Natürlich glauben wir dir das. Aber wir glauben alle nicht, dass du dir irgendeine Krankheit geholt hast, sondern eher, dass du an eine unerfahrene Ärztin geraten bist, die nicht oft Blut abnimmt, und sie deswegen die Vene ungünstig getroffen hat oder sowas in der Richtung. Aber das ist nicht schlimm und verheilt.
Wir wollen dir ja nur die Sorgen nehmen aber wenn es dir nichts bringt, was wir schreiben, dann hilft nix außer dass der Arzt dir das nochmal sagt. So einfach ist das
Du sagst, deine Welt war vor der ganzen Blutgeschichte heiler, aber das glaube ich auch nicht (so wie Freibadschwimmer).
Die Ängste waren ja immer da, dass so etwas mal passieren könnte und du hast dich sicher mit anderen Dingen rumgequält. Ich kenn das von mir. Mal ist es mein Magen der spinnt, dann red ich mir danach noch Übelkeit ein obwohl mein Magen wieder okay ist, dann hab ich ein Schwächegefühl davon, dass ich wenig gegessen habe, dann denke ich, wie gut doch alles war bevor mein Magen wieder stressbedingt angefangen hat, rumzuspinnen. Aber das stimmt nicht, davor hatte ich eben andere Sorgen, z.B. das Allein sein übers Wochenende oder eine Panikattacke oder ich konnte mal wieder bis 4 Uhr nicht einschlafen.
Es ist immer irgendwas und man denkt sich, es kann nicht schlimmer kommen, aber dann passiert etwas (so wie bei dir das mit dem Blut und der Blutabnahme) und man denkt: "Davor war alles besser." War's aber nicht. Solange man seine Ängste nicht beseitigt hat, ist es nie gut. Sondern eher mal die Ruhe vor dem Sturm.
Es gibt einen Spruch "Worrying will never change the outcome" und das versuch ich mir selbst auch klar zu mache. Egal wie viele Sorgen man sich um etwas macht, es ändert an dem was passiert überhaupt nichts. Man kann sich Sorgen darum machen, dass das Herz versagt, aber es wird nichts daran ändern, ob man irgendwann einen Herzinfarkt bekommt oder nicht. Nur dass man sich eben ewig Sorgen darum gemacht hat und sich das Leben schwer gemacht hat.