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13.06.2007 19:51 • 19.12.2015 #1


287 Antworten ↓


Hallo,
ja, das kenne ich, wenn man immer Anhängsel ist. Für mich hab ich aber festgestellt, dass die Leute meines Freundes schon offen sind, wenn ich ein bißchen was von mir rauslasse.Ih bin außedem grad dabei, mir doch, auch wen ich Schiss habe, ein paar neue Kontakte zu erschließen habmich bei eienrwalkinggruppe angemeldet.
viele Grüße
Sonja

15.06.2007 08:25 • #2



Einsamkeit Erfahrungen - wem geht es wie mir?

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Das ist eine ziemlich konfuse Situation/Position - das mit der "Freundin von soundso" sein...ganz schwierig, in jedem Alter und in jeder Beziehung - kann ich persönlich auch nicht viel mit anfangen - auch weil ich nicht weiß, was von mir erwartet wird. Kann mir gut vorstellen, dass das Deine Einsamkeitsgefühle noch verstärkt - ich glaube, gerade größere Gruppen, egal wie nett und freundlich sie sind, sind wunderbar dazu geeignet Einsamkeit so richtig bewußt zu machen, wenn man einfach keinen wirklichen Zugang findet und kein Tiefgang da ist.

Stellt sich natürlich auch die Frage ob Du die einzelnen Leute auch gerne hättest kennen lernen wollen, wenn Du nicht mit Deinem Freund dort "reingekommen" wärst...Freundschaften schließen und sich öffnen und anvertrauen möchte man sich ja nur Menschen, die einem auf eine besondere Art und Weise vertraut erscheinen - und wenn Du dieses Gefühl nicht in Bezug auf die Freunde Deines Freundes hast, dann solltest Du auch ganz offen mit ihm darüber sprechen.

Damit Du eben nicht auf "Ausreden" und "Entschuldigungen" zurückgreifen mußt, wenn Du wirklich keine Lust hast, z.B. auf die Geburtstagsfeiern mit zu gehen - ist ja nicht böse gemeint - nach Kompromissen könnt ihr dann auch zusammen suchen, z.B. in die Kneipe oder den Club oder zum Grillen gehst Du gerne mit aber auf so intime Geburtstage lieber nicht... Cliquen-Treffen - schön für Deinen Freund aber kann auch doof für ihn und die anderen werden, wenn Du bei solchen Gelegenheiten mies drauf kommst, oder er das Gefühl hat, Dich unterhalten oder betreuen zu müssen...Ehrlichkeit ist in solchen Fällen - so glaube ich - der erste Schritt...du fühlst Dich in dieser Runde eben nicht so zu Hause und ausgelassen wie er...das ist keine Bosheit oder Deine verkorkste Einstellung oder die Schuld von Irgendwem...das ist einfach so - und das nicht zu akzeptieren und trotzdem auf biegen und brechen reinpassen zu wollen, führt nur zu Frust..nicht nur für Dich.

Natürlich kannst Du dann aber auch nicht nur rumsitzen und warten, dass Dir zufälliger Weise Leute über den Weg laufen, wo´s besser passt...gerade nicht, wenn Du Dich nach Freunden und intimen freundschaftlichen Kontakten sehnst...auch Du hast irgendwelche Interessen oder Hobbies oder Spleens, die Du mit anderen teilen kannst...bring Dich in eine Gruppe ein, in der schon mal Ansatzweise eine Interessengleichheit besteht (und wenn´s nur ein Volkshochschulkurs ist), das garantiert Dir keine festen Freundschaften, läßt Dich aber etwas über Dich selbst lernen. Z.B. ich bin furchtbar neugierig und kann überhaupt kein small-talk und mache fast nie einen Unterschied ob ich mit einer Frau oder einem Mann spreche - alles Sachen, die Menschen auffallen (negativ oder positiv) - d.h. ich mußte lernen riesen Unterschiede zwischen Bekannten und Freunden zu machen um den Bekannten nicht ständig und forwährend mit meinen indiskreten Fragen und Äußererungen auf die Füße zu treten (ich mag das ja auch nicht)- kurz: auch Du mußt erstmal ganz viel über Dich selbst lernen, über Deine Stärken und Schwächen bevor Du enge und intime Freundschaften schließen kannst...jeder will wissen, mit wem er´s zu tun hat.

15.06.2007 10:53 • #3


Hallo Sparschweinchen und hallo "anonymer Vorschreiber"!

Ihr schreibt mir beide aus der Seele. Auch ich fühle mich total einsam. Und ich musste schmunzeln über das "mit indiskreten Fragen meinem Gegenüber auf die Füße treten." Das kann ich selber nur allzu gut.

Seit März wohne ich wieder im Heimatdorf meines Mannes (4000 Seelenkaff). Eigentlich bin ich noch am Studieren, aber da ich gerade in meinen Diplomprüfungen stecke und scheinfrei bin, brauche ich nur noch einmal die Woche zur Uni fahren. Die restliche Zeit sitze ich hier oben in meinem Lern-kämmerlein und lerne oder leiste meiner Schwiegermutter Gesellschaft. Leider ist mein Mann beruflich fast permanent unterwegs und da Auslandstelefonate uns zu teuer sind telefonieren wir nur 5 Minuten abends was meistens nur organisatorische Sachen sind.
ERGO: bis auf den Mittwoch vormittag und die Mahlzeiten bin ich alleine. Und so sehr ich auch meine Schwiegermutter liebe (wir wohnen bei ihr ihm Haus oben in der Wohnung) so sehne ich mich doch nach gleichaltrigen Freunden. Mein Mann sagt mir immer ich soll aktiv werden und nicht locker lassen und versuche hier in den Frauenstammtisch reinzukommen. Aber ich bin es fast schon Leid. Klar, wenn eine Party ist oder so und ich mich melde, dann kann ich da schon mitgehen, aber dass mal jemand an mich denkt und mir bescheid sagt wenn die losgehen gibt es nicht. Also habe ich immer den Eindruck, die wollen bloß nett sein und dulden mich wenn ich mich melde aber im großen und ganzen können sie gut auf mich verzichten. Naja, stimmt ja auch, die kennen sich seit Ewigkeiten und was soll man sich auch die Mühe machen jemanden neues Kennenzulernen, wenn man doch ne ewig feste Clique hat.
Heute war wieder so ein Tag wo mir einfach nur die Decke auf den Kopf fällt und ich einfach nur raus muss. Einfach weil ich nur noch am grübeln bin ob irgendetwas mit mir nicht stimmt, ob ich mich nicht besser einweisen lassen soll weil ich mein Leben so schei. finde, weil ich mich bemühe und bemühe und nix dabei rumkommt, und weil ich es so satt habe immer an mir selber zu scheitern. Wenn ich die Wahl hätte würde ich auf meine eigene Anwesenheit gerne verzichten.
Naja, dennoch glaube ich dass es mir so schlecht geht weil mir einfach soziale Kontakte fehlen. In der Schule war ich sehr beliebt. Ich hatte dort zwar keine feste Clique oder "Busenfreundin" aber ich hatte immer irgendwas mit irgendwem vor. Auch ausserschulisch hatte ich genug Aktivitäten und Kontakte. Dann habe ich mit dem Studieren angefangen und habe immer in StudentenWGs gewohnt. Ein paar meiner besten Freunde kommen daher. Dann habe ich meinen Mann kennengelernt habe die Uni gewechselt und gehe seitdem ein vor Einsamkeit. Hier ist alles so anders. Keiner ruft an, keiner schaut vorbei. Keiner meldet sich, weil er zuviel Nudeln gekocht hat und Hilfe beim Aufessen braucht. Ich treffe niemanden auf der Strasse und verquatsche mich für die nächsten 3 Stunden. So was scheint es hier aber auch so nicht zu geben. Und ich vermisse es so. Nicht die großen Aktivitäten sondern die kleinen Kontakte im Alltag, der ausgedehnte Nach-der-Mensa-Kaffee-Klatsch.
Diese Woche habe ich 5 Anfragen gestartet, ob nicht jemand mal lust hat nur nen feierabend B. mit mir zu trinken... halt bei dieser Clique hier im Dorf (sind alles die Freundinnen von den Jungs aus dem Stammtisch meines Mannes). Entweder es kam gar keine Antwort oder absagen.
Und anderweitig aktiv werden und hier in einen Verein oder so rein gehen... Naja, in diesem Dorf ist man Fremden gegenüber nicht grade sehr zugeneigt. Da zudem jeder mich kennt, da der Vater meines Mannes ein großes Unternehmen hier im Ort hat ist es auch blöd. Jeder kennt mich und weiß wer ich bin, aber ich kenne niemanden!
Ich gehe jetzt schon 2x die Woche zum Sport, aber die sind da auch so eine eingefleischte Gruppe, dass man es nur noch schmerzhafter spürt wie einsam man ist. Wenn sich da dann verabredet wird und getratscht wird und man aussen vor bleibt.
Durch das Lernen für meine Prüfungen (bis Ende Sep.) habe ich auch nicht grade mega viel Zeit um da wirklich aktiv zu werden und sozusagen ne Offensive gegen meine Einsamkeit zu starten. Naja.
Ich habe jetzt viel zu viel geschrieben, ich selber schrecke bei so langen texten immer vor dem lesen zurück. Naja, mit wem soll ich mich sonst austauschen? Meine Uni-mädels von meiner ersten uni sind 600km weit weg und meine Familie ist auch 120km weit entfernt. Grrrrr.
So meine Lieben Leidensgenossen,
was ich eigentlich sagen wollte: ich kann euch gut verstehen...
LG,
Christina

15.06.2007 17:33 • #4


Hallo alle zusammen, bin gerade auf dieses Forum gestoßen und mich sofort "wiedergefunden". Ich bin schon seit längerer Zeit richtig depressiv und gestern war es besonders schlimm; habe den ganzen Nachmittag geweint und wenn nicht, dann lag ich nur regungslos auf meinem Bett und starrte an die Decke. Seit ich mit meinem Freund zusammen bin, fühle ich mich sehr oft einsam...viel einsamer als zuvor. Ich bin neu in der Stadt und kenne wenig Menschen, auch weil ich sehr schüchtern und zurückhaltend bin. Genau wie "Sparschweinchen" kenne ich fast nur Leute über meinen Freund und weiß, dass sie mich einfach nur "hinnehmen", weil ich eben die Freundin bin: sie würden nie etwas nur mit mir unternehmen! Momentan ist mein Freund verreist und ich fühle mich sehr schlecht. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, denke die ganze Zeit nur daran, dass er gerade eine richtig coole Zeit hat und ich hier nur blöd rumhänge. Ich habe zu nichts mehr Lust, laufe absolut versteiner durch die Wohnung und bin einsam. Früher war ich oft allein und das sogar sehr gern, aber wenn ich sehe, dass bei ihm gerade alles so gut läuft mit Freunden, Studium und Hobby und ich so ziemlich nix gebacken kriege - da fühle ich mich so wertlos und ungebraucht.
Ich weiß nicht, was ich tun soll, habe auch schon an eine Therapie gedacht oder wenigstens eine Selbsthilfe-Gruppe, aber irgendwie bin ich mittlerweile einfach zu schwach, um irgendetwas in die Wege zu leiten. Bin absolut am Ende...

K.

16.06.2007 15:03 • #5


hallo gast ich verstehe dich geht es mir doch genauso.ich drücke dich mal ganz doll.reiss dich hoch mach eine therapie mit medis und gehe öfters raus.LG-ein gast

16.06.2007 16:13 • #6


Gast schrieb am Sa, 16 Juni 2007 15:03
Hallo alle zusammen, bin gerade auf dieses Forum gestoßen und mich sofort "wiedergefunden". Ich bin schon seit längerer Zeit richtig depressiv und gestern war es besonders schlimm; habe den ganzen Nachmittag geweint und wenn nicht, dann lag ich nur regungslos auf meinem Bett und starrte an die Decke. Seit ich mit meinem Freund zusammen bin, fühle ich mich sehr oft einsam...viel einsamer als zuvor. Ich bin neu in der Stadt und kenne wenig Menschen, auch weil ich sehr schüchtern und zurückhaltend bin. Genau wie "Sparschweinchen" kenne ich fast nur Leute über meinen Freund und weiß, dass sie mich einfach nur "hinnehmen", weil ich eben die Freundin bin: sie würden nie etwas nur mit mir unternehmen! Momentan ist mein Freund verreist und ich fühle mich sehr schlecht. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, denke die ganze Zeit nur daran, dass er gerade eine richtig coole Zeit hat und ich hier nur blöd rumhänge. Ich habe zu nichts mehr Lust, laufe absolut versteiner durch die Wohnung und bin einsam. Früher war ich oft allein und das sogar sehr gern, aber wenn ich sehe, dass bei ihm gerade alles so gut läuft mit Freunden, Studium und Hobby und ich so ziemlich nix gebacken kriege - da fühle ich mich so wertlos und ungebraucht.
Ich weiß nicht, was ich tun soll, habe auch schon an eine Therapie gedacht oder wenigstens eine Selbsthilfe-Gruppe, aber irgendwie bin ich mittlerweile einfach zu schwach, um irgendetwas in die Wege zu leiten. Bin absolut am Ende...

K.


Hallo K,

hab schon erwähnt dass ich keinen small talk oder diskret/diplomatisch kann - also sag ich´s frei raus und hoffe, das ist ok für Dich...Ich bin kein Mediziner, aber was Du da beschreibst, hört sich wie eine ausgewachsene Depression an und das ist eine Erkrankung für die Du Dich weder schämen noch alleine damit klar kommen mußt. Die Symptome einer Depression ließen sich vermutlich lange Zeit mit Deiner Schüchternheit und freiwilligen Abhängigkeit von Deinem Freund für Dich selbst erklären - K. Du wärst wirklich nicht die erste Frau, die versucht ihre seelische Schwermütigkeit mit einer "Beziehung" zu einem lieben und aktiven Mann zu "kurieren" - das funktioniert aber leider nicht und deshalb geht´s Dir jetzt noch schlechter und Du bist sogar schon "neidisch" auf seine Lebensfreude seine Erfolge.Das belastet nicht nur Dich sondern auch ganz heftigst ihn und Eure Beziehung. Er kann Dir nicht Lover, bester und einzigster Freund und Therapeut sein...selbst wenn er das wollte.

Solche "Phasen" hatte bestimmt schon Jeder - irgendwann und irgendwie - jeder der selbst schon mal sein vertrautes Umfeld verließ oder verlassen wurde(anderes Land, andere Stadt wegen Job, Uni, Liebe etc) kennt das -die einen verfallen sofort in Hyperaktivität und versuchen so viel wie möglich Leute zu treffen und die Anderen wollen erst mal "ankommen" (in der neuen Situation, Umgebung) langsam und bedächtig bevor sie sich bereit und stark genug fühlen, um sich auch selbst wieder als sozialer Kontakt "anzubieten"...wie ist das bei Dir abgelaufen? Bevor Du Deinen Freund kennen gelernt hast? Vielleicht ist das ja nur eine Phase, solltest Du aber das starke Gefühl haben, dass Du da nicht mehr rauskommst und Du Dich immer häufiger dabei ertappst Deinen Freund beim "aktiven Leben" zu beobachten zu dem Du selbst keinen Zugang hast, dann gibts die Frage nicht: Brauch ich /Will ich Therapeutische Hilfe oder eine Selbsthilfe Gruppe...dann ist das ein Schritt, den Du für Dich und Euch beide gehen solltest...was hast Du zu verlieren? Was riskierst Du, wenn Du diesen einen Schritt tust? Wenn Du einen Ar. oder Motivationsschub brauchst, dann stell Dir vor, was wahrscheinlich aus Dir und Eurer Beziehung wird, wenn Du Dir nicht helfen läßt...

Ganz viel Mut und Stärke wünsch ich Dir

17.06.2007 11:33 • #7


Danke für die Antworten, ich weiß auch selber, dass es so nicht weiter geht, aber irgendwie hoffe ich, dass es sich von allein löst, was natürlich niemals passieren wird. Meine Depressionen belasten unsere Beziehung schon sehr. Im Grunde haben wir mehr schlechte als gute Tage (und oft sind diese Tage einfach nur weniger schlecht), aber ich liebe meinen Freund und er kümmert sich sehr gut um mich, wobei mir natürlich bewusst ist, dass es nicht seine primäre Aufgabe ist. Heute fühle ich mich schon wieder etwas besser.

Zu Deiner Frage Cathy: Ich habe ihn eigentlich ziemlich sofort kennengelernt und hatte deshalb gar keine Zeit das "allein sein" zu lernen. Aus dem Elternhaus direkt in die "erste tolle Phase" einer Beziehung - man sieht sich täglich, hat immer Zeit, um die Person für sich zu gewinnen. Jetzt nach ein paar Monaten ist diese Phase vorbei - er will mal wieder seine Freunde sehen oder einfach nur mal allein sein. Ich sehe solchen Tagen immer mit Furcht entgegen (manchmal finde ich es jedoch auch weniger schlimm, aber meistens habe ich Angst). Ich will ihm den Freiraum auch geben, wenn es für mich nicht absolute Einsamkeit bedeuten würde. Manchmal frage ich mich, ob er es ist, den ich will oder ob ich einfach nur "irgendjemanden" brauche...

K.

17.06.2007 20:04 • #8



Hallo K.!
Ich habe hier bereits als Gast gepostet (3. Beitrag).
Auf der einen Seite ist es beruhigend zu hören, dass man nicht der/die einzige ist, die mit solchen Gefühlen existiert (wie oft bezweifle ich meinen gesunden Menschenverstand!) andererseits wünsche ich keinem Menschen auf der Welt die Gefühle der Verzweiflung wie ich sie so oft empfinde.

Gestern hatte ich eine heftige Erfahrung. Am Abend (mein Mann ist zur Zeit da, *juppi) habe wir spontan mit einigen Freunden (mehr seine als meine, auch ein Thema was hier oft auftaucht...) gegrillt. Irgendwann fragte mich unser Trauzeuge wie es denn mir und meinen Prüfungen ginge... Wumm, und sofort hat mich meine derzeitige Situation wieder mal überrannt, dass ewige auf der Bude gehocke und gepauke ohne die Möglichkeit mir irgendeinen Ausgleich zu schaffen, weil ich hier einfach niemanden habe. Ich glaube die Leute hier im Dorf denken, dass es mir hier gut geht und ich mich schnell eingelebt habe... Schließlich wohne ich hier ja schon länger... Und umso weniger kommt ihnen der Gedanke, dass ich eventuell vor Einsamkeit eingehe. Naja, in meiner Verzweiflung denke ich mir: gut Christina, erzähl mal wie so eine Lernwoche bei dir aussieht...
Und dann saß meine Schwägerin dabei und musste ZU ALLEM was ich gesagt habe so was wie :"Also, als ich damals für meine Prüfungen am lernen war, da hab ich das immer so und so gemacht" oder "ja, glaubst du etwa ich bin nie alleine, wenn mein Mann soviel arbeiten muss...". Also habe ich sie nett darauf aufmerksam gemacht, dass wir beide grundverschieden sind. Alleine schon ihr Schlafbedarf um den ich sie beneide. Sie kommt locker mit 4 Stunden jede Nacht aus! Ich für mich weiß aber, dass grade wenn ich lernen ich einen super geregelten 8 1/2-Stunden-Schlafrhythmus brauche (der grade im Ar*** ist, weil ich seit 2 Wochen nicht mehr durchschlafe und inzwischen vermute das ich eine nervöse Schlafstörung habe, *gähn)
Wie auch immer. ÄTZEND! Irgendwann habe ich dann gesagt, darauf habe ich keinen Bock, mich die ganze Zeit hier mit ihr zu vergleichen (LEIDER VOR DEN GANZEN ANWESENDEN GÄSTEN/FREUNDEN ) und bin abgestampft. Schwiegermutter hat das natürlich auch mitbekommen....
Was ich auf jeden Fall sagen wollte: Es gibt nichts schlimmeres als irgendwelche Besserwisser die sagen, mal solle sich mal am Riemen reißen, andere hätten es auch nicht leicht. Ich bin überzeugt, dass in diesem Formum Menschen sind, die sich in ihrem Leben viel mehr überwinden müssen wie andere. Weil jeder Tag erneut von einem die explizite Zusage zum Leben fordert. Weil es so schwer ist in einen neuen Tag zu starten und weil man es dennoch tut. Weil man die Verzweiflung aushält und aktiv nach Hilfe sucht (sonst wäre man ja nicht hier).

Heute Morgen hatte ich mal wieder eine Krise, lehnte mich an meinen Mann und er sagte einfach nur "das wird schon". Ich weiß er meint es gut, und will mir damit Hoffnung machen, aber in dem Moment war ich verletzt. Verletzt weil er mich nicht ernst nimmt und das, was mich momentan belastet mir einem "das wird schon" einfach von sich schiebt. Weil er meint irgendetwas, dass ich schon seit über 10 Jahren mit mir rumschleppe würde sich einfach von einen auf den anderen Tag legen...
Argh, dass nenn' ich mal Einsamkeit in der Beziehung.

Ich glaube ich leide an einer Dysthymie. Da es vielleicht für manch einen hier interessant sein könnte poste ich mal eben die Definition von Wikipedia hier:

Die Dysthymie ist die chronische Form einer depressiven Verstimmung, die nicht alle diagnostischen Kriterien für das Vollbild der Depression erfüllt. Die Symptome müssen mindestens zwei Jahre lang anhalten. Ein Patient, der an Dysthymie leidet, kann zwischendurch zusätzlich noch depressive Episoden haben –in diesem Fall spricht man im englischen Sprachraum von einer „double depression“.

Wechseln Perioden leicht getrübter (dysthymischer) Stimmung regelmäßig mit Perioden leicht euphorischer Stimmung, so liegt eine Zyklothymie vor, eine leichte Variante der bipolaren Störung.
Morgen habe ich einen Arzttermin bei meinem neuen Hausarzt hier im Dorf. Morgen geh ich es an und werde mal Klartext sprechen... Ich merke ich brauche grade dringender Hilfe denn je, weil mir alle ausgleichenden Ressourcen wie Freunde, Hobbies, "kein Unistress" und so grade fehlen und ich das einfach nicht alles kompensieren kann.

Noch ein kleiner Hinweis für alle Studierenden hier: Ich war während einer anderen stressigen Phase bei der Psychosozialen Beratungsstelle meiner Uni. Und es war wirklich gut. Es ging zwar mehr um Zeit- und Stressmanagement aber es hat mir gut getan! Kann ich jedem nur empfehlen (ausserdem habe solche Leute da auch immer ein paar GUTE Therapeuten die die weiterempfehlen...)

Allen in diesem Thread: viel Mut für den heutigen Tag, mir tut es gut mich hier austauschen zu können!

Alles Liebe, Christina

18.06.2007 10:24 • #9


Hallo Christina(snug),
unterschätz bitte nicht die Worte von deinem Liebsten.Mit diesen Worten"das wird schon" hat er sich ganz klar zu dir bekannt, mehr steht nicht in seiner Macht, aber er wird immer für dich da sein, dein Problem musst du leider selbst anpacken.
Ich war auch 11 Jahre im schwarzen Loch, hab es vor 1 1/2Jahren
verlassen und denke im nachhinein, mein Mann hat mich nicht rausgezogen, aber durch ihn habe ich immer noch den Himmel gesehen, sonst wäre das Loch heute zu und ich wär noch drin.
LG Heike

18.06.2007 17:11 • #10


18.06.2007 18:54 • #11


Nun, dieses Forum har schon so manchen geholfen, das kannst du sicher sein.
Aber zu dir, du klingst noch sehr jung.
Wieso wirst du denn gemoppt und wo ist das problem mit deinem Ausehen?
Und du sagst, du hast nur ein paar Freunde..das ist weit mehr, als so manch anderer hat..
Gruss
kowa

18.06.2007 21:05 • #12



Hallo Flowe99,

um Dir vielleicht helfen zu können, solltest Du vielleicht etwas genauer
beschreiben, was Dich bedrückt. - Vielleicht Situationsbeispiele?
Also, wann fühlst Du Dich z.B. einsam?

Wie alt bist Du denn? Ich frage deshalb, weil Du ja in die Schule gehst.
Ist nicht unwichtig für evtl. Lösungsvorschläge, ob jetzt jmd. 30 ist oder
vielleicht 12 - das macht evtl. einen Unterschied, wie Du an das
Problem rangehen kannst.

Wie wirst Du denn gemobbt in der Schule, in welcher Form? Sag mal
bitte ein Beispiel.
Und was meinst Du damit, dass es was mit Deinem Aussehen zu tun
hat? Was ist denn mit Deinem Aussehen?

Wie sieht es mit Dir selbst aus - MAGST Du Dich selbst?
Das ist meistens ein ausschlaggebender Punkt, wie andere Leute auf
Dich reagieren. - Ich sage das jetzt nicht einfach so, ich kenne das
Problem auch von mir selber.

Es würde mich wirklich interessieren und würde mich freuen, wenn ich
Dir vielleicht ein paar Tipps geben kann, die Dir weiterhelfen können.


Lieber Gruß + verliere nicht die Hoffnung:
Es gibt IMMER Lösungsmöglichkeiten!

Merle

24.06.2007 12:52 • #13


Einsamkeit ist nicht so sehr eine Schuldfrage (z.B. Dein Aussehen) sondern ganz oft eine Emotion, die vermutlich viele von uns auch hin und wieder fehlinterpretieren - solange da Jemand ist, der einen beurteilt und behandelt (positiv) hat man schnell mal das Gefühl, dass man sich über sich selbst nicht mehr allzu viele eigene Gedanken machen muß. Nach dem Motto: Die Anderen mögen und akzeptieren mich - also bin ich vermutlich ok (wie jetzt gerade Deine Cousins) -

Bleibt dieses positive "feedback" von Anderen aber aus, fällt man auf seine eigene Beurteilung und Einschätzung über sich selbst zurück...und das empfinden bestimmt ganz viele Leute als "Einsamkeit", weil sie das lieber vermeiden - aus welchen Gründen auch immer...so wie´s einige Leute eben auch mit 50 nicht auf die Reihe kriegen, einen Job erledigen, wenn sie alleine im Büro sind - weil sie sich alleine nicht motivieren können, weil sie das positive feedback vom Boss brauchen, weil ihnen ohne "Publikum" der Antrieb fehlt, weil sie selbst ihre eigene Leistung berurteilen müssen...auch die fühlen dann "Einsamkeit" aber nur weil ihnen das feedback und die Beurteilung von außen fehlt - und nicht weil sie tatsächlich einsam sind.

Allein mit sich selbst sein ist keineswegs etwas Negatives...man muss es halt "nur" lernen, damit und sich selbst umzugehen. Ich kann sehr gut alleine sein...nicht weil ich mich so unglaublich toll finde oder die Anderen so blöde und uninteressannt, sondern weil ich das gelernt habe und auch nicht wirklich weiß, was Langeweile ist...noch so eine "Emotion" die gerne mit "Einsamkeit" verwechselt wird...Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, wo immer zu einer was wollte, daher schätze ich Alleinsein für mich persönlich als Luxus...

Hier gibt es nicht wenige Leute in diesem Forum, die erzählen, dass ihre Einsamkeitsgefühle am heftigsten sind, wenn sie sich in Gruppen, mit dem Partner, in der Familie etc befinden...ich kann das gut verstehen, aber ganz viel wird eben auch davon gesprochen, dass ihre "Bedürfnisse" nicht von anderen erfüllt werden, dass sie nicht "von Anderen" integriert oder akzeptiert werden...dass ANDERE dies oder das nicht tun, so oder so nicht sind...das ist ganz sicher ein sehr ungutes Gefühl...aber eben keine Schuldfrage...um in das Leben anderer integriert zu werden, muss man auch bereit sein, andere in sein eigenes Leben zu integrieren...Diese Ärsche, die Dich mobben und runterziehen, verschwinden ganz bald aus Deinem Leben...die für die Du da bist, mit denen Du zusammen lachst und weinst, sie auffängst und tröstest und die, die auch mal mit Dir über Dich lachen mit Dir streiten und von Dir feedback brauchen, die können - wenn Du das willst - ein Teil in Deinem Leben bleiben...ob Du jetzt wie ein Supermodel aussiehst oder Du ein riesen Auge auf Deiner Stirn hast...

24.06.2007 16:49 • #14


du muss lehrnen dich selba zulieben.das ist erster schritt denn du machen muss.jeder mensch ist schön,man muss dass nur noch selber erkennen.

09.07.2007 18:38 • #15


31.12.2007 19:30 • #16


Das mit dem lange Single sein bzw. noch keine lange Beziehung gehabt zu haben geht mir auch so. Mitlerweile denke ich das ist ehr normal ist so zu leben. Ab und zu lernt man mal jemand kennen, und es läuft nen bisschen was. Oder man ist halt alleine.
Muss wohl an der Gesellschaft liegen, es zählt nur noch Geld und Karriere!
Aber trotzdem hoffe ich auf die Ware Liebe!

Ich wünsch dir alles Gute, und probiere das mit der Liebe einfach nicht so ernst zu nehmen. Wenns dich erwischt wirst du eh nicht damit rechnen.

Downtwn

31.12.2007 20:46 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo,

Du bist ja noch jung. Vielleicht kannst Du ja über Deine Hobbies Kontakt zu anderen finden, zum Beispiel in der Volkshochschule. Gib nicht auf!

31.12.2007 22:10 • #18


hallo,

ein gutes neue jahr wünsche ich dir zuerst
mache dir bitte nicht so druck mit der beziehung. manschmal kann es schneller gehen als du denkst.
ich war auch weile nach meine scheidung alleine aber ich wollte es. meine freundin wollte umbedingt das einen freund bekomme, warum auch immer... sie sagte:" du mußt schon raus...., "der" wird doch nicht an deinen tür klopfen..." und was war? doch, ich habe mein freund fast vor der haustür kennengelernt
es passiert wenn du es damit nicht rechnest

lg jes_s

01.01.2008 11:07 • #19


Hi Alex,

Als ich 18 war, war ich in einer ziemlich ähnlichen Sitaution wie du. 2 Freunde, noch keine beziehung und total schüchtern.
Ich konnte mir beim besten willen nicht vorstellen das es irgendeine chance gibt jemals eine Freundin zu haben. nicht mal ein Jahr später hatte ich sie dann.. meine erste große Liebe.. als ich gar nicht mehr damit gerechnet hatte.

Wenn du deine Schüchternheit überwinden willst, mir hat der Zivildienst geholfen... vielleicht wäre das ja auch was für dich?! Such dir was aus, wo du auf jeden fall etwas mit Menschen zu tun haben musst, Altenheim, Krankenhaus etc. Auch wenn es gruselig klingt und ein sprung ins eiskalte wasser bedeutet. Das schöne daran ist, man kann nicht einfach aufgeben, 9 Monate lang jeden Tag kontakt mit (manchmal ziemlich schwierigen) Menschen.

Viel Erfolg bei deiner Suche, und verkauf dich nicht unter Wert!

LG, Cola

05.01.2008 09:11 • #20



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