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A

Alexo
Mitglied

Beiträge:
43
Themen:
24
Mitglied seit:
Ich versteh Euch nicht!

Ihr klagt über Einsamkeit! Es klingt furchtbar schlimm und ich denk: "Wie bei mir!", ich wäre bereit zuzuhören.

Aber Ihr wollt keinen Kontakt mit mir!

Wollt Ihr wirklich Kontakt?


Alexo

15.04.2012 #1


101 Antworten ↓
N

nemesus
Gast

Zitat:
Die gleiche Frage von mir. Dein Satz ist kein Argument, sondern eine Abwertung.


Ja, aber ich gebe nicht vor, objektiv zu sein, wenn mir etwas nicht gefällt. Immerhin sind auch schon ein Paar Jahre seit dem Konstruktivismus ins Land gezogen, auch der Kulturrelativismus stieß an seine Grenzen. - Wäre er grenzenlos, gäbe es keine Berechtigung für die Menschenrechte. Wie wäre ´mal mit Dekonstruktion?

Ich fordere den Mut, sich die Freiheit zu nehmen, wieder zu werten. Oder: Den Mut des Bewusstmachens, dass kein Mensch je damit aufgehört hat, sofern er nicht Opfer von fragwürdigen Eingriffen oder Unfällen wurde, die den Stirnlappen des Hirns dauerhaft schädigten. Es zeigte sich nämlich, dass Menschen mit derartigen Verletzungen im Alltag aufgeschmissen waren. Die Farbe eine Kleides war ebenso wichtig in ihren Erzählungen, wie die Information, dass ein Mord stattgefunden hat. Die Fragen, ob man sich heute oder lieber morgen sehen wolle, oder ob man lieber Schokoladen- oder Erdbeereis auftischen solle, konnten nicht mehr beantwortet werden. Oft standen Personen mit derartigen Hirnschäden nach derartigen Fragen stundenlang im Raum. - Völlig überfordert und orientierungslos.

Zitat:
Das ist auch nur eine Abwertung. Das Leben ist kein Dreck und Angst ist ein natürlicher Bestandteil jedes Menschenlebens. Dass jemand wünscht sich über sich selbst oder andere zu erheben wird in der Psychiatrie als Größenwahn bzw. pathologischer Narzissmus bezeichnet.


Ich bin ein Fan von Angst. - Angst warnt mich, wenn eine Situation gefährlich ist. Angst verursacht eine Beschleunigung meines Körpers, durch Ausschüttung von Adrenalin, und hilft mir so, schneller abzuhauen oder auf einen Angriff mit einem Gegenangriff zu reagieren, wenn es notwendig sein sollte. Und Angst hilft, zu enge Realitätstunnel zu überwinden.

Nur sollten Menschen lernen, mit Angst umzugehen, bevor die Angst mit ihnen umgeht.

Das, was auf Dich wie Größenwahn wirkt, ist für mich nur Ehrgeiz. Und das Leben, was wir im Moment führen als menschenunwürdigen Dreck zu empfinden ist für mich der Beginn, Lebensumstände zu verbessern. Der Legende nach hat der ehemalige Chef von Apple Steve Jobs, den damaligen Werbemanager von Pepsi mit den Worten an Board geholt:"Wollen Sie für den Rest Ihres Lebens Zuckerwasser verkaufen, oder wollen Sie daran beteiligt sein, die Welt zu verändern?"
Vielleicht war das Größenwahn, vielleicht war es aber auch nur gesunder Optimismus, oder wie R.A.Wilson sinngemäß sagen würde:"Wir alle sind Riesen, die mit einem großen Buckel durch die Gegend laufen, der uns anerzogen wurde."

Abschließend verweise ich auf den Begriff "Antriebslosigkeit", ein Merkmal für Depressionen, die auch dringend kuriert werden sollten.
Wenn ich jedoch die Wahl habe (und die habe ich) ob ich lieber zu viel Optimismus oder unangebracht viel Pessimismus an den Tag lege, entscheide ich mich für den übermächtigen Optimismus. - Er ist produktiver, siehe das Beispiel von Steve Jobs.

In meinen Augen solltest Du einmal darüber nachdenken, ob Du Dich nur deshalb von meinen Worten gestört fühlst, weil es Dich daran erinnert, dass es mehr gibt, als winselnd auf dem Boden zu liegen. - Denn wenn es auch nicht sonderlich produktiv ist, das zu tun, für manche von uns scheint es schon eine gewisse Gemütlichkeit zu haben.

Das Problem ist nur, dass das dauerhafte Empfinden von Gemütlichkeit zuweilen zu einem äußerst unbehaglichen Leben führt.

Ich glaube fest daran, dass die Besonderheit von Menschen ausgebaut werden muss. Kein Mensch ist von Natur aus bemerkenswert. - Das ist der Grund, weshalb die TV-Show "Deutschland sucht den Superstar" tatsächlich hält, was sie verspricht. - Sie sucht, von Finden war keine Rede.

Ich wünsche uns allen die Power für einen dauerhaften Ausbruch aus der Mittelmäßigkeit. Und vielleicht kann ich ja mit meiner den ein oder anderen inspirieren, es auch zu versuchen.

N.

P.s.: Beobachter + Bird:
Fällt es Euch eigentlich schwer, längere Beiträge zu schreiben?

N.

14.04.2012 13:53 • #84


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Versteh Euch nicht!

x 3


N

nemesus
Gast

Also,

zuerst möchte ich feierlich verkünden, dass mir Leute wie Prinzessin, total gegen meine hoch wohlgeborene Hutschnur gehen.

In einem Forum können theoretisch unendlich viele Beiträge geschrieben werden. Wenn dann also ´mal ein Thread da ist, der vielleicht dem ein oder anderen nicht passt, kann man diesen dann nicht den Leuten überlassen, die ihnen interessant finden? Müssen sich immer selbsternannte Wächter einschalten, um uns jenseits aller Toleranz auf Meinungsfreiheit ihre Sichtweise aufzubügeln?

Ich gebe zu, dass meine Haltungen außergewöhnlich erscheinen. Aber faktische Falschheit lasse ich mir ungerne unterstellen, vor allem dann, wenn eine Liste von weltbekannten Psychologe meinen Beiträgen beilege.

Genug davon.

@Beobachter:
Zitat:
Natürlich haben wir (im Erwachsenenalter) die Möglichkeit einzugreifen und
viele Dinge selber zu steuern. Dies aber nur sehr begrenzt und auch eben
nur in dem Rahmen, den wir vorher von unserer Umwelt erlernt haben.


Die Möglichkeit einzugreifen, ist ziemlich begrenzt, das möchte ich gar nicht verharmlosen. Aber auf der anderen Seite möchte ich darauf hinweisen, dass der Wunsch in Form des eigenen Anspruchs, manchmal Berge versetzen kann. Mit anderen Worten: Selbst wenn man als Kind auf bestimmte Zustände "geeicht" wurde, so ist ein Ausbruch aus diesem "Realitätstunnel", hin, zu einem neuen, weiteren, durchaus möglich.
Aber der Weg ist sehr steinig, das gebe ich zu.

Zitat:
Nicht alle Familien sind gleich !

Besonders verschieden sind sie aber auch nicht? Was haben wir denn so im Sortiment des Schreckens?

Konventionelle Familien, mit Papa, Mama, Kind? Ich bin nicht überzeugt. Ein Kind in den ersten Jahren braucht wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als es eine oder zwei Bezugspersonen leisten könnten. Großeltern zählen bei mir nicht, weil sie bereits für die Fehler der Eltern sorgten. Dementsprechend dürfte klar sein, dass ich auch nichts von der "Allein-Erziehung" halte.

Großfamilie?
Es zeigt sich, dass die Kinder auf einen sehr großen Teil ihrer Kindheit verzichten müssen, da sie auf ihre Geschwister aufpassen müssen. Wenn Eltern von kleinere Familien überfordert sind, dann die von größeren erst Recht. Oft ist es dann so, dass noch mit Großeltern unter einem Dach gelebt wird. Interessant hierbei ist, dass die Älteren meist das Sagen haben, was die Sache nicht wirklich verbessert.

Patchwork?
Leute, die schon mit anderen Beziehungen baden gingen, stürzen sich ins neue Getümmel und erwarten, dass es mit noch mehr Kindern besser wird?
Sorry, ich bin nicht überzeugt.

Und genau deshalb komme ich zum Schluss, dass ich für mich, das, was wir schon kennen, ablehne. Ich möchte Freunde, auf die ich mich verlassen kann, mit denen ich zusammenlebe. Die Kinder zusammen aufziehen und sich gegenseitig dabei helfen, sich zu reflektieren.

Konventionelle Familien, und das ist meine Erfahrung, machen einsam.

Soweit,
nemesus.

P.s.. Gruß an Beermacht.

29.03.2012 19:45 • #14


Zum Beitrag im Thema ↓


B
Hallo Alexo

Schreibe doch einfach einmal mehr von dir, oder klinke dich
in Threads (Themen) ein, die dich interessieren.
Bis jetzt weiss ich nur, dass du Jazzfan bist, und ich selber
finde diese Musik grauenhaft. Bin musikalisch mehr in den
60er und 70er Jahren (Rock und Psychodelik) verwurzelt.

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter

#2


C
Die Leute hier wissen allgemein nicht, was sie wollen oder was ihnen gut tun würde. Deswegen nehmen sie auch keinen Kontakt mit dir auf. Oft ist da noch Angst und Scham.

Versuch sonst eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Anders kommst du hier nicht weit.

#3


K
Ich glaube es liegt daran, das viele einschlieslich mir nicht so genau wissen, was sie schreiben sollen. Ich bin auch eine Person, die sich tausend Gedanken machen bis mal ein Beitrag geschrieben ist Es ist halt ein Kreislauf, durch mangelnde Kontakte die man auch bewußt vermieden hat, geht einem irgendwie die Fähigkeit der Kommunikation verloren.

#4


B
Zitat von ChrisEllot:
Die Leute hier wissen allgemein nicht, was sie wollen oder was ihnen gut tun würde. Deswegen nehmen sie auch keinen Kontakt mit dir auf. Oft ist da noch Angst und Scham.


Das halte ich aber für eine sehr kühne These... und den Leuten zu unterstellen sie wissen nicht was ihnen gut tun würde oder was sie wollen, finde ich ehrlich gesagt ein wenig überheblich. Die Probleme der Menschen die sich Einsam fühlen sind sicher viel breit gefächerter als du es hier darstellst. Auch der Grund für ihre Einsamkeit das wie,warum und ihre Wünsche sind oftmals sehr komplex.

@Alexo

vielleicht möchten die Leute erst einmal mehr über dich Erfahren ? Es gibt hier auf dieser Seite noch ein Forum "Treffpunkt" wo du andere Leute suchen kannst aus deiner Umgebung oder einfach nur für einen Mailkontakt.So wirst du sicherlich schnell fündig werden. Oftmals müssen die Leute erst einmal eine Gemeinsamkeit finden damit das ganze ins Rollen kommt.

Liebe Grüße

BM

#5


F
Die Menschen hier sind sehr unterschiedlich. Das einzig Vereinende ist ein Gefühl der Einsamkeit, welches aber bei jedem anders ausgeprägt ist. Außerdem glaube ich nicht, dass man hier seine Einsamkeit überwinden kann. Es ist ein Austausch, mehr nicht. Meine Probleme kann hier niemand lösen.

#6


N
Aus meiner Perspektive ist die Gesellschaft krank. Ich führe das letztendlich auf die Familienstruktur zurück, die ich für widernatürlich ist. Eine Studie aus den 2000er Jahren der Uni Maryland belegt das. Sie kam zum Ergebnis, dass Einehe widernatürlich ist.

Wie auch immer: Eltern in widernatürlichen Strukturen werden bei ihren Kindern Schaden anrichten. Und in meinen Augen schlägt sich dieser Schaden in mangelnder Aktivität nieder.

Und so ist es für mich nicht verwunderlich, dass Leute lieber winseln, anstatt dagegen anzukämpfen und die Schäden von einst zu überwinden.

Mit anderen Worten: Wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, Alexo, solltest Du Dir Deine Frage beantworten können, wenn Du Dich beobachtest.
Beispiel: http://www.psychic.de/forum/small-talk-plauderecke/jazzfan-gesucht-t42330.html
Eine Antwort blieb aus.


Was mich anbelangt: Ich bin nur noch selten hier. Denn ich suche mit aller Kraft nach Leuten, die alles tun, um ihre (natürlich) Aktivität wieder zu finden. - Das tue ich auch.

N.

#7


I
Zitat von nemesus:
Aus meiner Perspektive ist die Gesellschaft krank.


Ich sehe es etwas anders: Die gesellschaftlichen Strukturen unterliegen dem steten Wandel. Wenn ich da nicht mitkomme, was andere sehr wohl schaffen, wo mag wohl das Defizit liegen?
Wobei ich die Schuldzuweisung an andere bezüglich meines eigenen Mißstandes grundsätzlich ablehne. Denn überwiegend bin ich alleine für meine Persönlichkeit verantwortlich.

Aber das soll jetzt kein Anstoß zur weiteren Diskussion sein, sondern nur ein Gedanke. Wie du schon sagst, helfen kann man sich im Prinzip nur selbst, was sehr leichter gesagt als getan ist.

#8


N
Du machst mir Spaß.
Ich sehe nicht, dass die Gesellschaft im Wandel ist. Die meisten Menschen leben seit über 2000 Jahren den selben Schwachsinn an Beziehungen, geprägt von veralteten, religiösen Vorstellungen.

Und was Missstände anbelangt, die andere verursacht haben: Für mich besteht ein Unterschied zwischen dem Nennen und dem als Ausrede benutzen.

Ich habe mit der Familienstruktur und mit Religionen gebrochen. Und das macht mich in meinen Augen besser.

Dass Du überwiegend alleine für Deine Missstände verantwortlich bist, widerspricht den Lehren der Psychologen Alice Miller, T. Leary, W. Reich, und D. Mackler, um nur einige zu nennen.
Dass Du Dich von ihnen alleine befreien musst, entspricht der wohl der Wahrheit.

Willkommen im Zeitalter der Psychoanalyse. (Hat ja erst vor 100 Jahren begonnen.)

#9


B
Huhu

Eigentlich könnte man hierzu ganze Bücher schreiben.

Wir Menschen (im Gegensatz zu vielen anderen Arten) müssen nahezu alles
erlernen, nur ganz wenige Verhaltens- und Persönlichkeitsmuster sind uns
von Natur aus vorgegeben.
Dieses Lernen erfolgt immer in der Interaktion mit der Umwelt, sie prägt also
in grösstem Masse unser "Ich".
Natürlich haben wir (im Erwachsenenalter) die Möglichkeit einzugreifen und
viele Dinge selber zu steuern. Dies aber nur sehr begrenzt und auch eben
nur in dem Rahmen, den wir vorher von unserer Umwelt erlernt haben.

Ist der Vogel, der aus dem Nest fällt bevor er das Fliegen beigebracht be-
kommt, wirklich an seinem Sturzflug selber schuld ?
Nur "Religionen" und Dummheit könnten diese Frage mit Ja beantworten.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

#10


P
Dies ist kein Forum gegen Einsamkeit sondern Ängste. Die meisten hier Leiden nicht primer an Einsamkeit, sie leben in Familien, Partnerschaften, haben Freunde.... Knackpunkt ist, sie fühlen sich mit ihren Angstsymptomen alleingelassen. Und das ist ein himmelweiter Unterschied. Und das grundsätzlich unser leben und die Struktur von Familie krankmachend ist, ist faktisch falsch, wenn das stimmen würde dann wären viel mehr psychisch krank. In der Familie können Kinder sehr viel darüber lernen, wie man seelisch gesund leben kann und glückliche Bindungen zu anderen Menschen aufnehmen kann und dauerhaft mit anderen zusammen leben kann.

#11


B
Zitat von prinzessin22589:
Dies ist kein Forum gegen Einsamkeit sondern Ängste.


Man soll Damen ja eigentlich nicht wiedersprechen aber die Bezeichnung und die Beschreibung dieses Unterforums lautet:


Einsamkeit Forum

Wenn Ihr Euch ausgeschlossen, einsam und ungeliebt fühlt und Angst vor dem Alleinsein habt, dann könnt Ihr Euch hier mit anderen austauschen und Kontakte knüpfen.


Das der Auslöser von Einsamkeit nicht Einsamkeit ist, habe sogar ich verstanden Und das soll schon was heißen !

Liebe Grüße

BM

#12


B
Huhu

Nicht alle Familien sind gleich !

In manchen Familien kann man als Kind auch sehr gut lernen,
wie man auf keinen Fall zusammenleben kann, und wie man
sich auch niemals einem empfindungsfähigen Lebenwesen ge-
genüber verhalten darf.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

#13


N
Also,

zuerst möchte ich feierlich verkünden, dass mir Leute wie Prinzessin, total gegen meine hoch wohlgeborene Hutschnur gehen.

In einem Forum können theoretisch unendlich viele Beiträge geschrieben werden. Wenn dann also ´mal ein Thread da ist, der vielleicht dem ein oder anderen nicht passt, kann man diesen dann nicht den Leuten überlassen, die ihnen interessant finden? Müssen sich immer selbsternannte Wächter einschalten, um uns jenseits aller Toleranz auf Meinungsfreiheit ihre Sichtweise aufzubügeln?

Ich gebe zu, dass meine Haltungen außergewöhnlich erscheinen. Aber faktische Falschheit lasse ich mir ungerne unterstellen, vor allem dann, wenn eine Liste von weltbekannten Psychologe meinen Beiträgen beilege.

Genug davon.

@Beobachter:
Zitat:
Natürlich haben wir (im Erwachsenenalter) die Möglichkeit einzugreifen und
viele Dinge selber zu steuern. Dies aber nur sehr begrenzt und auch eben
nur in dem Rahmen, den wir vorher von unserer Umwelt erlernt haben.


Die Möglichkeit einzugreifen, ist ziemlich begrenzt, das möchte ich gar nicht verharmlosen. Aber auf der anderen Seite möchte ich darauf hinweisen, dass der Wunsch in Form des eigenen Anspruchs, manchmal Berge versetzen kann. Mit anderen Worten: Selbst wenn man als Kind auf bestimmte Zustände "geeicht" wurde, so ist ein Ausbruch aus diesem "Realitätstunnel", hin, zu einem neuen, weiteren, durchaus möglich.
Aber der Weg ist sehr steinig, das gebe ich zu.

Zitat:
Nicht alle Familien sind gleich !

Besonders verschieden sind sie aber auch nicht? Was haben wir denn so im Sortiment des Schreckens?

Konventionelle Familien, mit Papa, Mama, Kind? Ich bin nicht überzeugt. Ein Kind in den ersten Jahren braucht wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als es eine oder zwei Bezugspersonen leisten könnten. Großeltern zählen bei mir nicht, weil sie bereits für die Fehler der Eltern sorgten. Dementsprechend dürfte klar sein, dass ich auch nichts von der "Allein-Erziehung" halte.

Großfamilie?
Es zeigt sich, dass die Kinder auf einen sehr großen Teil ihrer Kindheit verzichten müssen, da sie auf ihre Geschwister aufpassen müssen. Wenn Eltern von kleinere Familien überfordert sind, dann die von größeren erst Recht. Oft ist es dann so, dass noch mit Großeltern unter einem Dach gelebt wird. Interessant hierbei ist, dass die Älteren meist das Sagen haben, was die Sache nicht wirklich verbessert.

Patchwork?
Leute, die schon mit anderen Beziehungen baden gingen, stürzen sich ins neue Getümmel und erwarten, dass es mit noch mehr Kindern besser wird?
Sorry, ich bin nicht überzeugt.

Und genau deshalb komme ich zum Schluss, dass ich für mich, das, was wir schon kennen, ablehne. Ich möchte Freunde, auf die ich mich verlassen kann, mit denen ich zusammenlebe. Die Kinder zusammen aufziehen und sich gegenseitig dabei helfen, sich zu reflektieren.

Konventionelle Familien, und das ist meine Erfahrung, machen einsam.

Soweit,
nemesus.

P.s.. Gruß an Beermacht.

#14


P
Lieber nemesus,
Es tut mir leid für dich, wenn du nur und ausschließlich negative Erfahrungen mit Familie gemacht hast. Das dir die Hutschnur hoch geht ist doch ok. Viele Großeltern machen in ihrem Kontakt zu den enkeln vieles anders als sie bei den eigenen Kindern gemacht haben. Das du an die Entwicklungfahigkeit und selbstreflektionsfahigkeit von Menschen nicht Glauben kannst ist schade aber ist scheinbar deine Erfahrung. Ich hoffe aber für dich, dass du selber für dich die fähigkeit hast dein eigenes Verhalten zu analysieren, zu bewerten und auch zu verändern. Ich glaube diese Fähigkeit liegt in jedem. Man kann sich verändern, auch wenn man in seinem Elternhaus desolate Verhaltensmuster gelernt hat, kann man sich darüber hinaus entwickeln.

#15


N
Zitat von Prinzessin:
Es tut mir leid für dich, wenn du nur und ausschließlich negative Erfahrungen mit Familie gemacht hast.


Ich dachte eigentlich, ich hätte mich klar genug ausgedrückt, um den Inhalt vermittelt zu bekommen, dass ich mich nicht nur auf MEINE, sondern auch auf Beobachtungen anderer Quellen stütze, zum Beispiel der Wissenschaft Psychologie, Studien und Statistiken.

Um das ´mal ein wenig zu untermauern:
I.
Zitat:
Bei dem Human Releations Area Project der Yale-Universität handelt es sich um den bislang einzigen Versuch, die sexuellen Gewohnheiten einer gesamten Geschichtsperiode zu erforschen. ...


II:
Zitat:
In einer Umfrage, forderte die Zeitschrift "Psychology Today" (Psychologie heute) ihre Leser auf, Fragen über Lügen, Betrügereien und die Beugung der Wahrheit zu beantworten. Es beteiligten sich 24.100 Leser. Das Ergebnis: An der Spitze der Betrügereien steht
Ehebruch 45%. Damit steht fest, dass in der Ehe mehr gelogen und betrogen wird als bei
Steuererklärungen 38% oder
Spesenabrechnungen 28% Prozent.


III
Zitat:
Eine äußerst vielsagende und aktuelle Statistik kommt aus dem Hause Statista. ...


IV
Zitat:
...Aus postpolyamorer Sicht wäre es ein Verbrechen, die Fähigkeiten eines Kleinkindes nicht angemessen zu fordern. Auf die Frage, wie dies mit 2 Bezugspersonen, von denen mindestens eine der Arbeit außerhalb nachgeht, weiß selbst die Postpolyamory keine Antwort. - Allerdings braucht sie das auch nicht.


Und abschließend weise ich darauf hin, dass sexueller Missbrauch am meisten in Familien vorkommt. - Dagegen ist die katholische Kirche, mit ihrer ... Religion, ein wahrer Knabenchor.

Ich hoffe, das reicht jetzt, um ein für alle Mal zu demonstrieren, dass mir das Anliegen von Menschen, die um jeden Preis ihre heile Weltsicht retten wollen, wirklich egal ist. - Es ist schon alles verlogen genug.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
N.

#16


P
Dein Versuch alles zu akademesieren ändert an dem Schmerz leider gar nichts. Und auch an meinem Mitgefühl nicht.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

N
Sorry, es geht mir hier weder um eine Veränderung von Schmerz, noch um Dein Mitgefühl, sondern schlicht darum, dass ich keine Lust habe, mich von Menschen wie Dir in eine Ecke drängen zu lassen, damit es ihnen geht.

Oben stehen die Fakten. Die meisten werden sie ignorieren. Ich bin an den fortschrittlichen Menschen interessiert, die es nicht tun.

That´s it.

N.

#18


P
Ich dränge dich in keine Ecke, warum du das so empfindest kannst nur du sagen. Scheinbar ist alles gesagt zu dem Thema

#19


N
Zitat von Beobachter:
Eigentlich könnte man hierzu ganze Bücher schreiben.


Ich finde das schon faszinierend. Du gehst in keiner Weise auf die Posts ein, erklärst aber Themen für beendet, offenbar, weil Dir nichts mehr zu ihnen einfällt.

In meinen Augen wäre es weise, in diesem Fall, einfach ´mal zu schweigen und abzuwarten, ob noch etwas von anderen Menschen kommt.

N.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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