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R

Rinii2
Gast

Sammelthema
Meine Fingerspitze vom Zeigefinger ist vorhin pelzig/taub geworden...und es geht nicht mehr weg...

bin grade voll in Panik...

habe Angst vor einem Schlaganfall

06.03.2021 #1


276 Antworten ↓
Vendetta1981

Vendetta1981
Mitglied

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Hallo persithe,

also grundsätzlich sind Angststörungen vereinfacht gesagt ein übersteigertes Risikoempfinden. Wie es dazu kommt, ist sehr individuell aber eine Sache haben die meisten Menschen gemeinsam: Sie merken nicht, dass sie auf den Weg in eine Angsterkrankung sind und es fällt ihnen erst auf, wenn sie bereits in der Erkrankung stecken und diese sich mit Panikattacken und permanenter Sorge um die eigene Gesundheit zeigt.

Je intensiver diese Erkrankung verläuft, desto mehr verliert man die Fähigkeit einzuschätzen ab wann Gefahr droht. Ein Beispiel lieferst du dafür sogar selbst:

Zitat von persithe:
Vor ein paar Wochen wurde ein Lungenkrebsfall in der Familie diagnostiziert und in den ersten zwei Wochen danach war ich so fest davon überzeugt, dass ich an Krebs sterben werde dass ich regelmäßig Panikattacken bekam.


Die Nähe die hier erwähnt wird, beeinflusst dein Urteilsvermögen und du nimmst diese spezielle Gefahr aus diesem Grund auch deutlicher wahr. Würdest du genauso empfinden, wenn irgendjemand den du nicht kennst an Lungenkrebs erkrankt? Denn genau das ist der Punkt. Steigt deine Angst deswegen weil du Angst vor der Krankheit hast oder weil es jemanden getroffen hat, der dir nahesteht? Egal wie die Antwort nun lauten mag, dein individuelles Risiko an Lungenkrebs zu erkranken erhöht sich dadurch nicht, nur weil du von diesem Umstand weißt.

Das bringt mich zu meiner Kernaussage:

Das Leben ist aus gesundheitlicher Sicht ein Strategiespiel. Es gibt keine Garantie auf Gesundheit oder auf ein langes Leben. Es gibt Menschen die nie rauchen, sportlich aktiv sind, auf ihre Ernährung achten und trotzdem erkranken sie an Lungenkrebs oder sterben aus heiterem Himmel an einem Herzinfarkt obwohl sie keine 50 sind. So etwas gibt es, allerdings sind das absolute Ausnahmefälle, womit wir wieder beim Thema Wahrscheinlichkeiten sind. Das soll uns aber nicht davon abhalten, unsere Gesundheit zu fördern. Die Gestaltung, wie wir unser Leben bestreiten haben wir selbst in der Hand. Wir sind zwar nicht in der Lage eine ernste Erkrankung zu 100% auszuschließen, aber wir können die Bedingungen möglichst günstig wählen, so dass wir die Wahrscheinlichkeit drastisch erhöhen möglichst lange gesund zu bleiben.

Das plakativste Beispiel was mir dazu einfällt ist Zahnpflege. Mit regelmäßiger Pflege und Kontrolle können Zähne lange gesund bleiben. Lässt man die Mundhygiene allerdings schleifen, wird es sehr wahrscheinlich früher als einem lieb ist zu Problemen kommen und man zerstört unter Umständen sein Gebiss.

Noch ein paar Gedanken zu deinen Fragen:

Zitat von persithe:
WAS FÜR TECHNIKEN WENDET IHR IN AKUTSITUATIONEN AN?


Hilfreich sind hier vorallem Achtsamkeitsübungen und Hinterfragen des eigenen Bewertungsmusters. Wenn du dich in einer akuten Angstsituation wiederfindest, versuche zu reflektieren was in den 1 - 2 Minuten vorher geschehen ist. Hast du an bestimmten Gedanken festgehalten die du durchdacht hast. Passten diese Gedanken überhaupt zu deiner aktuellen Situation? Das Zerlegen der Gedanken in einzelne Glieder die du individuell betrachten und zur Disposition stellst kann schon dabei helfen die Situation zu entschärfen. In einer Angstsituation reagiert man selten rational. Umso wichtiger ist es eine Routine zu entwickeln, dass die Pferde nicht mit einem durchgehen.

Zitat von persithe:
WAS HILFT GEGEN PSYCHOSOMATISCHEN JUCKREIZ?


Das ist ansich wie mit allen psychosomatischen Beschwerden. Du fokussierst dich auf eine Empfindung und verstärkst diese, was dazu führt, dass du dich selbst noch mehr davon überzeugst etwas zu haben was du eigentlich nicht hast:

Zitat von persithe:
Seit dieser Krankheitsgeschichte leide ich an psychosomatischem Ausschlag (bei Stress z.B.) und bekomme immer wieder Panikanfälle, bei denen ich denke, ich habe Krätze.
Manchmal bilde ich mir ein, dass ich Milben auf meiner Haut sehe.
Wenn die Gedanken ganz extrem werde zeige ich auch klassische Symptome, die auf eine Krätze Erkrankung hinweisen- es- ist jedoch nichts


Mir persönlich hat bei solchen Dingen eigentlich am besten geholfen diese Empfindungen einfach geschehen zu lassen, sie zu akzeptieren und mich an das zu halten, was der Arzt diagnostiziert hat: Es liegt kein Befund vor. Dazu muss man aber auch die Möglichkeit zulassen, dass der Arzt recht hat. Wenn man das kann, dann rücken diese Empfindungen automatisch aus dem Fokus und verschwinden entweder ganz oder man nimmt sie nur noch rudimentär wahr.

Mir half es die Stellen mit etwas Bodylotion einzuschmieren und wenn möglich die juckenden Stellen textilfrei zu halten. Da ich allerdings auch keine Angst vor Krätze hatte, verschwand der juckreiz spätestens nach zwei Tagen. Ich hatte das zwei Mal und ich habe mir auch keine großen Gedanken gemacht woher das jucken kam. Ich hatte keinen sichtbaren Ausschlag, ich hatte keine sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen, daher war es für mich unnütz mir weitere Gedanken darüber zu machen.

06.03.2021 04:18 • x 4 #277


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Schnelle Hilfe bei Angst vor Krankheiten und Hypochondrie

x 3


P

persithe
Mitglied

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Halli Hallo.
Ich habe mich soeben neu angemeldet und bin somit noch am Stöbern was es alles hier für Beiträge gibt.

Kurz zu meiner Geschichte/ meiner Frage:
Ich (25J.) bin selbst seit einigen Jahren bereits in therapeutischer Behandlung (Psychoanalyse), welche teilweise auch hilft. Ich möchte mein genaues Krankheitsbild nicht erörtern, jedoch habe ich phasenweise eine relativ starke Angststörung, welche sich seit letztem Jahr immer mehr in Richtung Hypochondrie entwickelt, bzw. bereits schon lange Hypochondrie ist.

Vor anderthalb Jahren hatte ich über 8 Monate Krätze, die nicht verschwand und bei der mir aufgrund recht unauffälliger Symptome zwei Hautärzte erzählten, es sei nichts- der erste meinte sogar, ich solle direkt zum Therapeuten gehen. Monatelang machte ich mich verrückt da ich wusste dass etwas nicht stimmt und auch die Krätze vermutete, doch erst 3 Monate später wurde mir die Diagnose von einer anderen Hautärztin bestätigt.
Daraufhin begann die Behandlung, welche über längeren Zeitraum jedoch nicht anschlug.
Seit dieser Krankheitsgeschichte leide ich an psychosomatischem Ausschlag (bei Stress z.B.) und bekomme immer wieder Panikanfälle, bei denen ich denke, ich habe Krätze.
Manchmal bilde ich mir ein, dass ich Milben auf meiner Haut sehe.
Wenn die Gedanken ganz extrem werde zeige ich auch klassische Symptome, die auf eine Krätze Erkrankung hinweisen- es- ist jedoch nichts, alles psychosomatisch.
Das ganze hat sich zu einer Art Phobie entwickelt, bei der ich teilweise den ganzen Tag in einem Angstzustand unterwegs bin.

Dazu kommt, dass ich immer wieder extreme Angst vor Krebs habe oder mich in andere Krankheitsbilder hineinsteigere- vor allem solche, die tödlich oder unheilbar sind.
Vor ein paar Wochen wurde ein Lungenkrebsfall in der Familie diagnostiziert und in den ersten zwei Wochen danach war ich so fest davon überzeugt, dass ich an Krebs sterben werde dass ich regelmäßig Panikattacken bekam. Mittlerweile hat es sich wieder etwas beruhigt, aber ich merke, wie schreckhaft ich auch im Allgemeinen bin, z.b. Angst habe, dass jemand Fremdes in der Wohnung ist wenn ich heimkomme.
Das alles ist wahrscheinlich eine generalisierte Angststörung mit Hypochondrie.
Meine Fragen sind:

WAS HAT EUCH BEI ÄHNLICHEN PROBLEMEN GEHOLFEN/ HILFT EUCH?

WAS FÜR TECHNIKEN WENDET IHR IN AKUTSITUATIONEN AN?

WELCHE THERAPIEKONZEPTE DIE VON DEN KLASSISCHEN ABWEICHEN KÖNNT IHR EMPFEHLEN?

WAS HILFT GEGEN PSYCHOSOMATISCHEN JUCKREIZ?

Ich möchte, wenn die Coronaeinschränkungen wieder aufgehoben sind, in eine Klinik gehen, um andere Therapiekonzepte kennenzulernen. Vielleicht könnt ihr jetzt schon etwas empfehlen. Vielleicht könnt ihr auch Kliniken empfehlen!

Danke schonmal im voraus. Sind etwas viele Fragen, ist auch vollkommen okay wenn z.B. nur auf einen kleinen Teil geantwortet wird. Bin gespannt auf eure Antworten!

Liebe Grüße!

05.03.2021 23:33 • #276


Zum Beitrag im Thema ↓


M
ist das gefühl wieder weg

#2


W
Das geht weg,Nicht panisch werden.Lass mal kalt Wasser drüber

#3


R
Neeeeeeee


ich denk jetz halt auch die GANZE Zeit dran und überprüfe wieder ständig mein Herzschlag...

ich verfalle grade wieder in ne schöne Attacke

hab grad schon eine halbe! Opipramol genommen...


HILFE

#4


C
Wie willst du leben wenn du dich wegen kleinigkeiten so aufführst? Hier soltle der Punkt für dich erreicht sein wo du dich ansiehst und merkst ''man bin ich erbärmlich'' und dir sagst ''so will ich nicht leben lieber sterbe ich'' oder die Panikstörung bleibt für immer. Dann krieg halt deinen ''Schlaganfall'' ist doch besser als so zusammengekauert zu leben. Ausserdem haben echte Schlaganfallpatienten keine Angst davor und keine Zwangsgednaken in die Richtung also biste keiner davon.

#5


R
ich weis ja nicht wie es dir geht Craven..

aber ich mache ja schon alles...
Therapie, Medis.. ich tue alles..

Ich komme aber aus der Spirale nicht mehr raus..

#6


W
Rinii2!.Du betäubst Dich laufend und greifst Dein eigentliches Problem gar nicht an.
Denk mal nach und geh zu einem Therapeuten.Ich denke auch, dass Du es alleine nicht schaffst

#7


R
Mein eigentliches Problem?!?

Ich bin doch in Therapie!

#8


M
ich kann es nachvollziehen.. habe auch immer komische kopfschmerzen wo ich jeden augenblick denke, gleich passiert etwas schlimmes. und ich kapiere es auch nicht;Zumal eeg und ct ohne befund waren

#9


C
irgendwann wirst du an dem Punkt ankommen wo du lieber stirbst als so weiterzuleben. Dann wirst du sehn was passiert. Wenn du dich imemrm ti Medikamenten vollstopfst erreichst du den Punkt jedoch nie. aber er ist der einzige Weg aus der spirale.

Ansonsten kann ich dir sagen was immer du befürchtest es ist 1. nicht real und 2. real wäre es die Panik nicht wert.

#10


I
Hallo Rinii,

wenn man sich im Nackenbereich einen Nerv einklemmt, können auch mal die Finger taub werden. Ein kommender Schlaganfall zeigt sich anders, aber das schreib ich dir jetzt nicht

Eingeklemmter Nerv ist nichts Schlimmes und geht von alleine wieder weg.

Craven schreibt: irgendwann wirst du an dem Punkt ankommen wo du lieber stirbst als so weiterzuleben.

Damit hat er recht, denn wenn man jahrelang (ich weiß wovon ich rede) an Angstzuständen leidet, hat man irgendwann keinen Bock mehr und wünscht sich, man würde sterben, um die Angst los zu sein. Und weißt du was das Paradoxe ist?
Wenn du deine Angst weiterdenkst, dann ist es keine Angst vor Krankheiten, sondern Krankheiten können töten - es ist die Angst vor dem Tod.

Also, was willst du. Dich so lange vor dem Tod ängstigen, bis du dir wünschst du seist es oder willst du deinen Körperreaktionen ganz normalen Körpervorgängen zuschreiben, wie sie jeder Mensch schonmal hat? Sie vielleicht fühlen und wissen, dass jeder schonmal irgendwo ein Zipperlein hat?

LG Insomnia

#11


J
hey riini2,mach dir mal keine sorgen wegen deinm finger und schlaganfall.die angst hatte ich auch ganz doll als sich mein ring,-und kleiner finger komisch taub anfühlten.ich sag nur "ulnarisnerv".ist ein nerv nahe des ellenbogens der sich ,wenn er eingeklemmt ist so auszeichnet das der ringfinger und klene finger taub werden kann.wenns dich richitg nervt geh mal zum neurologen.mach ich jetzt auch weils bei mir schon ne lange zeit immre mal wieder auftritt.ansonsten lass es auf sich beruheh und kleiner tipp.wenn du vorm rechner sitz,möglichst nicht zu oft auf dem ellenbogen abstützen.alles gute.

#12


J
achso,ich hab zeigefinger überlesen aber wie auch immer,is kein schlaganfall sondern einfach nur nen eingeklemmter nerv irgendwo wink:

#13


N

Hilfe

Ich brauch mal eure hilfe. ich leide seit acht jahren an Pa`s und habe vor 1,5jahren aufgehört mit dem Rauchen. Angst vor Asthma, Lungenkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt bla bla. Nun war mein Mann ( raucher) leider kurz weg und ich hab schön Musik gehört und meinte, ich müßte jetzt dazu schön eine Rauchen.
Tja, jetzt hab ich den Salat. Herzklopfen, zittern in den Armen und Beinen, Magenschmerzen. Ich schwöre, ich tus nie wieder. Aber ich brauche eure Hilfe. Ich hab soooooo Angst.
Danke.
Schon mal.
LG Nicky

#14


K
Hi Nicky!

Das ist jetzt warscheinlich dein schlechtes Gewissen was sich da meldet von einer Zig. geht doch die Welt nicht unter .Ich habe auch vor 1 1/2 Jahren aufgehört und habe mir Rosenmontag zwei Zig. geraucht solange es dabei bleibt ist doch alles ok ich habe auch aus den Gründen aufgehört zu Rauchen ,weil ich auch so ein Angsthase bin.Also jetzt denk nicht mehr drüber nach .Lg Kerstin

#15


N
Hallo Kerstin s

ging es dir denn danach auch so schlecht? Also ich sag mal , das hat ne Std gedauert.
Ich denk ich bin geheilt. Nie wieder.

Danke für deine Antwort

#16


K
ja klar ,aber ich denke das war das schlechte Gewissen ,aber ist gut so dann fangen wir vllt nicht wieder an ich hab mich wie ein versager gefühlt.

Lg Kerstin

#17

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D

Hilfe!!

Ich habe seid ein paar Tagen starke Schmerzen im rechten Bein. Meine Angst ist nun groß das ich eine Thrombose habe. Allerdings wurde schon ein Dupplex zum ausschluss einer Thrombose gemacht und es wurde nichts festgestellt. Die Schmerzen werden allerdings immer stärker und inzwischen tut mir das ganze Bein weh. Habe jetzt natürlich Panik das doch was da ist. Kann mich vielleicht mal jemand beruhigen.

Danke schon mal.

LG

#18


D
Die Schmerzen können auch vom Rücken oder von der Hüfte kommen. Bei trombose wird das Bein richtig heiß und man kann vor schmerzen nicht mehr auftreten, am besten du gehst mal zum Ortopäden!
Halt mich auf den laufenden!
Gute Besserung!

#19


D
Hab am Montag schon einen Termin beim Orthopäden. Bin echt mal gespannt. Ich weis auch nicht warum ich mich einfach nicht beruhigen kann.

danke schon mal für deine liebe Worte.

LG

#20


A


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