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Habe eben hier ein wenig gelesen und möchte auch meine Geschichte besteuern.
Vielleicht ist es für dich dann besser zu ertragen, dass du kein Abi hast. Ich hab nämlich eins und hätte es eigentlich nie gebraucht, also wenn du mich fragst, kommt es im Leben auf nichts weniger an, als auf so ein blödes Abi...zum Studieren ja, aber ansonsten brauchst du es weniger, wenn du eh eine Ausbildung machst und musst nicht traurig sein, dass du keines hast.
Nun zu mir:
Ich habe im jahr 2007 mein abitur mit der Note 1,2 bestanden. Oh wie haben mich alle bewundert und mir gesagt, was ich jetzt nicht alles studieren könnte und wie die ganze welt mir offen steht
Damals war ich auch in einer schlimmeren Phase meiner Angst und Depris.
Jedenfalls ging es mir nach dem abi erstmal ziemlich schei., wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte, da kam ich auf die beknackte Idee Kunst studieren zu wollen, da ich wirklich super gut malen konnte und auch alle Lehrer mir sagten, ja mach das, du schaffst es, auch meine Familie hat mich unterstützt.
Ein ganzes Jahr habe ich eine Mappe zusammengestellt ( braucht man für die Bewerbung an einer Kunstakademie), habe mich dann in Stuttgart an der Staatlichen akademie der bildenden Künste beworben. Ich wurde zur Aufnahmeprüfung eingeladen, die gign über zwei Tage. Dazu muss ich sagen, dass ich auch Angst vor dem Reisen habe und es war Horror aber auch diese Prüfung habe ich geschafft, ich wurde aufgenommen in den Studiengang Freie Malerei..muss man sich mal geben, das schaffen echt wenige und nur die guten...und ich war dabei, eigentlich ein grund zur Freude...doch auch ging es mir weiterhin schlecht...fühlte mich nicht wohl, schon der Umzug ins Studentenwohnheim...ich fühlte mich dort so kacke, meine Mitbewohner waren einfach nur strange...und dann wirst du da in die Kunstwelt an der akadmie geworfen...du siehst einmal die woche einen prof, den Rest malst du einfach so für dich oder, wenn du depris hast, so wie ich, dann sitzt du eben nur rum, hast keine Ideen mehr und gehst dann,ohne was gearbeitet zu haben, nach zwei Stunden nach Hause...ich fühlte mich zunehmend schlechter, hatte Heimweh und das Gefühl, dass ich das gar nicht will...das Kunst nicht das ist, was ich machen will....habe noch im Dezember das2008 das Studium abgebrochen...habe mich exmatrikulieren lassen und bin sofoert heimgefahren, ich war am Ende.
Danach habe ich in Freiburg ein Praktikum an einem Theater gemacht, was mich auf die unsinnige Idee brachte, das ich Dramaturgie studieren will....dachte, das wäre was für mich...ich konnte auch gut schreiben und es lag mir, die Bewerbungsarbeit war ein Essay über Shakespeare´s Der Sturm und ich hatte mich damit in München an der Theaterakademie beworben, wurde auch dort zum Bewerbungsgespräch eingeladen, war mords aufgregt aber habe auch das bestanden....bin nach München gezogen, damals mit HUnd...und auch in München ging es mir eben körperlich un psychisch so schlecht...ich saß in meiner Wg und dachte jeden Tag..könnte ich nur was ganz anderes machen, ich will eigentlich nicht studieren...ich bin am ersten Studientag in München nicht zur Uni, habe dort angeufen und mich krankgemeldet und habe das wieder abgebrochen, weil ich nicht mehr konnte....
Ich brauchte diese Stationen um zu merken, dass das Studium und alles das theorethische und abstrakte Gefasel da nichts für mich war...eigentlich wollte ich was mit Tieren machen und habe mich dann für eine Ausbildung als Tierarzthelferin beworben, das hat geklappt, nach langer Suche habe ich im Herbst 2010 angefanegn und bin nun im zweiten Jahr....es macht sehr viel Spaß, wenn ich jetzt nicht wieder eine schlimme Angst und Depriphase hätte wäre es perfekt...
Naja du siehst, dass ich mit einem Traumabi nichts anfangen konnte, und ich hatte alle Möglichkeiten, und diese Möglichkeiten haben mich trotzdem nicht glücklich gemacht, sondern haben mich einfach nur überfordert.
Jetzt fragt man mich oft, dass ich ja mit dem Abi hinterher nach der Ausbildung Tiermedizin studieren kann und ja auch wohl werde, was mir nicht ein müdes Lächeln abringt....das Thema studieren ist ein für alle Mal durch und mir fehlt rein gar nichts...ich mag die tägliche praktische Arbeit und muss nicht viel denken und es macht Spaß...einfach perfekt.
13.02.2012 22:46 •
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