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Hallo,

habe schon lange nichts mehr im Forum geschrieben weil ich versucht habe etwas Abstand von meinen Ängsten zu bekommen.

Zur Zeit geht es mir wieder mal schlecht!

Jeden tag habe ich neue Symptome. Mal habe ich Angst und Panikattacken mal agressive Zwangsgedanke und extrem innere Unruhe. Bin sowas von Nervös!

Ja und seit heute habe ich eine extrem depressive Phase!
Ich habe Angst das ich schwer Depressiv werde und da nicht mehr rauskomme.
Ich bin sehr niedergeschlagen obwohl ich morgen in Urlaub fahre, ans Meer.
Eigentlich sollte ich mich darüber freuen aber ich bin so Gefühlstot!

Kennt jemand diesen Zustand und kann mich etwas aufmuntern!

Ich würde mich über jede Antwort freuen

25.05.2012 12:36 • 06.06.2012 #1


Hallo MiniMaus,

ja, das kenne ich auch. Meine positiven Gefühle werden oft durch Ängste gebremst oder durch eine extreme Lustlosigkeit; dann bin ich am liebsten zu Hause, auch wenn es draußen noch so schön ist. Mag dann einfach nix machen.
Auch wenn andere sich freuen denke ich mir manchmal, 'Ja schön und jetzt' und fühle mich leer und traurig!
Ich hab auch zur Zeit nicht so oft das Gefühl das es mir richtig gut geht; wenn ich s aber habe, dann fühlt es sich dafür echt gut an.
Aber das sind eben diese Phasen. Wenn man an Angst, Panik und oder Depressionen leidet, dann kann sowas immer mal wieder auftreten!

LG

28.05.2012 17:15 • #2



Depressiv/Verzweifelt

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Mir geht es auch so. Wenn man mir rät, ich soll mir was schönes vorstellen, fällt mir gar nichts ein. Der Himmel ist nicht mehr blau und das Gras nicht mehr grün. Mir fehlen Ziele und irgendwelche Perspektiven. Habe Lust auf gar nichts und eine diffuse Angst vor der Zukunft. Seit 6 Wochen nehme ich ein Antidepressivum und hoffe auf Besserung. In der Selbsthilfegruppe sagte man mir : Einmal Kopf - immer Kopf! Ob man das für sich aktzeptieren muss, dass es rauf und runter geht, und ziemlich oft runter? Weiß nicht...

Hanna

28.05.2012 18:16 • #3


hallo leute, hallo minimaus, mir geht es auch ft so, das ich sogar keinen sinn mehr sehe, aber ich will endlich raus aus dem zustand, wie geht ihr damit um? nehmt ihr medikamente?

28.05.2012 20:26 • #4


Hallo Minimaus,

seit Jahren ging es mir über lange Strecken schlecht. Ich habe immer an meine Selbstheilungskräfte geglaubt und viel Geduld gehabt.

Aber vor 6 Wochen ging es mir nach einer Trennung so extrem schlecht, dass ich nicht mehr ein noch aus wusste. konnte nicht mehr aufhören zu weinen und bekam Panik und konnte nicht mehr arbeiten. Da habe ich das meinem Arzt erzählt und der hat mir ein Antidepressivum und ein Antipsychotikum verschrieben.

Jetzt ist es etwas besser, obwohl es immer noch schlimme Tage oder Momente gibt. Ich war immer gegen die Chemie, will aber nicht meine Arbeitskraft verlieren und muss ja auch weiter meine Kinder versorgen und erziehen.

Aber ich weiß, dass ich parallel auch an mir und meinem Leben arbeiten muss, mit dem ich total unzufrieden bin.

Ich muss unbedingt mehr Kontakt zu anderen Menschen finden, Gespräche, Freunde....

Ich glaube, dass ich dann auch meinen Alltag besser organisieren kann und meine Arbeit schaffen kann, wenn ich mich wieder auf etwas freuen kann, wie ein Treffen mit einer Freundin oder Bekannten.

Ich will da raus aus dem Teufelskreis!!

28.05.2012 21:49 • #5


hallo minimaus nimst du medikamente? alls gegen die depris und ängste?

30.05.2012 18:07 • #6


Hallo,

danke euch für die Antworten!

Ich bin gestern abend aus dem Urlaub gekommen und heute geht es mir wieder extrem schlecht!

Im Urlaub war es super. Habe fast keine Angst gehabt und war auch garnicht niedergeschlagen.

Aber seit heute morgen bin ich total Verzweifelt und alles erscheint so aussichtslos. Ich habe richtig Angst schwer depressiv zu sein!

Wieso ist diese Angst automatisch wieder da, wo es mir doch die Woche gut ging??

Ich nehme keine Medis mache aber eine Verhaltenstherapie (Termine 1 mal im Monat).

03.06.2012 14:59 • #7


Kannst du einfach deinen Alltag nicht ertragen?

Manchmal ist man depremiert, weil man seinen Job nicht mehr ertragen kann, ständig Konflikte mit bestimmten Personen hat, oder einem nach der Arbeit der Ausgleich fehlt, also Freunde und Hobbys...

03.06.2012 16:31 • #8


Hallo,

ich kann Dir auch nicht sagen was mich deprimiert.

Ich leide schon seit Jahren an Angst und Zwangsgedanken. Vielleicht macht mich diese Angst so depressiv?

Ich bin Mutter von drei Kindern und mein ganzer Alltag richtet sich nach meinen Kindern. Habe auch keine Hobbys. Vielleicht kommt diese Depression davon?

Es ist nicht so das ich den Alltag nicht ertragen kann, ich liebe ja mein Leben aber zur Zeit macht mir alles Angst.
Ich bin von Natur aus sehr pessimistisch und kann so schlecht positiv denken!

03.06.2012 16:46 • #9


hallo minimaus hast du di angst seit jahren ununterbrochen schon? oder warst du auch mal längere zeit angstfrei?

04.06.2012 19:09 • #10


Zitat von MiniMaus:
Ich bin Mutter von drei Kindern und mein ganzer Alltag richtet sich nach meinen Kindern. Habe auch keine Hobbys. Vielleicht kommt diese Depression davon?

Es ist nicht so das ich den Alltag nicht ertragen kann, ich liebe ja mein Leben aber zur Zeit macht mir alles Angst.
Ich bin von Natur aus sehr pessimistisch und kann so schlecht positiv denken!


Hallo Minimaus,

mir geht es ähnlich. Ich habe 2 Kinder und mein Alltag besteht aus Arbeit und Kinderbeschäftigen. Ich habe keine Hobbies mehr und auch keine Freunde, wenn man es genau nimmt, ausser meiner besten, die 300 km von mir entfernt wohnt und auch keine "eigene Familie" (Mama tot, Papa tot, Bruder "verschollen"). Ich bin sozusagen komplett vereinsamt im Moment. (Gut, abgesehen von meinem Mann und den Schwiegereltern, aber das ist etwas anders).

Ich glaube, esreicht nicht immer, nur in diesem Rahmen zu funktionieren. So sehr ich meine Kinder liebe, mir reichen Spielplatz, Laufräder und Kindergarten nicht. Ich versuche im Moment massiv eine Betätigung für mich zu finden. Habe z.B. mit Reiten angefangen. Und überlege was ich zu Hause auch parallel zu den Kindern machen könnte, was nichts mit Hausarbeit zu tun hat.

Psychisch geht es mir nicht gut. Ich sehe in meinem Leben keinerlei Sinn mehr. Punkt. Dieser Zustand hat sich über Jahre entwickelt. Aber dennoch bin ich nun bestrebt, diese Entwicklung so gut es geht rückgängig zu machen. Schliesslich will ich für meine Kinder keine Deprimama sein. Und da ist, neben meiner Therapie, die Überlegung, wie ich meinen Alltag anders gestalten könnte, ein wichtiger Punkt. Ich denke, dass auch Du etwas für Dich brauchst!

Viele Grüße
Seitanschnitzel

06.06.2012 10:34 • #11



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser