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Hab keine Freunde

200822.04




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West-Deutschland
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Hallo Psychic-Forum,

Ich leide schon seit einiger Zeit darunter, allein und ohne Spaß durchs Leben zu gehen. Ich bin seit kurzem volljährig und vergeude wertvolle Jahre meines Lebens, was ich schon lange weiß, jedoch nicht zu ändern schaffe. Ich habe niemanden! Mit meinen Geschwistern verstehe ich mich zwar ganz gut, aber das ist natürlich etwas anderes. Vor allem zur jetzigen Zeit ist es besonders schlimm. Ich mache in Kürze meinen Schulabschluss, wo es selbstverständlich auch eine Abschlussfete gibt. Dass es niemanden gibt, mit dem ich dahin auf die Party gehen könnte, führt mir deutlich vor Augen, wie einsam ich bin. Schon seit mehr als einem Jahr fürchte ich vor diesem Zeitpunkt und jetzt kommt er immer näher.

Es geht schon ein paar Jahre so. Das letzte Mal, dass ich wirkliche Freunde hatte, war wohl noch in der Grundschule, so 3., 4. Klasse. In der 5. - 7. waren es dann noch eher spärliche, kleinere Freundschaften, die ich nur über die Schule aufrechterhalten habe, und nur ab- und zu in der Freizeit. In der Zeit danach hatte ich nur noch oberflächliche Kontakte - Freundschaften waren das nicht mehr. Es waren die selben Leute wie früher, doch man hatte einfach nichts mehr gemeinsam und hing in der Schule nur zusammen ab, weil es niemand anders gab. Mit ungefähr 16 hatte ich längst keine Freunde mehr. Es gab ein paar sehr wenige Kontakte, aus denen jedoch nie Kumpels wurden. Nur ganz selten ging irgendwas außerschulisches. Mittlerweile habe ich auch sowas nicht und bin vollkommen allein.

Dass ich keinen Freundeskreis habe, hat wahrscheinlich viel damit zu tun, dass ich etwas anders bin. Ich teile kaum Interessen mit den Meisten, finde keinen Spaß an dem was junge Leute in meinem Alter interessiert. Keine Ahnung warum. Hobbys habe ich eigentlich gar keine. Interessen kann ich kaum ausleben, gerade auch weil ich keine Freunde habe. Ein Teufelskreis.
Manchmal erscheine ich mit Sicherheit ein bisschen wunderlich. Da ich wenig gesellschaftlichen Umgang habe, verhalte ich mich in vielen Situationen, die für normale Routine sind, unsicher und merkwürdig. Einiges habe ich einfach nie kennengelernt. Das ist eine Folge meines Einzelgängerlebens und verbaut mir gleichzeitig die Möglichkeit wieder irgendwie ins normale Leben reinzukommen. Dinge wie Smalltalk fallen mir auch ungewöhnlich schwer.
Häufig ärgere ich mich dann im Nachhinein, wenn ich mein idiotisches Auftreten reflektiere und mich frage, warum ich in der der jeweiligen Lage so reagiert habe.
Ich lasse mich genausowenig in eine Schublade einordnen. Vom äußeren Erscheinungsbild zum Beispiel passe ich in keine bestimmten, am Musikgeschmack oder ähnlichem orrrientierte Gruppen. Ich habe einfach so gut wie keine Gemeinsamkeiten, fühle mich zu verschieden für die Gesellschaft.

Dabei bin ich echt kein schlechter Mensch. Natürlich habe ich negative Eigenschaften, wie jeder andere auch, nur sind das keine Charakterzüge, die andere Menschen verletzen, eher so was wie Trotteligkeit oder, dass ich mich dumm anstelle. Ich werde von den Leuten nicht wahrgenommen, und wenn dann völlig anders, als ich eigentlich bin. Meine Persönlichkeit hat sich aus meiner Sicht dabei eher in eine positive Richtung entwickelt. Früher war ich etwas egoistisch und zum Teil aufbrausend, während ich jetzt eher gelassen/ruhig bin. Doch komischerweise wurde mein Sozialleben gleichzeitig immer schlechter, je ausgeglichener mein Charakter wurde. Onehin habe ich das Gefühl, das nicht sonderlich viele Personen Wert darauf legen, respektvoll behandelt zu werden.

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich möchte Leute kennen lernen, doch bin eher ein scheuer Typ. Ich weiß, dass das nicht von alleine funktioniert, wenn ich nur zuhaus sitze. Um mal rauszukommen, gehe ich meine Runden durch die Gegend und hoffe dabei zufällig irgendwelche Bekanntschaften zu schließen. Das ist sehr unwahrscheinlich, doch etwas anderes fällt mir nicht ein, ich kann dann wenigstens mal abschalten und meine extreme Unzufriedenheit ein bisschen vergessen. Unter die Leute mische ich mich sehr ungerne. Wenn ich irgendwo allein zu Massenveranstaltungen hingehe, fühle ich mich sehr unwohl. Die Leute können sich schon denken, dass ich wohl ein unfreiwilliger Einzelgänger bin. Ich fürchte, da ich in einer Kleinstadt mit wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten wohne, ebenfalls, dass ich jemanden sehe, der mich kennt und dann sieht wie armselig es um mich steht. Auf Parties gehe ich quasi gar nicht, in einer Diskothek war ich in meinem Leben noch nie! Aber ich glaube sowieso, dass Discos nicht der richtige Platz sind, um Leute kennenzulernen.

Das alles klingt jetzt vielleicht zu "ich-bezogen", aber ich denke, das hiflt mein Problem genauer zu schildern.
Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, das durchzulesen.

Gruß

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  22.04.2008 22:08  
Sag mal, wenn Du mit den anderen sowieso keine Interessen teilst bzw. wenig Lust zu haben scheinst, mit ihnen in Kontakt zu kommen, leidest Du wirklich unter der Einsamkeit oder mehr unter dem Makel, einsam zu sein? Was genau vermisst Du denn? Was würdest Du mit Deinen Freunden unternehmen wollen, wenn Du welche hättest? Was wäre besser/anders in Deinem Leben? So, wie Du schreibst, habe ich den Eindruck, als sei Dein größtes Problem, dass Deine angebliche "Armseligkeit" offenbar wird, wenn Du allein zur Abschlussfete gehen musst...

Liebe Grüße
Christina



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  22.04.2008 23:14  
Ja, da hast Du einen netten Teufelskreis erwischt. Keine Freunde - schlechtere Sozialkompetenz - Angst vor anderen Leuten - wieder keine Freunde, weil, Du kannst ja schlecht welche finden/halten - Angst, dass andere Dich abwerten, weil Du allein durchs Leben stapfst - noch mehr Angst, Leuten zu begegnen - noch weniger Möglichkeiten, Freunde zu finden. Da gibt es keinen einfachen Rat. Du kannst höchstens Deine Ansprüche herunterschrauben, vielleicht ein wenig - für Deine Begriffe - oberflächlicher werden, um überhaupt Kontakt zu bekommen. Du erwartest viel: Es soll jemand zu Dir passen, das Gleiche mögen wie Du, doch Hobbys, die ja eine tolle Basis wären, hast Du nicht.

Andererseits ist abzusehen, dass aus Dir ein "Freak" wird, wenn Du so weiter machst. Deine soziale Kompetenz wir immer eingeschränkter. Und Du wirst für andere immer "merkwürdiger". Da musst Du wohl ganz unten anfangen, kurze Kontakte - so nach dem Motto, wollen wir mal zusammen spielen? Kann ich jetzt nicht besser ausdrücken. Und ein bisschen musst Du Dich wohl den anderen anpassen. Wenn Du gar keine ausgeprägten Interessen hast, dann kannst Du doch welche entwickeln, die vielleicht zu jemand anderem passen. Interesse zeigen.

Für die Abschlussfeier kannst Du vielleicht nicht mehr viel tun. Aber danach geht für Dich doch was Neues los und dann möglichst gleich von Anfang an vorne dabei. Naja, in der Masse kriegst Du das sicher nicht hin. Aber am Ball bleiben musst Du und vielleicht ist mal irgendwo einer dabei, der so ein bisschen ist wie Du. Aber in Deiner Situation musst Du die Initiative ergreifen. Die anderen sind es gewöhnt, dass Du nicht "dabei" bist.

Ist ein schwerer Weg und wird Dir viel abverlangen, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass es sehr viel anders gehen wird.

Lieben Gruß, kia

Danke1xDanke




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West-Deutschland
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  23.04.2008 14:24  
Erst mal vielen Dank für die Antworten

Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt keinen Kontakt mit den Leuten haben möchte, denn das möchte ich ja eigentlich schon, nur: Mir macht aus irgend einem Grund einfach nichts Spaß, was andere gern tun wie beispielsweise das Trinken und Tanzen im Nachtleben. Vielleicht liegt das auch daran, dass sich solche Dinge bei mir immer negativ eingeprägt haben, weil ich z.B. nie das richtige Umfeld hatte, um Gefallen an sowas zu finden. Es kann sein, dass mich die anderen zu langweilig finden, da ist möglicherweise auch was dran. Ich glaube jedoch, dass sich schon das ein oder andere Hobby finden ließe, wenn ich jemanden hätte, mit dem ich es zusammen tun könnte. Ich interessiere mich etwa ein wenig für Spielfilme, gehe aber nie ins Kino, weil es allein einfach keinen Spaß macht. Würde ich jemanden finden, der mein Interesse teilt, könnte aus dem Interesse ja eventuell eine Lieblingsbeschäftigung werden. Ich bin da ja schon ein wenig offen, wenn jemand einen anderen Musikgeschmack hat oder dergleichen, ist das für mich überhaupt kein H indernis.

Und selbstverständlich leide ich unter dem Alleinsein, und das nicht weil ich deswegen nicht mit Kontakten "rumposen" kann, wie manche das gerne tun. Sondern weil ich eben einsam bin, nichts erlebe, sich niemand für mich interessiert und ich mich auch nicht mit anderen bzw. für andere freuen kann. Sich austauschen, gemeinsam irgendwo hinfahren, das sind Sachen die ich halt vermisse.
Aber es ist nun leider so: Wer keine Freunde hat, der findet nur sehr, sehr schwierig welche. Unter jungen Leuten, haben Menschen ohne Freunde eine "Opferrolle". Wer allein durch die Gegend streift, muss in den Augen vieler Menschen komisch sein und wird daher gemieden. Ich kenne das selbst, dass viele Leute, bei denen sich Freundschaften anbahnten dann irgendwann zurückzogen, als sie merkten, dass man allein ist.

Ein gutes Beispiel für meine Misere ist der Sylvesterabend: Da ich niemanden hab, krieg ich das Angebot von meinen Eltern zum Feiern mit zu Bekannten/weit Verwandten zu fahren. Entweder nehme ich an, feiere unfreiwillig mit den unbekannten aber netten Leuten, verhalte mich wie ein Depp, bereue die Entscheidung und möchte schnellstmöglich weg; oder bleibe allein zu hause, fühle mich betrübt und gehe eventuell später aus Verzweiflung ein wenig raus. Beide Möglichkeiten gefallen mir nicht! Kennt das jemand?

Nochmals vielen Dank



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  23.04.2008 15:28  
Hallo,

ich kenne das leider nur allzu gut - aus meiner persönlichen Vergangenheit als ich etwa so alt war wie Du. Ich hätte weit weniger unter der Einsamkeit gelitten, wenn ich sie nicht auch noch zu allem Überfluss als persönlichen Makel empfunden hätte. Deswegen meine Fragen.

In gewisser Weise hast Du jetzt die Chance, etwas zu verändern. Die Schule endet, Dein soziales Umfeld wird sich radikal verändern - ganz egal, was Du tun wirst. Und da kannst und musst Du das tun, was Kia vorgeschlagen hat: "Klein" anfangen, Dich erstmal mit Oberflächlichkeiten und Bekanntschaft (statt Freundschaft) zufrieden geben und schauen, wo sich auf der Basis ähnlicher Interessen vertiefte Kontakte ergeben. Wichtig ist, dass Du viele Gelegenheiten findest, in persönlichen Kontakt zu anderen zu kommen. Massenveranstaltungen scheiden da aus. Aber vielleicht lässt sich das eine oder andere Interesse ja doch zu einem Hobby ausbauen und vielleicht in einem Verein betreiben. Oder Du besuchst einen VHS-Kurs. Dabei nehme ich nicht an, dass sich dort gleich Freunde fürs Leben finden. Es ist aber wichtig, dass Du die unverbindliche Kontaktaufnahme übst und auch lernst, das alles gelassener zu sehen. Sonst läufst Du Gefahr, jedes Feierabendbierchen mit Erwartungen zu überfrachten und auch Dein eigenes Verhalten - ganz besonders die scheinbaren Fehler - überzubewerten, so dass Du Dich regelmäßig als "Depp" fühlst. Denk' dran: Bei jedem dauert es eine Weile, bis sich aus Bekanntschaften tragfähige Freundschaften entwickeln.

Was Du machen kannst, wenn Du Dich sozial sehr unbeholfen und ängstlich fühlst: eine Gruppentherapie, genauer ein sog. Soziales Kompetenztraining. Das hätte auch den Vorteil, dass Du gleich einen Schwung Leute kennen lernst, die ähnliche Probleme haben wie Du. Eine andere Möglichkeit wäre Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe mit den Themen "soziale Ängste" oder "Einsamkeit".

Liebe Grüße
Christina



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NRW
  23.04.2008 15:28  
hm,

wie für so vieles hier im forum gibt es auch bei dir wahrscheinlich kein patentrezept. ich kann deine situation leider auch nicht so ganz nach empfinden. ich fühle mich zwar auch einsam, aber es ist mehr die einsamkeit bei der man sich alleine fühlt, obwohl man es gar nicht ist.

ich kann dir zunächst einmal nur ein bisschen mut machen, dass nach der schule die karten völlig neu gemischt werden. ich weiß nicht ob du nach deinem abschluss in deiner stadt bleibst, aber selbst wenn das der fall ist, wird sich dann vieles ändern. du wirst in ein neues umfeld kommen, wo nicht mehr so wichtig ist, was vorher war.

das mit dem "nicht trinken und nicht tanzen" = schwieriger leute kennenzulernen kann ich schon nachvollziehen. aber es gibt auch viele leute da draußen, die da auch keinen bock drauf haben. das problem ist nur, dass man zu denen häufig nicht so leicht kontakt findet wie auch schon andere hier meinten, muss man wohl versuchen sich über small talk und kleinere "erfolge" an größere freundschaften (oder wenigstens festere kontakte) heranzutasten.

ich bin zwar eigentlich nicht so dafür sich freunde übers internet zu suchen, aber wenn man die reale welt nicht völlig vernachlässigt ist das vielleicht auch ein weg. eine person aus meinem näheren umfeld hatte auch das pech, dass in ihrer jahrgangsstufe keine leute waren, die ihre interessen geteilt haben. dann hat sie im internet in foren über ihr größtes hobby einige gute kontakte geknüpft und mit 1,2 leuten ist sie jetzt richtig gut befreundet und mit 10,11 hat sie loseren kontakt, trifft diese leute aber auch ab und zu real. das ist meiner meinung nach sehr wichtig, dass alles nicht nur aufs internet beschränkt bleibt.

also das ist vielleicht auch ein weg, bei dir vielleicht über das thema film. aber wichtiger ist wohl, dass man auch im alltag immer wieder versucht ins gespräch zu kommen. ich weiß dass das nicht leicht ist, ich bin selber auch sehr schüchtern, aber ich glaub anders geht es nicht. ich hatte das glück, dass ich 4,5 sehr gute kumpel in meiner jgst. hatte.

wie gesagt, ich kann dir nur ein bisschen mut machen, von alleine geht leider nichts und die ultimative lösung mit der alles gut wird gibts leider auch sehr selten.



  23.04.2008 20:52  
Hallo Mensch ,

wie willst du denn jemand Neues kennenlernen, wenn du überall nur dann hingehst, wenn du "jemanden hast"?

Warum kannst du nicht "allein" zu eurer Abschlussparty gehen?
Schließlich "hast" du doch gerade dort jede Menge Bekannte, nämlich alle deine bisherigen Klassenkameraden.

Bringen alle anderen ihre Freunde bzw. Freundinnen mit und knutschen nur den ganzen Abend lang mit denen? Selbst dann könntest du erstmal hingehen und gucken, was so läuft, dann kannst du ja selber entscheiden, wie lange du bleibst.

Es stimmt, nach dem Schulabschluss werden die Karten wieder neu gemischt, aber da wirst du erst recht erstmal allein auf dich gestellt sein. Gerade wenn du niemanden "hast", musst du irgendwo hingehen, wo Leute sind, um Leute kennenzulernen.

"Jemanden haben" - was bedeutet das für dich? Falls du mit "jemand" eine Liebespartnerin meinst (ich nehme an, du bist männlich?), dann musst du diese ja auch erstmal ansprechen und für dich gewinnen. Erst dann "hast" du sie. (Und auch das nur solange, wie du ihr gefällst.)





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West-Deutschland
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  23.04.2008 22:34  
Hallo,
ich bins schon wieder
Danke, eure Beiträge sind hilfreich, ich sehe das jetzt aus Positionen, wie ich das vorher nicht betrachtet habe. Das mit dem Kompetenztraining wäre mal eine echt gute Idee. Wie ich sehe, bin ich nicht der einzige mit derartigen Problemen.

Ja es stimmt schon, wenn ich nirgendwo alleine hingehe wo Leute sind, wirds schwer mit dem Kennenlernen. Ohne Begleitung durch Straßen zu gehen oder auf dem Schulhof mal abseits stehen, macht mir nicht viel aus. Doch wie gesagt, Diskothekenbesuche, "Ausflüge" oder sonstige Orte mit vielen Menschengruppen, da haperts bei mir mit dem alleine durchziehen. Ich denke, manche Orte (ich nehme wieder das Beispiel Kinosaal) sind einfach nicht zum Kontakt-knüpfen geeignet, da die Leute nicht drauf eingestellt sind und man sich auf etwas anderes konzentriert.

Ich habe immer das Gefühl, für andere ist es kinderleicht neue Kontakte zu knüpfen, was mit Sicherheit bei vielen auch der Fall ist. Bei mir hingegen läuft das nicht von automatisch ab. Ich habe es viel schwerer mit den Leuten klar zu kommen. Man hält mich wahrscheinlich für nicht besonders sympathisch, werde häufig ignoriert - liegt wohl an meiner Ausstrahlung

@GastB: Ich meinte im Allgemeinen Freundschaften und Bekanntschaften, ein funktionierendes soziales Netzwerk. Eine Partnerin gehört sicher auch dazu, das wird aber mit einen geregelten Leben hoffentlich von selbst kommen. Vordergründig geht es mir nämlich erst mal darum überhaupt Menschen für mein Umfeld zu "finden".

Zur F-Abiparty werde ich eventuell doch gehen, wenn auch nicht unbedingt zum Spaß. Wenn ich es nicht schaffe meine Karten loszuwerden, werde ich sie wohl versuchen vor dem Eingang zu verkaufen, um nicht auf dem Geld sitzen zu bleiben. Und wenn ich schon mal da bin, kann ich ja mal reinschauen. In der Tat glaube ich aber, dass dort jeder mit seinen Leuten oder Partnern herumhängen wird, denn so lief das bisher immer ab. Die Leute werden mich auch nicht unbedingt vermissen, schließlich bin ich in meiner Klasse keine große Nummer gewesen.



  23.04.2008 23:14  
Mensch90 hat geschrieben:
Ich denke, manche Orte (ich nehme wieder das Beispiel Kinosaal) sind einfach nicht zum Kontakt-knüpfen geeignet, da die Leute nicht drauf eingestellt sind und man sich auf etwas anderes konzentriert.

Vielleicht denkst du zuviel.

Kinosäle sind nicht unbedingt zum Kontaktknüpfen geeignet, Kinowarteschlangen vor der Kasse aber ganz besonders gut!


Viel Spaß bei der Abschlussfeier. Oft hilft es, sich vorzunehmen: "Ich werde Spaß haben." Dann ergibt sich meist etwas.

Gruß,
GastB



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Nrw
  24.04.2008 20:57  
Hallo Mensch,
ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen, da ich fast die gleichen Probleme mit anderem Hintergrund hatte. Das was ich bis jetzt erlebt habe ist, dass mir der Zivildienst einen gewaltigen Schub gegeben hat. Dort bin ich "zwangsweise" unter Menschen und dann kommt auch nach und nach der Kontakt. Im Vergleich zum Anfang meines Zivildienstes bin ich wohl für andere ein völlig anderer Mensch, wie ich es durch Reaktionen und neue Kontakte merke. Alles konnte ich natürlich nicht abstellen in der Zeit, aber ich hoffe es ist ein guter Anfang.
Ich wünsche dir, dass es dir genauso oder besser ergeht in deiner Zeit nach dem Abitur, wenn du nicht ausgemustert wurdest, such dir eine möglichst engagiert Zivildienststelle, ich selber bin bei einer Camphill Dorfgemeinschaft für behinderte Menschen und dort lerne ich allein schon aufgrund der großen Praktikanten Fluktuation und den anderen jungen Mitarbeitern viele verschiedene unterschiedliche Menschen kennen.

Ich wünsche dir noch alles Gute.


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