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05.10.2019 09:48 • 29.11.2019 #1


87 Antworten ↓


Anuschka1102
Hallo

Ich verstehe das weil ich auch ein Herzschlag nicht hören kann.
Es ist sehr paradox denn das ist gut. Herzschlag bedeutet leben. Herzschlag ist das erste was wir hören im Mutterleib. Das ist das was alle Babys beruhigt. Wenn du deine Kinder zur Brust nimmst sie lieben dein Herzschlag.

Ich drehe mich so lange im Bett bis ich es nicht höre. Wenn ich beschäftigt bin höre ich es nicht mehr.
Ich würde dir empfehlen das mit Blutdruck und Puls messen sein lassen. Du solltest ein Weg finden wie du dich ablenken kannst. Und denke immer daran solange es schlägt lebst du. Du willst gar nicht das es aufhört.

Lg

05.10.2019 11:02 • x 1 #2


Danke für deine Antwort Anushka,
Ja mir geht es genauso. Wenn ich beschäftigt bin ist es gut. Aber sobald ich zur Ruhe komme, merke ich den Puls wieder.

Wenn ich mit Mitmenschen darüber rede, viele merken ihren herschlag garnicht auch wenn sie sich darauf konzentrieren, manche merken es nur wenn sie sich darauf konzentrieren.
Und ich merke es dauernd sobald ich Ruhe habe. Ich werde immer dadurch nervös.

Woher kommt den sowas? Habe ich mir sowas antrainiert ?
Wie bekomme ich es wieder weg ?

05.10.2019 13:31 • #3


petrus57
@Angstbesiegen92

Umso mehr du in dich hineinhorchst desto mehr wirst du auch deinen Herzschlag wahrnehmen.

Das mit dem Blutdruck messen würde ich auch sein lassen. Bei mir hat es auch ganz harmlos angefangen. Da hatte ich nur eher aus Jux gemessen. Das wurde später zur Sucht, da habe ich bestimmt bis 100 Mal am Tag gemessen. Dadurch hatte ich oft den Blutdruck so hochgetrieben, dass ich schon öfters den RTW gerufen hatte.

05.10.2019 13:40 • x 3 #4


Ja. Meine Ärztin hat auch gesagt. Ich soll aufhören aber es gibt mir ein wenig Sicherheit.
Kennst du das Gefühl ?
Mein Blutdruck ist immer ein einem Bereich von normal bis hochnormal. Also er schwangtimmer zwischen 120/80 und 140/90.
Nehme keinerlei Medikamente. Ganz selten das er mal höher ist.

Aber wie stelle ich das hineinhören ab ?
Ich möchte mich wieder an den alltäglichen Sachen erfreuen und nicht ständig mit meinem Gedanken in Richtung Brust oder Bauchraum schwanken.
Hat jemand Tipps ?

05.10.2019 13:47 • #5


petrus57
Zitat von Angstbesiegen92:
Aber wie stelle ich das hineinhören ab ?
Ich möchte mich wieder an den alltäglichen Sachen erfreuen und nicht ständig mit meinem Gedanken in Richtung Brust oder Bauchraum schwanken.
Hat jemand Tipps ?


Du musst versuchen durch Ablenkung nicht mehr daran zu denken. Ich hatte das auch schon öfters. Aber wenn ich dann mal im Liegen meinen Bauch beobachte, fängt das meist wieder an. Es ist dann auch meist so, dass dann mein Herz kräftiger schlägt.

Dein Blutdruck ist super. Da musst du nicht ständig messen. Ich würde mich freuen wenn ich als Höchstwert 140/90 hätte.

05.10.2019 14:02 • #6


Genau das habe ich auch, ich meine als würde er im liegen, also wenn ich zu Bett gehe kräftiger schlagen und nehme ihn war.
Extrem ekelhaft!

05.10.2019 15:19 • #7


Icefalki
Zitat von Angstbesiegen92:
erstmals zu mir ,ich leide seid meiner Trennung von meiner langen Lebensgefährten mit der ich 2 Kinder habe unter einer sogenannten Herzphobie.


Wer hat sich da von wem getrennt?

05.10.2019 15:23 • #8


Ich würde verlassen.

05.10.2019 15:35 • #9


@Icefalki wieso fragst du ?

05.10.2019 15:56 • #10


Icefalki
Zitat von Angstbesiegen92:
@Icefalki wieso fragst du ?


Ich sehe Ängste etwas anders. Nur ein Beispiel zu deiner Problematik:

Dir wurde das Herz gebrochen. Beschreibst ja, dass alles mit der Trennung begann.

Seelenschmerz findet auch im Körper Gehör. Man kann das natürlich auch alles wissenschaftlich begründen, aber bleiben wir bei obigem gebrochenen Herzen. Verlust ist schmerzhaft. Dass du nun deinem Herzen diese extreme Aufmerksamkeit widmest, kann man doch gut erklären.

Anstelle diese Trauer, dieses Verlassen werden, und und und , wirklich zuzulassen, zu verarbeiten, kriegst du somatoforme Herzprobleme.

Magst dein Herz nicht mehr spüren. Ist doch logisch, wenn das so gebrochen wurde.

05.10.2019 16:06 • #11


@Icefalki
Ich dachte immer das herz hat nichts mir Gefühlen zutun. Sondern wäre nur ein Symbol das von uns Menschen erschaffen wurde.

Wenn dass der Fall ist, wie verarbeite ich den sowas ? Wenn es nicht von alleine geht...

05.10.2019 18:57 • #12


Anuschka1102
Wir Menschen mit herzneurose und oder Angststörungen sind sehr sensibel was das angeht. Deswegen spüren wir alles sehr stark was " normale Menschen nicht wahr nehmen oder gar nicht merken.
Ich denke bei dir ist der schwere Schicksal einer Trennung der Auslöser.
Manche sagen eine herzneurose ist ein Schutz um sich von der eigentliche Problematik oder Konflikt in uns zu Schutzen oder abzulenken. Verstehst du ?
In wie weit man das los wird weiß ich nicht aber man kann lernen damit umzugehen.
Wie lange ist die Trennung her ? Leidest du sonst an irgendwelche Angst Störungen oder Depressionen ? Schon über Therapie nach gedacht ?
Also ich kann mittlerweile mit dem Herz Schlaf gut leben soweit keine anderen Symptome dazu kommen die mich hin und wieder in Panik versetzen.
Zum einschlafen höre ich Natur Geräusche zb Meeres Rauschen. Benutze Lavendel Öl für die Schläfen. Wenn ich dennoch nervös werde verwende ich bei Yoga gelernte Atem Techniken. Ich bedanke mich oft bei meinem Herzen für seine ganze Arbeit und so. Halte es dir immer vor Augen dein Herz ist dein Freund nicht drin Feind. Dein Herzschlag ist wichtig.

Durch das messen wirst du dich nicht ablenken können. Dadurch ist es sehr präsent in deinem Leben. Dein Herz ist gesund dein Blutdruck ok. Lass es einfach. Es wird dir besser gehen.

Lg

05.10.2019 20:20 • x 1 #13


Anuschka1102
Zitat von Angstbesiegen92:
@IcefalkiIch dachte immer das herz hat nichts mir Gefühlen zutun. Sondern wäre nur ein Symbol das von uns Menschen erschaffen wurde.Wenn dass der Fall ist, wie verarbeite ich den sowas ? Wenn es nicht von alleine geht...


Selbst wenn das Herz als Organ und nur Symbolik da steht und keine Gefühle empfindet dann ist es die Seele die leidet und verletzt ist. Es tut doch weh oder ? Du kannst dein Schmerz spüren ?
Es braucht Zeit um eine Trennung zur verarbeiten.

05.10.2019 20:36 • x 1 #14


Ja die Trennung tut weh. Ich wäre froh wir wären wieder eine intakte Familie.
Wir sind seid 2,5 jahren getrennt.

Ich habe vor kurzem mit eine Psychotherapie angefangen. Ich hatte jetzt die 3 Sitzung, also noch alles ziemlich frisch.
Ich habe keine anderen Ängste. Es geht immer um mein Herz.
Aber generell bin ich sehr ängstlich und bei kleineren Beschwerden denke ich immer an die schlimmste Krankheit.

Aber wenn ich das richtig verstehe leidest du darüber schon länger und du sagst du kannst damit umgehen obwohl du auch mal Panik bekommst?
Das verstehe ich nicht!

06.10.2019 01:30 • #15


Anuschka1102
Zitat von Angstbesiegen92:
Ja die Trennung tut weh. Ich wäre froh wir wären wieder eine intakte Familie.Wir sind seid 2,5 jahren getrennt.Ich habe vor kurzem mit eine Psychotherapie angefangen. Ich hatte jetzt die 3 Sitzung, also noch alles ziemlich frisch.Ich habe keine anderen Ängste. Es geht immer um mein Herz.Aber generell bin ich sehr ängstlich und bei kleineren Beschwerden denke ich immer an die schlimmste Krankheit.Aber wenn ich das richtig verstehe leidest du darüber schon länger und du sagst du kannst damit umgehen obwohl du auch mal Panik bekommst?Das verstehe ich nicht!


Guten Morgen

Bei mir hat das anders angefangen.
Vor ca 16 Jahren bekam ich die erste Panikattacke. Es folgten weitere. Ich wollte mich trennen von mein Mann. Habe es aber doch nicht getan. 1 Jahr therapie. Es hieß Verlustängste.
Nach der Therapie ging es mir super. Keine Panikattacken mehr.
Vor 13 Jahren habe ich mein Vater in den Tod begleitet. 6 Monate später mich doch von mein Mann getrennt. Ich dachte die Attacken kommen zurück. Taten sie aber nicht. Vor 3 Jahren fing es langsam an. So leichte Panikattacken. Ich könnte damit aber gut umgehen. Seit Anfang des Jahres ist es extrem schlimm. Ich hab Panikattacken Und panische Angst zu Sterben. Ich glaube dadurch hat sich diese Herz Neurose gebildet. Ich weiß nicht was was auslöst. Ich warte auf ein Termin wegen Therapie. Ich kann damit in dem Sinne von umgehen das ich weiß das es nichtsecht ist und mir passiert nix. Ich messe mir kein Blutdruck während eine Panikattacke aber auch nicht wenn nix ist weil ich weiß das ich gesund bin. Ich weiß das es andere Gründe dafür gibt.
Ich bin dabei sie herauszufinden.
Es ist wichtig ein Weg zu finden damit umzugehen das bedeutet aber es akzeptieren und sich damit anfreuen. Therapie ist schon ganz gut

06.10.2019 07:45 • #16


Diese Krankheit die uns alle begleitet zwingt mich sehr oft in die Knie.
Ich bekomme diese Panikattacken gottseidank selten, ich sag mal alle 2-3wochen. Aber wenn sie kommen hat es irgendwie keinen Auslöser.
Die letzte war echt komisch. Ich lag ich bett und hatte einen puls von 112 und mein herz pochte.
Eine halbe Stunde später war er bei 85 und danach habe ich nicht mehr gemessen.
Normal liegt mein Ruhepuls bei paar 60 manchmal auch 70.
Ich frag mich nur, ich hatte an gar nichts gedacht außer an mich etwas gemütlich im bett liegen, da ich eine leichte Erkältung hatte.
Geht es euch genauso?
Haben die Panikattacken bei euch auch keinen Auslöser? Also zumindest einen nicht bewussten ?

06.10.2019 09:05 • #17


petrus57
Zitat von Angstbesiegen92:
Haben die Panikattacken bei euch auch keinen Auslöser? Also zumindest einen nicht bewussten ?


Wenn ich die mal habe, kommen die meist aus heiterem Himmel.

Das mit dem Herzrasen in der Nacht hatte ich auch schon ein paar mal. Bei mir dauert es aber höchstens 30 Sekunden. Aber es macht einem schon Angst, weil man nicht weiß wo der Mist herkommt.

06.10.2019 09:10 • #18


Icefalki
Angst haben, bedeutet, pass auf, es geht ums Überleben. Normalerweise, wenn die Gefahr vorbei ist, beruhigt sich der Körper, der natürlich auf Flucht oder Kampf geschaltet hat. Das ist normal und überlebenswichtig.

Wenn Angst aber ohne vermeintliche Ursache kommt, steckt was anderes dahinter. Meistens ungelöste Probleme. Da geht es ums Selbstvertrauen, ums Verlassen werden, um den Tod, um Trauer, psychische Verletzungen, alles Gefühle, die nicht zu bewältigen sind, und negativ empfunden werden.

Nehmen wir die Verliebtheit. Da pocht das Herz auch ohne Ende, Schlaf kannst du vergessen, es kribbelt, der Hunger ist weg, usw. . Allerdings wird das positiv erlebt und niemand macht sich dann Gedanken um den Körper. Ein Zustand, den jeder als berauschend empfindet.

Beide Zustände sind vom Körper her gleich, aber das eine ist Eustress, das andere Distress.

Und je nach Veranlagung spürt der eine Missempfindungen im Körper und sieht sich im Grab, ein anderer meint, dass er gleich in die Klapse eingeliefert wird, und dort lebendig, elendig dahinsiechen wird.

Fakt bleibt: Angst, keiner kann helfen, es wird was Schreckliches übersehen, (Hypochondrie ), bei reinen Panikattacken, Panik, gleich wird was Schreckliches passieren.

Aber alle haben Angst, dass etwas geschehen KÖNNTE. Fragt man sich doch, warum das so ist, sofern man überhaupt noch klar denken kann. Und hier liegt das Problem. Man ist fokussiert darauf, dass man in Gefahr ist. Trotz, dass nix, aber auch gar nix bisher eingetreten ist.

Das ist hier bei jedem gleich. Und da rauszukommen ist echte viel Arbeit und meistens bleibt eine Schwachstelle zurück. Immerhin hat man Todesangst erlernt und selbst Soldaten in Kampfsituationen tragen Schäden in sich, die sie für immer verändern. Angst ist echt kein Spass mehr. Da muss man echt dranbleiben.

06.10.2019 14:51 • x 1 #19


Anuschka1102
Zitat von Angstbesiegen92:
Diese Krankheit die uns alle begleitet zwingt mich sehr oft in die Knie.Ich bekomme diese Panikattacken gottseidank selten, ich sag mal alle 2-3wochen. Aber wenn sie kommen hat es irgendwie keinen Auslöser. Die letzte war echt komisch. Ich lag ich bett und hatte einen puls von 112 und mein herz pochte. Eine halbe Stunde später war er bei 85 und danach habe ich nicht mehr gemessen.Normal liegt mein Ruhepuls bei paar 60 manchmal auch 70.Ich frag mich nur, ich hatte an gar nichts gedacht außer an mich etwas gemütlich im bett liegen, da ich eine leichte Erkältung hatte. Geht es euch genauso? Haben die Panikattacken bei euch auch keinen Auslöser? Also zumindest einen nicht bewussten ?


Die Panikattacken haben immer ein Auslöser. Die kommen nur nicht direkt mit dem auslösenden Gedanken oder Situation. Die kommen später wenn man nix ahnend auf der Sofa oder im Bett zur Ruhe kommt. Oft ist der auslösende Gedanke auch unbewusst. Deshalb ist es so schwierig.
Wenn der Körper und Psyche zur Ruhe kommen meldet sich die Seele zur Wort.
Wenn die Seele sich mitteilen will macht der Körper uns krank denn nur dann sind die meisten Menschen bereit sich Zeit für sich zur nehmen und überlegen was alles nicht stimmt ist das wirklich alles das was ich will.
Ich fände es auch einfacher wenn die Seele mir konkret nennen würde was sie hat und nicht diese versteckte Botschaften schicken würde.

06.10.2019 15:09 • x 2 #20




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