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dorian

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Hallo.

Ich mag nicht auf 20 bis 25 jährige zu antworten. Mit 60 Jahren bin ich nicht in deren Liga und sie nicht in meiner. Das haut nicht hin. Mein Leben findet zu 90 % vor dem Computer Bildschirm statt und vor`m Fernseher, meistens beides gleichzeitig. Wie soll sich ein viel jüngerer Mensch, der von sich zwar behauptet einsam zu sein, aber im Folgesatz so etwas sagt wie, das habe ich bereits meinen Freunden erzählt oder so ähnlich, dann stößt das bei mir ehrlich gesagt auf Unverständnis. Klar, man kann auch mit Freunden einsam sein, doch Verständnis kann ich von ihnen nicht erwarten, denn jeder hat doch irgendwelche Leute außerhalb der Wohnung, ich aber nicht.

Ich hatte NIE Freunde und ich weiß nicht ob ihr euch das wirklich vorstellen könnt, wie das ist. Von mir werdet ihr nicht hören, ich hab` das schon neulich meinem Kumpel erzählt. Da ist in der Tat niemand. Nur PC, TV und. . . als einziger Lichtblick, meine Frau, die ich vor 35 Jahren durch einen unglaublichen Zufall kennengelernt habe. Sonst wäre ich schon längst Würmerfutter. Wie gerne würde ich mich von dieser Welt verabschieden, aber ich tue es ihr zu liebe nicht, ganz egal wie sich das anhört, aber so ist es nun mal.

Schlussendlich gehe ich davon aus, dass sich nicht viele Menschen meiner Altersgruppe hier aufhalten und wenn, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie nach einem so langen Leben keine sozialen Kontakte haben. Falls sich dennoch jemand angesprochen fühlt, oder sich auch (zum Teil) darin wieder erkennt, ist jederzeit in meiner Anfrage willkommen.

Gruß

16.09.2021 x 4 #1


247 Antworten ↓
superstes

superstes
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@dorian , @idefix13
Als angehender 73'iger und "Stotterer" seit der Kindheit komme ich nun in euren "kleinen Kreis" Ja, unter der Einsamkeit leide ich auch. Wenn auch nicht wegen einer Sozialphobie. Ich besuche fast jeden Tag meine Demenzkranke Frau im Pflegeheim, die schon seit fast 4 Jahren eine "Aphasie" hat,(eine Unterhaltung oder Fragen zu stellen ist unmöglich) obwohl wir uns umarmen und herzen (mit Mundschutz) muß ich immer wieder weinen, weil meine Frau mir "abhanden" gekommen ist, schon in einer anderen Welt lebt...zu der ich keinen Zugang habe.
Dieser Verlust macht mich sehr einsam. Er lässt sich auch nur schwer kompensieren. Auch der "große" Freundeskreis vor der Demenz hat sich auf "Null" verdünnisiert...so gut wie niemand kann mit der Aphasie einer Demenzkranken umgehen. dazu fällt mir eine Strophe aus einem Gedicht von H,Hesse (im Nebel) ein. "voll von Freunden war die Welt als noch Licht war, jetzt da der Nebel fällt ist keiner mehr sichtbar"...(Bei den dann "kurzen Blitzbesuch" wurde dann oft nicht mal der mantel ausgezogen, nur mit mir geredet...über den Kopf meiner Frau hinweg...die teilnahmslos dabei saß. Dennoch ist Kontakt sehr wohl möglich...eher so wie mit einem Kleinkind...aus dem Herzen heraus !
Nach solchen "Besuchen" fühle ich mich oft erschöpft und einsam in meiner nun "leeren" großen Wohnung. Fernsehen ist nicht so meine Sache, eher bin ich ein interessierter "Zeitungsleser" im Internet. das ist z.B: meine Methode gegen "Ängste", daß mir das "Wissenwollen" von Zusammenhänge,sei es Politisch, Gesellschaftlich, Kulturell oder auch nur Kommunal, was in der Stadt sich ereignet, darüber nachdenke, hinterfrage, vielleicht auch verstehe...oder nicht...die Ängste nimmt.
Das von @idefix erwähnte "Archiv der Synonyme" kenne ich wohl...das ist eine gute und intelligente Methode der Stotterer, sich unauffällig durchs Leben zu mogeln !
Kürzlich sprach mich mein Therapeut darauf an, "sie haben doch gesagt daß sie ein Stotterer sind...das ist mir noch nie aufgefallen"...Es ist bei mir so, daß es an manchen Tagen stärker ist, oft wenn ich das Telefon abhebe...denke ich Blitzschnell..."jetzt bitte nicht" für Stotterer ist das Telefon ein "Dauer-Feind"... die langen Pausen die manchmal entstehen können...verstehen die Gesprächspartner nicht...
"Meine Einsamkeit" kann ich Rational für mich annehmen...emotional meist nicht, diese "Achterbahnfahrt der Gefühle" sind oft schwer sie auszuhalten und davon auszusteigen. Damit klar zu kommen, muß eigentlich jeder für sich selbst heraus finden.

13.05.2021 11:08 • x 8 #51


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A


Einsam im Alter ab 60+ Thread

x 3


E

Ex-Mitglied
Gast

Zitat von moo:
frage ich das Euch (und mich), wieviel Verantwortung bzw. Zuständigkeit bei uns selber für das Gefühl von Einsamkeit liegt?

Ich denke, dass alleine für das GEFÜHL von Einsamkeit die Verantwortung bei jedem selber liegt. Es ist halt nicht jeder in seiner jeweiligen Lebenssituation immer und allezeit in der Lage alleine (und da haben wir´s wieder) mit diesem Gefühl klarzukommen. Ablenkungen funktionieren immer nur vorübergehend, aber wenigstens ist damit eine gewisse Zeitspanne abgedeckt, in der das Gefühl von Einsamkeit nicht oder vielleicht nur kaum gespürt wird.

Die Gründe, die zu Einsamkeit führen, wurden hier ja schon mehrfach genannt und ich kann mich vielem anschließen. Sicherlich ist ein Grund auch die eigene Persönlichkeit, für die man ja zunächst nichts kann. Durch Erziehung und die Gesellschaft wird man geformt. Und um an der eigenen Persönlichkeit arbeiten zu können, muss man sich außerdem erstmal gewisser Zusammenhänge bewusst geworden sein und auch den Wunsch oder besser die Notwendigkeit dazu spüren. Das passiert nicht bei jedem und eh erst ab einem bestimmten Alter.

Ich gehöre noch nicht zu den Ü60ern. Doch wenn ich auf mein Leben zurückblicke und auch auf meine derzeitige Situation - ich bin überwiegend alleine, körperliche und psychische Probleme, also auch entsprechend eingeschränkt - ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass ich in einigen Jahren eben auch zu den einsamen Ü60ern gehören werde.
Und somit halte ich es für sinnvoll, mir JETZT Gedanken darüber zu machen, wie ich das Ruder evtl. noch rumreißen kann. Dabei versuche ich ein gewisses Gleichgewicht zu finden, sodass diese Gedanken nicht (allzu oft) in Sorgen und Ängste münden, die meinen Handlungsspielraum noch weiter einschränken würden, hier jetzt konkret: Kontakte zu knüpfen. Ist in Corona-Zeiten allerdings müßig, kostet viel Kraft und die muss eingeteilt werden.

Außerdem halte ich es für sehr sinnvoll, parallel zur Außenorientierung eine gewisse innere Gelassenheit zu entwickeln, sprich mich in gewisser Hinsicht mit dieser Situation zu arrangieren. Dazu gehört auch mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass ich möglicherweise auch in der Zukunft alleine sein werde. Und das evtl. sogar hilfsbedürftig. Keine schöne Vorstellung und auch deswegen meine Ambitionen in Richtung Kontaktknüpfung. Für manch einen (die meisten? viele?) zählt dies zur Kategorie Egoismus, für mich ist das reiner Selbsterhaltungstrieb.

Es gibt Phasen, da helfen mir die Gedanken anderer Menschen, andere Sichtweisen. In dem Buch "Skepsis und Zustimmung" von Odo Marquard gefallen mir Passagen aus dem Kapitel "Plädoyer der Einsamkeit" zwar sehr gut. An anderen Tagen kotzen mich solche "Weisheiten" aber auch regelrecht an.
Mal ein kurzer Auszug daraus:
"Was uns modern plagt, quält und malträtiert, ist nicht nur - und schon gar nicht primär - die Einsamkeit, sondern vor allem der Verlust der Einsamkeitsfähigkeit: die Schwächung der Kraft zum Alleinsein, der Schwund des Vermögens, Vereinzelung zu ertragen, das Siechtum der Lebenskunst, Einsamkeit positiv zu erfahren."

Ja, das stimmt - aber halt nur auch; auf´s Maß kommt es an!

Es ist bei mir eigentlich so, dass ich mich an den wenigsten Tagen wirklich einsam fühle. Ich bin gerne alleine. Aber ich spüre, dass das häufige Alleinsein meiner eh schon angeknacksten Psyche schadet. Konkret fehlt mir ein entspanntes Miteinander mit anderen Menschen. Meine bisherigen Beziehungserfahrungen sind überwiegend geprägt von Anstrengung = kräftezehrend. Aus diesem Grund fühle ich mich mittlerweile alleine wohler, befinde mich damit aber in einem Teufelskreis. So zumindest meine Einschätzung.

12.09.2021 09:46 • x 6 #241


Zum Beitrag im Thema ↓


A
du fragst vorher nach dem Alter....oder wie verstehe ich das? Very Happy

x 4 #2


J
hallo dorian
bin 61 Jahre alt, Dauersingle, war nie verheiratet, letzte Beziehung vor ca. 30 Jahren. wegen Krankheit keine Frau mehr mitbekommen., hätte so gerne Familie oder wenigstens eine liebe Frau. Bin Frührentner. Verbringe den Tag auch mit Fernsehen, Internet, Hausarbeit oder mal was im Garten machen. Ich hatte nie Freunde.

x 5 #3


dorian
Zitat von Annalehna:
du fragst vorher nach dem Alter....oder wie verstehe ich das? Very Happy


An deinem Smiley erkenne ich, dass du die Frage nicht ernst gemeint hast. Mr. Green

Natüüürlich frage ich, okay, aufgrund meiner bisherigen Forenerfahrungen, nach dem Alter. Ganz egal, wie weit 25 Jährige heute schon sind, sie können zwar Ratschläge geben, aber sich wirklich vorzustellen, wie man sich nach einem so langen Leben ohne außerhäusliche Kontakte fühlt, ist unmöglich. Woher sollten sie das auch wissen? Ich sehe deine Beitragszahlen und ich weiß, dass es dich jetzt in den Fingern juckt, unter Einhaltung der Netiquette selbstverständlich, darauf zu antworten. Freunde

Zitat von Joachim:
hallo dorian bin 61 Jahre alt, Dauersingle, war nie verheiratet, letzte Beziehung vor ca. 30 Jahren. wegen Krankheit keine Frau mehr mitbekommen., hätte so gerne Familie oder wenigstens eine liebe Frau. Bin Frührentner. Verbringe den Tag auch mit Fernsehen, Internet, Hausarbeit oder mal was im Garten machen. Ich ...


Hallo Joachim.

Treffer, oder sollte ich sagen Volltreffer? Sicher nicht. Ein 1:1 Pendant, wie ich ihn vor vielen Jahren zu finden hoffte, gibt es nicht. So gehe ich z.B. nicht gerne in den Garten. Er, bzw. der Rasen bereitet mir nur Kummer, alles voller Moos und Unkraut. In Punkto Hausarbeit bin ich eher faul. Meine Frau liegt da mit 70:30 vorne. Frührentner bin ich übrigens auch.

x 2 #4


A
Auch ältere User können das unter Umständen nicht verstehen...man kann versuchen sich in diese Lage hineinzuversetzen.....richtig verstehen wird dich jemand mit gleichen Erfahrungen Razz

x 5 #5


Acipulbiber
Zitat von dorian:
Ich mag nicht auf 20 bis 25 jährige zu antworten.

ab 26 Jahren ist dann ok

x 4 #6


J
ich wohne ganz alleine mitten im Wald , 3000 qm großes Waldgrundstück, mache ich nichts dran ist eben Natur. Riesiger Rasen mit Teich ist auch total vermost mit Wildblumen. Schneide ihn mit meinem Aufsitzmäher. Auf dem Grundstück sind 2 Häuser, Elternhaus liegt jetzt leer, Vater starb 2002 und Mutter im März diesen Jahres. Mutter hatte ich die letzten Jahre zuhause gepflegt später kam der Pflegedienst. Putze gerne, fast jeden Tag.
Das Alleinsein ist schlimm und der Tod meiner Mutter macht mir sehr zuschaffen.
Wegen meiner Sozialphobie und vieler Erkrankungenkomme ich nicht mehr hier raus, kein Auto mehr.

x 6 #7


Acipulbiber
Zitat von Joachim:
ich wohne ganz alleine mitten im Wald , 3000 qm großes Waldgrundstück, mache ich nichts dran ist eben Natur. Riesiger Rasen mit Teich ist auch total vermost mit Wildblumen. Schneide ihn mit meinem Aufsitzmäher.

das liest sich ja wunderschön

x 7 #8


J
ja, das Grundstück haben meine Eltern vor 50 Jahren preiswert gekauft, kann man heutzutage nicht mehr bezahlen.
Deinen Spruch finde ich gut, habe seit Langem nicht mehr so gelacht. du hast Humor

x 2 #9


A
Joachim du liebst die Natur...es gibt nichts schöneres.... Razz

Sicher findest du noch eine passende Partnerin..da bin ich mir sicher zwinkern

x 2 #10


J
muß noch mal was auf deinen Spruch schreiben, der ist sooo gut.
Könnte ich von mir auch behaupten. muß immer noch lachen

x 1 #11


Acipulbiber
Zitat von Joachim:
ja, das Grundstück haben meine Eltern vor 50 Jahren preiswert gekauft, kann man heutzutage nicht mehr bezahlen. Deinen Spruch finde ich gut, habe seit Langem nicht mehr so gelacht. du hast Humor

meinst Du zufällig meinen Spruch? Very Happy ich war auch hin und weg, der ist natürlich nicht von mir haha

x 2 #12


Moonlight_74
Also ich mag ältere Menschen. Sie strahlen oft viel mehr Lebenserfahrung aus. . . mir ist es wichtig mich weiter zu entwickeln. Ein älterer Mensch umfasst eine ganz andere Aura als ein Junger.

Man kann sich auch über ganz andere Dinge unterhalten. . . Very Happy

Sicher kann man es nicht verallgemeinern, aber mein Interesse richtet sich auf Menschen + 50.

Warum schreibe ich das jetzt? Weil ich den Eindruck habe, dass nicht jeder versteht, dass das Alter schon ausschlaggebend sein kann. . .

x 3 #13


A
Doch das verstehe ich schon...aber ich finde wenn man sich mag....ist das Alter sekundär... Very Happy

x 2 #14


Moonlight_74
@Joachim

Jetzt erst sehe ich deine Signatur. . .

Frauen sind das Beste, was Gott je erschaffen hat

Könntest du das etwas umfassender beschreiben? Wie kommst du zu dieser Annahme?

x 1 #15


Mondkatze
Ich habe das Gefühl, dass @dorian sich gerade zurückzieht.
Oder?

x 2 #16


J
ich mag Frauen, frauen sehen viele Dinge anders als Männer. Männer tun sich oft schwer . Männer sind testosterongesteuert, egoistisch. nicht alle Männer, aber viele.
dann die weiblichen Rundungen, ich komme schon wieder ins schwärmen.
für mich ist eine Frau wirklich das Beste, was Gott erschaffen hat.
bist du das auf dem Foto

x 1 #17

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Moonlight_74
Zitat von Joachim:
bist du das auf dem Foto


nein. . . ganz und gar nicht Very Happy

#18


Moonlight_74
Zitat von Joachim:
ich mag Frauen, frauen sehen viele Dinge anders als Männer. Männer tun sich oft schwer . Männer sind testosterongesteuert, egoistisch. nicht alle Männer, aber viele.
dann die weiblichen Rundungen, ich komme schon wieder ins schwärmen.
für mich ist eine Frau wirklich das Beste, was Gott erschaffen hat.


das habe ich schon oft so gehört Very Happy ... also muss wohl etwas dran sein Very Happy

#19


J
kann das Zitat aber rausnehmen, möchte nicht das jemand es falsch versteht.
nochmal meine Frage, bist du das auf dem Foto ?

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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