In meiner Generation sind wir tatsächlich so erzogen worden, dass man als Frau sowieso irgendwann heiraten wird und es sich nicht "lohnt" aufs Gymi zu gehen und zu studieren, wegen der Kinder, die man ja automatisch mal hat.
Wir haben auch deutlich früher geheiratet, im Prinzip waren die Rollen noch recht klar verteilt.
Mann ist der Ernährer, Frau bleibt zuhause. Ach übrigens, Scheidungen waren da noch verpönt. "Guck mal, die oder der ist geschieden" tuschel tuschel.
Ich denke, dass heute die Selbstverwirklichung eine große Rolle spielt, Verzicht, wer von beiden ist bereit, den zu leisten? Und diese lange Partnerschaften, die durchaus ihre Durststrecken haben, allein wär man vielleicht besser dran?
Je älter man wird, desto schwieriger wird es, die negativen Eigenschaften eines Partners hinzunehmen.
Vielleicht sind es auch überzogene Vorstellung über eine Partnerschaft?
Dann mal weg von Partnerschaft und hin zu Freundschaft. Was erwartet man, was ist man bereit, selbst zu geben? Kann man das, wenn der Job im Vordergrund steht, oder stehen muss?
Ich denke, es sind sehr viele Faktoren die zu der Einsamkeit führen könnten, und da sind die Krankheiten noch nicht mal mit drin. Kommen dann noch schlechte Erfahrungen dazu, wird es wirklich eng.
Wenn ich so darüber nachdenke, ist es heutzutage wirklich nicht einfach, das Ganze vernünftig auf die Reihe zu bekommen.