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tommy20991
Mitglied

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Sammelthema
Hallo,

Ich leide seid 6 Jahren unter panikattacken, die ersten 2 Jahre ca. 15 Std am Tag... Heute weiß ich das es nur die Gedanken sind, die panikattacken auslösen. Wie stoppt man Gedanken, viel habe ich durch eine Therapie gelernt. Wie macht ihr das, wenn die Gedanken nicht aufhören sich zu drehen und dadurch die Angst und Panik schlimmer wird.

09.05.2021 #1


98 Antworten ↓
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Avalon
Gast

Zitat von Nyan:
Zitat von Avalon:
Frei zu sein bedeutet doch nicht, dass man absolut keine Ängste mehr hätte. Es bedeutet doch nur, dass man mit seinen Ängsten so gelassen umgehen kann, dass sie einen zwar beraten aber grundsätzlich nicht behindern - jeder normale Mensch hat doch irgendwelche Ängste.

sicher richtig, aber sind ängste, die weder gedanken noch handlungen beeinflussen, überhaupt noch ängste? wie würden sie sich äußern? ein profanes beispiel: man hat angst ins tiefe wasser zu gehen, dann lernt man schwimmen und schwimmt ohne angst zu haben im tiefen wasser. ist die angst dann immer noch da? wohl eher eine überlegung: ich schwimme jetzt im tiefen wasser, und weil ich ein schwimmer bin, kann mir unter normalen umständen nichts passieren.

Nur weil eine Angst weder Gedanken noch Handlungen beeinflusst, bedeutet dies nicht, dass sie nicht mehr vorhanden wäre.
Ängste sind eigentlich nichts anderes als eine Bewältigungsstrategie für ein Problem, die unser Unterbewusstsein irgendwann als sinnvoll gespeichert hat. Wenn man nicht schwimmen kann, dann ist es eine gute Lösung, wenn man Angst vor tiefem Wasser hat - besonders wenn man damit schon ein unangenehmes Erlebnis hatte.
Wenn man schwimmen lernt, dann lernt man für dieses Problem auch wieder eine neue Bewältigungsstrategie, die aber erst die alte ersetzt, wenn man dies ausreichend oft geübt hat und sich damit gefühlsmäßig bewiesen hat, dass die neue Bewältigungsstrategie besser für dieses Problem geeignet ist. Die Angst ist somit als Bewältigungsstrategie nicht mehr notwendig, aber weil diese Strategie vorher so gut funktioniert hat wird sie nicht einfach gelöscht oder überschrieben, zumal das Gehirn solche gelernten Verhaltensweisen nicht einfach vergessen kann. Grundsätzlich bleibt jede einmal erlernte Bewältigungsstrategie für den Rest des Lebens im Gehirn erhalten, um sie im Notfall einsetzen zu können.
Unter gewissen Umständen kann es also dann dazu kommen, dass die zweite Bewältigungsstrategie nicht optimal als Lösung funktioniert, so dass eine unangenehme oder gefährliche Situation entsandten ist. Dies kann dann dazu führen, dass die alte Angst als Bewältigungsstrategie wieder aktiviert wird, so dass wieder eine gewisse Angst vor tiefem Wasser besteht, obwohl man weiß, dass man eigentlich gut genug schwimmen kann.
Somit kann man letztlich keine Angst verlernen, weil es irgendwann einmal für das Unterbewusstsein eine funktionierende und somit sinnvolle Bewältigungsstrategie darstellte. Dies zeigt sich beispielsweise auch daran, dass Ängste selbst nach vielen Jahren plötzlich wieder auftauchen können.
Die Gelassenheit dient nun dazu, dass man gefühlsmäßig dem Unterbewusstsein signalisiert, dass man die Angst als Bewältigungsstrategie nicht benötigt. Es ist leider so, dass das Unterbewusstsein nur auf Gefühle reagiert und mit höheren Gedanken nichts anfangen kann. So kommt es, dass man noch so viel über Ängste wissen kann und noch so sehr wissen kann, dass diese Ängste unsinnig sind, aber das Unterbewusstsein versteht dies nicht, weil es nur gefühlsmäßig denken kann. Gelassenheit ist aber ein Gefühl der Entspannung, welches das Unterbewusstsein interpretieren kann. Aus dem gleichen Grund funktioniert auch die Akzeptanz, die im Grunde auch nichts anderes als ein Gefühl der Entspannung darstellt.

Zitat von Nyan:
Zitat:
Diese Aussage erscheint mir wie eine dieser für Betroffene typischen Aussagen, wonach sinngemäß das Ziel nur die absolute Angstfreiheit sein kann - was allerdings dann nur ein unerreichbares Ideal ist, und eigentlich nur die Angst vor der Angst kennzeichnet.

Die akzeptanz ist vielleicht der weg zum frei davon zu sein. wie siehst du das?

Die Akzeptanz hat mir geholfen meine sehr schlimmen Angst bedingten Depressionen, meinen Selbsthass, meine extremen Minderwertigkeitsgefühle usw. zu überwinden und es hat mir sehr dabei geholfen meine sehr extremen Ängste und Angstreaktionen schon um gefühlte mindesten 80% abzubauen. Momentan hilft mir die bedingungslose Akzeptanz sogar dabei eine meiner schlimmsten Blockaden Schritt für Schritt anzugehen.
Die Akzeptanz ist somit nach meiner Erfahrung der Beste aller Wege, um die Ängste und vieles mehr zu überwinden - leider lässt sich dies so unendlich schwer anderen Betroffenen vermitteln, weil Akzeptanz eigentlich das genaue Gegenteil von dem Denken repräsentiert, was man als Betroffener bisher gewohnt ist .

Statt die Angst abzulehnen, wird die Angst akzeptiert
statt die Angst zu unterdrücken, wird sie zugelassen,
statt die Angst zu bekämpfen, wird Frieden mit ihr gemacht
statt die Angst zu hassen, wird sie liebevoll behandelt
statt vor der Angst davon zu laufen, geht man mit ausgestreckten Armen auf sie zu
statt mit der Angst destruktiv und negativ umzugehen, geht man konstruktiv und positiv mit ihr um.

Ich musste erst durch die tiefste Hölle meiner Psyche, um mir dann fast das Leben zu nehmen, bevor ich bereit war Akzeptanz als möglichen Weg zu akzeptieren, Es hat dann noch sehr lange gedauert, bis ich dann endlich die Akzeptanz verstanden habe und auch sinnvoll einsetzen konnte - daher verstehe ich völlig, dass andere Betroffene sich damit so schwer tun.

Zitat von Nyan:
Zitat:
Ich hätte die beiden obigen Sätze wohl eher so formuliert:
Solange man seine Ängste fürchtet (ablehnt), ist man nicht frei.
Wo Angst und Ablehnung (keine Akzeptanz) ist, da ist auch keine Liebe und wo keine Liebe ist, da ist Ablehnung und Angst .

Kann man so auch sehen, im gewissen sinne ist ablehnung/abwehr der auslöser. durch sie entsteht angst und hass. aber was freiheit ist, das müssten wir erst definieren. darunter stellt sich sicher jeder etwas anderes vor.

Ablehnung und Abwehr sind ganz klar die Auslöser der Angst, es sind beides Gefühle der Bedrohung, die unser Unterbewusstsein verstehen kann und mit der Angst als Bewältigungsstrategie verknüpfen kann.
Beispielsweise die körperliche Reaktion Hände zittern, was im Grunde eigentlich eine sehr harmlose Körperreaktion ist. Wenn man an Ängsten leidet, dann ist dies meist schon mal als ein Anzeichen für Angst erkannt worden. Da man aber die Angst fürchtet und ablehnt möchte man sie natürlich auch abwehren (unterdrücken). Dies alleine sorgt dann schon für eine Vielzahl von Gefühlen, die dem Unterbewusstsein Gefahr anzeigen, was dann wiederum die Angst als Bewältigungsstrategie aktiviert. Somit wird aus einer eigentlich harmlosen körperlichen Reaktion mit der Zeit ein kaum noch zu ertragenes Angstsymptom, welches zu weiteren Einschränkungen des Lebens und sehr viel Leidendsdruck führt. Am Ende steht ein tiefer Hass gegenüber sich selbst, der Angst und dem körperlichen Angstsymptom.
Würde der Betroffene aber mit Akzeptanz, Gelassenheit und Selbstliebe reagieren, dann würde die Angst als Bewältigungsstrategie anfänglich zwar noch geweckt werden, aber durch die vielen Gefühle der Entwarnung würde das Unterbewusstsein mit der Zeit lernen, dass das Zittern der Hände nichts schlimmes ist und die Angst als Bewältigungsstrategie nicht notwendig ist. Mit der Zeit kann dann sogar das Zittern der Hände, als Angstsymptom, völlig verschwinden oder es bleibt weiterhin vorhanden löst aber keine Angst mehr aus - eine Strategie, die ich bei allen meinen Angstsymptomen erfolgreich eingesetzt habe oder immer noch einsetze .

Ja, Freiheit ist schwer zu definieren, aber letztlich kann auch Freiheit Angst auslösen, wenn die Freiheit beispielsweise ein Gefühl der Orientierungslosigkeit auslöst. So kommt es, dass wir zwar in einer der freisten Gesellschaften der Welt leben, aber gleichzeitig die Angstprobleme der Menschen immer mehr zunehmen.

16.08.2012 01:08 • x 1 #45


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Kann man Gedanken stoppen?

x 3


HeikoEN

HeikoEN
Mitglied

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Eine gute Methode ist die Meditation.

Die einzige Möglichkeit direkt Einfluß auf unser vegetatives Nervensystem (da wo die schlechten Gefühle und auch die Symptome herkommen) zu nehmen, ist über die Atmung. Darum gehen viele Meditationen über die Atmung.

Es gibt einfache Einstiege in die Meditationspraxis, die z.B. das Ein- und Ausatmen zählen während einer Meditation.

Schweift man mit den Gedanken ab, auf anderen Themen, was im übrigen VÖLLIG NORMAL IST, kann man über das Zählen der Atmung wieder sanft die Gedanken zurückbringen.

D.h., die Aufmerksamkeit lenkt man während einer solchen Meditation auf etwas, was ganz bewusst im hier-und-jetzt ist und kann so relativ problemlos, Gedankengänge verlassen und z.B. auch den Stress des Alltags, Sorgen und Nöte hinter sich lassen.

Eine Meditation kann auch eine Gehmeditation sein, d.h., man läuft ganz normal in Ruhe, alleine, z.B. durch ein ruhiges Waldstück und konzentriert sich auf die Schritte, Füße und die Wahrnehmung der Fußsohlen auf dem Boden...schweift man ab mit den Gedanken, konzentriert man sich wieder auf die Schritte.

Oder auf der Bank mitten im Wald. Nur sitzen und wahrnehmen, welche Geräusche die Natur so bietet.

Man bemerkt nach einigen Minuten, dass man wirklich entspannt und nicht mehr die ggf. "schlechten" Gedanken denken muss.

Tipp im Internet:
http://www.ratgeber-panik.de/downloads/achtsamkeitsuebungen-fuer-angstbetroffene.pdf

Vielleicht dient das o.g. ja als Einstieg oder Anreiz, sowas mal auszuprobieren...für Fragen stehe ich gerne bereit

11.08.2012 10:36 • x 1 #17


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L
Ich versuche mich immer mit irgendwas abzulenken....Hauptsache weg von den Gedanken....

Manchmal hilft bei mir das ich beim Sitzen mit Bein wackel oder so.... hauptsache Ablenkung...aber manchmal ist es einfach gesagt als getan.

#2


T
Ich habe einen Satz schon am Anfang meiner Therapie gelernt,,,, Gedanken-stop und heute hilft es, damals nicht. Oder ich Träume mich in einen leeren Raum, wo man Wasser hört.

#3


L
Ich weiß auch nicht wie ich da immer raus komme...

Gerade wenn ich an der Ampel stehe rechts und links autos und ich weiß ich kann nicht losfahren und ich muss warten..... das ist manchmal Horror..... ein Stopp der mich beruhigen hilft leider nicht... ich muss dann irgendwas tun-also mich bewegen richig ablenken

Wobei man ja die Angst annehmen soll, sie will uns ja nichts böses... vielleicht sollte man sie einfach akzeptieren und sie nicht als Gegner ansehen.

#4


T
Klar muss man die Angst annehmen, nur es geht nun mal nicht wenn man am Anfang seiner Attacken ist. Bei mir ging das damals nicht. Heute kann ich es schon sehr gut. Gestern hatte ich seid 5 Jahren eine wirklich schwere Attacke, ich habe sie zu lassen können, nach ca. 30 Minuten war es vorbei.

#5


A
Zitat von Lady1988:
... vielleicht sollte man sie einfach akzeptieren und sie nicht als Gegner ansehen.

Wenn man sehr langfristig an die Sache herangeht, dann kann man durch akzeptieren und einem gelassenen Umgang tatsächlich diese Gedanken stoppen und sogar völlig los werden.
Bei mir hat es jedenfalls schon fast vollständig geklappt, nur hat dies Jahre gedauert - leider haben verständlicherweise die wenigsten Betroffenen die dafür notwendige Geduld.
Die meisten Betroffenen haben viel zu viel Angst vor ihren Ängsten, Gefühlen und Gedanken, um sich vorstellen zu können, dass man so etwas annehmen und akzeptieren könnte.

x 3 #6


T
Da gebe ich dir recht, am Anfang war es grauenvoll bei mir, jeden morgen ging es los, die Gedanken kreisten,Std für Std, Minute für Minute, heute habe ich es im griff...

#7


A
Zitat von tommy20991:
Da gebe ich dir recht, am Anfang war es grauenvoll bei mir, jeden morgen ging es los, die Gedanken kreisten,Std für Std, Minute für Minute, heute habe ich es im griff...

Oh ja, diese Zeit habe ich noch in schrecklicher Erinnerung.
Am Anfang hilft das Aufschreiben der Gedanken, weil man dadurch die Gedanken aus bremsen kann - da man einfach nicht so schnell schreiben wie denken kann . Außerdem lenkt das Aufschreiben etwas von der Angst ab und versetzt einen in die Position des Beobachters. Das Aufschreiben bietet zudem später die Möglichkeit die Gedanken und Gefühle besser zu verstehen, um so gewisse Muster zu erkennen, denen man dann entsprechende konstruktive Gegenmuster entgegensetzten kann.

x 1 #8


T
Auf die Idee bin ich damals leider nicht kekommen, das tue ich erst jetzt nach 6 Jahren und es hilft.

#9


T
Man kann auch Bücher über Angst und panikattacken lesen. Ich habe heute 22 Bücher und 6 Hörbücher.auch das hilft...

#10


A
Gedanken stoppen, das braucht Übung und Zeit.
Hab auch immer dumme gedanken

#11


T
Das man dazu zeit braucht ist klar, ich glaube ich habe damals mehr als 10 Monate gebraucht.
Ich habe nach 4 Monaten mich erst überzeugen lassen das ich Pillen dagegen nehme, habe aber schon immer ein Riesen Respekt davor gehabt. Und nach ca. 5 Monaten habe ich sie abgesetzt, weil ich der Meinung war, das es nicht hilft. Garnicht hilft, außer das man in einigen Sachen auch noch eingeschränkt ist.

#12


A
Zitat von tommy20991:
Man kann auch Bücher über Angst und panikattacken lesen. Ich habe heute 22 Bücher und 6 Hörbücher.auch das hilft...

Ja, solche Selbsthilfebücher können helfen, aber sie können auch sehr frustrierend sein, wenn man die darin enthaltenden Ratschläge usw. für sich selbst nicht umsetzen kann.
Ich habe beispielsweise auch sehr viele Bücher darüber gelesen, aber noch mehr Bücher habe ich nur gekauft oder ausgeliehen, aber nie wirklich gelesen, weil mir immer mehr klar wurde, dass sie mir eben nicht weiterhelfen.

#13


S
Hallo robby
Ich trage seit zwei Tagen ein Gummiband ums Handgelenk an dem ich schnippe wenn mir unliebsame Gedanken kommen. Angeblich verknüpft der Körper den leichten Schmerz mit dem Gedanken. Ob es langfristig hilft weiß ich noch nicht. Übrigends war es auch ein Tipp aus dem Nichtrauchertraining das ich besucht hatte. Der Wunsch nach einer Zig. mit dem Schmerz zu verbinden.
Der Versuch kostet ja nichts.

Claudia

#14


E
Zitat von Avalon:
Zitat von tommy20991:
Man kann auch Bücher über Angst und panikattacken lesen. Ich habe heute 22 Bücher und 6 Hörbücher.auch das hilft...

Ja, solche Selbsthilfebücher können helfen, aber sie können auch sehr frustrierend sein, wenn man die darin enthaltenden Ratschläge usw. für sich selbst nicht umsetzen kann.
Ich habe beispielsweise auch sehr viele Bücher darüber gelesen, aber noch mehr Bücher habe ich nur gekauft oder ausgeliehen, aber nie wirklich gelesen, weil mir immer mehr klar wurde, dass sie mir eben nicht weiterhelfen.

hallo,
da solche Bücher immer möglichst viel unterschiedliche Arten von Angst-und Panikstörungen
abdecken und auch jeden Charakter ansprechen sollen, sind die Tips und Anregungen ent-
sprechend sehr vielfältig und z.T. sehr allgemeingehalten. Ich habe da auch schon festgestellt, dass manche Herangehensweisen wie auf mich zugeschnitten sind, andere
dagegen eben so gar nicht meinem Typ entsprechen. Ich fand das Buch "Umarme deine
Angst" von Gina Kästele ganz gut. Zumindest in einer Phase, wo es einem noch richtig schlecht geht, sind da doch schon ganz brauchbare Sachen drin. Da hat man die Möglichkeit,
sich selbst zunächst mal zu kategorisieren, was für ein Typ man ist, z.B. eher der Denker,
oder doch eher pragmatisch, vielleicht eine Mischung aus beidem, oder einfach ein absolut emotionaler Bauchtyp. Und für jede Art gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Von insgesamt vielleicht 50 Möglichkeiten, im Fall einer Panikattacke
oder eines Angstanfalls, habe ich für mich damals genau drei ausgewählt und bin mit diesen ganz gut gefahren. Bei anderen, die vielleicht jemand anders besser getan hätten, habe ich von vorn herein gesagt, dass sie nicht meins wären. Solche Bücher sind halt erst
mal ganz allgemein gehalten und sollen möglichst jedem IRGENDWAS bieten. Da muss man
einfach selektieren

#15


N
Zitat von sonea2001:
Hallo robby
Ich trage seit zwei Tagen ein Gummiband ums Handgelenk an dem ich schnippe wenn mir unliebsame Gedanken kommen. Angeblich verknüpft der Körper den leichten Schmerz mit dem Gedanken. Ob es langfristig hilft weiß ich noch nicht. Übrigends war es auch ein Tipp aus dem Nichtrauchertraining das ich besucht hatte. Der Wunsch nach einer Zig. mit dem Schmerz zu verbinden.
Der Versuch kostet ja nichts.

Claudia

Hallo Claudia,
ist es dir gelungen, dir auf diese art das rauchen abzugewöhnen? immerhin bezieht sich die methode auf eine körperliche abhängigkeit, die wirklich schwer zu überwinden ist.
ich bin mir nicht sicher, ob man schlechte gedanken vertreiben soll - eigentlich geht es darum, ihnen ihren negativen status abzuerkennen, weil sie dann als solche nicht mehr im kopf herumgeistern und gefühlstechnisch nicht mehr das denken beeinträchtigen.

#16


HeikoEN
Eine gute Methode ist die Meditation.

Die einzige Möglichkeit direkt Einfluß auf unser vegetatives Nervensystem (da wo die schlechten Gefühle und auch die Symptome herkommen) zu nehmen, ist über die Atmung. Darum gehen viele Meditationen über die Atmung.

Es gibt einfache Einstiege in die Meditationspraxis, die z.B. das Ein- und Ausatmen zählen während einer Meditation.

Schweift man mit den Gedanken ab, auf anderen Themen, was im übrigen VÖLLIG NORMAL IST, kann man über das Zählen der Atmung wieder sanft die Gedanken zurückbringen.

D.h., die Aufmerksamkeit lenkt man während einer solchen Meditation auf etwas, was ganz bewusst im hier-und-jetzt ist und kann so relativ problemlos, Gedankengänge verlassen und z.B. auch den Stress des Alltags, Sorgen und Nöte hinter sich lassen.

Eine Meditation kann auch eine Gehmeditation sein, d.h., man läuft ganz normal in Ruhe, alleine, z.B. durch ein ruhiges Waldstück und konzentriert sich auf die Schritte, Füße und die Wahrnehmung der Fußsohlen auf dem Boden...schweift man ab mit den Gedanken, konzentriert man sich wieder auf die Schritte.

Oder auf der Bank mitten im Wald. Nur sitzen und wahrnehmen, welche Geräusche die Natur so bietet.

Man bemerkt nach einigen Minuten, dass man wirklich entspannt und nicht mehr die ggf. "schlechten" Gedanken denken muss.

Tipp im Internet:
http://www.ratgeber-panik.de/downloads/achtsamkeitsuebungen-fuer-angstbetroffene.pdf

Vielleicht dient das o.g. ja als Einstieg oder Anreiz, sowas mal auszuprobieren...für Fragen stehe ich gerne bereit

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Kognitiv, Konfrontation und Entspannung.
Jeder darf sich seine wege selbst aussuchen.

#18


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Zitat von Nyan:
Kognitiv, Konfrontation und Entspannung.
Jeder darf sich seine wege selbst aussuchen.
Die o.g. Verfahren helfen nicht allen. Und da kann man dann auch nichts lernen.

#20


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