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unihoc93

08.09.2013 16:09 • 22.12.2020 #1


69 Antworten ↓


Hey, also ich bin jetzt gerade in der Situation. in der du vor einem Jahr warst.
Deswegen kann ich dir leider keine Tips geben, ich bräuchte eher auch welche
Außer vielleicht das googeln zu lassen, aber das ist auch immer so eine Sache.
Wenn du dazu in der Lage bist, würde ich dir Sport empfehlen, und zwar irgendwas anstrengendes, wo nicht genug Sauerstoff fürs Hirn über bleibt um viel nachzudenken

Naja, ich habe die Hoffnung, dass es wieder besser wird, wenn ich anfange zu studieren, aber wirklich dran glauben tu ich nicht.
Naja mal schauen :S

Viel Glück

08.09.2013 17:23 • x 1 #2



Ständige Angst vor Krankheiten- viele Symptome / Erfahrungen

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unihoc93
Hallo

Genau, das allerwichtigste ist wirklich, auf DR. Google zu verzichten.

Du musst immer denken. Wenn du ein Symptom verspürst, stellst du dir quasi immer gleich selbst die Diagnose (meist einer sehr schlimmen Krankheit). Wenn du dieses Symptom dann googelst, findets du auf praktisch jede schlimme Krankheit auch dein Syptom. Jedoch braucht es um eine fixe Diagnose zu stellen erstens viel mehr verschiedene Symptome, welche zusammen auftreten.

Bsp. Symptom:Bauchschmerzen.
Selbstdiagnose: Krebs
Man beginnt dann zu googeln, mit den Stichworten, Bauchschmerzen, Krebs
Klar findet man dann jede Menge Berichte, die "bestätigen", dass du bei Krebs solche Symptome empfindest.
Danach verstärkt sich die Angst, mann gelangt immer mehr in den Teufelskreis hinein, konzentriert sich dauernd auf diese Körperstelle, beginnt rumzudrücken, dadurch verspannen sich alle Muskeln und man spürt die Schmerzen immer mehr..
Bei mir ist es manchmal sogar der Fall, dass ich mir neue Symptome, so fest einbilde und an sie denke, dass ich sie manchmal wirklich bekomme..

Und dann soll man sich sagen, alles sei nur psychisch, keine Sorge man sei ja gesund..
-_- ist jeweils sehr schwierig.

08.09.2013 19:38 • #3


Don´t call google!
Mir geht es genau so. Ich habe auch andauernd was neues. Und mache mich dann auch total verrückt, aber ich google keine Symptome und auch keine Medikamenten Erfahrungen.

08.09.2013 19:55 • #4


Ja, gerade das mit Google, versuche ich wirklich zu lassen. Was aber bleibt, ist das was ich schon gelesen hab und das war in letzter Zeit ne ganze Menge...
Und da findet sich immer was, was zu den teilweise sehr diffusen Symptomen passt, die ich immer noch/wieder habe.
Natürlich sind das dann auch Sachen, die sonst kaum Symptome verursachen bis es zu spät ist. Und da bin ich gefangen zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit, was mich wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen lassen würde und dem Problem, das ich es eigentlich nicht einsehe, ständig zum Arzt zu gehen. Ich war glaub ich in den letzten 3 Wochen so oft beim Arzt wie die letzten drei Jahre davor :S

Ich kann mittlerweile auch überhaupt nicht mehr einschätzen, ob ich jetzt wirklich krank bin oder nicht. Gerade weil ich so intensiv darauf achte, ist quasi immer irgendwas , was da eigentlich nicht sein sollte, zumindest glaube ich das.

Geht das dir auch so, dass du wie bei einem Puzzle jedes Symptom versuchst zusammenzubauen? Und wenn dann ein paar zusammenpassen machst du dir erst richtig Sorgen? Egal wie abstrakt das ganze ist?
War das dann eigentlich wieder besser, als die Uni losging?

08.09.2013 19:56 • #5


hallo wer kennt von euch Herzstolpern?

08.09.2013 21:22 • #6


Uranus
Ich kenne Herzstolpern.. heute wieder extrem, weiss nicht, obs am Wetter liegt oder am Stress mit der Schwiegermutter.. Bin dann ganz kurz wie benommen und denke mein Brustkorb ist wie leer, dann gehts wieder.

Aber ist schon ein ganz schöner Kampf gegen die Angst/Panik dann und das zehrt echt...

08.09.2013 22:05 • #7


Das klingt wie das, was ich die letzten zwei Nächte kurz vor dem EInschlafen habe. Immer so ein riesiges kribbeln im Brustkorb kurzes Erschrecken und dann wieder weg.
Aber am ENde schlaf ich doch immer wieder ein,.

08.09.2013 22:07 • #8


Hallo, kennt von euch einer Herzstolpern?

08.09.2013 22:24 • #9


Hallo,

Ich Plage mich jetzt schon seit Monaten mit immer wiederkehrender Angst davor, ernsthaft krank zu sein, vor allem bezüglich meines Herzens.
Dabei bin ich erst 19 Jahre alt.

Ich hatte schon früher mal ziemliche Angst vor allen möglichen krankheiten, dass verschwand dann aber irgendwann für 2-3 Jahre.

Irgendwann im Frühjahr dieses Jahr bin ich dann auf der gestolpert, hingefallen und musste ins Krankenhaus, mit V.a Gehirnerschütterung. Diese würde dann auch einfach mal diagnostiziert und ich sollte mich schonen. Einige Tage danach fing es an, dass ich mir extreme Sprgen machten, ob ich nicht vielleicht eine Hirnblutung haben könnte, man hatte ja kein Röntgenbild gemacht.

Und auf diese Art und Weise Schlich sich dann langsam diese Herzneurose ein.
Einige Wochen danach kam ich wieder ins Krankenhaus, da ich als ich gerade entspannt in der Stadt war, auf einmal komisch Luft bekam, dann kam Panik, meine arme kribbelten und mein Puls war bei 140. Im Krankenhaus konnte nichts festgestellt werden und die Symptome legten sich nach etwas Zeit am selben Tag.

Da ich immerwieder dieses unangenehme Gefühl von Luftnot und innerer Unruhe, Herzstolpern, Schwindel Attacken (5-10 Sekunden) sowie hohem Puls hatte, bin ich noch zu diversen Ärzten gegangen.
3 EKGs bei 2 Hausärzten, ein Besuch beim Kardiologen. Auch der bescheinigten mir dass alles in Ordnung sei. Daraufhin war die Angst erstmal besser.

Jetzt habe ich gestern nach dem ich 2 Stockwerke gelaufen bin gemerkt, dass mein Herz kurz aussetzte (stolperte) dann aber normal weiterschlug. Seitdem ist die Angst wieder extrem. Eben hatte ich im Liegen aus dem nichts auf einmal einen Puls von 110, nach 5 Minuten war er wieder normal.

Das alles beunruhigt mich einfach unglaublich und mein Leben besteht nur noch aus Vermeidung von körperlicher Anstrengung oder unsicheren Aktivitäten.

Ich leide auch seit diesem Sturz unter extremen Verspannungen im HWS und BWS Bereich, gegen die bisher aber nichts geholfen hat. Man sagte mir öfter, dass auch die der Grund sein können. Aber so starke Beschwerden nur durch starke Verspannungen?

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen oder Tips die er mir geben könnte. Ich fasse einfach nochmal alle meine Symptome zusammen, das ist etwas ausführlicher und übersichtlicher:

-BWS und hws Schmerzen sowie Verspannungen
-höherer Ruhepuls als früher ~80
-öfters mal Herzstolpern
-tachykardien ohne Anstrengung
-beim hinstellen aus dem sitzen an manchen Tagen Schwindel ( vielleicht durch das aufrichten der Wirbelsäule?)
-extreme innere Unruhe und Angst

13.12.2017 18:57 • #10


Ich bin kein arzt aber das was du beschreibst könnten auch supraventrikuläre tachykardien sein. Damit wurde ich nach der geburt meines zweiten kindes diagnostiziert und deine symptome hatte ich auch. Nur war mein puls bspw auf 230.
Im kh machte man dann 3 ekgs und ein herzecho. Danach teilte mir der professor die diagnose mit.
Im arztbrief an mein hausarzt steht das es eine gutartige erkrankung ist die oft bei generell herzgesunden menschen auftritt. Ich hatte bisher noch einen weiteren anfall - herzrasen aus dem nichts heraus. Ich trank ein glas wasser und drückte wie beim pressen und dann hörte es auf.
Du kannst ja mal deinen hausarzt drauf ansprechen?

14.12.2017 01:01 • #11


Nil97
Hallo, ich wünsche Dir sehr viel Gesundheit und Kraft und hoffe, dass es bald besser wird. Gesundheit ist das das wichtigste und das müssen wir immer schätzen. Ich würde Dir empfehlen einen Termin beim Arzt zu machen, damit nochmal alles abgecheckt wird. Dann fühlst du dich bestimmt besser.

Entschuldige bitte, dass ich unter deinem Beitrag schreibe, aber könnte jemand mir bitte unter meinem letzten Beitrag seine Meinung geben?

14.12.2017 01:09 • #12


IchWillPositiv
Hallo,

ich bin ja kein Arzt, aber deine Symptome kommen mir mehr als bekannt vor.

Ich weiß nicht, wie du gestürzt bist. Mit dem Hinterkopf aufgeschlagen? Das würde die Verspannungen in HWS/BWS erklären, vielleicht hat sich dort auch was verschoben.
Wenn du es dir leisten kannst, mach mal einen Termin bei einem Chiropraktiker oder Osteopathen.

Verschobene Wirbel können sich auch auf viele andere Bereiche auswirken (Schwindel z.B.)

Wenn der Kardiologe alles abgeklärt hat, dann solltest du ihm glauben (das sagt jemand, der seit 1990 unter Herzneurose leidet), Extraschläge passieren, ok, ich gerade auch jedesmal in Panik, aber nur kurz -noch-

Wenn deine Ängste bleiben solltest du eine Therapie anstreben, du bist ja noch so jung und Ängste belasten sehr.

14.12.2017 08:55 • #13


Zitat von IchWillPositiv:
Hallo,

ich bin ja kein Arzt, aber deine Symptome kommen mir mehr als bekannt vor.

Ich weiß nicht, wie du gestürzt bist. Mit dem Hinterkopf aufgeschlagen? Das würde die Verspannungen in HWS/BWS erklären, vielleicht hat sich dort auch was verschoben.
Wenn du es dir leisten kannst, mach mal einen Termin bei einem Chiropraktiker oder Osteopathen.

Verschobene Wirbel können sich auch auf viele andere Bereiche auswirken (Schwindel z.B.)

Wenn der Kardiologe alles abgeklärt hat, dann solltest du ihm glauben (das sagt jemand, der seit 1990 unter Herzneurose leidet), Extraschläge passieren, ok, ich gerade auch jedesmal in Panik, aber nur kurz -noch-

Wenn deine Ängste bleiben solltest du eine Therapie anstreben, du bist ja noch so jung und Ängste belasten sehr.




Ja das mit einer Therapie hatte ich auch schon überlegt, ich war dann auch für ein erstgespräch bei einem Psychologen, der war aber nicht an meinem Problem interessiert und hatt die Stunde nur dafür genutzt, mich schlecht zu reden und mir zu sagen dass ich nichts habe und einfach mal chillen sollte..

Beim Ostheopathen habe ich nächste Woche einen Termin, bei dem war ich schonmal. Damals vor 2 Monaten meinte er, er würde sich nicht an mich herantrauen, da in meinem Nacken irgendwas sehr komisch angespannt wäre und aufgrund der Symptome müsse ich erst mal ein MRT der HWS machen lassen. Dies war aber unauffällig, also ist es wohl ein muskuläres Problem, oder eben doch ausgehend von der BWS.

Beim Sturz bin ich rückwärts mit Hinterkopf und Rücken gegen einen Schrank gefallen, dann ist mir noch eine 4 KG Tafel auf den Kopf gefallen.

Danke für die Antwort


Die Tachykardieart die oben angesprochen wurde ist es definitiv nicht, das wurde bereits ausgeschlossen.

14.12.2017 09:56 • #14


IchWillPositiv
Oh, das war ja schon ordentlich was.

Da könnte auch der Atlas verrutscht sein. Das hatte ich durch einen Auffahrunfall. Jahrelange Probleme mit dem Nacken, Schwindel und viele andere Symptome, MRT der HWS zeigte nichts, keiner hat die Atlasfehlstellung diagnostiziert. Ich hab dann einen entsprechenden Therapeuten gefunden, der Atlasreflextherapie macht. Einmal in Position gerüttel und kein Schwindel mehr.

Der Psychologe hat es aber drauf Ich würde mir einen Verhaltenstherapeuten suchen.

14.12.2017 11:40 • #15


Ellchen97
Huhu liebe Mitmenschen,

Zuerst möchte ich mich vorstellen: ich bin 21 Jahre alt, alleinerziehende Mama und lebe seit meinem 7. Lebensjahr mit der Diagnose Panikstörung und ausgeprägte Hypochondie. Von 2007 bis 2015 war ich in regelmäßiger Therapie, zwischendurch ein 6-Monatiger Aufenthalt in einer Klinik für Kinder und Jugendpsycholoie.
Von 2015 ab, ging es mir zwei Jahre lang gut. Die Angst vor tödlichen Krankheiten war über die Geburt meines Sohnes komplett verschwunden, mein Blickwinkel hatte sich von mir und meinen eingebildeten Wehwechen auf mein wundervolles Kind gerichtet.

Doch Mitte 2018 ging es wieder los, aus dem Nichts raus hatte ich mehrere Panikattacken am Tag, jede einzelne war ein kleiner Tod. Seit her habe ich jeden Tag eine andere Krankheit, ob nun der blaue Fleck bedeutet, dass ich an Leukämie erkrankt bin oder mein schnell schlagendes Herz und das Sodbrennen einen Herzinfarkt ankündigt.

Ich verschwendet jeden Tag mit Angst, Selbstkontrolle, Puls messen.. Und ich hasse es! Ich habe es schon mit angstlösenden Medikamenten versucht (die es zu meinem Unglück nur verschlimmert haben) und stehe auch auf einer Warteliste für eine neuerliche Psychotherapie.

Bei meinem vielen herumgegoogle, warum sich z.b mein Rachen jetzt so geschwollen anfühlt, bin ich auf diese Seite gestoßen und habe mich zum ersten Mal, in den Geschichten anderer wieder erkannt und mich nicht so lächerlich gefühlt, wie ich es immer tue, wenn ich an die armen Menschen denke, die wirklich krank sind.

Ich hoffe, dass ich hier auf viele Kontakte stoße, denen ich meine Ängste mitteilen kann, die mich verstehen und vielleicht tagtäglich das selbe durchleben. Vielleicht kam diese Seite meine neue Anlaufstelle werden, wenn mich wieder etwas verunsichert, und ich bin mir sicher ihr sagt mir nicht wie Google, dass ich theoretisch schon lange gestorben wäre.

So viel erstmal zu mir.

Meine erste Frage an euch: Wie sehr beeinflusst eure Psyche euer körperliches befinden?
Ich habe vorhin wegen eines stechen im Herzen und einem erhöhten Puls (120 bpm im Ruhezustand) die Herzinfarkt Symptome erneut gegoogelt und seitdem plagen mich alle davon. Sodbrennen, Schmerzen im Brustkorb und Oberbauch, Atemnot; eigentlich bin ich mir sicher dass das alles wieder nur psychosomatisch ist, aber halt nur eigentlich
Vielleicht könnt ihr mir eure Erfahrungen mitteilen.

Ganz Liebe Grüße,
Michelle

23.01.2019 17:50 • #16


Jana 1508
Hallo , der Text hätte von mir sein können, ich kenne das zu gut .
Wenn ich Sodbrennen habe und Herzrasen , kribbeln linker Arm geht in meinem Kopf um oh ein Herzinfarkt, nur mit dem Unterschied das ich nicht Google. Ich arbeite in der Pflege und kenne die symptome eines Herzinfarkt oder einer anderen Erkrankung , was es leider nicht leichter macht. Ich habe aufgehört meinen Blutdruck zu messen.
Versuche mir immer zu sagen es ist die psyche und versuche meinem Körper zu vertrauen

23.01.2019 18:51 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo, bin auch schon langjähriger Hypochonder, auch 2 therapien hinter mir und 1 x Klinik, und alles kommt immer wieder - auch nach Jahren. Medis will ich auch nicht mehr, wenn man das länger hat hilft kaum mehr eine Therapie las ich mal. Hab zwar alles beim Psycho mitgeschrieben aber Umsetzung ist so eine Sache, kennst du wohl alles. Bloss googeln tue ich nicht, und versuche das allerwichtigste: Reduktion der Arztbesuche ! statt 4 wochen schaffe ich gerade mal noch max 2, körperlich oft sehr belastend wie bei dir. Ablenkung oder Stopp technik hilft nur bedingt, was hilft dir am meisten ?
(PS verspreche dir nicht zu viel hier, die meisten schildern nur ihre Symptome, damit ist keinem geholfen, leider).
Grüße

23.01.2019 18:55 • x 1 #18


Ellchen97
Hey, danke für eure Antworten!
@Jana 1508: meinen Respekt, dass du so einen medizinischen Beruf ausüben kannst! Ich kann mir nicht mal Arzt Serien anschauen, das war auch zwischenzeitlich besser, irgendwas hat alles wieder eingerissen.. Ich weiß bis heute leider nicht was..

@psychowrack: wenn ich ehrlich bin? Zurzeit gar nichts mehr.. Meine Dissoziationen werden immer schlimmer, ich fühle mich wie weggetreten, alles wirkt unecht und ich hinterfrage die komplette Existenz, daraus entstehen Todesängste und daraus entwickeln sich Panikattacken, die schon zweimal zur Ohnmacht geführt haben..
Ich glaube dieses Gefühl, nicht mehr Herr über mich und meine Gedanken zu sein, ist das schlimmste... An ganz schlimmen Tagen komme ich gar nicht zur Ruhe, ansonsten hilft Verdrängung der Gedanken für kurze Zeit..
Aber auch durch die ganze Therapie, bin ich gefühlt keinen Schritt voran gekommen. Es mag so banal klingen, aber die Ängste schränken meine Lebensqualität so furchtbar ein. Ich weine und schreie und versuche mich an irgendwas realen festzuhalten, aber die Angst überrollt mich wie eine Dampfwalze. Manchmal erscheint mir alles so hoffnungslos.

Lg

23.01.2019 20:58 • #19


Zitat von Ellchen97:
Huhu liebe Mitmenschen,

Zuerst möchte ich mich vorstellen: ich bin 21 Jahre alt, alleinerziehende Mama und lebe seit meinem 7. Lebensjahr mit der Diagnose Panikstörung und ausgeprägte Hypochondie. Von 2007 bis 2015 war ich in regelmäßiger Therapie, zwischendurch ein 6-Monatiger Aufenthalt in einer Klinik für Kinder und Jugendpsycholoie.
Von 2015 ab, ging es mir zwei Jahre lang gut. Die Angst vor tödlichen Krankheiten war über die Geburt meines Sohnes komplett verschwunden, mein Blickwinkel hatte sich von mir und meinen eingebildeten Wehwechen auf mein wundervolles Kind gerichtet.

Doch Mitte 2018 ging es wieder los, aus dem Nichts raus hatte ich mehrere Panikattacken am Tag, jede einzelne war ein kleiner Tod. Seit her habe ich jeden Tag eine andere Krankheit, ob nun der blaue Fleck bedeutet, dass ich an Leukämie erkrankt bin oder mein schnell schlagendes Herz und das Sodbrennen einen Herzinfarkt ankündigt.

Ich verschwendet jeden Tag mit Angst, Selbstkontrolle, Puls messen.. Und ich hasse es! Ich habe es schon mit angstlösenden Medikamenten versucht (die es zu meinem Unglück nur verschlimmert haben) und stehe auch auf einer Warteliste für eine neuerliche Psychotherapie.

Bei meinem vielen herumgegoogle, warum sich z.b mein Rachen jetzt so geschwollen anfühlt, bin ich auf diese Seite gestoßen und habe mich zum ersten Mal, in den Geschichten anderer wieder erkannt und mich nicht so lächerlich gefühlt, wie ich es immer tue, wenn ich an die armen Menschen denke, die wirklich krank sind.

Ich hoffe, dass ich hier auf viele Kontakte stoße, denen ich meine Ängste mitteilen kann, die mich verstehen und vielleicht tagtäglich das selbe durchleben. Vielleicht kam diese Seite meine neue Anlaufstelle werden, wenn mich wieder etwas verunsichert, und ich bin mir sicher ihr sagt mir nicht wie Google, dass ich theoretisch schon lange gestorben wäre.

So viel erstmal zu mir.

Meine erste Frage an euch: Wie sehr beeinflusst eure Psyche euer körperliches befinden?
Ich habe vorhin wegen eines stechen im Herzen und einem erhöhten Puls (120 bpm im Ruhezustand) die Herzinfarkt Symptome erneut gegoogelt und seitdem plagen mich alle davon. Sodbrennen, Schmerzen im Brustkorb und Oberbauch, Atemnot; eigentlich bin ich mir sicher dass das alles wieder nur psychosomatisch ist, aber halt nur eigentlich
Vielleicht könnt ihr mir eure Erfahrungen mitteilen.

Ganz Liebe Grüße,
Michelle



Hallo,
als ich auf diese Seite gestoßen bin war ich auch in einem ganz schlimmen Tiefpunkt bezüglich meiner Krankheitsängste.
Immer wieder, wenn mich die Angst wieder komplett im Griff hat, beschäftige ich mich statt dem Google jetzt hier. Das hilft mir , wenigstens ein bisschen. Ich habe es so satt zu googeln und mich wahnsinnig zu machen. Es ist ein ganz schlimmes Gefühl, ich kenne es auch sehr gut. Und erst hier auf dieser Seite habe ich erst erfahren wievielen es so geht.
Momentan bin ich auch wieder in so einem Loch und versuche da einfach wieder hoch zu kommen. Mir nicht einzubilden dass ich etwas habe. Obwohl ich gerade eben auch sehr viele Symptome habe, versuche ich meine Gedanken zu ignorieren.

Lass das googeln bitte bitte sein! Es ist ganz schlimm! Man bildet sich dann wirklich alle Symptome ein und es wird nur schlimmer.

23.01.2019 22:46 • #20



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Dr. Matthias Nagel