App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

25

H

Hope4
Mitglied

Beiträge:
2
Danke erhalten:
1
Mitglied seit:
Sammelthema
Ich bin 35 alt und leide plötzlich an Panikattacken. Alles fing bei mir vor etwa einem halben Jahr an. Ich war bei meinen Eltern zu Besuch und hatte plötzlich die Symptome eines Herzinfarktes. Mein Hals zog sich zu, starke Schmerzen in der Brust und die Beine wurden weich. Meine Eltern haben natürlich den Notarzt alamiert und ich wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ich muß dazu sagen, dass ich seit ca. 17 Jahren Hypertoniker bin und medikamentös gegen Bluthochdruck behandelt werde. Im Krankenhaus konnte aber kein Herzproblem diagnostiziert werden und ich wurde noch eine Woche lang stationär durchgecheckt. Als Ergebnis teilte man mir mit, dass ich organisch 100% gesund sei. So wurde ich entlassen und hatte ein halbes Jahr, bis vor ca.3 Wochen keine Probleme. Ich war in der Stadt unterwegs, bekam plötzlich wieder die gleichen Symptome und ich dachte mein letztes Stündlein hätte geschlagen. Einlieferung ins Krankenhaus, 1 Woche Aufenthalt und wieder kein Ergebnis bezüglich einer organischen Erkrankung. Nach der Entlassung hatte ich aber nur noch 1 Woche Ruhe und die Symptome traten plötzlich wieder auf. Mittlerweile versuche ich die Angst zu ignorieren und ruhig zu atmen, bis der Anfall vorbei ist. Mein Hausarzt hat mich zum Neurologen geschickt, welcher mir Sertralin verschrieben hat. Nur macht es Sinn ein Antidepressiva bei Panikattacken einzusetzen? Auf eine Psychotherapie müßte ich laut des Neurologen ca. 7-8 Monate warten.

Hope

18.02.2024 x 1 #1


68 Antworten ↓
PeterPanic

PeterPanic
Mitglied

Beiträge:
5
Themen:
1
Danke erhalten:
11
Mitglied seit:
Ich habe im Anschluss noch ein Herz-MRT machen lassen. Ein Herzinfarkt konnte ausgeschlossen werden. Panikattacken können sich also definitiv SO schlimm anfühlen, ohne dass man sich kurzfristig selbst schadet.

Mittlerweile habe ich seit 3 Wochen keine Panikattacken mehr und stehe wieder voll im Leben. Meine Therapeutin hat mir geraten meine Erfahrungen dennoch zu teilen. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens und ich hoffe so sehr, dass alles so bleibt wie es gerade ist. Mittlerweile möchte ich auch gern anderen helfen, die solche schlimmen Erfahrungen machen mussten. Und vielleicht eine Gruppe gründen, in der man sich austauschen kann.

Meine Tipps:

1. Immer davon ausgehen, dass es eine Panikattacke und nichts schlimmeres ist.

2. Hilfsmittel für akute PA finden
Am besten hilft es mir hier von 1bis x. zu zählen und mir dabei die Zahlen bildlich vorzustellen. Zusätzlich könnt ihr Daumen und Zeigefinger aneinander pressen. Ziel ist es angstgetriebene Zwangsgedanken vollständig auszublenden, bis das Adrenalin abgebaut ist und man wieder normal denken kann. Außerdem hilft mir eine tiefe Bauchatmung sehr.

3. Psychotherapie
Hat mir sehr geholfen zu erkennen, dass es ein Psychisches Problem ist. Zwangsgedanken und Perfektionismus plagen mich auch in anderen Lebensbereichen.

4. Chancen bewusst werden
Ich habe leider absolut mein Gefühl dafür verloren, wie unwahrscheinlich es ist, dass mich im jungen Alter so etwas ereilt.

5. den Alten Optimismus wiederfinden!
Man kann so viele Krankheiten bekommen, es kann so viel passieren - aber Dir wird das einfach nicht passieren. Es ist es nicht wert auch nur mit solchen Gedanken auch nur eine Sekunde zu verschwenden. Weißt Du noch wie sorgenfrei du mit 12 aus dem Bett gesprungen bist und dich auf den Tag gefreut hast? Diesen Optimismus brauchst du.

6. Körperliche Symptome nicht überbewerten
Wenn Euch ein Arzt sagt, dass Eure Symptome keine organischen Ursachen haben, bewertet diese nicht über. Ich hatte dauerhaft schlimme und auch ertastbare Muskelknoten im Brustbereich. Diese können durch dauerhafte Anspannung und hypervent.-Atmung entstehen.

7. Andere Ursachen ergründen
Ich wusste nicht wo es herkommt und wollte deshalb alle möglichen Wege ergründen, um Panikattacken und Dauerangst zu überwinden. Geht z.B. mal zu einem Chiropraktiker, wenn ihr gleichzeitig auch Rückenbeschwerden oder generell eine schlechte Haltung habt.

Informiert Euch, was im Körper passiert bei Panik.
Es gibt sehr gute informative Videos dazu auf YouTube. Mir haben die Videos von Peter Beer sehr geholfen. Er zeigt, dass Angst eine natürliche Reaktion des Körpers ist. Adrenalin ruft all diese schlimmen, unangenehmen Symptome hervor. Ihr könnt auch nicht mehr klar denken unter Adrenalin.

8. Macht Sport!
Joggen hat mir unheimlich geholfen, meinem Körper wieder mehr zu vertrauen. Am Anfang konnte ich nur 1min durchhalten (wegen erneuter Panik). Mittlerweile bin ich leistungsfähiger denn je.

9. Wenn möglich auf Medikamente verzichten
Glaubt mir und an Euch, ihr könnt das auch ohne die Tabletten schaffen.

10. Findet Eure Leidenschaft.
Es fällt teilweise schwer bei Angst vor der Angst nicht daran zu denken. Aber wenn Ihr etwas erfüllendes findet, müsst ihr immer weniger und seltener daran denken.

11. Findet Wege negative Gedanken / Zwangsgedanken zu stoppen
Ich habe seit einer Weile schon keine Panikattacken mehr, aber habe trotzdem oft Gedanken, die mich dazu treiben würden, wenn ich mich nicht aktiv dagegen wehre.

12. Traut euch langsam in Situationen in denen Ihr Panik befürchtet, seid mutig!
Ich musste mich hier auch sehr langsam wieder an das soziale Leben rantasten. Erst war es schon schwer einkaufen zu gehen - im Park joggen zu gehen, mich mit Freunden zu treffen - wieder zu studieren und arbeiten zu gehen. Traut Euch nach und nach immer mehr zu. Ich verspreche Euch, nach dem ersten Mal wird es immer einfacher.

13. Habt Geduld.
Es dauert leider wirklich eine ganze Weile, bis die Angstzustände verschwinden oder erträglich mild werden. Aber es ist möglich und wird passieren. Lasst Euch Zeit, auch ein Rückfall ist absolut in Ordnung und nur eine Erfahrung mehr.

14. Viel Schlaf, gesunder Lebensstil, Leben langsam in den Griff bekommen, wenn es Euch etwas besser geht.

15. Alles ist in Ordnung.
Meditation und bewusste, neue Sichtweisen auf das Leben und den Tod haben mir geholfen, den Lauf der Dinge zu akzeptieren.

16. Hypnose über YouTube!
"Ängste und Unwohlsein lösen" auf YouTube hat mir unheimlich geholfen, wieder besser zu schlafen und endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen.

17. Mit ausgewählten Leuten darüber sprechen.
Für mich war es manchmal angenehmer die Leute vorzuwarnen, dass ich PA hatte (Ärzte, enger Freundeskreis). Besonders am Anfang. Oft kam ich aber auch besser klar, wenn ich es nicht erzählt habe. Ich habe es als Herausforderung gesehen, in der Situation zu bleiben. Am Anfang der sicheren Option jederzeit gehen zu können. Auch das erfordert Übung.

18. Es ist möglich Panikattacken zu überwinden und ich bin gesund.
Egal was andere sagen, glaubt ganz fest daran und findet die Innere Stärke daran zu glauben.

19. Lasst die Panikattacken aus Eurem Leben verschwinden
Redet bewusst immer und immer weniger mit Freunden und Familie darüber. Auch wenn Ihr gerade wieder einen Rückfall hattet, schenkt dem ganzen einfach nicht zu viel Beachtung und Gewicht.

20. Tragt Eure Erfahrungen nach außen, anderen könnte es helfen.

09.07.2020 22:26 • x 7 #35


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Panikattacke oder Herzinfarkt?

x 3


PeterPanic

PeterPanic
Mitglied

Beiträge:
5
Themen:
1
Danke erhalten:
11
Mitglied seit:
Ich bin erst 23. Eigentlich noch kein Grund sich vor einem Herzinfarkt zu fürchten. Oder doch?

Alles fing an mit einer Grippe. Ich fühlte mich 4 Tage sehr schlecht mit durchgängig 39,5 Fieber. Danach ging es wandern mit Freunden und es wurde viel getrunken, ich war noch nicht wirklich wieder gesund. Mir wurde vorher vom Arzt gesagt, dass ich mich schonen sollte, weil ich mir eine Herzmuskelentzündung durch den viralen Infekt einfangen könnten. Das tat ich nicht und auf der Rückfahrt verspürte ich ein starkes Stechen in der Brust. Ich fuhr direkt in die Notaufnahme. Es wurde nichts organisches festgestellt (EKG, Herzultraschall). Ein Bluttest danach gab mir die Gewissheit, keine Herzmuskelentzündung zu haben. Ich war kurzzeitig beruhigt, fing aber zeitgleich an immer öfter meinen Puls umd Blutdruck zu kontrollieren. Diese waren immer zu hoch, unregelmäßig. Tut euch den Gefallen und fangt nie an darauf zu achten was euer Herz macht.

Dann war es wieder da. Als ich meinen Puls an einem Tag immer wieder per App kontrollierte, wurde er immer schneller. Zusätzlich zur Tarykardie wurden mir Rythmusstörungen angezeigt. Auf einmal verspürte ich wieder einen starken stechenden Schmerz in der Brust. Ich dachte jetzt passiert es. Panisch rannte ich aus dem Zimmer, das Atmen fiel mir schwer und ich dachte ich falle gleich um. Ich lief direkt zur Notaufnahme, die quasi um die Ecke ist. Währenddessen ging es mit sehr schlecht, ich hatte fortlaufend Schmerzen und ein Beklemmungsgefühl. Ich konnte mich kaum hinsetzen um zu warten in der Notaufnahme. Ich kam als nächster dran, da ich auch ihm sagte, wie ich mich fühle. Es wurden mehrere EKGs geschrieben, irgendwas ging immer schief. Mein Puls ging hoch bis 115, ich wurde immer unruhiger weil ich dachte es ist etwas schlimmes. Aber es wurde nichts gefunden. Erneut wurde ein Bluttest und Herz und Lunge geröntgt, nichts zu finden. Erschöpft, verwirrt, aber irgendwie auch entspannt und beruhigt verließ ich die Klinik und berichtete meiner Hausärztin. Eine mögliche psychische Ursache war schon im Gespräch.

Doch ich hatte immer wieder körperliche Beschwerden. Schon zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich leichte Panikattacken, wurde z.B. mitten in der Nacht wach mit Herzrasen. Zusätzlich oft in Situationen in denen ich nicht flüchten konnte (Kasse, Arzt, Konzerte,). Ich hatte ein Engegefühl in der Brust und verspürte dauerhaft großen Druck auf dem Oberbauch. Teilweise konnte ich mich nur beruhigen, indem ich mir dauerhaft auf einen Triggerpunkt links auf dem Bauch drückte. Ich meidete schon erste Situationen, die mein Herz überlasten könnten. Tat ich es doch, war ich teilweise kurz davor panisch weg zu rennen. Ich hatte immer öfter das Gefühl das irgendetwas nicht stimmt, es kam mir surreal vor. Ich dachte bald sterben zu müssen. Besonders wenn ich müde, krank oder geschwächt war. Mir kamen Gedanken wie mein Herz würde einfach stehen bleiben, meine Lunge würde versagen. Ich ließ zusätzlich EKG, Dauer EKG und Belastungs EKG durchführen. Es wurde nichts festgestellt, gesundes Herz. Letztendlich konnte ich mich damit für 1-2 Monate relativ beruhigen, indem ich mir sagte es wäre nur Roemheld-Syndrom und nicht schlimm. Mir ging es folgend wieder besser.

Ich rauchte wieder mehr, zog mich zurück und fühlt mich trotzdem immer mal wieder schlecht und todkrank (vor allem nach Alk.). Aber am nächsten Tag war es auch wieder weg. In diesem Zeitraum bildete ich mir auch ein Kehlkopfkrebs zu haben, bei einer Entzündung des Rachens, der Arzt konnte mich mit eventuell Reflux und Sodbrennen beruhigen. Ich sollte nochmal hin nach 2 Wochen, hatte dann aber keine Probleme mehr. Ich rauchte wieder und bewegte mich noch weniger. Dann kam Corona. Ich bewegte mich noch weniger, blieb fast nur in der Wohnung. Eine Erkältung interpretierte ich als Coronainfektion und bereitete mich wieder darauf vor zu sterben. Ich fühlte mich am Wohlsten in meiner Wohnung in der Nähe der Notfallklinik, falls meine Lunge versagt. Ich ließ einen Corona Test machen, negativ. Es war eine Erkältung. Danach interpretierte ich die ursprüngliche Grippe als Corona und dachte Herz oder Lunge wären soweit geschädigt, dass ich nun diese Symptome verspüre.

Ich fing langsam an tagsüber immer mal wieder ein B. zu trinken, um mich zu beruhigen, weil ich sonst dauerhaft das Gefühl hatte, irgendetwas stimmt nicht. Alle Schmerzen in der Brust und im Oberbauch gingen dann auch weg. Ich akzeptierte irgendwann, dass ich kein Corona hatte und schon meine Symptome wieder auf den Bauch, der mir tatsächlich dauerhaft Probleme machte (Durchfall, Blähungen, Füllegefühl). Aber darin sah ich keine Lebensgefahr, soweit war wieder alles in Ordnung für mich. Ich trank am Wochenende nicht mehr exzessiv und rauchte weniger, aber behielt einen konstanten Pegel immer wenn ich mich unsicher fühlte. Dann fing es an, dass ich teilweise mit Atemnot aufwachte und mich immer öfter mal sehr schlecht fühlte. Ich konnte mich immer weniger konzentrieren und fühlte mich schon lange nicht mehr körperlich Leistungsfähig. 1mal pro Woche fuhr ich noch Fahrrad, aber dabei hatte ich immer schon Angst ich könnte Herz oder Lunge überfordern. Mir ging es immer schlechter.

Eines Abends hatte ich seit Ewigkeiten mal wieder 3 Züge Gras geraucht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schlimme Bauchkrämpfe und Durchfall. Ich sagte meinen Freunden aber bereits, dass ich bei Krankheiten dazu neige zu übertreiben. Ein Kumpel meinte das Gras beruhigt mich und lässt mich endlich mal entspannen. Das Gegenteil trat ein, ich hatte die bis dahin schlimmste Panikattacke. Obwohl mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst war, dass es eine Panikattacke ist. Ich dachte nur, ich verliere den Verstand. Mein Herz raste und immer wenn ich darauf achtete, wurde es schnellern und verkrampfte. Ich musste weg, stürmte aus der Wohnung, konnte nicht mal mehr auf die anderen warten denen ich nur noch kurz Bescheid sagte, dass es mir nicht gut gehe. Einer kam hinterher, ich war schon weg. Ich musste alles tun, um mich nicht auf mein Herz zu fokussieren. Mit absoluter geistiger Verwirrung ging ich 1,5h lang durch die Gegend und versuchte mich irgendwie wieder ins Hier und jetzt zu holen, mit Atemübungen und meiner Lieblingsmusik. Ich nahm an, ich habe den Verstand verloren und könnte mein Herz so zum Rasen bringen, dass ich sterben, nur wenn ich mich darauf konzentriere. Es war ein Albtraum. Langsam konnte ich mich beruhigen, ich sagte mir egal was das gerade war ist nur wegen der Grasrauschwirkung passiert. Das habe ich noch nie gut vertragen und neigte dazu die Kontrolle zu verlieren. Deshalb habe ich es auch fast nie mitgemacht im Gegensatz zu meinen Freunden. Ich schwor mir nie wieder zu *beep* und hatte mich wieder im Griff. Trotzdem hatte ich unendlich Angst vor dem Einschlafen, wie schon viele Nächte vorher (meist nur mit Kater).

Aber die Panik kam leider auch nüchtern am nächsten Tag nochmal wieder. Und auch am Montag. Ich trank wieder B. um mich zu beruhigen. Ich probierte bereits zu meditieren, was mir unendlich schwer fiel (still sitzen). Aber es hat funktioniert, danach konnte ich kurz wieder klar denken, ohne Angst. Aber nur kurz. Ich hasste die Stille immer mehr, beim Einschlafen musste immer der Fernseher laufen. Ich ging trotzdem noch arbeiten, aber konnte nicht mehr wirklich viel leisten, ich war damit beschäftigt zu versuchen nicht verrückt zu werden und mir das irgendwie alles realistisch zu erklären. Es ging aber nicht wirklich, ich hatte immer öfter das Gefühl etwas stimmt nicht. Ich machte eine Tour mit dem Fahrrad, hatte anfangs leicht brennende Schmerzen in der oberen Brust links und rechts, sowie zeitweise stechenden Schmerzen. Ich fühlte mich so leistungsfähig wie ein 60 Jähriger. Selbst übergewichtige, ältere Radfahrer überholten mich. Aber es wurde dann ein kleines bisschen besser, bis ich mal vom Weg abkam, wo mich keiner hätte retten können. Ich hatte immer wieder Angstschübe, ohne zu wissen dass es eine Angststörung sein könnte.

Einen Tag später belas ich mich ausgiebig zum Herztod und Herzinfarkt, weil ich zu dem Zeitpunkt fast dauerhaft merkte, dass etwas nicht stimmt und eine Ursache finden wollte. Herzinfarktpatienten würde schon lange vor dem Infarkt solche Zeichen haben, wie ich sie hatte Wie z.B. das Gefühl bald zu sterben, Brustschmerzen, weniger leistungs- und konzentrationsfähig. Ich war völlig ratlos, wartete aber auch auf ein Zeichen, weil ich gleichzeitig auch Angst hatte den Verstand zu verlieren.

Am gleichen Nachmittag wollte ich zu den Eltern fahren, da ich nicht mehr weiter wusste und merkte, dass mir das googeln und denken nicht gut tut. Ich bekam auf der Fahrt starkes Herzrasen und stechenden Brustschmerz. Ich fuhr in die Notaufnahme. Ich wusste nicht ob ich rein gehen sollte oder ob ich das mir einbilde. Ich ging noch eine Runde, es wurde nicht besser und ich ging rein. Bei der Aufnahme bereits 110 Puls. Dann schloss man mich ans EKG an, ich nahm bereits unregelmäßige Töne wahr. Der Assistent sagte: es schlägt ganz schön unregelmäßig. In diesem Moment realisierte ich, dass es wirklich mein Herz ist was gerade so unregelmäßig piept. Dann ging es los, ich verspürte sofort ein starkes Verkrampfen in der linken Brust. Das hatte ich noch nie empfunden. Kurz danach verspürte ich hinter dem Brustbein innerhalb von maximal 2 Sekunden etwas warmes, brennendes aufsteigen im Bereich Oberbauch/Brustbein bis Mitte Brust. Gleichzeitig hatte ich einen sehr komischen, bitteren Geschmack im Mund. Mein Puls ging hoch bis auf 155. Diesen Moment werde ich nie vergessen. Ich habe innerlich mit meinem Leben abgeschlossen und mich mit dem Herzinfarkt abgefunden. Ich wusste, ich löse das irgendwie selbst aus, immer wenn ich mich danach aufs Herz konzentrierte, merkte ich wie es wieder verkrampft. Dann habe ich ganz schnell wieder versucht an etwas anderes zu denken, weil ich dieses für mich extrem schlimme, brennende Aufsteigen nicht nochmal fühlen wollte. Das hat auch funktioniert. Die Ärztin sagt erst: ich glaube das war Vorhofflimmern, was wieder alle Alarmglocken in mir auslöste. Ich war todtraurig, aber das Brennen kam nicht nochmal. Dann schaute sie sich die währenddessen geschriebenen EKGs an, das eine mit 75 Schlägen/min und 2min später mit 155 Schlägen/min. Es war doch kein Flimmern, sondern einfach sehr schnelle, aber normale Sinus-Tarykardi. Im Herzultraschall wurde nichts gefunden. Der Bluttest gab auch keine Hinweise auf einen organischen Schaden.

ABER: diese Panikattacke war so schlimm für mich, ich habe immer noch ein Trauma davon und bilde mir oft ein, dass es doch ein nStemi Herzinfarkt war, den man nicht im EKG sieht. Weil ich zum ersten und einzigen Mal (auch bei vielen Traumapanikattacken danach) dieses schlimme Brennen nicht nochmal verspürte. Auch wenn es kein großer Infarkt gewesen wäre, ist es für mich einfach nur verstörend, wie ich mir selbst durch Panik so etwas herbei führen kann. Oder war es doch organisch und ich habe ein extrem sensitives, treffendes Bauchgefühl?

Habe ich Panikattacken, weil mein Herz nicht gesund ist? Habe ich Panikattacken, obwohl mein Herz gesund ist? Habe ich Panikattacken und habe ich mir in diesem Moment doch selbst einen Herzinfarkt hervorgerufen? Mein Kopf dreht sich hier immer wieder im Kreis. Ich will Klarheit, weiß aber, dass ich sie nie bekommen werde, weil man den vermeintlichen nStemi nur verlässlich >3h nach dem Infarkt nachweisen kann. Ich wurde aber schon eher mit Diagnose Sinustarykardie mit Verdacht auf Panikattacke entlassen. Ich äußerte gegenüber den Ärzten auch meine Herzängste, was ich teilweise auch ein wenig bereue.

Ich bin jetzt soweit, dass ich weiß dass es Panikattacken sind, obwohl mein Herz gesund war. Ich lese überall, man kann an Panikattacken nicht sterben. Aber ich glaube so fühlt sich das an. Ich könnte den Ärzten in meinem Angstmodus den Hals umdrehen, weil sie mich nicht da behalten haben und 3h nach dem vermeintlichen nStemi Infarkt per Troponin Bluttest schlimmeres ausschließen konnten. Denn diese Herzenzyme gehen erst nach ein paar Stunden nach oben. nStemi Infarkte müssen nicht im EKG Veränderungen aufweisen, auch im Herzultraschall kann es übersehen werden. Wenn ich jedoch mal ohne Angst klar darüber nachdenke, kann ich die Ärzte nur zu gut verstehen. Was zur Hölle will ein 23 hier mit einem Herzinfarkt. Die Chancen, dass selbst ein nStemi übersehen wird, sind gering. Gerade im Herzultraschall sieht man im Akutfall (bei mir nach 5min) zuverlässlich Schädigungen. Panik ist nicht tödlich. Das sehe ich jetzt so, weiß aber dass ich morgen wieder von vorn anfangen muss wie als hätte ich Demenz.

Wenn, dann war es wohl nur ein kleiner Infarkt. Aber auch das glaube ich nicht, wenn ich ohne Angst klar denken kann. In 2 Sekunden kann ja wohl nicht viel kaputt gehen. Ein normaler Infarkt verursacht länger als 30 Minuten vernichtende Schmerzen. Mein Referenzfall eines nStemi Infarktes der erst auch als Panikattacke wahrgenommen wurde aus dem Internet, der erst übersehen wurde und nur durch den Bluttest nachgewiesen werden konnte, bezieht sich auf eine 58 jährige Frau. Ihr Gefäße waren wirklich verengt (Herzinsuffizienz) und sie hatte vorher physische Schmerzen in den Füßen, konnte kaum gehen. Aber Fakt ist: ihr Infarkt wurde übersehen (EKG und Ultraschall unauffällig). Und ihr mussten 6 Stents eingesetzt werden, ein erheblicher, unentdeckter Herzschaden. Diese Angst, dass es das war, was ich auch erlebte, kommt immer und immer wieder. Es macht mich traurig, dass man diesen Infarkt nur im Bluttest nachweisen kann und es bei mir nicht ausgeschlossen werden konnte. Oft wache ich schweißgebadet mit Herzrasen auf und denke wieder an diesen schlimmsten Moment in meinem Leben.

Kurz nach dem vermeintlichen Infarkt war ich eigentlich nur damit beschäftigt zu versuchen nicht daran zu denken. Ich musste kurzzeitig Beruhigungstabletten nehmen. Ich wusste teilweise nicht mehr wirklich, wer ich bin und was ich so mache, so viel Angst hatte ich. Bei der Psychotherapie wurden mir endlich wirksame Mittel gegen aufsteigende Panikattacken gezeigt. Atmung, Muskelentspannung und allgemein nach außen zu denken. Mir wurden die Zusammenhänge klar ich habe meinen Verstand nicht verloren, sondern ich habe eine Angststörung, die mir über Unmengen an Adrenalin normales Denken verweigert. Ich bin dann im puren Überlebensmodus.

Es wurde 1 Woche danach nochmal ein EKG gemacht. 3 Wochen später ein Belastungs-EKG. Alles unauffällig. Außer dass ich immer bei den Untersuchungen wieder kurze Panikattacken mit 140 Puls hatte, aber wenigstens ohne dieses Brennen. Ich wusste das sind wirklich Panikattacken und konnte mich beruhigen. Wenn wirklich etwas schlimmes gewesen wäre, hätte man es spätestens jetzt nachweisen können müssen. Wieder lese ich, dass der Bluttest der einzige Weg ist es auszuschließen. Ich bin wieder verunsichert, ängstlich und traurig, mein Puls schlägt gefühlt schneller. Bereits nach einer Woche war es bereits zu spät für den Bluttest.

Aber ich achte nicht mehr auf meinen Puls. Immer wenn ich das mache, schlägt es unregelmäßig, der Angstkreislauf würde nur schlimmer werden. Das hat mich auch mindestens 3 Tage beschäftigt. Ich weiß, dass ich wirklich noch ernste Herz-Schäden davon trage, wenn ich nicht damit aufhöre mich verrückt zu machen. Ich suche nach Klarheit. Aber werde sie nicht bekommen, damit muss ich leben. Oder sterben?

Ich will noch nicht sterben, aber habe mich auch damit arangiert dass es okay ist, wenn es jetzt so weit sein sollte. Für jeden Tag der noch kommt, bin ich dankbar, ich versuche mich allen Situationen zu stellen und Ich rauche gar nicht mehr, gehe jeden Tag joggen und konnte mich von 5 Sekunden auf 2×15 Minuten durchlaufen steigern. Ich konnte am Anfang wirklich nur 5 Sekunden laufen, danach hatte ich wieder 160 Puls. Mir ist aufgefallen, dass meine Brustschmerzen aus schlimmen Muskelverspannungen resultieren. Bei einer Mass. wurden unzählige gerissene Muskelbänder im Brustkorbbereich ertastet und gelöst. Mir geht es schon viel besser und ich konnte schneller und länger joggen. Außerdem war meine Wirbelsäule absolut blockiert. Um mein Herz vermeintlich nicht noch mehr zu beengen, hatte ich mir eine sehr schlechte Haltung angewöhnt. Oft konnte ich nicht mal mehr tief einatmen ohne Schmerzen. Als sich die Dame auf meinen Rücken stellten, krachte es barbarisch und es war direkt danach die Rille der Wirbelsäule wieder sichtbar. Das trägt alles dazu bei, dass ich mich wieder wohler in meinem Körper fühle und wieder auf Kurs komme. Ich fühle mich mittlerweile wirklich teilweise wieder fitter als vor dem Trauma. Aber ich wache trotzdem oft noch direkt mit genereller Angst auf. Frage mich warum ich gerade Angst habe. Ich frage mich ist alles wieder so wie ganz früher, dann denke ich an den vermeintlichen Infarkt und bin traurig, bekomme Atemnot oder ähnliches. Es ist so undankbar, ich kämpfe trotzdem weiter. Im Laufe des Tages schaffe ich es dann durch Sport mich wieder relativ gut zu fühlen.

Ich hoffe, dass ich das Ereignis immer weiter verdrängen und entdramatisieren kann. Vor weiteren Panikattacken habe ich wenig Angst, da ich jetzt mit Atmung und Entspannung gegenwirken kann. Ich gehe jetzt generell immer davon aus, dass es eine Panikattacke ist und kein Infarkt. Wenn ich aufsteigende Verspannung verspüre, massiere ich meine Brust die dann teilweise ungewollt schon wieder angespannt ist. Meine Bauchbeschwerden werden auch langsam besser, oftmals/fast immer fangen die Panikattacken aber auch mit einem Drücken beim Einatmen an. Ich verspüre dann eine Brustenge, als würde der Magen auf mein Herz drücken und mein Herz zum Stolpern bringen. Dann atme ich unregelmäßig, traue mir nicht mehr tief einzuatmen und es stolpert wirklich und fängt an zu rasen. Das alles entsteht aber höchstwahrscheinlich auch nur durch die Angst. Wenn ich mich traue trotzdem tief einzuatmen und mir Zeit lasse beim Ausatmen, wird alles gut. Dabei balle ich meine Fäuste beim Einatmen und entspanne sie beim Ausatmen. Ist es noch ganz am Anfang der Anspannung reicht ein tiefer Ächzter wie Ohh (wie wenn einer beim Fußball knapp daneben schießt) und der Gedanke wie ich gerade einfach nur entspanne.

Mit diesem Text möchte ich einfach meine Erfahrungen mit dieser Angststörung niederschreiben. Ich weiß, dass ich mir alle Symptome irgendwie selbst erschaffe (durch dauerhafte Körperspannung, Adrenalin, ) und sie aber in Zukunft kontrollieren kann. Ich muss endlich akzeptieren, dass es nichts schlimmes war. Und selbst wenn, könnte ich es nicht ändern und muss das beste daraus machen. Ich sehe es als zweite Chance jetzt noch viel dankbarer für jeden einzelnen Tag zu sein und meine Ziele so schnell wie möglich zu erreichen.

Es ist vielleicht besser, wenn man sich im Leben niemals ernsthaft Gedanken um den Tod machen muss. Aber wenn man es einmal gemacht hat und sich bewusst ist, dass es wirklich jeden Tag einfach so vorbei sein kann, muss man wohl seinen Weg damit finden. Es fällt mir immer noch schwer zu entspannen, aber vielleicht wird das noch besser, wenn ich noch ein paar meiner Lebensziele erreicht habe. All die Fragen die ich mir stelle sind eigentlich völlig sinnlos und überflüssig, ich kann es sowieso nicht ändern. Ich hatte nur immer noch die Hoffnung, dass mir vielleicht noch jemand medizinisch helfen könnte, wenn mir doch ein Herzinfarkt bevorsteht oder damals bevor stand. Aber ich hab wirklich alles probiert, ich glaube es ist Zeit Ruhe zu geben und es zu akzeptieren, was es auch war.

Wenn die Ärzte es tatsächlich alle übersehen haben, dann ist es quasi wie ein ungewollter Lottogewinn. Es wäre traurig für mich, weil ich wirklich noch viel erreichen, erleben und sehen wollte. Aber ich würde auch den Ärzten und meinen Eltern keine Schuld geben, da ich definitiv eine Angst- und Panikstörung habe und mich auch für verrückt erklären würde.

Diese Herzphobie ist eine schlimme Sache und treibt einen wirklich in den Wahnsinn. Es ist ein Kampf gegen den eigenen Körper, den man nur verlieren kann. Dafür gebe ich aber auch mir nicht die Schuld. Ich habe nicht alles richtig gemacht, aber gut gelebt und unendlich viele schöne Momente erlebt. Es kann nicht das Ziel sein immer alles richtig zu machen. Es geht darum zu erkennen, dass es falsch war. Ich bereue meine Fehler und hoffe Gott vergibt mir meine Sünden und dass ich nochmal in einem neuen Körper weiterleben darf, wenn ich, wann auch immer, sterben muss.

09.07.2020 20:27 • x 2 #34


Zum Beitrag im Thema ↓


K
Hallo, willkommen hier

Sertralin oder andere Antidepressiva's werden in der Regel eingesetzt bei Angst/Panik und helfen auch sehr gut. Dauert vielleicht 3-6 Wochen bis sie richtig wirken, aber helfen tuen sie allermal. Habe selber einige Monate Sertralin genommen und kam sehr gut damit zurecht.
Die Symptome können sich in der ersten Zeit verschlechtern, was aber kein Grund sein sollte sie gleich abzusetzen.

#2


M
hallo ihr!
ich nehme zur zeit auch sertralin und bei mir waren die ersten 2 tage sehr schlimm. das medikament musste sich erstmal einschleichen und da waren die symptome die ersten tage sehr stark!
aber da muss man sich durchkämpfen und danach geht es einem wirklich besser!

eine psychotherapie MUSS man aber machen!!


liebe grüße carina

#3


H
Zitat von Milko:
hallo ihr!
ich nehme zur zeit auch sertralin und bei mir waren die ersten 2 tage sehr schlimm. das medikament musste sich erstmal einschleichen und da waren die symptome die ersten tage sehr stark!
aber da muss man sich durchkämpfen und danach geht es einem wirklich besser!
eine psychotherapie MUSS man aber machen!!


Also muss ich damit rechnen, dass die Attacken nach der Einnahme von Sertralin in den ersten Tagen noch zunehmen? Ich wollte eigentlich ganz ohne Medikamente auskommen. Da man aber laut des Neurologen in der Regel, erst in ca. 8 Monaten von der Krankenkasse eine Psychotherapie genehmigt bekommt, muss ich wohl in den sauren Apfel der Medikamenteneinnahme beissen.

Hope4

#4


ZZerRburRuSs
Hi

Ich weiss nicht was dein Neurologe dir da erzählt ?!?
7-8 Monate auf eune Therapie warten ?
Das hängt wohl alleine davon ab wann du dich bei Therapeuten auf die Warteliste setzen lässt und wie voll diese ist .

Such dir am besten eine Liste mit Therapeuten in deiner Nähe heraus (i-net)
und dann mach dir Termine , wenn es dann soweit ist reicht eine Überweisung vom Hausarzt .

Auf die Krankenkasse warten musst du erstmal nicht .

Am besten direkt heute anfangen zu telefonieren , die Wartelisten werden bestimmt erstmal nicht kürzer


LG ZZ

#5


N
panik macht bluthochdruck
blutdrucksenker machen panik

rede mal mit deinem arzt darüber.....

#6


TheSaint
@no fear - woher hast du die aussage, dass "blutdrucksenker" panik machen? ein betablocker zum beispiel senkt den blutdruck und kann zudem noch die panik dämpfen. bis vor einigen jahren war es gar nicht so ungewöhnlich, dass paniker auch betablocker verschrieben bekamen...
andere blutdrucksenker KÖNNEN, müssen aber nicht, gelegentlich nervosität machen, das ist aber keine panik. welche gruppe von blutdrucksenkern soll den panik machen? mir fällt spontan keine ein...

natürlich KANN panik auch bluthochdruck machen, aber selten so, dass er gefährlich und auch medikamentös behandlungsbedürftig ist. da kommen meist mehrere faktoren zusammen, dass der blutdruck so "aus dem rahmen" fällt, das er behandlungsbedürftig wäre. bei jedem menschen geht der blutdruck hoch, wenn er angst hat, aber auch beim sport, beim sex und und und... das is normal! keiner hat dauerhaft nen blutdruck von 120/80

sorry, aber da sind deine zwei in den raum "reingeworfenen" zeilen etwas zu banal...

#7


N
Zitat von TheSaint:
@no fear - woher hast du die aussage, dass "blutdrucksenker" panik machen?


1. vom beipackzettel der delix, die mir seinerzeit verschrieben wurden
2. aussage meiner therapeutin im klinikum, dass ihr dieser zusammenhang durch schilderung ihrer patienten bekannt sei
3. sanego.de

alex, du hast recht, die beiden sätze sind etwas knapp, sollten aber auf einen kausalkreis jenseits von übergewicht, rauchen etc. hinweisen, der ggf in zusammenarbeit mit hausarzt/therapeut untersucht werden sollte
dass panikinduzierte hypertonie einen signifikanten teil der essentiellen hypertonie ausmacht; diese wiederum 85-90 aller bluthochdruckprobleme beschreibt, wirst du googlen können. die wirkzusammenhänge zwischen noradrenalin, dopamin, serotonin pp. liegen dabei grade für paniker auf der hand......

#8


B
Aufgrund eines anderen Topics hier im Forum stelle ich mir die Frage wie man einen tatsächlichen Herzinfarkt von Panikattacken unterscheiden kann?
Gibt es hier vielleicht einige User die wirklich schon einmal einen "realen Herzinfarkt" hatten und diesen auch durchaus von ihren Panikattacken unterscheiden können?
Ich selbst muss gestehen das ich meine Symptome bei einer Panikattacke schon gar nicht mehr für voll nehme.Was aber ist wenn es doch mal ernst sein sollte und ein Herinfarkt droht?
Erkennt man dann den Ernst der Lage?

LG blueeyeslookatyou

#9


R
also ehrlich wenn herzinfarkt ist , dann biste nicht mehr in der lage irgendwas zuschreiben
da schnappste nach luft schnappatmung und es tut weh der linke arm aber enorm weh
, muss anders sein

#10


C
Hallo blueeyeslookatyou ,
Du fühlst einen regelrechten Verrnichtungsschmerz.
Dein Brustkorb und Rücken bis hoch zum Nacken fühlt sich wie eingeschnürrt.an.
Und Deine Arme kribbeln,bis in die Fingerspitzen.
Du wirst es merken,ob es anders ist,als bei einer Panikattacke.
Lg,Carola

#11


W
hallo blueeyeslookatyou,
hatte mich hier gestern schon einmal zu diesem thema geäussert, aber ich muß wohl vergessen haben auf senden zu klicken ich glaube ja, daß die symtome eines infarktes nicht die gleichen, einer pa sind. sie werden sich merklich unterscheiden.
fakt ist das man nicht einfach so einen infark bekommt, ein gesunder mensch bekommt keinen infarkt. ich kann mir schlecht vorstellen das bei uns "panikern" eine herzkrankheit, wärend der zahlreichen untersuchungen übersehen wurde und wenn dann muß das schon ziehmlich häufig vorgekommen sein. ich frage mich heute die ganze zeit wie das wohl gehen soll, einen infarkt zu bekommen wenn ich gesung bin. war gestern gerade beim echo(das erste mal) und ich bin davon überzeugt nichts am herzen zu haben. vlg steffi

#12


B
Danke für euren Antworten.

Ich bin ebenso eurer Meinung das man das schon unterscheiden kann.
Nur haben mich einige Berichte im Internet schon ein wenig verwirrt.In manchen stand das die Symptome einer Panikattacke die eines Herzinfarktes ähneln können.Nur stand da halt zusätzlich etwas vom Vernichtungsschmerz.Und ich denke den wird man dann auch wahrnehmen (grad wir Paniker).Ich glaub auch nicht das ich nun plötzlich an einem Herzinfarkt sterben werde.Ich rauche nicht,trinke nicht und hab auch kein Übergewicht.
Dennoch neige ich dazu mir über so etwas des öfteren meinen Kopf zu zerbrechen.Grad auch wenn man hört wie früh manch einer schon daran gestorben ist.
Muss aber dazu sagen das ich zusätzlich zu meiner Panikstörung und Agoraphobie an einer Herzneurose leide.Und da gehören solche Gedanken scheinbar dazu.

#13


A

Panikattacke oder Herzinfarkt

Hallo ihr lieben,
Ich bin weiblich, 21 jahre alt, und habe Panikattacken. Im Moment bin ich mir aber nicht sicher ob es sich vielleicht nicht doch um einen Herzinfarkt handelt.
Ich hatte vor zwei drei wochen ein kurzes stechen im Herz. Seit drei tagen tun mir meine arme weh und meine hände schlafen nachts immer wieder ein. Ich hab jz geschlafen und bin aufgewacht und mein herz hat für einen moment so schwer geschlagen. Meine beiden schultern tun so weh.. Und ich hab dann die wäsche aufgehangen und musste aufhören weil mir dabei dir arme so stark weh getan haben.
Ich war vor einem monat beim arzt, dabei wurde blut abgenommen (alles ok) und ein ekg gemacht (alles ok) hätte er es erkennen müssen wenn was nicht in Ordnung ist?
Ich bin nichtraucher, trinke nicht, und habe normalgewicht.

#14


K
Hallo Astrid,
dadurch, dass du jung bist und gerade erst beim Arzt warst, tippe ich doch stark auf Panik. Was der Kopf mit uns anstellen kann, ist schon eine ganze Menge. Ich weiß, wie schwer das ist, aber versuch, dich zu entspannen. Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, irgendwas in die Richtung, damit du dich beruhigen kannst.
Ansonsten ist das beste, deine Befürchtungen von einem Arzt abklären zu lassen, denn auf Dauer wirst du hier wahrscheinlich niemandem so weit glauben, dass du keine Symptome mehr hast. Ich hatte auch monatelang mit Herzstechen und eingeschlafenen Armen im Schlaf zu tun, bis alles untersucht wurde. Ein paar Wochen später konnte ich den Ärzten glauben, dass alles in Ordnung ist und die Symptome hörten auf. Besonders hat mir das Herzecho geholfen. Denn da kann man selbst sehen, wie das Herz schlägt und da musste selbst ich mir eingestehen, dass alles gesund ist. Smile Mach doch mal einen Termin beim Kardiologen aus, dann bist du zum einen auf der sicheren Seite und zum anderen deutlich beruhigt.
Soweit ich weiß, beschränken sich die Schmerzen bei einem Herzinfarkt auf die linke Seite. Dass dir auch die rechte Schulter wehtut, spricht also eher für eine Verspannung (durch Angst) als für eine körperliche Ursache.

Du kommst da ganz sicher heil raus! Smile

#15


A
Vielen Dank für deine Antwort. Ich hatte diese woche sehr viel stress. Ich will jetzt dann einfach nur schlafen und wenn die beschwerden morgen weg sind war es wohl kein Herzinfarkt. Ich mache mir einen Termin beim Kardiologen, danke für den Tipp. Ich hoffe wirklich dass es "nur" panik ist. Ich will nicht krank sein... Und schon gar nicht sterben, das ist meine größte Angst.

#16


Danny81
Ein Herzinfarkt äussert sich aber auch anders.
Die meisten Frauen erkennen ihn gar nicht da er sich ähnlich wie
Eine Magen Grippe äussert. Druck auf der ganzen Brust und schlimmes erbrechen.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

I
Ich habe manchmal auch ein Stechen in der Brust und das kommt von Verspannungen im Rücken. Es tut dann bei jedem Atemzug weh. Was gut hilft, ist, wenn ich mich ans Fenster stelle, die Arme in die Luft strecke und tief einatme.

Ein Herzinfarkt ist, wenn nicht gerade eine Vorerkrankung vorliegt, mit 21 so gut wie ausgeschlossen.

#18


A
Danke für die Antworten. Ihr habt mich echt beruhigt. Heute morgen sind meine beschwerden weg. Doch wieder mal kein Herzinfarkt. Vielleicht kann ich mich beim nächsten mal selber beruhigen.

#19


M
wenn du einen infarkt hättest, würdest du wohl nicht mehr "seelenruhig" vorm pc sitzen können. der kommt einfach... ohne ankündigung. also... alles gut:)

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Prof. Dr. Heuser-Collier
App im Playstore