem alten Job, weil ich keine andere Möglichkeit gefunden habe, Geld zu verdienen. Es ist schrecklich, ich wehre mich so gut ich kann, wenn ich meine, dass das nötig ist, bin auf Konfrontationskurs mit meinem Chef und fühle mich trotzdem wie ein ganz kleines Licht. Mir gelingt es nicht, wirklich selstbewusst dabei zu sein, und das liegt bestimmt auch daran, dass ich das HASSE, was ich da tue. Es fühlt sich so an, dass ich durch die Situation im Moment den Kotakt zu mir wieder verloren habe. Auch muss ich heulen, wenn ich alleine bin und fühle auch manchmal viel Wut, die ich einfach nicht schaffe, abzureagieren.

Zur Zeit habe ich kaum Kontakt zu Menschen, die mir gut tun, erst recht nicht im Alltag. Ich wünsche mir nichts mehr, als wirklich in Kontakt zu lieben und ehrlichen Menschen zu kommen und mich wieder als ich selbst zu fühlen.

Im Moment ist meine Situation einfach nur zum kotzen und fühlt sich total festgefahren an, weil ich so, wie es im Moment (nach alten Mustern?) läuft, nicht wieder den Kontakt zu meinen Gefühlen, Kreativität und Menschen finde. Außerdem denke ich dauernd über "Selbsterkenntnis" nach: Wie bin ich eigentlich? Wie laufe ich durch den Alltag? Warum so angespannt und nicht einfach locker und entspannt? Die Welt und mein "Umfeld" interessiert sich nicht für mich, weil ich zur Zeit so bin. Ich möchte mich selbst interessieren, die Welt wieder durch meine eigenen Augen sehen. Was ich da im Moment sehe und fühle ist aber ausschließlich die Hölle.

Ich kämpfe jeden Tag immer wieder aufs Neue. Seit kurzem bringe ich nicht mehr die Begeisterung auf, die ich schon hatte, um mich zu verändern. Ich bin im Moment einfach nur verzweifelt. Möchte nicht ins "Jammern" zurück fallen, aber ich weiß auch nicht, wie ich diesen Frust verarbeiten kann, weil keine Menschen in Sicht sind, die Anteil nehmen und denen ich mich öffnen könnte. Es fühlt sich so an, dass alles immer schlimmer wird. Kann das jemand von euch nachvollziehen?

Auf das Thema antworten


  28.12.2010 14:06  
Ja ich kann das verstehen:wink:
Zitat:
und fühle mich trotzdem wie ein ganz kleines Licht. Mir gelingt es nicht, wirklich selstbewusst dabei zu sein, und das liegt bestimmt auch daran, dass ich das HASSE, was ich da tue. Es fühlt sich so an, dass ich durch die Situation im Moment den Kotakt zu mir wieder verloren habe.

Zunächst einmal ist es verdammt schwer, sich Schwächen eingestehen zu müssen-nicht wahr?
Man hat Ziele, verfolgt diese und Sie scheitern.
Versucht man sich dann noch innerlich Druck aufzubauen, weil man nicht perfektionistisch genug war, sinkt das Selbstbewußtsein ganz schön.
Doch du bist ja nicht nur ne Arbeitsmaschine oder?

Seh Dich als ein Ganzes an, und nicht nur einen Teil davon.

Zitat:
Mir fehlt es leider an Kontakten und Perspektiven, das weiter auszubauen, was mein größter Traum ist und wahrscheinlich das Einzige, was mich vielleicht doch noch glücklich machen wird.


Vielleicht könntest Du das ausbauen, doch auch das braucht Zeit.





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  29.12.2010 09:34  
pax hat geschrieben:
Zunächst einmal ist es verdammt schwer, sich Schwächen eingestehen zu müssen-nicht wahr?

Schwer finde ich das nicht, jedenfalls "kopfmäßig" ... leider. Es ist verdammt schmerzhaft, die "Schwächen" zu fühlen. Also ja, eingestehen von "Schwächen" ist schwer, wenn ich alles dazu zähle: Gefühle und die Realität nüchtern zu betrachten.

Es fällt mir noch sehr schwer, zwischen echter Sensibilität, die zu mir gehört und den damit leider verbundenen Minderwertigkeitsgefühlen, die vollkommen ungerechtfertigt sind, zu unterscheiden, solange die Angst blockiert. Meine aktuelle Lebenssituation scheint mich da erst einmal zurück geworfen zu haben.

Mein Dilemma ist: Wie komme ich mit Menschen in Kontakt, bei denen ich mich wohl fühle, mich öffnen kann, eine Verbindung spüre, mich authentisch geben kann? Und mit dabei ist auch immer mein "Schatten" (esoterischer Begriff?), die Gefühle, denen sich bis jetzt niemand angenommen hat, die ich selber annehmen muss, ohne die auf Kosten anderer "auszuagieren" - das vernachlässigte Selbst, um mal den Begriff zu benutzen (in solchen Konzepten möchte ich mich trotzdem nicht verlieren, das kann zum Teufelskreis werden).

pax hat geschrieben:
Versucht man sich dann noch innerlich Druck aufzubauen, weil man nicht perfektionistisch genug war, sinkt das Selbstbewußtsein ganz schön.

Da ist sicherlich viel dran, auch für mich. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin, aber weil ich mir ständig meine "Schwächen" vor Augen halte, versuche ich ständig, etwas zu "verbessern". Ich arbeite viel an mir, wie man so sagt, aber fühle im Moment nicht die richtige Einstellung dazu - deshalb auch Gefühle von Verzweiflung anstatt dass ich positiv wahrnehme, was ich schon alles erlebt und verändert habe in relativ kurzer Zeit. Im Moment gibt es mir sehr zu denken, dass ich schon wesentlich selbstsicherer auftreten konnte, bevor ich angefangen habe, mein Leben "gewaltsam" zu verändern. Ich kann auf der einen Seite viel aufzählen, was ich alles so Neues erlebt und gelernt habe, auf der anderen Seite fühle ich mich zur Zeit nicht so.

Deshalb will ich mich jetzt zum Jahreswechsel bewusst damit beschäftigen, was ich 2010 alles getan und erlebt habe. Wahrscheinlich nehme ich mir Neujahr ein paar Stunden dafür Zeit und akzeptiere, dass ich damit alleine bin, verabschiede mich von den verzweifelte Ich-will-nicht-mehr-so-allein-sein-Gefühlen und "ergebe" mich in das Nachspüren. Dann mache ich Pläne für 2011. Ich glaube, es wird wichtig sein, dafür in einer gelösten Stimmung zu sein, um Pläne zu schmieden (oder bereits geplantes neu zu ordnen), die sinnvoll sind und dabei aber nicht den Perfektionismus zu füttern. Möglichst zu spüren, was das Wesentliche dabei ist. Ich hoffe sehr, dass mir das besser gelingen wird.



  29.12.2010 12:40  
Zitat:
Mein Dilemma ist: Wie komme ich mit Menschen in Kontakt, bei denen ich mich wohl fühle, mich öffnen kann, eine Verbindung spüre, mich authentisch geben kann? Und mit dabei ist auch immer mein "Schatten" (esoterischer Begriff?), die Gefühle, denen sich bis jetzt niemand angenommen hat, die ich selber annehmen muss, ohne die auf Kosten anderer "auszuagieren" - das vernachlässigte Selbst, um mal den Begriff zu benutzen (in solchen Konzepten möchte ich mich trotzdem nicht verlieren, das kann zum Teufelskreis werden).

Ich glaube, dass das nicht dein aktuelles Dilemma ist, sondern dein uraltes, frühkindliches Dilemma. Wenn du diesen Unterschied begreifst und dieses verzweifelte Gefühl aus deiner Kindheit als solches bereit bist zu durchleben, kannst du von dort aus, von dem kleinen, *beep*, ausgelieferten Kind, das sich - MIT RECHT ! - nicht genügend wahrgenommen und geliebt fühlte, wieder neu anfangen, dein Leben fortzuführen und zu gestalten. Denn heute bist du nicht mehr wirklich hilflos - aber solange du diese Gefühle als "gegenwärtig" im Sinne eines aktuellen Problems ("Dilemmas") ansiehst, bist du davon eingefangen.

Wenn ich deine heutigen Texte lese, sehe ich ein Baby vor mir, das verzweifelt in seinem Bettchen liegt und denkt: "Zur Zeit habe ich kaum Kontakt zu Menschen, die mir gut tun.... Ich wünsche mir nichts mehr, als wirklich in Kontakt zu lieben und zu ehrlichen Menschen zu kommen!" Oder auch: "Hilfe, wie komme ich bloß mit diesen Menschen in Kontakt? Sie ignorieren mich und nehmen mich nicht ernst, ich möchte doch geliebt und anerkannt werden!!"





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  30.12.2010 09:13  
Mit dem Bild "Baby wird nicht wahrgenommen" tue ich mich schwer. Ich möchte nicht mehr in die Falle tappen, mich damit zu identifizieren, denn das wirkt sich negativ auf Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aus, und das bringt neuen Schmerz. Wenn mich diese Verzweiflungsgefühle im falschen Moment überwältigen, wird mir das wahrscheinlich weiter schaden. Vielleicht muss ich da im Alleinsein durch, aber ich habe große Angst davor, meine Lebenssituation weiter zu destabilisieren, wenn ich mich auf diese "*beep*" einlasse, bevor ich sozial auch ein wenig Halt gefunden habe. Erfüllende oder wenigstens angenehme, lebendige soziale Beziehungen wünschen sich doch die meisten Menschen, wenn sie ehrlich sind, auch ohne kleinkindliche Verletzungen.



  30.12.2010 10:47  
Zitat:
Erfüllende oder wenigstens angenehme, lebendige soziale Beziehungen wünschen sich doch die meisten Menschen, wenn sie ehrlich sind, auch ohne kleinkindliche Verletzungen.

Ja, das seh ich auch so.
Zitat:
aber solange du diese Gefühle als "gegenwärtig" im Sinne eines aktuellen Problems ("Dilemmas") ansiehst, bist du davon eingefangen.

Du fühlst Dich abgelehnt und abgewiesen? Mit wem kannst Du Dich darüber unterhalten?

Mir kommst Du eigentlich sehr intelligent und auch humorvoll vor, das ist doch schon eine ganze Menge oder?
Du sagst durch die Musik kommst Du in Kontakt, auch das ist sicher so.
Kannst Du da ein Lob annehmen?

Zitat:
Sie ignorieren mich und nehmen mich nicht ernst, ich möchte doch geliebt und anerkannt werden!!"


Misstraust Du den Menschen?



  30.12.2010 12:33  
Adler83 hat geschrieben:
Mit dem Bild "Baby wird nicht wahrgenommen" tue ich mich schwer.

Das ist kein Bild, das war m.E. die Realität.

Oder was meinst du, woher du deine "absolut ungerechtfertigten Minderwertigkeitsgefühle" hast?

Zitat:
Ich möchte nicht mehr in die Falle tappen, mich damit zu identifizieren, denn das wirkt sich negativ auf Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aus,

Du sollst dich damit ja gerade nicht "identifizieren". Sondern begreifen, dass diese Gefühle aus deiner früheren sozialen, zwischenmenschichen Situation stammen, nicht aus der aktuellen.

Zitat:
und das bringt neuen Schmerz.

Nein, das bringt den alten Schmerz.
Wenn du dich auf diesen bewusst in einem passenden Moment einlässt (z.B. wenn du alleine bist), dann wird dir das nicht wahrscheinlich schaden, sondern dann laufen diese Gefühle immer mehr aus, so dass sie irgendwann ganz weg sind.

Wenn du aber versuchst, sie einerseits zu unterdrücken und andererseits die Erfüllung dieser verzweifelten Sehnsüchte in der Gegenwart zu erreichen, wirst du damit scheitern, denn das, was Eltern einem eigentlich geben sollten, kann man als Erwachsener von anderen Menschen nicht mehr bekommen.

Man muss die alte Verzweiflung als soclhe anerkennen und durchleben (und dabei ist sie nie mehr SO schlimm wie sie sich damals als Kind angefühlt hat, denn man weiß parallel dazu immer, dass man bereits erwachsen und nicht mehr ausgeliefert ist). Die Angst ist da, aber sie ist nicht begründet. Es gibt dafür aber auch Psychotherapien, z.B. Atemtherapie, wenn man diese Gefühle in Begleitung/Gesellschaft erleben will.

Zitat:
Erfüllende oder wenigstens angenehme, lebendige soziale Beziehungen wünschen sich doch die meisten Menschen, wenn sie ehrlich sind, auch ohne kleinkindliche Verletzungen.

Natürlich, das ist eine Selbstverständlichkeit, eigentlich eine biologische Notwendigkeit für den Menschen.
Nur tut man sich eben genau damit sehr schwer bzw. es wird einem total unmöglich, das zu erhalten, wenn man im Untergrund/Hintergrund noch große alte Verzweiflungsgefühle hat, die man damit gleichzeitig befriedigen will. Das funktioniert erfahrungsgemäß nicht.

Das ist ja auch nichts Neues. Deswegen machen die Menschen ja Therapien, weil sie aufgrund ihrer alten Verletzungen nicht mit dem aktuellen Leben klarkommen. Wenn du keine Therapie machen willst oder kannst, musst du versuchen, alleine durch diese alten Gefühle durchzukommen und sie abzubauen.





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  31.12.2010 22:34  
Eigentlich wollte ich hier keine persönlichen Beiträge mehr schreiben, aber der erste Monat im neuen Job war so dermaßen belastend, dass ich diese Gefühle irgendwie artikulieren musste. Der Deckel auf dem Schnellkochtopf rappelte so dermaßen.

Inzwischen geht es mir etwas besser, Angst und Verzweiflung empfinde ich nicht mehr. Ich fühle mich ernüchtert und traurig und bin gleichzeitig stolz, weil ich dem Stand gehalten und ganz offen meine Grenzen dabei verteidigt habe. Das ist für mich ein großer Fortschritt, wenn ich auch frustriert bin, dass mein Leben auch an dieser Stelle (Arbeit) noch nicht so aussieht, wie ich es mir wünsche. Objektiv betrachtet, bräuchte ich mich nicht zu beklagen. Ich erlaube es mir trotzdem, weil ich eine Menge dafür getan habe, dass ich auch weiter optimistisch sein kann - bei allem, was da vielleicht noch hoch kommen wird.

Ich bin nicht der Typ, der seine Pläne aufgibt, wenn ich weiß, was noch möglich ist. Ich gehe den ganzen Weg. Und gleichzeitig brauche ich mich über die Schritte unterwegs nicht so auskotzen - das ist ohnehin nicht produktiv, eher dumm. Frustration wahrnehmen ja, sinnvoll abreagieren ja, aber nicht mir selbst schaden oder die falsche innere Haltung kultivieren. Es gibt jetzt schon einige Dinge, auf die ich stolz sein darf, und ich habe noch eine Menge vor. Was ich im Moment tue und erlebe ist ein Teil davon, und ich hätte das nicht so abwerten sollen.

Diese *beep* fühle ich jetzt manchmal schon ansatzweise, kommt mir jedenfalls so vor. Das ist noch nicht wirklich schön, ich werde vielleicht noch viel Mut brauchen, um damit umzugehen, dabei zu bleiben, fühlend. Vielleicht wird mich die Angst wieder einholen, aber ich werde sie irgendwann - bald - ganz besiegt haben. Was ich erlebe, hilft mir tatsächlich dabei. Es ist ein Schritt nach vorne, auch wenn ich das anders dargestellt hatte. Das kann ich jetzt, im Moment angstfrei, klar ausdrücken. Als ich den ersten Beitrag geschrieben hatte, war ich in einem anderen Zustand an der Belastungsgrenze.

Wenn ich alleine bin, kann ich die Gefühle inzwischen auch mehr zulassen und ja, ich merke, dass ich den Stau nach und nach abbauen kann. Darunter ist leider viel Leere, die ich aber füllen werde. Die Versuchung, Gefühle zu unterdrücken, wenn in der Realität Erfahrungen auf mich einprasseln, die vielleicht auch alte Wunden berühren, ist leider trotzdem noch groß. Aber ich lerne und lasse nach und nach mehr zu. Nur das echte Leben zählt. Ich lasse mich nicht klein kriegen - das bin ich nämlich schon ...





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  01.01.2011 10:21  
GastB hat geschrieben:
Es gibt dafür aber auch Psychotherapien, z.B. Atemtherapie, wenn man diese Gefühle in Begleitung/Gesellschaft erleben will.

Dazu kommen mir einige Fragen, weil ich etwas in der Art tatsächlich machen möchte: Wer bietet solche Therapien an? Wie und wo kann ich danach suchen? Wie beurteile ich, ob Therapeut und Angebot der/das "Richtige" für mich sind? Findet Atemtherapie nur im Zusammensein mit einem Therapeuten statt oder in einer Gruppe? Gibt es beides? Was gibt es neben Atemtherapie noch in dieser Richtung? Was, wenn dabei richtig üble Gefühle/Bilder von traumatischen Erlebnissen hochkommen sollten? Was ist bei einem lange zurück liegenden Trauma (Missbrauch) am besten geeignet? Wie geht man selbst damit um, wenn man die Kontrolle verlieren sollte, falls das passiert? Gibt es Gefahren, wenn das "unsachgemäß" betreut wird, wenn man mit schwierigen, freigelegten Gefühlen allein ist? Was kann man für sich selber "drumherum" tun, damit das wirklich Befreiung bringt?

Ein Kind, viele Fragen, ich weiß





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  01.01.2011 10:53  
GastB hat geschrieben:
Das ist kein Bild, das war m.E. die Realität.

Oder was meinst du, woher du deine "absolut ungerechtfertigten Minderwertigkeitsgefühle" hast?

Doch, natürlich, ich führe diese Gefühle tatsächlich auf reale Erlebnisse zurück, die lange zurück liegen, was mir jetzt wieder bewusster geworden ist.

Mit "Bild" hatte ich mich auf deine Wahrnehmung bezogen:
GastB hat geschrieben:
Wenn ich deine heutigen Texte lese, sehe ich ein Baby vor mir (...)

Dass du ein Baby vor deinem geistigen Auge gesehen hast, ist ein Bild und nicht die Realität. Ich wollte vermeiden, dieses Bild für mich als ganze Person zu übernehmen, weil es eben nur um einen Teil meiner (heutigen!) Gefühlswelt geht. Ich wollte eben genau das ausdrücken, dass ich mich nicht damit als Ganzes identifiziere. Analog dazu: Ich bin nicht das "Innere Kind"; ich bin nicht der Archetyp; ich bin nicht das kleine Kind von damals. Unter Umständen hilfreiche Konzepte, vielleicht reale Teilaspekte von Persönlichkeit und Erfahrung, je nachdem etwas, an das man glauben kann. Ich achte darauf, mich selbst(!), wie ich heute bin, nicht auf solche Dinge zu reduzieren.


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