✔ Empfohlene Antwort
Diese Frage beschäftigt mich schon mein ganzes Leben. Warum sind manche Menschen beliebt, schließen schnell Freundschaften, während andere außen vor bleiben?
Mir fallen folgende Begründungen ein:
Menschen sind unauthentisch, d.h. sie geben sich beim Kennenlernen als jemanden aus, der sie nicht sind.
Menschen lieben sich nicht selber. Wenn man sich selbst nicht liebt, kann man auch niemanden anderen lieben. Diese Unsicherheit spüren andere Menschen und gehen auf Distanz.
Menschen sind kontaktscheu, übervorsichtig, haben Angst, enttäuscht zu werden, d.h. sie geben anderen Menschen gar keine Chance, sie zu mögen.
Menschen denken immer nur an sich, hören nicht zu, interessieren sich nicht für andere.
Ein wichtiger Punkt ist die Erwartungshaltung. Einsame Menschen haben meistens eine hohe Erwartung an menschliche Beziehungen. Das mag andere Menschen abschrecken, weil sie spüren, dass sie sich hier sehr anstrengen müssen, der andere schnell verletzt ist, sie den Ansprüchen nicht genügen usw.
Behinderungen, ein nicht so gutes Aussehen, Armut usw. sind nur dann ein Problem, wenn sie extrem einschränkend sind bzw. wenn der Selbstwert darunter extrem leidet.
Im Endeffekt fehlt es einsamen Menschen fast immer an Selbstwert, auch an sozialer Übung, da die Situationen gemieden werden, an einer Identität, zu der sie auch stehen (die natürlich einigermaßen kommunikativ sein muss, der einsame Wolf mag eine gefestigte Identität haben, aber er will ja einsam bleiben).
Deshalb haben Mitmenschen das Gefühl, mit dieser Person stimmt etwas nicht und gehen auf Distanz.
Diese Frage ist eine sehr wichtigesThema , wenn mir noch was einfällt, schreibe ich etwas dazu.
28.07.2013 13:13 •
#23
Zum Beitrag im Thema ↓