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688

E

Ex-Mitglied
Gast

Hier gerne Erfolgserlebnisse ohne Medikamente und ob es überhaupt möglich ist.


Hier können sich alle austauschen, die es ohne Medikamente geschafft haben, ihre Ängste oder andere psychische Erkrankungen zu besiegen.

Bin sehr gespannt, was ihr zu berichten habt.

LG
Beebi

16.04.2024 x 7 #1


513 Antworten ↓
Gaulin

Gaulin
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Ich misch mich mal kurz ein, wenn ich darf:

Alles kann in gewisser Menge Nebenwirkungen haben. Kräuter, Gewürze, Zwiebeln, Knobi, ach einfach vieles, wenn nicht sogar alles? Bis zu einer angemessenen Menge, kann es sehr hilfreich sein, aber darüber hinaus schon wieder unerwünschte Wirkungen haben. Da reagiert ja auch noch jeder anders drauf.

Zum Thema: Ich kenne beide Seiten der Medaille und kann nur aus meiner Sicht sprechen. In meiner tiefsten Angst- und Panikphase war ich sehr dankbar für hilfreiche Antidepressiva, bzw Angstlöser. Ohne wäre gar nix möglich gewesen. Dennoch ist es Jahrzehnte her und trotz wiederkehrender Episoden, habe ich keine Medikamente mehr einnehmen wollen und es ganz ohne geschafft. Therapien waren für mich das hilfreicheste. Damals wäre ich anfangs ohne Tabletten gar nicht therapiefähig gewesen. Aber ich gehöre ganz allgemein eher zur Kategorie "Schisser", eben auch was Medikamente bzw Nebenwirkungen angeht.

Jeder sollte für sich selbst abwägen und entscheiden, ob er was einnehmen möchte oder nicht. Das kann man NIEMALS pauschalisieren!
Weder ein zu viel, noch eine völlige Ablehnung finde ich sinnvoll.

Was aber in meinen Augen gar nicht geht ist unverschämt und unfair zu werden, nur weil jemand eine andere Meinung darüber hat. Dies hatten wir schon in einigen Threads und wir wissen ja alle, was daraus wurde...

Solche Themen, wie dieser, sind echt interessant und bieten viel Austauschmöglichkeiten, es kann hilfreich, wie auch bedenkenauslösend sein. Diese Nebenwirkungen bestehen nun mal, auch hier bei nur Geschriebenem.

Ich hoffe, hier weiterhin noch einige Erfahrungen lesen zu können, egal in welche Richtung. 🌸

10.04.2024 02:55 • x 7 #394


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ohne Medikamente zurück ins normale Leben

x 3


Knipsi

Knipsi
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Hallo 😊

ich habe die 300 beitrage nicht nachgelesen und nehme die ueberschrift und dein eroeffnungstext und versuche mal meine gedanken dazu runter zurattern.

Zurueck in ein normales leben... Was heißt eigentlich normal? Ich denke die definition ist so induviduell das man keinen maßstab iwo angeben kann. Fuer jeden einzelnen ist normal sein etwas anderes. Die frage ist also : was bedeutet fuer DICH normales leben?

Wenn man nun in einem schwierigen lebensabschnitt steckt und es einem sehr schlecht geht wuenscht man sich oft sein vorheriges leben zurueck. Ein normaler gedanke und Wunsch den man da hegt. Ich hatte diesen auch.. Der kernpunkt ist allerdings, dass dieser lebensstil damals evt bzw bei einigen dafuer gesorgt hat, dass es nicht gut tat und du aus der balance geraten bist und tiefergehend erkrankst.
Sicherlich gings einem irgendwie besser und all die dinge fielen einem leichter als im jetzigen moment dennoch machte es krank.

Ich selbst fuehre wohl fuer außenstehende ein "normales leben".. Ich habe eine wohnung um die ich mich kuemmere, ich habe ein kind welches ich groß ziehe, man sieht mich einkaeufe erledigen, ich mach auch mal ausfluege, ich gehe arbeiten wenns mir gut geht und wenn ich das nicht tue denn wundert man sich wieso und kann es nicht nachvollziehen. Warum? Weil man es nicht sieht, dass es mir schlecht geht.

Wenn du jetzt also eine persoenliche definition von "normalem leben" hast und du diesen anstrebst, dich dabei verausgabst kann es passieren, dass du evt etwas anstrebst was nicht wirklich "dein normal" ist... Sondern das was in der gesellschafft, also im außen, so gesehen wird und beugt sich der erwartung. Oft neigt man dazu nicht aus den raster fallen zu wollen, auffaellig zu werden.

Klingt jetzt total doof aber es gibt Menschen die bewusst aussteigen. Sich auf die straße begeben. Viele leben dort weil sie es wollen. Ich habe jemanden in der familie der sich vor ein paar jahren dazu entschlossen hat. Fuer ihn ist es normal. Ich selbst kann mir solch ein leben nicht vorstellen aber akzeptiere es. Es gehoert zu seinem weg also soll er es so machen. Mittlerweile ist er verheiratet, hat kind und wohnung und ihm geht es gut weil er lebt wie er es will und moechte und mittlerweile ist ihm egal geworden was andere darueber denken.

Ich muss sagen, dass ist ein großer teil meiner eigenen Geschichte die ich lernen darf. Ich wuchs auf mit erwartungen, ich wuchs auf mit vernachlaessigung, ich wuchs auf mit vielen enttaeuschungen und ich lernte zu ueberleben. Diese "ueberlebensstrategien" wende ich heute noch an. Obwohl mir das heute gar nicht mehr dient und ich mir selbst oft im wege stehe.

Ich habe noch nie medikamente genutzt. Mittlerweile zaehlt meine "karriere" fast 20 jahre angsterkrankung. Doch diese ist heute nicht mehr so wie damals.
Sprich iwelche diagnoseschluessel von damals passen heute nicht mehr in mein schloss.

Mein weg war:
ergruenden, hinterfragen, aktzeptanz, uebung, feststellungen und ruhen lassen.

Meine selbstsabortagen waren/sind:
An etwas krampfhaft Festhalten, zu viel wollen, mich verurteilen und klein machen bzw halten

Was ist fuer mich also ein normales leben? Fuer mich waere ein normales leben:
Mich selber fuehlen zu koennen und es zu akzeptieren wenns sich nicht so gut anfuehlt. Mir egal werden zu lassen was andere denken. Selbstbestimmt sein, harmonie in mir. Beduerfnisse erkennen und darauf eingehen.

Es ist doch im endeffekt wurst wie du dein leben gestaltest, hauptsache man sorgt gut fuer sich.

Gestern saß ich in der bahn und da kam einer, stellte sich hin und spielte auf seiner gitarre und sang. Leidenschaftlich.. Er sah erstmal aus wie ein pen ner und viele reagierten direkt genervt und schauten weg. Da er aber so sehr strahlte, riss er mich emotional mit und ich sang (leise natuerlich 😅).
Fuer ihn wohl "normal" und wer weiß was neben dem gesammelten geld noch seine intension ist.

Also spielt auch das thema "bewertung" eine große rolle auf dem wege der eigenen "heilung".. Wie bewerte ich das was mir wiederfaehrt. Es gibt genuegend stark koerperliche erkrankte, die sowas wie erwachen und das beste rausholen aus der situation. Die wie befluegelt sind und noch erleben wollen. Es gibt Menschen die ploetzlich aus der verbitterung treten weil ihnen bewusst wird wie egal doch einiges eigentlich ist. Die haben sicherlich heftigste schmerzen und co aber irgendwie wirken viele doch wirklich angekommen.
Auch wenn man sich das gar nicht vorstellen kann. Zumindest ich nicht 😅 aber es liegt an meiner eigenen einstellung zu etwas.

Ich finde manchmal brauch es ein mittelchen der schulischen medizin. Sie koennen unterstuetzend sein aber meine erfahrung ist rein auf die psyche: ich brauchte und wollte es bisher nie. Auch wenn ich zeiten hatte wo die diagnose mittelschwer oder schwer war.

Ich litt phasenweise unter zwangsgedanken. Da dachte ich es ist vorbei mit mir... Aber selbst da fiel iwann der schalter und ich habe einen umgang damit gefunden und es hoerte auf.

Hmm, also ich denke es gibt wege. Und jeder geht individuell seinen eigenen und es ist okay wenn zb. deiner nicht mit meinem uebereinstimmt.

Sooo. Mein kopf ist nun erstmal leer 🤣

Lg 😊

09.04.2024 11:28 • x 7 #306


Zum Beitrag im Thema ↓


Moelli80
Ich Versuche auch ohne Tabletten, hatte aber noch keine großen Erfolge.
Lese aber gerne hier mit.

x 2 #2


E
@Moelli80

Nimmst du momentan denn AD ? Oder probierst du es von Grund auf ohne ?

x 1 #3


W
Hier, erkrankt seit Januar 2021, nehme keinerlei Tabletten da ich sie nicht vertrage.
Es ist deutlich beschwerlicher, aber es geht. Ich bin sogar froh drum, wenn die Tabletten dämpfen nur…sobald man sie absetzt bekommt man dann voll „in die fresse“, obwohl man dachte man hätte es geschafft und fängt wieder mit der Einnahme an etc.
Muss nicht bei jedem so sein, höre ich aber sehr häufig.
Dann lieber ohne, ist lang und beschwerlich, aber man hat keinen „Jo-Jo Effekt“ Und kennt seinen Stand ganz genau.
Und muss nicht jedes Mal grübeln, ob es wohl ohne Tabletten auch so gut gehen würde.
Aber:
Ich kann jeden verstehen, der Medikamente einnimmt, weil er es sonst nicht aushält.
Je nach Ausprägung der Erkrankung ist das wirklich absolut kein Spaß.

x 6 #4


E
@WayOut

Vielen Dank für deine Erfahrungen. Darf ich fragen, was du für eine Krankheit hast?

Meine extrem schlimme Phase habe ich auch ohne Tabletten hinbekommen. Es war sehr hart, ohne Frage, aber irgendwie habe ich es hinbekommen. Ich weiß selber nicht, wie ich das hinbekommen habe. Nein, ein Spaß ist das alles nicht gewesen.
Aber ich bin immer noch nicht geheilt, da ich unglaubliche Ängste um mein Herz und vor Tabletten habe.

#5


W
@Beebi
Angststörung, psychosomatische Probleme, Hypochondrie, Depressionen, kPTBS und oben drauf asperger Autismus und adhs 🫣🤷‍♀

x 2 #6


W
@Beebi und ja, aus der schlimmsten Phase raus ging so vom zeitlichen Rahmen her.
Aber, danach zieht sich die Zeit gefühlt wie Kaugummi, die Schritte werden immer kleiner und kleiner, man hat monatelang das Gefühl man tanzt auf der Stelle und es geht nix voran…
Das ist wirklich kräftezehrend.
Aber ich für mich halte Tabletten halt da für keine gute Lösung weil man beim absetzen nie weiß, wo stehe ich wirklich ohne Tabletten.

x 2 #7


E
@WayOut

Oh, dass ist echt viel und tut mir leid zu lesen.
War es ohne Medikamente denn erträglicher ? Und kannst du denn leben wieder etwas mehr genießen ?

#8


E
@WayOut

Ich sehe es ähnlich wie du. Ich habe zwar noch nie probiert welche zu nehmen, aber eigentlich möchte ich es auch nicht und möchte es gerne so schaffen. Die Frage ist halt nur, ob es überhaupt möglich ist und ob sich das alles lohnt.

#9


W
@Beebi ohne Medikamente erträglicher als was?
Da ich sie nicht vertrage, hab ich die nie lang genommen, vielleicht mal 2,3 Tage.

Und ja, es gibt solche und solche Phasen. Mal kann ich mein Leben wieder genießen, mal finde ich es furchtbar 😅

Aber der Weg ist ja noch nicht zu Ende. Es wird immer besser, wenn auch SEEEEHR langsam.
Natürlich kann man es ohne Medikamente schaffen, ist halt nur sehr langwierig

x 2 #10


E
@WayOut

Ach so, du hast sie nur ein paar Tage genommen. Ja gut, dann kann man da jetzt wenig vergleichen.

Bist du in Therapie ?

#11


Moelli80
Zitat von Beebi:
@Moelli80 Nimmst du momentan denn AD ? Oder probierst du es von Grund auf ohne ?

Versuche es ohne. Hab die nicht einmal genommen.

x 1 #12


W
@Beebi japp, bin ich

x 1 #13


E
@Moelli80

Und ab wann würdest du sie in Erwähnung Ziehen?

x 1 #14


E
@WayOut

Das ist gut. Bestärkt dich dein Therapeut dabei es ohne Medikamente Schaffen zu können.

#15


E
Tut mir leid, dass ich so viele Fragen stelle.

#16


Moelli80
Zitat von Beebi:
@Moelli80 Und ab wann würdest du sie in Erwähnung Ziehen?

Eigentlich nie.
Soll sie ja eigentlich dringend nehmen, aber verweigere.
Soll den wenigstens ein Notfall Medikament haben.
Wollte nur tropfen, nicht mehr lieferbar. 😅

Nehme täglich mein Vitamin D und sonst war's das.
Keine Klinik würde AD,s in mich bekommen.

x 1 #17

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Elly79
Ich habe seit Ende 2015 eine Agoraphobie mit Panikattacken und seit 2017 Eibe diagnostizierte Angststörung mit wiederkehrenden mittelgradigen Depressionen. Habe bis 2021 keine AD genommen nur im Notfall Tavor und wirklich ALLE pflanzlichen und aus Verzweiflung sogar homöopathische Mittel. Dann bis August 2022 Sertralin und wieder abgesetzt. Hatte eine Weile gut geklappt und nun wieder seit Ende Dezember 2023 auf Sertralin. Werde es jetzt wieder so lange nehmen wie nötig, denke bis August und dann wieder ohne probieren.
Meiner Meinung nach kann man nur komplett gesund werden (wenn überhaupt) ohne Medikamente. Nicht falsch verstehen, ich finde die Hilfe von Medis super, aber sie heilen halt nicht

x 5 #18


W
@Beebi das klingt für mich langsam irgendwie wie nen Interview 🫣 weil du halt wenig erzählst warum du das wissen möchtest oder in welchem Zusammenhang dich das interessiert 🫣
meine Therapeutin sagt da gar nichts zu und lässt die Entscheidung da voll bei mir.

#19


Löwenzähnchen
Ich versuche es auch ohne Medikamente klar zu kommen. Ich habe leider so eine schlimme Medikamentenphobie. Ich kann einfach keine nehmen.

x 3 #20


A


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