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Hallo,
Ich bin neu hier und versuche mehr und mehr meine Krankheit zu verstehen.
Seit knapp einem Jahr laboriere ich an Panikattacken. Einen Auslöser zu dem Ganzen habe ich leider noch nicht gefunden. Bei mir fing es damit an, dass ich vermehrt mit Herzpieken zu tun hatte. Eines Tages kamen dann Übelkeit, Herzrasen, Taubheit in den Armen und kribbeln dazu. Ich bin damit in die erste Hilfe gegangen, die schickten mich nach einigen Untersuchungen wieder nach Hause, sagten mir, dass alles in Ordnung sei und vermutlich einfach zu viel stress der Auslöser sei. Ich habe danach ca. drei Monate nichts mehr gehabt. Dann ging es los mit Drehschwindelattacken. Daraufhin bekam ich Kortisontabletten, die mir zunächst gut geholfen hatten aber Panik in mir auslösten. Daraufhin ging ich erneut zum Arzt, schilderte meine Probleme und bekam pflanzliche Medikamte gegen die Panik mit nach Hause. Was soll ich sagen. diese halfen mir überhaupt nicht. Ich hatte mehrere Tage mit starken Attacken zu tun, dachte ich würde sterben. Das wars! Ich habe dann immer unterschiedlichste Beschwerden bekommen - Kloß im Hals Gefühl mit Husten, Schwindel - HNO abgeklärt ohne Befund. Allergietest ohne Befund. Röntgen Thorax, altersentsprechend. Lediglich eine Blutentnahme ergab eine leichte Leukozytenerhöhung. Schmerzen erfolgten im Bereich der Nieren, Urologen aufgesucht, bis auf Leukozytenanstieg im Urin unauffällig. Zwischendurch kämpfe ich immer wieder mit dieser Übelkeit, Benommenheitsgefühl, Sehschwäche, Herzschmerzen. Letzteres lies mir keine Ruhe und ich ging zum Kardiologen. Nach erfolgten Herzultraschall - kein weiterer Befund. Es zieht sich seit Monaten - mal ist es besser, mal schlechter. Vor einer weile war ich über ein paar Tage im Urlaub und war völlig beschwerdefrei, kurz vor Ankunft an meinem zu Hause ging es wieder los mit Benommenheit, Übelkeit, Herzrasen - Panik.
Es zieht sich durch mein Leben. Neuerdings verspüre ich schmerzen in den Beinen, ein fieses brennen bis in den Oberschenkel, teilweise schlafen meine Beine ein. Im Laufen habe ich keine Beschwerden. Heute ist es wieder schlimm mit der Luft. sodass ich im Schlaf aufgeschreckt bin und dachte keine Luft mehr zu bekommen. Ich dachte sofort: wenn das doch ne Thrombose in den Beinen ist und jetzt eine Lungenembolie daraus wird, dann stirbst du jetzt wirklich. Ich weiß dass das nicht der Fall ist, aber in den Momenten der Attacken ist es für mich echt. und es belastet mich, denn irgendwie habe ich das Gefühl nicht mehr zu wissen wann ich wirklich etwas haben könnte und damit zum Arzt gehen sollte und wann das wieder typische Beschwerden meiner Panik sind.
Wenn ich abgelenkt bin, arbeiten oder mit meinen Freunden oder der Familie zusammen bin, dann fallen mir diese Symptome gar nicht groß auf. Immer nur dann, wenn ich zur Ruhe komme.
Ich bin 33 und möchte nicht mein ganzes Leben damit verbringen mich meiner Panik anpassen zu müssen.
12.03.2020 02:24 •
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