27.08.2010 14:54 • 30.11.2019 #1


54 Antworten ↓


hallo Sensibelchen,

ich bin 3 jahre älter als du.
familie beziehungen hatte ich nie. ja das mit dem ausgenutzt werden ...
wer keinen partner hat / keine kinder ist nicht wertlos. das steht nirgendwo geschrieben.

ich habe auch gerade meinen job verloren. ich hoffe die argentur genehmigt mir einen bildungsgutschein. hoffentlich nach 26 jahren durcharbeiten. meinen letzten urlaub hatte ich mit 21. egal ob ich nun eine weiterbildung bekomme - ich werde mich bei irgendeiner zeitarbeit bewerben. arbeit egal wo.

ich weiß nicht vieviel zeit ich noch habe bis ich gehe. was ich mir überlege haustier, ein ehrenamt, ein verein. das geht mir im moment durch den kopf.

hat dir die therapie geholfen oder wenn du nicht gerade spielesüchtig wärst hättest du dann eine andere art von sucht "gewählt".

ja du hast viel für andere getan und es wurde dir nicht gedankt.

was deine familie angeht 20 jahre spielothek ist sehr viel. wie würdest du reagieren? kontakt suchen. versuche es wenigstens deiner familie zu zeigen dass du dich verändert hast. dann hast du wenigstens die chance nicht vertan.

lg
dirk

27.08.2010 15:11 • #2


Hallo Sensibelchen,

mit 46 (und mit 26, 16... egal mit welchem Alter) "darfst" du doch viel schreiben
Und als Lebensgeschicht(ch)e(n) ist das doch eher die Kurzform.
Kenne so ein Gefühl aber auch: "Jetzt hab ich schon wieder soviel geschrieben" oder "Was hab ich denn da komisches geschrieben".

Das was Dirk schreibt, könnte doch auch was für dich sein. Gerade beim Ehrenamt wird Menschlichkeit noch eher groß geschrieben, als in vielen anderen Bereichen. Natürlich bist du wertvoll und auch wenn du einmal nicht aktiv bist. Aber ehrenamtliche Tätigkeit klingt nach einer guten Möglichkeit, das auch selbst zu erfahren und für dich zu verinnerlichen.

Und ja, zum Ausnutzen gehören immer zwei, aber nett ist es trotzdem nicht, besonders je bewusster sich die Ausnutzenden ihres Verhaltens sind.

Du bist doch keine Kuh und erst recht nicht blöd. Für mich liest sich das so, als hättest du schon einiges erkannt. Manche kommen hinter sowas früher, andere merken "es" u.U. ihr ganzes Leben nicht (oder vergraben die Erkenntnis ganz schnell wieder).

Gerade wenn du viel für andere gemacht hast, zeigt das doch, dass du aktiv sein kannst. Und von da aus klingt es nach einem machbaren Schritt zunehmend in eigener Sache aktiv zu werden. Und je wichtiger du dir selbst bist, desto größer wird sicherlich auch dein Gespür für Menschen die dich schätzen und dir gut tun


Zur Familie: Sie hat offenbar irgendwann angefangen, dich für ihre Zwecke einzuspannen und wer will so eine bequeme Position schon gerne aufgeben (erfordert Stärke!)?
Ich kann mich täuschen, aber zumindest in deiner momentanen Lage scheint es ganz gut zu sein, keinen Kontakt zur Familie zu haben.

@ Dirk: Ich als Elternteil, hätte für mich den Anspruch meinem Kind gut zu tun und dafür zu sorgen, dass es eigenständig ein gutes Leben führen kann (inwieweit mir das gelänge ist die andere Frage). Und das sie möglicherweise wenig bis garnichts versucht haben (es u.U. nicht einmal wussten?), um sie von der Spielotek wegzubekommen, sagt doch viel aus.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, wenn du versuchst einen Weg aus deiner jetzigen Lage zu suchen. Du wärst sicher nicht der erste Mensch, der mit 46 (oder noch später) sein Leben umkrempelt. Übrigens ist auch dir umgekehrt zu danken, dass du hier von deinen Erfahrungen schreibst. Auch anderen (hier) geht oder ging es sicherlich ähnlich und dem ein oder anderen werden deine Erfahrungen sicherlich helfen.


Viele liebe Grüße an einen Menschen der genauso viel Wert ist wie andere
Sprach das Tommyleinchen

27.08.2010 17:58 • #3


Hallo dirk, th_e1986,

danke für Eure Antworten.

Es ist einfach alles zusammen, ich funktioniere nicht mehr, kann nicht mehr arbeiten, mein Körper macht nicht mehr mit, bekomm Rente wegen voller Erwerbsminderung, im Moment kann ich wirklich nichts, nicht mal ehrenamtlich kann ich mich betätigen weil mein Körper streikt. Dazu kommt das ich nicht mobil bin.

Hatte immer Angst vor Alk. (mein Vater war Alk., starb vor fast 17 Jahren) und vor Dro., davor süchtig zu werden, die Kontrolle darüber zu verlieren was ich tue, habe viel Gewalt erlebt in Bezug auf Alk., dass es Spielsucht gibt, wusste ich damals nicht und die ersten Jahre hatte ich es auch gut unter Kontrolle so dass ich nicht an Sucht gedacht/geglaubt hab.

Erst als ich wieder einmal arbeitslos wurde und lange (fast 1 Jahr) keinen neuen Job fand, weil ich ja mittlerweile einige körperliche Einschränkungen hatte, fing ich in meiner Stammspielothek zu arbeiten an, ich durfte auch während meiner Arbeitszeit spielen und so arbeitete ich viel und spielte noch mehr, von meiner Familie wurde ich nicht mehr so viel gebraucht, also hab ich auch mehr Schichten übernommen, doch wenn ich gebraucht wurde, war ich da, hatte ja eine Aushilfe, die gerne mal eine Schicht von mir übernommen hat. Erst nach dem ich schon über ein Jahr dort gearbeitet habe, ich immer mehr spielte und meine gesamte Zeit (außer meine Familie brauchte mich) in der Spielothek verbrachte, arbeiten und spielen, in meine Wohnung schlafen und wieder in die Spielothek hab ich mir eingestanden das ich spielsüchtig bin.
Dann hab ich angefangen mich über die Spielsucht zu informieren. Als erstes gab ich den Job in der Spielothek auf, ich hab nicht erzählt das ich gekündigt habe und gefragt wurde nicht wieso ich da nicht mehr arbeite, dadurch konnte ich mir auch kein Auto mehr leisten, also war ich nicht mehr in der Lage meine Geschwister zu besuchen, meine Schwester hat mich noch einmal abgeholt, aber auch nur weil sie mal wieder Hilfe bei ihrem Computer brauchte, danach wurde auch nicht mehr angerufen und ich rief auch immer seltener an, mir wurde erzählt wo sie überall hinfuhren, wen sie alles besuchten, aber auf meine Einladungen wurde nicht reagiert, da war immer irgendetwas anderes wichtiger, ich war es einfach leid.

Die Therapie (stationär) hat mir schon viel gebracht, ich bin seit fast 19 Monaten spielfrei, versuch mich meinen Problemen (Ängste, Einsamkeit, Depressionen) zu stellen und nicht mehr vor ihnen zu flüchten.

Dort wurde mir auch klar dass ich aus dem Teufelskreis raus muss, meine Geschwister haben keine Ahnung dass ich spielsüchtig bin, dafür haben sie sich zu wenig für mich interessiert, die Hauptsache war das ich da war wenn ich gebraucht wurde. Wie z. B. als ich für 3 Monate mein Patenkind tag täglich morgens zur Arbeit fuhr, es waren täglich 90 Km (30 zu ihr, 30 zu ihrer Arbeit, 30 zurück)die ich fuhr, hab meine Schichten getauscht, nur noch 4 Stunden geschlafen täglich damit ich sie morgens fahren konnte bis sie ihren Führersein hatte, ich wurde unter Druck gesetzt, wenn ich nicht fahre, dann kann sie ihre Lehrstelle nicht antreten, dann hat sie wegen mir keine Arbeit, ob ich mir die Spritkosten leisten konnte hat nicht interessiert und bekommen hab ich auch nichts dafür, nicht mal ein Dankeschön. Es war schon immer so, ich durfte/musste immer da sein, aber für mich war nie jemand da. Emotionale Bindung gab es nur meinerseits, darum war es auch leicht mich emotional zu erpressen, das hab ich jetzt begriffen, auch wenn es weh tut es sich ein zu gestehen.

So bin ich nach meiner Therapie gar nicht erstwieder zurück in mein altes Umfeld, sondern direkt danach in ein anderes Bundesland gezogen. Hab alle Brücken hinter mir abgebrochen bis auf die Freundschaft meiner besten und einzigen Freundin.

Manchmal denke ich das ich daher Angst habe vor emotionalen Bindungen, Angst habe wieder nur verletzt zu werden, denn bisher war es immer so in meinem Leben, auch in meinen Partnerschaften, war es leicht mich emotional zu erpressen und das wurde auch ausgenutzt. Seit dem lass ich auch keine Nähe mehr zu, macht mich zu verletzlich und gibt anderen zu viel Macht über mich.
Vermutlich ziehe ich solche Menschen an, die mich behandeln wie ein wertloses Etwas und daher fühle ich mich auch so.

@ th_e1986

Ja es stimmt, es ist nur ein kleiner Teil meiner Lebensgeschichte, und es ist schon besser für mich dass ich zu meiner sogenannten Familie keinen Kontakt mehr habe.
Meine Mutter war damals zu krank um zu sehen wie es mir geht, sie starb und mein Vater hat nichts gemerkt oder wollte nichts merken, er war zu sehr mit sich selbst beschäftigt und hat viel getrunken.
Mein älterer Bruder hat damals auch angefangen zu trinken (seine Art mit der Trauer fertig zu werden) und hat mich oft betrunken verprügelt, nüchtern tat es ihm dann leid und ich verzieh ihm immer wieder, so wurde es immer schlimmer, ich lebte (2 Jahre) nur noch in Angst und Schrecken, aber ich hielt es aus, wollte ja die jüngere Schwester und den jüngeren Bruder (für die ich so was wie Ersatzmutter war) schützen.

Mit meinem Vater war ich auf einem guten Weg, kurz bevor er starb, wir haben uns langsam wieder angenähert, leider blieb uns zu wenig Zeit um alles auszuräumen, aber ich habe ihm verziehen was er mir alles angetan hat.

Meine Geschwister leben ihr Leben und dazu gehöre ich nicht mehr. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan.

Jetzt ist es schon wieder so viel Text geworden, es sprudelte einfach so heraus und es tut gut es mal raus zu lassen.

Lg Sensibelchen

27.08.2010 20:16 • #4


Zitat von Sensibelchen:

Jetzt ist es schon wieder so viel Text geworden, es sprudelte einfach so heraus und es tut gut es mal raus zu lassen.



Es ist angemessen, wenn es dir gut tut. Manchmal schreibt man sogar Texte, wo es garnicht so sehr darauf ankommt, ob sie überhaupt beantwortet werden. So ging's mir zumindest schon.

Hast du schonmal probiert, Tagebuch zu führen? Ich selbst mache das nicht regelmäßig, aber manchmal tut es mir einfach gut, meine Gedanken schriftlich niederzulegen.

27.08.2010 23:17 • #5


hallo Sensibelchen,

das klingt nicht nach einem schönen leben. ich frage mich oft ob es sowas überhaupt gibt. die üblichen beziehungen, freundschaften. wer hat(te) eine glückliche kindheit? wer hat keine gewalt, erniedringung erlebt? wer wurde nicht ausgenutzt?

ich habe eben den zettel mit der telefonnummer meines letzten freundes zerrissen. das hat mir sehr weh getan aber ich bettel nicht mehr um anrufe.

ich lasse mich nicht mehr ausnutzen aber zu einem Ar. möchte ich auch nicht werden.

du schreibst das du größe körperliche probleme hast. warum? zuviel gearbeitet, Alk., tabletten? kann man da etwas machen?

ich weiß nicht ob ich mal zu einer selbsthilfegruppe gehen soll aber ändern sich dadurch die menschen?

lieben gruß
dirk

29.08.2010 10:25 • #6


Hallo, danke für Eure Antworten.

@ th_e1986
Ja das mit einem Tagebuch hab ich schon mal gemacht eine Zeitlang, aber irgendwie hab ich dann immer weniger geschrieben und dann gar nicht mehr.
Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht. Hab jetzt angefangen meine Lebensgeschichte zu schreiben. Mal sehen wie ich damit klar komme, vielleicht hilft es mir auch so einiges zu verarbeiten.

@ dirk
Ja bisher gab es nicht viel Schönes in meinem Leben, ich versuche aber dennoch mich an die wenigen schöne Momente zu erinnern, trotz all den negativen gab es auch schöne Momente in meinem Leben und ich denke nur darauf kommt es an, sich die schönen Momente in Erinnerung zu rufen.
Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber sie hat mich zu dem gemacht was ich heute bin, denn egal was ich erlebt habe, es hat mich geprägt.

Ich habe Glück mit meiner einzigen und besten Freundin, sie lebt zwar jetzt 500 Km weit weg von mir, wir sehen uns nur noch 2 bis 3 mal im Jahr, aber wir telefonieren und können über alles sprechen. Es brauchte Jahre diese Freundschaft aufzubauen, aber es hat sich gelohnt.

Was meine körperlichen Probleme anbelangt, ja es kommt vom Arbeiten, ich habe schon immer viel und hart gearbeitet, körperlich schwer, daher hab ich kaputte Wirbelsäule, da kann man nichts machen, beide Knie kaputt und Sprunggelenk, folgen eines Unfalls, kranke Nieren ist Erbkrankheit daher auch mein nierenbedingter Bluthochdruck.

Selbsthilfegruppe bedeutet dass Du dich mit Menschen triffst, die ähnliche oder das gleiche Problem haben wie Du, man kann sich austauschen, es sind Menschen die verstehen von was Du sprichst, weil sie ähnliches oder gleiches durchmachen, manchmal wird sogar was gemeinsam unternommen.

Ob mir eine Selbsthilfegruppe was bringt weiß ich auch noch nicht, Gedanken darüber hab ich mir schon gemacht allerdings in eine SHG für Spielsüchtige, denn ich bin zwar spielfrei, aber das bedeutet nicht das ich sicher vor einem Rückfall bin.
So das war’s erst mal wieder von mir.

Lg Sensibelchen

30.08.2010 13:01 • #7


ich fühle mich nicht nicht wertlos und einsam !

Ich fühle mich wie der letzte Dreck !

Hatte noch nie eine richtige Beziehung oder sowas wie Freunde und bin jetzts schon 24 Jahre.

Naja irgendwas muss an mir wohle sehr abstoßend sein - ich wüsste nur zugern was.




Liebe Grüße euch Allen und viel Kraft wünscht euch Hannes

13.09.2010 16:44 • #8


Zitat von H8UA4:
ich fühle mich nicht nicht wertlos und einsam !

Ich fühle mich wie der letzte Dreck !

Hatte noch nie eine richtige Beziehung oder sowas wie Freunde und bin jetzts schon 24 Jahre.

Naja irgendwas muss an mir wohle sehr abstoßend sein - ich wüsste nur zugern was.

vielleicht das:
Zitat:
Mir hat z.B. mein eigener Vater schon als Kind bewusst gemacht, dass ich nichts weiter bin als ein 'wertloses Stück schei.' und man hat mich in meinem Leben noch weitaus schlimmeres genannt.

du hast das anscheinend verinnerlicht und dich davon bisher nicht distanziert.
du musst anfangen, selber anders über dich zu denken. das gefühl zieht später nach.

13.09.2010 17:12 • #9


Hallo Hannes (H8UA4)

ich denke GastB hat recht,
Zitat von GastB:
du hast das anscheinend verinnerlicht und dich davon bisher nicht distanziert.
du musst anfangen, selber anders über dich zu denken. das gefühl zieht später nach.


In meiner Kindheit war ich nie gut genug, egal wie sehr ich mich bemühte, es war immer zuwenig. Ich war total überfordert, denn ich war ein Kind und hab die Aufgaben eines Erwachsenen übernommen.

Lg Sensibelchen

14.09.2010 15:34 • #10


wer bin ich?

11.02.2014 14:28 • #11


waage
Hallo, das hört sich nicht gut an. Warum willst du dich bestrafen? Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig das solltest du dir immer wieder sagen. Du verdienst sicher keine Strafe, mental? Was bedrückt dich so ? Diese Gefühlsschwankungen kenne ich durch meine Ängste. Es ist anstrengend ohne Frage. Versuch dich viel abzulenken und gönn dir was schönes. Es wird auch wieder besser, bestätigt sich hier immer wieder.

Alles Gute
L.g. Waage

11.02.2014 14:35 • #12


Annelsche
Hey, wie willst du dich denn noch mehr bestrafen? Ist es denn nicht Strafe genug, dass du selbst von dir denkst, dass du nichts wert bist?

Du bist viel wert und dein mieses Gefühl wird auf Dauer nicht besser werden, wenn du dich selbst bestrafen tust. Damit vermittelst du ja Körper und Psyche, dass sie den richtigen Weg gehen und das tun sie offensichtlich im Moment nicht.

Kopf hoch

Annelsche

11.02.2014 14:41 • #13


Schlaflose
Zitat von wer bin ich?:
An Tagen wie diesen verdiene ich es mich mental zu bestrafen. Es tut so gut, sich zu bestrafen.


In welcher Form bestrafst du dich denn?
Wenn es mir mies geht, habe ich immer Lust andere zu bestrafen und fies zu ihnen zu sein, aber doch nicht mich selbst.

11.02.2014 17:22 • #14


05.03.2017 07:46 • #15


hallo Serhat,
hier gibt es bestimmt noch einige, die Ähnliches erlebt haben und dir gute Tipps geben können. Was ich aus deinem beschriebenen rausziehen kann, ist, dass ich auch ständig Angst habe, meine Eltern zu verlieren. Dann gibt es niemanden mehr, ich bin die Letzte aus der Familie ohne Kinder, ohne je verheiratet gewesen zu sein, was mich aber eigentlich nicht stört (ich habe eine schizoide Persönlichkeitsstörung), leider unter starken Ängsten vor fast allem, Depressionen und Zwangsstörungen. Ich habe eigentlich nur den Wunsch, angenommen zu werden, so wie ich bin. Das wäre schon mal ein großer Fortschritt, aber oft wird man ausgenutzt oder verarscht, weil man zu gutmütig ist oder einfach hilfsbereit, das habe ich mir abgewöhnt und mache es nur noch im engsten Kreis. Da du noch sehr jung bist und noch soviel Möglichkeiten hast, Dinge für dich selbst auszuprobieren, damit es dir besser geht, glaube ich, dass du es schaffen wirst. Mich würde mal interessieren, ob deine Eltern mal fragen, wie es dir überhaupt geht und warum du so bist oder so geworden bist, allein das Interesse oder versuchen zu verstehen oder nachzuvollziehen, wie und warum jemand so ist, finde ich wichtig, gerade aus der eigenen Familie. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg! LG Annie

05.03.2017 09:27 • x 1 #16


Hallo Serhat,

ich glaube,so aussichtslos,wie Du im Moment alles siehst,ist Dein Leben gar nicht!
Momentan hast Du viele Gedanken,die typisch sind für eine Depression,deshalb würde ich damit unbedingt in eine psychosomatische Klinik gehen,wo Du dann auch die Anleitung bekommst,die Du für Dein weiteres Leben brauchst.
Dort kannst Du auch neue Zukunftspläne machen und Kraft schöpfen für einen Neubeginn.

Du hast Dich ein bisschen "verlaufen" in Deinem Leben und fühlst Dich jetzt orientierungslos.
Das passiert vielen Menschen und ist gar nicht schlimm!
Das Gute ist,man kann jederzeit die Richtung wechseln und sich wieder auf Kurs bringen,indem man sich helfen lässt.
Den ersten Schritt hast Du ja schon gemacht und verzichtest auf die Dro. und Du hast erkannt,dass etwas anders werden muss.
Und glaube mir: das ist das Allerschwerste!Das grösste Hindernis hast Du also schon hinter Dir!

Ich gehe auch demnächst in eine psychosomatische Klinik zur Stabilisierung,es ist mein dritter Aufenthalt in einer solchen Klinik und ich bin jedesmal sehr depressiv reingegangen und hoffnungsvoll und mit wiedergewonnener Lebensfreude wieder raus,es lohnt sich also wirklich.
Und dort bist Du nicht alleine und kannst viele neue Kontakte knüpfen,es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

05.03.2017 10:14 • x 1 #17


Zitat von Annie303:
hallo Serhat,
hier gibt es bestimmt noch einige, die Ähnliches erlebt haben und dir gute Tipps geben können. Was ich aus deinem beschriebenen rausziehen kann, ist, dass ich auch ständig Angst habe, meine Eltern zu verlieren. Dann gibt es niemanden mehr, ich bin die Letzte aus der Familie ohne Kinder, ohne je verheiratet gewesen zu sein, was mich aber eigentlich nicht stört (ich habe eine schizoide Persönlichkeitsstörung), leider unter starken Ängsten vor fast allem, Depressionen und Zwangsstörungen. Ich habe eigentlich nur den Wunsch, angenommen zu werden, so wie ich bin. Das wäre schon mal ein großer Fortschritt, aber oft wird man ausgenutzt oder verarscht, weil man zu gutmütig ist oder einfach hilfsbereit, das habe ich mir abgewöhnt und mache es nur noch im engsten Kreis. Da du noch sehr jung bist und noch soviel Möglichkeiten hast, Dinge für dich selbst auszuprobieren, damit es dir besser geht, glaube ich, dass du es schaffen wirst. Mich würde mal interessieren, ob deine Eltern mal fragen, wie es dir überhaupt geht und warum du so bist oder so geworden bist, allein das Interesse oder versuchen zu verstehen oder nachzuvollziehen, wie und warum jemand so ist, finde ich wichtig, gerade aus der eigenen Familie. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg! LG Annie


Die sind ja selbst krank es zerfrisst sie mich so zusehen das ich so leide , ich hab mich so isoliert.. Meine Mutter ist selbst krank ; und seitdem sie das rauchen aufgehört hat kann man garnicht mehr mit ihr reden. Mein Vater arbeitet 6 Tage die Woche aufm bau ist wahrscheinlich auch krank, also ständig in Gedanken zu leben zu wissen das sie krank sind und sie sagen es gibts nichts .. Glaube ich Ihnen das trotztdem nicht. Ich bin der jüngste und vor ein paar Jahren war ich der motivierende junge *ich kann alles* * ich schaffe das * jetzt genau das Gegenteil, jetzt rede ich mir ein es geht nichts mehr. Wäre kaum in der Lage irgendwo zu arbeiten mit Menschen , Papier stresst schon wie sau. Und an die leute die keine Dro. genommen haben und aus reiner neugiere auf die Seite gestoßen sind.. lasst die Finger davon ohne witz das zeug macht krank dumm behindert

05.03.2017 16:33 • #18


@derjunge,
mit "ausprobieren" meinte ich Möglichkeiten und Wege wie zum Beispiel einen Aufenthalt in einer Klinik stationär oder einer Tagesklinik oder eine Therapie zu machen.

05.03.2017 17:29 • #19


Zitat von Annie303:
@derjunge,
mit "ausprobieren" meinte ich Möglichkeiten und Wege wie zum Beispiel einen Aufenthalt in einer Klinik stationär oder einer Tagesklinik oder eine Therapie zu machen.

Das werd ich auch morgen tuhen danke für die antworten.

05.03.2017 18:09 • x 1 #20




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