Zitat von sahne86:das klingt so plausibel. ich will es nur glauben können. wirklich! so wie es ist will ich das nicht mehr.
mein doofer kopf sagt nur immer- was ist wenn doch oder es hat dich erwischt....
Das macht die Angst. Angst zu haben, bedeutet sich fürchten zu können. Kann man das, überlebt man länger. Wenn du eine Strasse überquerst, und keine Angst vor den Autos dort hast, nun, wird das nicht lange gut gehen. Deshalb ist Angst lebenswichtig. Angst ist also gut.
Gleichzeitig sind unsere Ängste übertrieben, denn wo noch nichts ist, ist da auch nichts. Bedeutet, wenn keine Auto kommt, kann man über die Strasse laufen. Wir stehen am Straßenrand und haben Angst, dieselbe zu überqueren, denn, es könnte ja doch plötzlich ein Auto kommen.
Stimmt, könnte, irgendwann, aber jetzt ist da keines, also ab über die Strasse.
Bei Ängsten entstehen Verspannungen, denn wer ständig in Habachtstellung unterwegs ist, der spannt unweigerlich Muskulatur an. Verspannte Muskeln schmerzen, daher die unmöglichsten Empfindungen, die echt sind, aber nur Ausdruck von Verspannung widerspiegelt.
Ängste werden weniger, wenn man versteht, dass man zu denjenigen gehört, die etwas zu verlieren haben, das einem wichtig ist und gleichzeitig meint, nix mehr im Griff zu haben. Sich ausgeliefert fühlt, kein Vertrauen hat, im Prinzip das Leben fürchtet. Hier sollte man ansetzen. Warum macht mir dass mein Leben so schreckliche Angst, dass es zum Alptraum wird.
Wird man sich dessen wenigstens einigermassen bewusst, kann man gegensteuern. Auch loslassen gehört dazu. Weg mit Perfektionismus, den übertriebenen Ansprüchen an sich selbst, an andere. Sich fragen, wer bin ich wirklich? Und was ist mir wichtig?
Es nützt nichts, eine leere Strasse nicht überqueren zu können, weil man das Gefühl hat, mich könnte ja trotzdem eines überfahren, das ich nicht gesehen habe. Hallo, die Strasse ist leer. Zumindest sagen das die anderen, (Ärzte) die dabei stehen und Entwarnung geben.