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Zitat von Abendschein:NEIN, deswegen bin ich aber kein besserer Mensch. Aber ich habe sie nicht gehabt. Solche Gedanken finde ich echt schlimm, auch wenn hier wieder mal gestichelt wird.
Es fällt mir schwer das zu glauben. Die Geschichte und auch Untersuchungen von Psychologen haben gezeigt, dass fast alle Menschen unter extremen Umständen selbst die schlimmsten Gräueltaten begehen können. Wenn man dann noch bedenkt, dass es einen großen Unterschied zwischen einem Gedanken und einer Tat gibt, dürfte der Anteil der Menschen die solche Gräueltaten nicht nur begehen können sondern auch ab und zu denken, deutlich größer sein. Ich will nicht ausschließen dass es Menschen gibt, die tatsächlich zu solchen Gedanken nicht fähig sind, aber die dürften nur sehr sehr selten anzutreffen sein. Mir sind im Rahmen meiner Therapie auch Menschen begegnet die scheinbar keine gewalttätigen Gedanken und Gefühle hatten. Diese waren aber in der Regel trotzdem da. Sie waren nur unterdrückt.
Jemand schrieb vorhin, dass sich bei der Diskussion Abgründe auftun. Meiner Meinung nach sind Abgründe ein fester Bestandteil der Psyche eines Menschen. Diese zu leugnen oder zu ignorieren sehe ich als nicht hilfreich. Ein Abgrund den ich nicht wahrnehme oder nicht wahrnehmen will, ist viel gefährlicher als einen den ich kenne. Wenn ich meine Abgründe kenne und ich mir selbst und andere Menschen am Herzen liegen, kann ich etwas dagegen unternehmen oder zumindest dafür sorgen, dass ich niemanden in diesen Abgrund ziehe. Das fängt bereits bei einem einfachen Gespräch an und geht bis zu den hier besprochenen lebenszerstörenden Ereignissen.
13.02.2026 23:50 •
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