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Phibie88
Hallo ihr Lieben,

ich bin momentan am Ende meiner Kräfte... Meine Angst frisst mich fast auf und hindert mich daran mein leben zu genießen, was eigentlich so gut wie perfekt wäre...

Kurz meine Vorgeschichte wie alles begann:
Vor 3 Jahren stellte man vergrößerte Lymphknoten am Hals fest. Mein damaliger Arzt vermutete ein Lymphom. Schneller als ich schauen konnte landete ich in der Uniklinik zur Entnahme zweier Lymphknoten. Der Größte war 2,5 cm groß. Am Ende stellte sich heraus dass sie einfach nur reaktiv/entzündlich waren. Doch seitem sitzt die Angst in mir.

Ständig bin ich auf der Suche nach "B-Symptomen" und kontrolliere meinen Körper fast jeden Tag. Ich habe mir die letzten 3 Jahre sämtliche Tumorerkrankungen eingeredet und hatte sämtliche Untersuchungen, Ultraschalls, MRTs, Blutbilder usw.. Alles war immer bestens. Kaum hatte ich es schwarz auf weiß, ließen meine Beschwerden nach und ich "suchte" mir förmlich das nächste...

Aktuell ist mein Problem, dass ich vor 6 Wochen eine Kontrolle der Halslymphknoten hatte die alle normal waren! Eine Woche später sind sie auf einen Schlag massiv angeschwollen (hatte kurz davor einen Infekt/Seitenstrangangina. Der Größte war dann 3cm groß, und mehrere mit einer Größe von 1,5cm... Mittlerweile sind also 5 Wochen vergangen. Der Größte hat sich von 3cm auf 1,5cm zurück gebildet und die restlichen haben eine Größe von 1,5cm behalten.
Habe nun wieder einen Ärztemarathon hinter mir...
2 Internisten, 1 HNO, 1 Radiologie, 2 Allgemeinmediziner. Allesamt haben den Hals geschallt, ein Internist davon den Bauch, die Leisten sowie die Achseln auf weitere Lymphknotenschwellungen durchsucht aber ohne Befund. Die anderen Ärzte hielten diese Untersuchung gar nicht erst für notwenig. Großes Bildbild war ebenfalls tadellos. Im Grunde sagte mir jeder Arzt dass weitere Untersuchungen nicht nötig seien. Mein Wunsch nach einer Biopsie wurde natürlich abgelehnt.
Was mich aber verunsichert ist, wenn ich die Ärzte frage, ob es wirklich 100% nichts schlimmes ist, kommen sie mir immer mit ihren 99% daher...
Zugleich weiß ich natürlich, dass es in der Medizin nie 100% gibt...

Ich weiß grad nicht was ich machen soll... Würdet ihr den Ärzten vertrauen?
Ich fummel ständig an meinen Hals rum, wenn die Angst in den Moment groß ist rede ich mir ein, dass das Teil größer geworden ist... usw.. es macht mich schlicht verrückt...

Seit 3 Wochen nehme ich Opipramol, mit eher mäßigem Erfolg..
In 2 Wochen startet meine Psychotherapie...

Vielleicht habt ihr ja ein paar beruhigende Worte für mich... oder Ratschläge... wäre euch sehr dankbar...

29.06.2018 15:21 • 16.07.2018 #1


49 Antworten ↓


Ich denke du steigerst dich einfach zu sehr da rein.
Kein Mensch kann dir hundert Prozent Sicherheit geben das alles gut ist.
Wie auch
Wenn die aber sagen 99 Prozent dann ist es aber sicher so sicher das du dir keine Sorgen machen musst

Außerdem, das sage ich jetzt mal was böses
Selbst wenn, gehört lymphknoten krebs zu den am besten zu besiegenden Arten.

Also lehne dich zurück, genieße das Leben und mache dir keine Sorgen

29.06.2018 16:20 • #2



Geschollene Lymphknoten

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Phibie88
Hallo Michael! Danke für deine Antwort! Mein Verstand sagt mir das selbe... Aber die Angst überwiegt...
Ich verstehe nicht warum vor 3 Jahren so ein "Drama" daraus gemacht worden ist, und heute alles ganz "easy" sein soll...
Die Ärzte sagen ja auch, selbst wenn die Lymphknoten auf Dauer vergrößert bleiben sehen sie kein Anlass zur Sorge... Das passiert wohl öfter, dass sich so ein Lymphknoten nicht zurück bildet... Und bei Dr. Google liest man regelmäßig dass Lymphknoten die sich nicht innerhalb 3-4 Wochen zurück bilden biopsiert werden sollen... Das widerspricht sich doch mit den Aussagen meiner Ärzte... Aber sie sagen sie sehen laut Ultraschall einfach "nur" reaktiv/entzündlich aus...
Damals vor 3 Jahren hat man das offenbar nicht so eindeutig gesehen..
Verstehe das halt nicht...

29.06.2018 17:56 • #3


Phibie88
Gibt es hier niemanden mit einer ähnlichen Geschichte? :/

30.06.2018 15:38 • #4


Man was man so auf Google liest.
Da wird auch immer noch erzählt das ein erhöhter ferritin wert ein Zeichen für ein Tumor ist, was totaler Quatsch ist.

Und das die Ärzte damals so ein Theater gemacht haben, keine Ahnung. Nur denke Mal womit sich in unserer Gesellschaft am meisten geld verdienen lässt? Mit der Angst.

Also am besten Mal eine Untersuchung zu viel, eine Panik Meldung mehr und der Rubel rollt.

Deswegen, bleib gelassen. Vielleicht war die Situation vor drei Jahren auch ganz anderes. Das war damals! Jetzt ist alles gut das zählt

30.06.2018 15:44 • #5


Maussi
Hallo das ist nicht so ganz wie bei dir ich hatte 2012 blasenkrebs die Ärzte haben wir auch nur 99%gegeben aber bis jetzt ist nichts mehr aufgekommen und habe meine blase noch das was sehr schlimm ist die angst davor da wieder waszubekommen nehme doxepin und amproxsol für die angst aber zur zeit ist es bei mir nicht gut wünsche dir gute Besserung und und nicht soviel nachdenken wird schon

30.06.2018 16:27 • #6


Phibie88
Hallo Maussi, du meinst 99% dass es nichts bösartiges ist und dann hat es sich doch als bösartig heraus gestellt?
Ich wünsche dir weiterhin beste Gesundheit!


Hallo Michael, ja, dass die Ärzte damals so ein Tam Tam gemacht haben, können meine Ärzte heute auch nicht verstehen. Sie schieben es auch auf "Abzocke"...
Nix desto trotz weiß man aber auch, dass man Lymphknoten alleine durch Ultraschall nicht sicher beurteilten kann... Weshalb also niemand "mehr" untersuchen möchte verstehe ich nicht...
Irgendwie würde ich gerne eine Biospie machen lassen, schon alleine um die Gedanken und Ängste aus meinen Kopf zu bekommen...

30.06.2018 16:49 • #7


kiba
Hallihallo Phibie88,
na klar gibt es hier im Forum einige, die sich schon in einer ähnlichen Situation befanden. Die Angst vor Lymphknotenkrebs ist sehr verbreitet, wahrscheinlich auch, weil ein Lymphom so schön unspezifische Symptome aufweist. Jeder ist mal schlapp, schwitzt nachts mal oder ertastet Lymphknoten - für einen Hypochonder ein gefundenes Fressen.
Oft gibt es für Angst einen Auslöser. Deiner war der Schock, der durch den Verdacht des Arztes ausgelöst wurde. Seit dem bist du von Krankheitsängsten geplagt und das geht hier vielen so.
99% heißt du bist gesund. Versuche den Ärzten zu trauen und lass bitte dringend Googeln und Selbstkontrolle sein! Das macht alles viel viel schlimmer.
Rausgehen, Ablenken, Ablenken, Ablenken!
Ich wünsche dir alles Gute!

30.06.2018 17:11 • #8


Phibie88
Hallo kiba, danke für deine Worte! Was würdest du an meiner Stelle machen? Biospie um Ruhe zu finden oder es sein lassen?
Ich bin hin und her gerissen... Habe mir heute einen Termin beim Chirurgen für übermorgen ausgemacht... Zum Gespräch...
Ach ich weiß auch nicht....
Mein Verstand sagt mir ja auch, dass die Meinungen von 6 Ärzten eigentlich reichen sollten...
Dr. Google ist für uns Hypochonder die Hölle, ich suche nach Beruhigung und es bewirkt meist das Gegenteil...

30.06.2018 17:26 • #9


6 Ärzte, dann solltest du es dabei belassen.

Und noch ne Biopsie? Alleine der Stress für deinen Körper ist die Hölle.

Sag die Termine ab und genieße das Leben

30.06.2018 17:32 • x 1 #10


kiba
Ich würde die Sache auf jeden Fall auf sich beruhen lassen!
6 Ärzte haben dich für gesund befunden, das muss man sich mal ganz realistisch auf der Zunge zergehen lassen! Dir fehlt das Vertrauen zu Menschen, die sich auskennen und zu deinem Körper.
Googeln ist das Dro. des Hypochonders! Man muss sich irgendwie davon befreien, sonst gerät man immer tiefer in den Angstsog.

30.06.2018 17:33 • #11


Phibie88
Ihr meint also ich soll es einfach akzeptieren dass sie nunmal vergrößert sind / bleiben ?

Ja, wahrscheinlich habt ihr recht!

Michael, ich will mir eigentlich keinen Lymphknoten mehr entfernen lassen sondern ihn nur anpieksen lassen, also ohne Narkose etc... Das dürfte ja für den Körper relativ wenig Stress sein oder...

Diese 99% in Verbindung mit der Aussage dass ich NICHT mehr zur Kontrolle kommen muss und ich es einfach so wie es ist akzeptieren soll. AUßER es treten massiver Gewichtsverlust, Nachtschweiss etc auf, verunsichert mich einfach...
Warum sagt man dann sowas?
Weil es ihr Job ist sich abzusichern?

30.06.2018 17:47 • #12


kiba
Weil es nirgends auf der Welt eine 100%ige Sicherheit gibt...

30.06.2018 17:54 • #13


Phibie88
Ja kiba, das stimmt wohl... Jeder andere Patient gibt sich mit so einer Aussage ja zufrieden... wenigstens ist mir bewusst, dass ich hypochondrisch bin...

30.06.2018 17:59 • #14


Naja, ich habe auch geglaubt ich habe lympfdrüsen krebs.
Habe nachts geschwitzt, massiv Gewicht verloren, hatte ein CT vom Abdomen , MRT Wirbelsäule usw.und meine lympfdrüsen am Hals tun seit Wochen weh.
Naja, Gewicht konnte ich mir wieder anfressen, als ich mein Wasserbett nachts von 30 auf 26 Grad gestellt habe, war das schwitzen weg.
Das die am Hals geschwollen sind, ja seit Wochen habe ich die nase zu, gelbe und grüner Schleim Morgens .

Also, bedeuten kann das viel, dir hat man gesagt alles okay. Also lebe danach

30.06.2018 18:20 • #15


Phibie88
Ach was, bei dir sind sie auch geschwollen? Hat man da nen Ultraschall gemacht?
Wie lange sind sie bei dir schon geschwollen?
Die Problematik mit dem Wasserbett kenn ich

30.06.2018 18:29 • #16


Zitat von Phibie88:
Ach was, bei dir sind sie auch geschwollen? Hat man da nen Ultraschall gemacht?
Wie lange sind sie bei dir schon geschwollen?
Die Problematik mit dem Wasserbett kenn ich



Nee, der hno Arzt hat in den Hals geschaut und die abgetastet
Sagte Hals ist rot, da mein Sohn und meine Frau dauernd Husten, haben, ich wieder mit Herpes am Mund zu kämpfen habe,
Denke ich das es normal ist das gerade die etwas geschwollen sind.

Ich will auch keine neue Baustelle aufmachen, das macht mich noch mehr fertig
Kann jetzt nachts nicht mehr als vier Stunden schlafen, bin also dauernd müde
Wäre ja auch wieder ein symthom.....

Ne danke, reicht mir voll und ganz das ich dauernd über Krankheit nachdenke und mein Körper sich prima auf sowas einstellen kann, erzählt jemand von Hirn Tumor, habe ich einen Tag später Kopfschmerzen.

Nee, ich lasse nix untersuchen im Moment, zuviel Streß und es kostet bestimmt Jahre meines Lebens

30.06.2018 18:45 • #17

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Phibie88
Warum schläfst du denn nachts so wenig?
Ich bin auch oft müde, aber ich denke die ständige Angst raubt einem einfach die Energie!

Ich hatte die letzten 3 Jahre gefühlt auch alle Tumorerkrankungen hinter mir, die ich mir eingeredet habe...
Bist du denn in Therapie bzw nimmst du Medikamente?
Meine Therapie beginnt in 2 Wochen, hoffe es bringt was... Auf Dauer will ich so nicht weiter machen!

30.06.2018 19:37 • #18


Ja klar, bin in Therapie
Und schlafe so wenig weil ich über Krankheit nach denke und träume

Medikamente will ich nicht nehmen

30.06.2018 19:45 • #19


Phibie88
Ich drücke dir die Daumen, dass es auch dir bald besser geht!

30.06.2018 20:15 • x 1 #20



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