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devilsbeater

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So Leute!! Zu meiner person: bin männlich mitte 20, student und sportler.

Den folgenden text hab ich geschrieben weil ich mit der herangehensweise von den meisten foren im internet sehr unzufrieden bin. Ich persönlich habe das gefühl das in den meisten foren nur händchen gehalten wird und man sich gegenseitig im leid des anderen wälzt. Nicht das man sich drüber freut dass es anderen schlecht geht sondern das man nicht allein ist. Sorry aber zu wissen das man nicht allein ist hilft leider nicht diese schei. wieder loszuwerden. Kopfstreicheln und mitleid zeigen hilft keinem die angst loszuwerden. Man braucht nicht einen der mit einem zusammen im keller sitzt und weint und traurig ist, man braucht einen starken partner der einem die tür in die freiheit zeigt und dir hilft sie aufzubrechen. Ich hoffe ihr versteht meine metaphorik!

Jetzt erzähl ich euch mal wie ich die Panikattacken und angstzustände losgeworden bin. Im folgenden text könnten sich aber einige durch meine ausdrucksweise gekränkt fühlen. Deswegen ist vorweg zu nehmen das ich das selbe durchlebt hab wie viele von euch und ich mit dieser geschichte niemanden schlecht machen oder beleidigen will. Sie dient einzig und allein um mut zu machen und vielleicht eine etwas andere art und weise zu zeigen wie man mit diesen Ar. (panikattacken, angstzuständen) richtig fertig wird!!

Also bei mir hat es begonnen als ich eines schönen sommers gedacht habe ich wäre schwer krank. Saß also vorm pc schaute videos und plötzlich kam es:…….das atmen wurde schwerer, das herz begann zu rasen, meine psyche und optik änderte sich so das ich nicht genau wusste ob ich träume oder wach bin (dieses gefühl das alles so surreal ist). Ich weiß das unterschiedlichen leuten die unterschiedlichen symptome der attacken mehr oder weniger belasten. Bei mir war es die atemnot, ich dachte bei jedem atemzug das dies mein letzter war und beim nächsten schnürt sich die kehle ganz zu und ich ersticke.

Das hat sich dann ein paar tage so weiter gezogen ca 10 mal am tag diese ekelhaften attacken. Wenn meine eltern schlafen gegangen sind hab ich mir dann das auto geschnappt und bin zu nächsten krankenhaus gefahren, hab mich dort in die nähe des eingangs geparkt musik gehört und Zig. geraucht. Dachte mir wenn es dann soweit is das sich meine kehle komplett zuschnürt, schaff ich es sicher noch mich bis zum eingang zu schleppen und dann wird mir sicher geholfen! So habe ich dann halt 5-6 stunden verbracht. Hahahaha im nachhinein kann ich drüber lachen aber damals hätt ich mit jedem kindersoldaten in somalia das leben getauscht wenn ich nur diese attacken loswerden würde.

Nach ca 2 wochen bin ich dann doch mal zu einem psychiater gegangen, wusste mitlerweile schon das das nur panikattacken sind war mir aber doch nicht ganz sicher ob sich meine kehle nicht doch auch physisch tatsächlich verängt. Als ich ihm das alles dann erzählt hab sagte er mir den einen satz der später zum anstoß meines erfolgs wurde: DU KANNST AN DEN PANIKATTACKEN NICHT STERBEN, EGAL WAS DU DIR WÄHRENDDESSEN EINBILDEST!!

Mit der bestätigung vom psychiater das ich daran nicht sterben werde und mit der bestätigung vom andern arzt das ich doch nicht totkrank bin, hab ich mir gedacht feir mal diesen teilwerfolg am besten in dem ich mich am abend ein bischen betrinke und filme schau. Tja aus dieser einmaligen feier wurden dann schnell 4 monate an denen ich jeden einzelnen abend schwer betrunken ins bett gegangen bin. Tja nur leider ist Alk. keine dauerlösung und macht alles nur noch schlimmer .Mein zustand war so das ich unter tags ca 2 xanor-tabletten gegen die attacken genommen hab und ab 9 am abend zu trinken begann bis um 7 uhr in der früh denn durch die attacken und angstzustände hab ich es nicht mehr geschafft mich in der nacht bei dunkelheit und stille ins bett zu legen. Musste betrunken sein und bis zu den ersten sonnenstrahlen warten das das zimmer erhellt wurde und ich den verkehr draußen hören konnte, außerdem musste der fernseher an sein!

Meine panikattacken hatten sich etwas gemildert da ich ja wusste ich kann daran nicht sterben, musste also nicht mehr im auto fahren, die Zig. in der einen hand, das handy mit der schon eingegebenen notrufnummer (für den fall das ich doch plötzlich keine luft mehr bekomm und noch schnell den notarzt anrufen muss!! hahahaha) in der anderen hand, dabei die musik laut aufdrehn und mitsingen, (damit ich schön abgelengt von meiner eigenen psyche und meinem eigenen körper bin). Aber naja genau so sah das die ersten 3 monate aus.

Als ich merkte das ich mich selbst Alk. gemacht hab hab ich von einem tag auf den andern damit aufgehört und die nächsten 3 tage bin ich mit schlaftabletten ins bett gegangen damit ich die entzugserscheinungen am abend nicht spürte. (kann mittlerweile wieder Alk. trinken ohne dabei beim ersten schluck sofort wieder zum säufer zu werden)

Meine panikattacken und angstzustände hatte ich zuhause unter kontrolle weil ich wusste gleich da in der lade sind meine tabletten die ich im notfall nehmen kann, bis es soweit war das ich zuhause eigentlich keine panikattacken mehr bekommen habe, jedoch eben nur weil ich wusste das ich tabletten da hatte, in 5 min im nächsten krankenhaus bin und für den fall der fälle 2 wodkaflschen hatte!!

Obwohl es am tag relativ gut ging (war nur zuhause, da ich aufgrund der attacken nicht mehr auf die uni gehen konnte) konnte ich trotzdem in der nacht nicht einschlafen, diese stille und dunkelheit es ging einfach nicht. Hier muss ich erwähnen das ich damals in 2 arten von panikattacken kategorisiert habe; 1. Die physischen attacken, atemnot, kopfweh,etc. und 2. Die psychische, die ich immer hatte wenn ich versuchte mich in der nacht nieder zu legen, einfach dieses panikgefühl das gleich irgendwas passiert, das man stirbt oder sonst was, wenn sich der verstand so lang im kreis dreht bis man quasi einen knoten drin hat. Also bin ich immer wieder aufgestanden und hab bis in der früh komödien angeschaut, denn wie viele von euch ja bereits wissen:….Lachen hilft!
In der ganz schlimmen zeit hab ich selbstmordforen durchforstet und in foren ähnlich wie diesem hier meine ängste noch verstärkt in dem ich mir die leidensgeschichten von den andern auch noch durchgelesen hab.
So das wars mal zu meiner diagnostik! Hahahaha
Ihr könnt natürlich mein gesicht nicht sehn das ich mache während ich das schreibe, aber ich sag euch eins; ich lächle die ganze zeit, weil im nachhinein betrachtet wirkt es alles so lächerlich was ich angestellt hab, aber das werdet ihr auch noch feststelln wenn eure panikattacken weg sind!
SO UND JETZT WIRD’S WICHTIG!
Zum damaligen zeitpunkt im april hab ich gewusst das ich ab juni ein monat in der türkei arbeiten werde und mir das zimmer mit einem 2. Teilen werde. Das heißt ich musste mich darauf gefasst machen keinen fernseher zu haben und nicht bis um 7 in der früh wach sein können. Auch das weder ein arzt noch ein krankenhaus in unmittelbarer nähe sind. (dazu wie ich das überwunden hab komm ich diesem teil jedoch erstmal nicht)
Habe aber mal beschlossen meine panikattacken die ich unter tags zum beispiel auf der uni, wenn ich mit jemand andern mitfahren musste, oder in öffentlichen verkehrsmitteln hatte zum verschwinden bringen!
Und jetzt kommt das große geheimnis wie man die panikattacken loswird die man zum beispiel in der ubahn, oder bei langen fahrten mit dem auto bekommt und man an einem punkt aussteigen muss weil es nicht mehr geht.
Zuerst einmal fragt euch: Was geht nicht mehr? Was halte ich nicht mehr aus? Wer ist diese panikattacke eigentlich? Was kann sie mir tun?
Die antwort darauf ist einfach und für alle fragen gleich: NICHTS!!
Was geht nicht mehr? Was halte ich nicht mehr aus? Wenn das feuer zu heiß ist verbrennt es mich, wenn es draußen zu kalt ist erfriere ich……..Wenn die Angst zu stark wird………..PASSIERT NICHTS.
Es passiert gar nichts!! Das muss einem bewusst sein
Habt ihr angst vor panikattacken in der ubahn!? Setz dich verdammt noch mal in die ubahn, am besten allein, fahrt so lang bis der punkt der höchsten angst ist und ihr aussteigen wollt (müsst). Sobald dieser punkt erreicht ist………..fahrt ihr weiter. Es ist egal ob ihr zu weinen beginnt, schreit, euch übergebt, oder vor angst in die hose macht!! Es muss dieser punkt der größten angst überwunden werden.

(James Dean hatte bei seinem ersten film solche angst das er nicht sprechen konnte wenn die kamera lief, weil ihm die filmcrew zugeschaut hat und alles auf ihn fixiert war. Was hat er getan? Neben dem filmset war eine gruppe von 400 schaulustigen, er hat sich vor die gruppe hingestellt und auf den boden gepinkelt. Als man ihn nachher gefragt hat warum er das getan hat war die antwort: wenn ich vor 400 menschen pinkeln kann so das alle mir zusehn, kann ich auch vor 30 leuten meinen text in die kamera sagen.)

(ein anderes kleines beispiel: wenn man lernen will wie man einen rückwärtssalto springt, kannst du erstmal monatelang krafttraining machen damit man auch hoch genug springen kann, aber irgendwann ist der punkt erreicht wo man es einfach versuchen muss und den salto einfach spring)
Also gleich mal vorweg es nützt nichts wenn ihr untertags 2 stunden meditiert um mit euch ins reine zu kommen, oder zum einschlafen einer cd mit walfischgesang lauscht. Es nützt nichts und wenn ihr euch das einredet belügt ihr euch einfach selbst. Die panikattacken zu besiegen heißt nicht sie ausblenden zu können für einen gewissen zeitraum sonder keine angst vor ihenen zu ahebn, denn dann vergehen sie von selbst.
So und nochmal für alle die nicht wissen was passiert wenn der punkt der größten angst überwunden ist, es wird weniger und schwächer. Die angst geht zurück, die panikattacke geht vorbei. Vielleicht beginnt es nach 5 minuten wieder. Na und dann macht man das ganze halt nochmal! Und das ist nicht nur bei mir so gewesen und ich bin da kein einzelfall, sondern das ist physiologisch und psychologisch einfach so. das adrenalin in deinem körper ist sozusagen für eine gewisse zeit aufgebraucht.
Ich entschuldige mich gleich mal vorweg für die nächsten paar zeilen.
Wenn ihr glaubt ihr hättet einen großen schritt getan weil ihr mit der ubahn eine station weiter gefahren seit als das letzte mal vor einem halben jahr als ihr das letzte mal vor der tür wart dann ist das kein erfolg. Ein erfolg ist es dann wenn ich einsteige und weiß das nichts schlimmes passiert und es nicht nur glaube und hoffe sondern die panikattacke erwarte. Wenn die panikattacke auftritt, schließen viele die augen und summen irgendein lied oder sonstiges um sich von der angst abzulenken. Dies kann man soweit perfektionieren das man die panikattacken umgehen kann. Macht das nicht. Wenn die panikattacke kommt schaut gerade aus, schließt nicht die augen. Träumt nicht das ihr in der karibik an irgendeinem strand seit und alles ist gut. Haltet die augen offen und konzentrietrt euch auf das hier und jetzt: Ich sitze in der ubahn, ich merke wie ich panik bekomme, es ist alles in meinem kopf, nichts wird passiern.
Ich persönlich habe mir leichter getan die panik und die angst als feind anzusehen. Nicht als ein teil von mir. Ich muss nicht etwas an mir ändern ich muss die angst loswerden.
Also saß ich da in der ubahn, die panik kam und das atmen wurde sehr, sehr schwer. Die kehle schließt sich und der brustkorb zieht sich wie von einer anakonda gequetscht zusammen. Also dachte ich mir (wie gesagt ich habe die panikattacke als einen realen gegner gesehn, deswegen hört sich folgendes etwas komisch an ): Ok, panikattacke, du willst nicht das ich gescheit luft bekomme, na dann atme ich noch flacher als du es von mir verlangst. Also nahm ich etwas längere ganz flache züge luft. Viele machen den fehler das sie dann tiefe züge nehmen und somit ohne das sie es wollen hyperventilieren, was natürlich noch mehr herzrasen und schwindel erzeugt. Also nehmt ganz langsam flache züge so das man gar nicht sieht das sich der brustkorb bewegt.
Mit dieser technik hab ich schon nach wenigen malen meine atemnot unter kontrolle gebracht, denn ich wusste ich kann noch flacher atmen als es die angst von mir will! Hahahahaha
Es ist zwar schön das allen im Forum sofort gratuliert wird wenn sie einen cafe gleich um die ecke trinken waren oder 2 stationen mit der bahn gefahren sind und keine panikattacken hatten. Das zählt alles nicht und ist komplett irrelevant wenn man angst vor den attacken hat!

Als ich das mit der ubahn gemacht habe wusste ich das nichts mehr passiert und so bin ich das nächste mal in die ubahn eingestiegen, ohne angst vor der attacke. Also saß ich das nächste mal wieder in der ubahn ein bischen aufgeregt wann wohl die nächste attacke kommen würde, jedoch nur aufgeregt und ich hatte keine angst vor der attacke, weil ich ja jetzt da ich den höchsten punkt der angst mehrmals überschritten hab, wusste das mir nicht passierte. Es war fast mehr wie eine euphorie, wann die attacke wohl kommen würde und ich ihr wieder in den Ar. trete!
Aber sie kamen immer schwächer, so das es mir eigentlich nur mehr auf die nerven ging und ich meine flache atemtechnik quasi nicht mehr einsetzen musste. Bis nach einigen malen die symptome immer weniger wurden und stück für stück verschwanden und sie gar nicht mehr kamen. Das geht sehr schnell, denn wenn das hirn erst einmal verstanden hat das es nichts gibt vor dem man sich fürchten müsste, verschwinden die attacken.

So das war mal ein teil meiner erfahrungen, falls jemand will schreibe ich noch mehr, aber ich denke fürs erste reicht es mal.

Wenn ihr euch das jetzt durchgelesen habt und meint; der hat doch keine ahnung, der weiß nicht wie schrecklich das ist wenn die angst kommt, dann irrt ihr euch. Bitte verzichtet auf diesen esotherischen schei.; räucherstäbchen anzünden und meditieren und im einklang mit mir sein, das ist vielleicht als zusatz hilfreich aber befreien wird euch das nicht und ich denke es ist das ziel von allen hier dieses forum mal irgendwann nicht mehr besuchen zu müssen und stattdessen lieber im sommer am strand mit einem drink in der einen hand einem schönen mädchen oder mann in der andern und darüber nachdenken wie gut das leben ohne die angst ist. Auch wenns ein furchtbar abgedroschener hollywood satz ist aber: ihr müsst der angst in die augen sehn, bis die angst zuerst blinzelt denn dann wisst ihr das ihr sie leicht besiegen könnt……….

Wir sind alle spieler auf dem fußballplatz, bloß das ich mein spiel schon gewonnen hab und viele von euch erst mal den ball vom gegner erobern müssen um selbst ein tor zu schießen.

02.06.2010 13:44 • 08.03.2019 x 6 #1


184 Antworten ↓


Suma


Bravooooooo .es passiert mir nix... Ich bin VÖLLIG ATTACKEN FREI seit nun mehr als vielen Monaten und geniesse mein Leben wieder jeden Tag mehr und intensiver....

Toll wie Du das geschafft hast..gratulation !!

ich werde mir viele Deiner Worte hier verinnerlichen,,


Alles Gute Dir weiterhin


LG Suma

03.06.2010 07:11 • #2


aura


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Gratulation
Ja ich glaube wir wissen alles das Du recht hast , aber der ein oder andere ist vieleicht noch nicht soweit es sich einzugestehen--
Ich für meinen Teil habe auch schon darüber nachgedacht eine pa zu provozieren um zu sehen wie ich damit fertig werde? Aber auch ich hab mich das noch nicht getraut.Obwohl ich weiss das ich mir ja damit selber im Weg stehe-
Ich hatte jetzt 10 Tage keine mehr und bin froh darüber also warum sollte ich jetzt eine provozieren nur damit es mir dann schlecht geht?
Ja weil ich dann damit lerne das es nichts ist..nur im Hirn ..ich weiss
Ich freue mich für Dich das Du es geschafft hast und ich hoffe für mich und andere hier das wir auch bald soweit sind !
Der eine früher der andere später , ich denke jeder muss für sich wissen wann der Punkt gekommen ist und er die Nase voll hat von den PAs und dann wird man vieleicht auch den Mut haben sie zu provozieren und zu bekämpfen....
lieben dank für Deinen Beitrag hat mich irgendwie bestätigt indem was ich schon vorher gedacht habe...DANKE

liebe grüße aura

03.06.2010 08:37 • #3


Simmi


Hallo Devilsbeater!
Von mir auch erst einmal "Gratulation" zum Erfolg.
Deine Methode, die Backen des Allerwertesten zusammenzukneifen und dann: "Durch da...."verdient auch meinen Respekt. Das erfordert viel Überwindungskraft und Mut!!
Das schafft nicht jeder!
Und das sollte man sich bewußt machen, auch wenn man diesen Weg gegangen ist und die PAs verschwunden sind.
Hier im Forum gibt es sehr viele Menschen, die mit kleinen Schritten Erfolg hatten oder haben.
Die eben die von Dir schon beschriebenen 2 Stationen Bahn gefahren sind.... festgestellt haben, das es geht und dann den Mut haben, am nächsten Tag dann 4 oder 5 Stationen fahren.
Weißt Du, ich fand an Deinem Beitrag sehr gewagt, das Du Deinen Weg als den einzig Wahren darstellst.
Sorry, wenn ich da falsch liege, aber so kam es bei mir an.
Der Titel Deines Beitrages lautet: "Grundlose Panikattacken?"
Mich würde ernsthaft interessieren, wieviele User dieses Forum der Meinung sind, sie hätten ihre Angststörung ohne Grund?
Ich gehöre sicher nicht dazu. Ich habe meine Angst auch besiegt. Aber ich weiß, wenn ich meine Art zu leben auf Dauer nicht ändern kann, dann kommt sie irgendwann wieder.
Das heißt, meine PAs waren nur Resultat von Stress... durchs Leben hetzen und einiges mehr.
Mein Körper hat mir einfach ein Stop-Schild gezeigt. Dieses Begreifen hat bei mir dazu geführt, das auch ich meine Angst nicht als Feind angesehen habe, sondern als Warnzeichen.
Das bedeutete für MICH: Nur allein die Angst zu besiegen, das bringts nicht auf Dauer. Im Gegensatz du Dir, mußte/muß ich mich sehr wohl ändern.
Du bist sehr kritisch, was diese Art von Foren angeht und sagst, sie helfen nicht, Ängste loszuwerden. Das ist sicher richtig.
Aber auch da bitte ich Dich um etwas mehr Toleranz.
Viele trauen sich nicht, ihre Ängste im näheren Umfeld anzusprechen.
Viele fühlen sich von Verwandten und Freunden total unverstanden.
In einem solchen Forum hier trifft man aber auf Gleichgesinnte, die einen verstehen, wenn man von Angst und Panik schreibt.
Und... Jaaaa, die einem auch mal das Händchen halten, wenns mal nicht so gut läuft.
Die Erfolge der anderen geben doch auch Kraft und Mut!!
Also auch Dein Beitrag natürlich!!
Tut mir leid, das ich nicht so voll des Lobes bin, aber auch ich bin kritisch.
Herzliche Grüße.... Simmi

03.06.2010 15:56 • x 1 #4


jadi

jadi


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echt hammer was du hier schreibst.........und wie recht du hast..........ich kann auch nicht mit meiner angst freund sein und will es auch nicht...für mich bleibt sie mein feind nr.1..........ich werde es jetzt so angehn...du hast es mir mit diesen zeilen gegeben.............echt ahmmer bin baff.....und würde amliebsten noch mehr von dir lesen..............lg

03.06.2010 17:43 • #5


jadi

jadi


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das ist ein richtiger Ar........................verneig

03.06.2010 17:45 • #6


afuman


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Hmm, mir ist das Ganze ein bisschen zu selbstgerecht und testosterongeschwängert, auch wenn du in der Sache nicht unrecht hast. Aber ok, du hast deinen Weg gefunden und es hat dir geholfen, auch wenn ich glaube, dass dir die Suche nach den Ursachen der Angst nicht geschadet hätte.
Wichtig ist es aber, dass man mit aller Gewalt etwas ändern möchte. Das "Ich halte dich an der Hand dabei" kann nur als Übergangslösung etwas bringen, schaffen muss man es letztlich alleine, d'accord.

03.06.2010 18:17 • x 1 #7


jadi

jadi


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kaum fühle ich mich so ermutigt...tuen mir gleich meine wehwehchen noch mehr weh...........will mir gleich die angst wieder eins auswischen

03.06.2010 18:26 • #8


jadi

jadi


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es bringt eigenhtlich nicht wirklich was die angst zuergründen...was hast du davon?davon gehts sie auch net weg.............denn ändern kann man nur was indem man sie zulässt ...das ist und bleibt der einzigste weg.........

03.06.2010 18:28 • #9


afuman


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Da bin ich ganz anderer Meinung... Das mit dem Zulassen stimmt schon, aber das ist nur die Technik.

03.06.2010 18:38 • #10


jadi

jadi


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ja und genau nur die technik ist der schlüssel.............es gibt keinen anderen............bist du denn schon wieder gesund?
wenn ja wie sah dein schlüssel aus?
und wenn nein............woher willst du das wissen?
ich denke wir müssen alle diesen schweren weg gehn.....bei dem einen klappt es schneller weil er stärker ist....,.bei den anderen halt ein wenig länger weil er net soviel mut hat sich der sache so rasant zustellen..........einfach die angst zu mächtig ist..........aber am ende muss auch der grösste angsthase dadurch...........denn es gibt keine umwege...............KEINE!!!
oki doch was sage ich man kann sich mit pillchen zudröhnen..und sich selber entfremden....ich vergass!

03.06.2010 19:00 • #11


Simmi


Zitat von jadi:
es bringt eigenhtlich nicht wirklich was die angst zuergründen...

Zitat von afuman:
Da bin ich ganz anderer Meinung... Das mit dem Zulassen stimmt schon, aber das ist nur die Technik.

Ich stimme da afuman zu:
Ich wollte verdammt nochmal wissen, WARUM mein Körper meint, Macke zu spielen.
Mir war das wichtig!! Das Wissen darum und das Handeln danach macht mich zu einem zufriedeneren Menschen.
Natürlich muß man sich seinen Ängsten stellen und sich überwinden.
Einfach um zu erfahren: "Alles halb so wild, ich pack das."
Aber bitte ihr Lieben: Viel Wege führen nach Rom.
Mein Therapeut hat das damals so beschrieben:
Wenn ein kleines Kind durch eine schlechte Erfahrung, Angst vor Hunden hat und man möchte es wieder an diese Tiere heranführen, dann muß man nicht unbedingt mit einem Rottweiler beginnen.
Er war für seine Verhaltenstherapie eher für die softere Variante, wobei er aber auch den Hardcore- Weg, den devilbeater gegangen ist für möglich und heilsam hielt.
Jeder hat da so seine Methode und jeder von uns geht seinen eigenen sinnvollen Weg.

Euch allen einen tollen Abend... Simmi

03.06.2010 20:32 • #12


jadi

jadi


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ich wollte nur den zusammenhang der ängste wissen....also nicht unbedingt woher sie kommt ...weil das konnte ich mir denken.....sondern warum sie plötzlich in meinen leben trat.....und was sie bedeutet.........
danke simmi..........schönen abend noch

03.06.2010 20:46 • #13


devilsbeater


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Hallo, Leute!
Erst mal finde ich es schön das einige was dazu geschrieben haben. Bin vor ca einem monat mit meiner freundin auf der terrasse gesessen (wie noch schönes wetter war) hab ein B. getrunken musik im hintergrund und die freundin im arm. Dann hab ich zurück gedacht was vor einem jahr war, wie es mir mit den attacken so schlecht ging und alles drum und dran. Und in dem augenblick auf der terrasse hab ich an die andern menschen denken müssen die zuhause sitzen und ihr leben nicht genießen können weil die angst oder besser gesagt die angst vor der angst sie gefangen hält und sie kontrolliert. also hab ich mich eben dafür entschlossen und mir ein paar stunden zeit genommen um meinen text zu schreibn.

Wie es damals bei mir angefangen hat und ich solche foren wie diese hier auf der suche nach einer lösung durchforstet habe, hätte ich gern so einen beitrag wie ich ihn geschrieben hab gelesen und so dachte ich mir vielleicht gibts ja mehr von meiner sorte die davon vielleicht profitieren können.

es sollte als inspiration dienen, das man wenn man soweit ist diese panikattacken FÜR IMMER loswerden kann.

Ich wollte nicht großkotzig oder herbblickend rüberkommen, weil das gar nicht der fall ist, denn wie schon mehrmals erwähnt ich war in der selben situation.

Es wurde auch geschrieben das man zuerst seine angst ergünden muss (oder so ähnlich) und sein probleme bereinigen muss bevor man die panikattacken loswerden kann!? Diese meinung teile ich nicht!! Der auslöser für meine panikattacken war zwar das ich gedacht hätte ich wäre sehr schwer krank. aber das ist und war bei weitem nicht mein einziges problem gewesen. mein vater ist/war schwerer Alk. und hat mich damals mehrere male angerufen in seinem suff und mir erzählt wie er sich umbringen wird. meine mutter hatte brustkrebs und großeltern und geschwister hab ich nicht mehr! Naja ich glaub das einer der gründe eine ordentliche angststörung rechtfertigen würde, oda!?


Zusätzlich dazu hab ich dann meinen eltern natürlich nichts von meiner angststörung erzählt, wollte weder meine mutter noch meinen vater zusätzlich aufregen. So und jetzt sagt mir mal bitte einer wie ich diese probleme los werde, damit ich mich dann langsam daran machen kann diese panikattacken los zu werden. Es wird immer etwas geben das einen belastet (mehr oder weniger). Man kann nicht kontrollieren was alles passieren wird im berufsleben und in der familie. Was man kontrollieren kann ist sich selbst!!

Ich halte meinen weg nicht als den alleinigen göttlichen pfad und alles andere ist schlecht, ganz sicher nicht. Ich bin trotzdem der festen überzeugung, wenn man seine panikattacken ein für allemal besiegen will kommt man an meinem weg nicht vorbei.


Ich werde natürlich falls noch weitere kommentare kommen gern dazu stellung nehmen. Falls interesse besteht noch mehr von mir zu erfahren schreibt mir doch einfach eine pm.

03.06.2010 21:35 • #14


Frank866


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nabend,
also als erstes muß ich mal sagen "hut ab" soviel kraft aufzubringen und das immer und immer wieder durchzuziehen.
ich habs versucht und es wurde von mal zu mal schlimmer. bei mir kommt hinzu das ich eh sehr hippelig bin und schon immer war(und das mit 43). war als kind sogar zur kur weil ich so ein zappelphillip war. und wenn ich mal wieder ne ordentliche pa bekomme hab ich echt muffe mich oder andere zu verletzen. sprich, ich dachte darauf meine knochen ruhig zu halten und nicht darauf wie ich am besten atmen kann.
ok und jetzt kommt es wieder....ich hab weder mich noch andere bisher verletzt!
und das seit ca 12 jahren!
eins wollt ich dich noch fragen...wie ist deine freundin damit umgegangen und wie langen hast du das mit dir rumdeschleppt?
vg frank aus berlin

03.06.2010 22:54 • #15


jadi

jadi


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und genau das meinte ich auch mit der angst.....es brint eigentlich nicht wirklich viel.....es zu wissen......man ist zwar beruhigter....aber das problem besteht immer noch..........dein beitrag ist super

04.06.2010 06:39 • #16


Suma


Also ....ich hab mein Leben komplett umgestellt Hab mir viel ( auch oft unnötigen) selbstprovozierten Stress vom Hals geschafft..( hatte immer das Helfersyndrom und hab selten an mich selbst gedacht aber viel zuviel an andere,,und bin dabei zerbrochen ,,, nervlich psychisch,,körperlich.hab mir mehr Gedanken um andere gemacht als um mich selber,,. mir eine ander völlig neue Denk und Sichtweise der Dinge angeeignet.. das geht nicht von heute auf morgen das ist und war ein Reifeprozess,,ich lebe nun gelassener ruhiger,,, und es tut mir so gut.Positiv zu denken ist nicht schwer.. es gibt oft und fast immer Lösungen für vieles im Leben,,

Kann mein Leben nun wieder geniessen,,Nach fast 10 Jahren Angst und Panikmerthyrium..,,.. Hab meine beiden wundervollen Kinder erwachsen bin stolz sie zu vernünftigen ehrlichen fleissigen Menschen erzogen zu haben,es war ein harter Weg trotz meiner Psychischen und körperlichen,,Erkrankung aber hab es durchgestanden war auch nebenbei selbst berufstätig,, hab 9 Berufliche Fern-Umzüge hinter mir eine ganze lange Zeit ,,bin stolz auf meine Familie und hab meinen Mann an meiner Seite der immer da ist für mich und unterstützt so gut er kann / konnte,, auch meine Kinder,,auch meine Freunde und meine Psychotherapeutin..,,,Ich hatte so viele Baustellen in mir ( Tot Trauer Krankheiten/ Eigne Krebserkranung,,) Mobbing,, Kindheitstrauma..) die ich verarbeiten musste,,, denke jeder hier hat ein/ sein.. Schicksal was er / sie mit sich herumträgt oder Sorgen,,, ..

Zu meiner Panikbewältigung muss ich auch sagen das war ein hartes Stück Arbeit an mit selbst....täglich oder auch immer wieder aufs neue Schritt für Schritt sich selbst herausfordern und konfrontieren,,mit Höhen und Tiefen,, die innerlichen Blockaden in mir zu durchbrechen,,aber die Mühe hat sich gelohnt,, Bin Durch die Hölle gegangen,.es war sehr schwer... Meinen besonderen Dank hier ans Forum und an

meine unserer/ Mituserin Gajoko,die es auch geschafft hat und wieder mitten im Leben steht..,,und vielen Mitusern hier,,

Denke jeder wird und muss seinen Weg hier selbst finden,, wie er/ sie es macht .. man kann nur immer nur seine eignen Erfahrungen und Anregungen hinsichtlich Angstbewältigung hier weitervermitteln,,..
Euch alles erdenklich Gute dabei,,

GVLG Euere Suma ( Biggi)

04.06.2010 08:35 • #17


Frank866


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hi suma,
wie hast du es geschafft dein helfersyndrom loszuwerden? mir geht es ähnlich, versuche für jeden da zu sein. AUßER FÜR MICH!
vg frank

04.06.2010 20:58 • #18


Juliet


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irgendwie lese ich überall dass ablenkung nicht die lösung ist...
es ist aber genau das was ich tue! ich habe die PA die durch die angst vor der angst entstehen. das heisst sie entstehen nur, weil ich angst habe dass sie das tun und weil ich darüber nachdenke. aus keinem anderen grund! was ich damit sagen will ist dass es ja eigentlich keine bestimmte situation gibt, wo die PAs auftreten, wie zum beispiel bei leuten mit klaustrophobie, wo man blöd gesagt in einen engen schrank steigen muss um die angst zu überwinden... also wenn ich das tun würde, was du gesagt hast, müsste ich mich zuerst einmal selber in panik versetzen, das kommt mir jedoch irgendwie doof vor weil ich genau weiss dass ich sonst gar keine PA hätte...!

mit ablenkung meine ich auch nicht extreme beschäftigungstherapie, sondern einfach nur an alles zu denken was man eben so denkt, nur einfach nicht an die PAs. kann das wirklich so schädlich sein?

04.06.2010 21:16 • #19


jadi

jadi


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wenn du merkst es kommt eine...dann halt net ablenken grossartig sondern die welle von adrealin über dich ergehen lassen...bis sie vorüber ist.....damit du die angst verlierst..immer wieder aufs neue..denn das ablenken...spannt dich ja auch total an.......und ich glaube auf dauer willst du auch nicht damit leben...sondern ganz gelassen wie vorher auch bevor die PAs kamen........

04.06.2010 21:20 • #20




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