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Hallo alle zusammen!

Ich habe vor 8 Jahren hier einen Thread geschrieben.
erfolgserlebnisse-f59/grundlose-panikattacken-hier-ist-mein-losungsweg-t28724.html

Mittlerweile etwas älter und ein klein wenig weiser.
Ich habe mittlerweile Psychologie studiert, bin aber als Arbeitspsychologe tätig und habe keine weiterführende klinische Ausbildung. Da mich meine Zeit mit der Angst aber doch sehr geprägt hat, bin ich über dieses Thema sowohl persönlich als auch wissenschaftlich sehr gut informiert.

Da ich eben aus eigener Erfahrung sehr gut weiß, wie es ganz vielen von euch geht, würde ich nach langer Abwesenheit hier, gerne anbieten, dass man mir entweder persönlich schreibt oder hier in diesem Thread. Ich werde nach bestem Wissen und gewissen alle Fragen beantworten und wenn möglich auch Tipps geben. Es sei hier aber nochmal erwähnt, dass ich kein Therapeut oder klinischer Psychologe bin. Ich will nur mein Fachwissen und meine persönlichen Erfahrungen, für diejenigen die es interessiert, zur Verfügung stellen. (Ich verlange selbstverständlich kein Geld und ich werde auch nicht irgendwelche Schamanen auf einem Berg als Gurus empfehlen)

Liebe Grüße

08.10.2018 18:51 • 10.10.2018 x 4 #1


7 Antworten ↓


Hallo,
habe mir gerade deinen Beitrag von damals durchgelesen. Wie ging es denn mit dir weiter?
Ich hatte früher auch mal meine Panikattacken "besiegt". Jetzt kamen sie vor ein paar Wochen aber leider mit voller Wucht zurück...

08.10.2018 19:49 • #2


@devilsbeater: Ich würde auch sehr gerne wissen,wie es damals mit dir weiterging, bzw.,ob die Panik nochmal in ihrer früheren Form zurückkam.
@cookie89: Kannst du dir erklären,warum die Attacken zurückkamen?

Ich habe seit einer ganzen Weile keine Panikattacken mehr,allerdings sitzt die Angst trotzdem irgendwie noch im Hinterkopf,dass es mal wieder so schlimm werden könnte,wie es vor 2 Jahren begann.
Daher bin ich sehr interessiert daran,zu erfahren,wie es bei euch so lief...

Liebe Grüße,Anny.

08.10.2018 20:20 • x 1 #3


@anny: Ich hatte sehr lange einen Dauerkopfschmerz (wohl wegen Migräne), was mich sehr "dünnhäutig" gemacht hat. Dann habe ich spontan erfahren, dass ich versetzt werde und habe mir da wegen meinem Kopfschmerz sehr viel Druck gemacht. Kurz vor dem Arbeitsplatzwechsel hab ich dann in einer typischen "Paniksituation" (Schifffahrt) eine PA bekommen. Seitdem kommen sie wieder regelmäßiger, weil ich große Angst vor der Angst habe, unter anderem auch, weil ich eben nicht möchte, dass es jemand am Arbeitsplatz merkt oder dass ich vor der Klasse (bin Lehrerin) eine PA bekomme.

09.10.2018 09:24 • x 1 #4


Zitat von cookie89:
@anny: Ich hatte sehr lange einen Dauerkopfschmerz (wohl wegen Migräne), was mich sehr "dünnhäutig" gemacht hat. Dann habe ich spontan erfahren, dass ich versetzt werde und habe mir da wegen meinem Kopfschmerz sehr viel Druck gemacht. Kurz vor dem Arbeitsplatzwechsel hab ich dann in einer typischen "Paniksituation" (Schifffahrt) eine PA bekommen. Seitdem kommen sie wieder regelmäßiger, weil ich große Angst vor der Angst habe, unter anderem auch, weil ich eben nicht möchte, dass es jemand am Arbeitsplatz merkt oder dass ich vor der Klasse (bin Lehrerin) eine PA bekomme.


Ich bin auch Lehrerin,das ist ja ein schöner Zufall!
Habe irgendwann aufgehört,mir einen Kopf darüber zu machen,ob es jemand merkt oder nicht.Dann war's irgendwann weg,bzw.kam zu keiner PA mehr.
Habe die Angst trotzdem noch im Hinterkopf,ich glaube,die vergisst man einfach nicht so schnell.

Habe jetzt etwas mehr über dich gelesen.
Habe vor 1,5 Jahren auch kurzzeitig Opipramol genommen.
Hat nicht wirklich gewirkt.Habe damals mal eine 0,5 Tavor dazugenommen und außer,dass ich ruhiger wurde,ist nichts passiert.Also keine negativen Auswirkungen.
Wollte es allerdings immer ohne Medikamente schaffen,daher habe ich seit 1 Jahr gar nichts mehr genommen.
Mir ging es von der Tavor erst schlecht,als die Wirkung weg war und die Panik damals anschließend voll zurückkam.
0,5 hat mir mit 48 kg völlig gereicht.
Hatte weder Schwindel,noch starke Müdigkeit etc.
Probier's aus,aber es ist natürlich keine Dauerlösung,aber das weißt du natürlich selbst!
Liebe Grüße!

09.10.2018 13:08 • #5


Also mein Beitrag von damals war ja sehr martialisch geschrieben und beschrieben. Dem Grundtenor von damals bzw. dem Vorgehen kann man/ich aber immer noch zustimmen. Bei allen Angsterkrankungen kann eine Konfrontation sehr wirkungsvoll sein. Dass die Panikattacken von ganz alleine einfach so weggehen, darauf würde ich mich nicht verlassen.
Mittlerweile habe ich aber absolutes Verständnis wenn man Methoden einsetzt, um diesem Gefühl endlich mal fliehen zu können. Diese Gedankenspiralen sind einfach so unfassbar anstrengend. Ich selbst bin ja geflohen und hab die Angst in Alk. ertränkt.

Irgendwann muss man sich die Frage stellen: Ist es mir wichtiger auf keinen Fall in eine "peinliche" Situation zu kommen, oder ist es mir wichtiger einen Schritt nach dem anderen zu machen, damit es mir dann besser geht.

Ich selbst bin seit der Zeit von damals quasi Angstfrei. Mir ist aber trotzdem klar, dass ich in solchen Sachen sensibler bin als andere Personen. Deshalb reise ich niemals ohne meine Meditations-App und habe immer ein paar Xanor dabei, quasi als Sicherheitsnetz. In den letzten 8 Jahren habe ich keinen der beiden Sicherheitsanker jemals gebraucht, aber ich bin beruhigt, wenn sie dabei sind.

10.10.2018 19:20 • #6


Wow,die Befreiung meiner Ängste steht mir (hoffentlich) noch bevor.
Es tut immer gut zu lesen,dass man diese schreckliche Angst wieder in den Griff bekommen kann! Daran halte ich mich täglich fest.
Mich hat vor fünf Monaten die erste PA überfallen,seitdem bin ich täglich o rund um die Uhr mit mir,meinem Körper,meiner Gedanken beschäftigt.
Alles macht mir plötzlich Angst.
Habe Angst verrückt zu werden,Angst,dass Krankheit o Tod im Bekannten-/Familien-o Freundeskreis mich wieder voll aus der Bahn wirft.
Die ersten Wochen waren soo schlimm,wusste noch nicht das es PA sind,habe nicht geschlafen,nicht gegessen,nur gezittert,geschwitzt,Arme u Beine brannten .....ect.
Mittlerweile weiß ich wenigstens was los ist,habe morgen endlich den heiß ersehnten Termin beim Psychiater,Psychologe allerdings erst in 9(!) Monaten.
Ist eigentlich auch n Witz!
Da gesteht man sich endlich ein,dass man es allein nicht in den Griff bekommt u Hilfe braucht u wird ,finde ich zu lange damit allein gelassen.
Außer man geht stationär,aber daran hindern mich Arbeit u familie (und habe es oftmals im Griff,sodass ich gut arbeiten gehen kann u so)
Aber mir ist irgendwie alles so anstrengend,jeder Termin mit den Kids nach der Arbeit wird mir zu viel,mache mir im Vorfeld zu viele ängstliche Gedanken ob ich mich unter Kontrolle habe,wenn die Angst kommt....
Bin unheimlich müde momentan....
Kennt ihr das aus eurer ängstlichen Zeit?
Bin dankbar für jeden Tipp,den ich bekommen kann.

10.10.2018 20:06 • #7


Kenne ich alles, so wie viele hier im Forum. Ich war mehrmals in der Notaufnahme, weil ich dachte zu ersticken.
Psychologe in 9 Monaten ist...ein Witz. Ich weiß nicht wie es sonst wo ist, aber in Österreich kann man probehalber bei verschiedenen Psychologen oder Psychotherapeuten anrufen und fragen, ob sie noch einen Krankenkassenplatz frei haben. Das funktioniert relativ gut. Viele Psychologen und Psychotherapeuten melden nicht immer exakt, wie viele Kassenplätze sie noch frei haben.

Angeleitete Achtsamkeitsmeditation kann ich auch empfehlen.

Das sind mal 2 Sachen, die du probieren könntest.

10.10.2018 22:58 • #8




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