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Hallo,

kennt Ihr das auch?

Man trifft ja im Leben auf viele verschiedene Menschen.
Und immer wieder stellt man fest, dass man offen auf einen neuen Menschen zugeht, Vertrauen schenkt, Zuneigung, manchmal Zeit und Geld investiert hat- und dann haut der betreffende Mensch derart daneben, dass man es kaum glauben kann...
Desinteresse, Oberflächlichkeit, Grobheit, Verrat, Beleidigungen, Ironie, Kälte...
Jeder hat sein eigenes, spezielles, unmenschliches Programm.
Ich begreife das nicht.
Und ich habe keine übertriebenen Anpsrüche- nur ein ganz normales, menschliches Verhalten, aber offensichtlich ist das schon zu viel erwartet...

Geht Euch das auch oft so in Eurem Leben?

Ich bin gerade mal wieder sprachlos aufgrund einer riesigen Enttäuschung.

Würde mich interessieren, wie Ihr mit Enttäuschungen umgeht und wie Ihr sie verarbeitet.
Zieht Ihr Euch immer mehr zurück?
Oder versucht Ihr es immer wieder, einen Menschen zu finden, der dann endlich mal anders ist und sich anständig benimmt?

17.02.2014 00:38 • 31.03.2014 #1


75 Antworten ↓


Ist die Frage, ob es sich dabei um den Lebenspartner handelt oder um außerfamiliäre Personen.

2011 habe ich nach längerer Beziehungspause einen Mann gefunden, wo ich auch total verknallt war. Wir verstanden uns super. Er wohnte in Niedersachsen. Da ich EU-Rentnerin bin und ein Kennenlernen nur im Miteinander geht, habe ich vier Monate überwiegend bei ihm gewohnt. Es lief bestens. Habe daraufhin meine Wohnung gekündigt und bin drei Monate später zu ihm gezogen. Der Friede dauerte nicht lange und er zeigte sein wahres Gesicht. Die dauernden verbalen Grobheiten, haben mich schnell auf den Boden der Realität zurück geholt. Habe meine Tochter angerufen und mich mit dem Nötigsten abholen lassen. Den Rest erledigte später der Umzugswagen.

Ich habe lange nachgedacht, wie ich mich so täuschen oder täuschen lassen konnte? Er arbeitet als freiberuflicher Dozent und hat natürlich mit den verschiedensten Menschen Kontakt. Da kann er nicht alles sagen, was er wirklich denkt. Ansonsten würde er bei diesem Arbeitgeber nicht mehr gebucht werden. Er hatte also Übung darin, Menschen zu täuschen.

Nun, ich glaube immer noch daran irgendwann einen passenden Mann zu finden. Ich leide aber nicht an Toschlußpanik und suche krampfhaft. Außerdem bin ich aus dem Alter der Familiengründung raus. Als Mutter und Oma gibts in diese Richtung keinen Druck mehr.

Zurückziehen tue ich mich also nicht. Natürlich wird man mißtrauischer. Gepaart mit meiner gesundheitlichen Situation ist die Chance einen Mann zu finden momentan nicht so hoch.

Aber ich tröste mich damit, daß spätestens in 15 Jahren die Männer, die in mein Beuteschema passen, auch gesundheitliche Probleme haben. Dann paßt es wieder.

Hinfallen und liegenbleiben ist nicht meine Art. Auch wenn es schwer fällt wieder aufzustehen.

17.02.2014 09:41 • #2



Enttäuschung über Menschen

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Hallo, Antonia,

das tut mir Leid, was Dir da passiert ist- das muss sehr weh getan haben, alles aufzugeben und zu jemandem hin zuziehen, der sich dann als solcher Grobian entpuppt...
Sch...

Bei mir geht es nicht um Partner- dieses Thema habe ich, soweit ich es gegenwärtig beurteilen kann, ziemlich abgeschlossen...
Man soll ja nie nie sagen, darum diese Einschränkung...

Nein, es geht um Menschen, die man kennenlernt in der Nachbarschaft, übers Internet (z.B. in diesem Forum... ), im Job, beim Ausgehen, über Bekannte usw., und die einem einfach sympathisch sind, gleichgültig ob Männlein oder Weiblein, keine Hormone sondern menschliche Zuneigung.
Man stellt gemeinsame Interessen fest, unterhält sich gut, kann lachen miteinander, fühlt sich wohl und denkt sich: Da könnte eine schöne Freundschaft draus entstehen!
Und dann stellt man eines Tages, mal früher, mal später, fest, dass dieser ach so sympathische Mensch einen hintenherum ausgerichtet hat, sich lustig gemacht hat über einen, eiskalt ist, plötzlich den Kontakt einstellt, sobald es etwas schwierig wird und nicht nur leichte Unterhaltung und Spaß gefragt sind, sondern ein ernstes Thema des Weges daher kommt (z.B. Krankheit).
Nun bin ich ein eher humorvoller Mensch, lache viel (trotz aller psychischer und somatischer Baustellen...) und kein Typ, der herumjammert, baue eher noch immer andere mit auf.
In meinem Leben war es immer wieder so, dass Menschen (Männer wie Frauen) zu mir gekommen sind, wenn sie am Boden waren, Probleme hatten mit Alk., Schulden, Ehepartnern, Krankheiten, sterbenden Angehörigen usw.
Und wenn ich mich dann engagiert hatte und den Menschen weitergeholfen hatte, es ihnen besser gegangen ist, dann haben sie mir den Rücken zugekehrt...
Aktuell geht es um weniger Dramatisches, einfach nur um jemanden, der nett schien und ohne Vorzeichen oder Erklärung von heute auf morgen den Kontakt eingestellt hat...
Man kommt sich so "unwert" vor, dass man nicht einmal eine Erklärung bekommt, warum ein Mensch sich abwendet.
Und das bei einer Sozialen Phobie...
Da wundert es einen nicht, dass man Angst vor der Menschheit hat...

17.02.2014 10:53 • #3


MarkusGL
Ich bin leider mittlerweile an einen Punkt angekommen, wo ich aufhörte, Menschen zu vertrauen. Ich bin verheiratet, und meiner Frau vertraue ich voll und ganz. Ich würde für sie durchs Feuer gehen und ohne mit der Wimper zu zucken, mein Leben für ihres opfern. Aber alle anderen Menschen... Ich habe großartig keine Freunde (bis auf einen, den ich schon aus meiner Kindheit kenne). Ich will auch gar keine haben. Weil ich weiß, dass ich eh wieder nur enttäuscht werde. Natürlich ist das nicht logisch, und es gibt dort draußen mit Sicherheit auch noch nette und tolle Menschen. Aber dieses Denken steckt einfach tief und fest in mir drin. Leider halte ich Menschen im Allgemeinen für egoistisch und egozentrisch.

Der letzte Mensch, auf den ich mich voll und ganz (außer meiner Frau natürlich) eingelassen hatte, war mein damaliger Partner, mit dem ich mich selbständig gemacht hatte.
Ich lernte diesen Menschen auf meiner damaligen Arbeitsstelle kennen, er fing neu bei uns an. Wir freundeten uns sofort sehr herzlich an. Ich hatte noch nie einen Menschen vorher getroffen, der so warmherzig und offen war wie er. Er sagte stets, was er dachte, und er sagte einem auch mal, wenn er einen wirklich mochte. Er hatte auch keine Probleme damit, einen anderen Mann einmal in die Arme zu nehmen. Nein, er war nicht gleichgeschlechtlich oder so, ganz bestimmt nicht, er hatte nur ein sehr weiches Herz. Er was so wahnsinnig menschlich, wie man es nur selten findet. Unsere Geschichte, würde ich sagen, war die Geschichte einer perfekten Männerfreundschaft, und auch für ihn würde ich jederzeit die Hand ins Feuer halten. Ihm habe ich 100%ig vertraut, ich hätte ihm jederzeit mein Leben anvertraut. Ich weiß, das hört sich vielleicht für manche sehr naiv an, und mittlerweile weiß ich, dass es das wohl auch gewesen ist. Aber um das zu verstehen, muss man ihn gekannt haben.
Auf jeden Fall verloren wir beide fast gleichzeitig unseren Job. Und gemeinsam gründeten wir eine eigene Firma. Es lief auch alles super, nur dass ich schon bald psychisch krank wurde. Das hatte nichts mit der Firma zu tun, das hatte andere Ursachen, die ich an anderer Stelle hier im Forum bereits beschrieb. Mein damaliger Partner bekam mit, wie es mir immer schlechter ging. Oft waren wir bei ihm zu hause, als wir noch kein Büro hatten, und er musste mich dann nach hause fahren, weil es mir nicht gut ging. Er bekam oft mit, wie ich richtig kreidebleich wurde. Aber diese Erkrankung war kein Hindernis für unsere Fima (hofften wir zu dem Zeitpunkt zumindest), und vor allem nicht für unsere Freundschaft. Ich bin Softwareentwickler, und arbeitete eh stets im Hintergrund. Kundenkontakte etc. machte mein Partner.
Alles war gut, bis unsere Firma einen Großauftrag erhielt, von dem jede andere Firma nur geträumt hätte.
Mein ehemaliger Partner hatte von damals noch Kontakte zu einer großen Bank. Und diese Bank fussionierte mit einer anderen großen Bank. Ich werde mal hier die Namen der zwei Banken nicht nennen, aber es ging groß durch die Medien, und vielleicht kommt der ein oder andere ja drauf ^^
Für diesen Auftrag sollten wir zwei nach Frankfurt ziehen, also zumindest in der Woche. Am Wochenende wollten wir dann immer nach hause fahren. Der Auftrag sollte bis zu 3 Jahre dauern. Würde dieser Auftrag 3 Jahre dauern, hätte unsere Firma in dieser Zeit, ob ihr es glaubt oder nicht, knapp 1,5 Millionen Euro verdient.
Trotz des Geldes erwähnte ich bei meinem Partner immer wieder meine Bedenken, wegen meiner Krankheit, wegen meiner Angstzustände. Ich hatte Angst, dass ich das nicht schaffen würde. Und mein Partner sagte immer wieder: "Ach, das schaffst du schon, das wird schon!"
Immer wieder und immer wieder redete ich auf ihn ein. Ich sagte, geh du nach Frankfurt, repräsentier du dort unsere Firma, ich versuche in dieser Zeit unsere Firma hier aufzubauen, damit, wenn der Auftrag zu Ende ist, du hier ein fertiges Nest vorfindest. Aber das wollte er nicht, weil sich die 1,5 Millionen dann ja auch halbiert hätten.
Also ging ich mit ihm nach Frankfurt. Schließlich hatten mir ja auch alle meine anderen Freunde gesagt: "Das schaffst du schon."
Ich hatte es nicht geschafft! Zwei Wochen war ich da. Zwei Wochen in denen ich jeden Tag Angst hatte, dass ich zusammen klappe, zwei Wochen, wo ich jeden Abend voller Angst vor dem nächsten Tag zu Bett ging. Und selbst in diesen zwei Wochen redete ich fast täglich mit meinem Partner, wie schwer das für mich sei. "Ach, das schaffst du schon!", sagte er immer wieder.
Und dann, nachdem ich wirklich "zusammengeklappt" war, saßen wir gemeinsam bei der Bankleitung. Die waren natürlich gar nicht so erbaut darüber, und redeten von Betrug, da ich ihnen nicht gesagt hatte, wie es um mich steht. Mein Partner war natürlich bei dem Gespräch dabei, und natürlich hat er von nichts gewusst, ich hätte ihn ebenso enttäuscht und betrogen.
Ich dachte mir, er wird das vermutlich nur sagen, weil er Angst davor hat, ebenfalls seinen Job in der Bank zu verlieren, also dass unsere ganze Firma von dem Auftrag befreit wird. Ich hatte vollstes Verständnis dafür, dass ich der alleinige Buhmann war. Aber was ich nicht mehr verstand, war: als wir zwei abens alleine waren, erzählte er mir immer noch einen davon, dass er von nichts gewusst habe. Gut, er hatte mal das ein oder andere mitbekommen, aber er hätte doch nicht gedacht, dass das so schlimm sei. Das hätte ich ihm sagen müssen.
Das war meine größte Enttäuschung, die ich je von einem Menschen erfahren habe. Bis heute denke ich noch sehr oft darüber nach. Ich verstehe es einfach nicht. Hinterher sagte er sogar noch zu mir, dass ich ja nur zuhause bleiben wollte, damit er die ganze Arbeit habe, und ich auf der faulen Haut liegen könne.
Geld war für uns nie ein Problem gewesen. Und wie oft sagte er, dass wahre Freundschaften ihm vor jedewedes Geld ginge? Freundschaften seien für ihn wichtiger, als alles Geld der Welt. Das sagte er einmal.
Ich habe das bis heute nicht verarbeitet und verkraftet.

Falls ihr noch wissen wollt, was aus meinem Expartner geworden ist:
Er hat die Firma immer noch, der Auftag läuft mittlerweile sogar über vier Jahre, er arbeitet also immer noch bei dieser Bank. Seine Frau hat ihn verlassen, aber er hat mittlerweile ein großes Haus, ein teures Auto, so weit ich weiß, sechs Mitarbeiter, die alle für ihn bei der Bank arbeiten. Er fungiert dort also quasi als eine Art Leiharbeitgeber, und er dürfte bisher schon weit mehr als diese 1,5 Millionen Euro verdient haben.
Und ich sitze hier, mit einem Einkommen von 0 Euro, weil ich nicht mehr arbeitsfähig bin, und wünsche meinem Expartner alles nur erdenklich schlechte.

Habe ich zu viel geschrieben? Wenn ja, dann sorry. Ich wollte einfach mal erzählen, was bei mir der Auslöser war, keine Freunde mehr haben zu wollen, und den Glauben an die Menschheit verloren zu haben. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich so dermaßen in einen Menschen täuschen könnte.

Vielleicht möchtest du ja lieber aufmunternde Worte hier lesen. Dann tuts mir leid, dass ich keine für dich habe.

Außerdem noch eine kurze Sache: Seit dieser Begebeheit bin ich allergisch auf die Wort. "Das schaffst du schon!", "Das wird schon!". Ich finde, es gibt kaum inhaltleerere, angeblich aufmunternde Worte, als diese. Ich würde diese Worte niemals mehr zu jemandem sagen. Entweder schaffe ich es durch Begründungen jemanden aufzumuntern, oder ich sage nichts, und höre einfach nur zu. Mittlerweile werde ich sogar richtig sauer, wenn das jemand zu mir sagt.
Meine Frau macht im Moment eine Fortbildung. Und auch dort, würde ich nie sagen: "Das schaffst du schon!" Ich weiß nicht, ob sie es schafft, aber egal was auch passiert, ich stehe hinter ihr, und ich glaube ganz fest an ihre Fähigkeiten.

17.02.2014 11:12 • #4


Dieses Problem kenne ich auch..
Ich hatte noch nie eine Beziehung weil ich mich nie wirklich auf eine einlassen konnte weil ich Angst habe wieder enttäuscht zu werden.. Ich wurde schon oft im Leben von Männer verarscht .. Ich bin ziemlich unsicher auch was sexuelle Bedürfnisse angeht und die meisten Männer (Natürlich nicht alle!) wollen irgendwas nur noch das eine und manche werden dabei ziemlich penetrant.. Aber ich wurde auch schon von ehemaligen Freunden enttäuscht.. Ich habe auch irgendwann aufgehört den Menschen zu vertrauen. Früher habe ich es sehr schnell getan heute brauche ich meine Zeit und andere richtig kennen zu lernen...

17.02.2014 11:21 • #5


@Mahabharata

Natürlich wird man von Menschen auch enttäuscht oder verletzt. Das darf man am besten nicht an sich heran lassen. Geht leider nicht so einfach. Wenn man sich alles zu Herzen nimmt und nicht abhakt, wird man irgendwann ein verbitterter einsamer Mensch. Soviel Macht sollte man anderen Menschen nicht über sich geben.

Ich bin mit zunehmenden Alter entspannter geworden. Ich muß nicht mehr Jedem gefallen. Und wer nicht mit mir kann, dann eben nicht. Ich kann auch nicht mit jedem Menschen. Wie heißt es so schön: Leben und leben lassen.

17.02.2014 11:49 • #6


Zitat von Mahabharata:

Würde mich interessieren, wie Ihr mit Enttäuschungen umgeht und wie Ihr sie verarbeitet.
Zieht Ihr Euch immer mehr zurück?
Oder versucht Ihr es immer wieder, einen Menschen zu finden, der dann endlich mal anders ist und sich anständig benimmt?



Enttäuschung als Erfahrung abhaken und nicht dramatisieren.
Denn selbst wenn man mal so einen Glückstreffer hat, bei dem man denkt, dass da vieles zusammenpasst, ist es immer noch ein Mensch, über den man im Zweifelsfall nicht viel weiß, der eigene Sorgen und Probleme hat, über die er vielleicht auch eben nicht gleich spricht.

Vorsichtig bleiben, auf das eigene Bauchgefühl hören und versuchen, nicht all zu viele Erwartungen in zwischenmenschliche Kontakte zu stecken, dann klappt das schon.

17.02.2014 12:02 • #7


Dubist
Liebe Maharabharata, ich weiß auch nicht was das ist? Ich habe auch versucht wie du wertvolle und gegenseitige beruhende Freundschaften aufzubauen. In denen Geben und Nehmen und gemeinsame Zeit verbringen Priorität hat. die Wahrheit ist, ich wurde nur enttäuscht. Ich hab es nie geschafft jemanden einen Tritt zu verpassen, das heißt eine freundschaft die vielleich doch keine mehr ganz zu beenden. Immer wurde mir irgendwann die freundschaft gekündigt. Den Grund habe ich nie erfahren und weiß ich auch nicht.
Ich habe es aufgegeben, an wahre Freundschaft zu glauben, gerade habe ich ab und zu Gespräche oder schreibe mit ein zwei Kumpels, das genügt mir und ist grad zumindest im Moment ganz ok.
Nicht das schon wieder stichelnde Stimmen kommen, das es an mir gelegen haben muss.
Leider gerate und geriet ich sehr oft an menschen die eine niedrigere Schwingung als ich haben und hatten. Entweder waren sie menschen die nach Reichtum ausgerichtet waren udn angeberisch, oder gerne auch logen, anderes, sie waren nicht so nett wie hinter der Fassade und das schockierte mich dann doch leider und kam nicht damit klar.
Der Kontaktabbruch das habe ich schon öfter gehört von anderen leuten, gibt meist schon vorzeichen und irgendwann kapiert es auch der anhänglichere teil, das ende in sicht.
wie ich damit umgehe, oder umging?
Nicht anders als andere, erstmal war ich wütend, traurig oder niedergeschlagen.
Aber dann konnte ich es ja doch nicht ändern.
Ich bin jetzt so stark geworden das ich gut alleine klarkomme und auch niemanden suche wie du das beschreibst.
Es schützt zum einen und das andere ist, wer mit mir in Kontakt treten will kann das gerne tun, nur mache ich dann eben nicht wie so oft früher den Anfang.
Ich muss grad an die wahren Worte eines weisen Mannes zu mir zurückdenken.
Die leute reden oft in der Not nur Müll daher, sie denken nur an ihres.
In der Not keiner da und in Wirklichkeit wollen alle nur ihren Vorteil und sind nicht an tiefen Gesprächen interessiert, zumindest die mehrheit nicht.
Und wenn man anders ist, dann muß man eben oft allleine seine Reise fortsetzen.
Mein einer Kumpel ist auch in der schwingung höher als andere menschen und mit ihm kann ich mich gut unterhalten.
Und die niedrigen schwingungen ertrage ich eben sehr schlecht, leider, würde mir ja auch kontakte wünsche oder hätte ich mir gewünscht.
Aber mein Weg ist eben anders und ich wehre mich dann auch nicht mehr gegen diesen Weg.
ich sage ja dazu und bin auch zufrieden und zumindest oft auch ganz glücklich damit!
Liebe Grüße

17.02.2014 12:13 • #8


Ja das habe ich auch schon oft erlebt. Sogar in der eigenen Familie. Ich bin jemand, der immer an andere denkt, Mitleid hat usw. Bin leider dadurch schon mehrmals ausgenutzt worden.
Ich habe es auch schon oft versucht, Freundschaften aufzubauen. Aber, außer zu Schulzeiten, hat das nie wirklich gut geklappt. Leute meldeten sich nicht mehr usw. Dabei habe ich mir in meinen Augen alle Mühe gegeben.
Vertrauen? Niemandem außer mir selbst zu 100 %. Man KANN nicht für einen anderen Menschen die Hand ins Feuer legen. Das ist mir ein Mal passiert. Nie wieder, kann ich nur sagen. Für meine Begriffe liegt es u.a. daran, dass heutzutage gewisse Anstandsregeln usw. nicht mehr gefragt sind.
Jeder ist sich selbst der Nächste. Unzuverlässigkeit ist ein ganz großes Thema. Was mir absolut zuwider ist. "Komm ich heut nicht, komm ich morgen" usw. Es ist immens schwer, einen guten Freund im Leben zu finden. Wenn man einen hat, kann man froh und glücklich sein. Ansonsten verbucht man das am Besten unter "Bekanntschaften". Die kommen und gehen. Ich nehme das nicht mehr allzu ernst.

17.02.2014 15:58 • #9


Bin von einigen Leuten auch schon schwer enttäuscht worden und da ist es natürlich noch schwerer Vertrauen aufzubauen. Man wird einfach misstrauischer anderen gegenüber. Und das hatte auch sehr wehgetan. Aber inzwischen verletzt es mich nicht mehr und habe auch wieder Vertrauen aufbauen können zu ein paar Leuten und das ist für mich ein wertvolles Geschenk.

17.02.2014 16:21 • #10


Gargamel
Zitat von pumuckl:
Ja das habe ich auch schon oft erlebt. Sogar in der eigenen Familie. Ich bin jemand, der immer an andere denkt, Mitleid hat usw. Bin leider dadurch schon mehrmals ausgenutzt worden.
Ich habe es auch schon oft versucht, Freundschaften aufzubauen. Aber, außer zu Schulzeiten, hat das nie wirklich gut geklappt. Leute meldeten sich nicht mehr usw. Dabei habe ich mir in meinen Augen alle Mühe gegeben.
Vertrauen? Niemandem außer mir selbst zu 100 %. Man KANN nicht für einen anderen Menschen die Hand ins Feuer legen. Das ist mir ein Mal passiert. Nie wieder, kann ich nur sagen. Für meine Begriffe liegt es u.a. daran, dass heutzutage gewisse Anstandsregeln usw. nicht mehr gefragt sind.
Jeder ist sich selbst der Nächste. Unzuverlässigkeit ist ein ganz großes Thema. Was mir absolut zuwider ist. "Komm ich heut nicht, komm ich morgen" usw. Es ist immens schwer, einen guten Freund im Leben zu finden. Wenn man einen hat, kann man froh und glücklich sein. Ansonsten verbucht man das am Besten unter "Bekanntschaften". Die kommen und gehen. Ich nehme das nicht mehr allzu ernst.




Würd ich so unterschreiben, ein gesundes Misstrauen ist immer angebracht
und auch notwendig jeder der meint für sein Gegenüber die Hand ins Feuer legen zu
können hat eine gute Chance sich die Hand zu verbrennen.

17.02.2014 16:22 • #11


Also ich finde eine natürliche Skepsis anderen gegenüber wichtig und ich bin auch ein paar Mal heftigst enttäuscht worden, aber ich finde es schon schade, wenn man dem eigenen Ehepartner nicht zu 100% vertraut und sich nicht richtig fallen lassen kann. Mit so einem Menschen könnte ich nie eine ernsthafte Partnerschaft eingehen, wenn ich stets das Gefühl hätte, ich könnte dieser Person nicht vertrauen.

17.02.2014 16:26 • #12


MarkusGL
Klar, gesundes Misstrauen usw. anderen Menschen gegenüber ist schon wichtig. Aber ist das nicht eigentlich schade, dass Menschen, die "anders" sind, also nicht nur an sich denken, nicht so egoistisch und habgierig ist, wie der Großteil der Menschheit, nicht so sein kann, wie er/sie will? Ich will eigentlich offen zu Menschen sein, an andere denken, auch mal vor mir, ich will feste Banden zu anderen Menschen eingehen, anderen Menschen blind vertrauen können, aber in der heutigen Welt wird das leider oft als Schwäche ausgelegt.

17.02.2014 17:06 • #13


Gargamel
Zitat von MarkusGL:
Klar, gesundes Misstrauen usw. anderen Menschen gegenüber ist schon wichtig. Aber ist das nicht eigentlich schade, dass Menschen, die "anders" sind, also nicht nur an sich denken, nicht so egoistisch und habgierig ist, wie der Großteil der Menschheit, nicht so sein kann, wie er/sie will? Ich will eigentlich offen zu Menschen sein, an andere denken, auch mal vor mir, ich will feste Banden zu anderen Menschen eingehen, anderen Menschen blind vertrauen können, aber in der heutigen Welt wird das leider oft als Schwäche ausgelegt.




Naja so negativ würde ich das nich sehen, Menschen sind ja soziale Wesen und
als solche auf menschliche Kontakte angewiesen. Die soziale Interaktion ist
sehr komplex und schwierig. Viele Menschen sind hilfsbereit und geben gern.
Herauszufinden wer einem Gutes will und wer nicht ist ein Spiel was so alt wie die Menschheit selbst ist. Ein gesundes Misstrauen ist angebracht und notwendig um
sich selbst zu schützen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

17.02.2014 17:23 • #14


Ich denke eines der Hauptprobleme sind zu hohe Erwartungen und das Problem, dass man die Welt nicht aus den Augen des anderen sieht.
Woher wisst ihr, ob es dem anderen wie euch geht? Möchte der andere überhaupt eine (enge) Freundschaft zu euch? Findet er auch überhaupt genauso sympatisch wie ihr ihn?
In der Erwartung an die tolle Freundschaft machen viele auch viel zu tun. Stehen dauernt parat, laufen den Leuten hinterher etc. Zu einer Freundschaft gehören aber immer zwei. Wenn von der anderen Seite nicht in gleichem Maße etwas kommt, dann sollte man einfach gut sein lassen und einfach respektieren, dass es eben nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Wer nur mit der Gedanken "mal sehen was draus wird" an die Sache geht, wird viel seltener Enttäuscht denke ich.

Eine Erwartungshaltung die nicht erfüllt wird, ist der häufigste Grund für Enttäuschungen.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn man einen Menschen schon eine gefühlte Ewigkeit an seiner Seite hat. Egal ob nun Partner oder platonische Freundschaft.
Man kennt aber einen Menschen nie komplett. Das ist gar nicht möglich. Außerdem ist der Mensch ständigen Einflüssen ausgesetzt und kann sich auch ändern. Änderungen verpassen dann viele, bekommen es einfach nicht mit und schon läuft etwas schief.

Ein Großteil von Enttäuschen mit Mitmenschen basiert darüber hinaus auch einfach auf Missverständnisen. Die (siehe teil oben) auch wieder aus erdenklich vielen Gründen zustande kommen können. Leider werden Missverständnise manchmal gar nicht erst bemerkt.

So kann vorallem eine "Misskommunikation" zu Enttäuschungen führen.
Bsp: Person A kocht Person B ein Essen. Person B isst und macht den Abwasch. Person A ist nun enttäuscht.
Was ist passiert? Person A hatte zb die Erwartung ein überschwängliches Danke, Ich liebe dich, das beste Essen ever zu bekommen, während Person B seine Dankbarkeit darin zeigt, den verhassten Abwasch zu machen und Person A so eine Auszeit zu schenken.
Das ist nun ein Stark runter gebrochenes Beispiel, zeigt trotzdem das Problem er unerfüllten Erwartungen auf Grund von Misskommunikation und falschen Annahmen.

Wenn man die Punke beherzigt, kann man meiner Meinung nach viele Enttäuschungen und Stress ersparen.
Ebenso wenn man nicht alles persönlich nimmt.
Schon sinkt die Zahl der vermeintlichen "Ar...l...". Natürlich leider nicht auf Null. Davor schützt einen dann großteils hoffentlich das gesunde (oder auch überzogene) Misstrauen.
Ganz ohne die ein oder andere Enttäuschung wirds aber wohl nicht gehen. Immerhin können wir darauß dann lernen, was für Menschen wir nicht in unserem Leben haben wollen.

17.02.2014 18:32 • x 1 #15


Dubist
finde es auch wenn man keine oder kaum Freunde hat sehr wichtig sich um jemand zu kümmern, wenn man einsam ist.
selbst wenn man einen schwierigen mann, oder Angehörige hat, könnte es ja sein, das man eine Aufgabe hat, anderen gutes zu tun.
Es kann auch ein Ehrenamt sein, oder ein Pferd versorgen, oder gar einen Dienst im Tierheim.
Jeder Mensch der nicht schwer behindert ist, kann sich irgendwie in die Gesellschaft einbringen.
Und wenn es nur was Kleines ist.
Hausaufgabenbetreuung für schulkinder, bei der Tafel Essen richten, anderes.

17.02.2014 19:11 • #16


Hey, Ihr Lieben,

danke für Eure zahlreichen Antworten, Meinungen und Eigen- Erlebnisse!

Auf jeden Fall sehe ich, dass ich grundsätzlich nicht alleine mit dem Problem stehe, sondern dass viele hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben und nun je nachdem verschieden damit umgehen.

Anmerken möchte ich noch, dass die sicherlich richtigen Hinweise, wenn sie passend sind, auf "anhängliche" Menschen (Klammeräffchen! ), die anderen hinterherlaufen, die nicht merken, wenn die Sympathie nur einseitig ist oder auf eigener Seite zumindest stärker ausgeprägt ist, auf mich nicht zutreffen.
Als ich jung war, mag es sein, dass ich da noch nicht so reflektiert habe, aber heutzutage- gerade aufgrund bereits diverser negativer Erfahrungen- denke ich schon, dass ich vorsichtig bin und eben auch reflektiere, welcher Art eine Bekanntschaft oder Freundschaft ist.

Meine kurze Schilderung eingangs bezüglich der erlebten Situationen bezog sich tatsächlich auf Personen, die mir gegenüber auch ihrerseits ihre enge Verbundenheit mit mir bekundet hatten und mir mitgeteilt hatten, dass sie mich und/ oder meine Eigenschaften sehr schätzen.
Umso unverständlicher ist es dann, wenn der- oder diejenige, der oder die noch vor kurzer Zeit meinte, er/sie sei so froh, dass wir befreundet seien, mit mir könnte man über alles reden, ich würde es schaffen, ihn/sie immer wieder zum Lachen zu bringen etc. (will mich ja hier nicht beweihräuchern... ), sich auf einmal so seltsam benimmt, dass man plötzlich aus allen Wolken fällt, weil sich die Person eben gar nicht so benimmt, als sei ihr der Kontakt wichtig oder wertvoll und sogar der Kontakt abgebrochen wird.

Ich kann aber auch berichten, dass eine der beiden Personen, die mich vor einem für mich aktuellen und immens wichtigen Ereignis im Stich gelassen hatten, sich entschuldigt hat und mir glaubhaft versichert hat, dass es ihr Leid tut.
Das hat mir sehr viel bedeutet.
Wenigstens mal ein Mensch, der reflektiert!

Also darf man anscheinend doch nicht aufgeben, an die Menschheit zu glauben...?!

17.02.2014 22:15 • #17


Na also ich hab die Menschheit schon längst aufgegeben. Aber das liegt eher an solchen Dingen wie DSDS und Dschungelcamp xD

Manchmal brauchen auch die anderen Zeit. Du kannst dich noch so gut selber reflektieren, dass ermöglicht dir leider immernoch nicht, in die andere Person hineinzuschauen. Manchmal lohnt es sich eben, mit dem Enttäuscht sein zu warten, denn vllt entschuldigt sich ja der andere oder es gibt eine Erklärung
Also ganz aufgeben solltest du vllt nicht ^^

17.02.2014 22:25 • #18


Dubist
Wichtig diese Frage, war die person die dich herb enttäuschte männlich?

17.02.2014 22:28 • #19


Ein Mann, eine Frau!

17.02.2014 22:35 • #20



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