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Hallo alle zusammen,

da ich hier schon sehr lange mitlese und mir dieses Forum schon in vielen Situationen geholfen hat, möchte ich mich mal vorstellen.

Morgens schön gebruncht mit der Familie ....Croissant und Brötchen ....und seit dem ein Völlegefühl nach dem anderen und aufgebläht Iberogast hat auch nicht so richtig geholfen. Und der Kräutertee bewirkt auch irgendwie nichts.

Nun bilde ich mir wieder ein das etwas mit meinem Magen nicht stimmt. Das ist echt zum wegrennen. Ich trink weder Cola, noch Rauche ich und Alk. trink ich auch kaum bis gar nicht.

Ich heiße Jens, bin 27 Jahre jung und seit etwa 8 Monaten im Berufsleben.

Angefangen hatte bei mir alles mit 22 Jahren als ich Nachts mit gewaltigem Herzrasen wach wurde. Damals war ich auch ziemlich gut gebaut, weshalb ich dachte dass sei die Quittung meiner "reichhaltigen" Ernährung.....ein Herzinfarkt.

Die Nacht habe ich überlebt, ein halbes Jahr Betablocker bekommen und dies als Anlass genommen ein wenig auf meine Ernährung zu achten. Also hab ich in den folgenden 3 Jahren ca. 25 kg abgenommen. In der Zeit war relativ wenig mit PA's. Mit 25 war ich aufgrund von Herzstechen beim Kardiologen.....alles Top.

Nach dem Abschluss meines Studiums letztes Jahr bin ich dann aufgrund der Ersten Arbeit umgezogen (~150 km von zu Hause - keine Weltreise).

Seit Oktober letzten Jahres hab ich nun aber dauernd Problem. Mal mehr, mal weniger mal keine. Oft ist es Herzrasen und mal Kurzatmigkeit. Aber in letzter Zeit kommt mein Bauch immer öfter dazu. Und seit gestern hab ich echt Probleme.

So, nun hab ich euch zugetextet. Ich hoffe es ist nicht zu viel. :/

Viele Grüße

Jens

11.05.2014 20:44 • 29.05.2014 #1


349 Antworten ↓


MrsAngst
willkommen hier im Forum Jens
wieso stehst du erst seit 8 Monaten im Berufsleben?
das ist echt bewundernswert wie viel du abgenommen hast in eigentlich so kurzer Zeit du kannst sehr stolz auf dich sein!
dieses Herzrasen und Herzstechen und die Kurzatmigkeit können Symptome einer Verspannung im Brustbereich sein was natürlich sehr oft bei uns Angsthasen vor kommt da wir sehr oft angespannt sind.

vielleicht hast du momentan einfach nur einen empfindlichen Magen? das hat oft ganz viele kleine harmlose Auslöser wie zum Beispiel auch Stress! der Verdauungstrakt ist ein empfindliches Organ der schnell auf äußere Umwelteinflüsse reagiert.
du Textest doch niemanden zu

12.05.2014 00:58 • #2



Völlegefühl und aufgebläht - Kräutertee hilft nicht

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Hallo Jens und willkommen im Forum,
das Problem mit dem Magen kenne ich. Hatte vor kurzem mit einer leichten Gastritis aufgrund von Dauerstress zu kämpfen, tagelang Iberogast und Schonkost haben mir geholfen. Bin auch ein wahnsinniger Experte darin, mir einzureden, dass ich krank bin obwohl ich eigentlich schon wieder gesund bin, und dann kommt man da so leicht nicht mehr raus.
Deswegen habe ich dann wirklich aktiv meinen Magen geschont. Ich denke das hat mir ein gutes Gefühl gegeben, so als würde ich was für mich tun und dann konnte ich auch wieder wirklich daran glauben, dass es mir besser geht, anstatt mir einzureden ich hätte weiterhin Probleme.
Ich hoffe für dich, dass du da auch schnell wieder rauskommst. Würde Iberogast einfach mal weiter regelmäßig nehmen und viel Tee trinken, vielleicht bessert es sich dann so langsam. Das dauert auch so seine Zeit.

LG

12.05.2014 13:06 • #3


Hallo,
Erstmal danke für die Antworten.

Warum ich erst seit 8 Monaten arbeite?
Ich habe erst eine Ausbildung in den Sand gesetzt um festzustellen, dass ich studieren möchte. Also hab ich 5 Jahre studiert ( Bachelor + Master). Dass hat bis März 2013 gedauert. Und dann nochmal bis August bis ich Arbeit hatte

Das mit dem empfindlichen Magen habe ich jetzt schon öfter gehört. Allerdings will mein Kopf davon nichts wissen ;( Deshalb ist es hin- und wieder schwierig sich diese Erklärung klar zu machen.

Seit einer Woche hilft mir dabei ein Buch ganz gut (" Frei von Angst und Panikattacken in zwei Schritten") Ich lese zwar immer die gleichen Seiten aber ich bilde mir ein dass es einen positiven Einfluss hat. Funktioniert aber nicht immer.

Iberogast hat mir eigentlich immer ganz gut geholfen. Am WE allerdings weniger. Darum will ich es erstmal bei Seite lassen und "nur" den Punkt proaktives Magenschonen beherzigen. Da muss ich mich allerdings echt zusammenreißen.....irgendwer stellt einem auf Arbeit immer Schokolade vor die Nase

Arztbesuche möchte ich im allgemeinen versuchen zu meiden. Dafür sind teils zu große Abstände zwischen den verschiedenen Symptomen. Außerdem bin ich der Meinung dass ich dahingehend gut versorgt bin.

Am Ende komme ich sowieso immer auf den gleichen Nenner: Dachschaden

Viele Grüße

Jens

12.05.2014 17:24 • #4


Hallo Jens,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier.

Warst Du schon mal beim Psychiater ? Würde an Deiner Stelle mal einen Termin ausmachen, weil sich Deine Symptome sehr danach anhören dass Du eine Angststörung entwickelst. Je früher man dagegen was unternimmt um so besser bekommt man es noch weg.

L.G.

14.05.2014 21:11 • #5


Halloooo,

Beim Psychter war ich noch nicht. Mit dem Gedanken hatte ich mal kurz gespielt.
Im Moment komme ich allerdings gut vorran und bekomme nicht mehr ganz so schnell eine PA. *auf holz klopf*

Mir tut die frische Luft nach der Arbeit sehr gut. Allerdings ist es für mich schwierig nach einem Langen Tag nochmal vom Sofa aufzustehen. Dadurch setz ich mich allerdings unnötig selbst unter Druck. Als Resultat kann ich dann die Uhr bis zum nächsten Herzrasen stellen :/

Viele Grüße

Jens

14.05.2014 21:26 • #6


Es geht nicht nur um die Panikattacke sondern auch um Dein Magenproblem das auch von der Psyche kommen kann. Und auch dass Du Dich unter Druck setzt und dann Herzrasen bekommt ist ziemlich eindeutig.

Vieleicht hast Du ja Doch noch mal Lust über einen Besuch beim Psych. nachzudenken. Wenn Du nämlich erst eine richtig krasse Angststörung hast dann ist es viel schwieriger sie wieder weg zu bekommen. Ich finde dass Du Dir nichts vergibst wenn Du vorsorglich mal einen Termin ausmachst. Aber das ist nur meine Meinung.

L.G.

14.05.2014 21:50 • #7


Ich muss mich Palomino da anschließen, selbst bei einer beginnenden Angststörung ist es gut, sich mal mit einem Psychologen zu unterhalten. Ich wünschte ich hätte meine ambulante Therapie gleich nach meiner ersten Panikattacke angefangen aber stattdessen habe ich es einfach auf den kurzzeitigen Stress geschoben und die Problematik nicht ernst genommen. Und jetzt stecke ich tief in der Panik drinnen ...
Das muss natürlich bei dir nicht so sein, das ist klar, aber du kannst das ja mal im Hinterkopf behalten.

LG

14.05.2014 23:35 • #8


Jetzt habt ihr mich aber ins grübeln gebracht
Wisst Ihr wie lang ich da auf einen Termin warten muss? Hab was im Hinterkopf dass sowas länger dauern kann.

Grüße
Jens

15.05.2014 08:34 • #9


Hallo Jens !
Versuch doch mal Wermuttee ,den gibt es lose in der Apotheke .
Der ist grauenhaft bitter aber sehr wirksam.
Gruss claire

15.05.2014 08:47 • x 1 #10


*yyaak*
Grausames Getränk
Gibt es den auch weniger bitter? Der Tee braucht eigentlich eine Zulassung. :/

Grüße
Jens

15.05.2014 09:08 • #11


Hallo Jens !
Ich hatte auch schon arge Magenprobleme , aber der hat mir sehr gut geholfen !
Nase zuhalten und runter damit !
Gruß claire

15.05.2014 09:14 • #12


Guten Morgen an Alle ,

@ Jens
Beim Psychiater bekommt man meist recht schnell einen Termin und beim Psychologen gibt es meist längere Wartelisten, deshalb sollte man sich bei mehreren auf die Warteliste setzen lassen. Absagen kann man immer noch. Die haben keine Probleme die Lücke für Abspringer zu füllen. Allerdings gibt es auch einige Neulinge und da bekommt man noch recht schnell einen Termin. Ob das allerdings so empfehlenswert ist zu einem Neuling zu gehen ? Andererseits waren ja alle mal Neulinge und man kann ja nicht sagen dass sie schlecht sind. Erfahrung gut und schön aber ich finde es wichtiger wie empathiefähig sie sind und das Engagement.

Ich empfehle Dir Dich jetzt darum zu kümmern weil ich die Erfahrung gemacht habe dass eine Anggststörung noch einen ganzen Rattenschwanz an negativen Auswirkungen nach sich zieht an die man in so einem Stadium noch gar nicht denkt. Das kann vom Verlust der Kontakte bis hin zum Arbeitsplatzverlust führen. Und das wünsche ich echt Niemandem. Du hast noch alles Schöne vor Dir und so soll es auch bleiben.

@ Lizzerd
Wie geht es Dir im Moment und was machst Du gerade gegen Deine Angststörung ? Ich habe meine Angststörung komplett überwunden

L.G.

15.05.2014 09:49 • #13


Hey Palomino,
Ich warte auf meinen stationären Therapieplatz und hab jetzt noch 2 Therapie Stunden bei meiner momentanen Therapeutin .... danach will ich eigentlich wechseln weil mir die Therapie bei ihr nichts bringt und sie sehr weit weg ist.
Momentan geht's mir eher nicht so gut, aber ich versuch jeden Tag rauszugehen und übe eben Paniksituationen und Entspannung. Klappt mal mehr mal weniger.
Es ist gut zu hören dass du deine Angststörung überwunden hast, das macht Hoffnung

LG

15.05.2014 11:44 • x 1 #14


Hallo ihr Lieben,

Wenn es einem zu gut geht, kommt irgendwann der Mann mit dem Hammer und haut einem auf die zwölf.

War auf Arbeit und konnte plötzlich nichtmehr geradeaus denken, bzw. Auf eine Sache konzentrieren......es folgte Herzrasen, üble Hitzewellen im Nacken und Hinterkopf, Zittern, Schwindel....Gerade könnte ich schreien, weil es mir auf den Senkel geht.

Jetzt bin ich daheim und habe für nächste Woche erstmal Termin zum allgemeinen durchchecken gemacht und dann werde ich euren Ratschlägen nachgehen.
Jetzt rede ich mir natürlich ein, dass ich nicht belastbar bin. :/

Grüße
Jens

15.05.2014 12:01 • #15


Das ist ja nicht schön zu hören aber noch kein Drama . Aber Dein Körper sendet Dir schon ganz deutlich Warnsignale. Du bist nur im Moment nicht belastbar, da Du gerade wieder eine Kostprobe davon erhalten hast, was die Psyche alles an Auswirkungen haben kann.

Jetzt ist es wichtig dass Du achtsam mit Dir umgehst, Dir genügend Auszeiten und Entspannung gönnst und Dir nicht irgendwas einredest was glücklicherweise noch nicht da ist. Das wirst Du wieder in den Griff bekommen, da Du Dich ja darum kümmern willst.

Ich glaube dass das jetzt davon gekommen ist dass Du Dir ausführlich darüber Gedanken gemacht hast und die Situation zu negativ bewertet hast. Hast Dich damit unter Druck gesetzt und " Zack " schon hat´s einen. Du hast aber keine Grund das negativ zu Bewerten. Dass Du Dir Gedanken gemacht hast und vor hat was zu tun ist absolut positiv zu bewerten und wird schlimmeres verhindern.

Und ganz wichtig ist es sich viel zu Beschäftigen (nicht Fernsehen). So gibt man dem Gedankenkarussell keine Gelegenheit einen runter zu ziehen, denn man hat ja keine Zeit zum grübeln.

L.G.

15.05.2014 12:57 • x 1 #16


Hallo,

ja mit den Signalen hast du recht. Die sind wirklich seeehr deutlich.
Und vor allem seeeehr real
Jedenfalls hab ich den Nachmittag erstmal schön verschlafen. Aber hat sich gelohnt.
Und ich musste feststellen, dass Apotheken keinen Wermuttee auf Vorrat haben :/
Da hatte ich mich echt durchgerungen und jetzt muss der erst bestellt werden Dass soll mir doch was sagen

Viele Grüße
Jens

15.05.2014 17:44 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Jens !
Bestell Dir den Wermuttee ,es lohnt sich !
Das hat mir mal ein älterer Arbeitskollege empfohlen , ich war misstrauisch aber hab es versucht . Ich war begeistert über die Wirkung .
Meine Beschwerden waren nach kurzer Zeit verschwunden .
Gruß claire

15.05.2014 21:35 • #18


Liebe Lizzert,
dann geht es Dir ja momentan wirklich schlecht wenn Du auf einen stationären Platz wartest. Das tut mir leid. Aber die Klinik wird Dir sicher gut tun und Dich wieder stabilisieren. Warst Du schon mal in der Klinik ? Ich war 2 x 5 Mon. und 1 x 1 Mon. in der Klinik. Seit dem nie wieder und ich bin mir ganz sicher dass ich es auch nie mehr muss. Woher ich das weiß ? Keine Ahnung …… ist aber irgendwie so ein Gefühl. Geht mir einfach immer besser und die Depri Episoden, die leider noch nicht ganz weg sind, kommen nun schon in großen Zeitabständen.
Ja, die Angst geht weg, aber man muss kontinuirlich am Ball bleiben. Konfrontation ist das Einzige was wirklich hilft, aber das weißt Du ja bestimmt schon. Es ist nicht einfach und es dauert seine Zeit. Und es gibt immer wieder Rückschläge. Aber die Zeitabstände zwischen den Rückschlägen werden immer größer und irgendwann, man bemerkt den genauen Zeitpunkt gar nicht, stellt man fest dass die Angst ja schon sehr lange weg ist.
Dass Du täglich raus gehst ist echt super.
Wäre schön wenn Du auch von Deinen Erlebnissen und Fortschritten in der Klinik berichten würdest, wenn Du dann dort bist. Natürlich nur wenn es Dir keine Kraft raubt.

@ Jens
……. Dass soll mir doch was sagen . Klar, dass Du halt erst Morgen das gallenbittere Zeug schlucken musst. Hmmmm…… lecker!

Liebe Grüsse

15.05.2014 21:39 • #19


Hallo Palomino,
ja ich hoff die Klinik wird mir helfen, allerdings hab ich jetzt schon super Angst vor der Fahrt da hin. Ich schaff nämlich nicht mal 5 Minuten panikfrei im Auto ...

Ich war mal 1 Woche akut in der Psychiatrie hier, da hatte ich stimmungstechnisch einen richtigen Tiefpunkt, ansonsten ist das mein erstes Mal richtig in einer Klinik.
Depressive Episoden hab ich auch, momentan leider wieder weil ich beim kleinsten Stress sofort Magenprobleme krieg und das tagelang. Es nervt mich einfach so langsam weil immer was neues dazu kommt und ich überhaupt nichts mehr schaff. Selbst wenn ich die Panik durchsteh gehts mir danach tagelang mies vom Magen her und dann wirds wieder besser aber dann kommt die nächste Panik und zack, alles wieder auf Anfang. Ich weiß gar nicht mehr was schlimmer ist.

Wenn ich in der Klinik bin werd ich hier ein Tagebuch machen und berichten

LG

16.05.2014 15:35 • #20



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Dr. Matthias Nagel