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Hallo an alle.

Ich hätte mal eine Frage, sie klingt vielleicht banal, aber kann eine sehr ausgeprägte Angststörung, welche generalisiert ist und auch gelegentlichen Panikattacken, inklusive ausgeprägter Krankheitsangst (sowohl psychisch als auch physische Krankheiten) auch ohne eine Depression auftreten?

Ich frage mich das, weil ich die oben genannten Ängste habe + Zwangsgedanken, dauerndem Grübeln bezüglich meiner Zukunft und auch Schlafstörungen habe, aber nicht das Gefühl habe depressiv zu sein. Ich lese hier sonst immer von Leuten, die gleichzeitig auch depressiv sind. Bei mir ist das ja eine sehr ausgeprägte Angststörung, die sich über Jahre hinweg durch eine einzige dumme Panikattacke vor 4 Jahren entwickelt hat. Aber eben nicht aus einer Depression heraus. Seit dem ist eben nur nichts mehr wie es einmal war.

Eine Depression kann man ja leider nicht wirklich durch irgendeinen ernstunehmenden Test sicher diagnostizieren. Das nervt mich ziemlich, denn die ganzen Tests die man im Internet machen kann, stellen eben Fragen zum Thema Grübeln, Schlafstörungen usw. die man eben als Angst-/Panikpazient auch hat. Daher bekomme ich da auch oft das Ergebnis einer leichten bis mittelschweren Depression, obwohl ich mich NICHT depressiv fühle. D.h. ich will ja eben leben, deswegen auch die Krankheitsangst!

Ich bin noch jung und will sehr, sehr viel in meinem Leben erreichen, habe Pläne und Ziele, ich habe intensive Gefühle meiner Familie gegenüber und versuche das beste aus meinem Leben zu machen. All das tut ein depressiver Mensch doch eben nicht oder?

Ich stelle mir diese Fragen eigentlich nur aus einem Grund, denn seit kurzem hat sich meine Krankheitsangst vor allem auf psychische Erkrankungen ausgedehnt bei denen man die Kontrolle über sich verlieren könnte. Bei einer Depression will man sich ja im Endstadium umbringen und ich habe eine enorme Angst davor so zu enden oder jemals diesen Wunsch zu verspüren.

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Würde mich enorm freuen.

21.07.2017 03:02 • 02.08.2017 #1


19 Antworten ↓


koenig
Ich gehe auch nicht davon aus eine Depression zu haben. So fühle ich mich nicht.

21.07.2017 06:16 • #2



Angststörung ohne Depression

x 3


petrus57
Eine Depression erkennt man schon wenn man die hat. Alles fällt einem schwer. Sogar die alltäglichen Dinge des Lebens wie waschen, essen, Zähne putzen etc. Es ist als würde man Zementsäcke mit sich herumschleppen.

Jedenfalls ist es bei mir so.

21.07.2017 06:30 • #3


Schlaflose
Zitat von agmaster:
Ich hätte mal eine Frage, sie klingt vielleicht banal, aber kann eine sehr ausgeprägte Angststörung, welche generalisiert ist und auch gelegentlichen Panikattacken, inklusive ausgeprägter Krankheitsangst (sowohl psychisch als auch physische Krankheiten) auch ohne eine Depression auftreten?


Selbstverständlich kann das sein, es ist sogar meistens so. Die Depression tritt meistens erst als Folge der Angststörung ein.

21.07.2017 08:29 • x 1 #4


petrus57
Ich hatte früher nie Depressionen wenn ich in einer Angstphase feststeckte. Das Depressionen auftreten hat wohl viel mit der Ausweglosigkeit zu tun in die viele rutschen.

Bei mir ist es ja noch der Rücken, der ein normales Leben eher unmöglich macht.

21.07.2017 08:41 • #5


Was mich halt immer so panisch macht ist die Tatsache, dass es oft Menschen die mitten im Leben stehen, die am vorherigen Tag noch mit der Familie einen Film geschaut haben, bei der Arbeit waren und am nächsten Tag bringen sie sich plötzlich um. Sieht man ja an den ganzen prominenten Beispielen, Robert Enke usw. Das macht mir einfach SOrgen, dass ich diese Krankheit auch eines Tages bekomme und so enden werde. Allerdings fühle ich mich wie gesagt nicht depressiv und will mich eben auch nicht umbringen!

Der Gedanke ist nur sehr beängstigend....

21.07.2017 21:08 • #6


Zitat von Schlaflose:

Selbstverständlich kann das sein, es ist sogar meistens so. Die Depression tritt meistens erst als Folge der Angststörung ein.


Das ergibt für mich keinen Sinn. Eine Depression ist eine physische Krankheit. Immerhin wird sie durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn ausgelöst. Warum sollte eine Angsterkrankung dazu führen, dass eine Stoffwechselstörung im Gehirn entsteht?

Ich bitte um eine Erklärung für diese Behauptung.

Ich habe eher den Eindruck, dass depressive Menschen anfälliger sind für Angsterkrankungen.

21.07.2017 21:12 • #7


Mindhead
Zitat von agmaster:

Das ergibt für mich keinen Sinn. Eine Depression ist eine physische Krankheit. Immerhin wird sie durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn ausgelöst. Warum sollte eine Angsterkrankung dazu führen, dass eine Stoffwechselstörung im Gehirn entsteht?

Ich bitte um eine Erklärung für diese Behauptung.

Ich habe eher den Eindruck, dass depressive Menschen anfälliger sind für Angsterkrankungen.


Es ist eigentlich ganz einfach, wieso häufig eine Depression entsteht. Und zwar, weil eine Angststörung häufig dazu führt, dass man den Alltag nicht mehr richtig leben/genießeb kann und das wiederum KANN zu Depressionen führen.
Psychische Krankheiten entstehen nie aus nur einen Grund, sondern es wirken mehrere zusammen, also soziales, Umwelt, Biologische Faktoren undso.
Eine Angststörung kann natürlich ohne Depressionen auftreten und es entsteht infolge dessen auch nicht immer eine. Ist immerhin bei jedem Menschen anders!
Es ist allerdings häufig so und das ist ein Fakt, der auch logisch zu erklären ist.

Umgekehrt ist es auch so, dass depressive Menschen anfälliger sind für andere psychische Krankheiten.
Aber das ist bei ziemlich allen psychischen Krankheiten so!
Eine psychische Krankheit entsteht auch nicht von heute auf morgen (ich meine damit die meisten) und es kommen viele Faktoren zusammen.

Ich betone aber nochmal, dass es bei jeder Person individuell ist. Sonst wären wir ja keine Individuen^^

21.07.2017 21:18 • x 1 #8


Mir geht es glaube genau wie dir. Ich bin auch der Meinung das ich nicht depressiv bin aber leide dennoch an Panikattacken.
Mein Altag erledige ich auch ganz normal. Gehe arbeiten, mache den Haushalt etc. Ist nicht so das ich den ganzen Tag im Bett liege. Kontakt mit Menschen vermeide oder sowas.

Nur manchmal nehmen einen die Panikattacken ziemlich ein. Und man fühlt sich unwohl. Vor allem wenn ich eine Panikattacke habe wenn ich unterwegs bin.
Aber es ist immer wichtig sich nicht unterkriegen zu lassen, denn sonst wird man depressiv.

21.07.2017 21:25 • x 1 #9


Zitat von Mindhead:

Es ist eigentlich ganz einfach, wieso häufig eine Depression entsteht. Und zwar, weil eine Angststörung häufig dazu führt, dass man den Alltag nicht mehr richtig leben/genießeb kann und das wiederum KANN zu Depressionen führen.
Psychische Krankheiten entstehen nie aus nur einen Grund, sondern es wirken mehrere zusammen, also soziales, Umwelt, Biologische Faktoren undso.
Eine Angststörung kann natürlich ohne Depressionen auftreten und es entsteht infolge dessen auch nicht immer eine. Ist immerhin bei jedem Menschen anders!
Es ist allerdings häufig so und das ist ein Fakt, der auch logisch zu erklären ist.

Umgekehrt ist es auch so, dass depressive Menschen anfälliger sind für andere psychische Krankheiten.
Aber das ist bei ziemlich allen psychischen Krankheiten so!
Eine psychische Krankheit entsteht auch nicht von heute auf morgen (ich meine damit die meisten) und es kommen viele Faktoren zusammen.

Ich betone aber nochmal, dass es bei jeder Person individuell ist. Sonst wären wir ja keine Individuen^^


Das beruhigt mich dennoch, weil ich meinen Alltag im Endeffekt schon bewältigen kann. Spricht ja dann dafür, dass ich eben nicht depressiv bin. (Hoffe ich)

21.07.2017 21:26 • #10


Mindhead
Wenn du depressiv wärst, würdest du das ziemlich gut merken
Wobei es verschiedene Formen der Depression gibt, zb. auch eine versteckte Depression die sich körperlich äußerer.
Aber hast du denn Angst davor, oder hast du dich das nur so gefragt?
Natürlich gibt es viele Menschen mit einer Angststörung, die nicht an Depressionen leiden.
Andersrum auch und dann viele, die an beides leiden und das überwiegt leider.

Ich denke aber, wenn du dich nicht so fühlt wirst du vermutlich auch keine haben
Und wenn du deine Angststörung behandelst wirst du dann vermutlich auch keine bekommen.
Natürlich ist nicht zu 100% sicher, aber Depressionen lassen sich heutzutage ansonsten auch realativ gut behandeln und aowieso, wenn man sie früh entdeckt.

21.07.2017 21:29 • #11


Zitat von Mindhead:
Wenn du depressiv wärst, würdest du das ziemlich gut merken
Wobei es verschiedene Formen der Depression gibt, zb. auch eine versteckte Depression die sich körperlich äußerer.
Aber hast du denn Angst davor, oder hast du dich das nur so gefragt?
Natürlich gibt es viele Menschen mit einer Angststörung, die nicht an Depressionen leiden.
Andersrum auch und dann viele, die an beides leiden und das überwiegt leider.

Ich denke aber, wenn du dich nicht so fühlt wirst du vermutlich auch keine haben
Und wenn du deine Angststörung behandelst wirst du dann vermutlich auch keine bekommen.
Natürlich ist nicht zu 100% sicher, aber Depressionen lassen sich heutzutage ansonsten auch realativ gut behandeln und aowieso, wenn man sie früh entdeckt.


Ja wie du vielleicht merkst habe ich eine enorme Angst davor depressiv zu werden oder jemals den Drang zu verspüren mein Leben zu beenden. Es gibt so viele prominente Beispiel die sich umbringen und diese Leute erhalten ja schon die BESTMÖGLICHE Behandlung bei den besten Ärzten die man kriegen kann. Das macht einem schon irgendwie Angst.

Ich habe eben sehr viele Symptome die für eine Depression sprechen, vor allem dieses ständige grübeln über Dinge die so nie eintreffen würden, die Zukunft usw. Und ich habe eben Schlafstörungen + eine starke Angststörung. Trotzdem fühle ich mich eben nicht depressiv, ich will ja eben leben und zwar bestmöglich. Deswegen wahrscheinlich auch die gesteigerte Krankheitsangst und letztendlich ist Depression ja eine Krankheit... Also vielleicht zurückzuführen auf meine Hypochondrie.

Ab und zu erwischt ja jeder mal nen schlechten Tag und man ist die Ganze Zeit betrübt und hat keine Energie, wenn sowas vorkommt verfalle ich direkt in Panik und denke, okay jetzt geht es los, du wirst depressiv..... Habe da einfach große Angst davor und wie gesagt so gut behandeln kann man das anscheinend auch wieder nicht. Die meisten Leute, die die Antidepressiva wieder absetzen, werden wieder depressiv und ich habe keine Lust mein ganzes Leben Tabletten zu nehmen....

21.07.2017 21:36 • #12


Ich denke wenn wir unsere Panik / Angststörrungen in griff kriegen würden und kein Hypochonder wären, dann bräuchten wir auch keine Angst zu haben depressiv zu werden.
Denn unsere Panik kann glaube schnell zu einer Depression werden, da muss man schwer aufpassen.

Menschen die nämlich nicht an sowas leiden, und wirklich nur mal einen schlechten Tag haben, denken ja auch nicht dran grad depressiv zu werden.

Wir machen uns wie bei allem viel zu viele Gedanken

21.07.2017 21:42 • #13


Mindhead
Zitat von agmaster:

Ja wie du vielleicht merkst habe ich eine enorme Angst davor depressiv zu werden oder jemals den Drang zu verspüren mein Leben zu beenden. Es gibt so viele prominente Beispiel die sich umbringen und diese Leute erhalten ja schon die BESTMÖGLICHE Behandlung bei den besten Ärzten die man kriegen kann. Das macht einem schon irgendwie Angst.

Ich habe eben sehr viele Symptome die für eine Depression sprechen, vor allem dieses ständige grübeln über Dinge die so nie eintreffen würden, die Zukunft usw. Und ich habe eben Schlafstörungen + eine starke Angststörung. Trotzdem fühle ich mich eben nicht depressiv, ich will ja eben leben und zwar bestmöglich. Deswegen wahrscheinlich auch die gesteigerte Krankheitsangst und letztendlich ist Depression ja eine Krankheit... Also vielleicht zurückzuführen auf meine Hypochondrie.

Ab und zu erwischt ja jeder mal nen schlechten Tag und man ist die Ganze Zeit betrübt und hat keine Energie, wenn sowas vorkommt verfalle ich direkt in Panik und denke, okay jetzt geht es los, du wirst depressiv..... Habe da einfach große Angst davor und wie gesagt so gut behandeln kann man das anscheinend auch wieder nicht. Die meisten Leute, die die Antidepressiva wieder absetzen, werden wieder depressiv und ich habe keine Lust mein ganzes Leben Tabletten zu nehmen....


Soll ich dir Mal was sagen?
Die meisten Menschen die Antidepressiva nehmen denken, dass sie davon geheilt werden.
Aber es dient der Stabilisierung und heilt nicht.

Deine Angst verstehe ich gut.
Ich werde nicht leugnen, ich weiß selber wie es ist wenn man sein Leben beenden will.

Wegen den Prominenten...: Viele Prominenten sind auch depressiv, wegen der ganzen Aufmerksamkeit, Öffentlichkeit und soweiter.
Von ihnen hört man viel schneller, dass sie Selbstmord begehen.
Aber Prominenten sind eben ein kleiner Teil von der Menschheit und da sickert so viel durch die Medien.
Aber weißt du was?
Es gibt viel mehr Menschen mit Depressionen die am Leben bleiben bzw. überleben und geheilt werden, als die die durch Selbstmord sterben.

Der Gedanke sein Leben beenden zu wollen kann wirklich sehr gruselig sein. Das ist es auch für Leute mit Depressionen!
Aber oft erscheint es eben als Ausweg...Und Mal unter uns, man will nicht sterben, sondern einfach eine Pause bzw. dass die Schmerzen weg sind.
Verstehst du?

Symtomen haben heißt nicht sofort daran zu leiden Da kann ich dich beruhigen!
Du kannst mir auch immer schreiben wenn was ist!

So und nun nochmal zu deiner Angst zurück;
Depressionen heißt nicht sofort, dass man sein Leben beenden will. Auch nicht, dass man Selbstmordgedanken hat. Auch nicht, dass man zu nichts mehr fähig ist.
Wie gesagt, es gibt verschiedene Formen der Depression und nicht gerade wenig. Und sie sind unterschiedlich und auch unterschiedlich was die Ausprägung angeht.

21.07.2017 21:44 • x 1 #14


Zitat von agmaster:
Eine Depression ist eine physische Krankheit. Immerhin wird sie durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn ausgelöst. Warum sollte eine Angsterkrankung dazu führen, dass eine Stoffwechselstörung im Gehirn entsteht?
Ich bitte um eine Erklärung für diese Behauptung.

Deiner Analogie nach würde dies bedeuten, dass die Angsterkrankung keine physische Erkrankung ist. Das ist sie aber ganz klar. Physisch gesehen bedeutet die Angsterkrankung, dass der Körper über lange Zeit zu viel Adrenalin und Cortisol freisetzt. Und natürlich hat die Freisetzung dieser Stresshormone langfristig immer auch einen Einfluss auf die Hirnchemie. Beide Erkrankungen können sich bedingen. Dabei ist es völlig egal, welche Krankheit zuerst da war. Die Therapie bleibt ja auch die gleiche. Psychotherapie und je nach Schweregrad Antidepressiva (Letztere auch bei Angsterkrankungen!).

Was ich hier auch noch mal betonen möchte und was ja auch schon erwähnt wurde: eine Depression heißt NICHT, dass man sich auch das Leben nimmt. Auch Menschen mit Depressionen können steinalt werden und eines natürlichen Todes sterben. Es geht dabei allein um den Umgang mit der Erkrankung und was man aus ihr macht.

30.07.2017 06:10 • x 2 #15


Zitat von kruemelchen:
Deiner Analogie nach würde dies bedeuten, dass die Angsterkrankung keine physische Erkrankung ist. Das ist sie aber ganz klar. Physisch gesehen bedeutet die Angsterkrankung, dass der Körper über lange Zeit zu viel Adrenalin und Cortisol freisetzt. Und natürlich hat die Freisetzung dieser Stresshormone langfristig immer auch einen Einfluss auf die Hirnchemie. Beide Erkrankungen können sich bedingen. Dabei ist es völlig egal, welche Krankheit zuerst da war. Die Therapie bleibt ja auch die gleiche. Psychotherapie und je nach Schweregrad Antidepressiva (Letztere auch bei Angsterkrankungen!).

Was ich hier auch noch mal betonen möchte und was ja auch schon erwähnt wurde: eine Depression heißt NICHT, dass man sich auch das Leben nimmt. Auch Menschen mit Depressionen können steinalt werden und eines natürlichen Todes sterben. Es geht dabei allein um den Umgang mit der Erkrankung und was man aus ihr macht.


Tut mir leid, aber das ist Quatsch. Klar werden bei einer Angststörung Stresshormone freigesetzt, aber eben nur auf Grund der Angst. Die Angst ist zu erst da, die physische Folge (insbesondere bei Panikattacken), ist dass der Körper Stresshormone ausschüttet. Bei Depressionen ist der veränderte Gehirnstoffwechsel aber nicht auf irgendwas zurückzuführen, sondern die URSACHE des ganzen. Außerdem ist es Quatsch zu sagen, dass Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin den Gehirnstoffwechsel beeinflussen und Depressionen begünstigen. Cortisol und Adrenalin werden nicht nur bei Angst und Panik freigesetzt, sondern auch bei positiven Stresserlebnissen wie bei einem Autorennen oder Extremsportarten. Nach deiner Logik müssten diese Sportler ja alle depressiv sein oder werden.

Des Weiteren tust du so, als ob jeder der sich umbringt quasi selbst Schuld ist, weil er nicht richtig mit der Erkrankung "umgegangen" ist. Nach meiner Recherche hat das eher mit unterschiedlichen Schweregraden dieser Erkrankung zu tun. Einem Krebskranken sagst du doch auch nicht er ist falsch mit der Erkrankung umgegangen wenn er stirbt? Entweder die Behandlung beseitigt den Krebs oder er war eben zu stark oder zu weit fortgeschritten.

30.07.2017 06:54 • #16


Zitat von agmaster:
Tut mir leid, aber das ist Quatsch. Klar werden bei einer Angststörung Stresshormone freigesetzt, aber eben nur auf Grund der Angst. Die Angst ist zu erst da, die physische Folge (insbesondere bei Panikattacken), ist dass der Körper Stresshormone ausschüttet. Bei Depressionen ist der veränderte Gehirnstoffwechsel aber nicht auf irgendwas zurückzuführen, sondern die URSACHE des ganzen.

Oh doch. Man geht in der heutigen Depressionsforschung von Stress als Ursache aus, also von langfristig erhöhten Stresshormonen. Aber wem erzähle ich das. Scheinst ja die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und verdrehst mir auch noch Worte im Mund. Nirgends habe ich von Schuld gesprochen... Jede übrige Diskussion mit dir erübrigt sich.

Na klar, Stresshormone haben null und nimmer Einfluss auf das seelische Wohlbefinden. Kannst du gerne weiter glauben.

30.07.2017 07:05 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich muss mich hier mal eben einmischen.
Depressionen sind nicht die Ursache von Hirnstoffwechselstörungen.
Depressionen haben fast nie eine einzelne Ursache.
Es gibt biologische Faktoren, familiäre Faktoren, die Erziehung und auch
Verlusterfahrungen in der Kindheit. Erlebt ein Erwachsener ähnliches im
Erwachsenenalter, etwa Verlustereignisse oder Versagenserlebnisse,
kann dies zum Ausbruch einer Depression führen.
Nur die endogenen Depressionen haben ihre Ursache im Gehirn selbst.

Eine Angsterkrankung geht oft mit Depressionen einher. Von einer Depression
spricht man bereits, wenn 2 Symptome vorhanden sind. Diese können z.B.
Schlafprobleme und Konzentrationsprobleme sein. Niedergeschlagenheit mit
Antriebslosigkeit, die dann zu Suizidgedanken führen sind eine schwere
Depression. Eine leichte Depression kann Symptome haben, die man erstmal
gar nicht mit Depression in Verbindung bringen würde.

Wer ständig unter Angst leidet sollte seine einzelnen Empfindungen in dieser
Angst mal aufschreiben. Dabei kommen dann die Symptome einer Depression
zum Vorschein.

02.08.2017 21:11 • x 2 #18


Mindhead
Zitat von DehHB:
Ich muss mich hier mal eben einmischen.
Depressionen sind nicht die Ursache von Hirnstoffwechselstörungen.
Depressionen haben fast nie eine einzelne Ursache.
Es gibt biologische Faktoren, familiäre Faktoren, die Erziehung und auch
Verlusterfahrungen in der Kindheit. Erlebt ein Erwachsener ähnliches im
Erwachsenenalter, etwa Verlustereignisse oder Versagenserlebnisse,
kann dies zum Ausbruch einer Depression führen.
Nur die endogenen Depressionen haben ihre Ursache im Gehirn selbst.


Genau das habe ich auch geschrieben.
Ich verstehe nicht ganz wieso man solche Sachen immer wiederholen muss in Themen. Liest man die Antworten gar nicht?
(DehHB ich meine damit die anderen, nicht du, sondern generell ist es einfach als würde niemand zuhören und dann werden diese Sachen so oft wiederholt, aber scheint niemanden zu kümmern. Irgendwie schade...denn Antworten die auf Fakten beruhen gehen irgendwie unter).

Naja auf jeden Fall stimmt es, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Keine psychische Krankheit (bzw. nur sehr wenige) beruhen ausschließlich auf einen Faktor und so ist es eben bei jedem Menschen anders.
Jeder kann psychische Krankheiten bekommen. Manche haben ein höheres Risiko, andere ein geringeres.
Aber ihr dürft nie vergessen, dass man selber auch eine Rolle dabei spielt und mehr in der Hand hat als man denkt.

02.08.2017 22:15 • #19


Lina111
Zitat von agmaster:

Tut mir leid, aber das ist Quatsch. Klar werden bei einer Angststörung Stresshormone freigesetzt, aber eben nur auf Grund der Angst. Die Angst ist zu erst da, die physische Folge (insbesondere bei Panikattacken), ist dass der Körper Stresshormone ausschüttet. Bei Depressionen ist der veränderte Gehirnstoffwechsel aber nicht auf irgendwas zurückzuführen, sondern die URSACHE des ganzen. Außerdem ist es Quatsch zu sagen, dass Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin den Gehirnstoffwechsel beeinflussen und Depressionen begünstigen. Cortisol und Adrenalin werden nicht nur bei Angst und Panik freigesetzt, sondern auch bei positiven Stresserlebnissen wie bei einem Autorennen oder Extremsportarten. Nach deiner Logik müssten diese Sportler ja alle depressiv sein oder werden.

Des Weiteren tust du so, als ob jeder der sich umbringt quasi selbst Schuld ist, weil er nicht richtig mit der Erkrankung "umgegangen" ist. Nach meiner Recherche hat das eher mit unterschiedlichen Schweregraden dieser Erkrankung zu tun. Einem Krebskranken sagst du doch auch nicht er ist falsch mit der Erkrankung umgegangen wenn er stirbt? Entweder die Behandlung beseitigt den Krebs oder er war eben zu stark oder zu weit fortgeschritten.



Du schreibst völligen Quatsch!
Bei beiden Krankeiten liegt eine Störung der Hirnsignale vor!
Durch diese Fehlsignale des Gehirns kommt es bei BEIDEN Störungen zu Fehlausschüttung der Stresshormone!
Leute bekommen auch ohne ersichtlichen Grund auf einmal eine Panikatake!
Da ist der Grund der Selbe.
Bei der Panikstörung äußert sich das durch die Schübe,bei depression ist der Cortisolspiegel auf Dauer zu hoch und nimmt irgenwann das Hirnarial ein wo Glückshormon gebildet werden und diese in zu niederiegen Konzentration führt zu Depression.Bevor aber bei BEIDEN Krankheitsbildern zu diesen Fehsignalen des Hirn kommt,liegen vorher schon Traumatas in einem oder es ist eine Antwort des Körpers auf eine Akute Stressphase im Leben.
Achso und noch was ich liege nicht den ganzen Tag rum hab mich auch nicht umgebracht und meine Diagnose:Schwere depressive Episode und Angstörung
Hatte vor 5 Jahren schon mal "nur" eine Panikstörung mit Derealistation.
Achso und du scheinst ja Hypohondrie zu haben du weißt schon dass hohe Ängstlichkeit auch was mit zu niedrigen Glückshormonen zu hat.
Das heißt aber nicht dass du Depressionen bekommst.nur weil ich Depressionen habe heißt das auch nicht das ich psyschotisch werde!
ABER psyschiche Störung haben ALLE als Symtom eine Stoffwechselstörung!
Aber das ist ein Symptom heile den Kern dann hat man auch keine Symtome mehr.der Weg ist schwer,aber das kommt nicht von irgendwo.
Deshalb nicht so um die Symptome kümmern oder was man evtl.noch bekommen könnte,sondern nutze diese Energie um dich im den Kern des Ganzen zu kümmern!

02.08.2017 22:29 • #20



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Mira Weyer