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EinsamerKater

Hallo,

Vor 3 Jahren habe ich durch einen Schicksalsschlag, alles verloren was mir wichtig war.
Frau, Kinder und Freunde, habe ich von einem auf den anderen Tag verloren.
Durch die Lügen meiner Exfrau stürzte ich in eine Depression.
Ich nehme zwei Antidepressiva, gut geht es mir nicht, aber wer weiß wie es mir ohne Antidepressiva gehen würde.
Aber mit dem Thema Vergangenheit, habe ich nun abgeschlossen.

Mein aktuelles Problem.
Ich habe mich in den letzten 3 Jahren zurückgezogen und eingeigelt., weil ich seelich am Ende war.
Ich arbeite zwar, aber das ist der einzige Kontakt zur Außenwelt.

Ich bin so einsam, habe kein Selbstwertgefühl mehr, bin extrem schüchtern.
Habe im Internet virtuelle Freunde gefunden und wieder verloren (bis auf eine), bzw. bin verarscht wurden.
Ich gehe nicht in Discos usw.
Bin zu Veranstaltungen gegangen, ja sogar zum Fussball, um meine Angst vor Menschen (massen) zu bekämpfen.
Ich komme mir nur noch einsamer vor, überall glückliche Pärchen oder in Gruppen unterwegs und
ich latsche allein dahin.

Bin sogar in Urlaub gefahren, schön wenn man überall glückliche Paare sieht

Ich habe nun eine WA Gruppe angeschrieben, die sich auch mal Treffen, mal schauen ob
die mich überhaupt aufnehmen, bzw. ich meine Angst und Schüternheit überwinden kann, wenn es irgendwann zu einen Treffen kommen würde.

Ich war schon immer schüchtern, aber nun kommt mein nicht mehr vorhandenes Selbstwertgefühl dazu.
Ich war in mein Leben fast nie allein, 3 Langzeit Beziehungen (Ehe) in ca. 24 Jahren,
dazwischen nur 6 Monate allein.

Ich komme nicht mehr raus aus meiner Einsamkeit

Habe auch keine Familienangehörigen mehr.


Sorry für das durcheinander Geschreibe

30.05.2019 04:50 • 21.07.2019 #1


26 Antworten ↓


Flame


Dass Du nicht mehr herauskommst aus der Einsamkeit ist äusserst unwahrscheinlich,zumal Du ja gewohnt bist,Beziehungen zu führen.
Also weisst Du auch,wie man Kontakt aufbaut zum anderen Geschlecht.
Dass es schwerfällt,als Singel zu leben,wenn man immer in festen Beziehungen war,ist nachvollziehbar.
Das ist jetzt eine Phase,die Du durchlebst,die nicht einfach ist.
Versuch,Dich emotional nicht allzusehr hineinzusteigern,damit ziehst Du Dich unnötigerweise selbst herunter.
Denn sicherlich wirst Du wieder eine Partnerin finden über kurz oder lang,es ist nur eine Frage der Zeit.

Momentan ist Dein Selbstwertgefühl angekratzt,das schützt Dich aber auch nicht davor,jemand neues kennenzulernen.
Meistens kommt ein neuer Mensch in unser Leben,wenn wir die Hoffnung längst aufgegeben haben und gar nicht mehr damit rechnen.

Für Dein Selbstwertgefühl kannst Du unabhängig davon etwas tun,weil das wichtig ist für Deine Zufriedenheit.
Wie das geht,kannst Du in diesen Büchern lesen:

"Lass Dir nicht alles gefallen" von Dr. Rolf Merkle
"Glaubenssätze" von Timo Lange.

Wenn Du mit diesen Büchern regelmässig arbeitest,wirst Du Stück für Stück Dein Selbstwertgefühl aufbauen.

30.05.2019 06:17 • x 2 #2


Jan_

Jan_


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Hallo EinsamerKater,

Dinge zu sehen die genau in die eigenen Wünsche und Unzufriedenheiten treffen schmerzlich stechen und direkt zu negativen Gedanken führen ist leider so. Das einzige was man tun kann ist versuchen sich zu trainieren auf andere Dinge zu konzentrieren, und nicht auf die vermeintlichen eigenen Unzulänglichkeiten und Fehlendes.

Was man sieht sind auch immer nur die öffentlichen Ausschnitte, und das durch die Färbung der eigenen Interpretation. Die meisten haben mehr oder weniger Probleme. Dies sieht man bei diesem Blick natürlich nicht.

Super dass du bereits Dinge versuchst deine Situation zu ändern.

Was ich dir noch mit geben möchte ist: Es ist auch völlig in Ordnung alleine zu sein, schüchtern zu sein, nicht viele Kontakte zu haben. Du bist unzufrieden und negativen Einflüssen. Aber vielleicht kannst du dir auch über die positiven Aspekte deiner Situation Gedanken machen. Du bist selbst bestimmt, hast keinen externen Konflikt, hast auch die Möglichkeit dich um dich selbst zu kümmern und versuchen zur Ruhe zu kommen.

Als soziale Tiere sind Beziehungen und Wertschätzung für uns ungemein wichtig. Aber die radikale Akzeptanz unserer Situation kann unser Leiden und die negativen Assoziationen und damit energie raubenden Einflüsse verringern. In das Negative rutschen wir all zu leicht ab. Um so wichtiger ist es zu versuchen sich immer wieder auch auf positive Dinge zu konzentrieren. Auch wenn wir sie nicht intuitiv und offensichtlich sehen. Gerade dann sollten wir sie suchen und versuchen an zu nehmen.

02.06.2019 10:01 • x 3 #3


Yannick

Yannick


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Hallo EinsamerKater,

willkommen im Forum. Ich denke, was Du beschreibst, können viele hier nachfühlen. Nicht alle haben das Glück, immer nur vertrauensvolle Personen zu treffen.
Zitat von EinsamerKater:
Vor 3 Jahren habe ich durch einen Schicksalsschlag, alles verloren was mir wichtig war.
Frau, Kinder und Freunde, habe ich von einem auf den anderen Tag verloren.
Durch die Lügen meiner Exfrau stürzte ich in eine Depression.

Darf man fragen, was genau da passiert ist vor 3 Jahren? Das klingt ja ziemlich heftig... Du schreibst Schicksalsschlag.. Gab es ein Unglück? Oder haben sich alle einfach so abgewendet von dir? Letzteres würde man zumindest von den eigenen Kindern erstmal nicht vermuten...
Wenn ich dir zu nahe trete mit der Frage und du nicht darüber reden möchtest, dann ignoriere sie bitte. Aber wenn es nicht tatsächlich ein Unglück war (was ich schrecklich fände!), dann fände ich es schön, wenn es doch noch eine Möglichkeit geben würde, zumindest den Weg zu deinen Kindern zurückzufinden!

Darüber hinaus wurde hier schon von meinem Vorredner alles richtig gesagt.
Menschen wünschen sich in der Regel immer genau das, was sie gerade nicht haben. So konnte sich die Menschheit weiter entwickeln, weil sie immer nach etwas Neuem strebte.
Für den oder die Einzelne kann das natürlich fatal sein - es gibt leider keine Garantien im Leben, vor allem nicht im Kontakt mit anderen. Was der eine macht und damit Erfolg hat, versucht der nächste und scheitert immer wieder kläglich.
Zitat von EinsamerKater:
Bin sogar in Urlaub gefahren, schön wenn man überall glückliche Paare sieht

Wenn du Reisen liebst, dann ist das genau das Richtige, sich von seiner Situation nicht das auch noch nehmen zu lassen! Gönn dir selbst etwas und lass nicht zu, dass du dein Leben verpasst.
Glaube mir, ich weiß wovon ich rede, denn es gibt in mir drin auch keine größere Sehnsucht, als nach einer Begleitung im Leben, mit der ich vor allem die schönen Seiten (wie Urlaub) auch endlich mal teilen könnten möchte. Aber auf die Frage "warum er? warum nicht ich?" wird es niemals eine Antwort geben.
Umgekehrt ist es übrigens auch so: ich lese seit ein paar Monaten den Blog einer Mutter, die ihren Sohn im Alter von ca. 7 Jahren an den Krebs verloren hat. Da frage ich mich auch, warum musste er so früh gehen, warum darf ich weitermachen? Es ist genauso unfair....
So haben viele von uns hier und außerhalb ihren "Rucksack" des Lebens zu tragen... Und trotzdem darf man einfach nicht aufgeben! Es kann ein Kampf sein, jeden Tag, absolut.

@Jan_ hat es sehr richtig beschrieben, wie ich finde:
Zitat:
Als soziale Tiere sind Beziehungen und Wertschätzung für uns ungemein wichtig. Aber die radikale Akzeptanz unserer Situation kann unser Leiden und die negativen Assoziationen und damit energie raubenden Einflüsse verringern. In das Negative rutschen wir all zu leicht ab. Um so wichtiger ist es zu versuchen sich immer wieder auch auf positive Dinge zu konzentrieren. Auch wenn wir sie nicht intuitiv und offensichtlich sehen. Gerade dann sollten wir sie suchen und versuchen an zu nehmen.

Bei manchen von uns ist diese "Denkmaschine" im Kopf leider so programmiert, dass das Negative schnell überhand gewinnt und immer höher gewichtet wird, als positive Dinge, die uns sogar im alltäglichen Leben passieren. Die werden dann nur am Rande registriert (bis hin zu gar nicht).

Wir müssen versuchen, die kleinen Dinge mehr wertzuschätzen!
Ich wünsche dir bzw. uns allen wie stets alles Gute bzw. nur das Beste für die Zukunft!

LG
Yannick

03.06.2019 19:52 • x 3 #4


Kopfangst


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Hallo einsamer Kater
Ich kann deine Einsamkeit absolut nachvollziehen. Ich bin nicht sehr schüchtern, arbeite auch, habe von früher noch einige Bekannte, mit denen man ab und zu mal online schreibt. Außerdem bin ich Musikerin und stehe auch noch in meiner Freizeit ab und zu auf der Bühne.
Aber ohne Beziehung und ohne echte reale Freunde ist das Leben dann zu Hause, wenn man abends wieder angekommen bist, trostlos und einsam.
Ich beschäftige mich zwar auch irgendwie und bin vielleicht auch viel zu Wählerisch geworden, was die Partnersuche angeht, bin aber mittlerweile, nach zehn Jahren alleine sein, auch echt frustriert darüber.
Ich drück dir die Daumen, dass du schnell wieder jemanden findest.
Wichtig ist, sich nicht einzuigeln, Dinge zu unternehmen, es gibt auch im Internet Treffpunkte, wo man einfach nur Dinge zusammen machen kann und Freunde finden. Und vielleicht findet sich dabei auch die große Liebe. Und wenn nicht, bist du aber zumindest nicht komplett einsam.
Vielleicht gibt es ja sogar auch irgendeinen Kurs, um Schüchternheit zu überwinden. Ich würde da einfach mal googeln. Viel Glück!
GLG Kopfangst

03.06.2019 20:27 • x 1 #5


EinsamerKater


Zitat von Flame:
Wie das geht,kannst Du in diesen Büchern lesen:

"Lass Dir nicht alles gefallen" von Dr. Rolf Merkle


Danke, habe ich mir bestellt

04.06.2019 23:14 • x 1 #6


EinsamerKater


Zitat von Yannick:
Darf man fragen, was genau da passiert ist vor 3 Jahren?


Frau mit Kindern abgehauen, Konten geplündert!
Ein Nachbar verschwand 10 Tage später spurlos.
Natürlich kein Zufall.

Finanziell ruiniert, Gesundheit hat sehr gelitten, sehr lange Zeit krankgeschrieben.


Zitat von Yannick:
Bei manchen von uns ist diese "Denkmaschine" im Kopf leider so programmiert, dass das Negative schnell überhand gewinnt


Dadurch natürlich die Depression schlimmer wird.


Zitat von Yannick:
Wir müssen versuchen, die kleinen Dinge mehr wertzuschätzen!
Ich wünsche dir bzw. uns allen wie stets alles Gute bzw. nur das Beste für die Zukunft!


Danke.
Ja ich bin heutzutage schon stolz auf kleine Sachen die ich geschafft habe.
Was vor 3 Jahren lächerlich für mich wäre.

04.06.2019 23:30 • x 1 #7


EinsamerKater


Zitat von Kopfangst:
Wichtig ist, sich nicht einzuigeln, Dinge zu unternehmen, es gibt auch im Internet Treffpunkte, wo man einfach nur Dinge zusammen machen kann und Freunde finden.


Da bin ich schon am suchen, aber bisher leider noch nicht in meiner Gegend fündig geworden.


Zitat von Kopfangst:
Vielleicht gibt es ja sogar auch irgendeinen Kurs, um Schüchternheit zu überwinden.


Habe mir auch ein Buch bestellt
"Schluss mit Schüchtern. Selbsthilfeprogramm in 8 Wochen"
Hoffe mal das es gut ist.
Kennt das vielleicht jemand?


Zitat von Kopfangst:
Ich drück dir die Daumen, dass du schnell wieder jemanden findest.


Ich danke dir.
Drücke dir auch die Daumen das du einen tollen Partner findest

04.06.2019 23:38 • #8


Schmetterling23

Schmetterling23


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Huhu,

gerade bisschen mit gelesen.

Wie soll es denn beruflich für dich weiter gehen?

Ganz liebe Grüße

04.06.2019 23:57 • x 2 #9


Yannick

Yannick


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Zitat von EinsamerKater:
Frau mit Kindern abgehauen, Konten geplündert!
Ein Nachbar verschwand 10 Tage später spurlos.
Natürlich kein Zufall.

Finanziell ruiniert, Gesundheit hat sehr gelitten, sehr lange Zeit krankgeschrieben.

Danke für deine offene Antwort! Das ist... da fehlen mir auch beim wiederholten Lesen die Worte.. Da gibt's einfach nichts passendes zu sagen. Es ist sicher wie ein Albtraum, aus dem man einfach aufwachen möchte. Aber man kann nicht, weil man feststellen muss, das es gerade wirklich passiert. Puh, das ist heftig.
Für solche Menschen wie deine Ex empfinde ich größte Verachtung. Wobei ich stets vorsichtig bin, mit Menschen, die ich nicht kenne. Aber sowas geht einfach gar nicht! Leider interessiert es solche Menschen nicht, was wir über sie denken und sie machen einfach weiter. Und man fährt ja scheinbar in der heutigen Zeit auch noch sehr gut damit, weil man immer wieder neue Verbündete (wie dieser "tolle" Nachbar) findet...

Ich habe selbst noch nie einer solchen Familiensituation plus Trennung gesteckt, aber ich denke immer noch an die Situation für dich und deinen Kindern. Ich denke, wie du es beschrieben hast, dass sie einfach weg ist, dass ihr auch gar keinen Kontakt habt und du gar nicht weißt, wo insbesondere deine Kinder sind?
Puh, das geht mir gerade sehr nahe, wenn ich mir vorstelle, wie ich mich dabei fühlen würde. Dass es da einen total weghaut, kann man nachvollziehen.
Leider nützt einem das in der Situation auch nichts...

Immerhin, hier wirst du zumindest wieder mal ein paar ehrliche Menschen finden, wenn auch erst mal nur online, wenn man auch nur erstmal sporadisch und ab und zu mal miteinander quatscht.

Zitat von EinsamerKater:
Danke.
Ja ich bin heutzutage schon stolz auf kleine Sachen die ich geschafft habe.
Was vor 3 Jahren lächerlich für mich wäre.

Es ist wohl wichtig, sich in unserer Situation mit dem Alleinsein oder auch der Einsamkeit (je nachdem wie man es empfindet oder welchen Lebensbereich man beleuchtet) nicht ständig mit denen vergleichen zu wollen, die augenscheinlich einfach alles haben im Leben.
Ich komme mir in meinem Leben auch oft vor, als wären die Rückschritte mehr, als die vorwärts. Aber ich versuche mir meine Tage gerade so zu gestalten, dass ich mir ein paar kleine Ziele setze, z.B. nach der Arbeit joggen zu gehen, sich was gutes zu kochen, Musik zu hören, und sich einfach drüber zu freuen, wenn man die am Abend geschafft hat.
Das klingt lächerlich im Vergleich zu meinen Freunden mit ihren Familien, Freunden, zahlreichen Events auf denen sie immer unterwegs sind. Aber für mich bedeutet das dann, wenn ich es schaffe, zwei Schritte vorwärts, auch wenn es für jede zwei vorwärts immer auch einen zurück geht.

Zitat von Kopfangst:
Ich kann deine Einsamkeit absolut nachvollziehen. Ich bin nicht sehr schüchtern, arbeite auch, habe von früher noch einige Bekannte, mit denen man ab und zu mal online schreibt. Außerdem bin ich Musikerin und stehe auch noch in meiner Freizeit ab und zu auf der Bühne.
Aber ohne Beziehung und ohne echte reale Freunde ist das Leben dann zu Hause, wenn man abends wieder angekommen bist, trostlos und einsam.
Ich beschäftige mich zwar auch irgendwie und bin vielleicht auch viel zu Wählerisch geworden, was die Partnersuche angeht, bin aber mittlerweile, nach zehn Jahren alleine sein, auch echt frustriert darüber.
Ich drück dir die Daumen, dass du schnell wieder jemanden findest.
Wichtig ist, sich nicht einzuigeln, Dinge zu unternehmen, es gibt auch im Internet Treffpunkte, wo man einfach nur Dinge zusammen machen kann und Freunde finden. Und vielleicht findet sich dabei auch die große Liebe. Und wenn nicht, bist du aber zumindest nicht komplett einsam.

Ja, ich kann die Einsamkeit auch gut nachvollziehen. Ich kann auch deinen Frust sehr gut verstehen. Es scheint fast so, als sei man völlig fehl am Platz in der heutigen Welt, wenn man ein großes Herz hat, offen zu seinen Gefühlen steht und auch noch sehr sensibel auf seine Umgebung und die Menschen und Ereignisse darin reagiert.
Viele Dinge mache ich inzwischen oft allein. Und da ist es dann auch sogar in Ordnung allein zu sein. Es ist dann eben nur Alleinsein. Einsamkeit ist da, wo die Tür abends hinter einem zugeht, wo man weiß, dass alle Bekannte und Freunde (die es meist nur noch online gibt) jetzt nicht alleine sind.
Man fühlt sich immer öfter einfach vergessen vom "Schicksal", vom Leben an sich... zumindest in dieser einen Sache. Für andere Dinge bin ich wiederum unglaublich dankbar Stand heute!

Leider kann man weder Partnerschaften noch Freundschaften erzwingen. Überhaupt kann man die "Chemie" zwischen Menschen nicht beeinflussen. Es passt wohl einfach oder es passt eben nicht. Und vielleicht ist es der Lauf des Lebens, dass einige auf viele wirken, andere eben nur auf ganz wenige. Anders wäre natürlich schöner, aber man muß eben vieles akzeptieren wie es ist. Und trotzdem weitermachen...

05.06.2019 18:09 • x 2 #10


EinsamerKater


Zitat von Schmetterling23:
Huhu,

gerade bisschen mit gelesen.

Wie soll es denn beruflich für dich weiter gehen?

Ganz liebe Grüße


Im Moment arbeite ich Teilzeit.
Ich habe gedacht als Krankengeld ausgelaufen ist.
Ich versuche es mal mit Teilzeit.
Klappt aber auch nicht so toll.
Denke mir aber, so komme ich wenigstens für paar Stunden unter Menschen.

06.06.2019 01:42 • #11


EinsamerKater


Zitat von Yannick:
Es ist sicher wie ein Albtraum, aus dem man einfach aufwachen möchte.


Ja genauso fühle ich mich, ich muss doch mal wach werden, das kann doch nur ein Albtraum sein.




Zitat von Yannick:
Immerhin, hier wirst du zumindest wieder mal ein paar ehrliche Menschen finden, wenn auch erst mal nur online, wenn man auch nur erstmal sporadisch und ab und zu mal miteinander quatscht.


Ja da bin ich auf jeden Fall sehr froh über das Internet und auch solche Foren.
Dass man so noch Kontakt zu anderen hat.

Ja genau über kleine Sachen und wenn es am Anfang nur einkaufen war, mit mehreren Panikattacken, hinterher war ich stolz auf mich.
Oder gestern habe ich mich zu einem Spaziergang gezwungen und hinterher war ich stolz.
Es ist eigentlich unfassbar dass man auf solche kleinen Sachen stolz sein kann.


Zitat von Yannick:
Man fühlt sich immer öfter einfach vergessen vom "Schicksal", vom Leben an sich..


Stimmt genau

06.06.2019 02:00 • x 1 #12


Yannick

Yannick


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Ich erlebe es ja nur im kleinen Maßstab was du da erlebt hast. Dafür passiert es mir irgendwie andauernd. Immer wenn ich gerade etwas Vertrauen zu jemanden aufgebaut habe und ins Genießen übergehen möchte, ist es auch schon wieder vorbei. Wie gesagt, kein Vergleich zu dem was du durchmachend musst. Und trotzdem bleiben viele Träume auf der Strecke und Vertrauen geht verloren, das Kartenhaus stürzt immer wieder ein. Wie erst vor ein paar Wochen wieder und dabei hätte man doch eigentlich alles richtig gemacht?!

Ich glaube gerade, dass es nicht mal das Alleinsein ist, was uns dann so wehtut, wenn uns jemand verlässt. Denn immerhin leben wir ja weiter. Uns fehlt ja erstmal körperlich nichts. Und würde es nicht so aufs Gemüt schlagen, würden wir weiter alles machen wie es vorher war, wenn auch allein.
Ich glaube, was da so weh tut ist, dass wir plötzlich denken, wir hätten es mit zwei total verschiedenen Menschen zu tun: im einen Moment ist die Rede davon, wie wunderbar wir sind, wie süß, wie warmherzig, stark, usw. Im nächsten Moment ist der gleiche Mensch plötzlich verschwunden. Nimmt keine Notiz mehr von einem. Jegliche Kontaktversuch ignoriert, abgeblockt. Dieses sich so sehr getäuscht haben in einem Menschen, das reißt uns runter.

Ich werde nie verstehen, wie solche Menschen so leben können. Außer dass sie eben merken, wie leicht sie damit immer durchkommen. Ich wünsche mir immer, dass solche Menschen mal sich selbst begegnen oder das Karma Ihnen auch mal einen solchen Brocken ins Leben setzt.

Lass den Kopf nicht hängen, auch wenn es megaschwer fällt. Mach weiter mit den kleinen Schritten und gönne in erster Linie Dir selbst etwas! Es ist dein Leben!

Und wenn was ist, wir sind da für dich!

06.06.2019 04:24 • x 2 #13


EinsamerKater


Zitat von Yannick:
Ich wünsche mir immer, dass solche Menschen mal sich selbst begegnen oder das Karma Ihnen auch mal einen solchen Brocken ins Leben setzt.


Ja das wünsche ich mir auch, das sie sehen wie sie andere Menschen verletzt haben.

Ich quäle mich seit ein paar Tagen, wenn ich frei habe, auch hinaus zu gehemn, auch wenn es nur zum spazieren gehen ist. Damit geht es mir hinterher zwar besser, aber es macht mich schon sehr traurig, wenn ich sehe wie andere Paare glücklich sind und ich da allein spazieren gehe.
Später mich wieder einsam und allein wieder zuhause einigele.

In den letzten Nächten habe ich auch wieder sehr schlimme Albtäume, wenn ich irgendwann mal eingeschlafen bin, meistens wenn es schon hell wird.

10.06.2019 02:31 • #14


Sara80

Sara80


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Immer alles alleine unternehmen zu müssen macht mich auch oft traurig. Selbst wenn der Tag schön gewesen ist, ich habe ihn wieder allein verbracht, keiner da mit dem ich über das erlebte reden kann. Ich bin neidisch auf Menschen die ihre Familienfotos vom letzten Urlaub, Weihnachten usw. ansehen können. Ich bin immer allein darauf, das ist bedrückend.

10.06.2019 07:23 • x 1 #15


Perle

Perle


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Hallo, ich wollte einmal kurz auf nebenan.de hinweisen. Das ist eine bundesweite Plattform, die speziell auf Deine nähere Wohngegend konzipiert wurde. Man kann dort alles mögliche finden, z. B. auch Gruppen beitreten (oder auch selbst gründen), um gemeinsame Aktivitäten anzugehen. Ob nun Joggen, Kochen, Spiele spielen oder was auch immer. Kannst da auch Dinge verschenken oder tauschen und auf diesem Wege in Kontakt mit Menschen aus Deiner näheren Umgebung kommen. Einen Versuch ist es Wert?

LG Perle

10.06.2019 12:07 • x 4 #16


EinsamerKater


@perle

Danke, das werde ich auf jedenfall versuchen.

10.06.2019 14:04 • #17


Yannick

Yannick


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Zitat von EinsamerKater:
Ich quäle mich seit ein paar Tagen, wenn ich frei habe, auch hinaus zu gehemn, auch wenn es nur zum spazieren gehen ist. Damit geht es mir hinterher zwar besser, aber es macht mich schon sehr traurig, wenn ich sehe wie andere Paare glücklich sind und ich da allein spazieren gehe.
Später mich wieder einsam und allein wieder zuhause einigele.

In den letzten Nächten habe ich auch wieder sehr schlimme Albtäume, wenn ich irgendwann mal eingeschlafen bin, meistens wenn es schon hell wird.

Das kann ich dir sehr gut nachvollziehen. Auch wenn der Weg zu deiner und meiner Wahrnehmung ein unterschiedlicher war/ist, geht es mir genauso.
Trotzdem musst du versuchen, das was dir Spaß bereitet, immer gewinnen zu lassen. Und wenn du rausgehst und stur vor dich hinschaust oder auf den Boden für den Moment, wenn da wieder ein Paar vorbeikommt. Oder versuchen eine Strecke zu finden, die nicht so stark frequentiert ist? Z.B. etwas abseits von den üblichen Waldwegen?
Ich würde ja sagen, wir treffen uns abends mal auf nen Bierchen und quatschen und finden raus, was das Leben doch auch noch an schönen Dingen bereithält! Aber ich bin leider viel zu weit weg (noch).

Meine Träume sind zwar zurzeit soweit okay, wach liege ich nachts aber trotzdem mindestens ne Stunde, in der er sich gar nicht so anfühlt, als sei ich wach. Da weiß ich dann manchmal auch nicht weiter. Man will was tun, weiß aber nicht genau was, weil der Kopf so durcheinander ist.

Zitat von Sara80:
Immer alles alleine unternehmen zu müssen macht mich auch oft traurig. Selbst wenn der Tag schön gewesen ist, ich habe ihn wieder allein verbracht, keiner da mit dem ich über das erlebte reden kann. Ich bin neidisch auf Menschen die ihre Familienfotos vom letzten Urlaub, Weihnachten usw. ansehen können. Ich bin immer allein darauf, das ist bedrückend.

Ja, ganz so schön ist es nicht. Aber wenn ich etwas wirklich erleben will, wenn mich ein Ort oder ein Ereignis wirklich interessiert, dann denke ich gar nicht mal daran, wieviel schöner es jetzt wäre, dass mal mit jemandem zusammen erleben zu können. Dann zählt nur der Moment.
Dass mit den Fotos ist mir bei meinem letzten Urlaub während des Knipsens zum ersten Mal so aufgefallen. Auch der Gedanke daran, dass nach mir keiner da sein wird, den die Fotos interessieren und sie zwangsläufig im Müll der Geschichte landen, das hat mich dann traurig gemacht.

10.06.2019 17:51 • x 1 #18


EinsamerKater


Zitat von Yannick:
Das kann ich dir sehr gut nachvollziehen. Auch wenn der Weg zu deiner und meiner Wahrnehmung ein unterschiedlicher war/ist, geht es mir genauso.
Trotzdem musst du versuchen, das was dir Spaß bereitet, immer gewinnen zu lassen. Und wenn du rausgehst und stur vor dich hinschaust oder auf den Boden für den Moment, wenn da wieder ein Paar vorbeikommt. Oder versuchen eine Strecke zu finden, die nicht so stark frequentiert ist



Ja ich versuche es zumindest mich jeden Tag, neu zu motivieren was zu Unternehmen.
Heute habe ich eine schöne Gegend gefunden, wo nicht soviel Leute unterwegs sind, da war es schon besser

10.06.2019 22:39 • #19


Sara80

Sara80


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EinsamerKater warum hast du dich jetzt abgemeldet?
Geht mir auch so, in Gegenden wo nicht viele unterwegs sind fühle ich mich besser.

12.06.2019 10:25 • #20




Dr. Reinhard Pichler

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