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Hallo ihr Lieben,

ich habe so ein paar Baustellen. Durch die Depression fällt es mir oft schwer, einkaufen zu gehen und gesund zu kochen. Momentan schleiche ich auch Fluoxetin ein und habe so ein paar Nebenwirkungen. Merke aber jetzt schon etwas mehr Antrieb. Ich gehe 8 Stunden im Home-Office arbeiten, es gibt immer sehr viel zu tun. Ich bin dann meist nach 4 Stunden komplett erschöpft und schaffe es dann nicht gesund zu kochen. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps, wie ich mich motivieren könnte, gesund zu kochen und einkaufen zu gehen. Ich weiß, dass ich in dem Punkt echt was ändern muss. Eine Essstörung habe ich zum Glück nicht. Durch das Fluoxetin kriege ich oft kein Bissen herunter.

Andere Baustelle: Gestern meinte meine Therapeutin, dass ich nur Müll in mich hineinstopfe und deswegen so zugenommen hätte. Übergewicht ist ein sensibles Thema für mich. Ich bin 1,70 Meter und wiege 73,7 Kilogramm (habe mich gerade gewogen). Sie meinte, dass man durch Psychopharmaka (Fluoxetin und Trimipramin) nicht zunimmt und ich durch mein Essverhalten zunehmen würde. Auch meinte sie, dass es eine Selbstverletzung wäre, wenn man sich nicht gesund ernährt. Sie hat mir auch paar Tipps gegeben, was man kochen könnte. Sie würde ihr Essverhalten sehr gut steuern und das wäre ihr sehr wichtig. Dann habe ich sie gefragt, ob sie mir das Rezept aufschreiben könnte, daraufhin meinte sie, dass sie es nicht aufschreibt wird und ich es mir so merken soll. ich habe es dann selbst aufgeschrieben im Handy. Heute hat sie mich angerufen und mir gesagt, dass sie die Therapie abbricht, wenn ich meine Ernährung nicht umstelle und mich nicht an den Wochenplan halte. Laut Wochenplan soll ich bis 20 Uhr beschäftigt sein ohne mich zwischendurch hinzulegen. Ich bin aber oft so erschöpft, dass ich das brauche. Ich fühle mich sehr unter Druck gesetzt. Ich bin froh, wenn ich es schaffe, überhaupt aufzustehen, vier Mal mit meinem Hund Gassi zu gehen, 3 Mal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen und 8 Stunden zu arbeiten. Am Wochenende treffen ich mich immer mit Freunden. Leider sind die Wartelisten bei Therapeuten oft sehr lang (oft 9 Monate), ich merke die Therapie tut mir gerade nicht gut und bräuchte Tipps, was ich machen könnte?

15.08.2025 10:46 • 20.08.2025 #1


110 Antworten ↓


Wenn dir die Therapie nicht gut tut und du dich so unter Druck fühlst, dann würde ich dir raten die Therapie bei dieser Therapeutin abzubrechen und dir eine neue Therapeutin zu suchen. Manchmal passt es einfach nicht. Und ihre Methoden finde ich sehr komisch

Zum gesunden essen: Tiefkühlgemüse von Iglo und ReweBio kann ich empfehlen. Dann musst du dazu nur Kartoffeln oder noch Eier machen.

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Gesund Essen bei Depression und Angststörung

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@Katrin88
Das ist doch absolut unprofessionell, dass Dir Deine Therapeutin verbietet sich auch mal tagsüber eine Pause zu gönnenund mit Therapieabbruch droht. Du hast ja nun, wie Du es beschreibst einen sehr vollen und auch abwechslungsreichen Wochenplan. Wenn Du diesen so durchziehst, dann spricht doch auch Nichts gegen kurze Erholungspausen. Die braucht jeder, auch vollkommen gesunde Mensch.

Kann mich da Juli1984 nur anschließen. In solchen Fällen ist es vielleicht wirklich besser die Therapeutin zu wechseln.

Zitat von Katrin88:
Übergewicht ist ein sensibles Thema für mich. Ich bin 1,70 Meter und wiege 73,7 Kilogramm (habe mich gerade gewogen)

Hallo? Das ist Normalgewicht für diese Größe.

Wie ich schon in dem anderen Thema schrieb rate ich dir auch von dieser Therapeutin ab. Klar ist gesunde Ernährung wichtig. Aber die Art und Weise wie sie es dir vermittelt ist unmöglich. Emotionale Erpressung hat in einer Therapie nichts zu suchen. Wenn du nach Hause kommst und dich schlechter fühlst macht es keinen Sinn. Sie soll dir Stück für Stück helfen dein Leben besser zu gestalten und nicht mit dem Hammer drauf hauen.
Vll gibt es ein paar Leute denen diese Methode hilft aber bei dir scheint es nicht das richtige zu sein.
Ich muss mal sagen dass ich eine Sache überhaupt nicht verstehe. Und zwar gibt es so viele Menschen die jeden Tag schlecht essen, sich nicht bewegen, rauchen oder Alk. trinken und was weiß ich. Und trotzdem haben die keine Depressionen oder ähnliches, denen geht's trotzdem gut. Und selbst wenn wir alles richtig machen, Bewegung Ernährung usw. haben wir eben trotzdem Depressionen und Ängste.. Weil man es eben nicht nur an diesen Sachen fest machen kann. Und das scheinen viele einfach immernoch nicht zu begreifen. Für viele ist die Lehrmeinung man muss nur gesund essen und sowas und dann wird alles gut. Das macht mich richtig wütend. Meine erste Therapeutin hat immer gesagt dass es eine multifaktorielle sache ist und damit hat sie absolut recht. Sie war übrigens sogar Ärztin. Sie hat gesagt es hat mit der Genetik zu tun, mit den Lebensumständen und wie man aufgewachsen ist. Bei manchen sind alle Sachen verkorkst. Bei manchen ist es vll nur eine Sache. Bei manchen reicht es dann schon den Job zu wechseln oder sich besser zu ernähren. Aber bei den meisten ist es viel mehr als das. Abgesehen davon stimmt ja auch was mit der Gehirnchemie nicht wo dann wiederum Tabletten helfen können.
Ich finde dass du schon recht viel leistest mit arbeiten, mehrmals am Tag raus gehen und am Wochenende sogar noch Freunde treffen. Und du solltest eher lernen dich darüber zu freuen, und anstatt auf deinem Übergewicht rumzureiten (was nicht mal wirklich Übergewicht ist) sollte sie dir helfen ein positives körperbild zu haben..

@Schlaflose ich bin 1.66m und wiege 74kg ,mein Arzt meinte auch ich wäre übergewichtig, ich weiß selbst dass ich was ändern soll,aber durch Medikamente kam leider innerhalb 3 Monaten 8kilo drauf

Liebe Katrin
Ich verfolge dein Dilemma ja schon seit gestern in dem anderen Thema und weis wie schlecht es dir deswegen gerade geht

Als erstens möchte ich dir sagen das du sehr stolz auf dich sein kannst
Sehr viele Menschen mit Depressionen schaffen es nicht mal mehr aus dem Bett geschweige denn zu arbeiten
Du hingegen arbeitest jeden Tag deine 8 Stunden und dazu hast du noch Hunde mit denen du regelmäßig raus gehen musst und das auch tust
Das ist bei Depressionen eine ganze Menge was du da machst und ich finde das ganz toll von dir wie sehr du dich um ein einigermaßen normales Leben bemühst

Dann zu deiner Therapeutin
Also da fällt mir persönlich echt nichts mehr ein außer das sie eine Grenze überschritten hat und das extrem unprofessionell von ihr ist und war
Das alles hat mit Psychotherapie nichts mehr zu tun
Sie mischt sich in Dinge ein die sie als deine Therapeutin nichts angehen denn du bist da wegen deinen Depressionen in Behandlung und wegen nichts sonst

Dann möchte ich dir gerne noch sagen
Ich persönlich koche jeden Tag frisch ich habe mich noch nie von fertig Produkten ernährt und hab auch noch nie Dosen essen gegessen also wirklich noch nie sowas haben wir gar nie zuhause

Und trotzdem habe ich durch die sehr starken Psychopharmaka die ich seit über 7 Jahren nehmen muss sehr stark zugenommen und bin adipös geworden
Und zwar nicht durch falsches Essen sondern eindeutig durch die Medikamente
Das hat mir sogar meine Psychiaterin gesagt das ich daran nichts ändern kann solange ich auf so starke Medis angewiesen bin um einigermaßen stabil zu sein

Also natürlich kann man von Psychopharmaka zunehmen und zwar massiv und das ist sogar wissenschaftlich bewiesen und ein großes Problem worüber sich auch Ärzte im Klaren sind

Du hast also überhaupt keine Schuld

Und ich möchte dich hier auch gar nicht belehren was gesundes kochen ist und bedeutet und wie man das macht
Denn ich persönlich finde das du absolut gar kein Übergewicht hast und dein Gewicht vollkommen in Ordnung ist
Und schon gar nichts worüber man sich Gedanken machen müsste

Leider sieht man das immer wieder das Psychotherapeuten sich anmaßen über etwas bescheid zu wissen wovon sie absolut keine Ahnung haben und Psychopharmaka gehören nunmal nicht zu den Dingen von denen Therapeuten Ahnung haben

Ich wünsche dir das du es schaffst dir das alles nicht so zu Herzen zu nehmen und da drüber stehst
Diese Therapeutin tut dir eindeutig nicht gut und ihre Art der Therapie ist nicht geeignet für dich
Also sobald du die Möglichkeit hast würde ich wechseln und diese Frau aus meinem Leben streichen

Man geht in Therapie damit es einem besser geht und nicht damit es einem schlechter geht

Zitat von Kati78:
@Schlaflose ich bin 1.66m und wiege 74kg ,mein Arzt meinte auch ich wäre übergewichtig, ich weiß selbst dass ich was ändern soll,aber durch Medikamente kam leider innerhalb 3 Monaten 8kilo drauf

Das ist dann leichtes Übergewicht.
Soll ich dir was verraten? Ich bin 1,58 und wiege z.Z. 66kg. Ich war schon als Kind pummelig und hatte zu meinen besten Zeiten mit 21 Jahren 78kg. Ich bin aber trotzdem vollkommen gesund. Ich versuche zwar immer abzunehmen, aber nur wegen dem Aussehen. Mit 63 bin ich voll fit, mache viel Sport und es geht mir bestens.

Ich war früher immer sportlich und schlank. Als ich das erste mal Antidepressiva nahm habe ich sage und schreibe 40kg! zugenommen (innerhalb eines Jahres) und das obwohl ich immernoch Sport gemacht habe. Zwei Menschen in meinem Umfeld erging es ebenso.
Es war verdammt schwer das Gewicht wieder los zu werden und als ich es irgendwann wieder mit AD versuchte, nahm ich wieder zu...
Also jeder der behauptet man nimmt von Psychopharmaka nicht zu hat keine Ahnung! Die möchte ich alle zum Mond schießen.

Zitat von Katrin88:
meine Therapeutin,


Die hat einen Knall, sorry. Und dein Gewicht ist absolut normal.

Mich regt auf, dass viele Ärzte heutzutage nichts anderes auf dem Schirm haben, als Gewicht und Sport.

Ich kann dir garantieren, dass auch super Sportler und Ernährungsgurus irgendwann auch gesundheitliche Probleme bekommen. Und ja, eine gesunde Lebensführung mag ja durchaus sinnvoll sein, aber dazu muss man eignigermassen gesund sein.

Und Depri ist alles andere als gesund.

Ich denke, dass dein Leben eh super schwierig ist, da du trotz allem 8 Stunden arbeitest, dem Hund gerecht werden musst und sogar noch Sport treibst.

Und deine Therapeutin macht dir jetzt noch mehr Druck? Ich kapiere das nicht und würde mir dringend jemanden suchen, der auch wirklich therapeutisch arbeitet.

Du hast geschrieben, dass deine Therapeutin selbst übergewichtig ist. Vielleicht hat sie da ihre eigenen Unsicherheiten auf dich übertragen.

Mal davon ab, kann man auch mit einer gesunden Ernährungsweise übergewichtig werden, wenn man die Portionsgrößen nicht beachtet. Man kann auch mit schlechter Ernährung sein Gewicht halten, wenn man dabei im Kaloriendefizit bleibt. Ob man damit seinem Körper (was Nährstoffe betrifft) etwas gutes tut, ist natürlich eine andere Frage.

Du befindest dich aktuell in einer schweren Lage und da ist es normal, dass man nicht in allen Bereichen 100% Leistung oder das beste Ergebnis abliefern kann. Du gehst arbeiten, kümmerst dich um deinen Hund, triffst dich am Wochenende mit Freunden. Nebenbei wirst du auch noch was im Haushalt schaffen müssen. Da bräuchte jeder mal eine Pause - es wundert mich, dass dir das von der Therapeutin als was schlechtes ausgelegt wurde.

Für Fälle, wo ich mich absolut nicht in der Lage fühle, irgendwas großartiges zu kochen, habe ich immer Vollkornbrot da. Das kann man sich dann schnell mit Frischkäse, Gurken, Tomaten, Radieschen (etc.) belegen. Das ist schnell gemacht und man muss nicht viel Kraft darauf verschwenden. Für gesunde Rezepte gibt es viele Seiten im Internet (wie eatsmarter zum Beispiel). Du solltest dem Medikament erstmal Zeit geben, zu wirken und bis dahin die Belastungen so klein wie möglich halten. Wenn es mit dem Kochen gerade nicht geht, geht es nicht. Fang langsam an wie zum Beispiel mit Sachen, die nicht viel Aufwand erfordern und vor allem, die dich nicht überfordern. Wenn du mental stabiler bist, kannst du dich an Rezepte wagen, die lecker klingen und vielleicht deinen Appetit zurück bringen.

Ich wünsche dir einen Therapeuten, der Verständnis für deine Lage hat und ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht und du so die Kraft findest, das mit der Ernährung anzupacken.

Ich finde auch, dass du sehr aktiv bist trotz deiner Erkrankung. Das gilt es mal wertzuschätzen und nicht noch auf dir rum zu hacken, weil der Therapeutin dein Gewicht nicht gefällt. Und natürlich darfst du dich am Tag zum ausruhen auch mal hinlegen.
Könntest du das denn jetzt verkraften, erst einmal keine Therapie zu haben? Gibt es Alternativen wie z.B eine Selbsthilfegruppe.

Ich schreibe euch allen später zurück . Bin gerade am Arbeiten und ist heute doch noch was reingekommen. Vielen Dank für eure Kommentare

@Katrin88
Du kannst wirklich stolz auf Dich sein, Vollzeit zu arbeiten. Ich versuche es zwar auch, aber schaffe es selten mehr als 2 Wochen am Stück durchzuhalten.

Dieser enorme Druck geht gar nicht. Ich habe auch Aufgaben von meiner Therapeutin und sie ist der Meinung, dass man alles langsam und Schritt für Schritt machen soll. Dass sie dich anruft, finde ich grenzüberschreitend, es wirkt unprofessionell, denn sie hätte damit ja auch bis zum nächsten Termin warten könnten.
Ein bisschen Druck ist gut, zuviel bewirkt Überforderung und führt oft zum Gegenteil, so hat es mir meine Therapeutin erklärt.
Du leistest viel, arbeitest 8 Stunden, ich muss bei meinen 30 Stunden in der Woche manchmal nachmittags schlafen und du hast alles Recht der Welt, dir Ruhepausen zu gönnen. Gerade bei Depressionen kann man nicht immer so, wie man will.
Deine Therapeutin hat kein Fingerspitzengefühl, versteht nichts von der Balance zwischen kleinen Schritten und auch Ruhepausen. Ich würde diese Therapie abbrechen, auch wenn ich ein Gegner von zu schnellem Abbruch bin, aber in dem Fall geht sie zu weit.
Wichtig ist, dass du ihr das sagst, dass sie sieht, was sie da bei dir ausgelöst hat.

@Michael77 Geht mir auch so seit Oktober .War immer Vollzeit,meine Arbeit macht mir auch Spaß..Wegen Angststörung und Depressionen schaffe ich gar nicht..bekomme so Panik Attacken

Zitat von Juli84:
Wenn dir die Therapie nicht gut tut und du dich so unter Druck fühlst, dann würde ich dir raten die Therapie bei dieser Therapeutin abzubrechen und ...

Ja ich überlege abzubrechen, habe meine Krankenkasse angerufen. Sie sagten, dass so ein Verhalten als Therapeutin gar nicht geht und ich keine Konsequenzen zu befürchten haben. Habe mir allerdings geraten, erst abzubrechen, wenn ich ein neue Therapeutin habe. Ich stehe noch auf einer Warteliste eines Instituts, dort wird tiefenpsychologisch gearbeitet. Da viel w aus der Kindheit rührt, ist das vielleicht besser geeignet.
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Zitat von Michael77:
@Katrin88 Das ist doch absolut unprofessionell, dass Dir Deine Therapeutin verbietet sich auch mal tagsüber eine Pause zu gönnenund mit ...

Ja sehr unprofessionell, ich schaue nächste Woche mal wie sie drauf ist und sage ihr die Meinung. Sie ist auch bald 3 Wochen im Urlaub, da habe ich dann Puffer sozusagen

Zitat von Schlaflose:
Hallo? Das ist Normalgewicht für diese Größe.

Ja ist Normalgewicht, ein bissel ist es drüber. Aber nehme Trimipramin, da kann ich so viel Sport machen wie ich will und gesund essen, trotzdem nehme ich nur Minimal ab.

@Sonja77 danke dir für deine lieben Worte. Ich weiß für viele ist es eine normale Sachen in der Eisdiele zu sitzen mit vielen Menschen, aber für mich war das heute ein sehr großer Erfolg. Ich hatte keine Panikgefühle und bin auch mit der Straßenbahn gefahren..ich denke, dass es teilweise am Fluoxetin liegt und am Job.

Meiner Therapeutin werde ich nächste Woche die Meinung sagen

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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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