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In unserem Stadtteil in Köln war es brenzlig am Abend des Starkregens. Es hatte den ganzen Tag geregnet, ununterbrochen. Es war so, als hätte jemand die Dusche angestellt und auf full power gedreht. Am Nachmittag waren die Kanäle voll in unserem Stadtteil und die Gullideckel sprangen auf. Da, wo das Wasser normalerweise abfließt, schäumte es nun mit aller Kraft heraus und überflutete Straßen, Bürgersteige und Parkplätze. In kurzer Zeit stiegen die Wassermassen und bildeten einen See, der an niedriger Stelle kniehoch war. Unsere Haustür hielt gut dicht, doch sobald sie kurz geöffnet wurde, schoss das Wasser wie ein Wasserfall in den Keller. Mit einer Steinbarrikade konnten wir das Wasser daran hindern, in unsere Wohnung zu dringen.
Mein Auto konnte ich in letzter Sekunde vor den Fluten retten.
Um 22:00 Uhr, endlich, hörte es auf zu regnen. Der Strom ging erst am nächsten Tag wieder. Die Tiefgarage und Kellerräume hat es erwischt, ansonsten ist alles nochmal gut gegangen. Die Häuser unweit von uns, die in der leichten Senke stehen, die hat es überflutet. Es tut weh zu sehen, wie viele Haushalte all ihre Möbel, ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Sie hatten einfach nur Pech und wohnten etwas tiefer. Die Bilder der stark betroffenen Regionen schockieren mich. Meine Gedanken wandern zu all den betroffen, die über Nacht ihr gesamtes Hab und Gut, ihre Existenz verloren haben. Ganz besonders wandern sie zu den Angehörigen derer, die in den Fluten ertrunken sind.
Naturerignisse wie diese sind eine Tragödie.
18.07.2021 09:39 •
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