Zitat von Luce1:Sowas hat ein Chef früher gerne gemacht, obwohl wir nicht mal krank waren. Einen Fehler gemacht und dann ist er ausgerastet und hat gerne gedroht. Schrecklich.
Früher ist man aber auch nicht wegen jedem Zipperlein daheim geblieben. Hat die Zähne zusammengebissen. Hatte Angst den Job zu verlieren, Miete nicht mehr zahlen zu können, oder die Immobilie die man abzahlt. Bewerber gab es genügend. Es war sehr mühsam Bewerbungen/Lebenslauf mit der mechanischen Schreibmaschine zu schreiben, sowie erst ein Foto anfertigen zu lassen. Jedes Bild kostete extra. Von Porto/Kuvert gar nicht zu reden. Der Gang zum Amt wäre einen sehr schwer gefallen. Von den Eltern her hätte man sich das gar nicht getraut.
Beim Amt persönlich erscheinen, Unterlagen vorlegen, Bewerbungstraining, Rechenschaft ablegen............................................... Das lag keinem und jeder vermied es. Außerdem gab es von Seiten der Ärzte nicht so schnell Krankschreibungen wie heutzutage. Man mußte beim Arzt persönlich vorsprechen und der schaute einen schon ganz genau (streng )an. Das waren Respektspersonen und diese untersuchten einen ganz genau. Man wurde nicht mal wegen Grippe so leicht krank geschrieben, mußte aber am ersten Tag schon eine Meldung vorlegen, bzw. telefonisch bekannt geben das man eine Krankschreibung erhalten hat. Das war nicht so einfach. Man war wirklich krank, bettlägrig und nicht irgendwo unterwegs.
Heute muß man die Sicht des AG zusätzlich beachten, denn die Wirtschaftslage ist nicht die Beste. Der AG hat Unkosten, durch den ständigen Ausfall und wird wegen dem jungen Alter von 25 Jahren damit rechnen das es nicht besser werden wird. Er reagierte sogar noch sehr human. Früher hätte es bei Rückkehr gleich ein Gespräch gegeben, oder die Kollegen hätten einem auf Dauer nicht gut getan, denn diese mußten die Arbeit mit erledigen und Überstunden schieben. Klar das keiner davon erfreut ist ständig noch mehr zu arbeiten, nur weil stets ein bis zwei bestimmte MA Fehlzeiten haben.
Hätte ein schlechtes Gewissen den MA gegenüber gehabt. Bin sogar einmal unwissend mit Röteln am ersten Tag in die Arbeit gegangen und von MA angesprochen. Wurde dann zum Arzt geschickt. Am Abend ging es mir richtig schlecht, Aber nach einer Woche war ich wieder auf der Matte und das als generell nicht gesunder Mensch. Hatte teilweise eine 48 Std/Wo. Schon im Elternhaus wurde einem eingetrichtert nicht wegen jedem............................. zu fehlen. Das hatte wohl auch mit den Großeltern zu tun, die im Krieg kämpfen mußten.
Wenn man nicht Fieber hatte, den Kopf nicht unter dem Arm trug, ging man in die Arbeit. Natürlich kommt es drauf an, in welcher Branche, aber ins Büro kann man auch mit einem gebrochenen Bein.......................................... Hatten wir bei uns auch.
Wenn man im Kundenverkehr zu tun hatte, war es was anderes.
Kopfschmerzen, sowie schwere Erkrankungen zwangen einen zur Krankmeldung. Wenn ein junger Mensch aber jedes Jahr einige Wochen fehlt, macht sich der Chef natürlich um seine Firma Gedanken und gerade in der heutigen schlechten Marktwirtschaftslage wird ausgefiltert wer noch standhaft bleibt. Es wird einem nichts geschenkt und jeder Fehltag kostet der Firma ....................................
Nun wird es wieder Kritik hageln. Man kann es eben niemanden recht machen. Früher waren die Leute härter im Nehmen, was einem schon anerzogen wurde. Als Kind wurde man früh eingebunden mit Haushaltspflichten und vielem anderen. Man kam gar nicht zum Überlegen und Klagen. Es hörte sowiso keiner zu, denn auch die Eltern waren Ganztagsarbeiten. Ein Kind lief so nebenher und war früh selbständig. Es interessierte niemanden. Das war halt so. Das sind diejenigen die nun langsam in Rente gehen, was der Jugend nicht so gefällt. Doch den Wohlstand den die Jungend heutzutage geniest, haben sie nur durch das stete Durchhaltevermögen der baldigen Rentner................................., die nicht alle in den Genuß eines Studiums kamen, erstmal die Welt bereisten, sondern schon mit 15/16 die Lehre begannen und bis heute durcharbeiteten. Sie sind nun körperlich, sowie seelisch auch fertig. Immerhin ging es nicht nur um die Arbeit, sondern zusätzlich dem Drumrum, wie Pflege der Angehörigen, uvm.