Zitat von Rich:Tut mir leid, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt... das hat nicht direkt mit der Arbeit zu tun, woanders fühle ich mich auch so. Deshalb gehe ich stark davon aus, etwas stimmt nicht. Nur, egal wie bewusst das mir ist, ich kann es nicht vermeiden.
Auf der Arbeit kannst du solche Fragen nch deinem Befinden nun wirklich nicht erwarten. Oder wenn, sind sie eher so gestellt, dass man dich ausspionieren möchte. Also Obacht bei den Antworten dann!
Es mag Ausnahmen geben, vielleicht sogar mehr als man denkt. Die Verhältnisse im Bereich Arbeit sind zwar über die Jahrhunderte besser geworden, aber letztlich bleibt das Grundprinzip wie früher: du funktionierst oder man wird dir früher oder später Beine machen. So hat mir mein Chef das schon vor Jahren erklärt: bist du anwesend, ist Leistung gefragt, nichts anderes.
Immerhin bieten sich in Ländern mit guter sozialer Absicherung Alternativen über Therapien oder längere Rehas, wo man mal längere Zeit verschnaufen kann.
Ansonsten bleibt nur das Anpassen so wie es eben die Mehrheit tut. Der Zweck (Geld zum Leben) heiligt die Mittel (sich ergeben).
Und da man Geld zum Leben braucht, ist das ein sehr guter Grund nicht zu kündigen. Vor allem nicht von sich aus und nicht vorschnell!
Auch sonst kann ich dich sehr gut verstehen mit deinem Thema hier!
Schau dich um, es geht vielen hier ähnlich und die berühmte "Dunkelziffer" ist wohl noch viel höher.
Paradoxon der heutigen Zeit:
Wir haben so viele Möglichkeiten uns zu verbinden, aber nie waren mehr Menschen einsamer.
Weil wir ins halt immer mehr von unseren sozialen Medien dazu verleiten lassen, vorschnell auf andere einzubauen und jeden Diskurs vermeiden wollen.
Es gibt die "Normalen", die sich immer gut anpassen und jedem Trend nachgehen. Und es gibt die, die es eben nicht immer tun wollen, die "Sonderbaren".
"Wir sind wer wir sind", keine Ahnung, ob das mal jemand gesagt hat. Aber ich sage es mal, denn es ist am besten so, dass wir die wenige Zeit hier nutzen, um herauszufinden, wer wir sind und damit leben!
Dazu benötigt es viel Akzeptanz für manche, denn die Welt funktioniert nicht für alle gleich und für alle passend.
Manche meinen, sie entschieden alles selbst. Aber in vielen Gesprächen habe ich sie schon entlarvt, denn oft gehört der Zufall dazu, damit Vorbereitung (=man kann an sich arbeiten, lernen,sich verbessern) und Möglichkeit (ein Angebot, eine Chance, eine Begegnung) auch aufeinander treffen.
Das klappt bei manchen besser, bei anderen schlechter. Man muss es akzeptieren. Nicht alles, aber eben über die Jahre mehr als man glaubt.
Das klingt erstmal hart. Aber das schöne ist, dass man auch dadurch ein zufriedenes, sogar aufregendes Leben finden kann. Gerade weil man aufmerksamer hindurch geht! Und man kann sogar sagen, dass man glücklich ist - nämlich soweit man das für sich selbst definiert!
Schau auf dich selbst zuerst!