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Ich habe bereits einen Thread über Schwindel verfasst, möchte hier jedoch noch Derealisation diskutieren, weil mir dieses Gefühl fast mehr Angst macht als der Schwindel! Beides zusammen ist dann eine echt blöde Kombination, besonders beim Autofahren. Ich habe bereits gelesen, dass beides harmlos ist und im Grunde nichts passieren kann, aber es fehlt halt komplett die Lebensqualität, wenn ich nichts wirklich wahrnehme. Ich meine, ich nehme schon alles wahr, sonst würde ich nicht Autofahren, aber es ist so eine komische, verzerrte Wahrnehmung, weiss jemand, was ich meine? Dazu kommt dann in Paniksituationen noch dieser Überdruck im Kopf. Und ich fürchte für ein paar Sekunden, dass ich gleich das Bewusstsein verliere, weil die Wahrnehmung so komsich ist. Es fühlt sich an, als ob das Hirn nur mehr auf Sparflamme arbeitet. Und was, wenn diese Sparflamme ganz ausgeht? Das komsiche ist, dass ich ja immernoch alles wahrnehme und, dass ich auch reaktionsfähig bin...

16.08.2010 20:53 • 09.09.2016 #1


8 Antworten ↓


Hallo Lex
Besser hätt ich es nicht beschreiben können, mir geht es genau so, es ist das Gefühl gleich fällst du um und verlierst jegliche Kontrolle. Es ist sehr schwer sich zu beruhigen und zu denken das ist nur die Angst, in solchen Situationen , da ich mir dann manchmal überhaupt nicht sicher bin ,so nach dem Motto ,das kann doch unmöglich von der Angst kommen die Symptome sind so übermächtig und ausgeprägt nicht das ich doch was "ernstes" hab. Bei mir ist das auf der Strasse aber viel schlimmer so das ich größere Fußwege vermeide. Am Anfang meiner Angsterkrankung , vor 16Jahren, war ich im Auto immer sicher, aber so langsam übernimmt die Angst auch da immer mehr die Macht über mich ,obwohl ich jeden Tag fahren muss wird es nicht besser. LG katwes

17.08.2010 11:12 • #2



Geschwächte Wahrnehmung, Derealisation

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Hallo zusammen,
ich bin seit einigen Jahren Agoraphobiker und war damit ein knappes Jahr in Behandlung. Habe Gott sei Dank einen guten Hausarzt gehabt, der damals recht früh erkannt hat, dass ich ein psychisches Problem habe. Nach der Behandlung gingen die Panikattacken fast nahezu komplett zurück, nur in extremen Stresssituationen kam es ab und an noch zurück.
Seit drei Wochen habe ich jedoch wieder krasse Rückfälle, da ich wieder viel Stress habe, der erst in den nächsten Wochen abnehmen wird. Zudem gab es in meinem private Veränderungen, die meiner Seele nicht gerade gut taten.
Mit den Panikattacken kann ich nach jahrelanger Erfahrung leben, doch dieses eklige Gefühl, alles nur zu träumen, als ob mein Alltag unreal ist. Ich habe das Gefühl, mir beim Leben zuzusehen und wie eine Maschine zu funktionieren. Verschwindet dieser Zustand der Derealisation bald wieder und was hilft dagegen? Über wertvolle Tipps würde ich mich wirklich freuen.

Eure Mikia

29.08.2010 15:24 • #3


~Stefanie~
ich nehmen mittlerweile diese Derealisation immer als kleines Warnzeichen...

wenn ich merke, das meine Sinne sich einschränken, bedeutet das, das ich jetzt aber schnell mindestens zwei Gänge runterschlaten muß...

denn ruh ich mich aus und chill, und find ich zu mir selbst, verschwindet auch diese Behinderung

29.08.2010 19:09 • #4


Ich denke auch, dass es ein Alarmzeichen des Körpers ist, wenn die Sinne eigene Wege gehen. Das kuriose ist, dass ich erst wieder lernen muss, was es heißt zu entspannen. In den letzten Monaten habe ich unter Hochdruck gearbeitet und bin nur im Schlaf heruntergefahren.
Aber ich werd jetzt mal lieber drei Gänge zurückschalten...

29.08.2010 19:55 • #5


~Stefanie~
ja mach das auf jeden Fall...

Immer wenn es der Seele zuviel wird und wir in zu großen Druck geraten, fägt sie an, psychosomatische Beschwerden auszulösen

deswegen sind wir hier: um zu lernen, das wir drei Gänge runterschaltenm sollten und lieber anfangen zu LEBEN !

29.08.2010 20:38 • #6


Kenn ich nur zu gut.
Bin gestern mit meinem Fahrrad raus um kurz was einzukaufen.
Fahre also los,nen kleines Stück durch Wald und wenn ich da rauskomme ausm Wald,nen paar Meter weiter ist ne riesen Kreuzung.
Genau in diesem Moment,als ich die letzten Meter ausm Waldstück rausfuhr bekam ich dieses Gefühl irgendwie nich mehr ganz bei mir zu sein.

Irgendwie als würde meine Seele vom Körper abspringen und ich würde als lebloser Körper,der noch so nen pa weiter auf dem Fahrrad fahren.Klingt unglaublich bescheuert,aber was soll ich machen?

Hatte das schon desöfteren,auch zu hause schon,wenn mir mal wieder 1000 gedanken gleichzeitig durchn Kopf schiessen.


Ich leide seit knapp 2 Jahren nun an Angst und Panikattacken und ich erkläre mir folgendes Phänomen so:Es sind einfach viel viel VIEL zu viele Gedanken in deinem Kopf die alle weitergedacht werden wollen,oder halt auch nich wenn es doofe gedanken sind.Diese werden dann versucht zu verdrängen.Klappt aber vielleicht nicht wirklich also schwirren sie weiter in deinem Kopf rum.Irgendwann wirds zu viel Info auf einmal für Gehirn.
Sozusagen ein Abwehrmechanismus,des Körpers der dem Gehirn sagt "jetzt mach mal halblang Freundchen".

Wahrscheinlich liege ich mit meiner Theorie völlig falsch aber anders kann ichs mir im moment nicht erklären.

03.09.2010 11:40 • x 1 #7


Zitat von mikia:
Mit den Panikattacken kann ich nach jahrelanger Erfahrung leben, doch dieses eklige Gefühl, alles nur zu träumen, als ob mein Alltag unreal ist. Ich habe das Gefühl, mir beim Leben zuzusehen und wie eine Maschine zu funktionieren. Verschwindet dieser Zustand der Derealisation bald wieder und was hilft dagegen? Über wertvolle Tipps würde ich mich wirklich freuen.
Eure Mikia


Geht mir genauso!
Ich bin noch neu hier und finde es übrigens faszinierend, dass es hier anscheinend zu jedem meiner 'Leiden' irgendeinen Thread gibt und andere Menschen, denen es genauso geht... sehr aufbauend und tröstlich. Ich kenne das Gefühl der Derealisation nur zu gut. Es passiert mir so oft, dass mir alles unwirklich vorkommt, dass ich das Gefühl habe, mein Körper funktioniert von allein und automatisch, ohne dass mein Kopf aktiv mitzureden hat. Ich muss mich dann immer ins Hier und Jetzt zurückrufen, so als wäre meine Seele/mein Kopf irgendwo ganz anders und würde alles nur am Rande wahrnehmen, obwohl meine Reaktionen und die Wahrnehmung nicht auffallend geschwächt sind. Was mich daran nervt und was mir Angst macht, ist, dass ich keine Ahnung habe, wovon es kommt. Ich schätze, es sind psychische Gründe (irgendwie scheint bei mir alles psychisch bedingt zu sein o.O), und trotzdem ist es beunruhigend. Manchmal ist es wochenlang weg und kommt dann plötzlich wieder. Manchmal habe ich das Gefühl, tagelang neben mir zu stehen. Und dann ärgere ich mich über mich selbst, weil ich eigentlich gerne im Hier und Jetzt leben würde...
Was vorher schon geschrieben wurde, kommt mir auch sehr bekannt vor. Ich bin zwar von der Schule/Arbeit her keinem Stress ausgesetzt, also daher kommt es, denke ich, nicht, aber manchmal schwirren einem so viele Gedanken im Kopf herum, dass es schwer ist, einen einzigen zu fassen und sich auf irgendetwas zu konzentrieren. Ich denke, mit einem Gefühl von Unwirklichkeit oder dem Gefühl, neben sich zu stehen, kann man das am besten beschreiben... aber was sind die Ursachen? Mich tröstet es denke ich schon, zu wissen, dass andere ähnliche Probleme haben.^^

05.09.2010 20:50 • #8


Jaymay
Der Thread ist ja schon älter, aber vielleicht ist ja noch jemand von euch hier.

Wie geht es euch mittlerweile ? Hat sich die Situation geändert ?

09.09.2016 08:34 • #9




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