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Guten Abend!

Mir geht es schon seit Wochen sehr schlecht, weil ich immer mehr die Angst und leider auch das Gefühl habe, verrückt zu werden. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich schon an vielen Tagen panisch auf dem Bett saß und damit rechnete, jeden Moment völlig den Verstand zu verlieren und Dinge zu sehen oder hören, die nicht existieren.

Ich zähle nun einige beispielhafte Gedanken auf, die mir ehrlich gesagt nicht normal vorkommen und die mich folglich sehr beängstigt haben:

• An einer bestimmten Stelle erzeugt unser Fußboden ein Kratzgeräusch, das mich, als ich es vorgestern zum ersten Mal wahrgenommen habe, direkt an das Geräusch erinnerte, das entstand, wenn mein längst verstorbener Wellensittich mit seinem Futternapf spielte. Mein Wellensittich ist seit über zehn Jahren (!) tot.
• Vorhin ging mir, völlig zusammenhanglos, während ich zu Hause auf dem Sofa saß, der Signalton an deutschen Bahnhöfen durch den Kopf, der vor einer mechanischen Durchsage ertönt.
• Seit ich vor einigen Tagen ein paar emotionale Lieder auf YouTube gehört habe, gehen mir diese ständig wie Ohrwürmer durch den Kopf.
• Die ständige Frage nach dem Sinn des Lebens bzw. nach dem Grund der Existenz der Welt. Ich persönlich glaube daran, dass der liebe Gott die Welt und all das in ihr befindliche erschaffen hat, aber trotzdem drängen sich mir ständig diese Sinnfragen auf und steigern die Angst vor dem Verrücktwerden immer mehr.
• Solche Gedanken wie Warum haben wir eigentlich ausgerechnet fünf Finger oder Warum ist die Tomate ausgerechnet rot.
• Ständiges Grübeln über Dinge, die ich bestaune, wie beispielsweise prächtige Bauten oder Flugzeuge. Wow… Wozu manche Menschen mit ihrer überdurchschnittlichen Intelligenz fähig sind… Wie wohl die einzelnen Schritte des Bauprozesses ausgesehen haben könnten? …und wie viel Zeit hat das wohl in Anspruch genommen? (etc.).
• Mir drängen sich außerdem ständig Gedanken in Verbindung mit den Symptomen dieser schrecklichen Krankheit, vor der ich mich so fürchte, auf. Seit ich so blöd war und ausgiebig gegoogelt habe, passiert das regelmäßig. So auch vorhin im Zug: Nachdem ich ohnehin schon Angst hatte, verrückt zu werden und wirr durch den Zug zu laufen und herumzuschreien, tauchte auf einmal der Gedanke Was ist, wenn die Leute wirklich meine Gedanken lesen könnten auf. Mir ist bewusst, dass das Schwachsinn hoch hundert ist, aber trotzdem verängstigt es mich ungemein, wenn mich mein Gehirn mit solchen blöden Gedanken quält. Kennt das jemand?
Ein anderes Beispiel: Ist die Welt wirklich real? Sind meine Eltern echt? Sind meine Brüder wirklich meine Brüder? Was für ein zermürbender Schwachsinn! Ich habe so eine Angst, dass ich diesen Mist wirklich irgendwann glauben und verrückt werden könnte!

Sagt mir bitte, dass ich damit nicht alleine bin und ihr zumindest das eine oder andere so oder so ähnlich kennt…

19.05.2022 18:08 • 22.06.2022 x 2 #1


130 Antworten ↓


kleinpübbels
Hallo ,

Während meiner Phasen der derealisation hatte ich auch so komische Gedanken.
Zitat von Erdbeermuffin:
Ist die Welt wirklich real? Sind meine Eltern echt? Sind meine Brüder wirklich meine Brüder?

Die sind recht häufig bei,ich nenne es immer die philosophische Phase der derealisation, vor . Im Endeffekt weißt du ja, die Welt ist echt etc aber diese Fragen drängen sich halt auf . Kenne ich, habe ich gelegentlich immer noch, wird aber mit der Zeit besser .

Zitat von Erdbeermuffin:
An einer bestimmten Stelle erzeugt unser Fußboden ein Kratzgeräusch, das mich, als ich es zum ersten Mal wahrgenommen habe, direkt an das Geräusch erinnerte, das entstand, wenn mein längst verstorbener Wellensittich mit seinem Futternapf spielte. Mein Wellensittich ist seit über zehn Jahren (!) tot.

Das würde ich einfach als Erinnerung abstempeln. Ist denke ich ganz normal, dass man sich manchmal an Sachen erinnert fühlt, die scheinbar Jahrhunderte her sind ^^

Zitat von Erdbeermuffin:
Die ständige Frage nach dem Sinn des Lebens bzw. nach dem Grund der Existenz der Welt. Ich persönlich glaube daran, dass der liebe Gott die Welt und all das in ihr befindliche erschaffen hat, aber trotzdem drängen sich mir ständig diese Sinnfragen auf und steigern die Angst vor dem Verrücktwerden immer mehr.

Ich weiß nicht wie alt du bist , aber ich denke jeder stellt sich, trotz dem Glauben an eine Gottheit, diese Fragen über die Existenz. Und , tada da isse wieder, während der derealisation sind solche Gedanken ebenfalls normal.

Es gibt auf YouTube einen Kanal von Shaun O'Conner . Der hat sich mit der Materie beschäftigt und ich fand den sehr hilfreich bezüglich vieler Erklärungen und man merkt ,dass man damit nicht alleine ist und es nichts schlimmes ist. Im übrigen : wenn du verrückt wirst ,merkst du es eh als letzte ^^ solange du dir Gedanken machst, ist alles soweit noch okay .

Während einer schlimmen Phase der derealisation hatte ich diese philosophischen Fragen, Gedanken ständig. Solche Sachen wie : warum bin ich Ich? Wie kann eine Katze existieren? Warum heißt es Katze? Und anderen wirren Nonsens. Aber es wird besser, das kann ich dir versichern.
Hast du zurzeit viel Stress?

19.05.2022 18:20 • x 2 #2



Sind diese Gedanken noch normal oder verrückt?

x 3


zWo3
Hallo

Haha ich muss erstmal laut lachen und Schmunzeln sry aber das was du von dir gibst ist so Typisch klischeehaft keiner deiner Gedanken die du so als Ohhhaahhhh gefährlich und Verrückt wahrnimmst hat was mit Verrückt sein zu tun.

Sry wenn ich das so kurz und knapp sage du leidest unter einer Angststörung und Zwangsgedanken oder evtl auch an ADHS? schonmal getestet worden darauf? Dieses ständige Wieso Weshalb Warum?! Fragen ist so typisch ich hatte das schon Gefühlte 10000 mal ... und noch viel mehr zeugs.

Ich hab schon öfters auf deine Threads geschrieben und sag es dir nun noch einmal . Auch wenn du es vielleicht sehr gerne sein möchtest (!) oder eher nicht zumindest redest du es dir ein. Du wirst sicher nicht Verrückt! Nein du bekommst keine Psychose / Schizophrenie.

Sowas kann man sich auch nicht einreden auch nicht in 1000 Jahren. Aber es reicht doch auch was du so schon mit dir rumtragen musst oder?

Was auch noch darauf hinspielt ist Derealisierung / Depersonalisierung das wiederum ausgelöst durch den Stress und die Angst / Zwangsstörung.

Tut mir leid lieber Erdbeermuffin ich habe heute keine Ich werde Verrückt Karte.

Nimmst du Medikamente? Therapie? Was machst du so?

Liebe Grüße

PS: Das einzige Verrückte ist das du denkst das Gott die Erde und uns erschaffen hat da würden viele Psychiater wohl was Wahnhaftes drin sehen aber das ist Religion und Glaubenssache und ich lass dir den einfach mal. (!)

19.05.2022 18:20 • x 4 #3


Afraid1992
Hallo erstmal..
Also das was du beschreibst ist meiner Meinung nach normal.. auch ich habe öfter mal Gedanken im Kopf, die dann anfangen sich zu überschlagen und bei denen mir ganz schwindelig wird. Auch welche, die gar keinen Sinn ergeben. Ich glaube, dass das bei dir so extrem ist, liegt daran, dass du jetzt vermehrt Angst davor hast solche Gedanken überhaupt zu haben, weil du Angst hast krank zu sein. Und gerade dadurch kommen sie erst recht in deinen Kopf und machen dich verrückt. Ich würde mir an deiner Stelle aber trotzdem Hilfe holen, wenn das nicht aufhört. Weil du dich damit ja selber total "irre" machst.
Hast du diese Gedanken auch, wenn du abgelenkt bist?

19.05.2022 18:22 • x 2 #4


Schlaflose
Zitat von Erdbeermuffin:
Ich zähle nun einige beispielhafte Gedanken auf, die mir ehrlich gesagt nicht normal vorkommen und die mich folglich sehr beängstigt haben:

Deine Gedanken sind zwar nicht normal (ich zumindest hatte noch nie solche Gedanken) aber auch kein Zeichen von krankhafter Verrücktheit im Sinne einer Psychose odet Schizophrenie.
Wenn du dich z.B. selbst für Gott oder Jesus halten würdest und dich nicht fragen würdest, ob das verrückt ist oder nicht, dann wäre es eine Psychose. Genauso, wenn du Stimmen hören würdest, die dir irgendwelche Befehle geben oder Dinge sehen würdest ( Teufel, Monster, Tiere u.ä.) , die außer dir keiner sieht. Wer wirklich verrückt ist, ist sich dessen nicht bewusst und macht sich darüber keine Sorgen.
Wie schon gesagt wurde, sind es Zwangsgedanken vielleicht auch gepaart mit Derealisation.

20.05.2022 07:41 • x 2 #5


Flame
Ich möchte mal nach Deiner Tagesstruktur fragen.
Wie laufen Deine Tage ab,was machst Du so?

Bei mir ist es so,dass ich komische Gedanken kriege,wenn ich unterfordert bin .
Anders gesagt: Solange ich mit etwas beschäftig bin,ist alles okay.

Schweriger wird es dann,wenn Ruhezeiten nötig sind,kein Mensch kann rund um die Uhr aktiv sein,da kommen dann eher schonmal unangenehme Gefühle und Gedanken hoch und das geht vielen Menschen so.

Die Fragen,die Du stellst ,finde ich keinesfalls verrückt,ganz im Gegenteil.
Jeder Mensch sucht nach Antworten im Laufe seines Lebens zu verschiedensten Themen.
Das ist nicht verrückt,das ist vollkommen normal.

20.05.2022 17:29 • x 2 #6


Zitat von kleinpübbels:
Hallo , Während meiner Phasen der derealisation hatte ich auch so komische Gedanken. Die sind recht häufig bei,ich nenne es immer die ...

Guten Abend, kleinpübbels.

Ja, diese philosophischen Gedanken über die Welt und unsere Existenz sind vor einigen Wochen gemeinsam mit einer noch anhaltenden Phase von Derealisation und Depersonalisation aufgetreten. Ich bin mir relativ sicher, dass sie mitunter in Verbindung mit einer meiner größten Ängste, nämlich dem Tod, stehen. So ging es mir nämlich schon vor etwa zehn Jahren, als meine Hypochondrie begann und ich mir immer wieder diese Fragen über den Sinn von Leben und Tod stellte. Im Gegensatz zu damals drängen sich die Gedanken aber häufiger auf und in Kombination mit solchen Symptomen wie der DP/DR bekomme ich es dann leider mit der Angst vor dem Verrücktwerden zu tun. Mich plagt nämlich immer die Angst, dass ich vielleicht wirklich irgendwann verrückt werden und denken könnte,
Trigger

in einer Simulation zu leben, in der ich der einzig echte Mensch sei.


Ja, ich habe zurzeit wirklich viel Kummer und viele Sorgen.
Außerdem stimmt mich mein nahender 30. Geburtstag sehr nachdenklich. Ich habe die Vermutung, dass das der Grund für die akuten Sinnfragen (v. a. in Bezug auf die Endlichkeit) sein könnte. Ich hoffe einfach, dass das bald wieder aufhört, oder zumindest weniger wird.

20.05.2022 18:30 • #7


Zitat von zWo3:
Hallo Haha ich muss erstmal laut lachen und Schmunzeln sry aber das was du von dir gibst ist so Typisch klischeehaft keiner deiner ...

Guten Abend, zWo3.

Ja, es wurden bereits eine generalisierte Angststörung sowie eine Zwangsstörung diagnostiziert. Ich hatte meine Psychologin auch mal aus Interesse gefragt, ob sie bei mir Anzeichen für eine ADHS sieht. Diese Frage hat sie deutlich verneint.

Zitat:
Auch wenn du es vielleicht sehr gerne sein möchtest (!)

Um Himmels Willen… Diese Krankheit ist so ziemlich mein größter Albtraum.

Ja, ich bin zurzeit in ambulanter Behandlung. Meine Psychologin sagte allerdings, dass ich unter den jetzigen Umständen wohl keine Weiterbewilligung (sagt man das so?) erhalten werde, da sie bei mir keinen Fortschritt sieht… Das hat mich richtig aus der Bahn geworfen. Ich bin definitiv auf eine Psychotherapie angewiesen.

Das Thema Medikamente ist oft ein Streitthema zwischen mir und anderen Betroffenen… Aufgrund von (unter anderem) einer Herzangst kann und will ich ehrlich gesagt keine Medikamente einnehmen, denn diese erhöhen nachweislich das Risiko, eine gefährliche Herzrhythmusstörung zu erleiden.

Ist es wirklich so, dass der Glaube an Gott mittlerweile als wahnhaft angesehen wird?

20.05.2022 18:41 • #8


Zitat von Afraid1992:
Hallo erstmal.. Also das was du beschreibst ist meiner Meinung nach normal.. auch ich habe öfter mal Gedanken im Kopf, die dann anfangen sich zu ...

Guten Abend, Afraid1992.

Ich glaube auch, dass es mittlerweile zu einer "selbsterfüllenden Prophezeiung" geworden ist. Ich bin den ganzen Tag angespannt und warte förmlich darauf, dass jeden Moment wieder ein seltsamer Gedanke auftaucht, der mich dann sozusagen wieder darin bestärkt, verrückt zu werden.

Ja, ich habe die Gedanken leider auch, wenn ich abgelenkt bin. Ich war erst neulich nach einigen Monaten wieder bei meiner Cousine, die ein kleines Baby hat. Mir ging die ganze Zeit die Angst durch den Kopf, verrückt zu werden und den Kleinen vom Balkon zu werfen. Wie kann man nur solche Gedanken gegenüber einem kleinen, süßen, unschuldigen Wesen haben? Ich fühle mich in solchen Situationen wie ein Monster.

20.05.2022 18:47 • #9


Zitat von Schlaflose:
Deine Gedanken sind zwar nicht normal (ich zumindest hatte noch nie solche Gedanken) aber auch kein Zeichen von krankhafter Verrücktheit im Sinne ...

Guten Abend, Schlaflose.

das habe ich schon oft gehört bzw. gelesen und es beruhigte mich bisher auch immer… bis ich jedoch eines Tages las, dass es eben doch Menschen geben soll, die sehr wohl merken, dass sie verrückt werden.
Das hat mich so dermaßen verängstigt und verunsichert, dass die Angst seitdem umso schlimmer geworden ist.

20.05.2022 18:50 • #10


Afraid1992
@Erdbeermuffin Huhu..
Denk bitte nicht, dass du ein Monster bist. Ich kann das schlecht erklären, aber du hast solche Sachen glaube ich nur, WEIL du Angst hast genau sowas zu denken. Du denkst in dem Moment "bloß jetzt bei dem Baby an nichts schlimmes denken". Und genau dann denkst du an das schlimmste, was passieren könnte und das wäre nunmal sowas. Oder hast du in dem Moment wirklich überlegt das Baby aus dem Fenster zu werfen? Such dir bitte trotzdem dringend Hilfe, denn das ist auf Dauer auch überhaupt nicht gut für dich.

20.05.2022 18:51 • x 1 #11


Zitat von Flame:
Ich möchte mal nach Deiner Tagesstruktur fragen. Wie laufen Deine Tage ab,was machst Du so? Bei mir ist es so,dass ich komische Gedanken ...

Guten Abend, Flame.

Ich bin eigentlich, also "auf dem Papier" Studentin… Und "uneigentlich" verbringe ich viele, viele Tage alleine zu Hause, während ich in der Regel stundenlang am Smartphone oder aus Langeweile am Grübeln bzw. Tagträumen bin.
Mir macht einfach nichts Freude, weswegen hier vieles verstaubt, womit ich meine Zeit sinnvoller nutzen könnte (Bücher, Rätselbücher, Ausmalbücher etc.).

20.05.2022 18:55 • #12


Zitat von Afraid1992:
@Erdbeermuffin Huhu.. Denk bitte nicht, dass du ein Monster bist. Ich kann das schlecht erklären, aber du hast solche Sachen glaube ich nur, WEIL du ...

Nein, den Gedanken, das wirklich zu tun, hatte ich natürlich nicht. Um Himmels Willen…

Ich bin in ambulanter Behandlung, doch meine Psychologin wird mir wahrscheinlich nach Ablauf der wenigen verbleibenden Sitzungen keine weiteren Sitzungen mehr anbieten, da sie keinen Erfolg im Sinne von Fortschritten sieht.

20.05.2022 18:58 • #13


Afraid1992
@Erdbeermuffin was ist das denn für ein blödsinn? Gerade dann brauchst du doch noch Hilfe. Oder eben eine andere Therapie. Fühl dich gedrückt.. ich weiß, wie es ist, wenn man denkt wirklich schlecht zu sein. Aber du kannst nichts für deine Gedanken. Du kannst dir aber weiterhin Hilfe suchen. Alles Liebe dir

20.05.2022 19:01 • x 2 #14


Flame
Zitat von Erdbeermuffin:
Wie kann man nur solche Gedanken gegenüber einem kleinen, süßen, unschuldigen Wesen haben?


Ich habe auch manchmal krasse Gedanken und man beginnt,an sich selbst zu zweifeln.
Fühle mich in solchen Momentan angewidert von mir selbst aber woher kommt sowas?

Das hat nichts mit der eigentlichen Situation zu tun.
Gewisse Gedanken sind verboten z.B. ein unschuldiges Kind verletzen.

Gerade Menschen wie Du ,die empfindsam sind ,sind empfänglich für solche Gedanken.

20.05.2022 19:05 • x 1 #15


zWo3
Aber gegen diese Gedanken die du da hast auch das mit dem Kind sind Typische Zwangsgedanken und da helfen 1000% SSRI'S oder Clomipramin. Dann hört das auch auf aber wenn du nichts nehmen willst ist das halt schwierig dann. Natürlich ist das dein gutes recht aber Zwangsgedanken sind sehr hartnäckig vorallem Konditionierst du Sie ja ständig Tag ein Tag aus und umso länger das passiert umso schwieriger wird es zu behandeln.

Du solltest unbedingt nochmal in dich gehen und überlegen ob du vielleicht nicht doch was nehmen möchtest.

Und warum du keine Therapie bekommst obwohl du Sie brauchst ist fraglich... nur weil du nicht wie am Fließband fortschritte machst? Jeder ist da anders.. einfach einen anderen Therapeuten oder Arzt suchen dann klappt das sicher

Lg

20.05.2022 19:14 • x 2 #16


kleinpübbels
Man braucht nicht zwangsläufig Antidepressiva gegen zwangsgedanken, wenn man lernt ,dass es nur Gedanken sind, wie tausende auch, die man am Tag so hat . Man selbst macht den Gedanken groß. Fast jeder hat doch schon mal gedacht, wie zb beim Autofahren oder auf der Arbeit: dem/ der könnte ich den Hals umdrehen. Und die allermeisten nehmen diesen Gedanken einfach hin ,ohne Angst zu bekommen.
Allerdings ist das umkonditionieren schwierig, wenn man eh angeschlagen ist. Von daher würde ich an deiner Stelle auch über ein AD nachdenken . Du hast meiner Meinung nach, zuviele Baustellen um da so rauszukommen .

Bezüglich der gedanken um die Endlichkeit des eigenen Daseins: ich denke ab einem gewissen Alter ist das normal. Man wird sich dessen halt bewusst, dass man sterblich ist. Aber das ganze hat was positives: man lebt sein Leben bewusster, weil man eben um diese Endlichkeit weiß.

Und du bist garantiert kein Mensch, der alleine in einer simulation lebt . Diese Gedanken hatte ich auch, ebenso wie viele andere von dp/dr Betroffene.
Ich kann nach wie vor die Videos von Shaun O'Conner oder swamy g empfehlen. Sie sind zwar auf englisch aber verdammt hilfreich.

20.05.2022 19:26 • x 4 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

portugal
Zitat von Erdbeermuffin:
Außerdem stimmt mich mein nahender 30. Geburtstag sehr nachdenklich. Ich habe die Vermutung, dass das der Grund für die akuten Sinnfragen (v. a. in Bezug auf die Endlichkeit) sein könnte.


Das kann sehr gut sein, 30 hört sich toll an aber ganz ehrlich, ich möchte nicht mehr 30 sein.
Voll im Job, dann überlegte, wie lange kann ich noch Kinder bekommen, wann, ob, ja, nein, ist das jetzt alles gewesen …

Jetzt im Rückblick - und ich hatte das Thema gestern mit einer Freundin - was wir da alles geleistet haben … Stress pur. Sowas sieht man ja erst im Rückblick.

Wenn ich tief in der Depression bin, was meinst Du, was ich schon alles gedacht habe.

20.05.2022 19:42 • x 1 #18


Zitat von Afraid1992:
@Erdbeermuffin was ist das denn für ein blödsinn? Gerade dann brauchst du doch noch Hilfe. Oder eben eine andere Therapie. Fühl dich gedrückt.. ...

Vielen Dank für die lieben Worte.
Es geht ihr wohl darum, dass ich schon seit mehreren Sitzungen immer wieder frage, ob sie wirklich keine Anzeichen für das Verrücktwerden sieht. Ich war am vergangenen Dienstag sogar in einem Früherkennungszentrum, aber auch das hat mir keine wirkliche Sicherheit verliehen. Die Angst ist einfach so real und fühlt sich so bedrohlich an, dass ich leider wirklich ständig glaube, verrückt zu werden.

20.05.2022 22:10 • #19


Afraid1992
@Erdbeermuffin ohne es böse zu meinen.. und ich bin weiß Gott keine Psychologin, aber gerade daran merkt man doch, dass du Hilfe brauchst. Dass du dich verrückt machst. Mich macht das so wütend, was sind das denn heutzutage alles für Ärzte?

20.05.2022 22:12 • x 1 #20



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