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marcel_man
Wenn Du einen MI (Myocardinfarkt) hast, kannst Du hier nicht mehr schreiben oder sonst was tun.
Die Symptome, die man oft schon Wochen vorher hat sind extrem und weisen sofort auf ein Problem mit dem Herzen hin. Die meisten Menschen ignorieren diese.
Also, tief durchatmen und alles ist gut. Vielleicht mal zwischendurch eine Aspirin schlucken. Ist gut fürs Herz.

#21


M

Herzinfarkt oder Panikattacke oder?bitte um rat

Hallo!
Ich fühle mich seit ein paar Tagen wieder unwohl.habe links neben dem Brustbein einen druckpunkt der total schmerzt.dann habe ich schmerzen links seitlich Brustkorb.gestern im Auto wars auf einmal total schlimm...bekam Schweißausbrüche, zittrige Hände, Bauchweh, dauerndes aufstoßen(nur Luft) inklusive Schmerzen entlang des Brustbeines bis zum Hals und für ca 10 sek ein entgegenführt in der Brust...kann das ein Herzinfarkt gewesen sein?ich würde vor 3 Monaten komplett durchgecheckt mit Herz ct belastungs ekg 24 h ekg und Herz Echo etc. alles ohne Befund bis auf 2-3 extrasystolen....kann da jetzt trotzdem was sein bzw. war das gestern bedenklich?bd war aber gestern immer normal...

#22


A


Panikattacke oder Herzinfarkt?

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Kleinehexe_23
Hallo lieber Martini1981

So wie sich das für mich anhört, war das eine Panikattacke. Ich selber hat schon die gleichen Symptome schon gefühlte 100 mal und nie war es ein Herzinfarkt sondern eine Panikattacke. Vorallem hast du dich erst vor kurzem Untersuchen lassen und das ohne einen Befund. Ich weiß das es schwer ist dem Arzt zu vertrauen, da man sich ja sicher ist das mit einem etwas nicht stimmt und man deswegen immer wieder Angst bekomm. Wenn es dir nicht besser gehen sollte, geh noch mal zu Arzt und schildere ihm deine Sorgen. Wenn du häufiger Panikattacke hast würde ich dir empfehlen eine Therapie anzufangen. Ich hoffe ich konnte dich etwas beruhigen und wünsche dir gute Besserung.

x 1 #23


J
Ich weiß zwar leider nicht welcher Wert es ist, aber soweit ich weiß, kann ein Herzinfakt per Blutbild bestimmt werden.

Mein Ratschlag ist es, dass du ein Arzt aufsuchen solltest.

#24


N
Ich schliesse mich KleineHexe an und tippe ebenfalls auf Panikattacke,ist der typische Kreislauf.
Wenn vor drei Monaten alles o.k. war dann kannst Du Dich da ruhig drauf verlassen.
Was Du hast ist die Angst vor der Angst.Die äussert sich körperlich,bei jedem etwas anders aber immer auf der Körperebene.
Hattest Du viel Stress in letzter Zeit oder gibt es ein Thema,dass Dich emotional schon länger stark belastet?
Ich würd es auch mit Therapie versuchen,Verhaltenstherapie wirkt super bei Angsterkrankungen.

Alles Gute Dir!

x 2 #25


M
Danke für eure Antworten...woher kommen dann diese Beschwerden?kann das wirklich die Psyche verursachen?ich bin momentan wieder voll in meiner angst drin...ständiges Blutdruck messen und im Internet recherchieren Sad hab mir sogar einen pulsoxymeter gekauft...heute in der Arbeit hatte ich auf einmal Panik weil mein Puls dauernd so zw 50-60 war...bekam wieder kalte Hände und einen kalten Rücken...bin dann früher heim und hab sofort Blutdruck gemessen 128 zu 84 Puls 62 und er zeigte mir Herzrhythmusstörung an...kurz vorm ausflippen

#26


dummibaer
Das Teil zeigt bei mir ständig Herzrhythmusstörungen an. Der Arzt meinte zu mir, das Gerät ist da sehr sensibel und es reicht schon wenn man mal mit dem Arm zuckt und zack hat man angeblich eine Herzrhythmusstörung. Mach dir da mal keinen Kopf, war doch alles ohne Befund.

#27


S
Ich kenne das leide auch darunter dann meint man man bekommt ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall und man muss sterben aber das ist nicht so auch wenn das die selben Anzeichen sind ich versuche mich immer abzulenken klappt leider nicht immer vielleicht helfen dir ja Arzt besuche die haben mich immer beruhigt

x 1 #28


M
So,war gestern noch beim Kardiologen...Herz Echo und ekg...Echo alles ok nur beim ekg schrieb das Gerät unspezifisch abnorme st hebung...der Arzt meinte das hat nichts zu bedeuten und man muss das ekg im gesamten sehen...ok alles gut so weit...heute trotzdem gegoogelt und was sagt Dr.google: das Gerät schreibt das nur bei Infarkt ...so und jetz?gibt es jemanden bei dem das am ekg auch schon stand und trotzdem alles ok ist?

#29


J

Herzinfarkt oder Panikattacke

Hallo ihr Lieben!
Ich schäme mich schon ein bisschen dass ich schon wieder einen neuen Thread aufmache aber ich bin alleine und weiss einfach nicht was ich machen soll.

Ich habe seit 3 Tage extrem viele Extrasystolen. Wirklich duchgängige mindestens 10 bis 20 min lang.
Ich muss dazu sagen, ich bin etwas verkühlt und mein Rücken macht Probleme und Stress. Da hab ich sie leider dann immer.

Jetzt schwirren meinen Gedanken eh schon die ganze Zeit darum ob das mein Herz aushalten.
Ich war gerade duschen und in der Dusche habe ich dann meine Puls gefühlt und er war sicher bei 110.
Plötzlich bekam ich Panik, bin aus der Dusche raus, guck mich im Spiegel an und meine Pupillen wurden extrem groß.
Ich hab mich auf Bett gesessen und da gings los.
Ich hatte so einen heftigen Schwindelanfall, mein Herz hat gerast (110) und mein Blutdruck sackte zuerst auf 96 zu 76 ab dann auf 150 zu 100, was ich der Panik zu schreibe.

Ich hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen, habe aber immer 99%Sättigung gehabt.

Das ganze ging sicher 20 min bis ich mich beruhigte.

Ich hatte schon 144 auf dem Handy vorgetippt da ich dachte ich kippe gleich um.

Ja und jetzt sitze ich da und mir geht's wieder gut. Nur habe ich so Angst dass das ein Herzinfarkt war. Extrasystolen habe ich auch keine gerade.

Meine Extrasystolen kommen nur in Ruhe und verschwinden bei Bewegung oder wenn der Puls höher wird. Nur merke ich einfach wie sich mein Herz anstrengen muss.

Ich war vor einem dreiviertel Jahr und hab mich durchchecken lassen (Herz CT,Ultraschall usw)
Auch vor einem Monat was ich bei einem Arzt der ein EKG geschrieben hat weil ich soviele Extrasystolen habe. Der hat auch gesagt, dass die harmlos sind.

Es ist doch unwahrscheinlich dass ich einen Herzinfarkt hatte oder? Diese Gefühl der Panik hatte ich schon lange nicht mehr. Es war grausam. Vorallem der Schwindel.

Schmerzen hatte ich keine bei der Panikattacke.

Ich rauche leider 15 Zig. am Tag und bin nicht trainiert. Ernähre mich aber gesund
Ich danke euch fürs durchlesen

#30


K
Zitat von JaneJessy:
Hallo ihr Lieben! Ich schäme mich schon ein bisschen dass ich schon wieder einen neuen Thread aufmache aber ich bin alleine und weiss einfach nicht was ich machen soll. Ich habe seit 3 Tage extrem viele Extrasystolen. Wirklich duchgängige mindestens 10 bis 20 min lang. Ich muss dazu sagen, ich bin etwas verkühlt und mein Rücken macht Probleme und Stress. Da hab ich sie leider dann immer. Jetzt schwirren meinen Gedanken eh schon die ganze Zeit darum ob das mein Herz aushalten. Ich war gerade duschen und in der Dusche habe ich dann meine Puls gefühlt und ...

Hattest du denn das schon einmal? Falls nicht, würde ich heute noch zum Arzt.

x 1 #31


J
Ja ich hatte das schon mal so ähnlich bei einer Panikattacke...
Mein Arzt war heute nur bis 11:00 in der Ordination.
Vielleicht fahr ich doch ins Krankenhaus Sad

x 1 #32


Gabirehlein
Hallo
Es war ganz sicher kein Herzinfarkt, da könntest du hier nicht mehr schreiben.
Ich denke, als such dein Fokus wieder intensiv auf dein Herz gerichtet hat, gings mit der Panik los.
Als erstes musst du dir immer wieder bewusst machen, dass dir die ES überhaupt nichts anhaben können. Ja, doch sie können einen in Angst und Schrecken versetzen, aber das wärs auch schon.
Arbeite daran die Extrasystolen anzunehmen und ihnen keine Beachtung zu schenken. Nur so werden sie immer weniger fühlbar.
Ich weiß wovon ich rede. Ich habe leider auch eine Herzneurose.
Liebe Grüße Gaby

#33


PeterPanic

Herzinfarkt oder Panikattacke?

Ich bin erst 23. Eigentlich noch kein Grund sich vor einem Herzinfarkt zu fürchten. Oder doch?

Alles fing an mit einer Grippe. Ich fühlte mich 4 Tage sehr schlecht mit durchgängig 39,5 Fieber. Danach ging es wandern mit Freunden und es wurde viel getrunken, ich war noch nicht wirklich wieder gesund. Mir wurde vorher vom Arzt gesagt, dass ich mich schonen sollte, weil ich mir eine Herzmuskelentzündung durch den viralen Infekt einfangen könnten. Das tat ich nicht und auf der Rückfahrt verspürte ich ein starkes Stechen in der Brust. Ich fuhr direkt in die Notaufnahme. Es wurde nichts organisches festgestellt (EKG, Herzultraschall). Ein Bluttest danach gab mir die Gewissheit, keine Herzmuskelentzündung zu haben. Ich war kurzzeitig beruhigt, fing aber zeitgleich an immer öfter meinen Puls umd Blutdruck zu kontrollieren. Diese waren immer zu hoch, unregelmäßig. Tut euch den Gefallen und fangt nie an darauf zu achten was euer Herz macht.

Dann war es wieder da. Als ich meinen Puls an einem Tag immer wieder per App kontrollierte, wurde er immer schneller. Zusätzlich zur Tarykardie wurden mir Rythmusstörungen angezeigt. Auf einmal verspürte ich wieder einen starken stechenden Schmerz in der Brust. Ich dachte jetzt passiert es. Panisch rannte ich aus dem Zimmer, das Atmen fiel mir schwer und ich dachte ich falle gleich um. Ich lief direkt zur Notaufnahme, die quasi um die Ecke ist. Währenddessen ging es mit sehr schlecht, ich hatte fortlaufend Schmerzen und ein Beklemmungsgefühl. Ich konnte mich kaum hinsetzen um zu warten in der Notaufnahme. Ich kam als nächster dran, da ich auch ihm sagte, wie ich mich fühle. Es wurden mehrere EKGs geschrieben, irgendwas ging immer schief. Mein Puls ging hoch bis 115, ich wurde immer unruhiger weil ich dachte es ist etwas schlimmes. Aber es wurde nichts gefunden. Erneut wurde ein Bluttest und Herz und Lunge geröntgt, nichts zu finden. Erschöpft, verwirrt, aber irgendwie auch entspannt und beruhigt verließ ich die Klinik und berichtete meiner Hausärztin. Eine mögliche psychische Ursache war schon im Gespräch.

Doch ich hatte immer wieder körperliche Beschwerden. Schon zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich leichte Panikattacken, wurde z.B. mitten in der Nacht wach mit Herzrasen. Zusätzlich oft in Situationen in denen ich nicht flüchten konnte (Kasse, Arzt, Konzerte,). Ich hatte ein Engegefühl in der Brust und verspürte dauerhaft großen Druck auf dem Oberbauch. Teilweise konnte ich mich nur beruhigen, indem ich mir dauerhaft auf einen Triggerpunkt links auf dem Bauch drückte. Ich meidete schon erste Situationen, die mein Herz überlasten könnten. Tat ich es doch, war ich teilweise kurz davor panisch weg zu rennen. Ich hatte immer öfter das Gefühl das irgendetwas nicht stimmt, es kam mir surreal vor. Ich dachte bald sterben zu müssen. Besonders wenn ich müde, krank oder geschwächt war. Mir kamen Gedanken wie mein Herz würde einfach stehen bleiben, meine Lunge würde versagen. Ich ließ zusätzlich EKG, Dauer EKG und Belastungs EKG durchführen. Es wurde nichts festgestellt, gesundes Herz. Letztendlich konnte ich mich damit für 1-2 Monate relativ beruhigen, indem ich mir sagte es wäre nur Roemheld-Syndrom und nicht schlimm. Mir ging es folgend wieder besser.

Ich rauchte wieder mehr, zog mich zurück und fühlt mich trotzdem immer mal wieder schlecht und todkrank (vor allem nach Alk.). Aber am nächsten Tag war es auch wieder weg. In diesem Zeitraum bildete ich mir auch ein Kehlkopfkrebs zu haben, bei einer Entzündung des Rachens, der Arzt konnte mich mit eventuell Reflux und Sodbrennen beruhigen. Ich sollte nochmal hin nach 2 Wochen, hatte dann aber keine Probleme mehr. Ich rauchte wieder und bewegte mich noch weniger. Dann kam Corona. Ich bewegte mich noch weniger, blieb fast nur in der Wohnung. Eine Erkältung interpretierte ich als Coronainfektion und bereitete mich wieder darauf vor zu sterben. Ich fühlte mich am Wohlsten in meiner Wohnung in der Nähe der Notfallklinik, falls meine Lunge versagt. Ich ließ einen Corona Test machen, negativ. Es war eine Erkältung. Danach interpretierte ich die ursprüngliche Grippe als Corona und dachte Herz oder Lunge wären soweit geschädigt, dass ich nun diese Symptome verspüre.

Ich fing langsam an tagsüber immer mal wieder ein B. zu trinken, um mich zu beruhigen, weil ich sonst dauerhaft das Gefühl hatte, irgendetwas stimmt nicht. Alle Schmerzen in der Brust und im Oberbauch gingen dann auch weg. Ich akzeptierte irgendwann, dass ich kein Corona hatte und schon meine Symptome wieder auf den Bauch, der mir tatsächlich dauerhaft Probleme machte (Durchfall, Blähungen, Füllegefühl). Aber darin sah ich keine Lebensgefahr, soweit war wieder alles in Ordnung für mich. Ich trank am Wochenende nicht mehr exzessiv und rauchte weniger, aber behielt einen konstanten Pegel immer wenn ich mich unsicher fühlte. Dann fing es an, dass ich teilweise mit Atemnot aufwachte und mich immer öfter mal sehr schlecht fühlte. Ich konnte mich immer weniger konzentrieren und fühlte mich schon lange nicht mehr körperlich Leistungsfähig. 1mal pro Woche fuhr ich noch Fahrrad, aber dabei hatte ich immer schon Angst ich könnte Herz oder Lunge überfordern. Mir ging es immer schlechter.

Eines Abends hatte ich seit Ewigkeiten mal wieder 3 Züge Gras geraucht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schlimme Bauchkrämpfe und Durchfall. Ich sagte meinen Freunden aber bereits, dass ich bei Krankheiten dazu neige zu übertreiben. Ein Kumpel meinte das Gras beruhigt mich und lässt mich endlich mal entspannen. Das Gegenteil trat ein, ich hatte die bis dahin schlimmste Panikattacke. Obwohl mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst war, dass es eine Panikattacke ist. Ich dachte nur, ich verliere den Verstand. Mein Herz raste und immer wenn ich darauf achtete, wurde es schnellern und verkrampfte. Ich musste weg, stürmte aus der Wohnung, konnte nicht mal mehr auf die anderen warten denen ich nur noch kurz Bescheid sagte, dass es mir nicht gut gehe. Einer kam hinterher, ich war schon weg. Ich musste alles tun, um mich nicht auf mein Herz zu fokussieren. Mit absoluter geistiger Verwirrung ging ich 1,5h lang durch die Gegend und versuchte mich irgendwie wieder ins Hier und jetzt zu holen, mit Atemübungen und meiner Lieblingsmusik. Ich nahm an, ich habe den Verstand verloren und könnte mein Herz so zum Rasen bringen, dass ich sterben, nur wenn ich mich darauf konzentriere. Es war ein Albtraum. Langsam konnte ich mich beruhigen, ich sagte mir egal was das gerade war ist nur wegen der Grasrauschwirkung passiert. Das habe ich noch nie gut vertragen und neigte dazu die Kontrolle zu verlieren. Deshalb habe ich es auch fast nie mitgemacht im Gegensatz zu meinen Freunden. Ich schwor mir nie wieder zu *beep* und hatte mich wieder im Griff. Trotzdem hatte ich unendlich Angst vor dem Einschlafen, wie schon viele Nächte vorher (meist nur mit Kater).

Aber die Panik kam leider auch nüchtern am nächsten Tag nochmal wieder. Und auch am Montag. Ich trank wieder B. um mich zu beruhigen. Ich probierte bereits zu meditieren, was mir unendlich schwer fiel (still sitzen). Aber es hat funktioniert, danach konnte ich kurz wieder klar denken, ohne Angst. Aber nur kurz. Ich hasste die Stille immer mehr, beim Einschlafen musste immer der Fernseher laufen. Ich ging trotzdem noch arbeiten, aber konnte nicht mehr wirklich viel leisten, ich war damit beschäftigt zu versuchen nicht verrückt zu werden und mir das irgendwie alles realistisch zu erklären. Es ging aber nicht wirklich, ich hatte immer öfter das Gefühl etwas stimmt nicht. Ich machte eine Tour mit dem Fahrrad, hatte anfangs leicht brennende Schmerzen in der oberen Brust links und rechts, sowie zeitweise stechenden Schmerzen. Ich fühlte mich so leistungsfähig wie ein 60 Jähriger. Selbst übergewichtige, ältere Radfahrer überholten mich. Aber es wurde dann ein kleines bisschen besser, bis ich mal vom Weg abkam, wo mich keiner hätte retten können. Ich hatte immer wieder Angstschübe, ohne zu wissen dass es eine Angststörung sein könnte.

Einen Tag später belas ich mich ausgiebig zum Herztod und Herzinfarkt, weil ich zu dem Zeitpunkt fast dauerhaft merkte, dass etwas nicht stimmt und eine Ursache finden wollte. Herzinfarktpatienten würde schon lange vor dem Infarkt solche Zeichen haben, wie ich sie hatte Wie z.B. das Gefühl bald zu sterben, Brustschmerzen, weniger leistungs- und konzentrationsfähig. Ich war völlig ratlos, wartete aber auch auf ein Zeichen, weil ich gleichzeitig auch Angst hatte den Verstand zu verlieren.

Am gleichen Nachmittag wollte ich zu den Eltern fahren, da ich nicht mehr weiter wusste und merkte, dass mir das googeln und denken nicht gut tut. Ich bekam auf der Fahrt starkes Herzrasen und stechenden Brustschmerz. Ich fuhr in die Notaufnahme. Ich wusste nicht ob ich rein gehen sollte oder ob ich das mir einbilde. Ich ging noch eine Runde, es wurde nicht besser und ich ging rein. Bei der Aufnahme bereits 110 Puls. Dann schloss man mich ans EKG an, ich nahm bereits unregelmäßige Töne wahr. Der Assistent sagte: es schlägt ganz schön unregelmäßig. In diesem Moment realisierte ich, dass es wirklich mein Herz ist was gerade so unregelmäßig piept. Dann ging es los, ich verspürte sofort ein starkes Verkrampfen in der linken Brust. Das hatte ich noch nie empfunden. Kurz danach verspürte ich hinter dem Brustbein innerhalb von maximal 2 Sekunden etwas warmes, brennendes aufsteigen im Bereich Oberbauch/Brustbein bis Mitte Brust. Gleichzeitig hatte ich einen sehr komischen, bitteren Geschmack im Mund. Mein Puls ging hoch bis auf 155. Diesen Moment werde ich nie vergessen. Ich habe innerlich mit meinem Leben abgeschlossen und mich mit dem Herzinfarkt abgefunden. Ich wusste, ich löse das irgendwie selbst aus, immer wenn ich mich danach aufs Herz konzentrierte, merkte ich wie es wieder verkrampft. Dann habe ich ganz schnell wieder versucht an etwas anderes zu denken, weil ich dieses für mich extrem schlimme, brennende Aufsteigen nicht nochmal fühlen wollte. Das hat auch funktioniert. Die Ärztin sagt erst: ich glaube das war Vorhofflimmern, was wieder alle Alarmglocken in mir auslöste. Ich war todtraurig, aber das Brennen kam nicht nochmal. Dann schaute sie sich die währenddessen geschriebenen EKGs an, das eine mit 75 Schlägen/min und 2min später mit 155 Schlägen/min. Es war doch kein Flimmern, sondern einfach sehr schnelle, aber normale Sinus-Tarykardi. Im Herzultraschall wurde nichts gefunden. Der Bluttest gab auch keine Hinweise auf einen organischen Schaden.

ABER: diese Panikattacke war so schlimm für mich, ich habe immer noch ein Trauma davon und bilde mir oft ein, dass es doch ein nStemi Herzinfarkt war, den man nicht im EKG sieht. Weil ich zum ersten und einzigen Mal (auch bei vielen Traumapanikattacken danach) dieses schlimme Brennen nicht nochmal verspürte. Auch wenn es kein großer Infarkt gewesen wäre, ist es für mich einfach nur verstörend, wie ich mir selbst durch Panik so etwas herbei führen kann. Oder war es doch organisch und ich habe ein extrem sensitives, treffendes Bauchgefühl?

Habe ich Panikattacken, weil mein Herz nicht gesund ist? Habe ich Panikattacken, obwohl mein Herz gesund ist? Habe ich Panikattacken und habe ich mir in diesem Moment doch selbst einen Herzinfarkt hervorgerufen? Mein Kopf dreht sich hier immer wieder im Kreis. Ich will Klarheit, weiß aber, dass ich sie nie bekommen werde, weil man den vermeintlichen nStemi nur verlässlich >3h nach dem Infarkt nachweisen kann. Ich wurde aber schon eher mit Diagnose Sinustarykardie mit Verdacht auf Panikattacke entlassen. Ich äußerte gegenüber den Ärzten auch meine Herzängste, was ich teilweise auch ein wenig bereue.

Ich bin jetzt soweit, dass ich weiß dass es Panikattacken sind, obwohl mein Herz gesund war. Ich lese überall, man kann an Panikattacken nicht sterben. Aber ich glaube so fühlt sich das an. Ich könnte den Ärzten in meinem Angstmodus den Hals umdrehen, weil sie mich nicht da behalten haben und 3h nach dem vermeintlichen nStemi Infarkt per Troponin Bluttest schlimmeres ausschließen konnten. Denn diese Herzenzyme gehen erst nach ein paar Stunden nach oben. nStemi Infarkte müssen nicht im EKG Veränderungen aufweisen, auch im Herzultraschall kann es übersehen werden. Wenn ich jedoch mal ohne Angst klar darüber nachdenke, kann ich die Ärzte nur zu gut verstehen. Was zur Hölle will ein 23 hier mit einem Herzinfarkt. Die Chancen, dass selbst ein nStemi übersehen wird, sind gering. Gerade im Herzultraschall sieht man im Akutfall (bei mir nach 5min) zuverlässlich Schädigungen. Panik ist nicht tödlich. Das sehe ich jetzt so, weiß aber dass ich morgen wieder von vorn anfangen muss wie als hätte ich Demenz.

Wenn, dann war es wohl nur ein kleiner Infarkt. Aber auch das glaube ich nicht, wenn ich ohne Angst klar denken kann. In 2 Sekunden kann ja wohl nicht viel kaputt gehen. Ein normaler Infarkt verursacht länger als 30 Minuten vernichtende Schmerzen. Mein Referenzfall eines nStemi Infarktes der erst auch als Panikattacke wahrgenommen wurde aus dem Internet, der erst übersehen wurde und nur durch den Bluttest nachgewiesen werden konnte, bezieht sich auf eine 58 jährige Frau. Ihr Gefäße waren wirklich verengt (Herzinsuffizienz) und sie hatte vorher physische Schmerzen in den Füßen, konnte kaum gehen. Aber Fakt ist: ihr Infarkt wurde übersehen (EKG und Ultraschall unauffällig). Und ihr mussten 6 Stents eingesetzt werden, ein erheblicher, unentdeckter Herzschaden. Diese Angst, dass es das war, was ich auch erlebte, kommt immer und immer wieder. Es macht mich traurig, dass man diesen Infarkt nur im Bluttest nachweisen kann und es bei mir nicht ausgeschlossen werden konnte. Oft wache ich schweißgebadet mit Herzrasen auf und denke wieder an diesen schlimmsten Moment in meinem Leben.

Kurz nach dem vermeintlichen Infarkt war ich eigentlich nur damit beschäftigt zu versuchen nicht daran zu denken. Ich musste kurzzeitig Beruhigungstabletten nehmen. Ich wusste teilweise nicht mehr wirklich, wer ich bin und was ich so mache, so viel Angst hatte ich. Bei der Psychotherapie wurden mir endlich wirksame Mittel gegen aufsteigende Panikattacken gezeigt. Atmung, Muskelentspannung und allgemein nach außen zu denken. Mir wurden die Zusammenhänge klar ich habe meinen Verstand nicht verloren, sondern ich habe eine Angststörung, die mir über Unmengen an Adrenalin normales Denken verweigert. Ich bin dann im puren Überlebensmodus.

Es wurde 1 Woche danach nochmal ein EKG gemacht. 3 Wochen später ein Belastungs-EKG. Alles unauffällig. Außer dass ich immer bei den Untersuchungen wieder kurze Panikattacken mit 140 Puls hatte, aber wenigstens ohne dieses Brennen. Ich wusste das sind wirklich Panikattacken und konnte mich beruhigen. Wenn wirklich etwas schlimmes gewesen wäre, hätte man es spätestens jetzt nachweisen können müssen. Wieder lese ich, dass der Bluttest der einzige Weg ist es auszuschließen. Ich bin wieder verunsichert, ängstlich und traurig, mein Puls schlägt gefühlt schneller. Bereits nach einer Woche war es bereits zu spät für den Bluttest.

Aber ich achte nicht mehr auf meinen Puls. Immer wenn ich das mache, schlägt es unregelmäßig, der Angstkreislauf würde nur schlimmer werden. Das hat mich auch mindestens 3 Tage beschäftigt. Ich weiß, dass ich wirklich noch ernste Herz-Schäden davon trage, wenn ich nicht damit aufhöre mich verrückt zu machen. Ich suche nach Klarheit. Aber werde sie nicht bekommen, damit muss ich leben. Oder sterben?

Ich will noch nicht sterben, aber habe mich auch damit arangiert dass es okay ist, wenn es jetzt so weit sein sollte. Für jeden Tag der noch kommt, bin ich dankbar, ich versuche mich allen Situationen zu stellen und Ich rauche gar nicht mehr, gehe jeden Tag joggen und konnte mich von 5 Sekunden auf 2×15 Minuten durchlaufen steigern. Ich konnte am Anfang wirklich nur 5 Sekunden laufen, danach hatte ich wieder 160 Puls. Mir ist aufgefallen, dass meine Brustschmerzen aus schlimmen Muskelverspannungen resultieren. Bei einer Mass. wurden unzählige gerissene Muskelbänder im Brustkorbbereich ertastet und gelöst. Mir geht es schon viel besser und ich konnte schneller und länger joggen. Außerdem war meine Wirbelsäule absolut blockiert. Um mein Herz vermeintlich nicht noch mehr zu beengen, hatte ich mir eine sehr schlechte Haltung angewöhnt. Oft konnte ich nicht mal mehr tief einatmen ohne Schmerzen. Als sich die Dame auf meinen Rücken stellten, krachte es barbarisch und es war direkt danach die Rille der Wirbelsäule wieder sichtbar. Das trägt alles dazu bei, dass ich mich wieder wohler in meinem Körper fühle und wieder auf Kurs komme. Ich fühle mich mittlerweile wirklich teilweise wieder fitter als vor dem Trauma. Aber ich wache trotzdem oft noch direkt mit genereller Angst auf. Frage mich warum ich gerade Angst habe. Ich frage mich ist alles wieder so wie ganz früher, dann denke ich an den vermeintlichen Infarkt und bin traurig, bekomme Atemnot oder ähnliches. Es ist so undankbar, ich kämpfe trotzdem weiter. Im Laufe des Tages schaffe ich es dann durch Sport mich wieder relativ gut zu fühlen.

Ich hoffe, dass ich das Ereignis immer weiter verdrängen und entdramatisieren kann. Vor weiteren Panikattacken habe ich wenig Angst, da ich jetzt mit Atmung und Entspannung gegenwirken kann. Ich gehe jetzt generell immer davon aus, dass es eine Panikattacke ist und kein Infarkt. Wenn ich aufsteigende Verspannung verspüre, massiere ich meine Brust die dann teilweise ungewollt schon wieder angespannt ist. Meine Bauchbeschwerden werden auch langsam besser, oftmals/fast immer fangen die Panikattacken aber auch mit einem Drücken beim Einatmen an. Ich verspüre dann eine Brustenge, als würde der Magen auf mein Herz drücken und mein Herz zum Stolpern bringen. Dann atme ich unregelmäßig, traue mir nicht mehr tief einzuatmen und es stolpert wirklich und fängt an zu rasen. Das alles entsteht aber höchstwahrscheinlich auch nur durch die Angst. Wenn ich mich traue trotzdem tief einzuatmen und mir Zeit lasse beim Ausatmen, wird alles gut. Dabei balle ich meine Fäuste beim Einatmen und entspanne sie beim Ausatmen. Ist es noch ganz am Anfang der Anspannung reicht ein tiefer Ächzter wie Ohh (wie wenn einer beim Fußball knapp daneben schießt) und der Gedanke wie ich gerade einfach nur entspanne.

Mit diesem Text möchte ich einfach meine Erfahrungen mit dieser Angststörung niederschreiben. Ich weiß, dass ich mir alle Symptome irgendwie selbst erschaffe (durch dauerhafte Körperspannung, Adrenalin, ) und sie aber in Zukunft kontrollieren kann. Ich muss endlich akzeptieren, dass es nichts schlimmes war. Und selbst wenn, könnte ich es nicht ändern und muss das beste daraus machen. Ich sehe es als zweite Chance jetzt noch viel dankbarer für jeden einzelnen Tag zu sein und meine Ziele so schnell wie möglich zu erreichen.

Es ist vielleicht besser, wenn man sich im Leben niemals ernsthaft Gedanken um den Tod machen muss. Aber wenn man es einmal gemacht hat und sich bewusst ist, dass es wirklich jeden Tag einfach so vorbei sein kann, muss man wohl seinen Weg damit finden. Es fällt mir immer noch schwer zu entspannen, aber vielleicht wird das noch besser, wenn ich noch ein paar meiner Lebensziele erreicht habe. All die Fragen die ich mir stelle sind eigentlich völlig sinnlos und überflüssig, ich kann es sowieso nicht ändern. Ich hatte nur immer noch die Hoffnung, dass mir vielleicht noch jemand medizinisch helfen könnte, wenn mir doch ein Herzinfarkt bevorsteht oder damals bevor stand. Aber ich hab wirklich alles probiert, ich glaube es ist Zeit Ruhe zu geben und es zu akzeptieren, was es auch war.

Wenn die Ärzte es tatsächlich alle übersehen haben, dann ist es quasi wie ein ungewollter Lottogewinn. Es wäre traurig für mich, weil ich wirklich noch viel erreichen, erleben und sehen wollte. Aber ich würde auch den Ärzten und meinen Eltern keine Schuld geben, da ich definitiv eine Angst- und Panikstörung habe und mich auch für verrückt erklären würde.

Diese Herzphobie ist eine schlimme Sache und treibt einen wirklich in den Wahnsinn. Es ist ein Kampf gegen den eigenen Körper, den man nur verlieren kann. Dafür gebe ich aber auch mir nicht die Schuld. Ich habe nicht alles richtig gemacht, aber gut gelebt und unendlich viele schöne Momente erlebt. Es kann nicht das Ziel sein immer alles richtig zu machen. Es geht darum zu erkennen, dass es falsch war. Ich bereue meine Fehler und hoffe Gott vergibt mir meine Sünden und dass ich nochmal in einem neuen Körper weiterleben darf, wenn ich, wann auch immer, sterben muss.

x 2 #34


PeterPanic
Ich habe im Anschluss noch ein Herz-MRT machen lassen. Ein Herzinfarkt konnte ausgeschlossen werden. Panikattacken können sich also definitiv SO schlimm anfühlen, ohne dass man sich kurzfristig selbst schadet.

Mittlerweile habe ich seit 3 Wochen keine Panikattacken mehr und stehe wieder voll im Leben. Meine Therapeutin hat mir geraten meine Erfahrungen dennoch zu teilen. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens und ich hoffe so sehr, dass alles so bleibt wie es gerade ist. Mittlerweile möchte ich auch gern anderen helfen, die solche schlimmen Erfahrungen machen mussten. Und vielleicht eine Gruppe gründen, in der man sich austauschen kann.

Meine Tipps:

1. Immer davon ausgehen, dass es eine Panikattacke und nichts schlimmeres ist.

2. Hilfsmittel für akute PA finden
Am besten hilft es mir hier von 1bis x. zu zählen und mir dabei die Zahlen bildlich vorzustellen. Zusätzlich könnt ihr Daumen und Zeigefinger aneinander pressen. Ziel ist es angstgetriebene Zwangsgedanken vollständig auszublenden, bis das Adrenalin abgebaut ist und man wieder normal denken kann. Außerdem hilft mir eine tiefe Bauchatmung sehr.

3. Psychotherapie
Hat mir sehr geholfen zu erkennen, dass es ein Psychisches Problem ist. Zwangsgedanken und Perfektionismus plagen mich auch in anderen Lebensbereichen.

4. Chancen bewusst werden
Ich habe leider absolut mein Gefühl dafür verloren, wie unwahrscheinlich es ist, dass mich im jungen Alter so etwas ereilt.

5. den Alten Optimismus wiederfinden!
Man kann so viele Krankheiten bekommen, es kann so viel passieren - aber Dir wird das einfach nicht passieren. Es ist es nicht wert auch nur mit solchen Gedanken auch nur eine Sekunde zu verschwenden. Weißt Du noch wie sorgenfrei du mit 12 aus dem Bett gesprungen bist und dich auf den Tag gefreut hast? Diesen Optimismus brauchst du.

6. Körperliche Symptome nicht überbewerten
Wenn Euch ein Arzt sagt, dass Eure Symptome keine organischen Ursachen haben, bewertet diese nicht über. Ich hatte dauerhaft schlimme und auch ertastbare Muskelknoten im Brustbereich. Diese können durch dauerhafte Anspannung und hypervent.-Atmung entstehen.

7. Andere Ursachen ergründen
Ich wusste nicht wo es herkommt und wollte deshalb alle möglichen Wege ergründen, um Panikattacken und Dauerangst zu überwinden. Geht z.B. mal zu einem Chiropraktiker, wenn ihr gleichzeitig auch Rückenbeschwerden oder generell eine schlechte Haltung habt.

Informiert Euch, was im Körper passiert bei Panik.
Es gibt sehr gute informative Videos dazu auf YouTube. Mir haben die Videos von Peter Beer sehr geholfen. Er zeigt, dass Angst eine natürliche Reaktion des Körpers ist. Adrenalin ruft all diese schlimmen, unangenehmen Symptome hervor. Ihr könnt auch nicht mehr klar denken unter Adrenalin.

8. Macht Sport!
Joggen hat mir unheimlich geholfen, meinem Körper wieder mehr zu vertrauen. Am Anfang konnte ich nur 1min durchhalten (wegen erneuter Panik). Mittlerweile bin ich leistungsfähiger denn je.

9. Wenn möglich auf Medikamente verzichten
Glaubt mir und an Euch, ihr könnt das auch ohne die Tabletten schaffen.

10. Findet Eure Leidenschaft.
Es fällt teilweise schwer bei Angst vor der Angst nicht daran zu denken. Aber wenn Ihr etwas erfüllendes findet, müsst ihr immer weniger und seltener daran denken.

11. Findet Wege negative Gedanken / Zwangsgedanken zu stoppen
Ich habe seit einer Weile schon keine Panikattacken mehr, aber habe trotzdem oft Gedanken, die mich dazu treiben würden, wenn ich mich nicht aktiv dagegen wehre.

12. Traut euch langsam in Situationen in denen Ihr Panik befürchtet, seid mutig!
Ich musste mich hier auch sehr langsam wieder an das soziale Leben rantasten. Erst war es schon schwer einkaufen zu gehen - im Park joggen zu gehen, mich mit Freunden zu treffen - wieder zu studieren und arbeiten zu gehen. Traut Euch nach und nach immer mehr zu. Ich verspreche Euch, nach dem ersten Mal wird es immer einfacher.

13. Habt Geduld.
Es dauert leider wirklich eine ganze Weile, bis die Angstzustände verschwinden oder erträglich mild werden. Aber es ist möglich und wird passieren. Lasst Euch Zeit, auch ein Rückfall ist absolut in Ordnung und nur eine Erfahrung mehr.

14. Viel Schlaf, gesunder Lebensstil, Leben langsam in den Griff bekommen, wenn es Euch etwas besser geht.

15. Alles ist in Ordnung.
Meditation und bewusste, neue Sichtweisen auf das Leben und den Tod haben mir geholfen, den Lauf der Dinge zu akzeptieren.

16. Hypnose über YouTube!
"Ängste und Unwohlsein lösen" auf YouTube hat mir unheimlich geholfen, wieder besser zu schlafen und endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen.

17. Mit ausgewählten Leuten darüber sprechen.
Für mich war es manchmal angenehmer die Leute vorzuwarnen, dass ich PA hatte (Ärzte, enger Freundeskreis). Besonders am Anfang. Oft kam ich aber auch besser klar, wenn ich es nicht erzählt habe. Ich habe es als Herausforderung gesehen, in der Situation zu bleiben. Am Anfang der sicheren Option jederzeit gehen zu können. Auch das erfordert Übung.

18. Es ist möglich Panikattacken zu überwinden und ich bin gesund.
Egal was andere sagen, glaubt ganz fest daran und findet die Innere Stärke daran zu glauben.

19. Lasst die Panikattacken aus Eurem Leben verschwinden
Redet bewusst immer und immer weniger mit Freunden und Familie darüber. Auch wenn Ihr gerade wieder einen Rückfall hattet, schenkt dem ganzen einfach nicht zu viel Beachtung und Gewicht.

20. Tragt Eure Erfahrungen nach außen, anderen könnte es helfen.

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ToniCaligiuri

Von Panikattacke in Notaufnahme zur Herzangst

Servus Leute.
Alles hat angefangen vor einer Woche, ich bekam starkes herzrasen und kam mit dem Notarzt in die Klinik. Bis auf das die Blutwerte vom Herz leicht erhöht waren und später wieder gesunken sind , wurde nichts gefunden. Ultraschall, EKG, CT vom Herz und alles war unauffällig. Ein Tag später wurde ich entlassen. Seit dem habe ich jeden Tag immer mal wieder irgend ein Symptom gehabt, erhöhter Puls, Atemnot, Schwindel etc. aber gestern und heute war es am besten, mir ging es einigermaßen besser. Dachte ich zumindest, vorhin laufe ich die Treppenhoch und plötzlich kommt so ein komisches Gefühl in mir auf und ich bekomme kurz keine Luft, ein Gefühl von Druck im Hinterkopf und herzrasen kann ich jetzt nicht wirklich zu 100% behaupten weil ich Treppen gelaufen bin und das Herz sowieso schneller schlägt. aber ich dachte aufjedenfall ich werde ohnmächtig. war seit meinem Krankenhaus Aufenthalt noch einmal im Krankenhaus wo nichts gefunden wurde und noch einmal Notarzt gerufen wo auch alles okay war. irgendwie habe ich trotzdem Angst iwas zu haben entweder am Herzen oder vielleicht doch am Gehirn. oder kann das einfach wieder nur eine Panikattacke gewesen sein? Kam halt einfach aus dem nichts. bin mittlerweile auch schon in Therapie beim Psychologen.

#36


Mondkatze
Ob schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat?

Oh, das denke ich schon. Das Forum ist voll von Berichten über ähnliche Erfahrungen.

Jedenfalls ist es gut, dass du beim Psychologen in Behandlung bist.

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Liisa
Zitat von ToniCaligiuri:
Servus Leute. Alles hat angefangen vor einer Woche, ich bekam starkes herzrasen und kam mit dem Notarzt in die Klinik. Bis auf das die Blutwerte vom Herz leicht erhöht waren und später wieder gesunken sind , wurde nichts gefunden. Ultraschall, EKG, CT vom Herz und alles war ...


Kommt höchstwahrscheinlich von der Psyche.. Habe auch psychische Probleme mit dem Herzen.
Man denkt garnicht was die Psyche mit einem machen kann. (Ich kann es immernoch nicht fassen)

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U

Panikstörung oder Probleme mit dem Herz?

Ich muss momentan echt beruhigt werden. Nach einem kleinen Snack, habe ich plötzlich eine starke innere Unruhe verspürt gefolgt von Schweißausbrüchen und einem enge Gefühl in der Brust ( Leicht ) und gleichzeitig die Verkrampfung meines oberen Rückens. Da ich das leider gegoogelt habe finde ich nun keine Ruhe. Auf jeder Seite steht etwas anderes.

#39


Torina
@Oxuz Guten Morgen! Wie geht es Dir denn nun? War es eine Panikattacke und Du hast Dich wieder beruhigen können?

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A


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