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201211.08




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crazy030 hat geschrieben:
Nyan hat geschrieben:
Kognitiv, Konfrontation und Entspannung.
Jeder darf sich seine wege selbst aussuchen.
Die o.g. Verfahren helfen nicht allen. Und da kann man dann auch nichts lernen.

Es kommt wohl auch darauf an, ob man überhaupt etwas lernen will und ob man sich überhaupt auf die notwendige Weise (wie auch immer diese aussehen mag) mit den eigenen Gedanken und Ängsten beschäftigen will. Alle drei Wege beinhalten viele Möglichkeiten sich zwar damit zu beschäftigen und einiges zu lindern, aber gleichzeitig den wahren Gründen auch aus dem Weg zu gehen, so dass die Ängste und Gedanken eben nicht überwunden werden können.
Letztlich sind die Ängste und Gedanken nur Symptome für ein tiefer liegendes Problem, wo man sich sehr grundlegend ändern müsste.

Auf das Thema antworten


  11.08.2012 13:06  
Avalon hat geschrieben:
Es kommt wohl auch darauf an, ob man überhaupt etwas lernen will und ob man sich überhaupt auf die notwendige Weise (wie auch immer diese aussehen mag) mit den eigenen Gedanken und Ängsten beschäftigen will.
In Bezug auf die Entspannungsverfahren?



  11.08.2012 13:22  
Zur therapieresistenz auch hier:

Somatoforme Störung

http://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_St%C3%B6rung



  11.08.2012 13:30  
Nyan hat geschrieben:
Zur therapieresistenz auch hier:

Somatoforme Störung

http://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_St%C3%B6rung
Und warum Therapieresistenz? Verstehe ich gerade nicht.



  11.08.2012 13:38  
crazy030 hat geschrieben:
Die o.g. Verfahren helfen nicht allen. Und da kann man dann auch nichts lernen.



  11.08.2012 14:02  
crazy030 hat geschrieben:
Avalon hat geschrieben:
Es kommt wohl auch darauf an, ob man überhaupt etwas lernen will und ob man sich überhaupt auf die notwendige Weise (wie auch immer diese aussehen mag) mit den eigenen Gedanken und Ängsten beschäftigen will.
In Bezug auf die Entspannungsverfahren?

Meine persönlichen Ängste können extrem stark sein und unvorhersehbar und zudem sehr schnell auftreten. Anfänglich versuchte ich es mit Entspannungsverfahren, aber ich merkte irgendwann, dass ich damit letztlich nur diesen extremen Ängsten aus dem Weg gegen will, weil ich so viel Angst davor hatte. Ich musste also lernen meine Ängste völlig unabhängig vor ihrer Stärke und von ihren jeweiligen Symptomen anzunehmen und zuzulassen, daher verzichtete ich bewusst völlig auf Entspannungsverfahren. In gewisser Weise benötige ich einfach die volle Stärke meine Ängste, um daran zu arbeiten meine Angst davor zu überwinden.



  11.08.2012 14:11  
Also ich hab damals als ich PA hatte auch viel versucht. In der Klinik gab es auch 2 x pro Woche Entspannungsverfahren, alle möglichen Varianten. Mir brauchte nichts was und ich konnte damit auch nichts anfangen. Die Therapeutin in der Klinik meinte aber, man muss. Im Nachhinein sagten mir mehrere Psychologen, es ist Quatsch, weil es gibt Menschen, die können mit sämtlichen Entspannungsverfahren nichts anfangen und dann macht es keinen Sinn, weil das völlig ok sei. Diese ganzen Sachen mögen einigen helfen und die können damit auch was anfangen, aber eben nicht alle.

Man kann hier nur sagen "Versuche es!", aber wenn es nichts bringt, dann ist dem so. Und dann kann man nach Alternativen suchen, vielleicht Ausdauersport oder was auch immer.



  11.08.2012 14:54  
crazy030 hat geschrieben:
Man kann hier nur sagen "Versuche es!", aber wenn es nichts bringt, dann ist dem so.

Das Problem ist nur, dass man bei jedem Fehlversuch oft wegen der wohl sehr verständlichen hohen Erwartungen und Hoffnungen oft sehr enttäuscht wird, was dann die Verunsicherung und damit auch die Angst verstärken kann - war bei mir jedenfalls so .

Ich setze beispielsweise deshalb als aller erstes auf Akzeptanz meiner Ängste, wodurch ich letztlich nicht enttäuscht werden kann, da ich letztlich nicht erwarte, dass sich dadurch an meinen Ängsten etwas ändert. Die Akzeptanz hilft mir dann aber den Druck der Angst abzubauen, um so Stück für Stück konstruktiv, aber ohne Erwartungen, daran zu arbeiten.





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Berlin
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  11.08.2012 19:08  
Gedanken kann man eh nicht beherrschen, und es braucht zeit .



  11.08.2012 21:54  
Ist das hier ein kampf gegen die angst, oder kann man das annehmen?






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  12.08.2012 12:05  
Huhu

Leon Levey macht mir in der Einleitung seines Videos noch mehr Angst
als ich sowieso schon habe, denn er sagt dort zusammengefasst:

"Wenn du nicht tust was ich dir in meinen 10 Videos sage, dann wirst du
dein ganzes Leben lang leiden, und alle Welt wird sich von dir abwenden"

Mein persönliches Angstfrei-Video würde daher etwas anders aussehen:
Ich würde erst einmal erklären, dass nicht alle Menschen und alle Ängste
gleich sind, und dass ich nicht Gott bin.

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter



  12.08.2012 16:11  
Zitat:
"Wenn du nicht tust was ich dir in meinen 10 Videos sage, dann wirst du
dein ganzes Leben lang leiden, und alle Welt wird sich von dir abwenden"

Ach so, ja... nee.. genau zitiert heißt es etwa: "droht dir die gefahr", dass du anhand deiner inneren konflikte vereinsamst. ich verstehe nicht, warum dir das angst macht, das ist eine logische folge, die bei dir, deinen eigenen berichten nach, längst eingetreten ist.

Zitat:
Mein persönliches Angstfrei-Video würde daher etwas anders aussehen:
Ich würde erst einmal erklären, dass nicht alle Menschen und alle Ängste
gleich sind, und dass ich nicht Gott bin.

So, so... und weiter? was hättest du weiter anzubieten? das übrigens, worüber du schreibst, kannst du bei jedem beliebigen therapeuten haben. er wird sich garantiert deiner spezifischen ängste und abneigungen annehmen, und das, obwohl er eine ganz allgemeine ausbildung absolviert hat. merkwürdig, nicht. vielleicht ist die angst doch kein persönliches merkmal, an dem man festhalten muss, sondern ein ganz profaner prozess, der bei jedem so gut wie identisch funktioniert. ich wage mal zu behaupten, dass sich die sache aus der sicht des therapeuten etwa so verhält: der eine betroffene mag keine audis, der andere dreht durch, wenn er einen fiat sieht. im grunde ist beides - die angst vor dem verkehr. ein gerechter gott ist niemand, und gerade im bereich der psychischen störungen sollte man erkennen können, dass man es zumindest teilweise mit der eigenen verzerrten wahrnehmung zu tun hat. ich denke wenn du genau überlegst, kannst du darauf kommen, dass es nicht der mann und auch nicht seine art ist, die dir bei dem video angst machen.



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  12.08.2012 17:51  
Huhu Nyan

Nee, bei mir ist natürlich schon Hopfen und Malz verloren, die Ursachen
meiner Ängste sind mir bekannt, und die Einsamkeit gehört zu den festen
und akzeptierten Rahmenbedingungen meines Daseins.

Aber wenn ich noch nicht wüsste, dass meine Grundproblematik unheil-
bar ist, und ich auch noch nicht so sehr dem Altersstarrsinn verfallen wäre
wie heute, dann würde mir die Einleitung des Videos wirklich Angst machen.

PS (ohne meinen dunklen Humor):
Er hat mit seinen fachlichen Ausführungen natürlich absolut recht, und sie
sind auch sehr gut dargestellt. Nur die anfängliche Wortwahl im Sinne von
"alles MUSS" ist nicht sehr gut gewählt.

Ganz liebe Sonntagsgrüsse, Der Beobachter



  12.08.2012 18:27  
Vielleicht denkt er, es wäre notwendig druck zu machen, weil er mit dem effekt der
Angst vor Veränderung rechnet.

Ehrlich gesagt, ich habe diesen satz gar nicht so verstanden und auch nicht bewusst wahrgenommen, erst als du darauf hingewiesen hast, habe ich versucht eine erklärung dafür zu finden.

Ja - "ich bin mit meinen ängsten zufrieden", verzeih, aber das kann ich nicht glauben. eher eben dass die angst vor veränderungen größer ist als die primär wahrgenommene... und wenn angst oder verzweiflung hinsichtlich der ängste nicht mehr vorhanden sind, ist eigentlich eine gute voraussetzung dazu gegeben, blockaden aufzulösen.

Und die sekundäre angst - wenn man aufhört sich in der welt der angst einzuschließen und sich von seinem umfeld zu isolieren, entstehen situationen, die eine vielzahl an ungewohnten konfrotantionen und problemen mit sich bringen, für deren Bewältigungsstrategie und -routine energie gebraucht wird. die hat man zum beispiel dann nicht, wenn depressionen dazwischen funken. in dem fall sollte man sich allerdings schon überlegen, ob man doch nicht versucht daran zu arbeiten. depressionen sind nicht schönes, und ihre heilung kann im glücksfall ziemlich einfach sein.

Ebenfalls dir liebe sonntagsgrüße.



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  13.08.2012 13:44  
Huhu Nyan

Grundsätzlich sind die Videos von Leon Levey ja richtig und auch wirklich gut.

Es ist wohl eher ein ganz individuelles Reiz- Reaktionsmuster von mir, dass ich
auf Begriffe wie "Druck" oder "Müssen", besonders im Hinblick auf Ängste, mit
einer nahezu instinktiven Gegenwehr reagiere.

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter




  13.08.2012 22:13  
Die instinktive abwehr bedeutet selbstablehnung. eine der übungen ist ja auch - eigenschaften nennen, die wir an anderen menschen verurteilen. sie haben direkt mit unserem umgang mit uns selbst zu tun. wenn du überlegst, entspricht auch die abneigung gegen den druck von außen dem druck, den man sich selbst macht, z. b. durch das zwangsverhalten.
Und dann umgekehrt. das, was wir an den anderen lieben und bewundern, sind unsere eigene fähigkeiten. wir sind beides, sender und empfänger in einer person.

die anderen spiegeln nur, was man selbst denkt. und leon levey ist für dich, und für alle, die sich an dem satz gestört haben, ein spiegel gewesen. ich habe das gar nicht registriert, meine baustellen liegen eben auf anderen gebieten.



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  14.08.2012 11:40  
Sich gegen Druck und Zwang wehren ist eher ein Instinkt,
der einem jeden Lebewesen von Geburt an gegeben ist.



  14.08.2012 18:26  
Ja, ja, druck und zwang. na klar, wenn du ein tier zu stark drückst, kommen seine überlebensinstinkte zum vorschein. ansonsten werden ängste und zwänge als psychogene störungen genannt, die die Ego-Instanz der drei Ich's betreffen, also die blockade bzw. verzerrungsfilter zwischen der wahrnehmung und dem psychischen erleben, also genau, wie es im video beschrieben wird. das hat sich keiner ausgedacht, das ist einfach so und auch erlebbar.

Und übrigens, ich finde unkonventionelle bezeichnungen gut. ich kann ruhig einen maulwurf kuh nennen, und vielleicht wird meine unkonventionelle art sogar jemanden beeindrucken. komisch wird es aber, wenn ich dann z. b. anfange dem kleinen nager ein glöckchen umzuhängen und ihn zum grasen zu führen.

Und hier ist eine kleine, nette zusammenfassung zum thema, in der glaubhaft erklärt wird, dass der kampf gegen zwänge kein instinkt ist.

http://www.trichotillomanie.de/Dateien/ ... waenge.pdf

Wer gegen sich selbst kämpft, kämpft leider auch gegen andere, sie sind der spiegel seines inneren zerwürfnisses. so einfach ist das, und so leicht zu beheben wenn man nur selbstreflektion zulässt, wenn man imstande ist sich selbst zu beobachten.



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  14.08.2012 19:30  
Huhu Nyan

Ich meinte nicht die inneren Zwänge, sondern die äusseren Zwänge,
die man ohne ausdrücklichen Wunsch oft auferlegt bekommt.

Die inneren Zwänge sind natürlich wirklich kein Instinkt, in meinem per-
sönlichen Fall (Ordnungs- und Planungszwänge) sind sie sogar sowas
von unnatürlich, dass ich sogar schon öfter einmal an meiner irdischen
Abstammung gezweifelt habe.

(Man beachte dazu auch, wie ich bei meinen Beiträgen immer versuche,
halbwegs gleichlange Zeilen zu schreiben)

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter



  14.08.2012 19:57  
Beobachter hat geschrieben:
Ich meinte nicht die inneren Zwänge, sondern die äusseren Zwänge,
die man ohne ausdrücklichen Wunsch oft auferlegt bekommt.

Tja, aber in wirklichkeit gibt es niemanden, der auferlegt... und genau das ist die projektion der inneren zwänge auf ein äußeres objekt. und das ist auch der hase im pfeffer.



http://www.klinikseelsorge-lmu.de/index ... Itemid=274



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