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Hallo,
Ich denke an folgenden Störungen zu leiden: Soziale Phobie, Depressionen, Panikstörung, Essstörung, Zukunfts-und Verlustängste. Zudem schwitze ich übermäßig stark und habe ein geringes Selbstbewusstsein. Ich wurde mit 11 Jahren 2 Jahre lang von meinen Mitschülern gemobbt und habe es niemanden erzählt. Seit dem habe ich immer Angst vor Gruppenarbeiten in der Uni, Angst in Gruppen allgemein, also dass ich ausgelacht zu werden könnte, dass sie mich hassen und fertig machen oder auch vor manchen sozialen Situationen wie z.B. in die Disko gehen, da habe ich Angst, da ich keine Alk. trinke und Angst davor habe dass mich dort jemand dazu drängt (was auch schon passiert ist)deshalb gehe ich sehr selten dahin. Ich kann mit Kritik sehr schlecht umgehen und denke immer gleich dass es böse gemeint ist und vor der Ablehnung anderer Menschen habe ich auch Angst, sowie vor dem ausgeschlossen werden und vor Streit. Ich habe auch immer Angst davor mich peinlich oder ungeschickt zu verhalten, etwas falsch zu machen und weiss nie was ich reden soll, weil ich immer denke dass das was ich zu erzählen habe nicht so wichtig ist. In solchen Situationen habe ich das Gefühl verrückt zu werden und zittere, sowie schwitze noch stärker als sonst. Ich mag es auch nicht vor anderen Menschen zu essen. Ich lebe zurückgezogen und habe wenige Freunde was ich und diese nicht verstehen können. Wenn ich daran
denke dass bald ein neues Semester anfängt habe ich auch sehr große Angst und denke ständig an Dinge die passieren könnten und wie die Anderen sich wohl verhalten werden.

Seit meinem 11. Lebensjahr habe ich auch ein gestörtes Verhältnis zum Essen. Ich versuche seit dem abzunehmen, aber alle meine Diäten und Versuche meine Ernährung umzustellen scheiterten bis heute(bin 22). Ich habe zwar Normalgewicht laut BMI bin aber kurz vor dem Übergewicht was mir Angst macht. Ich nehme mir immer vor was ich am nächsten Tag essen möchte aber sobald es dann eine kleine Abweichung davon gibt und ich was anderes esse macht mich das sehr traurig, schuldig und ich bin der Meinung dass eh alles egal ist und ich es nie schaffen werde einen schönen Körper zu haben. Ich mag meinen Körper nicht und ekel mich vor meinem Fett und meiner Cellulite. Ich habe auch einige Verabredungen abgesagt, da ich nichts essen wollte und Angst hatte meine Diät zu ruinieren. Fressanfälle habe ich auch manchmal, das ist für mich sehr schrecklich. Früher habe ich mich manchmal auch leicht selbst verletzt.

Zudem habe ich in den letzten Jahren immer mehr angefangen zu am ganzen Körper zu schwitzen, ohne dass ich mich anstrenge und habe bisher keine Ursache finden können, meine Schilddrüse ist in Ordnung. Das belastet mich auch.

Eine andere Sache ist die Angst geliebte Menschen also meine Familie und Freunde zu verlieren und niemanden mehr zu haben und allein und einsam zu sein.

Ich möchte jetzt etwas dagegen tun, da mich diese Sachen schon so lange fertig machen. Zu einem Therapeuten zu gehen würde mir allerdings sehr schwer fallen, da ich nicht weiss ob meine Probleme wirklich „wichtig“ sind und ich nie lange am gleichen Ort bin. Was kann ich denn dagegen unternehmen? Für Hilfe wäre ich sehr dankbar!

19.03.2014 16:21 • 20.03.2014 #1


11 Antworten ↓


Willkommen Ali-Ann,

Wir begrüßen dich hier herzlichst...Ja Mobbing ist immer eine üble Sache auch ich habe im Arbeitsleben meine Erfahrungen damit gemacht.

Bezüglich deines Gewichtes...es ist absolut ok und um so mehr man sich darauf konzentriet
Desto schiefer läuft es meist..du solltest lernen wieder ein gutes Körpergefühl zu bekommen
Besuche Kurse wie autogenes Training oder Pilates QI Gong ....

Und jeder Mensch ist wichtig egal wie groß oder klein ihre Probleme erscheinen es ist immer wichtig es ernst zu nehmen und man muss sich nicht dafür schämen.

Such dir nen Therapeuten zu dem du ein gutes Gefühl hast man hat ja oft erst 5 Probetermine
Ich habe meinem echt irgendwann alles erzählen können und das ist gut so.

Viel Erfolg und wir sind für dich hier da.

Bleeny

19.03.2014 16:29 • #2



Gestörtes Verhältnis zum Essen, Schwitzen & Angststörung

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Schlaflose
Zitat von Ali-Ann:
Zu einem Therapeuten zu gehen würde mir allerdings sehr schwer fallen, da ich nicht weiss ob meine Probleme wirklich „wichtig“ sind


Es gehen Leute zum Therapeuten, die nur einen Bruchteil deiner Symptome haben. Du solltest ganz dringend therapeutische Hilfe suchen, denn alleine kommt man mit so vielen Baustellen nie aus dem Sumpf raus.

19.03.2014 16:49 • #3


Hallo Ali-Ann und willkommen im Forum.

Ich muss meinen Vorrednern zustimmen, suche dir therapeutische Hilfe und das möglichst zeitnah.
Das ist je nach Wohnort nicht ganz so einfach und kann eine Weile dauern. Wichtig ist, dass du das aktiv in Angriff nimmst.
Bleeny hat ja schon die 5 probatorischen Termine vor Beginn der "echten" Therapie erwähnt. Hier musst du zum Einen herausfinden, ob der/die Therapeut/in zu dir passt, außerdem wird er/sie dir dann auch sagen können ob und wie deine Probleme behandelt werden können.

Mein erster Versuch gegen dieses Problem anzugehen ist auf der Suche nach einem Therapieplatz gescheitert. Leider wurde es danach nur noch schlimmer, hat mich immer weiter in die Isolation getrieben und führte dann zum Scheitern meines Studiums.
Je eher du das in Angriff nimmst, desto einfacher kann man noch dagegensteuern. Warte nicht, bis der Karren bereits zu tief im Dreck steckt!

Viele Grüße
Dennis

19.03.2014 17:41 • #4


Erstmal, vielen Dank fürs willkommenheißen und für eure Antworten.
Ich denke ihr habt schon recht, allerdings weiss ich nicht wie ich das anpacken soll.. ich habe vor einer Weile bei einer Psychologin angerufen, aber die war so extrem unfreundlich am Telefon dass ich den Termin wieder abgesagt habe..Ich möchte auch nicht dass jemand davon erfährt dass ich eine Therapie machen möchte. Habe auch vor kurzem eine schlimme Geschichte gehört, da wurde ein Mädchen vergewaltigt und unter Dro. gesetzt und am Ende hat ihr keiner, auch nich die Polizei geglaubt, weil sie eben auch in psychologischer Behandlung war. Soll ich zu einem Pyschotherapeuten oder Psychologen gehen? Was kann ich denn gegen meine Probleme tun, bis ich einen Termin bekomme? Vielen Dank!

19.03.2014 20:28 • #5


Wenn du es dir finanziell erlauben kannst geht auch ein Heilpraktischer Psychotherapeut
das wird dann nich Aktenkundig fuer die Krankenkasse manche machen auch Hypnose.
Meiner nimmt 70 Euro die Stunde ein Teil bekomme ich von ner privaten Zusatzversicherung
zurück.

19.03.2014 20:31 • #6


Danke für den Tipp. Allerdings siehts bei mir finanziell leider sehr schlecht aus

19.03.2014 20:36 • #7


VERSuch das was der Bekannten passiert ist nicht auf dich zu beziehen
klar läuft nicht immer alles gerrecht ab...das haben wir alle schon erlebt aber die Therapie ist wichtig
und Scham ist jetzt total fehl am Platz...wir haben uns am Anfang alle so gefühlt
aber im Nachgang sind wir froh das wir es gemacht haben nur Mut geh es an.

19.03.2014 20:41 • #8


Du hast recht, ich nehm jetzt meinen Mut zusammen und mach was

19.03.2014 20:55 • #9


Ja supi und berichte wie es bei dir weiter geht.

19.03.2014 22:56 • #10


Schlaflose
Zitat von Ali-Ann:
Soll ich zu einem Pyschotherapeuten oder Psychologen gehen?


Psychotherapeuten sind doch meistens Psychologen, d.h. sie haben Psychologie studiert und im Anschluss daran die Ausbildung zum Therapeuten gemacht. Es gibt auch welche, die nicht Psychologie studiert haben, sondern nur die Ausbildung zum Psychotherapeuten gemacht haben. Meinst du vielleicht Psychiater? Das sind Fachärzte, die in erster Linie die medizinische Behandlung von psychischen Krankheiten durchführen. Einige bieten auch Psychotherapie an, aber wenn, dann häufig als Gruppentherapie oder Einzeltherapie nur einmal im Monat oder noch seltener. Für wöchentliche Therapiestunden haben die keine Zeit.
Man muss sich am besten bei mehreren Therapeuten auf die Warteliste setzen lassen und manchmal wird recht schnell irgendwo ein Platz frei.

20.03.2014 17:42 • #11


Hallo Ali-Ann,

Ich finde es auch gut wenn du dich zu einer Therapie entschließt! Irgendwann wirst du dazu sogar stehen können! Ich dachte auch als ich noch nicht in Therapie gegangen war, dass mich Leute für verrückt halten werden, wenn sie das mitbekommen. Aber die Wahrheit ist, es gibt viel mehr Menschen die sich solche Hilfe suchen als du glaubst! Ich hatte sogar mal eine Bekannte im Wartezimmer getroffen! Außerdem kannst du gerne auf die Menschen verzichten die dich für so etwas verurteilen!
Zum Thema "Schwitzen" hab ich vielleicht noch einen Tipp für dich, ich hatte nämlich auch mal das Problem. Ich hatte irgendwann "Yerka" entdeckt, das ist eine rosa Flüssigkeit die du dir auf die Achseln schmierst und mit der Zeit schwitzt du immer weniger. Hatte sich zwar manchmal echt unangenehm angefühlt (zwiebelt), aber ich hab dann selbst beim Sport gar nicht mehr geschwitzt und war darüber sowas von glücklich. Kriegst du in einigen Apotheken oder eben online.

20.03.2014 19:13 • #12



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