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ich hab auch nen großes problem.passt aber nicht so ganz zum thema.wie würdet ihr euch verhalten?mein freund ist für 2 wochen nach spanien geflogen mit seinem besten kumpel.ich konnte nicht mit wegen prüfung. genau dann kam mein opa auf intensiv und die ärzte sagen er hätte nicht mehr lange zu leben.medikamente wirken nicht mehr. ich war am boden zerstört. würde ein richtiger freund auf seinen urlaub verzichten und zu seiner freundin zurückkommen, um sie in dieser situation zu unterstützen?ich hab mich allein gelassen gefühlt. bin zum größten teil bei meinem opa aufgewachsen. mein freund wusste im urlaub davon, dass er sterbend ist.ist alles während er im urlaub war passiert.meine frage: kann ich ihm das vorhalten, dass er mich nicht unterstützt hat und nicht den urlaub abgebrochen hat?will mir nen rat holen, damit ich nichts überintepretiere

13.06.2009 10:13 • 19.11.2009 #1


83 Antworten ↓


hallo Herz!
Das ist ja echt schlimm und das tut mir sehr leid, wie es Deinem Opa gerade geht. Ich denke, dass Dein Freund an der Situation nichts ändern kann.
Du wirst danach auch noch viel Trost und Hilfe brauchen, da wird er Dir sicher beistehen.
Dein Freund kann für diese Situation gar nichts, es ist so passiert, und so schnell storniert man eine Reise nicht.
Wann kommt Dein Freund denn zurück?
Alles Liebe

13.06.2009 11:20 • #2



Freund in spanien -familienangehöriger liegt im sterben

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Ich sehe das genauso wie pax.

Wenn jemand jetzt plötzlich - z.B. per Unfalltod - gestorben wäre, der dir sehr nahe steht, wie deine Mutter oder dein Kind, dann würde ich sagen, Urlaub sollte abgebrochen werden.

Aber wenn ein alter Mensch im Sterben liegt, ist das ein - sorry - normales und vorhersehbares Vorkommnis im Laufe des Lebens. Deswegen auch den Freund (seinen Freund) im Stich zu lassen und den ohnehin nicht langen Urlaub abzubrechen, fände ich übertrieben.

Wie pax schon schrieb: Die Trauer wirst du noch längere Zeit danach bewältigen müssen, und da wird er ja wieder da sein. Aber: Auch dein Freund wird dir deine persönliche Trauer nicht abnehmen können. Es ist nun mal der Lauf der Welt, dass jeder Mensch sterben muss, und im Alter muss man immer damit rechnen. Man kann eigentlich froh sein, wenn es dann relativ schnell geht und der Mensch nicht noch lange leiden muss. Von daher darfst oder solltest du trotz deines Kummers auch etwas dankbar sein.
Wie alt bist du denn? Und wie alt war dein Opa?

Ich wünsche dir eine fruchtbare Trauerarbeit. In so einer Zeit kann man sich auch über viele Dinge aus der Kindheit klarer werden und daran reifen. Nutze sie auch dafür.

LG
GastB

13.06.2009 13:13 • #3


ich bin 20 und mein opa ist 85. ja ihr habt da schon irgendwie recht-das mein freund nichts dafür kann. trotzdem habe ich mich im stich gelassen gefühlt.mein opa steht mir so nahe wie meine eltern. habe sehr lange zeit bei ihm gewohnt.mein leben habe ich ihm zu verdanken. damals hat keiner zu mir gehalten-ich habe nur mist gebaut- bin vom gymnasium geflogen- wegen schwänzen-kam auch vor gericht wegen nen ladendiebstahl. das jugendamt wollte mich meinen eltern wegnehmen-weil ich auf die schiefe bahn geraten bin. er hat in dieser situation zu mir gehalten,mich aufgenommen,ohne mir vorwürfe zu machen.und durch ihn habe ich den ergeiz wieder bekommen-habe nen realabschludss von 1,5 gemacht und jetzt das abitur mit 1,9 bestanden.ohne ihn wäre ich in der gosse gelandet.ich hätte mich damals ohne ihn nicht afrappeln können. ich bin ihm für alles sehr sehr dankbar und deswegen liebe ich ihn auch so sehr und es tut soooo weh.

15.06.2009 10:54 • #4


er ist jetzt noch nicht tot, aber ich sehe wie er leidet-kriegt dauernd keine luft. seine organe sind zu schwach-sie arbeiten nicht mehr richtig.ich will ihn nicht so leiden sehen,.
mein elternhaus ist auch problematisch- meine mutter ist Alk. und mein vater hat sie damals oft geschlagen und wenn opa stirbt, dann wird das mit meiner mama noch schlimmer. Da ich diese gewalt usw gesehen-habe;habe ich einen beschützerinstinkt entwickelt. kann mich von zuhase nicht wirklich trennen,obwohl ich oft hier am boden zerstört bin.

15.06.2009 11:08 • #5


Zitat von Herz20:
ich bin 20 und mein opa ist 85. ja ihr habt da schon irgendwie recht-das mein freund nichts dafür kann. trotzdem habe ich mich im stich gelassen gefühlt.mein opa steht mir so nahe wie meine eltern. habe sehr lange zeit bei ihm gewohnt.mein leben habe ich ihm zu verdanken. damals hat keiner zu mir gehalten-ich habe nur mist gebaut- bin vom gymnasium geflogen- wegen schwänzen-kam auch vor gericht wegen nen ladendiebstahl. das jugendamt wollte mich meinen eltern wegnehmen-weil ich auf die schiefe bahn geraten bin. er hat in dieser situation zu mir gehalten,mich aufgenommen,ohne mir vorwürfe zu machen.und durch ihn habe ich den ergeiz wieder bekommen-habe nen realabschludss von 1,5 gemacht und jetzt das abitur mit 1,9 bestanden.ohne ihn wäre ich in der gosse gelandet.ich hätte mich damals ohne ihn nicht afrappeln können. ich bin ihm für alles sehr sehr dankbar und deswegen liebe ich ihn auch so sehr und es tut soooo weh.


Ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst.
Mein Papa ist am 23.12.2008 sehr plötzlich gestorben.
War morgens noch ganz normal und fit, und Abends lag er im Koma.
So hat er noch drei Tage im Krankenhaus gelegen, unansprechbar, und dann ist er für immer gegangen.
Ich hab meinen Papa sehr geliebt und tue es immer noch, und wie ich das jetzt schreibe kommen mir auch wieder die Tränen.
Heute gibt es die Abi-Noten (ich hab es trotz der Trauer geschafft, das Abi zu machen, worauf ich sehr stolz bin), aber der Tag ist nicht so sehr bestimmt von Freude sondern eher von großer Trauer.

Sei deinem Freund nicht böse.
Einen Urlaub mal so eben abbrechen kann man nicht, das kostet einen Haufen Geld, der Rückflug, und das Geld vom Urlaub ist dann auch weg.
Lass deinen Freund die Kraft tanken, die er braucht, um sie dann an dich weiter zu geben.
Als mein Papa im Koma lag war mein Freund auch viel bei mir.
Irgendwann hat er dann gesagt: Ich kann nicht mehr, ich brauch wieder Zeit für mich -und ist nach Hause gefahren und hat sich einige Tage garn icht gemeldet.
Damals hab ich mich da auch Alleinegelassen gefühlt, aber heute versteh ich ihn. In der Trauer bewerten wir Vieles über, so jetzt auch du und damals ging es mir genau so.
Der Tod eines angehörigen ist nie einfach, und nie schön.
Aber es war damals nicht nur für mich schwer, sondern auch für meinen Freund.
Und es ist jetzt nicht nur für dich schwer, sondern auch für deinen Freund.
Sowas verkraftet keiner so einfach, also lass ihm den Urlaub, und freu dich, dass er für dich da sein wird, wenn er zurück kommt.

Nutz die Chance, um mit deiner Familie näher zusammen zu rücken.
Wir saßen damals den ganzen Tag, so lange wir durften,m fast 12h täglich, alle zusamen an Papas Bett... Oma, Opa, meine Mama, ich, meine Schwester, seine zwei Brüder, deren Familien.. wir waren alle da, damit er an seinen letzten Tagen nicht alleine sein muss.
So sind auch wir als Familie enger zusammen gerückt.
Früher hatten wir oft wenig Zeit, heute nehmen wir uns alle in der Arbeit mehr zurück. Ich kümmere mich mehr um meine Familie und um mich selber. Wir sind füreinander da..
Hab neulich mein Zimmer neu gemacht und konnte mein Bett ohne Papa nicht zusammen bauen -also kam sofort mein Onkel vorbei und hat mir geholfen. Neulich ging unsere Stereoanlage nicht mehr -da kam Papas bester Freund vorbei und hat uns geholfen.
Es ist traurig, eigentlich, aber erst durch Papas Tod haben wir unsere Blicke alle etwas mehr nach innen und etwas mehr aufeinander gelenkt.
Wir sind jetzt mehr eine Familie als vorher, und ich bin mehr lebendig als vorher.

Wächst du mit deiner Familie nicht auch sehr zusammen, jetzt, wo es so schlimm ist?

Am anfang wollte ich übrigens, dass Papa bleibt, und hab mich verzweifelt an den Gedanken geklammert, er könnten ochmal gesund werden. Dann, irgendwann, hab ich nur noch gedacht: Wenn er gehen muss, dann soll er gehen. Ich wollte nicht, dass mein Papa unnötig leiden muss. Ich weiß bis heute nicht, ob er noch was mitbekommen hat, die letzten Tage. Einerseits hoffe ich es, denn wir waren doch immer bei ihm. Andererseits hab ich Angst davor, denn es muss die Hölle gewesen sein für ihn.
Ich versteh bsi heute nicht, warum er so früh gehen musste, denn mir ershcien die Welt zum ersten Mal in Ordnung, bevor er starb -und dann starb er.
Aber ich glaube, auf diese Frage findest du nie eine Antwort, und ich auch nicht.
Menschen leben, und Menschen sterben.
So ist es einfach.
Jeden Tag verlieren viele Menschen liebe Angehörige, aber einfach ist es für keinen, und ich finde, das macht das individuelle Schicksal auch nicht besser.

Wenn dein Opa dir so wichtig ist, dann versuch einfach, in seinem Sinn weiter zu leben. So mach ich es auch.
Mein Papa war ein Mensch, der immer nach Vorne geschaut hat, sich oft gefreut hat, Anderen gerne geholfen hat.
Ein bisschen versuche ich nun, das auch zu machen.
Ich helfe meiner Mama, wo es nur geht, helfe Freunden, wenn sie mich brauchen, bin für die da, diem ich brauchen.
Ich lebe mehr als vorher, ich mach mehr hobbies und geh mehr raus.. so hätte es mein Papa gewollt. Ich hab mich durchs Abi gebissen, und so hätte er es wohl auch gemacht. So lebt er in mir weiter, und das ist gut.

Mein Fazit fürs Leben ist seitdem:
Liebe geben und Liebe nehmen, das ist das Einzige, was zählt.

Wenn jemand stirbt, dann bleibt nichts übrig von ihm... nicht die Arbeit, die er getan hat, nicht die Stunden, die er im Büro gehockt war, nicht die autos, die er sich gekauft hat, nicht das Haus, das er sich leisten konnte.
Ok, es bleibt übrig, aber es ist nichts mehr wert.
Was zählt, das sind die Menschen, die an ihn denken.
Meine Uroma hat immer gesagt: Nur der, der vergissen wird, ist wirklich tot.
Und so ist es. Je mehr sich an jemanden erinnern, desto lebendiger bleibt er. Deshalb versuche ich im Alltag so viel zu leben und so viel zu helfen wie es geht. Und wenns nur die Oma ist im Supermarkt die nichts ans oberste Regal kommt oder der Junge der den Automaten am Bahnhof nicht bedienen kann.. man kann immer helfen. So erinnern sich Menschen an einen, und so wird man nicht vergessen.
So bleibt man lebendig, und so mach ich's jetzt auch.

Schau, gerade ruft mich mein Freund an und ich hock hier heulend vorm PC. Er hat mich getröstet, aber nur 5 Minuten lang, jetzt muss er nämlich los zur Arbeit -und das ist ok.
Er lässt mich damit nicht allein, er lebt sein Leben.
So, wie dein Freund im Urlaub sein Leben lebt.
Das hat jeder verdient und das muss man auch jedem gönnen!
Denn das Leben geht weiter, auch, wenn einer stirbt.
Die Welt hört dadurch nicht auf, sich zu drehen.
Vielleicht erstarrst du innerlich etwas, so wie ich damals auch. Aberfür andere geht das Leben weiter. Und das muss man ihnen auch gönnen und darf man ihnen nicht übel nehmen.
Das darfst auch du deinem Freund nicht übel nehmen.
Er verlässt dich nicht absichtlich und lässt dich auch nicht im Stich.
Er lebt sein Leben.
Das ist das Einzige, was wir tun können.

Und sei froh, dass dein Opa so lange leben konnte.. 85 ist ein tolles Alter.
Mein Opa war 72, als er vor einem Jahr gestorben ist, meine Oma nur 66.. mein Papa nur 46. Dein Opa hatte echt viel vom Leben, und du hattest viel von ihm, da kannst du froh sein.

Allerdings glaub ich, dass es, egal, wann einer gehen muss, immer zu früh ist..
Nur, bei alten Menschen erwartet man es und dann ist der Schock nicht so groß wie bei jüngeren.
Das macht es vielleicht einfacher, aber keineswegs besser.

Ich wünsch dir viel Kraft,
Pilongo

15.06.2009 11:24 • #6


Halo Herz20,

Pilongo hat alles gesagt, was man dazu sagen kann, und das aus eigener Erfahrung.

Du fühltest dich schon als Kind und Jugendliche von deiner engsten Familie irgendwie verlassen, daher reagierst du empfindlich auf mögliche ähnliche Siutationen. Aber nur selten sind Situationen und Menschen wirklich gleich. Es ist wichtig, die jeweilige neue Situation neu zu betrachten, um anderen nicht Unrecht zu tun und um sich selbst keinen unnötigen Ärger zu machen.

Es ist schön, dass dein Opa damals an dich geglaubt hat, dir eine neue Geborgenheit gegeben hat und dass du durch seine Hilfe, aber auch durch deinen eigenen Einsatz, so weit gekommen bist. Das ist eine wunderbare Leistung von euch beiden. Und dafür darfst und sollst du deinem Opa natürlich für alle Zeit dankbar sein.

Ich hoffe für deinen Opa, dass er nicht zu lange leiden muss. Und dir wünsche ich, dass du dich innerlich und äußerlich gut von ihm verabschieden kannst.

Lieben Gruß,
GastB

15.06.2009 15:41 • #7


Hallo Herz! Wie geht es Dir, und wann kommt Dein Freund zurück?

15.06.2009 18:50 • #8


mein freund ist gestern wieder gekommen. ich hab ihm kein stress gemacht. na ja so wirklich gefreut hat er sich nicht mich wiederzusehen.obwohl vl bilde ich mir das jetzt nur ein.er meinte gestern, da wären voll die hübschen mädchen gewesen,aber ihm ging es nicht darum-er habe die ganze zeit an mich gedacht.das hat mich gerade in dieser zeit voll verletzt.aber ich tu immer so stark und sage nicht sofort, was mich stört.ich heule zwar oft vor ihm, aber gestern konnte ich es einfach nicht. wenn ich alleine zuhause bin heule ich den ganzen tag.
muss jetzt abschied nehmen und es tut mir wirklich im herzen weh

16.06.2009 15:15 • #9


ich kann einfach nicht loßlassen von einer person, die so stark an mich geglaubt hat.
von den meisten personen wurde ich bisher nur enttäuscht und ich habe immer das gefühl. dass gar keiner stolz auf mich ist, außer mein opa.
mein freund sagt sogar, dass seine schw, die mit dem studium fertig ist, intelligenter ist, als ich. und das war wortwörtlich so.aber bei mir ist es doch was ganz anderes, ich habe mein ganzes leben nur gekämpft, um da zu stehen, wo ich jetzt bin.und genau deswegen verletzt mich das so.ne diskussion mit ihm ist sinnlos-er hält nur zu ihr.
gestern ging es ihm irgendwie nur um sex.weiß nicht, ob ich mir gerade jetzt in dieser schweren phase alles einbilde.

16.06.2009 15:29 • #10


herz, Du bist im Moment verständlicherweise sehr durcheinander. Das darf auch sein. Du solltest jetzt nicht in jeder Handlung eine böse Absicht vermuten. Beschäftige Dich mit deinem Opa, und geh zu Ihm er wird es merken, und jetzt braucht er Dich. So wie er viele Jahre für Dich da war. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft dazu.

16.06.2009 15:41 • #11


Hallo Herz,

es ist klar, dass dir jetzt der Abschied von deinem Opa sehr schwer fällt. Nutze die Zeit, um dich richtig von ihm zu verabschieden, ihm für alles zu danken, was er für dich getan hat, und ihm zu versprechen, dass du dein Leben weiterhin positiv gestalten wirst. (Das willst du doch sicher, nicht wahr?)

Was deinen Freund angeht, besteht für dich wohl noch etwas Klärungsbedarf.

zukunftsangst-generalisierte-angststoerung-f57/angst-bei-diplomarbeit-versagen-t19313.html

Allerdings: Könnte es sein, dass du deinen Freund missverstehst? Ob jemand "intelligenter" ist, hängt nicht davon ab, ob er/sie das Studium bereits abgeschlossen oder noch gar nicht angefangen hat. Entweder weiß dein Freund nicht, was Intelligenz ausmacht, oder du missverstehst ihn da irgendwie. Dass er seine Schwester gut und intelligent findet, ist an sich nichts Schlimmes, das ist sogar schön. Es ist fast nicht vorstellbar, dass er dich damit abwerten will.

Ich wünsche dir einen besinnlichen Abend.

16.06.2009 20:17 • #12


Hallo mein opa ist heute morgen verstorben und ich bin immer noch sehr geschockt.kann es nicht glauben. ständig glaubt man, dass er wieder zurückkommt durch die tür in seiner wohnung. ich war gestern noch bei ihm und habe ihn eingecremt ihn gestreichelt und ihm umarmrt. er fehlt mir so-sein lächeln. irgendwie sieht man jetzt wie viel eine person einem bedeutet. ich habe ihn sehr sehr lieb. morgen würrde ich gerne in die kapelle-da liegt er.ich weiß nur nicht,ob ich den anblich verkraften kann,denn er scheint sehr sehr kalt und blass zu sein.und ich glaube vl die ganze zeit, dass er wieder aufwacht. ich kann das alles nicht glauben und will es noch nicht wahrhaben. es tut sooooo weh-ich weiß einfach nicht ob ich das alles durchstezhen kann.ich erinner mich die ganze zeit an die vergangenheit an die schönen dinghe, aber das tut noch mehr weh.

19.06.2009 23:01 • #13


hallo herz20,

mein aufrichtiges beileid! ich weiß es tut weh wenn man einen geliebten menschen verliert - lass den schmerz und deine trauer zu und kämpfe nicht dagegen an...es gehört dazu...nur so kannst du auch spüren, dass dir an deinem opa sehr viel gelegen ist...

wenn dir danach ist geh bitte in die kapelle und verabschiede dich von ihm...sicher tut es weh...aber du wirst später froh sein es getan zu haben. hab keine sorge, er wird nicht blass aussehen, er wird bestimmt einen ganz friedlichen eindruck auf dich machen. und er wird nicht aufwachen....es gibt nichts und niemand friedlicheres/n als einen verstorbenen...

ich möchte dir eine kleine geschichte aus meinem leben erzählen:

vor 2 jahren sind seltsamerweise am selben tag meine beiden großmütter verstorben...und ich habe mich von einer auf ganz besondere weise verabschiedet...ich selbst habe die trauer- und grabrede gehalten - wir wollten keinen priester oder einen fremden grabredner...eine ganze woche lang habe ich mich damit beschäftigt was ich sagen werde...habe schlussendlich eine rede zusammengeschrieben die sehr persönlich war....
am grab selbst habe ich dann noch ein gedicht vorgetragen...jeder wirklich jeder der trauergäste ist dann extra zu mir gekommen und hat mir bestätigt, dass er nie einem berührenderen, feierlicheren und "schöneren" begräbnis beigewohnt hat.

auch wenn ich damals beinahe zusammengebrochen wäre, weil ich befürchtete es nicht zu schaffen - heute bin ich extrem froh, dass ich das getan habe...ich habe bis heute keine träne über meine großmutter geweint...nicht weil ich nicht traurig war, sondern weil ich mich "anders" verabschiedet und mit ihrem tod auseinandergesetzt habe....

ich möchte dir das gedicht mitgeben, weil ich finde, dass es sehr schön beschreibt dass unsere lieben verstorbenen weiterleben....in uns:

der tod bedeutet gar nichts

Ich bin nur still nach nebenan gegangen.
Ich bin ich, du bist du.
Was wir jemals füreinander waren,
wir sind es immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht keine andere Art zu reden, seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Spielt, lacht, denkt an mich, betet für mich...
Gebt Acht, dass mein Name so ausgesprochen wird, wie er es immer wurde...
ohne eine besondere Betonung, ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet all das, was es bisher bedeutete.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Ist der Tod nicht nur ein nebensächlicher Zwischenfall?
Weshalb sollte ich nicht mehr in euren Gedanken sein:
Nur, weil ihr mich gerade nicht sehen könnt?
Inmitten der Zeiten und zwischen den Dimensionen warte ich auf euch. ...
ganz in der Nähe, auf der anderen Seite des Weges. Alles ist gut.

von Henry Scott Holland

20.06.2009 07:12 • #14


Herz, das tut mir sehr leid für dich.

Ich wünsch dir alle Kraft der Welt, und, dass dein Freund jetzt für dich da ist, so, wie du es brauchst.

Als mein Papa gestorben ist haben sie ihn auch aufgebahrt zum Abschied.
Ich bin hingegangen, aber konnte den Körper nicht mehr als meinen Papa sehen.
Tote sehen wirklich leichenblass aus -der Begriff kommt nicht von Ungefähr. Er war richtig grau und kalt, ich konnte ihn nichtmal anfassen, für mich war das nur noch ein Körper und mein Papa war schon längst wo anders.

Kannst deine Gedanken gerne hier im Forum lassen, wenn es dir hilft.

Alles gute,
Bianca

20.06.2009 07:38 • #15


Ich wollte nochmal sagen, dass ich dir keine Angst machen will mit meinem vorherigen Beitrag.
Für mich war Papas Anblick damals ein Schock, und ich kann deine Ängste diesbezüglich verstehen und sie sind auch berechtigt.
Ich wollte nur schreiben, wie es für mich war, und dir keineswegs Angst machen.
Aber jeder empfindet das anders, dir hilft es vielleicht auch sehr.

Lass dich von der Angst jedenfalls nicht davon abhalten, hinzugehen und dich von ihm zu verabschieden. Nicht, dass es dir später irgendwann Leid tut, dass du ihn nicht nochmal gesehen hast -das wäre schade.

Also geh zu ihm, wenn es dir hilft, und verabschiede dich.

Alles Gute und viel Kraft,
Pilongo

20.06.2009 08:54 • #16


Herz mein herzliches Beileid.
Meine Vorredner haben das wichtigste schon geschrieben.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Mein Opa Ist seid 1980 Tod
Dieser Satz gilt heute noch

Hab dich Dicher in meiner Seele
es ist ein Stück Himmel, dass es Dich gibt.

Von H. grönemeyer

20.06.2009 09:49 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Heute tut es noch viel viel mehr weh.konnte die ganze nacht nicht schlafen.musste mich an alles erinnern , was in der kindherit war und wie er es geschafft hat ,mir kraft zu geben. sein ziel war es mich stark zu bekommen und das hat er. ich hatte immer einen sehr sehr gro´ßen respekt vor ihm. er hat 45 jahre bei der kripo gearbeitet nach dem zweiten weltkrieg. er hast mir gezeigt, dasss jede schlimme zeit ein neuer anfang sein kann. er wird für immer in meinem herzen sein.
ich habe mir gedacht ihm einen Brief zu schreiben,indem ich all meine Gefühle aufschreibe und ihn für alles danke. den hänge ich an die rose und werfe ihn in das grab.einen sehr sehr schönen brief mit roten papier und vl kinderzeichnungen von mir.in seiner wohnung fühle ich mich sehr unwohl ich muss immer an ihn denken und es ist so, als ob er wieder kommt. ich glaube ich realisiere alles erst, wenn ich ihn wirklich gesehen habe.habe nur angst zusammenzubrechen. es ist so, als ob etwas aus meinem leben gerissen wird-die person, die mir am meisten kraft gegeben hat. die immer stolz auf mich war und ich erinner mich an sein lächeln, als ich das haus betreten habe. damals war ich krank-ihm ging es auch schlecht und er hat mich trotzdem zum arzt gefahren, weil er wollte, dass es mir gut geht. verdamt ich denke immer das mich keiner lieb hat-habe so viel falsch gemacht- besonders bei meinem eltern,aber er hat trotzdem zu mir gehalten. er jhat 20 jahre mit meinem onkel zusammen gelebt-der hat immer getrunken und mein opa hat das sehr gekränkt.obwohl mein onkel so viel mist gebaut hat,er hat ihn nie im stich gelassen und im herzen hatte er ihn immer lieb.die beerdigung ist am freitag und ich denke, dass wird der schwerste tag in meinem jetzigen leben.

20.06.2009 23:20 • #18


seine lebenseinstellung ist mein vorbild-sein auftreten und sein gutes herz für menschen, die hilfe brauche und für menschen,die mist bauen. sein ziel war es mein abi zu schaffen und genau das habe ich. danach ist er verstorben-er hat alles noch mitbekommen und war sooo froh.
jetzt heißt es alleine zu kämpfen und genau das werde ich machen. er ist in meinen gedanken und in meinen herzen und genau das gibt mir kraft. er kann zwar nicht mehr mit mir reden und mich trösten, aber die ganzen erinnerungen sind da- die niemals weggehen.
ich hoffe, dass er nicht gelitten hat, als er gestorben ist. er hat immer zu mir gesagt, dass er keine angst vorm tod hat.und ich habe ihn sehr bewundert

20.06.2009 23:30 • #19


Hallo Herz,

das finde ich eine sehr schöne Idee, ihm diesen Brief zu schreiben und ihn ihm mit ins Grab zu geben.

Und ich finde es auch schön, dass du dir bewusst bist, wie viel du deinem Großvater zu verdanken hast.

Es wird sicher besser sein, wenn du ihn noch einmal siehst, eben um es wirklich zu realisieren, dass er nun dieses Leben beendet hat. Für ihn war das sicher in Ordnung so.

Ich wünsche dir, dass du auch das Begräbnis gut durchstehst. Dein Freund wird dich dabei doch sicher begleiten und notfalls stützen.

Liebe Grüße,
GastB

20.06.2009 23:53 • #20



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