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Hallo,
Ich habe es wie gesagt auch jedes Mal bis ins Detail gefragt. Dann viel mir zuhause noch eine Frage ein und ich habe weiter gegoogelt.
Aber irgendwann habe ich es geglaubt und es hat meine Gedanken dann " entmachtet ".
Ich habe auch ein Medikament dazu genommen. Wirklich niedrig dosiert.
Meine Therapeutin hat dann aber ab einen gewissen Punkt gesagt, das sie es mir nicht mehr bestätigen wird , das ich keine Psychose habe.
Es hat dann "Klick" gemacht. Als wurde ein Schalter umgelegt. Was glaubst Du was ich alles gelesen habe. Ich habe selbst in Foren gelesen. Und mir viel Wissen über die Krankheit angeeignet.
Auch ich fürchtete diese Krankheit ganz massiv. Letzen Endes , immer wenn ich in diesen Strudel der massiven Gedanken drin war, hatte ich eine Depression, mit Zwangsgedanken und Hypochondrie habe ich.
Als Tip kann ich Dir geben, was mir geholfen hat.
Die Gedanken die Dir solche Angst machen , schreib sie auf, denke sie immer wieder, bis sie Dir zu den Ohren rauskommen.
Versuche sie rückwärts zu denken. Nehme sie auf , höre sie an. Flüchte nicht davor.
Hake die Psychose ab, ich kann Dir versprechen Du HAST KEINE.
Es sind Deine starken Krankheitsängste die sich jetzt auf die Psychose fixiert haben.
Ich habe auch starke Ängste vor Krankheiten, aber die Angst vor der Psychose, dieses unberechenbare, was alles passieren kann, das man bis zum Ende seines Lebens sabbernd in der Gummizelle sitzt.....usw.
Es ist so allerdings nicht die Realität, ich habe viel mit Menschen zu tun die an einer Psychose erkrankt sind und die haben wirklich ganz andere Gedanken.
Letzen Endes muss man aber damit lernen, das niemand einem die 100 % gige Sicherheit bieten kann . So ist das Leben.
Nochmal zu dem Medikamenten , vielleicht solltest Du wirklich überlegen ein niedrig dosiertes Medikament zu nehmen.
Ich habe bis zu meinen 35 Lebensjahr auch nie was genommen.
Nehmen die Gedanken dich den ganzen Tag gefangen? Kannst du deinem Alltag nachgehen? Hast du täglich Panikattacken durch diese Gedanken? Kannst Du raus gehen ? Wie sehr quält Du Dich?
Als ich wirklich am Ende war und ich war sicher ich habe eine Psychose, ging es mir so schlecht, das ich als zittertes Bündel in die Akutklinik gefahren bin und gebeten habe mich aufzunehmen. Nach zwei bis drei Wochen war ich frei von diesen Gedanken, das war für mich ein Segen.
Ich nehme jetzt nur noch die niedrigste Dosis 10 mg und das ist wirklich in Ordnung für mich.
Zur Zeit geht es mir gut und ich kann über Psychosen auch lesen ohne die Symptome bei mir zu suchen.
Sicher geht es auch ohne Medi, aber es dauert länger und nur mit einer guten Therapie/ Klinik.
Das war ein langer Text. Aber Du solltest nochmal mit Deiner Therapeutin sprechen, vielleicht ist sie nicht die richtige? Was gibt sie Dir für Handwerkszeug für den Alltag mit , was sollst Du tun wenn diese Gedanken kommen ?
Am besten wäre eine Verhaltens Therapie.
Hast Du eventuell Altlasten die aufgearbeitet werden müssen ?
Lg