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Naranja33

Naranja33
Mitglied

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9
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Mitglied seit:
Hallo,
ich bin fix und alle. Habe ständig Schmerzen in der Brust und einen Blutdruck, der sich so um die 150/90 bewegt.
Mir wird abwechselnd heiß und kalt. Ich war vor einer Woche im Krankenhaus, die haben mich untersucht, Belastungs EKG allerdings nur 4,5 Minuten, weil der Puls bei 50 Watt da schon auf 170 war. Da sagte der Arzt, das reicht mir. Reicht sowas wirklich, um eine Herzkranzverengung auszuschließen? ICh kann das garnicht glauben. Langzeitblutdruckmessen hat ergeben, daß mein BLutdruck etwas erhöht ist.
Ich finde das alles komisch, hatte ich doch nie einen hohen Blutdruck, erst auf einmal.Da denke ich halt immer, das der Blutdruck hoch geht, weil meine Herzkranzgefäße verengt sind. Ich soll einen Betablocker nehmen gering dosiert. Doch ich trau mich nicht, weil ich eine schlimme Mediphobie habe.
Bin mega verzweifelt, weil diese Herzgeschichte einfach nicht besser wird.Nehme Misteltropfen, doch die bewirken leider nichts., Ob es andere pflanzliche Medis gibt, die da Einfluß nehmen können?
LG
Andrea

13.08.2010 #1


32 Antworten ↓
C

crazy030
Gast

Zitat von UrbanAngel:
Jein. Ich glaube, dass es bei zumindest einigen Angstkranken eine körperliche Komponente gibt. Bei Depressionen ist es ja erwiesenermaßen so, es gibt endogene und exogene und natürlich Mischformen.

Ja, ganz sicher sogar. Als Auslöser oder als einen der Auslöser sehe ich das sogar bei mir. Allerdings gehen Psychiater und Psychologen bei der Diagnosestellung da immer erstmal vom Ist-Zustand aus und natürlich von vorangegangenen körperlichen Untersuchungen, die i.d.R. alle i.o. waren, wie bei mir. Und dann wird alles beleuchtet, Lebensumstände, Job ja oder nein, Single ja oder nein, Kindheit.

Was immer vergessen wird, Medikamente oder einfach mal fragen, was war denn in der Zeit oder kurz vorher, als die psych. Störung ausbrach.

Ich bin irgendwann mal fast geplatzt bei meiner Psychiaterin und später auch noch bei meiner Psychologin. Ich sagte, ich hatte nie irgendwelche Probleme, Ängste, depressive Phasen oder was auch immer, im Gegenteil. Ich bekam im Sommer 2008 völlig überraschend und von heute auf morgen (ohne 24 h Blutdruck oder EKG, ohne Messungen über einen gewissen Zeitraum) beim 2. Besuch beim Hausarzt Blutdruckmedikamente. Und dann gleich in einer Hammerdosis, mit Medikamenten hatte ich bis dahin nie was zu tun. Keine Aufklärung, kein Hinweis auf Nebenwirkungen.

Der erste Tag der Einnahme war der Beginn dieser Horrovorstellung, die bis heute anhält. Vom ersten Tag an mit den Blutdrucktabletten unvorstellbarer Schwindel, hab mich eine Woche auf Arbeit geschleppt. Dann zu einem anderen Arzt und er war geschockt. Die Dosis war viel zu hoch, Dosis wurde halbiert. Es wurde etwas besser, aber Schwindel war immer noch da. Ich fühlte mich auch geschwächter, immer müde und bekam noch übelsten Husten, eine typische Nebenwirkung von ACE-Hemmern (Ramipril). Gut 5 Monate fühlte ich mich wie ausgekotzt, hab das aber ertragen.

Und dann kam die 1. Panikattacke und die Sache nahm ihren Lauf. Etwa 10 verschiedene Blutdruckmedikamente wurden "getestet" über einen Zeitraum von 3-4 Monaten, dabei auch 4 verschiedene Betablocker, aber gerade durch die merkte ich an mir Veränderungen, die ich so nie kannte. Schlafstörungen, ich lief ziellos nachts draußen rum! Aus heutiger Sicht, die 150-200 mg Metoprolol waren viel zu viel, auch wieder zu hoch dosiert.

Für mich ist das der Auslöser. Ärzte wollen davon natürlich nichts hören. Allerdings sagten mir 2 Psychiater in der TK, ja, Angststörungen oder Depression können durch Blutdruckmedikamente und Betablocker ausgelöst werden oder sich verstärken. Jüngere Ärzte sind da wohl auch anders geschult, weil sie im Studium anderes Wissen vermittelt bekamen, wie noch vor 15-20 Jahre. Es tauchen immer mehr Leute mit psychischen Störungen auf, nachdem sie Blutdrucktabletten oder Betablocker bekamen.

Nun ist die Ursache bei mir zwar weg, nämlich die Medikamente und der hohe Blutdruck, aber die psych. Störung blieb. Die Angst vor der Angst hat sich eingebrannt im Kopf. Und heute spielen dann natürlich andere Faktoren mit ein, als am Anfang. Aber was der eigentliche Auslöser war, ist für mich sicher.

11.08.2010 19:57 • #31


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A


Werde verrückt

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C

crazy030
Gast

Achso...

Also Concor ist ja Bisoprolol und davon gibt es in Sprüngen von 1,25 mg welche von 1,25 bis 10 mg. Das ist wie bei Nebivolol, da gibt es auch nur max. 10 mg Tabletten. Bisoprolol und Nebivolol sind Betablocker der 3. Generation, als die neuesten und mir sagte mal eine Kardiologin, sind auch die besten Betablocker.

Von der Starke her würde ich sagen, 10 mg Bisoprolol wirken so stark wie 100 oder 150 mg Metoprolol. 5 mg Bisoprolol hat also schon eine ziemliche Wirkung. 2,5 mg Nebivolol oder Bisoprolol sollten aber schon eine spürbare Wirkung haben.

Ich hatte letztes Jahr mit Nebivolol rumexperimentiert. Bei 2,5 mg merkte ich, wie ich doch spürbar ruhiger wurde, am Puls hat sich aber wenig geändert. Bei 5 mg war es schon deutlich, bekam aber irgendwie schlecht Luft. Und bei 10 mg war ich fast platt, extrem müde, Schwindel und Kopfschmerzen, machte mich auch depressiv von der Stimmung her.

OT:

Ja, auch wenn es manchmal verharmlost wird, die Nebenwirkungen von BB würde ich nicht unterschätzen. Viele vertagen sie gut (meine Eltern auch), aber manche (wie ich) nicht. Mir nehmen BB spürbar den Antrieb und machen mich lethargisch, z.T. wurde mein Puls so stark gesenkt (bei Metoprolol oder Beloc), dass das dann übelste Angstzustände auslöste. Atemprobleme, Gewichtszunahme oder Poten. bei Männern (hatte ich auch) sind auch nicht selten.

Wenn hoher Puls oder Blutdruck eine Angststörung oder Depression als Ursache haben, wie bei mir, also keine körperlichen Gründe (Herz, arteriell, Nieren oder Diabetes), dann würde ich aus heutiger Sicht sagen, wenn ich die Wahl zwischen Betablocker und einem AD in geringer Dosis hätte, dann lieber AD.

Bei genauer Überlegung und in einigen Ländern wird das auch so gesehen, sind Betablocker auch AD, weil sie das Andocken von Adrenalin händeln und Adrenalin hat was mit Psyche zu tun. Wer BB nimmt und meint, er fährt damit besser, weil ist ja kein AD, irrt in meinen Augen.

09.08.2010 16:53 • #25


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U
Hallochen nach "nebenan" (auch vom Niederrhein, am Rhein )

Versuche dich dazu zu bewegen, diese Medis zu nehmen.
Frag doch mal den Arzt, ob du wegen deiner Mediphobie die Tabletten einschleichen darfst, dann kannst du die niedrige Dosis einfach nochmal in der Hälfte durchbrechen, und wenn du dann merkst, es passiert nix schlimmes, dann nimmst du beim nächsten mal das, was du nehmen solltest? (Aber besprich das bloß mit dem Arzt, ich habe keine Ahnung ob das bei Betablockern eine gute Idee ist, oder ob die dann nicht mehr so gut helfen ! Aber beschreib dem Doc dein Problem, benenne es auch mit "Phobie", damit er versteht, warum du die Schwierigkeiten hast!!)
Du sollst sie ja nicht den Rest deines Lebens nehmen.
Viele hier im Forum haben gute Erfahrungen damit gemacht!
Und wenn sich dann dein Herz beruhigt, kommst du sicher auch aus der Spirale raus (Herz-- Angst --- nochmehr Herz ---- nochmehr Angst ------ ...)

Machst du eine Therapie?

Ganz liebe Grüße
UrbanAngel

#2


Naranja33
Danke hat mit nem Betablocker. Es wäre schön, wenn ich möglicherweise mal ein paar Erfahrungsberichte hier lesen könnte, von anderen Angsthasen, vielleicht hilft mir das ja und ob auch andere ein so kurzzeitiges Belastungs EKG gemacht haben und man dort auch eine Herzerkrakung ausgeschloßen hat.
LG
Andrea

#3


K
Ich kann Dich da voll verstehen Naranja,ich habe auch ne Phobie Medis gegenüber...Ich könnte dir empfehlen "Sedariston"....ist ein pflanzliches Beruhigungs Mittel,das nehm Ich schon seit jahren.......es wirkt sofot und hat keine Nebenwirkung,die einzige Nebenwirkung es ist nicht ganz billig....

#4


jadi
deine geschichte könnte meine sein....mir gings vor kurzem auch noch so...und mein belastungs ekg ist genau so ausgefallen......nehme betablocker in der kleinsten dosis das reicht.....habe herzultraschal hinter mir.....es ist eine herzphobie....versuche nicht mehr zu messen und dich nicht mehr auf die schmerzen zukonzentrieren........ich hatte über monate schmerzen bin fast verzweifelt.....nun habe ich sie akzeptiert weiss das meine ekgs und das ultraschal super waren also mache ich mich nicht mehr verrückt...ab und an habe ich noch schmerzen aber nicht mehr dauerhaft wie noch vor ein paar wochen...und ich grübbel nicht mehr drüber nach seitdem gehts mir besser........versuche die schmerzen zu zulassen....sage dir immer du bist gesund....und für deinen BD und hohen puls sind betas in der kleinsten dosis nicht schlimm man soll sie ja auch net lange nehmen....und man kann auch durch entspannungsübungen erreichen das beides runter geht und durch atemübungen...atme immer langsam durch die nase ein und aus ausatmen langsamer und immer in den bauch....lg jacky

#5


C
Mit den Betas, also ich will euch keine Angst machen, aber auch wenn die ausgeschlichen werden sollen (falls man sie nicht mehr nehmen will), das Herz spielt dann meist erstmal verrückt. Und auch wenn das nur 2 oder 3 Wochen dauert, aber das Herzrasen kann dann bei Angstpatienten nicht sehr von Vorteil sein. Ich hab es selbst so erlebt, aber durchgehalten. Kenne aber andere, die haben sie dann doch weiter genommen. Meine Mutter wollte sie vor paar Monaten nach 5 Jahren auch absetzen, weil sie sie nicht mehr unbedingt braucht. Aber sie nahm sie dann auch weiter, weil sie nur noch Puls über 100 hatte (raucht nicht, trinkt keinen Kaffee).

Auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird, ich denke, Betas können irgendwo schon abhängig machen.

#6


jadi
ich nehme nur 5mg...die sollen keine absetzschwierigkeiten machen....na malgucken...ich vermute deine mum hat ne höhere dosis?

#7


C
Ja 50 mg Metoprolol hat sie genommen. Kommt aber auch auf das Medikament an. Beloc, Metoprolol oder Nebivolol sind ja von der Dosis her völlig verschieden. Da kann man 10 mg Nebivilol von der Wirkung her mit 50 mg Metoprolol vergleichen.

Wovon nimmst Du denn 5 mg?

#8


jadi
ich nehme metohexal ist das gleiche wie Metoprolol nur andere firma davon halt 5mg jeden tag 1x

#9


C
5 mg Meto? Das ist ja nichts.

#10


jadi
doch crazy wir die den BD und puls nur angstbedingt haben merken davon was.........und wenns nur einbildung ist............siehste und ich denke mit dem absetzen wirds da keine probs geben....

#11


C
Neee, bei 5 mg wird es keine Probleme geben. Bist Du sicher mit den 5 mg? Die kleinste MetoHexal hat doch 50 mg und dann teilst Du dir durch 10?

#12


jadi
jepp teile die....hab nen pillenschneider...weiss in etwa schwankt auch mal..

#13


C
Achso. So einen Pillenschneider hab ich auch.

#14


jadi
jo ganz praktisch aber ich nehm den nur für medis....

#15


C
Ähm..., wozu auch sonst?

#16


jadi
ähmmm....ja recht haste

#17

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Naranja33
MeinProblem ist halt wirklich, daß der bescheuerte Blutdruck von einen auf den anderen Tag quasi mehr oder weniger dauerhaft um 140 oder 150 war.
Dann eben diese besagte Mediphobie, ich soll 2,5mg nehmen von Concor(weiß nu nicht welcher Betablocker das ist), doch wenn man die Packungsbeilage liest-Horror. Vorallem vor Schwindel und einem zu niedrigen Puls habe ich Angst, ach ja und ne leichte Asthma Form habe ich, doch das weiß der Arzt.
Ich weiß nicht wie ich mich da ran trauen soll. Wär ja super wenn ich davon nix merken würde, doch wenn die Pille unten ist, beobachte ich mich soooooooooooo genau, da check ich alles. Weiß Jemand wie oder warum die Ärzte so ein kurzes Belastungs EKG als Ausschlußdiagnose nehmen können?
LG
Andrea

#18


K
Ich weiß nicht ob Du es überlesen hast,aber versuch mal die Sedariston.Die sind Pflanzlich haben keine Nebenwirkung.Ich nehme die weil Ich genau wie Du diese Angst vor Medis habe wegen den Nebenwirkung.
LG Kerstin

#19


Naranja33
Huh liebe Kerstin
doch, das habe ich gelesen, habe diesewirkstoffe, Baldrain und Melisse als andere Tabletten, doch es hilft mir leider nicht so wirklich. Trotzdem Danke.

#20


A


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