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sahne86

sahne86
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Ich Frage mich was ist los? Ein halbes Jahr plagen mich Schmerzen in meinem Oberkörper. Es wurde alles untersucht und nix kam dabei raus. und dennoch sind die Schmerzen und Symptome da, sie verändern sich aber bleiben immer im Brustkorb/ Oberkörper. Seid 2 Tagen habe ich Ohrenschmerzen und Schwindel.... als wäre der rest nicht schon genug.
ich habe meine angst nicht mehr unter Kontrolle und weine jeden Tag.
es tut mir leid vll zu nerven....ich versuche mir selbst, ständig zu sagen dass es mein kopf ist der mit mir Unfug treibt aber es hilft nicht.... die Schmerzen zeigen mir immer wieder dass ich doch recht habe und die ärzte es nur übersehen.
Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher mein altes leben zurück zu bekommen,meinen sohn zu genießen alles was er tut aufzusaugen.... schon wenn ich das schreiben laufen mir die Tränen....
Danke fürs lesen.

28.07.2020 x 2 #1


143 Antworten ↓
Icefalki

Icefalki
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Zitat von sahne86:
das klingt so plausibel. ich will es nur glauben können. wirklich! so wie es ist will ich das nicht mehr.
mein doofer kopf sagt nur immer- was ist wenn doch oder es hat dich erwischt....


Das macht die Angst. Angst zu haben, bedeutet sich fürchten zu können. Kann man das, überlebt man länger. Wenn du eine Strasse überquerst, und keine Angst vor den Autos dort hast, nun, wird das nicht lange gut gehen. Deshalb ist Angst lebenswichtig. Angst ist also gut.

Gleichzeitig sind unsere Ängste übertrieben, denn wo noch nichts ist, ist da auch nichts. Bedeutet, wenn keine Auto kommt, kann man über die Strasse laufen. Wir stehen am Straßenrand und haben Angst, dieselbe zu überqueren, denn, es könnte ja doch plötzlich ein Auto kommen.

Stimmt, könnte, irgendwann, aber jetzt ist da keines, also ab über die Strasse.

Bei Ängsten entstehen Verspannungen, denn wer ständig in Habachtstellung unterwegs ist, der spannt unweigerlich Muskulatur an. Verspannte Muskeln schmerzen, daher die unmöglichsten Empfindungen, die echt sind, aber nur Ausdruck von Verspannung widerspiegelt.

Ängste werden weniger, wenn man versteht, dass man zu denjenigen gehört, die etwas zu verlieren haben, das einem wichtig ist und gleichzeitig meint, nix mehr im Griff zu haben. Sich ausgeliefert fühlt, kein Vertrauen hat, im Prinzip das Leben fürchtet. Hier sollte man ansetzen. Warum macht mir dass mein Leben so schreckliche Angst, dass es zum Alptraum wird.

Wird man sich dessen wenigstens einigermassen bewusst, kann man gegensteuern. Auch loslassen gehört dazu. Weg mit Perfektionismus, den übertriebenen Ansprüchen an sich selbst, an andere. Sich fragen, wer bin ich wirklich? Und was ist mir wichtig?

Es nützt nichts, eine leere Strasse nicht überqueren zu können, weil man das Gefühl hat, mich könnte ja trotzdem eines überfahren, das ich nicht gesehen habe. Hallo, die Strasse ist leer. Zumindest sagen das die anderen, (Ärzte) die dabei stehen und Entwarnung geben.

01.01.2018 11:47 • x 6 #44


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A


Zu was ist die psyche alles im Stande?

x 3


la2la2

la2la2
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Zitat von sahne86:
ab dem 5.1. beginnt meine Therapie in einer Tagesklinik.

Dann viel Erfolg. Auf eines ist noch Hinzuweisen: Sei kritisch, was Medikamente betrifft. Falsche Denkmuster (sofortiger Gedanke, dass es Krebs sein muss), lassen sich nur durch Gesprächstherapie behandeln, jedoch NICHT mit Chemiekram. Es wird gerne irgendwas an Chemie verabreicht - zwar kann es dazu führen, dass die Symptome tatsächlich schwächer werden. ABER der Preis dafür ist hoch: Häufig gibt es körperliche Nebenwirkungen und es werden nicht nur selektiv diese Krebsgedanken beeinflusst, sondern das gesamte Denken wird beeinflusst und du kannst dich als Person stark verändern ohne es selbst mitzubekommen.

Dass du so verbissen daran festhältst, dass es Krebs sein muss, ist zu 100% ein psychisches Problem, gegen das man durch Gesprächstherapie was machen muss.
Ob deine Symptome psychisch bedingt sind oder körperlich bedingt sind, ist eine davon vollkommen unabhängige Frage. Das Beste wäre, wenn sich durch den TK Aufenthalt die körperlichen Symptome deutlich bessern. Falls nicht, ist ggf. nach dem Aufenthalt weitere Diagnostik erforderlich, bis die Ursache und/oder eine Lösung für die Symptome gefunden ist.

Alles Gute!

01.01.2018 15:01 • x 4 #48


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Ansche1985
Du bist nicht alleine. Mir geht es genauso

x 2 #2


la2la2
Hast du es denn mal versucht als psychologisches "Problem" zu behandeln mit Gesprächstherapie beim Psychologen o.ä.?
Falls noch nicht geschehen, probiers mal aus. Mit etwas Glück bessern sich dadurch die Symptome nach 15-25 Sitzungen. Und selbst wenn es das eigentliche Problem nicht löst, so schadet es sicher nicht, da du offenbar extrem unter den Symptomen leidest.

Wenn es sich dadurch nicht bessert, lass dich nicht verar**** und sorge dafür, dass deutlich intensiver die Diagnostik betrieben wird, bis die Ursache gefunden wird. Die Aussage "Es wurde alles untersucht" trifft garantiert nicht zu, da sicher in 6 Monaten nicht "alles" untersucht wurde.

x 3 #3


sahne86
@la2la2
ab Freitag hab einen Platz in einer Tk. Ich hoffe natürlich dass es sich bessert. und vorallem dass es wirklich nur die psyche ist.
ich habe schon einiges an Diagnostik hinter mir. das Problem ist dass es für mich nur ein Krankheitsbild sein kann....

kann die psyche tatsächlich starke körperliche Beschwerden verursachen?

x 1 #4


TomTomson
Wovor hast du denn Angst?

x 1 #5


guteFee
Hallo @sahne86 huhu

Erstmal willkommen hier in unserer Mitte Therapie

Du wirst schon festgestellt haben, dass Du mit deinen Problemen nicht alleine bist.

Auch ich weiß genau was Du meinst.
Ich würde Dir so gerne eine Lösung nennen,
aber leider bin ich auch noch auf der Suche danach.

Aber, Du hast den ersten Schritt gemacht, den hierher zu kommen um zu "reden"!

Auch hast Du schon erkannt, dass es wahrscheinlich im Kopf entsteht.

Vielleicht finden wir ja gemeinsam den Grund oder eine Lösung. Gruppe

Gemeinsam sind wir stärker.
Alles Gute,
guteFee

x 2 #6


la2la2
Zitat von sahne86:
das Problem ist dass es für mich nur ein Krankheitsbild sein kann....

Welches denn?

Zitat von sahne86:
kann die psyche tatsächlich starke körperliche Beschwerden verursachen?

Ja, das ist möglich. ABER: Wenn es ein psychisches Problem ist, dann MUSS durch eine intensive psychische Behandlung eine deutliche Verbesserung zu merken sein. Lass dich für ein paar Monate komplett drauf ein, was in der Tagesklinik gemacht wird.
Zu 99% wird man dir irgendwas von "wird sicher psychisch bedingt sein" erzählen. Solche Behauptungen sind jedoch immer nur mehr oder weniger willkürliche Meinungen von Ärzten und dürfen NIEMALS den Stellenwert einer (sicheren) Diagnose bekommen. Erst wenn durch eine Psychische Behandlung die Symptome besser werden, darf die Behauptung den Stellenwert einer Diagnose bekommen.
Bessert sich hingegen durch eine psychische Behandlung nichts, lass dich nicht verar****, dann ist es der Beweis dafür, dass es KEIN psychisches Problem ist.

#7


sahne86
@gutefee,
Danke auch für deine Antwort. ich hoffe sehr dass wir einen weg finden um damit zurecht zu kommen. Smile

@la2la2,
ich habe Angst an lungenkrebs erkrankt zu sein.
Mein HA sieht aber keinen Grund mehr für weitere Untersuchungen.
habe nur Angst mich jetzt auch die Therapie einzulassen und dann ist es zu spät... weil die zeit dafür drauf gegangen ist.

x 1 #8


la2la2
Zitat von sahne86:
ich habe Angst an lungenkrebs erkrankt zu sein.

Gibts denn außer den Symptomen im Brustraum irgendwelche Indizien dafür?
- in der Verwandtschaft jemand an Lungenkrebs erkrankt?
- Raucherin?
- Hobby oder Beruf mit giftigen Substanzen?
- In extrem ungesunder Gegend gewohnt/aufgewachsen? (neben einer Hauptstraße, Chemiekonzern, Mülldeponie, .....)
- ........


Wurde denn die Lunge mal geröngt oder im CT untersucht?

x 1 #9


sahne86
@la2la2
ich habe 15/16 jahre geraucht. mit ca 13 Jahren angefangen. vor 8 Monaten aufgehört (zwischenzeitlich in der Schwangerschaft und stillzeit aufgehört)
mir schmerzt mein Brustkorb sehr defus, auch hinter den Schulterblättern. mamchmal muss ich husten aber nicht der Rede wert.

habe im September ein Röntgen vom thorax und ein angio ct vom thorax bekommen. kurz vor Weihnachten wurde mein thorax auch nochmal geröntgt.

x 1 #10


la2la2
Zitat von sahne86:
habe im September ein Röntgen vom thorax und ein angio ct vom thorax bekommen. kurz vor Weihnachten wurde mein thorax auch nochmal geröntgt.

Dann kann es KEIN Lungenkrebs sein. Krebs sieht man spätestens im CT, wenn er schon so groß gewuchert ist, dass es zu Symptomen kommt. Bis es bei Krebs zu Symptomen kommt, dauert das meist sehr lange.
Und 1x röntgen und 1x CT reicht - da du sonst nach dem 5.-10. CT mit sehr großer Wahrscheinlichkeit durch die Strahlung bei den CTs wirklich Lungenkrebs bekommst.

Im Brustbereich gibts noch zig andere Möglichkeiten für Schmerzen:
- Reflux
- Herz
- Leber
- Wirbelsäule
- Rippen
- ...........................

x 3 #11


B
Zitat von sahne86:
kann die psyche tatsächlich starke körperliche Beschwerden verursachen?

Nur die Psyche? Wir bestehen nicht nur aus Zellen, Knochen und Wasser. Das ganze wird von der Psyche erst lebendig gemacht.
All Deine Ängste und Sorgen, äußern sich in Spannungen und Ungleichgewicht im körperlichen System. Nach der indischen und
chinesischen Medizin, lagern sich alle Gefühle im Körper ab, in Form von Spannungen, die dann Blockaden bilden, damit die
Lebensenergie nicht mehr ordentlich durch kommt. Aber auch ohne östliche Konzepte ist es vollkommen logisch, daß wenn man
den Körper über Jahre hinweg, mit diesen Spannungen bombadiert hat, er irgendwann eben auch platt ist und sich in unangenehmen
Symptomen zeigt. Der Körper will damit sagen, daß man falsch lebt und falsch mit sich umgeht und wenn man das weiter so macht
schlägt er in Form von Symptomen eben immer heftiger Alarm, daß er das nicht mehr erträgt. Gesundheit, ist nur möglich, mit einer
ausgeglichenen Seele, alles andere ist herumdoktern an den Symptomen, aber die Ursache ist damit nie beseitigt. Befass Dich mit
Deiner Art, wie du denkst und fühlst, wie das alles zusammenhängt und wie sich das im Körper ausdrückt. Dann bist Du bei der Ursache!
Wenn man aber noch sehr unbewußt ist und sich noch als fast ausschließlich körperliches Wesen wahrnimmt, ist Unterstützung von
außen sehr wichtig. In der Psychotherapie, wird die Psyche therapiert und man wird sich langsam bewußter, wie das eigene System
in seinen drei Teilen interagiert. Daß man nicht nur ein Körper ist, sondern daß dieser mit einem Geist und einer Seele verknüpft ist und der
Prügelknabe für beide ist, wenn diese nicht mit ihm harmonieren. Das Zauberwort ist Ruhe und Entspannung. Gute Besserung.

x 4 #12


sahne86
@la2la2
ich habe zuviel gelesen. was ist wenn der tumor im September übersehen wurde weil er zu klein war? das ct wurde ja auch nur gemacht um einen aortenriss auszuschließen- vll wurde da auf den rest nicht geschaut?
Magenspiegelung, sono und lufus wurden gemacht. ich habe auch ständig dieses Gefühl im Brustkorb. es gibt keinen tag an dem es mal besser war...

x 1 #13


E
Hallo sahne86..

Ich weiss wie du dich fühlst.. jeden tag bete ich zu gott um mein altes ich..
bin auch nur am weinen.. keine kraft für meine 2 kinder.. ich will nicht mehr.

x 1 #14


la2la2
Zitat von sahne86:
was ist wenn der tumor im September übersehen wurde weil er zu klein war?

Du hattest geschrieben, dass du seit nem halben Jahr, also etwa seit Juli 2017 Symptome im Brustbereich hast. Wäre es ein schnell wachsender Tumor, hätte man ihn im Dezember beim Thorax Röntgen garnicht mehr übersehen können.
Wäre es ein langsam wachsender Tumor, dann hätte er erst SEHR spät Symptome verursacht, wenn er schon sehr groß wäre. Dann hätte man ihn bei jedem CT und Röntgen sehen müssen.
Also nix mit Krebs.


Wie siehts denn aus mit dem Herzen? EKG, Belastungs EKG und Ultraschall des Herzens?
Es gibt wirklich für jedes Symptom zig mögliche Ursachen.


Sind die Schmerzen eigentlich 24/7 gleich oder gibt es irgendeinen Zusammenhang?
- stehen/sitzen/liegen, sportliche Betätigung,......
- morgens/mittags/abends besser oder schlechter
- zu Hause/im Park/Wald/Geschäften/Weihnachtsmarkt/Fahrstuhl/...... irgendwo deutlich besser oder schlechter?
- bei Stress oder negativen Ereignissen schlimmer und/oder bei tollen Ereignissen besser?
- .............

x 2 #15


sahne86
mein Herz wurde mit Belastungsekg, sono und Ruheekg kontrolliert. gibt keine Zeichen für etwas pathologisches.
eigentlich kann ich die Intensität nicht von der Tageszeit ausmachen....mal ist es früh und mal am Abend schmerzhafter. die Schmerzen sind so defus, mal mehr stechend, mal drückend.

x 1 #16


S
Hallo Sahne 86 ,

Was Du derzeit durchmachst kann ich leider nachvollziehen , da ich es auch ein Jahr durchgemacht habe und hatte immer Angst Vor Lungenenkrebs da ich auch lange geraucht habe und starke Symptome wie luftnot , stechen , schmerzen , Druck bis hinein zum Rücken , ab und an Husten und dachte auch immer daran an Krebs erkrankt zu sein. Es wurde auch ct vom Thorax gemacht und War zum Glück alles ok und denke trotzdem es sind Symptome da , die müssen doch was übersehen haben .aber die Ärzte schauen genau hin und machen das täglich .die würden ein Krebs auch wenn er noch klein ist , sehen .da brauchst du dir keine sorgen machen .

LG Sascha

x 1 #17

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B
Man Leute, die übertriebene Dauerangst und Sorgen, machen Euch doch erst richtig krank!
Meine Schwester hatte letztes Jahr Krebs und hat davon gar nichts gemerkt, obwohl der Tumor so groß wie ein Hühnerei war. Rolling Eyes

x 1 #18


sahne86
Ich danke euch sehr für eure Nachrichten. für den moment beruhigen sie auch etwas. ich würde gern daran glauben und endlich damit abschließen können und vorallem mich zu 100% auf die Therapie einlassen.
dieses blöde googeln hat mich echt kaputt gemacht. jetzt weiß ich alles besser als die Ärzte Ironie

x 1 #19


la2la2
Zitat von sahne86:
dieses blöde googeln hat mich echt kaputt gemacht. jetzt weiß ich alles besser als die Ärzte

Ist nicht schlimm. Du musst dein Verhalten im Umgang mit Google etwas ändern:
1. Für jedes Symptom gibt es zig mögliche Ursachen - das gilt so lange die Ursache nicht 100% offensichtlich ist oder durch Untersuchungen bewiesen wurde.
2. Es ist selten die schlimmste mögliche Ursache! Google zeigt jedoch meist zuerst die schlimmste.
3. Halte die nötige innerliche Distanz ein! Nicht immer sofort panisch werden.
4. Wenn etwas passen könnte, dann google doppelt so lange, warum es genau das NICHT sein kann. Über 90% der gefundenen möglichen Ursachen kannst du so schon selbst ausschließen (fehlende Symptome / unpassende Symptome / unpassender Verlauf / .............).
5. Zuerst nachdenken, dann evtl. überprüfen lassen (ärztlich oder durch gezieltes ausprobieren do-it-yourself, z.B. ob es durch Sport schlimmer wird o.ä.). Und erst wenn eine Untersuchung(!) den Verdacht bestätigt, darfst du Angst bekommen.

x 1 #20


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Dr. Matthias Nagel
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