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Hallo zusammen. Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll! Die Ablehnung die ich in der Kindheit erfahren habe bzw. die innere Einstellung die ich mir dadurch aufgebaut habe, hängt mir bis ins Erwachsenenalter nach und ich weiß nicht wie ich damit umgehen sollt. Es klingt alles so banal, aber als Kind wollte ich doch wie andere einfach nur spielen, irgendwo dazugehören und mit Freunden Spaß haben. Dinge die für fast alle total selbstverständlich sind, Dinge, die ich nie hatte.
Klar hätte ich zu den Pfandfindern gehen können:
Habe ich nicht gemacht, da ich dachte ich werde wieder geärgert
Klar hätte ich zur Feuerwehr gehen können:
Habe ich nicht gemacht, da ich dachte ich werde wieder geärgert
Klar hätte ich wie meine Schwester zur Jugendfreizeit gehen können:
Habe ich nicht gemacht, da ich dachte ich werde wieder geärgert
Ich habe dann schon in der Grund-/Realschule schlichtweg gar nichts mehr gemacht und bin allem von dem ich nur vermutete es könnte wieder etwas sein aus dem Weg gegangen. Meine Freunde waren dann meine Mutter, mein Vater und meine große Schwester, aber keine anderen Menschen!
Ich habe mich auch nie gewehrt, meine Position vertreten oder Selbstbewusstsein gezeigt. Wie auch, war ja kein anderer in meinem Alter da, der mal zu mir hielt.
Beispiel:
Ich sagte zum Beispiel: Hey, ich finde Basketball total toll. Keiner hat darauf reagiert. Dann sagte ein anderer mit seinem Freund: Hey, ich finde Basketball schlecht und Fußball besser. Dann sagte der Freund: Stimmt, ich auch, Basketball ich schlecht. Ich fühlte mich dann unterbuttert und machte dann Sachen oder verstellte mich, so dass die anderen mich mochten. Ich sagte dann so Sachen wie: Fußball ist auch toll, kann ich mal mit. Aber es interessierte sie nicht.
..
Für alle anderen war alles irgendwie so selbstverständlich. Ins Kino gehen mit Freunden, ins Zeltlager fahren, ins Schwimmbad gehen oder den eigenen Geburtstag zu feiern. Ich habe dann irgendwann nichts mehr davon gemacht, weil entweder keiner da war mit dem ich es machen konnte oder ich Angst hatte etwas zu tun, weil ich wieder geärgert werden würde.
Ich war dann in jungen Jahren schon so verunsichert, dass ich mich nur noch zurückzog. Alles was mit Selbstbewusstsein zu tun hatte oder alles was man als Jugendlicher so machte fühlte sich dann für mich immer komisch und seltsam an.
Heute ist das nicht mehr so! Durch meine Partnerin und die Arbeit habe ich wieder Selbstbewusstsein. Meine Partnerin hat mir auch gezeigt was es bedeutet zu Leben: Ihre Geburtstage, Studium, Arbeit, Freunde, Bekanntenkreis, soziale Kontakte, Veranstaltungen usw. Alles war und ist in ihrem Leben so selbstverständlich.
Warum ist z.B. für meine Partnerin und andere alles so selbstverständlich?!
Ich weiß einfach nicht wie es besser machen kann. Klar habe ich früher als Kinde schon darüber nachgedacht meine Situation zu verändern Feuerwehrverein usw. aber ich hatte mich nicht getraut, da ich ja alleine war.