App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

S

Sensibelchen
Mitglied

Beiträge:
36
Mitglied seit:
Sammelthema
Mein ganzes Leben wurde ich benutzt und ausgenutzt, klar es gehören immer 2 dazu, einer der benutzt und einer der sich benutzen lässt.

Am Anfang war es so, meine Mutter wurde krank, da war ich 10 und dann 1 Jahr später musste sie an die Dialyse, da stand ich mit 11 Jahren neben meinem Vater als der Arzt so zwischen Tür und Angel sagte „ja was soll ich sagen Dialysepatient, im Schnitt 5 Jahre, wenn sie sich schont und wir Aufregungen von ihr fern halten vielleicht etwas länger.“ Von da an hab ich immer mehr Aufgaben und Pflichten im Haushalt (7 Personen, Eltern, Großvater, 3 Geschwister und ich) übernommen, hab mich um die Probleme meiner Geschwister gekümmert alles nur um es von meiner Mutter fern zu halten, wollte sie ja solange wie möglich behalten.
Als sie dann 5 Jahre später starb, ging es so weiter, ich kümmerte mich um Haushalt (neben meinem Vollzeitjob) und um die Probleme meiner Geschwister (2 Brüder, 1 Schwester), war immer für sie da, durfte kein eigenes Leben haben, musste ja auf Abruf bereit stehen.

Nach dem ich mich zum ersten Mal richtig verliebt hatte, gab es immer Probleme mit meiner Familie, jetzt ist mir klar, sie wollten ihren Skla. (so fühle ich jetzt) nicht verlieren. Ich setzte mich durch, zog aus und hab geheiratet, dafür verlor ich zum ersten Mal meine Familie.

Die Ehe wurde sehr schnell zur Hölle und ich hab die Scheidung eingereicht, da baute sich wieder langsam der Kontakt zu meiner Familie auf und ich blöde Kuh hab gedacht das sie mich vermissen und das Ihnen an mir was liegt, aber dem war nicht so, damals wollte ich es nicht so sehen.
Ständig wollte jemand etwas von mir, es wurde immer erwartet das ich sofort und jederzeit verfügbar bin, sozusagen auf Abruf bereit stand, ich ließ es mit mir machen, war ja froh meine Familie wieder zu haben, denn ich konnte meine Gefühle ja nicht abschalten, nachdem meine Geschwister Kinder hatten, an denen ich emotional sehr hing, scheuten sie sich auch nicht davor mich emotional zu erpressen um ihre Wünsche durchzusetzen.

Immer mehr fühlte ich die Einsamkeit, denn ich war nicht wichtig, sondern nur gebraucht wenn etwas erledigt werden musste, oder ein Babysitter gebraucht wurde usw.
Jedes Mal wenn ich angerufen wurde oder eingeladen, dann stand ein Grund dahinter, entweder ich sollte etwas besorgen, oder PC reparieren oder die Kinder hatten irgendwelche Wünsche die ich erfüllen sollte usw. Falls einmal gefragt wurde wie es mir gehe, dann wollten sie gar keine Antwort darauf, sondern es wurde mehr als eine Floskel dahingesagt.

Als ich mich auf eine neue Beziehung einließ, kam es wieder öfter zu Vorwürfen, ich sei egoistisch, wie könne ich die Kinder (Neffen und Patenkind) vernachlässigen. Sie seien mir nicht mehr wichtig weil ich ja jetzt wieder einen Partner habe usw. Dabei war ich mindestens 2-mal pro Woche für mehrere Stunden bei Ihnen. Diese Beziehung hielt 7 Jahre, dann wurde mir bewusst, das mich mein Partner nicht liebt, er lebte sein Leben und ich durfte ab und zu daran teilhaben, aber das wurde immer weniger, bis ich es einsah das ich nicht wichtig war, sondern alles und alle anderen waren wichtiger als ich, es ging solange gut, wie ich funktionierte, genauso wie bei meiner Familie, da wurde auch erwartet das ich funktioniere.

Meine Einsamkeit wurde immer größer und mir immer bewusster, ich war als Mensch nicht wichtig, sondern mehr wie ein Gebrauchsgegenstand, den man hervor holt wenn man ihn braucht, der funktionieren muss.
Nach dem ich im Lauf der Jahre nicht mehr so konnte, meine Wirbelsäule ist defekt, die Knie sind kaputt und hab Bluthochdruck, war ich auch nicht mehr so nützlich für meine Familie.
Richtige Freunde hatte ich auch nie, es waren Bekannte, die waren da wenn es mir gut ging oder sie etwas von mir wollten.
Immer wenn ich es nicht mehr aushielt, die Einsamkeit und der Schmerz mich drohte zu überrollen, flüchtete ich in die Spielothek (20 Jahre lang), da wollte niemand etwas von mir und wenn ich mich dort mit jemand unterhielt, dann sahen sie mich den Menschen. Dort verletzte mich niemand, keiner spielte mit meinen Gefühlen.
Nach Jahren, längst der Spielsucht verfallen und mich immer mehr zurückgezogen, verlor wiedermal meinen Job ging gar nichts mehr, meine Depressionen hatten mich fest im Griff, da entschied ich mich eine Therapie zu machen um von der Spielsucht loszukommen.

Bei meiner Familie hab ich mich schon seit 22 Monaten nicht mehr gemeldet, sie wissen nicht wo ich jetzt lebe, sie haben noch nicht einmal nachgefragt wo ich bin und wie es mir geht, sie wissen aber wo sie Auskunft darüber erhalten können.

Ein wertloser Mensch, 46 Jahre, ohne Kinder, ohne Partner, der nicht mehr funktioniert, nicht mehr brauchbar ist, der es nicht wert ist geliebt zu werden, genauso fühl ich mich.

Sorry, das es so ein langer Text wurde, aber das musste mal raus.
Danke fürs lesen.

Lg Sensibelchen

15.12.2019 #1


60 Antworten ↓
Lillymaus

Lillymaus
Mitglied

Beiträge:
10127
Themen:
11
Danke erhalten:
9672
Mitglied seit:
Zitat von Angsthäschen23:
So viele Aufrufe und keine Antwort.. Schade und traurig..


Hallo huhu
Doch du bekommst eine Antwort zustimmung
Erstmal tut es mir sehr leid was dir in deiner Kindheit passiert und angetan wurde und das es dir auch jetzt nicht gut geht! Als erstes, du bist weder wertlos noch sonst irgendwas merke dir das! Du hast zwei Kinder auf die Welt gebracht sei stolz auf dich! Was deine Familie angeht, sage ich dir eines was vielleicht jetzt hart klingt aber schei. drauf! Wenn deine eigene Familie so mit dir umgeht dann hast du es nicht nötig dich klein zu machen sondern mach deinen Mund auf und wehr dich! Das du immer noch Angst hast vor deinem Vater, darin sieht man ja was dir damals angetan hat. Sag ihm wenn du was zu sagen hast! Du bist jetzt 31 Jahre alt und brauchst dich nicht mehr klein machen oder dich verstecken wegen der Angst vor ihm! Eigentlich sage ich sowas nicht, aber wenn du deine Meinung sagst und er dir wirklich eine Ohrfeige zb verpassen sollte dann wehr dich und schlag zurück! Du bist nicht mehr das kleine Schwache Mädchen sondern eine starke Erwachsene Frau die sich nichts mehr gefallen lassen muss! Hab selbstbewusstsein und gehe mit erhobenem Haupt durch die Gegend! Das du manchmal an Selbstmord denkst, ich denke das hat man in schlimmen Phasen mal. Ich hatte solche Gedanken natürlich auch schon, aber wie du schon sagtest deine Kinder brauchen dich und du sollst leben und Spaß haben im Leben!
Ja ich denke du hast schon eine Art Depression die du aber mit einem arztbesuch und Tabletten in den Griff bekommen kannst.
Hast du eine Ahnung warum du keine Freunde hast? Bzw eine Idee warum es so sein könnte?

13.05.2018 17:59 • x 2 #28


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ich fühle mich wertlos und einsam

x 3


A

Annie303
Gast

hallo Serhat,
hier gibt es bestimmt noch einige, die Ähnliches erlebt haben und dir gute Tipps geben können. Was ich aus deinem beschriebenen rausziehen kann, ist, dass ich auch ständig Angst habe, meine Eltern zu verlieren. Dann gibt es niemanden mehr, ich bin die Letzte aus der Familie ohne Kinder, ohne je verheiratet gewesen zu sein, was mich aber eigentlich nicht stört (ich habe eine schizoide Persönlichkeitsstörung), leider unter starken Ängsten vor fast allem, Depressionen und Zwangsstörungen. Ich habe eigentlich nur den Wunsch, angenommen zu werden, so wie ich bin. Das wäre schon mal ein großer Fortschritt, aber oft wird man ausgenutzt oder verarscht, weil man zu gutmütig ist oder einfach hilfsbereit, das habe ich mir abgewöhnt und mache es nur noch im engsten Kreis. Da du noch sehr jung bist und noch soviel Möglichkeiten hast, Dinge für dich selbst auszuprobieren, damit es dir besser geht, glaube ich, dass du es schaffen wirst. Mich würde mal interessieren, ob deine Eltern mal fragen, wie es dir überhaupt geht und warum du so bist oder so geworden bist, allein das Interesse oder versuchen zu verstehen oder nachzuvollziehen, wie und warum jemand so ist, finde ich wichtig, gerade aus der eigenen Familie. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg! LG Annie

05.03.2017 10:27 • x 1 #16


Zum Beitrag im Thema ↓


D
hallo Sensibelchen,

ich bin 3 jahre älter als du.
familie beziehungen hatte ich nie. ja das mit dem ausgenutzt werden ...
wer keinen partner hat / keine kinder ist nicht wertlos. das steht nirgendwo geschrieben.

ich habe auch gerade meinen job verloren. ich hoffe die argentur genehmigt mir einen bildungsgutschein. hoffentlich nach 26 jahren durcharbeiten. meinen letzten urlaub hatte ich mit 21. egal ob ich nun eine weiterbildung bekomme - ich werde mich bei irgendeiner zeitarbeit bewerben. arbeit egal wo.

ich weiß nicht vieviel zeit ich noch habe bis ich gehe. was ich mir überlege haustier, ein ehrenamt, ein verein. das geht mir im moment durch den kopf.

hat dir die therapie geholfen oder wenn du nicht gerade spielesüchtig wärst hättest du dann eine andere art von sucht "gewählt".

ja du hast viel für andere getan und es wurde dir nicht gedankt.

was deine familie angeht 20 jahre spielothek ist sehr viel. wie würdest du reagieren? kontakt suchen. versuche es wenigstens deiner familie zu zeigen dass du dich verändert hast. dann hast du wenigstens die chance nicht vertan.

lg
dirk

#2


T
Hallo Sensibelchen,

mit 46 (und mit 26, 16... egal mit welchem Alter) "darfst" du doch viel schreiben
Und als Lebensgeschicht(ch)e(n) ist das doch eher die Kurzform.
Kenne so ein Gefühl aber auch: "Jetzt hab ich schon wieder soviel geschrieben" oder "Was hab ich denn da komisches geschrieben".

Das was Dirk schreibt, könnte doch auch was für dich sein. Gerade beim Ehrenamt wird Menschlichkeit noch eher groß geschrieben, als in vielen anderen Bereichen. Natürlich bist du wertvoll und auch wenn du einmal nicht aktiv bist. Aber ehrenamtliche Tätigkeit klingt nach einer guten Möglichkeit, das auch selbst zu erfahren und für dich zu verinnerlichen.

Und ja, zum Ausnutzen gehören immer zwei, aber nett ist es trotzdem nicht, besonders je bewusster sich die Ausnutzenden ihres Verhaltens sind.

Du bist doch keine Kuh und erst recht nicht blöd. Für mich liest sich das so, als hättest du schon einiges erkannt. Manche kommen hinter sowas früher, andere merken "es" u.U. ihr ganzes Leben nicht (oder vergraben die Erkenntnis ganz schnell wieder).

Gerade wenn du viel für andere gemacht hast, zeigt das doch, dass du aktiv sein kannst. Und von da aus klingt es nach einem machbaren Schritt zunehmend in eigener Sache aktiv zu werden. Und je wichtiger du dir selbst bist, desto größer wird sicherlich auch dein Gespür für Menschen die dich schätzen und dir gut tun


Zur Familie: Sie hat offenbar irgendwann angefangen, dich für ihre Zwecke einzuspannen und wer will so eine bequeme Position schon gerne aufgeben (erfordert Stärke!)?
Ich kann mich täuschen, aber zumindest in deiner momentanen Lage scheint es ganz gut zu sein, keinen Kontakt zur Familie zu haben.

@ Dirk: Ich als Elternteil, hätte für mich den Anspruch meinem Kind gut zu tun und dafür zu sorgen, dass es eigenständig ein gutes Leben führen kann (inwieweit mir das gelänge ist die andere Frage). Und das sie möglicherweise wenig bis garnichts versucht haben (es u.U. nicht einmal wussten?), um sie von der Spielotek wegzubekommen, sagt doch viel aus.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, wenn du versuchst einen Weg aus deiner jetzigen Lage zu suchen. Du wärst sicher nicht der erste Mensch, der mit 46 (oder noch später) sein Leben umkrempelt. Übrigens ist auch dir umgekehrt zu danken, dass du hier von deinen Erfahrungen schreibst. Auch anderen (hier) geht oder ging es sicherlich ähnlich und dem ein oder anderen werden deine Erfahrungen sicherlich helfen.


Viele liebe Grüße an einen Menschen der genauso viel Wert ist wie andere
Sprach das Tommyleinchen

#3


S
Hallo dirk, th_e1986,

danke für Eure Antworten.

Es ist einfach alles zusammen, ich funktioniere nicht mehr, kann nicht mehr arbeiten, mein Körper macht nicht mehr mit, bekomm Rente wegen voller Erwerbsminderung, im Moment kann ich wirklich nichts, nicht mal ehrenamtlich kann ich mich betätigen weil mein Körper streikt. Dazu kommt das ich nicht mobil bin.

Hatte immer Angst vor Alk. (mein Vater war Alk., starb vor fast 17 Jahren) und vor Dro., davor süchtig zu werden, die Kontrolle darüber zu verlieren was ich tue, habe viel Gewalt erlebt in Bezug auf Alk., dass es Spielsucht gibt, wusste ich damals nicht und die ersten Jahre hatte ich es auch gut unter Kontrolle so dass ich nicht an Sucht gedacht/geglaubt hab.

Erst als ich wieder einmal arbeitslos wurde und lange (fast 1 Jahr) keinen neuen Job fand, weil ich ja mittlerweile einige körperliche Einschränkungen hatte, fing ich in meiner Stammspielothek zu arbeiten an, ich durfte auch während meiner Arbeitszeit spielen und so arbeitete ich viel und spielte noch mehr, von meiner Familie wurde ich nicht mehr so viel gebraucht, also hab ich auch mehr Schichten übernommen, doch wenn ich gebraucht wurde, war ich da, hatte ja eine Aushilfe, die gerne mal eine Schicht von mir übernommen hat. Erst nach dem ich schon über ein Jahr dort gearbeitet habe, ich immer mehr spielte und meine gesamte Zeit (außer meine Familie brauchte mich) in der Spielothek verbrachte, arbeiten und spielen, in meine Wohnung schlafen und wieder in die Spielothek hab ich mir eingestanden das ich spielsüchtig bin.
Dann hab ich angefangen mich über die Spielsucht zu informieren. Als erstes gab ich den Job in der Spielothek auf, ich hab nicht erzählt das ich gekündigt habe und gefragt wurde nicht wieso ich da nicht mehr arbeite, dadurch konnte ich mir auch kein Auto mehr leisten, also war ich nicht mehr in der Lage meine Geschwister zu besuchen, meine Schwester hat mich noch einmal abgeholt, aber auch nur weil sie mal wieder Hilfe bei ihrem Computer brauchte, danach wurde auch nicht mehr angerufen und ich rief auch immer seltener an, mir wurde erzählt wo sie überall hinfuhren, wen sie alles besuchten, aber auf meine Einladungen wurde nicht reagiert, da war immer irgendetwas anderes wichtiger, ich war es einfach leid.

Die Therapie (stationär) hat mir schon viel gebracht, ich bin seit fast 19 Monaten spielfrei, versuch mich meinen Problemen (Ängste, Einsamkeit, Depressionen) zu stellen und nicht mehr vor ihnen zu flüchten.

Dort wurde mir auch klar dass ich aus dem Teufelskreis raus muss, meine Geschwister haben keine Ahnung dass ich spielsüchtig bin, dafür haben sie sich zu wenig für mich interessiert, die Hauptsache war das ich da war wenn ich gebraucht wurde. Wie z. B. als ich für 3 Monate mein Patenkind tag täglich morgens zur Arbeit fuhr, es waren täglich 90 Km (30 zu ihr, 30 zu ihrer Arbeit, 30 zurück)die ich fuhr, hab meine Schichten getauscht, nur noch 4 Stunden geschlafen täglich damit ich sie morgens fahren konnte bis sie ihren Führersein hatte, ich wurde unter Druck gesetzt, wenn ich nicht fahre, dann kann sie ihre Lehrstelle nicht antreten, dann hat sie wegen mir keine Arbeit, ob ich mir die Spritkosten leisten konnte hat nicht interessiert und bekommen hab ich auch nichts dafür, nicht mal ein Dankeschön. Es war schon immer so, ich durfte/musste immer da sein, aber für mich war nie jemand da. Emotionale Bindung gab es nur meinerseits, darum war es auch leicht mich emotional zu erpressen, das hab ich jetzt begriffen, auch wenn es weh tut es sich ein zu gestehen.

So bin ich nach meiner Therapie gar nicht erstwieder zurück in mein altes Umfeld, sondern direkt danach in ein anderes Bundesland gezogen. Hab alle Brücken hinter mir abgebrochen bis auf die Freundschaft meiner besten und einzigen Freundin.

Manchmal denke ich das ich daher Angst habe vor emotionalen Bindungen, Angst habe wieder nur verletzt zu werden, denn bisher war es immer so in meinem Leben, auch in meinen Partnerschaften, war es leicht mich emotional zu erpressen und das wurde auch ausgenutzt. Seit dem lass ich auch keine Nähe mehr zu, macht mich zu verletzlich und gibt anderen zu viel Macht über mich.
Vermutlich ziehe ich solche Menschen an, die mich behandeln wie ein wertloses Etwas und daher fühle ich mich auch so.

@ th_e1986

Ja es stimmt, es ist nur ein kleiner Teil meiner Lebensgeschichte, und es ist schon besser für mich dass ich zu meiner sogenannten Familie keinen Kontakt mehr habe.
Meine Mutter war damals zu krank um zu sehen wie es mir geht, sie starb und mein Vater hat nichts gemerkt oder wollte nichts merken, er war zu sehr mit sich selbst beschäftigt und hat viel getrunken.
Mein älterer Bruder hat damals auch angefangen zu trinken (seine Art mit der Trauer fertig zu werden) und hat mich oft betrunken verprügelt, nüchtern tat es ihm dann leid und ich verzieh ihm immer wieder, so wurde es immer schlimmer, ich lebte (2 Jahre) nur noch in Angst und Schrecken, aber ich hielt es aus, wollte ja die jüngere Schwester und den jüngeren Bruder (für die ich so was wie Ersatzmutter war) schützen.

Mit meinem Vater war ich auf einem guten Weg, kurz bevor er starb, wir haben uns langsam wieder angenähert, leider blieb uns zu wenig Zeit um alles auszuräumen, aber ich habe ihm verziehen was er mir alles angetan hat.

Meine Geschwister leben ihr Leben und dazu gehöre ich nicht mehr. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan.

Jetzt ist es schon wieder so viel Text geworden, es sprudelte einfach so heraus und es tut gut es mal raus zu lassen.

Lg Sensibelchen

#4


T
Zitat von Sensibelchen:

Jetzt ist es schon wieder so viel Text geworden, es sprudelte einfach so heraus und es tut gut es mal raus zu lassen.



Es ist angemessen, wenn es dir gut tut. Manchmal schreibt man sogar Texte, wo es garnicht so sehr darauf ankommt, ob sie überhaupt beantwortet werden. So ging's mir zumindest schon.

Hast du schonmal probiert, Tagebuch zu führen? Ich selbst mache das nicht regelmäßig, aber manchmal tut es mir einfach gut, meine Gedanken schriftlich niederzulegen.

#5


D
hallo Sensibelchen,

das klingt nicht nach einem schönen leben. ich frage mich oft ob es sowas überhaupt gibt. die üblichen beziehungen, freundschaften. wer hat(te) eine glückliche kindheit? wer hat keine gewalt, erniedringung erlebt? wer wurde nicht ausgenutzt?

ich habe eben den zettel mit der telefonnummer meines letzten freundes zerrissen. das hat mir sehr weh getan aber ich bettel nicht mehr um anrufe.

ich lasse mich nicht mehr ausnutzen aber zu einem Ar. möchte ich auch nicht werden.

du schreibst das du größe körperliche probleme hast. warum? zuviel gearbeitet, Alk., tabletten? kann man da etwas machen?

ich weiß nicht ob ich mal zu einer selbsthilfegruppe gehen soll aber ändern sich dadurch die menschen?

lieben gruß
dirk

#6


S
Hallo, danke für Eure Antworten.

@ th_e1986
Ja das mit einem Tagebuch hab ich schon mal gemacht eine Zeitlang, aber irgendwie hab ich dann immer weniger geschrieben und dann gar nicht mehr.
Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht. Hab jetzt angefangen meine Lebensgeschichte zu schreiben. Mal sehen wie ich damit klar komme, vielleicht hilft es mir auch so einiges zu verarbeiten.

@ dirk
Ja bisher gab es nicht viel Schönes in meinem Leben, ich versuche aber dennoch mich an die wenigen schöne Momente zu erinnern, trotz all den negativen gab es auch schöne Momente in meinem Leben und ich denke nur darauf kommt es an, sich die schönen Momente in Erinnerung zu rufen.
Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber sie hat mich zu dem gemacht was ich heute bin, denn egal was ich erlebt habe, es hat mich geprägt.

Ich habe Glück mit meiner einzigen und besten Freundin, sie lebt zwar jetzt 500 Km weit weg von mir, wir sehen uns nur noch 2 bis 3 mal im Jahr, aber wir telefonieren und können über alles sprechen. Es brauchte Jahre diese Freundschaft aufzubauen, aber es hat sich gelohnt.

Was meine körperlichen Probleme anbelangt, ja es kommt vom Arbeiten, ich habe schon immer viel und hart gearbeitet, körperlich schwer, daher hab ich kaputte Wirbelsäule, da kann man nichts machen, beide Knie kaputt und Sprunggelenk, folgen eines Unfalls, kranke Nieren ist Erbkrankheit daher auch mein nierenbedingter Bluthochdruck.

Selbsthilfegruppe bedeutet dass Du dich mit Menschen triffst, die ähnliche oder das gleiche Problem haben wie Du, man kann sich austauschen, es sind Menschen die verstehen von was Du sprichst, weil sie ähnliches oder gleiches durchmachen, manchmal wird sogar was gemeinsam unternommen.

Ob mir eine Selbsthilfegruppe was bringt weiß ich auch noch nicht, Gedanken darüber hab ich mir schon gemacht allerdings in eine SHG für Spielsüchtige, denn ich bin zwar spielfrei, aber das bedeutet nicht das ich sicher vor einem Rückfall bin.
So das war’s erst mal wieder von mir.

Lg Sensibelchen

#7


H
ich fühle mich nicht nicht wertlos und einsam !

Ich fühle mich wie der letzte Dreck !

Hatte noch nie eine richtige Beziehung oder sowas wie Freunde und bin jetzts schon 24 Jahre.

Naja irgendwas muss an mir wohle sehr abstoßend sein - ich wüsste nur zugern was.




Liebe Grüße euch Allen und viel Kraft wünscht euch Hannes

#8


G
Zitat von H8UA4:
ich fühle mich nicht nicht wertlos und einsam !

Ich fühle mich wie der letzte Dreck !

Hatte noch nie eine richtige Beziehung oder sowas wie Freunde und bin jetzts schon 24 Jahre.

Naja irgendwas muss an mir wohle sehr abstoßend sein - ich wüsste nur zugern was.

vielleicht das:
Zitat:
Mir hat z.B. mein eigener Vater schon als Kind bewusst gemacht, dass ich nichts weiter bin als ein 'wertloses Stück schei.' und man hat mich in meinem Leben noch weitaus schlimmeres genannt.

du hast das anscheinend verinnerlicht und dich davon bisher nicht distanziert.
du musst anfangen, selber anders über dich zu denken. das gefühl zieht später nach.

#9


S
Hallo Hannes (H8UA4)

ich denke GastB hat recht,
Zitat von GastB:
du hast das anscheinend verinnerlicht und dich davon bisher nicht distanziert.
du musst anfangen, selber anders über dich zu denken. das gefühl zieht später nach.


In meiner Kindheit war ich nie gut genug, egal wie sehr ich mich bemühte, es war immer zuwenig. Ich war total überfordert, denn ich war ein Kind und hab die Aufgaben eines Erwachsenen übernommen.

Lg Sensibelchen

#10


wer-bin-ich?

fühle mich wertlos

Heute fühle ich mich wertlos. Ist ganz plötzlich passiert, habe einfach nur wieder Lust mir meinen Kummer von der Seele zu schreiben . Ohne Vorwahrnung und ohne Grund geht es mir ziemlich mies. Dieses ständige Auf und Ab der Gefühle ist so anstrengend. An Tagen wie diesen verdiene ich es mich mental zu bestrafen. Es tut so gut, sich zu bestrafen.

#11


W
Hallo, das hört sich nicht gut an. Warum willst du dich bestrafen? Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig das solltest du dir immer wieder sagen. Du verdienst sicher keine Strafe, mental? Was bedrückt dich so ? Diese Gefühlsschwankungen kenne ich durch meine Ängste. Es ist anstrengend ohne Frage. Versuch dich viel abzulenken und gönn dir was schönes. Es wird auch wieder besser, bestätigt sich hier immer wieder.

Alles Gute
L.g. Waage

#12


Annelsche
Hey, wie willst du dich denn noch mehr bestrafen? Ist es denn nicht Strafe genug, dass du selbst von dir denkst, dass du nichts wert bist?

Du bist viel wert und dein mieses Gefühl wird auf Dauer nicht besser werden, wenn du dich selbst bestrafen tust. Damit vermittelst du ja Körper und Psyche, dass sie den richtigen Weg gehen und das tun sie offensichtlich im Moment nicht.

Kopf hoch

Annelsche

#13


Schlaflose
Zitat von wer bin ich?:
An Tagen wie diesen verdiene ich es mich mental zu bestrafen. Es tut so gut, sich zu bestrafen.


In welcher Form bestrafst du dich denn?
Wenn es mir mies geht, habe ich immer Lust andere zu bestrafen und fies zu ihnen zu sein, aber doch nicht mich selbst.

#14


D

Einsam ; fühle mich wertlos

Hallo ,,, weiß garnicht wie ich anfangen soll da sovieles in meinem Kopf schwebt und ich total glücklich bin diese Seite gefunden zu haben. Ich dachte immer ich wäre der einzige mit diesen Problemen. Was mir auf dem Herzen liegt möchte ich euch mitteilen und eure Meinungen hören, ich bin Serhat und bin 20 Jahre alt, geboren bin ich in köln doch wohne seit knapp 4 Jahren nicht mehr dort sondern jetzt in Stuttgart. Mein Leben lief sehr kompliziert ab in den letzten Jahren da ich auch ein einige Jahre in der Türkei gelebt habe.
Ich bin ein recht offener mensch und sehr direkt, eigentlich das was Menschen nicht mögen die ihnen direkt alles ins gesicht sagen. Ich bin seit 4 Jahren Single und ich schaff es kaum Freundschaften aufzubauen überhaupt mit Frauen in Kontakt zu treten Ihnen was vorzuspielen, so bin ich leider nicht. Wenn ich liebe dann richtig, ich hab die letzen 3 Jahren meines Lebens mit falschen Freunden verschwendet ich hab mich auf Dro. eingelassen die ich eigentlich sein lassen sollte. Das letzte mal war eindeutig zuviel und seit dem hab ich eine Psychose, ich bin mir sicher das wird wieder beim psychologen war ich auch schon und der hat mir Tabletten aufgeschrieben die aber ich so gut wirkten in meinem gehirn sehr schlimm sogar musste jeden tag knapp 12 std schlafen und fühlte mich wie eine Leiche als ich aufgestanden bin. Bin jetzt knapp 4 Monaten clean , kein Gras kein mdma keine räuchermische kein Alk. ( ab und zu mal ein bierchen) aber das wars auch schon. Um es in die Worte zu fassen ich bin kein model aber finde mich auch nicht hässlich nur die depressionen und die Isolation die macht mich ganz schön hässlich, die Dro. haben mich sehr mit genommen bin sehr paranoid , habe ständig angst meine eltern zu verlieren Bilde mir Sachen ein die nicht existieren. Ich wohne jetzt in einer Kleinstadt wo 20.000 leute wohnen und diese stadt ist der Fluch, meine Arbeit hab ich auch aufgegeben da mein Körper nicht mehr mitmacht bzw mein gehirn einfach nicht abschaltet. Ständig zu wissen das man kein geld hat und die Eltern sich denken was für ein Sohn wir auf die welt gebracht haben , es zerfrisst mich innerlich. Selbstmord Gedanken habe ich oft ich fantasiere mir im kopf was dannach passiert was passieren könnte. Doch dann komm ich wieder zu Vernunft und denke mir alles wird gut. Aber nichts wird gut es wird tag zu tag schlimmer , ich sehne mich nichtmal nach sexuellen Dingen sondern einfach geliebt zu werden und man mich so akzeptiert wie ich bin. Bin leider kein Vollbart junge sowie mein Bruder oder mein vater eher feminine aber nicht gleichgeschlechtlich, einfach nur ein sensibler junge den man wieder zeigen muss wie man liebt weil ich wirklich keine Ahnung hab. Die letzen 2 Jahren ging es nur um koksen und puffgänge. Ich weiss ich schreibe so durcheinander vielleicht bekommst du schon krebs beim durchlesen ... ;D
Kann mir einfach jemand sagen kopf hoch junge gemeinsam sind wir stark

#15


A
hallo Serhat,
hier gibt es bestimmt noch einige, die Ähnliches erlebt haben und dir gute Tipps geben können. Was ich aus deinem beschriebenen rausziehen kann, ist, dass ich auch ständig Angst habe, meine Eltern zu verlieren. Dann gibt es niemanden mehr, ich bin die Letzte aus der Familie ohne Kinder, ohne je verheiratet gewesen zu sein, was mich aber eigentlich nicht stört (ich habe eine schizoide Persönlichkeitsstörung), leider unter starken Ängsten vor fast allem, Depressionen und Zwangsstörungen. Ich habe eigentlich nur den Wunsch, angenommen zu werden, so wie ich bin. Das wäre schon mal ein großer Fortschritt, aber oft wird man ausgenutzt oder verarscht, weil man zu gutmütig ist oder einfach hilfsbereit, das habe ich mir abgewöhnt und mache es nur noch im engsten Kreis. Da du noch sehr jung bist und noch soviel Möglichkeiten hast, Dinge für dich selbst auszuprobieren, damit es dir besser geht, glaube ich, dass du es schaffen wirst. Mich würde mal interessieren, ob deine Eltern mal fragen, wie es dir überhaupt geht und warum du so bist oder so geworden bist, allein das Interesse oder versuchen zu verstehen oder nachzuvollziehen, wie und warum jemand so ist, finde ich wichtig, gerade aus der eigenen Familie. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg! LG Annie

x 1 #16


F
Hallo Serhat,

ich glaube,so aussichtslos,wie Du im Moment alles siehst,ist Dein Leben gar nicht!
Momentan hast Du viele Gedanken,die typisch sind für eine Depression,deshalb würde ich damit unbedingt in eine psychosomatische Klinik gehen,wo Du dann auch die Anleitung bekommst,die Du für Dein weiteres Leben brauchst.
Dort kannst Du auch neue Zukunftspläne machen und Kraft schöpfen für einen Neubeginn.

Du hast Dich ein bisschen "verlaufen" in Deinem Leben und fühlst Dich jetzt orientierungslos.
Das passiert vielen Menschen und ist gar nicht schlimm!
Das Gute ist,man kann jederzeit die Richtung wechseln und sich wieder auf Kurs bringen,indem man sich helfen lässt.
Den ersten Schritt hast Du ja schon gemacht und verzichtest auf die Dro. und Du hast erkannt,dass etwas anders werden muss.
Und glaube mir: das ist das Allerschwerste!Das grösste Hindernis hast Du also schon hinter Dir! Daumen hoch

Ich gehe auch demnächst in eine psychosomatische Klinik zur Stabilisierung,es ist mein dritter Aufenthalt in einer solchen Klinik und ich bin jedesmal sehr depressiv reingegangen und hoffnungsvoll und mit wiedergewonnener Lebensfreude wieder raus,es lohnt sich also wirklich.
Und dort bist Du nicht alleine und kannst viele neue Kontakte knüpfen,es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

D
Zitat von Annie303:
hallo Serhat,
hier gibt es bestimmt noch einige, die Ähnliches erlebt haben und dir gute Tipps geben können. Was ich aus deinem beschriebenen rausziehen kann, ist, dass ich auch ständig Angst habe, meine Eltern zu verlieren. Dann gibt es niemanden mehr, ich bin die Letzte aus der Familie ohne Kinder, ohne je verheiratet gewesen zu sein, was mich aber eigentlich nicht stört (ich habe eine schizoide Persönlichkeitsstörung), leider unter starken Ängsten vor fast allem, Depressionen und Zwangsstörungen. Ich habe eigentlich nur den Wunsch, angenommen zu werden, so wie ich bin. Das wäre schon mal ein großer Fortschritt, aber oft wird man ausgenutzt oder verarscht, weil man zu gutmütig ist oder einfach hilfsbereit, das habe ich mir abgewöhnt und mache es nur noch im engsten Kreis. Da du noch sehr jung bist und noch soviel Möglichkeiten hast, Dinge für dich selbst auszuprobieren, damit es dir besser geht, glaube ich, dass du es schaffen wirst. Mich würde mal interessieren, ob deine Eltern mal fragen, wie es dir überhaupt geht und warum du so bist oder so geworden bist, allein das Interesse oder versuchen zu verstehen oder nachzuvollziehen, wie und warum jemand so ist, finde ich wichtig, gerade aus der eigenen Familie. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg! LG Annie


Die sind ja selbst krank es zerfrisst sie mich so zusehen das ich so leide , ich hab mich so isoliert.. Meine Mutter ist selbst krank ; und seitdem sie das rauchen aufgehört hat kann man garnicht mehr mit ihr reden. Mein Vater arbeitet 6 Tage die Woche aufm bau ist wahrscheinlich auch krank, also ständig in Gedanken zu leben zu wissen das sie krank sind und sie sagen es gibts nichts .. Glaube ich Ihnen das trotztdem nicht. Ich bin der jüngste und vor ein paar Jahren war ich der motivierende junge *ich kann alles* * ich schaffe das * jetzt genau das Gegenteil, jetzt rede ich mir ein es geht nichts mehr. Wäre kaum in der Lage irgendwo zu arbeiten mit Menschen , Papier stresst schon wie sau. Und an die leute die keine Dro. genommen haben und aus reiner neugiere auf die Seite gestoßen sind.. lasst die Finger davon ohne witz das zeug macht krank dumm behindert

#18


A
@derjunge,
mit "ausprobieren" meinte ich Möglichkeiten und Wege wie zum Beispiel einen Aufenthalt in einer Klinik stationär oder einer Tagesklinik oder eine Therapie zu machen.

#19


D
Zitat von Annie303:
@derjunge,
mit "ausprobieren" meinte ich Möglichkeiten und Wege wie zum Beispiel einen Aufenthalt in einer Klinik stationär oder einer Tagesklinik oder eine Therapie zu machen.

Das werd ich auch morgen tuhen danke für die antworten.

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Reinhard Pichler
App im Playstore