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DP1987
Hallo alle zusammen!
Ich weiß nicht wie es euch geht...?
Aber besonders zum Jahresende ist es für mich immer ganz besonders schwer,Single zu sein.
Liegt wahrscheinlich daran,das es die Zeit der Liebe ist,wo man sich eben ganz besonders nah ist,durch die kalte Jahreszeit usw.
Jedenfalls würde es mich interessieren ob es auch anderen hier so ähnlich wie mir geht !?
Liebe Grüße

30.11.2016 15:19 • 27.12.2016 x 1 #1


72 Antworten ↓


Grüß dich

Ich selbst lebe ja recht zurückgezogen,aber ich empfinde die Situation,vor allem an Weihnachten ganz und gar nicht so wie du.

Weihnachten war für mich als Kind die schönste Zeit des jahres,und dafür bin Ich sehr sehr dankbar.

Aber inzwischen hat das überhaupt keine Bedeutung mehr für Mich.

Ich habe zwar Kontakt zu meiner Familie(sehr guten sogar) ,aber ich bevorzuge es an solchen Tagen nur für Mich zu sein.

Partnerlos bin Ich schon mein leben lang,daher ist das kein Thema für mich.

30.11.2016 19:42 • x 1 #2



Schon wieder einsam zur Weihnachtszeit!

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Also, mir graut es auch schon sehr vor Weihnachten und Silvester. Wieder alleine in der Wohnung sitzen und stupides TV-Programm schauen oder im Bett liegen und die Wand anstarren, während ringsum fröhlich gefeiert und geschenkt wird. Kein Schwein wünscht einem frohe Weihnachten oder ein gutes neues Jahr. Außer ein paar Versandhäuser per Mail. Ich kann dem beim besten Willen nichts Positives abgewinnen. Isoliert sein ist an solchen Tagen einfach grausam. Ich würde mich am liebsten schon jetzt im Advent irgendwo eingraben und erst am 1. Jänner wieder rauskriechen. Mir geht es zurzeit überhaupt dreckig, drum sehe ich die Sache heuer noch pessimistischer und schwärzer als in den Vorjahren.
Ach ja, mir geht es nicht um die Partnerlosigkeit, mit der habe ich mich in meinem Alter längst abgefunden; aber Freunde fehlen mir. Als ich noch welche hatte, hatten wir immer am 22. oder 23. eine Weihnachtsfeier bei jemandem zuhause (die eigentlichen Feiertage verbrachte jeder mit der Herkunftsfamilie, ich war mangels Kontakt zu meiner allein) und haben zu Silvester die Stadt unsicher gemacht. Das hat mir gefallen. So hätte ich es gern wieder.

30.11.2016 19:50 • x 2 #3


Weihnachten ist natürlich immer ambivalent.
Man schleppt eine ganze Menge Kindheitserinnerungen mit sich,die im Idealfall schön und glücklich sind.Dadurch entsteht leicht eine riesige Erwartungshaltung.

Ich bin keineswegs immer alleine an Weihnachten,aber dieses Jahr wird es wohl darauf hinauslaufen und ich bin nicht mal traurig deswegen.Das vergangene Jahr lief ziemlich be....scheiden für mich und ich hab einiges zu verarbeiten.
Die Stimmung und Atmosphäre dieser Zeit mag ich durchaus,solange ich mich bei Bedarf entziehen kann.Der ein oder andere Weihnachtsmarkt wird besucht,Glühwein und Feuerzangenbowle angetestet,Klassikradio gehört,ein gutes Buch gelesen.
Mit wenigen verbliebenen treuen Seelen tausche ich Weihnachtsgrüße per Mail oder telefonisch,in besonderen Fällen sogar noch in Form geschriebener und selbstillustrierter Briefe.

Es käme mir niemals in den Sinn,Weihnachten überspringen zu wollen,nur überfrachte ich diese Zeit nicht mit unrealistsichen Erwartungen.Fest der Liebe ist mir ein paar Nummern zu hoch.
Aber bewußt und achtsam durch diese Zeit zu gehen,die kleinen,schönen Aspekte zu entdecken,finde ich durchaus reizvoll.

Allem Konsumterror zum Trotz.

Und manchmal,wenn ich in den Weihnachtstagen durch die Strassen gehe und sich Menschengruppen aus Autos ergießen um die Verwandtschaft zu besuchen,denke ich:
Bin ich froh,daß ich alleine sein darf an Weihnachten!

30.11.2016 21:08 • #4


Narisomo
Hallo,

auch meinetwegen könnte das Jahresende übersprungen werden. Während der Weihnachtszeit wird mir die Einsamkeit besonders bewußt, und ich fühle mich noch älter als sonst. Wieder verstreicht ein Jahr; mein Geburstag im Dezember kommt dazu, der mangels Freunden bloß ein psychisches Problem ist, aber weder schön noch angenehm.

Zwischen den Feiertagen und Silvester passiert bei uns bei der Arbeit fast nichts, die meisten Leute nehmen Urlaub, und so sitze ich auch an diesen Tagen alleine herum. Nicht zu arbeiten, nicht abgelenkt zu sein, nicht beschäftigt zu sein, macht sich bei mir schnell negativ bemerkbar.

30.11.2016 23:33 • #5


Wahrscheinlich ist das für die meisten Einsamen eine schwierige Zeit, weil einem ja ständig suggeriert wird, dass man die Tage mit den einem nahe stehenden Menschen verbringt. Alleine unterm Weihnachtsbaum oder Silvester das Feuerwerk durch's Wohnungsfenster zu betrachten, hört sich da wie 'ne soziale Bankrotterklärung an. Das wünscht sich kaum jemand wirklich. Und irgendwie tut das dann auch weh, wenn man daran denkt das die jetzt alle mit ihren Freuden und Familien zusammen sind und es sich gut gehen lassen, wobei man selber immer daran denkt was man nicht hat und warum das so ist. Wahrscheinlich kommt spätestens dann auch noch das Selbstmitleid aus der untersten Schublade rausgekrochen. Aber was soll man machen? Ich bin schon älter, 50, habe keine Familienangehörigen, keine Freunde, Partnerschaft etc... da mach ich mir vorher schon immer Gedanken, dass nicht der Katzenjammer hochkommt, obwohl ich die Tage seit zig Jahren alleine bin. Noch habe ich meinen Hund, der ist jetzt bald 11 Jahre, ich muß dankbar sein, dass er noch da ist. Wenn er in 3, 4 Jahren nicht mehr bei mir ist, wird es noch stiller. Einen Nachfolger wird er nicht mehr haben, denn es wird mir zu riskant, wenn ich mal krank bin etc... gibt es niemanden der sich kümmern könnte. - Also werden wir wie immer spazieren gehen, und ich werde ihn versuchen, zu beruhigen, wenn es am 31. knallt und kracht. Für mich persönlich habe ich bemerkt, dass es besser ist, trotzdem oder gerade deshalb auch für mich allein einen Weihnachtsbaum aufzustellen, einen Braten zuzubereiten, als so zu tun als seien das normale Tage. So ist das auch für mich etwas Besonderes. Silvester gehe ich allerdings seit ca 20 Jahren wie immer gegen 22.00 Uhr zu Bett, lasse die Jalousien runter, dann ist es ruhiger im Zimmer, und wenn mein Hund nicht wach wird, schlafe ich auch ins neue Jahr hinüber. Es ist eben wie es ist, man muß damit klarkommen, und irgendwie geht es ja auch

01.12.2016 10:52 • x 2 #6


Schreibe einen Kommentar ... Ich bin Weihnachten auch allein und für mich ist es immer eine sehr traurige Zeit. Ich habe keine Familie mehr und wünsche mir, daß die wenigen Freunde, die ich habe , an den Feiertagen Zeit für mich haben. Die sind aber bei ihren eigenen Familien oder zuweit weg. Einen Partner wünsche ich mir nicht, aber eine Freundin, die mit mir durch dick und dünn geht und die auch an solchen Tagen Zeit für mich hat. Ich hab zur Zeit sowieso starke Depressionen und das wird an den Feiertagen meist noch schlimmer. Aber inzwischen sage ich mir, diese Tage gehen auch vorbei. Ich hab schon soviele Weihnachten und Sylvester allein verbracht, daß ich es gar nicht mehr zählen kann.

02.12.2016 17:42 • x 1 #7


EcoDan
das erste mal seit 5 jahren, dass ich zu weihnachten komplett alleine sein werde. bisher habe ich bei der familie meiner ehemaligen gefeiert. die leute haben mich aufgenommen wie ein vollwertiges mitglied. ich kannte das an dieser stelle nicht, da ich sowas nie erlebt habe...also eine familie, die sich auch freut, sich zu sehen. diesbezüglich bin ich mit kälte aufgewachsen. daher war's auch ein kleiner kulturshock - aber der hielt nicht lange an. es waren liebe leute und sie werden mir dieses jahr fehlen

ich weiss net wie es mir an den entsprechenden feiertagen gehen wird, aber ich behalte den Alk. mal ohne jeglichen stolz in griffnähe

02.12.2016 18:14 • #8


boomerine
Die Gegenseite zur einsamen Weihnachtszeit.
Dies wird das erste Weihnachten sein, das ich mit meinem Mann alleine verbringe.
Was soll das ganze alles ?
Das ganze Jahr wird Krieg und Frieden gespielt,
und Weihnachten machen wir auf heile Familie.

02.12.2016 19:22 • x 4 #9


Icefalki
Weihnachten hab ich als Friede, Freude, Eierkuchen schon längst abgeschafft.

Als Nichtköchin ist es schon Weihnachten, weil ich tatsächlich richtig koche. Das reicht dann auch für den nächsten Tag, wo das Kochen wieder eingestellt wird. Haha.

So einfach geht das. Keine Erwartungen und alles ist ok.

Ich könnte euch von Weihnachten als Kind und Jugendliche erzählen. Sowas braucht kein Mensch.

02.12.2016 19:34 • x 1 #10


Weihnachtszeit ist Geldmacherei Zeit nicht mehr und nicht weniger. Wenn du keine Kinder hast ist das nicht so wichtig.

02.12.2016 19:44 • x 1 #11


kleinerIgel
Zitat von Icefalki:
Ich könnte euch von Weihnachten als Kind und Jugendliche erzählen. Sowas braucht kein Mensch.

Wenn das Mist war braucht man's wirklich nicht.

Aber wenn es damals schön war und nun aus irgendeinem Grund niemand mehr da ist, dann merkt man das halt garde in dieser Jahreszeit besonders. Betrifft mich selbst jetzt gar nicht so sehr. Könnt mir aber vorstellen, dass es vielen so geht, die gute Erinnerungen an früher haben.
Sogar ich finde, dass diese Zeit irgendeine besondere Atmosphäre hat, wenn man mal all den Kommerz und Kitsch und das krampfhafte fröhlich-sein weglässt...

02.12.2016 19:49 • x 2 #12


Discovery41
Feiere schein seit Jahren Weihnachten alleine, nur am Heiligabend bin ich 2,3 Stunden bei meiner Schwester, an einem Tag kurz bei meiner Mutter , an sonst verbringe ich Tage alleine mit meinem Hund. Da ich zwischen den Feiertagen immer arbeite, hält sich das Einsam sein in Grenzen. Und mit den Jahren ist auch der Frust verschwunden,sind für mich fast normale Tage wo ich meinen Hobbys nachgehe. Gehe Richtung 50, da ist man natürlich auch gelassener und hat mit manchen Themen abgeschlossen. Bringt ja nix Illusionen nach zu jagen, hab ja auch in Beziehungen schöne Weihnachten erlebt, kenne so auch die andere Seite.Aber jetzt bin ich eben allein, denke wird sich auch nimmer ändern, also muss ich damit klarkommen und das Beste draus machen. Silvester hat mich noch nie interessiert, kann sein verbring es alleine oder treffe mich mit ein paar Kumpels, Party auf Knopfdruck war noch nie mein Ding.
Lenkt euch ab,bekocht euch, tut euch was Gutes, dann gehen auch diese Tage vorbei. In Selbstmitleid versinken bringt ja nix, interessiert auch niemanden, also warum sich selber quälen?Und wenn ich doch Krise bekomme, denke ich nur an die grausigen Marathonfressorgien wo ich schon an den Feiertagen hatte....gehts mir gleich wieder besser .

02.12.2016 21:40 • #13


Indiesecopose
Hallo Forum,
die schaurig, traurig, kitschig schöne Weihnachtszeit, da ich ebenfalls in dieser Zeit immer so komisch melancholisch rührselig werde, (und keinen zum Reden habe) dachte ich – ich schreib mal hier was dazu.
Eigentlich würde ich gern mal über den örtlichen Weihnachtmarkt bummeln und ein wenig von der Atmosphäre schnuppern um dann die kalten Glieder mit einen Glühwein wieder zu beleben.
Aber allein... das sieht für außenstehende immer so armselig aus weshalb ich mich auch tierisch unwohl fühlen würde.
Normalerweise wenn mich jemand auf meine soziale Verarmung anspricht sage ich immer „hab halt ne' schizoide Persönlichkeit“ worauf dann meist etwas wie „ups, sorry wust ich nicht“ folgt. Das ist dann immer eine andere Art von Mitleid die einen dann entgegen gebracht wird, nicht „oh, der arme Versager“ mehr so „oh, der arme Kranke“.
Allerdings kann ich mir ja schlecht ein Schild, mit meiner Ausrede darauf, umhängen um andere Weihnachtmarktbesucher aufzuklären. Stattdessen versuche ich das Weihnachtsfeeling zu ersticken z.B. dadurch das ich meine Wohnung zur Weihnachts-freien-Zone erklärt und sämtlichen Deko Kramm hieraus verband habe.
Meine Gefühle für dieses Fest lebten ohne hin nur noch auf den Erinnerungen vergangener Weihnachten und die Positiven Assoziationen beruhen zu 98% auf erhalten von Geschenken und die restlichen 2% fallen auf das Feiertagsfernsehprogramm zurück.
Und heute? Im Grunde kotzt mich Weihnachten schon an wenn ab Mitte September die Weihnachtsmänner im Discounter ausliegen – was soll das? Wollen die schon mal unsere Konsumreflexe stimulieren?
Trotzdem bleibt bei all dem Kommerz, Kitsch und Konsumterror von heute, ein Gefühl von früher, etwas von Geborgenheit, Zugehörigkeit und Geliebt werden, etwas von dem ich weiß das es nie wieder kommen wird.

Ich wünsch euch einen schönen 2. Advent.

04.12.2016 15:47 • #14


Wenn du gernemal allein über den Weihnachtsmarkt bummeln würdest, mach das doch einfach. Ich glaube nicht, daß da wirklich jemand drauf achtet, ob jemand allein ist oder nicht. Und wenn doch - ist doch egal, was die anderen denken, solange es dir gefällt.

04.12.2016 15:57 • #15


Indiesecopose
Hallo Skyla 77,
ich würde gern über den Weinachtmarkt bummeln aber eben leider nicht allein, weil ich mich in einer solchen Situation unwohl fühlen würde, es fühlt sich einfach irgendwie komisch an (wie ich finde) weil es anormal ist.
Ok, wenn ich ein einiger maßen dickes Fell hätte und es mir wirklich völlig egal wäre was andere über mich denken - dann vielleicht, aber das ist nicht der Fall und selbst wenn dann würde immer noch irgendwas fehlen.
Ist auch nicht so wichtig es gibt schlimmeres als ein kein Weinachtmarkt Bummel z.B. ein Weinachtmarkt Bummel mit den Kollegen und reichlichem Glühwein Konsum mit anschließendem Besuch in der Notaufnahme - ist mal Jemanden passiert den ich kenne.

04.12.2016 18:32 • #16


Zitat von Indiesecopose:
Hallo Skyla 77,
ich würde gern über den Weinachtmarkt bummeln aber eben leider nicht allein, weil ich mich in einer solchen Situation unwohl fühlen würde, es fühlt sich einfach irgendwie komisch an (wie ich finde) weil es anormal ist.
Ok, wenn ich ein einiger maßen dickes Fell hätte und es mir wirklich völlig egal wäre was andere über mich denken - dann vielleicht, aber das ist nicht der Fall und selbst wenn dann würde immer noch irgendwas fehlen.
Ist auch nicht so wichtig es gibt schlimmeres als ein kein Weinachtmarkt Bummel z.B. ein Weinachtmarkt Bummel mit den Kollegen und reichlichem Glühwein Konsum mit anschließendem Besuch in der Notaufnahme - ist mal Jemanden passiert den ich kenne.



Ja, da hast du sicher recht, daß es schlimmeres gibt, als nicht zum Weihnachtsmarkt zu gehen. Mir ist das auch nicht so wichtig. Ich laufe bei uns mal kurz rüber und das wars. Ich finde es nicht annormal, wenn man mal alleine hingeht, aber jeder empfindet das halt anders.

05.12.2016 17:32 • x 1 #17

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Indiesecopose
Ich werde wohl auf einen Weihnachtmarktbesuch verzichten, die Weihnachtsstimmung die der Einzelhandel, die Medien und die geschmückten Häuser versprühen sind auch völlig ausreichend. Den Glühwein kann ich auch zuhause aufsetzen, mich mit einer heißen Tasse auf den Balkon stellen und am kälter werdenden Abend den Leuten am Busbahnhof zuschauen.
Außerdem mache ich einigen meiner Mitmenschen eine kleine Freude indem ich, in der Adventszeit, immer das Ein-Eurostück im Einkaufswagen lasse. Ok, ein Euro ist nicht viel aber einen Zehn-Euroschein in den Schlitz zu pfriemeln ist echt nicht einfach.
Spaß beiseite, was mir wirklich etwas zu schaffen macht ist, das in dieser Zeit das Alleine Sein einem so schonungslos ins Bewusstsein gehämmert wird, wenn alles um einen herum in Festlichkeit schwillt und man niemanden hat, mit den man diese teilen kann.
Man kann es schlecht leugnen und so richtig verkriechen kann man sich auch nicht nur vielleicht das ganze etwas herunterputzen und so tun als wären einen die Feiertage egal.
Dennoch, trotz all dem Kitsch, Marketing und der Heuchelei soll ja der wahre Geist von Weihnachten darin bestehen das man sich in dieser Zeit auf das besinnt was im Leben wirklich Zählt – Nächstenliebe, Familie, Freundschaft usw.
Nur wenn einem das alles fehlt was angeblich wirklich im Leben zählt,was zählt dann noch ein solches Leben?

06.12.2016 19:07 • x 1 #18


Zitat von Indiesecopose:
Dennoch, trotz all dem Kitsch, Marketing und der Heuchelei soll ja der wahre Geist von Weihnachten darin bestehen das man sich in dieser Zeit auf das besinnt was im Leben wirklich Zählt – Nächstenliebe, Familie, Freundschaft usw.
Nur wenn einem das alles fehlt was angeblich wirklich im Leben zählt,was zählt dann noch ein solches Leben?

Genau das habe ich mir neulich auch gedacht. Dieses Fest der Liebe-Gedöns ist wie eine schallende Ohrfeige für diejenigen, die überhaupt niemanden haben, und fördert den Gedanken Mein Leben ist leer und sinnlos. Da muss man sehr gut aufpassen, um nicht in Selbstmitleid zu verfallen, das einem ja nicht hilft, sondern einen nur noch tiefer in den Sumpf zieht. Lieber das Fest der Liebe am Heiligen Abend mit sich selbst zelebrieren in Form von leckerem Essen, schöner Musik usw. Oder halt eine Schlaftablette einwerfen und früh ins Bett gehen. Habe ich beides schon durch.

06.12.2016 19:25 • x 1 #19


Indiesecopose
Zitat von juwi:
Dieses Fest der Liebe-Gedöns ist wie eine schallende Ohrfeige für diejenigen, die überhaupt niemanden haben, und fördert den Gedanken Mein Leben ist leer und sinnlos.


Na ja, “die schallende Ohrfeige“ (wenn du es so empfindest) ist dann wohl eher die Folge eines unbeabsichtigten, mit den Armen herum fuchtelns von Weihnachtsbegeisterten - als ein gezielter Schlag mit der Absicht jemanden zu verletzen.
Immerhin versuchen doch die Menschen in dieser Zeit sich von ihrer guten Seite zu zeigen - es wird gespendet, etwas mehr Rücksicht genommen und allgemein eine gute Stimmung an den Tag gelegt.
Angeblich besagen Statistiken, entgegen einigen Vorurteilen, das die Suizidrate während der Weihnachtsfeiertage sogar abnimmt (vielleicht wegen dieser positiven Hintergrundschwingungen). Dann allerdings die Zahl der Freitode zum Jahreswechsel wieder zulegen.
Wie auch immer, Weihnachten lebt am meisten von seiner Fassade die Wirklichkeit ist aber eben keine Disney-Filmproduktion. Schon seit einigen Jahren versuche ich mich damit abzufinden das das ganze eine Enttäuschung sein wird und mittlerweile habe ich auch keine Erwartungen mehr und erspare mir die Enttäuschung.
Mittlerweile mag ich sogar diese Weihnachtsmelancholie, das Gefühl von Verlorenheit und des Dahintreibens.
An Neujahr dachte ich oft immer “wieder ein Jahr verloren ohne das ich es geschafft habe mein Leben irgendwie zu ändern, wieviele Jahre bleiben mir dafür noch? Heute sage ich mir “wieder ein Jahr verstrichen bald habe ich es geschafft“. Das klinkt bestimmt etwas Depressiv aber ich lebe mit dieser Einstellung entschieden leichter.

07.12.2016 18:50 • #20



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