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Aletschhorn

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nachdem ich im internet etwas geforscht habe, (trotz google verbot) bin ich au statistiken gestoßen, die behaupten, dass 70% aller depressionen durch angststörungen/ängste ausgelöst werden und angsterkrankte ein bis zu 60-80% erhöhtes risiko in sich tragen, eine depression zu bekommen. nun, für mich als patient mit der großen angst vor depressionen ist das eine sehr beunruhigende schockierende nachricht. das kontroverse bei mir: das, wovor ich mich fürchte, bringt ein erhöhtes risiko mit sich, daran zu erkranken, da ich mich davor fürchte. also ich habe angst eine depression zu bekommen oder anfällig dafür zu sein, und bin es demnach wohl auch, weil ich mich davor fürchte, versteht ihr?
meine diagnose ist zwar panikstörung, doch kann ich das nicht ganz teilen, da ich seit 5 jahren keine panikattacke mehr hatte und das nur durch massivwen Alk. ausgelöst wurde, den ich seitdem komplett eingestellt habe.
was meint ihr dazu? bitte um meinungen, wäre sehr dankbar! und ob jemand ähnlihes erlebt hat, der durch angst depressionen bekommen hat.
achja und, falls das so die folge sein sollte, sind damit dann einfach reaktionen gemeint, da man unter angst einfach mies drauf ist oder wirkkliuch die klassisch schweren redizivierenden episoden?

Bitte um Antwort.

14.07.2017 20:56 • 13.08.2019 x 1 #1


40 Antworten ↓


Lina111

Lina111


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Hey ja meine Depression wurde auch von meiner Angststörung ausgelöst..das sind zwei Krankheitsbilder die oft zusammen sind.es gibt ja aber verschiedene Schweregrade der Depression leicht Mittel und schwer.warum hast du da so Angst davor? Beide Störungen sind beschissen ja,aber eine Depression ist keine Psyschose..ich habe im Dezember eine schwere depressive Episode diagnostiziert bekommen und ja es ist die Hölle,aber ich bin auf dem Weg der Besserung.als ich aber vor 5 Jahren eine Panikstörung mit Derealisation hatte war es auch die Hölle.Es ist beides auf seine Art und Weise die Hölle.abe wenn du Therapie machst und deine allgemeine Angst (die du nähmlich ganz offensichtlich hast ob mit oder ohne Panikstörung)die löst den Kern löst wirst du auch kein Depression bekommen.was aber auf jeden Fall so ist jemand der eine Angstörung hat ist definitiv depressiv gestimmt,denn das Leben ist damit ja auch schwer und eine natürliche Reaktion.
Aber Angststörung und Depression sind "nur"Symptome des Körpers der dir sagen will dass du etwas in deinem Unterbewusstsein nicht gelöst hast.

14.07.2017 21:12 • #2


Durkheim


Ich hatte lange Zukunftsängste was dazu führte das ich Depressiv wurde und völlig Antriebslos und Müde vor mich hin vegetierte und so gut wie nicht mehr aus dem Haus ging es führte sogar dazu das ich Nachts kurz vor dem Einschlafen immer ein Shockgefühl bekam im Internet lass ich immer das es normal ist und man kurz vor der Schlafparalyse sei.

Naja im Endeffekt war es wohl eher die Angst die sich dort "Angestaut" hatte anders kann ich es mir nicht erklären, weil nachdem ich angefangen habe meine Ängste zu bekämpfen das Shockgefühl plötzlich verschwunden ist.

14.07.2017 21:23 • #3


Lina111

Lina111


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Zitat von Durkheim:
Ich hatte lange Zukunftsängste was dazu führte das ich Depressiv wurde und völlig Antriebslos und Müde vor mich hin vegetierte und so gut wie nicht mehr aus dem Haus ging es führte sogar dazu das ich Nachts kurz vor dem Einschlafen immer ein Shockgefühl bekam im Internet lass ich immer das es normal ist und man kurz vor der Schlafparalyse sei.

Naja im Endeffekt war es wohl eher die Angst die sich dort "Angestaut" hatte anders kann ich es mir nicht erklären, weil nachdem ich angefangen habe meine Ängste zu bekämpfen das Shockgefühl plötzlich verschwunden ist.

Genau das ist es. Es ist immer Angst das Grundthema.Bei mir war es nicht anders.

14.07.2017 21:26 • #4


Zeus979

Zeus979


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Guten Abend,
Ich denke an den Statistiken ist was dran.

Viele Leute sind durch eine Angststörung stark eingeschränkt und isolieren sich oft und ziehen sich zurück. Das führt irgendwann zu einem Leidensdruck.

Ich habe eine Sozialphobie und dadurch auch Depressionen bekommen.

Ich glaube nur weil du Angst davor hast eine Depression zu bekommen wirst du nicht automatisch eine kriegen.
Ich denke Voraussetzung ist um eine Depression durch eine Angststörung zu bekommen ist, das man unter der Angststörung leidet und nicht mehr wirklich am gesellschaftlichen Leben teilnimmt und niemanden hat der einen unterstützt und ablenkt.

14.07.2017 21:27 • x 2 #5


Aletschhorn


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Also am gesellschaftlichen leben nehme ich schon Teil, gehe arbeiten, bin oft draußen, mit Freunden weg, nur eben manchmal gibt es Phasen, in denen ich zwar arbeiten bin (FSJ, daher relativ entspannt), jedoch nicht ganz bei der Sache, da ich drüber nachdenken ob ich jetzt in wie weit anfällig für Depressionen bin oder schon eine habe etc. Habe in den Phasen auch nicht so wirklich Lust mich mit Freunden zu treffen, da ich dann denke ich könne das nicht genießen oder bin ständig abgelenkt.
Aber isoliert bin ich durch diese sorge gar nicht. Das ist auch die einzige Angst bei mir, mit dieser Abhängigkeit von daheim.
@lina: wie lange hielt diese panikstörung bei dir an?

14.07.2017 21:51 • x 1 #6


Entwickler

Entwickler


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Bei mir war es vermutlich auch die Entwicklung: Hoffnungslosigkeit, Angst, Alk., Schlafprobleme, noch mehr Angst bis Panik, und dann Depression. Momentan nehme ich Laif 900, und es scheint ziemlich gut zu wirken. In Verbindung u.a. mit rigoroser Schlafhygiene.

14.07.2017 21:53 • #7


Teddyy133


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Hey ich bin 20 und habe seit 2 Monaten sehr schlimme Ängste gehabt.. Ich hatte heute meine erste Therapie Stunde und mir wurde gesagt, das ich zu Depressionen neige , bzw wenn ich nichts an meinem Leben jetzt ändern würde , bin ich bald in einer schlimmen Depri Phase. Ich bin seit meiner Kindheit ängstlich dazu kommt das meine Mutter an einer Psychose leidet und seit dem hab ich eig immer mal Angst auch krank zu werden. Nun habe ich durch die Ansgt auch Zwänge . Ich weiss garnicht ob mann da so einfach rauskommt

14.07.2017 22:01 • #8


Aletschhorn


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Wie äußert sich das, dass du dazu neigst? Ich wusste nicht, dass man dazu neigen kann, dachte immer, das kommt einfach so mir nichts, dir nichts zugeflogen:o

14.07.2017 22:04 • #9


Lina111

Lina111


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Hey ja das ging bestimmt ein Jahr und dann kam die generalisierte Angststörung die ich bis jetzt auch habe.

14.07.2017 22:05 • #10


Aletschhorn


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Und wie äußert sich diese? Ich kann mir unter dem Begriff kaum was vorstellen ausser ständig angespannt unwohl?

14.07.2017 22:08 • #11


Aletschhorn


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Also meint ihr weil ich Angst habe vor der Depression , also angstgestört bin, ist das nur eine Frage der Zeit bis mich eine überfallt? Hat ja damals auch mit Angstzuständen angefangen , ähnlich wie bei lina

14.07.2017 22:31 • #12


MissPanicRoom


Ängste können eine Depression auslösen wenn du dafür eine Veranlagung hast. Meist genetischer Ursache. Wenn du eine Angststörung hast und stark darunter leidest und nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen kannst oder wenn du die Ursache nicht findest, warum du diese Angst hast und mit keinem Therapeuten die Ursache nachgehst, kann es passieren, das du eine Depression bekommst und länger damit in Behandlung sein wirst. Muss aber nicht sein. Es besteht wenn eine Neigung dazu. Aber es gibt gute Therapien gegen Angststörungen, das es eben nicht passieren muss, das du eine Depression bekommst.

Alles Gute für dich

14.07.2017 22:42 • #13


Aletschhorn


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Meinst du, man hat eine allgemeine Neigung dazu für Ängste oder Depressionen oder einfach eine Neigung für Depression im einzelnen? Also als bsp jemand der stark unter Ängsten leidet, jedoch keine depressive Neigung hat, bekommt keine und jemand der starke Ängste hat und die Neigung, der bekommt sie?
Woher weiss ich nun ob ich dazu neige?:D

14.07.2017 22:45 • #14


MissPanicRoom


Kommt auf dein Krankheitsbild an. Auf deine emotionale Verfassung sprich deine Symptome die du hast. Wenn du z.B einen ständig niedergedrückten emotionalen Tiefpunkt hast und da nicht mehr heraus kommst von alleine, sind das schon Anzeichen für eine Neigung. Wovor hast du denn genau Angst? Oder ist es eher Furcht? Hast du Panikattacken? Wie oft hast du negative Gedanken am Tag?

14.07.2017 22:48 • #15


Aletschhorn


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Also angefangen hat das damit dass ich bis vor 5 Jahren regelmäßig am Wochenende viel gesoffen hab und sich dadurch in immer kurzerem Abstand Angstzustände, Panik und derealisation am nächsten Tag bildeten, was für mich schon die Hölle war. Das verfestigte sich dann allemal, sodass ich oft das Gefühl hatte, ich werde verrückt oder drehe durch. War auch 6 Wochen in stationärer Behandlung, wobei es mir nur schlechter ging. Damals freute ich mich aber auch schon über einen Nähe den Skiurlaub, hatte ein Vorstellungsgespräch, freute mich über Eltern Besuch und lange Spaziergänge, sowie über die Bundesliga nur diese Zustände machten mich so "kaputt" . Das wurde dann besser, ich habe dort auch nie die Hoffnung verloren, kam mir nur so fremd in mir selbst vor. Es war furchtbar, klar, die Hölle, aber als depressiv galt ich nicht mal in den Augen der Ärzte, die im arztbrief nur ein halbes Symptom nannten, was auf Depression schließen lassen konnte.
Heute denke ich phasenweise oft drüber nach, anfällig dafür zu sein, bzw eine dep. Zu haben, jedoch wenn ich mich beruhigen kann oder mir sagen kann, ich bin nicht anfällig geht es mir gut, gehe ich gerne raus, gehe arbeiten, auch wenn ich sorge vor der Zukunft habe. Ich bin ein sensibler Mensch, habe jedoch eine Familie die mich so unterstützt und für mich da ist, das ist außergewöhnlich. Phasenweise geht es mir echt gut, lache viel, mache blöde Sprüche da ich sehr humorvoll bin. Wenn ich eben nicht beunruhigt bin...

14.07.2017 23:00 • #16


Aletschhorn


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PS: panik seit Dezember 2012 nicht mehr, nie ging es jetzt eine Woche ohne doofe Gedanken gut, nur seit 2 Tagen schleichen sie sich etwas ein.
Angst habe ich nur davor eine Depression zu bekommen weil ich das als mein Todesurteil sehe, da sich in meinem verzerrten bild alle depressiven umbringen oder ihr Leben lang leiden müssen. Horror. Und um meine Mutter bzw meine Abhängigkeit ihr gegenüber macht mir Sorgen.

14.07.2017 23:10 • #17


petrus57

petrus57


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Bei mir folgte auch eine Depression auf meine Angststörung. Aber ich denke dass liegt eher an den negativen Gedanken. Solange man in Zeiten der Angststörung positiv denkt wird man vielleicht von der Depression verschont.

Habe ja schon seit gut 20 Jahren mit immer mal wiederkehrenden Angststörungen zu kämpfen. Aber diesmal ist es das erste mal dass ich eine Depression entwickelt habe.

Früher hatte ich einfach darüber nicht so viel nachgedacht.

15.07.2017 05:44 • #18


Lina111

Lina111


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Bei mir war es nicht so bzw ist es nicht so in einer Depression dass ich mich zuhause einsperre und im Dunkeln sitze hahah. Obwohl ich im Dezember das so richtig heftige hatte dass ich mich noch kaum noch duschen konnte oder sonst was habe ich mir trotzdem in den Ar. getreten und bin mit meinem Hund raus und bin auch mit meinem Mann Sachen erledigen gegangen ich habe mich einfach mitgeschleppt weil ich ganz genau weiß dass es zu Hause einsperrt nichts bringt.. ich bin immer noch depressiv doch langsam befinde ich mich auf dem Weg der Besserung und wenn ich mal ein ganz guten Tag habe habe ich sogar richtig Lust etwas zu machen und ich kann auch wieder lachen..
Bei beiden ob Angststörung oder Depression spielen die Hormone verrückt.. wenn du die ganze Zeit Angst hast werden die Stresshormone Cortisol Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet irgendwann wird es zu sehr ausgeschüttet dass man Panikattacken bekommt innere Unruhe Anspannung und so weiter und so fort und irgendwann nimmt es das Hirnarial ein wo Serotonin gebildet wird.. dann ist das Serotonin nur noch in geringen Dosen vorhanden das ja aber für das Gute und wohlige Gefühl zuständig ist. Deshalb Besteht oft ein Zusammenhang.. und dann wird man depressiv.. ich meine dass du dir permanent über irgendwelche Krankheiten Sorgen machst die du eventuell mal bekommen könntest zeigt ja schon das bei dir auch was nicht stimmt.. und genau das ist der Punkt wenn du die permanent nur Gedanken machst stehst du permanent unter Stress und dann passiert dieser Kreislauf wo ich dir gerade beschrieben habe.. du musst einfach lernen dass es für nichts im Leben eine Garantie gibt.. ich weiß dass es leichter gesagt ist denn mir geht's ja auch nicht anders aber ich versuche mir das selbst immer wieder zu sagen.. ich würde dir raten dir über diese Krankheiten überhaupt gar keine Gedanken zu machen denn somit bist du auch nicht unter Stress. Konzentriere dich auf das was du gerade hast und dass es eine Angststörung mach Achtsamkeitsmeditation um runterzukommen lenkt dich ein bisschen ab schaue einen Film oder sonst was. Und wie gesagt selbst wenn du eine bekommen solltest, dann ist das auch behandelbar ich lebe auch noch!

15.07.2017 09:38 • #19


Aletschhorn


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Ich glaub immer bei mir ist das komisch. Seit die Ärzte mir damals den Begriff Depression in den Mund gelegt haben hab ich da so eine Angst davor entwickelt. Ich hab eigentlich grob gesagt vor nichts sonst Angst, nur vor dieser einen Sache, vor nicht mehr und nicht weniger. Ist auch nicht so dass ich mich dann gestresst fühle oder so oder zittert und Schweißausbrüche bekomme, diese sorge spielt sich nur in meinem Kopf ab, solange bis jemand sagt "stop. Ne, du kriegst das nicht." Dann geht es mir wieder gut.
Meine Angststörung besteht nur daraus, aus sonst nichts. Nur aus der Angst, irgendwann eine Depression zu bekommen. Finde das sehr strange...

15.07.2017 11:09 • #20




Mira Weyer

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