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zeus11

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Hallo, irgendwie ist mein Text eben nicht angekommen. Bin neu hier und gerade total in Sorge. Bin 950 km von der Heimat im Urlaub mit meinem 12 jährigen Sohn. Habe jeden Tag Druck auf der Brust. Meistens über der Brust, manchmal auch tiefer und links, oft auch nur mittig. Habe mir im letzter zeit oft Sorgen um mein Herz gemacht. Habe leichten Bluthochdruck, der medikamentös gut eingestellt ist. War vor 4 Wochen beim Kardiologen. Der hat festgestellt, dass meine Complimance-Störung etwas schlechter geworden ist. Seitdem mache ich mir wohl auch diese Sorgen. Belastungen EKG mit 210 Watt War ohne Befund, jetzt bloß diesen Druck jeden Tag im Urlaub; mache mir Sorgen um mein Kind, wenn was ist. Auf der Hinfahrt hatte ich 200 km vor dem Ziel wieder diesen Druck mit Atemnot....ein wenig. ...5 min Pause dann weiter gefahren und sich gut angekommen, mache mir seit 3 Jahren wohl übertrieben sorgen um mein Herz. ....zwischendurch wohl auch mal um andere Krankheiten. Was ist los mit mir? Herzphobie oder ? Aber ich spüre doch den Druck und heute morgen beim Einkaufen War mir wieder so komisch mit schlecht Luft. ...heute Nachmittag dann schwimmen gewesen 200 meter.....War auch wieder Druck da, aber eher über der Brust. Zuhause schwimme ich regelmäßig 1000m , auch noch kurz vor der Abfahrt, im Mai 2015 hatte ich aufGrund der Beschwerden sogar ein Herzkathederuntersuchung.....alles in Ordnung, kann den schönen Urlaub gar nicht richtig genießen , versuche mich wegen meinem Kind zusammen zu reißen...bilde ich mir das alles ein? Kann die Psyche Druck und Atemnot verursachen?
bin 50 Jahre alt und eigentlich relativ fit....am Mitt woch noch mit Inliner in Sirmione gewesen ....6 km entfernt. ..wer kann mir ein wenig die Sorgen nehmen

16.07.2016 20:38 • 04.11.2016 #1


55 Antworten ↓


Reenchen


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Hallo,
das ist Adrenalin. Wenn du Angst hast oder überfordert bist, richtet der Körper sich auf Flucht oder Kampf ein. https://de.wikipedia.org/wiki/Fight-or-flight Du selbst machst dir soviel Sorgen und Gedanken, daß du u.a. Adrenalinstöße auslöst. Das ist das Zeug, was medizinisch ausgebildete Ersthelfer bei Herzstillstand mit einer Spritze in den Herzmuskel injizieren. Diesen Vorgang löst du selbst aus.

Sorgen helfen uns nicht wirklich weiter. Wovor hast du wirklich Angst und was löst in die Stress aus. Es sind meist nicht die Gedanken um die Kinder, sondern Überforderungen des Alltags... z.B.
Zitat:
Aber ich spüre doch den Druck und heute morgen beim Einkaufen


Bei mir reicht übrigens der Satz "aber ich muß dir unbedingt was erzählen" und schon spielt mein Körper völlig verrückt. Ich versuche schon seit Jahren, meine Jüngste vor Herzdruck zu schützen, denn sie hat Kardiomyopathie 'non compaction' und ist da ernsthaft in Gefahr bei Stress und Angst. Sie muß echt heftige Herzmedikamente nehmen und weil ich um die Herzangst weiß, gebe ich mein Bestes. Noch hört sie nicht so sehr aufs Herz.

Grüße

16.07.2016 21:16 • #2


xoxoxoxo


Durch übertriebenen Stress und Angst spannen wir unwillkürlich Muskeln immer und immer wieder an. Ich hatte mit starker Hyperventilation während meiner Panikattacken zu tun. Durch meine ständige Anspannung und Angst vor einer nächsten Attacke habe ich starke Schmerzen im Brustbereich, im Nacken und in den Flanken bekommen. Besonders stark habe ich es beim Sport bemerkt, oder wenn ich in einer stressigen Situation war. Der Grund war, dass meine Muskeln im Oberkörper durch die andauernde "Hab-Acht"-Stellung vollkommen verkrampft waren. Geholfen haben mir tägliche Entspannungs- und Dehnübungen bzw. im Nacken auch Mal ein Wärmepflaster/Wärmekissen.

16.07.2016 21:42 • x 1 #3


zeus11


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Vielen Dank für Eure lieben Antworten, kann es mir nur noch so richtig vorstellen, dass das alles durch die Psyche kommen soll. Oder auch durch die falsche Muskelnspannung. Gestern war ich um ca 0:00 im Bett. Dann um 2 h aufgewacht und dachte mein Herz explodiert. Herz raste und Druck....habe versucht mich zu beruhigen. Bin dann irgendwann wieder eingeschlafen. Bis 6:45 h. Komisch alles-mein LeBen war bislang immer relativ normal, Hoffe, dass der Tag einigermaßen verläuft. Die Sorgen bleiben. Heute morgen geht es. Über weitere Zuschriften würde ich mich freuen. Mein Sohn merkt leider auch schon, dass ich mich immer mal an die Brust fasse und mein Puls kontrolliere. Er macht sich dann auch Sorgen. Das will ich natürlich nicht. Daher möchte ich mich lieber hier im Forum austauschen. Lieben Dank .

17.07.2016 05:51 • #4


Salzkristall

Salzkristall


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Zitat von zeus11:
Vielen Dank für Eure lieben Antworten, kann es mir nur noch so richtig vorstellen, dass das alles durch die Psyche kommen soll. Oder auch durch die falsche Muskelnspannung.


Dann hier mal eine Salzkristall'sche Anekdote:
Zunächst einmal: Ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich habe hin und wieder Phasen, wo ich recht optimistisch und zuversichtlich bin, dass alles endlich wieder normal ist, aber dann leider wieder unerklärlich so Phasen wie jetzt gerade, wo einfach gerade wieder alles in sich zusammenbricht.

Aber gut, hier mal die Anekdote: da du ja nicht glauben kannst, was die Psyche so alles anstellen kann. Nun, ich hatte ich den letzten Wochen sehr viel selbstgemachten psychischen Stress wegen einer plötzlichen Herzangst, die sich entwickelt hat. Prompt waren natürlich sämtliche Symptome da: Schwindel, Bluthochdruck, hoher Puls, Stechen/Brennen in der linken Brust, Taubheitsgefühl linker Arm...

Irgendwann bin ich eben (mal wieder) zum Kardiologe, der mich dann mit "was gibt's denn diesmal" begrüßte. Er hat die üblichen Checks gemacht, beim Blutbild allerdings kam zum ersten Mal eine Abweichung im Vergleich zu letztem Jahr raus. Der Glucose-Wert und der freie T4-Wert (Schilddrüse) war erhöht. Glucose erheblich erhöht, Schilddrüse leicht.

Vergangenen Dienstag also die Schilddrüse untersuchen lassen - nichts. (Wie erwartet). Ja ob ich in letzter Zeit viel Stress gehabt hätte, was ich bejahte. Psychischer Stress, Unruhe, Ängste. Einmal sogar mein allererster Panikanfall wo der Puls bei fast 100 war.

Die Ärtzin meinte, dass dies durchaus den Schilddrüsenwert nach oben getrieben hätte, ebenso den Glucose-Wert. Durch den hohen Glucose-Wert mobilisiert der Körper Energiereserven für die Flucht-oder-Kampf-Situation bei Stress. Stresshormone (darunter Cortisol) verändern die Schilddrüsenhormone, ein zu hoher Schilddrüsenwert hat widerum durchaus reale Auswirkungen auf's Herz. Die Stolperer oder Extrasystolen hatte ich mir also nicht eingebildet, sie waren durchaus echt da. Aber eben nicht aufgrund Herzkrankheiten, sondern durch den zu hohen Schilddrüsenwert, der widerum durch psychischen Stress und meine starke innere Unruhe die letzten Wochen ausgelöst wurde.

Das deckt sich zumindest mit meinen eigenen Recherchen zum Thema.

Also unterschätze mal nicht deine Psyche. Es gibt im Medizinstudium eine eigene Kategorie namens Psychosomatik, die sich damit befasst, wie die Psyche den Körper verändern und auch krank machen kann.

17.07.2016 20:07 • #5


Lianne

Lianne


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Ich schliesse mich da Salzkristall an. Ich hatte genau das selbe (mit der SD) und gehe auch (wiedermal) morgen (wiedermal) zum Kardiologen und lasse mir ein LZ EKG anhängen. Gut, ich hab nen kleinen Herzfehler, muss alle 5 Jahre checken; nun gehe ich eben nach 2 Jahren wieder.

Die Katz beisst sich in den *beep*, wenn man Angst hat. Angst vor der Angst, dann Angst vor den Stolperern oder gleich dem eigenen Tod – und so weiter.

Ich habe nichts Neues, will also nur Mitgefühl äussern. Es fühlt sich schei. an, anders kann man es nicht sagen.

18.07.2016 10:01 • #6


zeus11


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So, jetzt schon einige Zeit zurück aus dem Urlaub. .....die letzten Tage des Urlaubes verliefen ganz gut; hat mit gut getan mich mit Euch austauschen zu können. Die letzte Zeit war auch okay. Letze Woche Langzeit EKG gehabt.....seit paar Tagen spüre ich wieder den Druck auf der Brust. Der Arzt ist leider im Urlaub und daher kann das Langzeit-EKG erst dann ausgewertet werden. Eine Vor-Auswertung hat durch die Arzthelferin stattgefunden. Von der weiß ich, dass keine großen Auffälligkeiten sind; zumindest nicht solche, dass gleich ein Arzt hätte informiert werden müssen.
Aber der Druck bleibt, gerade 1000 m geschwommen. ....immer wieder mit einem komischen Gefühl. Denke auch immer, alles strengt mehr an als früher. Letzte Woche hatte ich eine Sekunde so eine blutleere im Kopf; zumindest fühlte es sich so an. Alles komisch. Meine Freundin sagt, dass ist der Kopf und die Muskeln. Weiß auch nicht weiter. ....immer diese Gedanken. Wie komme ich aus dieser Spirale raus. Für nette Ratschläge wäre ich dankbar.

04.09.2016 17:13 • #7


zeus11


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Nachdem ich jetzt einige Zeit Ruhe hatte.....jetzt mal wieder was Neues. Gestern im Büro auf einmal ein heftiger Stich am Herz. 2x und nach paar Sekunden nochmal.....dann war es wieder vorbei. Nachmittags schwimmen gewesen und dann auf der Couch eingeschlafen. Nachdem ist dann aufgewacht bin und auf die Toilette gegangen bin, das selbe nochmal wie morgens im Büro, jetzt auch ein wenig mit Schweißausbruch....Panik ?- Habe ich so noch nie gehabt....heute Nacht wegen der Unruhe 3, 5 Stunden geschlafen. Heute Mittag dann ins Krankenhaus .....EKG unauffälllig, Herzenzyme top.....heute noch kein Stechen ....nur leichte Ziehen hinter der linken Brustwarze. Hat jemand schon mal so ein Stechen in der linken Brust gehabt ? Wieder die Psyche ? Ich zweifel echt an mir.....meine Freundin ist zwar verständnisvoll.....aber ich will sie damit auch nicht immer belasten, bin daher froh, dass ich mich mit Euch austauschen kann. Über nette Antworten und Tipps würde ich mich freuen

08.10.2016 17:41 • #8


miriam0707

miriam0707


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Hallo Zeus,
mir geht es ähnlich wie dir, bei mir dreht sich alles um Herzangst und dazu kommt noch Thrombose/Lungenembolie.
Ich habe auch mal ganz gute Zeiten und dann mal wieder schlechte.
Bist du in Psychologischer Behandlung?
Nimmst du Antidepressiva?
Ich finde es total gut das du so oft schwimmen gehst, dazu kann ich mich leider nicht regelmäßig aufraffen.
Liebe Grüße

08.10.2016 17:55 • #9


zeus11


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Hallo Miriam,

bislang bin ich noch nicht in psychologischer Behandlung; irgendwie ist die Zeit immer knapp.
Nein, Antidepressiva nehme ich auch nicht. Habe noch nie darüber nachgedacht, ob ich das sollte. Bin halt manchmal auch wieder 2-Monate beschwerdefrei....Morgen werde ich wieder schwimmen gehen, früher war ich täglich aber irgendwie fällt es mir momentan schwerer.....ich sitze jetzt hier und denke, warum diese verdammte Druck nicht weggeht. Mein Leben ist doch in Ordnung....warum also diese Schwierigkeiten. Gerade schon ein wenig auf der Couch geschlafen, da natürlich sehr müde. Wache auf und, der Druck ist wieder da. Liebe Grüße

08.10.2016 21:36 • #10


miriam0707

miriam0707


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Vielleicht wäre aber eine Therapie nicht so schlecht ...
Bei mir gibt es auch immer mal wieder ganz gute Zeiten und dann kommt es wieder Knüppel dicke.
Irgendwas wird in deinem Unterbewusstsein diese Angst auslösen, vielleicht kommst du grade nur nicht drauf.
Nach dem Aufstehen geht es mir auch immer schlechter, mein Psychologe hat mir gesagt das sowas häufig vor kommt. Wenn man müde und noch nicht richtig wach ist verstärkt sich die Angst.
Die Angst kann natürlich auch von deiner Vorgeschichte mit dem Herzen zu tun haben, dass kann ich total gut nachvollziehen.

09.10.2016 09:01 • #11


whitefire

whitefire


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Huhu,

ich kenne auch diese Herzbeschwerden. Es ist nie eine organische Ursache nachgewiesen worden.

Erst letzte Woche Freitag war ich bei der HÄ und habe ein EKG machen lassen. Grund: schmerzhafte "Aussetzer" mit Druck in der
Brustmitte, im Hals, als ob mir da jemand mit einer unsichtbaren Hand die Kehle zudrückt und ein glühendes Messer durchsticht.
Dazu in dem Moment des Aussetzers Atemprobleme und Vernichtungsangst.

Es ist nix zu finden.
Am 26. 10. habe ich ein LZ - EKG. Aber auch da wird wohl nix heruskommen. War ja erst im April - mal wieder - zum Ultraschall und Echo...

Bei mir ist es eine ausgeprägte Cardiophobie, seit fast 2 Jahren habe ich das. Wenn ich herzkrank wäre, dann gäbe es mich schon nicht mehr.
Das sage ich mir jeden Tag.
Es hilft nur bedingt, aber es geht mir schon ein kleines bißchen besser.

Was auch Herzbeschwerden auslösen kann, ist das Roemheld - Syndrom:
https://de.wikipedia.org/wiki/Roemheld-Syndrom
Das habe ich auch. Daher kommen die Herzaussetzer.

Oder lasse dich mal auf Verspannungen untersuchen, durch diese im HWS / BWS - Bereich kann es auch zu Herzbeschwerden kommen.

LG, Nancy

10.10.2016 09:20 • x 1 #12


xestus

xestus


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Ich kenne deine Symptome leider nur zu gut. Bei mir hat sich stressbedingt auch mein Körper gemeldet.
Angefangen hatte es mit extremen Schmerzen im HWS Bereich.
Dann Herzstolperer -> Notarzt KKH -> Langzeit EKG / Echo (alles super, top Werte) ^^ -> starkes Brennen im linken Arm, Brust, im ganzen Bein
Momentan leide ich noch an DP / DR und einer generalisierten Angststörung, die ich aber im Griff habe und sehr selten Attacken bekomme.

Schlimm sind nur die Herzstolperer (ventrikuläre Extrasystolen), das Gefühl wenn das Herz kurz stehen bleibt und dieser extreme Schlag nach der kompensatorischen Pause, der über die Brust, Hals direkt in den Kopf schießt und mir kurz übel und schwindlig wird.

Seit dem ersten Herzstolperer erwische ich mich sehr oft selbst dabei, wie ich mein Puls prüfe, ob mein Herz noch schlägt etc, leider hat sich dadurch wohl eine Herzangst entwickelt.
Zu dem habe ich noch das Problem, dass ich in der Einschlafphase oft das Gefühl habe , mein Herz bleibe stehen und sofort muss ich heftig nach Luft schnappen......

Tja, wozu die Psyche alles in der Lage ist

10.10.2016 10:32 • #13


whitefire

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Huhu,

ja, das hast du ja viele Beschwerden, die ich auch habe...

HWS ist bei mir auch ganz schlimm. Ich gehe jede Woche 2x zur Mass. / KG und das seit fast 2 Jahren. Hilft leider nur bedingt.
Wenn man durch die Angst wieder und wieder verspannt kann es auch nicht besser werden...

In der Notaufnahme war ich auch schon 2x...kam auch nix bei rum...
Blutwerte habe ich in den letzten 12 Monaten bestimmt 10x machen lassen...Werte wie aus dem Lehrbuch....

Ja, das ist angsteinflößend, wenn das Herz aussetzt. Nach Luft schnappe ich auch dann, aber das geht bei mir den ganzen Tag über.
Puls fühle ich auch oft. Meine Eltern (ich wohne wieder dort) haben schon ihr Meßgerät versteckt. In der schlimmsten Phase hatte ich den
Apparat den ganzen Tag um und habe alle 15 min gemessen. Das gab riesen Ärger.

Seit 4 Wchen habe ich das Problem, dass die Stolperer / Aussetzer sich verändert haben, es ist heftig schmerzhaft. Wie glühende Messer,
besonders in der Brustmitte und im Hals. Sehr unangenehm. Deshalb Freitag bei der HÄ das EKG und am 26.10. das LKZ - EKG....
Die Aussetzer treten auf, wenn ich aktiv war, besp. die Treppen rauf und runter (Einzelhaus, mein Vater ist schwerkrank und ich helfe meiner
Mutter im Haushalt) und dann wieder zur Ruhe komme. Oder ich sitze und mich runterbeuge. Oder mich nach links / rechts drehe...

Meine Physiotherapeutin sagt, dass kommt von Verspannungen, ich bin auch im Halsbereich bretthart.
Das aktuellste EKG von Freitag ist ja ok. Die HÄ hat mich auch abgehört, weil ich auch panische Angst vor einem Bronchialkarzinom habe (15 Jahre
geraucht, seit dem 02. August 2015 clean). Ist aber nix zu hören...

Schwindel hab ich seit fast 2 Jahren, und das durchgehend. Es ist auch kein Schwindel an sich, eher diffus. Es schwankt nichts, es dreht sich
auch nichts. Eher so ein drückendes Gefühl, wenn ich in die Ferne schaue...schwer zu beschreiben.
HWS Beschwerden und halt die Angst.

Da müssen wir durch...und einen Trost gibt es: wir sind bestens untersucht (obwohl ich mich oft nicht genug untersucht fühle!), mehr, als
"Ottonormalverbraucher".
Hat ja irgendwo auch sein Gutes, gelle?

10.10.2016 10:47 • #14


zeus11


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Ja, alles irgendwie nicht erklären mit der Psyche; heute aus Hamburg wieder gekommen....3 Tage dort gewesen, soweit alles okay....aber immer wieder dieses Gefühl des Druckes und Stechen in der Herzgegend; bei der Rückfahrt immer dieser Druck, der jetzt auf der Couch einfach nicht weggehen will. Ich überwinde mich jetzt und gehe schwimmen, auch wenn es schwer fällt.
Meine Freundin meint, der Druck kommt vom Kopf, ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Letzten Samstag noch EKG gehabt ....ohne Aufälligkeiten. Blutwerte auch okay. Ich kann es mir einfach nicht erklären

12.10.2016 17:03 • #15


whitefire

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Ich hatte das am Anfang meiner Cardiophobie auch ganz schlimm - Panikattacken und heftigste Adrenalinschübe.
Da denkt man, jetzt ist es vorbei.

Nach dem zweiten Besuch der Notaufnahme (November und Dezember 2015) dämmerte es mir allmählich, dass mein Herz doch gesund sein
KÖNNTE.
Aber das zu verinnerlichen ist schwer, weil die Symptome ja auch noch da sind und so einfach nicht weggehen - solange wir Angst haben....
Da werden wir noch ewig zum Arzt rennen, EKGs und Bluttests machen lassen - aber im Endeffekt wird es nichts bringen...

Wir müssen in einer vernünftigen, fundierten Psychotherapie lernen, mit dem ganzen Kram fertig zu werden und herausfinden, woher unsere
Ängste kommen. Erst dann kommen wir davon los.

Nächste Woche Dienstag fange ich neu an bei einer neuen Therapeutin, ich hoffe, diese ist ehrlicher als die vorherige (macht mit mir drei Sitzungen
und dann ist plötzlich vorbei - ohne Ankündigung vorher...was soll man davon halten....Geldschneiderei...)

LG Nancy

13.10.2016 09:47 • x 1 #16


xestus

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Zitat von whitefire:
Ich hatte das am Anfang meiner Cardiophobie auch ganz schlimm - Panikattacken und heftigste Adrenalinschübe.
Da denkt man, jetzt ist es vorbei.

Nach dem zweiten Besuch der Notaufnahme (November und Dezember 2015) dämmerte es mir allmählich, dass mein Herz doch gesund sein
KÖNNTE.
Aber das zu verinnerlichen ist schwer, weil die Symptome ja auch noch da sind und so einfach nicht weggehen - solange wir Angst haben....
Da werden wir noch ewig zum Arzt rennen, EKGs und Bluttests machen lassen - aber im Endeffekt wird es nichts bringen...

Wir müssen in einer vernünftigen, fundierten Psychotherapie lernen, mit dem ganzen Kram fertig zu werden und herausfinden, woher unsere
Ängste kommen. Erst dann kommen wir davon los.

Nächste Woche Dienstag fange ich neu an bei einer neuen Therapeutin, ich hoffe, diese ist ehrlicher als die vorherige (macht mit mir drei Sitzungen
und dann ist plötzlich vorbei - ohne Ankündigung vorher...was soll man davon halten....Geldschneiderei...)

LG Nancy


Das fasst wohl eigentlich alles zusammen. Und das Ende vom Lied ist -> Kein, aber auch absolut kein einziges Medikament wird dich/uns heilen! Das einzige was dir helfen kann, bist DU selbst!

13.10.2016 09:50 • x 1 #17


whitefire

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Huhu xestus,

ja, das stimmt.

Nimmst du Medikamente? Ich nicht. Niemals tu ich mir irgendwelche Psychopharmaka an.
Das sind für mich schlimmste Dro.....hab auch meine Erfahrungen mit diesem Teufelszeug gemacht. Nur eine Woche - aber das hat
gereicht, so etwas nie wieder anzurühren...

Ja, helfen können wir uns nur selbst.
Hoffen wir, das es gelingt!

13.10.2016 09:56 • x 1 #18


xestus

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Zitat von whitefire:
Huhu xestus,

ja, das stimmt.

Nimmst du Medikamente? Ich nicht. Niemals tu ich mir irgendwelche Psychopharmaka an.
Das sind für mich schlimmste Dro.....hab auch meine Erfahrungen mit diesem Teufelszeug gemacht. Nur eine Woche - aber das hat
gereicht, so etwas nie wieder anzurühren...

Ja, helfen können wir uns nur selbst.
Hoffen wir, das es gelingt!

genau so siehts aus.

Ja, und zwar genau eine Tablette! Dann hatte sich das Thema für mich erledigt. Dann bin ich zu meiner Ärztin gegangen und habe sie höflich gefragt, ob das ihr Ernst war...

So etwas wird verschrieben, um Menschen vermeintlich zu "heilen" ? Das ist meiner Meinung nach wirklich das größte Übel was man einem Menschen antun kann....

Nie wieder würde ich so ein Giftding in mich reinpressen...



btw. leider hat sich ja bei mir auch eine Herzneurose gebildet (ständiges Pulskontrollieren, Achten auf Veränderungen, jeder Herzschlag wird wahrgenommen, Schwitzen, Übelkeit, Schwindel, Vermeiden von Sport und anstrengenden Aktivitäten )

DOOOOCH, heute gehe ich Joggen, das habe ich mir fest vorgenommen. Auch wenn ich nur 500m schaffe , ich werde mir beweisen, dass ich es kann und mein Herz gesund ist!

Ich sage nun meiner Angst den Kampf an!

13.10.2016 10:14 • x 1 #19


whitefire

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Das mit dem Pulskontrollieren kenne ich zu gut. Meine Eltern haben so ein Meßdings, einmal bin ich den ganzen Tag damit
rumgelaufen und hab alle 15 min. gemessen.
Dann hat meine Mutter mir das weggenommen (das einzig Richtige, was sie tun konnte) und es versteckt. Richtig so!

Kannst du auch immer und überall deinen Herzschlag spüren OHNE direkt die Finger an Handgelenk oder Hals zu legen? Ich ja.
Immer. 24h am Tag... "normale" Menschen können das nicht - wir Angsthasen schon. Dadurch, dass wir uns halt ständig selbst
beobachten.

Bis vor kurzem habe ich auch alles Anstrengende vermieden, geht aber nicht mehr.
Ich muss meiner Mutter im Haushalt hefen, weil mein Papa sehr krank ist (Herz )...

Arbeitest du? Ich bin seit fast 2 Jahren krankgeschrieben. Wollte eigentlich wieder los, geht aber nicht.
Seit 4 Wochen habe ich merkwürdige Blasenprobleme, die in mir Angst vor REGS ausgelöst haben...ist eine seltene, unheilbare
Erregungsstörung, die auch mit Blasenproblemen einhergeht...hab jetzt diverse Untersuchungen vor mir, ich bete, dass das nicht REGS
ist. Denn damit werde ich nicht leben. Dann ist Schluss...

Dass du der Angst den Kampf ansagen willst, finde ich gut! Gehe joggen, du wirst sehen, dass es dir guttun wird!

13.10.2016 12:12 • #20




Dr. Matthias Nagel

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