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Hallo ihr Lieben,
ich lese ein paar Tage schon im Forum mit und habe mich gerade hier erst angemeldet.
Mein Spitzname ist Balu, ich bin 50 arbeite in der Industrie in leitender Funktion.
Tja, wo fang ich an. Mir ist seit 17 Jahren immer leicht schwindelig, war bei diversen Orthopäden, Osteopathen, Heilpraktikern, Schwindelambulanz (Neurologie), HNO, Wunderheiler, Geistheiler, etc.....Hab zudem auch starke Verspannungen, Arthrosen an der HWS - und für mich war immer klar, dass die HWS die Ursache ist.
Die letzten Jahre hab ich mich mit dem Schwindelgefühl arrangiert und bin nur alle 1 bis 2 Jahre zum Doc, um wieder mal was zu unternehmen.
So auch vor 5 Wochen. Ich bat um ein Medikament, welches die Verspannungen löst - bekam dann Lorazepam (heut frag ich mich, was das für ein Schwachsinn war....). Nahm davon 14 Tage in Summe 10mg. Keine Spur von Verbesserung der Verspanntheit. Gleich darauf folgte Ortoton, auch gegen Verspannungen, hörte damit nach 3 Tagen auf, weil ich am Abend Atemprobleme bekam.
Dann begann die Schlaflosigkeit - mehrer Tage am Stück kaum geschlafen, die innere Unruhe, zittern - keine Ahnung wieso. Ich bekam Zolpidem (nahm es ca. 10 Tage, nur in der Nacht 5mg) - ein Wundermittel, du liegst im Bett und 10 Minuten später schläfst du - allerdings bei 5mg auch nur 4 Stunden, so bei mir.
Organisch laut meinem Doc alles ok, Blutwerte, Blutdruck, Herz, EEG, EKG, etc.....
Da ich auch erwähnte, dass ich Stress in der Arbeit habe ( ich bin immer noch der Meinung, das ich ihn zwar habe, aber damit umgehen kann....), sagte er ob ich nicht mal zum Nervenarzt gehen wolle, da evtl. auch der Schwindel ein ganz andere Ursache hat.
Gesagt getan, da ich die Psyche bis dato immer ausgeschlossen habe, aber eben das nun auch ausschließen wollte.
Der Psychiater sagte gleich, ich soll mit dem Zolpedam aufhören, da es abhängig macht.
Verschrieben hat er mir dann Insidon (Opipramol), half nach 3 Nächten Null, auch so keine Nebenwirkungen. Bin dann wieder zu ihm gefahren....er sagte, dass nicht jeder gleich auf die AD'S anspringt und er hätte noch ein ganzes Arsenal an AD's - Toll sehr beruhigend.
Seit gestern nehm ich Trimipramin - 25mg um 20 Uhr. Konnte zwar von gestern auf heute rel. gut schlafen (von 22 bis 4 Uhr). Bin aber heute wie gerädert, noch stärkere innere Unruhe, trockener Mund, verstopfte Nase, weiche Knie, total müde.....
SO, jetzt hoffe ich, das ich Forumsmitglieder finde, die ähnliches wie ich haben, bzw. die mir sagen können, wie lang die Nebenwirkungen denn zu rechnen ist.
Werde gleich mal etwas im Forum stöbern und mich an die bestehenden Links dran hängen

Viele Grüße
Balu

02.12.2017 21:08 • 30.12.2019 #1


63 Antworten ↓


Daisho
Hi Balu,
wenn du 17 Jahre mit den Problemen zu kämpfen hast, wäre es dann nicht an der Zeit mal etwas 'Anderes' zu probieren?

Bevor ich mich aber aus dem Fenster lehne; kannst du konkret sagen, woher die Verspannungen kommen und wo sie sitzen? Dabei stelle die HWS als vermutete Ursache bitte erst mal zurück. Das kann durchaus auch nur ein Symptom sein.

03.12.2017 11:40 • #2



HWS-Syndrom - liegt es an der Psyche?

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Hallo Daisho,
hab die Probleme mit Schwindel und Verspanntheit ja schon sehr sehr lange. Bin rechtsseitig am Hals, Schulter, Kiefer sehr verspannt - hab angeblich ein HWS-Syndrom.
Bin gerade dabei, was "Anderes" zu machen. Vor 5 Wochen wollte ich ein starkes Muskelentspannendes Mittel, um mal zu testen, wenn die Verspannung weg ist, ob dann der Schwindel auch besser wird. Der Doc gab mir damals Lorazepan (warum auch immer...).......Die Verspannungen haben nicht aufgehört, aber nachdem ich das Medikament nach knapp 2 Wochen nicht mehr nahm konnte ich nicht mehr Schlafen, innere UNruhe (Entzug von Lorazepan ?). Keine AHnung - schon ein komischer Zufall. Dann gegen Schlafprobleme Zolpidem, hilft sehr gut, macht aber abhängigig.
Und um eben dem Schwindel auch auf die Spur zukommen biin ich zum Psychiater überwiesen worden. Erst Insidon 3 Nächste genommen, dann Trimipramin seit 2 Tagen.

03.12.2017 13:24 • #3


Daisho
Zitat von Balu67:
Hallo Daisho,
hab die Probleme mit Schwindel und Verspanntheit ja schon sehr sehr lange. Bin rechtsseitig am Hals, Schulter, Kiefer sehr verspannt - hab angeblich ein HWS-Syndrom.
Bin gerade dabei, was "Anderes" zu machen. Vor 5 Wochen wollte ich ein starkes Muskelentspannendes Mittel, um mal zu testen, ...


Mit allem Respekt, Balu,
bei Medikamenten werde und will ich dir nicht helfen!
Das gleich aus mehreren Gründen: Ich selber habe eine Resistenz gegen viele Medikamente. Zumeist entweder keine Wirkung oder eine "umwerfende". Also verzichte ich lieber soweit möglich.
Medikamente wirken im gesamten Körper, nicht nur dort, wo wir es gerne hätten. Für Muskelrelaxanzen gilt dies auch. Nun sind Darm, Schließmuskel, PC-Muskel (Beckenboden) etc aber sehr kleine Muskeln, die von Hals, Schulter Rücken aber ziemlich starke. Was meinst du, wo würden die Relaxanzen am ehesten wirken?
Würde dir (überzeichnet) die Vorstellung gefallen, einen wunderbar entspannten Rücken, Schulterbereich zu haben, gleichzeitig aber in Windeln herumlaufen zu dürfen, (Inkontinenz) und Impot. (erektile Dysfunktion) zu sein?
Nachdem du aus der Industrie kommst; würdest du einer Maschine anderes Schmierfett verordnen, wenn sie in Unwucht ist und Lager ausschlägt?
Ich denke, wir verstehen uns, suchen wir also eher nach der 'Unwucht' und 'kaputten Lagern'?

Du bist in leitender Stellung i. d. Industrie. Dies dürfte eine vorwiegend sitzende Tätigkeit bedeuten. Richtig?
Wenn du ein Smartphone besitzt, schau doch bitte mal ob du einen Schrittzähler darin hast, schalte ihn doch bitte ein und beobachte eine Zeit, wie viele Schritte du normal bis Abends zusammen bekommst.
Ansonsten bekommt man zwischenzeitlich einfache Schrittzähler im Sporthandel nachgeworfen....

Du schreibst:
Zitat von Balu67:
Bin rechtsseitig am Hals, Schulter, Kiefer sehr verspannt
Bist du Rechts oder Linkshänder?
Verspannungen des Kiefers sind sehr häufig ein Stresssymptom. Du sagst zwar,
Zitat von Balu67:
( ich bin immer noch der Meinung, das ich ihn zwar habe, aber damit umgehen kann....)
dies ist - wie ich am eigenem Leibe erfahren musste, jedoch häufig eine Fehleinschätzung. Ich habe es selber erst begriffen, nachdem ich nach Zusammenbruch durch Stresserkrankung Jahre auf der Nase lag. Mensch gewöhnt sich an Alles, auch an Überlastung. Betriebsblindheit gehört ebenso zu menschlichen Eigenschaften. Nachdem ich uns Beide zur Gattung Mensch zähle....!?
Was deinen Kiefer betrifft, wann warst du das letzte Mal beim Zahnarzt? Wäre ein Termin drin, um diesen zu bitten, deinen Kiefer, Zähne mal auf 'Pressen' zu prüfen?

Zitat von Balu67:
Hab zudem auch starke Verspannungen, Arthrosen an der HWS - und für mich war immer klar, dass die HWS die Ursache ist.
Die HWS ist im Prinzip nur ein Knochenkanal, bestehend aus Einzelstücken, die das Ganze beweglich bleiben lassen. Eine Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung (Gelenkabnutzung, ugs. "Gelenkverschleiß) Hier wurde die Knorpelmasse zwischen den Wirbeln abgenutzt, die "Wirbel reiben aufeinander". Kann auch zum 'Einklemmen' von Nerven, -bahnen führen.
Eine HWS ist aber nur eine Ansammlung von Knochen. Von Allein machen Knochen gar nix. Also auch nur ein Symptom.

Rechts und links führen jedoch kräftige Muskelstränge an der WS entlang. Wenn diese über Gebühr angespannt (verspannt) sind, pressen diese die Wirbel aufeinander. Dadurch besteht die Möglichkeit der hohen Abnutzung. Du schriebst aber bereits Orthopäden, Osteopathen aufgesucht zu haben. Würdest du mir berichten, was diese gefunden (oder auch nicht) haben?
Muskeln verspannen sich aber nicht ohne Grund. Ergo haben wir auch hier nur ein weiteres Symptom.

In dem Zusammenhang würde mich auch dein BMI interessieren. Auch, betreibst du in irgendeiner Weise Ausgleichssport?

Kurz zur Psyche, um Mis(t)sverständnissen vorzubeugen: Psyche und Physis arbeiten in Wechselwirkung. Wenn der Körper angestrengt ist, ist es auch der Geist. Wenn du dich (z. B. wegen Erkältung) malad fühlst, FÜHLST du dich malad, d. h. der Geist ist mit betroffen. Umgekehrt, wenn du unter geistigen Stress bist (z. B. Termindruck) ist dein Körper ebenso unter Stress. Schüttet Stresshormone aus.
Ursprünglich gehörte dies zu unseren Überlebensinstinkten. Wenn unsere Altvorderen unter Stress standen, bedeutete dies zumeist Gefahr für Leib und Leben. Also schüttet der Körper Stresshormone und Neurotransmitter aus, die uns in die Lage versetzen sehr viel Kraft für Kampf oder Flucht einzusetzen. Allerdings, was für unsere Ahnen galt, gilt heute nur bedingt. Aber mache mal deinen Instinkten klar, das der "Volldepp" vor dir zwar stresst, aber keine Gefahr für Leib und Leben ist. Andersrum, den Chef, Kunden oder bockigen Mitarbeiter anzugreifen oder vor ihm weg zu laufen macht heute auch sähr wenig Sinn...

03.12.2017 15:39 • #4


Yep, da bin ich bei dir - ich hasse es auch Medikamente zu nehmen, selbst bei Kopfweh nehm ich nicht gleich was.
Aber wie gesagt, wenn man mehrere Tage hintereinander nicht oder kaum schläft, bleibt einem nichts anderes übrig. Dazu kamen noch die Ohrgeräusche (kein Pfeifen / Tinnitus, nur rauschen...)
Ich bin Rechtshänder. Mein Schreibtisch kann in der Höhe verstellt werden, somit sitz ich nicht die ganze Zeit. Ich glaub ich war einer der Ersten der einen Schrittzähler hatte - mache ca. 12 bis 14.ooo Schritte nur in der Firma, wobei das gar nicht so viel ist. Geh auch 2mal in der Woche für eine Stunde Fitnessübungen machen. Im Frühjahr Rad fahren, im Winter etwas Langlauf. Esse recht gesund, rauche und trinke nicht.
Mein BMI-Wert ist 22, bin 176, wiege 72kg
Ich denke auch, dass man sich selbst nicht eingesteht, dass man tatsächlich gestresst ist. Wobei ich das ja zugebe, aber mir hat das bis dato nichts ausgemacht, dachte ich zumindest. Aber nachdem ich eben das auch ausschließen möchte hab ich nach all den Jahren eben auch den Weg zum Psychologen/Psychiater gesucht.
Befund der Orthopäden: Fehlstellung der obersten beiden Halswirbel. War auch schon mal 3 Tage am Stück beim Chiropraktiker, der konnte dafür sorgen, dass ich meinen Kopf wieder richtig nach links drehen konnte, allerdings hat er mir gesagt, dass die Muskeln so verspannt sind, dass das morgen wieder so sein wird...und so war es dann auch.
Spange wegen Zähneknirschen hatte ich auch schon, ich knirsch aber nicht. Amalgan hab ich auch vor 15 Jahren raus machen lassen. Wegen den komischen steifen Fingern und Zehen bin ich auch schon auf Rheuma untersucht worden - hab ich aber auch nicht .
Was mir auch noch einfällt - wenn ich mich selber so beobachte, dann bin ich immer angespannt - zieh immer die Schultern leicht hoch - keine Ahnung wieso. Das fällt auch dem Masseur auf, bei dem ich zur Mass. ab und zu war - der hat auch immer gesagt, ich soll mich mal entspannen - kann ich aber nicht, zumindest nicht lange. Ach ja und wenn ich so nachdenke geh ich auch 2 bis 3 mal Abends zum Pinkeln - obwohl ich ab 19 Uhr nichts mehr trinke. Das hat mich eben auch dazu bewogen mal die Psyche untersuchen zu lassen.

03.12.2017 19:13 • #5


Daisho
Hi,
Ah ja! Jetzt lässt sich ein Leitender Angestellter erkennen... Die Überprüfung "des Gegenüber" war schon fast überfällig...
Durch meine Profession habe ich viel mit beruflich bedingten Streßerkrankungen zu tun. Deine Beschreibungen lesen sich zudem in weiten Teilen wie ein Lexikon der Befindlichkeiten meiner Coachees und Trainees. Ich selbst, wie auch viele meiner Coachees haben - "ähnlich" dir - einen langen Ärztemarathon hinter sich.
Allerdings, ich bin weder Arzt noch Psychologe. Im Zweifel bleiben diese F(l)achleute 1. Anlaufstelle. Ich wünsche dir nur mehr Erfolg, wir mir seinerzeit vergönnt war.

Ich vermute bei dir primär eine Stresserkrankung. Zu Vieles (Tinitus (!), Verspannungen, ...) deutet darauf hin. Dein Arzt scheint auf den gleichen 'Trichter' gekommen zu sein, ansonsten hätte er dich nicht zum Psychologen geschickt. Dieser wird dir wahrscheinlich eine Verhaltenstherapie empfehlen, nachdem viele Ursachen im Bereich des Verhaltens, der Reaktion auf Stressoren zu suchen sind. Etwas ähnliches möchte ich dir in Vorbereitung auch empfehlen, wobei es dabei vorwiegend um Selbstbeobachtung gehen sollte. Also, was passiert mit dir dabei, danach.
Zitat von Balu67:
Mein BMI-Wert ist 22, bin 176, wiege 72kg
Das könnte mich fast neidisch machen. Es erklärt sich aber durch
Zitat von Balu67:
...somit sitz ich nicht...; ... mache ca. 12 bis 14.ooo Schritte nur in der Firma....; ...2mal in der Woche Fitnessübungen .... Im Frühjahr Rad fahren, im Winter etwas Langlauf. Esse recht gesund...

An der Bewegung 'hapert es also schon mal nicht. Sehr gut. (Wobei ich gerade grinsen musste: Viele meine Coachees kommen mit 3-4000 Schritten ganztätig im Wochenschnitt. Was ich manchmal zu hören bekomme, wenn ich eine Verdoppelung empfehle...)
Bewegung unterstützt den Körper bei der Verstoffwechselung von Stresshormonen. Ausreichend Trinken (so 25 -30 ml/kg Körpergewicht) ebenso. Dabei sollte man Kaffee, Schwarztee oder auch Alk. nicht mit berechnen. Deren Bearbeitung bindet Wasser im Körper.

An der Bewegung sollte es bei dir aber nicht hapern. Ich vermute momentan eher etwas in Richtung Reizüberflutung und der Gewohnheit diese mit nach Hause zu nehmen. Darauf deutet auch
Zitat von Balu67:
wenn man mehrere Tage hintereinander nicht oder kaum schläft...; Tinnitus, nur rauschen...


Auch bedeutet für mich Industrie Produktionsnähe, also außer allg. Stress auch Krach und eine Vielzahl von anderen Reizen. (Korrigiere mich, wenn ich falsch liege. Ich war noch nicht an deinem Arbeitsplatz. )

Aufgrund Obigem möchte ich dich motivieren Folgendes zu probieren:
1.) Hast du irgendwo in deiner Nähe z. B. einen Wanderweg 'weit weg' von Strassen, Menschen, Maschinen? Am besten einen, den du ziemlich direkt nach der Arbeit anfahren könntest? Es kann ein Park sein, ein Wanderweg außerhalb, oder... Ich habe hier einen Weg durch einen Wald, den ich dazu nutze.
Beim aktuellen Wetter am Besten eine Stirnlampe mitnehmen, eine Taschenlampe hat sich bei mir als eher lästig erwiesen. (paar 'fennich fuffzich' im Fachhandel oder bei Amazon) Bei vorgenannten geht es aber NICHT darum 'Leistung' zu zeigen, einen 'Waldlauf' zu machen oder ähnlich. Es geht darum, die hektische Reizüberflutung des Tages los zu werden, gegen natürliche ruhige Reize zu ersetzen. Konkret eher um "Meditatives Gehen". Hier eine recht gute Anleitung: https://www.kneippbund.de/fileadmin/use ... _Gehen.pdf
Mit etwas Übung kannst du dies dann auch später im Alltag machen. Ich mache es inzwischen auch gerne z. B. wenn ich schwimmen gehe...
2.) Schau bitte nach einem Kurs in PMR (https://de.wikipedia.org/wiki/Progressi ... ntspannung) und oder autogenes Training (https://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training). Kurse in Entspannungstechniken werden übrigens vielfach von den Kassen (auch viele private) mit finanziert. Ein Anruf lohnt sich also wahrscheinlich.
Persönlich meine ich, es macht Sinn beides zu lernen: PMR ist die kurzfristig erlernbarere Methode, autogenes Training braucht zum Erlernen oft etwas länger, ist aber die Methode, welche tiefer geht und sich langfristig betrachtet am Besten ausbauen lässt.
3.) Was deine Schlafstörungen betrifft. Folgendes wäre vielleicht einen Versuch wert: Gehe mal eine Zeit lang eine halbe Stunde früher ins Bett und nehme dir ein Buch mit. Nutze diese Zeit um zu lesen. Gerne auch länger als 30 Minuten. Wenn du mehr auf EntspannungsCD's stehst, sind die auch okay. Mein persönlicher Favorit ist das Buch. Aus zwei Gründen. Zum Einen sorgt die Konzentration auf die Zeilen für eine Reizabschaltung, zum Anderen werden die Bilder, mit denen man sich zuletzt beschäftigte, mit in das Schlaferleben hinein genommen. Nun sind vor allem wir Männer aber vielfach so konditioniert, uns an Träume nicht erinnern zu können. So kann ich nicht einschätzen, ob deine Schlafstörungen auf Reizüberflutung oder 'schlechte Träume' zurück zu führen sind. Ein Buch würde beides bedienen. (Ich lese gerade Dan Brown, Origin) Ein TV/Film bewirkt aber eher das Gegenteil. Das sollte bereits 15 Minuten vor dem Schlafengehen abgeschaltet werden.
4.) FitnessCenter. Viele Center bieten Kurse in Streching/Dehnung an,
Zitat von Balu67:
...wenn ich mich selber so beobachte, dann bin ich immer angespannt - zieh immer die Schultern leicht hoch ...
darüber Qui Gong, Tai Chi ... Hier mal genauer zu schauen könnte sich lohnen. Streching ist letztlich aber mehr die biologische Ausführung deines Relaxans, nur eben gezielter. Dennoch aber 'nur' Arbeit am Symptom.

Für alle Punkte gilt jedoch eines: Probieren und dann schauen, was es mit Einem macht, wie man sich fühlt und warum. Ein Notizbuch für persönliche Notizen/Tagebuch erweist sich hier als durchaus hilfreich.

Habe ich fast übersehen:
Zitat von Balu67:
... geh ich auch 2 bis 3 mal Abends zum Pinkeln
Hier würde ich weniger auf Psyche als ganz profan auf Beckenbodenmuskulatur (http://www.medical-pictures.de/bilder/A ... n-2015.jpg) vermuten. Zu dieser gehören auch die Schließmuskeln. Hier kann es sich bereits um "Nebenwirkungen" deines Relaxans handeln. Zur Sicherheit am Besten zuerst zum Urologen. (Beipackzettel mitnehmen) Wenn dieser keine anderen Vorschläge hat, kann folgendes helfen: http://www.xn--beckenbodentraining-mnner-5ec.com/. Es gibt auch andere Anleitungen.

Bitte erwarte aber keine Erfolge von heute auf Morgen! Deine Herausforderungen haben eine 17 jährige 'Tradition', evtl. zzgl der Zeit, in der du sie noch nicht wahrgenommen hast. Aber, auf jeden Fall viel Erfolg und Spass dabei!

So, jetzt werde ich mich mal wieder meinem Buch widmen. wünsche eine angenehme Nacht. Wenn du Fragen haben solltest, du weißt ja wo ich zu finden bin...

03.12.2017 22:37 • #6


Nero78
Hallo Balu67 auch von mir ein Herzliches Wilkommen, das was der Daisho geschrieben hat, da muss ich ihn recht geben.
Auch ich habe ähnliches erlebt und bin ständig auf der suche nach dem grung meiner Erkrankung gewesen, nicht selten kammen dann auch die typischen symptome einer depresion zum vorschein. Ich nehme AD´s und bin nun schon seit mehrern Monaten Symptomfrei.......mir ging es noch nie besser als jetzt.

Ps. Die AD´s brauchen einige zeit um zu Wirken, teilweise bis zu 6 Wochen. Die ersten Wochen sind immer am schlimmsten.

LG

04.12.2017 19:27 • #7


Daisho
Hallo Nero
ein herzlich Willkommen auch an dich!

Zitat von Nero78:
Ps. Die AD´s brauchen einige zeit um zu Wirken, teilweise bis zu 6 Wochen.


Besser ist's, das Zeug erst gar nicht zu benötigen.
Was machst du neben der Medikation gegen deine Erkrankung? Welche Diagnose hattest du?

04.12.2017 19:33 • #8


Nero78
Hallo Daisho, natürlich währe es besser ohne AD´s. Na klar, nur Medikamentation bringt auf dauer nichts es soll mich nur unterstützen, ich habe eine to do liste die ich abarbeite sie soll mir helfen einiges in meinem Leben zum besseren zu ändern, nebenbei versuche ich es mit Autosuggestion "Autogenes Training" und das mit erfolg. Sollte das keinen erfolg zeigen, währen weitere Therapeutische massnahmen angebracht. Ich habe das alles schonmal in meiner Jugend mit gemacht und 2 1/2 Jahre Ergotherapie. Bei mir wurden leichte bis Mittelschwere Deppresionen Diagnostiziert vobei die Psychosomatischen Symptome im vordergrund standen.

04.12.2017 20:18 • #9


Zitat von Daisho:

Ich vermute bei dir primär eine Stresserkrankung. Zu Vieles (Tinitus (!), Verspannungen, ...) deutet darauf hin. Dein Arzt scheint auf den gleichen 'Trichter' gekommen zu sein, ansonsten hätte er dich nicht zum Psychologen geschickt. Dieser wird dir wahrscheinlich eine Verhaltenstherapie empfehlen, nachdem viele Ursachen im Bereich des Verhaltens, der Reaktion auf Stressoren zu suchen sind. Etwas ähnliches möchte ich dir in Vorbereitung auch empfehlen, wobei es dabei vorwiegend um Selbstbeobachtung gehen sollte. Also, was passiert mit dir dabei, danach.
..


Erstmal vielen Dank für deine Einschätzung und die vielen Details und Ratschläge, die du mir mitgeben möchtest.
Ich fürchte auch, dass der Schwindel (bzw. die Verspannungen) auf den Stress zurück zu führen ist - da bin ich wohl viele Jahre den vermeintlich falschen Ursachen hinterher gelaufen.

Sport und Bewegung denke ich passen bei mir. Mich lassen momentan die dauernden Gedanken an lauter unwichtige Themen keine Ruhe - da läuft ständig im Bett ein Film ab, was morgen alles kommt - und wie gesagt, es ist laut unwichtiges Zeug, keine tatsächlichen Probleme.....ich erkenne das selber, aber mein Hirn spielt da nicht mit, von diesen Gedanken los zu lassen - das stört mich am meisten . Ich bin derzeit auf der Suche nach Kursen hier in meiner Umgebung für das autogene Training.
Aber wie du schreibst, wird sich meine "Situation" nicht von heute auf morgen ändern. Deshalb werd ich die erste Zeit versuchen müssen meine Probleme mit Medikamenten abzuschwächen, sonst spielt denke ich mein Körper nicht länger mit.

Ich sitz auch gerade hier und merke wie verspannt ich schon wieder bin. Meine Knie sind ziemlich weich und meine Ohren rauschen. Ich bin saumüde, kann aber nicht schlafen..... Dazu kommt die Unsicherheit, ob das nun die Nebenwirkungen des AD'S sind, oder ob ich einfach zu viel oder zu wenig von dem "Zeug" nehme, oder ob ich gar nochmal ein anderes AD nehmen soll/muss.
Aber da muss ich wohl nun durch - hoffe ich schaff die paar Tage noch, bis zum Urlaub über den Jahreswechsel.
Danke dir nochmals.....

P.S.: was schreibst du für ein Buch

04.12.2017 20:26 • #10


Nero78
Balu67...das kenne ich, lass dir helfen. Es wird sicherlich irgend wann wieder Berg aufgehen, es ist wichtig das du was änders von alleine wird das nix !

Bleib am ball.

LG

04.12.2017 20:36 • #11


Zitat von Nero78:
Hallo Balu67 auch von mir ein Herzliches Wilkommen, das was der Daisho geschrieben hat, da muss ich ihn recht geben.
Auch ich habe ähnliches erlebt und bin ständig auf der suche nach dem grung meiner Erkrankung gewesen, nicht selten kammen dann auch die typischen symptome einer depresion zum vorschein. Ich nehme AD´s und bin nun schon seit mehrern Monaten Symptomfrei.......mir ging es noch nie besser als jetzt.

Ps. Die AD´s brauchen einige zeit um zu Wirken, teilweise bis zu 6 Wochen. Die ersten Wochen sind immer am schlimmsten.


danke dir. Ja, ich bin sicher, dass Daisho recht hat. Aber nun ist es mal so, dass das Ganze schon rel. weit fortgeschritten ist und ich für die Übergangszeit wohl die AD'S nehmen werde/muss.
Mal ne blöde Frage. Woher wusstest du die ersten (schlimmsten) Wochen, ob es denn Nebenwirkungen sind, oder ob du das falsche AD nimmst? Die Nebenwirkungen sind ja teilweise irre - du nimmst was gegen Schwindel und der Schwindel steht bei den Nebenwirkungen dabei.....

04.12.2017 20:37 • #12


Nero78
Ich habe einfach meinen Psychater gefragt wegen den Nebenwirkungen....einige Symptome können duch die AD´s verstärkt werden, gehen aber nach einigen Wochen wieder weg. Ich habe übrigens auch zimlich heftige schwindel anfälle gehabt, habe mich Benommen gefühlt, war total neben der spur und was mir richtig Angst gemacht hat, war diese Gereitztheit und die starke Agresionen die ich verspürt habe, noch schlimmer als vorher. Ich stand kurz davor alles hinzuschmeissen weil ich nicht mehr konnte !

04.12.2017 20:47 • #13


Daisho
Zitat von Balu67:
Erstmal vielen Dank für deine Einschätzung und die vielen Details und Ratschläge, die du mir mitgeben möchtest.

Keine Ursache, aufgrund meiner eigenen Erfahrungen muss ich mich eher bremsen um nicht zu überfordern. Gibt mir bitte ein Feedback. Wenn dir die Tipps zu etwas Erleichterung bringen, freut mich das. Auch kann es natürlich bei der Umgewöhnung zu leichten Stolperfallen kommen. Melde dich dann einfach. Die Anregungen, die ich dir bis jetzt gab, dürften dich aber schon eine Weile beschäftigen. Dennoch bleibt es nur ein Fundament!
Zitat von Balu67:
Ich fürchte auch, dass der Schwindel (bzw. die Verspannungen) auf den Stress zurück zu führen ist - da bin ich wohl viele Jahre den vermeintlich falschen Ursachen hinterher gelaufen.

Warum sollte es dir anders gehen wir mir? Probiere, beobachte aber bitte erst, bevor du vorschnell lobst. Vielfach sind es gerade Gewohnheiten (Konditionierungen), die uns im Wege stehen. Und die können verflixt beharrlich sein.
Zitat von Balu67:
Sport und Bewegung denke ich passen bei mir. Mich lassen momentan die dauernden Gedanken an lauter unwichtige Themen keine Ruhe - da läuft ständig im Bett ein Film ab, was morgen alles kommt - und wie gesagt, es ist laut unwichtiges Zeug, keine tatsächlichen Probleme.....ich erkenne das selber, aber mein Hirn spielt da nicht mit, von diesen Gedanken los zu lassen - das stört mich am meisten . Ich bin derzeit auf der Suche nach Kursen hier in meiner Umgebung für das autogene Training.

Sehr gut. Hast du bei der Krankenkasse schon nachgefragt? Die - wie auch der Hausarzt - können dir durchaus auch Empfehlungen zu guten Praxen geben. (Natürlich keine speziellen Empfehlungen aussprechen)
Was die "dauernden Gedanken zu unwichtigen Themen" angeht, da können wir später mal genauer ran gehen. Dies ist auch eine Frage der Organisation. Momentan dürfte es aber für dich wichtiger sein deine aktuelle Situation zu stabilisieren. Lasse uns das bitte zurück stellen.
Meine nach wie vor erste Wahl bei Schlafstörungen ist das Buch vor dem Einschlafen. Das hat gleich zwei Gründe: Zum Einen lenkt eine gute Erzählung von den Geschehnissen des Tages ab, richtet sie auf das Buch. Weiter, mit etwas Übung wirst du beim Lesen in eine Trance sinken, die der beim autogenen Training ähnlich ist. Auf Trance und Trancetechniken können wir gerne genauer eingehen, wenn du deine ersten Schritte im Autogenen Training gemacht hast. Dieses baut auf den gleichen Grundlagen auf.
Zitat von Balu67:
Ich sitz auch gerade hier und merke wie verspannt ich schon wieder bin. Meine Knie sind ziemlich weich und meine Ohren rauschen. Ich bin saumüde, kann aber nicht schlafen..... Dazu kommt die Unsicherheit, ob das nun die Nebenwirkungen des AD'S sind, oder ob ich einfach zu viel oder zu wenig von dem "Zeug" nehme, oder ob ich gar nochmal ein anderes AD nehmen soll/muss.
Aber da muss ich wohl nun durch - hoffe ich schaff die paar Tage noch, bis zum Urlaub über den Jahreswechsel.

DU SCHAFFST DAS, BALU!
(Keine Smilies, mit vollem Ernst gemeint!)

Ein paar Tricks zur Unterstützung und Selbsterfahrung:
Erst lesen, dann machen!
Du hast sicher ein paar Ziele und Wünsche, die du dir bisher nicht erfüllen konntest. Sei es ein Urlaub, etwas anderes Besonderes...
Suche dir bitte JETZT in Gedanken eines heraus, stelle dir dieses im Geiste bildlich vor. Nun schließe die Augen, stelle dir dein Ziel vor und sage (denke) dir intensiv: Ich hoffe, ich werde "dieses Ziel" erreichen! ("Dieses Ziel" ersetzt du mit eine Bild DEINES Zieles) Wiederhole diesen Gedanken mehrfach, spüre dabei deinen Gefühlen nach. Deren Kraft.
SSSo, mach ma'!

Nun stelle dir das gleiche Ziel, den gleichen Wunsch bitte noch einmal vor. Dieses Mal formulierst du aber "Ich weiß, dass ich dieses Ziel erreichen werde!" Spüre auch hier den Gefühlen nach, deren Kraft.
Auf geht's!

Hast du Unterschiede zwischen dem ersten und zweiten Versuch bemerkt?
Wenn ja, berichte mir bitte darüber...

Vorher aber zum nächsten 'Test':
Auch hier, erst lesen, dann probieren: (Sorry, wenn du deine Intelligenz beleidigt fühlen solltest. Beruht auf Erfahrungen.)
Atme bitte mal durch die Nase und achte dabei auf deinen Atemstrom. Du wirst bemerken, in einem Nasenloch ist der Luftstrom, die Bewegung der Nasenhaare, deutlich stärker spürbar als im Anderen. Ist 'dominant'. Dieses ist Normal. Hat mit der Befeuchtung der Luft zu tun, ist hier aber weniger wichtig. Nur in der Beziehung, dass - wenn das Nasenloch 'trocken' ist - die Dominanz wechseln wird.
Richte nun deine Aufmerksamkeit auf das dominante Nasenloch. Spüre wie der Strom der Luft durch es hindurch fließt. Wenn deine Gedanken abwandern sollten, lenke sie sanft wieder auf das dominante Nasenloch, den Luftstrom zurück. Sollten sich 'fremde Gedanken' - solche, die mit unserem "Test" nicht zu tun haben - einschleichen, packe sie - Gedanken-bildlich - auf eine Wolke, gibt dieser einen Stupps, sehe ihr nach, bis sie hinter dem Horizont deiner Vorstellung verschwindet. Kehre dann wieder zur Nasenatmung zurück.
Deine Achtsamkeit, deine Aufmerksamkeit sollte ausschließlich auf der Atmung beruhen. Wenn die Dominanz wechselt, folge ihr einfach. Halte diesen "Test" einfach so lange durch, wie es dir möglich ist. Aber zwinge dich nicht.
Berichte mir aber bitte....

Was deine Verspannungen betrifft, hast du eine Badewanne?
Wasser einlaufen lassen, so heiß als dir möglich, Laaaaangsam rein und an die Hitze gewöhnen. Ein Handtuch unter den Nacken, als Stütze. Dann die Übung von oben wiederholen, entweder bis Wasser zu kühl (nicht kalt) oder die Konzentration einer Schläfrigkeit weicht. (Referenz: Japanisches Onsen https://de.wikipedia.org/wiki/Onsen)
Alternative bei Dusche: Festen Stand suchen, den Duschkopf so ausrichten, dass der Wasserstrahl auf den Ansatz der Wirbelsäule am Kopf ausgerichtet ist. Der Wasserstrom über die verspannten Stellen läuft. Auch hier die obige Übung wiederholen.

Oki, damit aber genug für heute. Ich habe auch einen Arbeitstag hinter mir und du hast eh genug zum Ausprobieren....
Gute Nacht, ich wünsche sie dir!

PS.: Die Übung mit der Nasenatmung lässt sich auch als Einschlafhilfe verwenden....

04.12.2017 22:29 • #14


Daisho
Zitat von Nero78:
Hallo Daisho, natürlich währe es besser ohne AD´s. Na klar, nur Medikamentation bringt auf dauer nichts es soll mich nur unterstützen, ich habe eine to do liste die ich abarbeite sie soll mir helfen einiges in meinem Leben zum besseren zu ändern, nebenbei versuche ich es mit Autosuggestion "Autogenes Training" und das mit erfolg. Sollte das keinen erfolg zeigen, währen weitere Therapeutische massnahmen angebracht. Ich habe das alles schonmal in meiner Jugend mit gemacht und 2 1/2 Jahre Ergotherapie. Bei mir wurden leichte bis Mittelschwere Deppresionen Diagnostiziert vobei die Psychosomatischen Symptome im vordergrund standen.


Hi Nero,
nur kurz, nachdem ich selber ziemlich am Ende bin, meine Energiequellen aufsuchen sollte.
Ich habe ein persönliches Problem mit AD, wie auf meinem Profil erkennbar. Daher erlaube mir, mich dazu nicht zu äußern. Wäre zu subjektiv beeinflusst.
Eine ToDoListe ist ein SÄHR(!) guter Anfang, allerdings kann diese Technik auch Stolperfallen enthalten. Sollen wir uns darüber mal unterhalten?

Autogenes Training ist ein wundervoller Anfang, vor allem weil es ein Fundament für Weiterungen ergibt. Hast du dich diesbezüglich schon mal mit Affirmationen beschäftigt?

Depressionen finden ihre Basis häufig in Erlebnissen oder Konditionierungen der Jugend. Hast du hier schon mal Möglichkeiten gefunden, diesem genauer nachzugehen?

Deine Bestärkungen, dein Mut-Machen finde ich übrigens toll! Auch dass du ihn im Rahmen der AD's unterstützt. Meine eigenen Erfahrungen sind leider weder reproduzierbar noch publizierbar. Würden hier aber auch zu falschen Meinungen führen, da nicht Jeder mit einer Resistenz zu arbeiten hat.

Bevor wir aber intensiver einsteigen; ich bin ziemlich am Rande meiner verfügbaren Ressourcen. Dies hier ist eine Freizeitaktivität für mich. Nicht zuletzt wäre es recht unfair, wie unhöflich Balu gegenüber, wenn er als Treaderöffner in seinem eigenen Thread eine 'zweite Geige' spielen müsste.
Ist es okay für dich, wenn wir uns erst mal primär (vielleicht gemeinsam) um Balu kümmern, dessen Herausforderungen auch etwas akuter zu sein scheinen?

04.12.2017 23:01 • #15


24.02.2019 11:54 • #16


petrus57
Zitat von Balu67:
Sind das die Nebenwirkungen? Wann gehen die wieder weg?


Mit wie viel mg Escitalopram hast du denn begonnen? Ich würde da mit 5 mg anfangen um die Nebenwirkungen gering zuhalten.

Die Nebenwirkungen gehen meist nach einigen Wochen weg.

24.02.2019 12:24 • #17

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Schlaflose
Ja, das sind typische anfängliche Nebenwirkungen, die nach 3-4 Wochen abklingen. Escitalopram ist ein anregendes AD und verursacht Schlafstörungen, zumindest, wenn man sowieso Probleme damit hat. Oft wird deshalb für abends zusätzlich einschlafanstoßendes AD verschrieben. Sprich mal deinen Arzt darauf an.

24.02.2019 14:29 • #18


Ich würde abraten irgendeine Art von Antidepressiva zu nehmen..für mich war es die Hölle..Klar Anfangs wird dann alles gut, die zwei bis drei Wochen bis die Medikamente wirken denkt man sich die hält man schon durch.. dann wirken die Medikamente und irgendwann geht es einem wieder soweit gut, dass man die Medikamente wieder absetzten möchte und sich selbst denkt, das schafft man schon...
Dies war für mich die Hölle...ich habe ein Jahr lang Paroxetin 20mg genommen und anschließend heftige Absetzsymptome verspührt. Ich war überhaupt nicht mehr belastbar, hab bei jeder Kleinigkeit geheult. wollte nur im dunkeln zuhause im Bett liegen.


Jetzt zu dir. der Schwindel kann natürlich von der HWS kommen. Du hast ja auch schon einige Untersuchungen hinter dir. Und wegen Schwindel, wenn du alles abgeklärt hast - MRT vom Kopf usw. Würde ich keine Antidepressiva schlucken. Die Ärzte verschreiben das häufig, weil es zur Besserung des psychischen Beschwerden führt - aber sie klären einen nie über die möglichen Konsequenzen auf...

25.02.2019 17:00 • #19


Schlaflose
Zitat von Primel:
ich habe ein Jahr lang Paroxetin 20mg genommen und anschließend heftige Absetzsymptome verspührt.


Du kannst aber nicht davon ausgehen, dass das bei allen so ist und generell von ADs abraten. Abgesehen davon ist Paroxetin berüchtigt dafür, dass es sehr schwer abzusetzen ist. Andere ADs sind nicht so. Wenn man sie ganz langsam ausschleicht, merkt man nichts davon. Das kann ich aus eigener mehrfacher Erfahrung sagen. Das einzige, was bei mir passiert, ist, dass unter einer bestimmten sehr geringen Dosis, mein Grundproblem (Schlafstörung) wieder auftritt. Sonst habe ich nie irgendetwas gemerkt.

25.02.2019 18:07 • #20



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