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Pusteblume86

Pusteblume86
Mitglied

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Geht es euch auch so das uhr durch die Ängste kognitiv sehr unbewusst seid? Ich kann mir kaum noch was merken, bin mit kleinsten Aufgaben überfordert uns kann nix gleichzeitig was mich geistig fordert. Bin 36 also normal ist das nicht. Hängt das mit den Ängsten zusammen? Bin seit einem halben Jahr etwa ganz tief wieder drin und den ganzen Tag mit Krankheiten beschäftigt (seit September Mal wieder als angst). Habe 4 Kinder und das Gefühl ich werde ihnen geistug überhaupt ne mehr gerecht wisst ihr was ich meine? Zeug organisieren oder so kann ich nur wenn ich jedes Detail systematisch aufschreibe.

25.02.2023 x 7 #1


78 Antworten ↓
F

Flame
Gast

Zitat von Windy:
Einen ganz ähnlichen Gedanken hatte ich auch gerade. Der Ausweg aus dieser Stressspirale ist nur aktive Entspannung und aktiv Positives gegen die kognitive Dauernegativität einzusetzen. Da sich das alles über einen langen Zeitraum aufgebaut und gefestigt hat, dauert es mindestens genauso lange, bis man da dann wieder raus ist. Meditation bietet beides, auch Atemübungen sind für mich sehr hilfreich, weil ich darüber das Sympathikus und Parasympathikus direkt ansprechen kann.

Da kann ich absolut zustimmen!

Atemübungen sind super,man brauch zwar ein Weilchen bis man "raus hat",wie die Atmung helfen kann aber das setze ich auch gerne ein in Stressituationen.
Ist zunächst Übungssache aber hilft tatsächlich.

Meditation mag ich auch,wobei ich (besonders in Krisenzeiten) eher zu geführten Meditationen rate,zumal die Gedanken sonst in ungesunde Gefilde abdriften können.

Es gibt ja auch noch andere Entspannungsmethoden,da hat so jeder seins.
Entspannung nach Jacobsen,Autogenes Training,Meditation,Yoga u.s.w.,da gibt es schon schönes Sachen und mit der Zeit findet man für sich heraus,was am besten passt.

Es gibt auch Betroffene,denen solche Methoden nicht helfen,die powern sich lieber beim Sport aus oder gehen ihrem Hobbie nach.

Alles,was hilft ,ist gut.

29.12.2022 22:40 • x 1 #47


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Senil durch Ängste?

x 3


F

Flame
Gast

Zitat von Pusteblume86:
Erstmal die Erkenntnis das es durch die Angst ist?

Genau und dann kann man gezielte Maßnahmen ergreifen.

Drei Säulen gibt es da:

- Verhaltenstherapie (dazu ruft man bei der Krankenkasse an und bittet um eine Liste von
Verhaltenstherapeuten in der Umgebung)
- Medikamentöse Unterstützung (dazu vereinbart man einen Termin bei einem Psychiater in der
Umgebung)
- Selbsthilfe (z.B. eine Selbsthilfegruppe aufsuchen und/oder sich Bücher über die eigene
Erkrankung bestellen und darüber immer mehr über die Krankheit zu erfahren und schliesslich
auch,wie man lernen kann,damit umzugehen)

Ich verlinke Dir dazu direkt mal was,damit hab ich seiner Zeit angefangen.

Der Begründer dieses Forums und seine Frau haben es geschrieben und es ist sehr verständlich
und hilfreich formuliert:

https://www.amazon.de/Gef%C3%BChle-vers...454&sr=8-1

29.12.2022 23:17 • x 4 #61


Zum Beitrag im Thema ↓


Pusteblume86
Nicht unbewusst sondern eingeschränkt

x 1 #2


NaFu
Ja geht mir absolut genau so. Und ich hab nur mich und meinen Kater zu versorgen und bin damir schon tatsächlich überfordert oftmals. Meine Stress Resilienz ist ganz weit unten, sprich, ich bin schnell gereizt und komme an meine Grenzen. Ich war schon immer ein vergesslicher Mensch, aber seit der Angsterkrankung ist es auch extrem geworden.
Aber ich denke, das ist auch normal. Was für andere simpler Alltag ist, ist für uns einfach schon anstrengend, energieraubend und kräftezehrend. Damit wir so funktionieren, müssen wir einiges einstecken, vor allem halt mental. Dazu die ganze Zeit die Angstgedanken - da bleibt kaum noch Raum für den normalen Alltagswahnsinn. 😅 Echt schlimm manchmal.

x 6 #3


E
@Pusteblume86
Ja, das geht mir auch so.
Früher war ich Multitasking und seit ich diese Als Befürchtung habe bin ich total vergesslich, bin mit vielen organisatorischen Dingen überfordert.
Verlege auch häufig Dinge.

x 3 #4


Grashüpfer
Ich kenne diese Einschränkungen leider auch nur zu gut. Mein Gedächtnis ist extrem schlecht geworden. Früher hatte ich ein sehr gutes Gedächtnis. Höre ich neue Dinge, die ich mir merken müsste, auch im Zusammenhang, kann ich nur einen Bruchteil behalten und muss alles aufschreiben. To Do s muss ich detailliert aufschreiben. Und mir fällt schon seit langem auf, dass ich kaum noch Fantasie und Kreativität habe. Ich sehne mich nach progressiven und kreativen Gedanken und Denkprozessen, Arbeit für für mein Hirn, und dass es vor allem von alleine gute Gedanken entwickelt. Das vermisse ich sehr und diese Gedankenarmut macht mich auch als Mensch ärmer.

x 4 #5


E
@Grashüpfer
Das hast du auch für mich passend formuliert 😊

x 1 #6


Grashüpfer
Danke @Majorie, das freut mich. 🙂
Glaubt ihr, dass das Denken irgendwann zurückkehren kann und das Hirn wieder aktiver wird?

x 1 #7


E
@Grashüpfer
Ja schon.
Wenn die Angst verschwindet, kein Stress mehr ist und man zur Ruhe kommt...dann gewiss 🍀

x 2 #8


Moelli80
Geht mir nicht anders.
Manchmal weiss ich noch nicht mal mehr, welcher Tag gerade ist.
Meine Frau erzählt mir was und 5 min später weiss ich davon nichts mehr.
Auch allgemeine Sachen, frag bei Ihr nach, an welchen Weihnachtstag es zu Ihrer Mutter geht. Das hab ich dir gestern doch schon gesagt.
Manchmal dachte ich auch schon, so langsam bekomme ich Alzheimer 😅
Auf zuviel kann ich mich auch nicht konzentrieren.
Gibt aber auch bessere Tage und da funktioniere ich. Sind die Tage die mal ohne Ängste und Sorgen sind.
Denke, man ist zu oft abgelenkt von seinen Symptomen und Ängsten, dass man da halt sehr vergesslich wird.

x 2 #9


Mondkatze
Ich kann mich da direkt mal anschließen.
Furchtbar, vergesse viel, suche ständig was, weiß nicht mehr wo ich was hingelegt habe, obwohl ich mir denke: ich lege das Teil genau da hin, denn hier finde ich es leicht wieder.
Fühle mich schnell überfordert mit einfachsten Dingen, reizüberflutet.

x 3 #10


Leben-mit-Angst
Mir geht es leider auch so und das wiederum macht mir noch mehr Angst. Ich kann an nichts anderes mehr denken und mach mich total verrückt, das das die ersten Anzeichen für Demenz sein könnten. Es ist furchtbar. 😢Meine einzige Hoffnung (die aber immer weniger wird) ist, das sich das irgendwann - wenn ich meine Angst einigermaßen im Griff habe - wieder bessert...

x 3 #11


Pusteblume86
Vielen Dank für eure vielen Antworten. Das geht mir auch so mir macht das total Angst zusätzlich. Hab dann auch die totale Reizüberflutung.gerade wenn ich einkaufen muss, das ist ne Situation mit der komm ich kaum noch klar. Macht keinen Spaß mehr. Um nur eine Situation von vielen zu nennen.

x 2 #12


Minime
Alles was hier steht kann ich so unterschreiben. In Stress- und Angstphasen bin ich auch meilenweit neben der Spur. Ich vergesse alles, verlege alles, such ständig was und zwar, bis ich vergessen habe was ich eigentlich warum suche. Es ist echt ein Elend, aber das geht wieder vorbei und ist nichts Schlimmes, höchstes sehr sehr lästig.

x 3 #13


I
Zitat von Pusteblume86:
Ich kann mir kaum noch was merken, bin mit kleinsten Aufgaben überfordert uns kann nix gleichzeitig was mich geistig fordert.

Geht mir auch so, aber nicht wegen der Ängste. Ich glaube fast, das liegt am Alter oder jetzt gerade an den Wechseljahren, ist mir aber egal. Wichtiges schreibe ich mir auf. Gleichzeitig kann ich schon lang nichts mehr machen.

x 2 #14


B
Geht mir genauso. Und durch die diffusen Ängste, fällt es mir sehr schwer an irgendeiner Sache dranzubleiben. Und die Digitalisierung, durch die sich viele Abläufe ändern, macht mich ganz kirre.

x 2 #15


Grashüpfer
Ich glaube schon, dass alles, was wir hier an Beobachtungen schildern, mit der Belastung durch Ängste in direktem Zusammenhang steht und sie Folgen für unsere kognitiven Fähigkeiten haben.
Manchmal denke ich, ich werde dement, und das ist schon beängstigend. An Tagen, an denen es einem schlecht geht, ist ja dann besonders schlimm, wie einige ja schon beschrieben haben. Ich habe große Angst davor, dass diese kognitiven Einschränkungen eine Demenz wirklich begünstigen können. Die Vorstellung ist so gruselig!
Ich leide schon seit vielen Jahren unter Ängsten und Stress. Ich hab aber das Gefühl, dass Angst und Stress über viele Jahre hinweg das Hirn irgendwie "auslaugen". Als sei es dauerhaft nicht mehr zu beweglichen Gedanken, Gedankenfülle und progressiven Denken und Fantasie in der Lage. So empfinde ich es. Auch wenn es mir gut geht, ist das Hirn nicht mehr zu den Leistungen oder Kreativität fähig wie früher. Auch die Lust, Dinge zu tun oder Neues zu lernen, fehlt. Geht es euch auch so?

x 3 #16


Pusteblume86
Ja des sehe ich auch so bzw geht es mir so, glaube vieles hat aber auch mit der Veränderung der Gesellschaft zu tun, mir der Schnelllebigkeit und den massiven Anforderungen die in der heutigen Zeit an einen gestellt werden. Denke mit dement hat das wenig zu tun man ist einfach mit reizen und Anforderungen überfordert und kann weder Gedanken noch Tätigkeiten sinnvoll sortieren oder durchführen. Man wird ja nicht vergesslich in dem Sinne es ist nur einfach alles zu viel um es zu verarbeiten. Also so empfinde ich das zumindest.

x 3 #17

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F
Zitat von Grashüpfer:
Manchmal denke ich, ich werde dement,

Das geht mir auch manchmal so.

Wenn man ein Kind oder sogar mehrere hat,kommt erschwerend hinzu,dass man kaum mal was in Ruhe zuende führen kann.
Geschweige denn mal einen Gedanken in Ruhe zuende denken kann also kaum Gelegenheit,sich mal zu sortieren innerlich.
Ich hab zwar selbst keine Kinder,beobachte es aber an Familien mit Kindern.

x 1 #18


S
So geht es mir auch, vor allem, wenn man wieder mal in einem Tief steckt. Komme mir so einfallslos, innerlich tot und sogar dumm vor, weil mir geistige Anforderungen anstrengend geworden sind. Es fällt mir dann schwer mich für irgendwas zu begeistern. Ist man einmal in diesem Strudel mit Krankheiten/ Symptomen und diesen ganzen Zwängen beschäftigt, dann ist das so schwer das zu unterbrechen. Schäme mich dann auch richtig, dass ich so geworden bin, weil ich mir mit 25 solche Sorgen und Gedanken mache, die man eher so hat, wenn man 70 ist (natürlich will ich jetzt keine 70 Jährigen pauschalisieren, aber nur mal so als Verständnis Very Happy ) und die Tage ziehen nur so vorbei.

x 5 #19


Windy
Das liegt daran, dass das Gehirn durch Stress geschädigt wird und Angst ist die stärkste Form von Stress, es kommt zu neurodegenerativen Prozessen, die durch Entspannung in ihrem Fortschritt unterbrochen werden können, aber was bis dahin zu Grunde gegangen ist, bekommt man auch nicht wieder zurück. Hab mich damit abgefunden, dass ich mit dem was mir noch geblieben ist, lediglich erhalten kann, durch Zufuhr der notwendigen Nährtoffe und viel Entspannung.

https://www.stress-auszeit.ch/wie-dauer...eraendert/

x 4 #20


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Dr. Matthias Nagel
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