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1

S

seemoewe
Mitglied

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Mitglied seit:
Hallo Frau Dr. Wolf.

Ich bin hier in diesem Forum seit einigen Tagen und habe schon viel gelesen. u.a. auch ihr Buch, Angst -und Panik bewältigen. Es hat mir sehr geholfen. Ich habe diese Angstzustände schon seit meiner Heirat. Bin aber erst in den letzten ca. 4 Jahren immer mal wieder in Therapie gegangen. Somit konnte ich einiges überwinden. Momentan bin ich in einer Therapie, allerdings keine Verhaltenstherapie, sondern eine tiefenpsych. Therapie. Die Kkasse hat mit die Th. genehmigt. Ich vermute , dass meine Ängste mit meiner Ehe zusammen hängen. Mein Mann war mein ständiger Begleiter, hat eigentl. meine Ängste immer toleriert. Als ich mich dann irgendwann mal neu verliebt hatte, merkte ich, dass meine Ängste weniger wurden. Meine Gedanken, der neue Mann könnte etwas merken, machten mich mobil.

Auf diese Weise habe ich versucht Ängste abzubauen.

Ob es der richtige Weg ist, bezeifel ich heute allerdings. Ich weiss, dass ich alleine ! kämpfen muss. Oder sind sie der Meinung, dass auch eine neue Liebe im Leben Ängste zum Verschwinden bringen kann?

LG. Seemoewe

28.02.2019 #1


135 Antworten ↓
P

Panik-ade
Gast

Lieber Tarec, liebe alle,
ich habe mich heute hier angemeldet, obwohl oder gerade weil ich meine Panikattacken besiegt habe! Bevor ich aber anfing, groß herumzutönen, dass die Panik weg ist, wollte ich erst einmal ein paar Jahre warten, ob der Kampf wirklich gewonnen ist - und ja, ich habe es geschafft. Deswegen möchte ich euch heute erzählen, wie ich es (ohne Medizin und ohne Ärzte) geschafft habe. Mediziner haben sich zwar auch um mich bemüht und der ein oder andere Krankenwagen durfte für mich eine sinnlose Blaulichtfahrt hinnehmen, aber im Endeffekt liegt der Schlüssel in einem selbst. Ja ich weiß, das steht in jedem zweitklassigen Psychobuch, aber ich möchte kurz ausführen, was ich meine.
Kurz zu meiner Vorgeschichte, damit ihr seht, dass ich nicht wie ein Blinder von der Farbe rede
- Krankenwageneinsatz im Kino
- Flucht aus Bahn (mehrfach)
- Flucht vor Vorträgen
- Hochgeschwindigkeitsfahrt durch eine Stadt, in der Hoffnung, die Polizei möge mich anhalten und schnellstmöglichst ins Krankenhaus bringen
- großer Auftritt auf einer Beerdigung!
- große Panik auf einer Hochzeit
- panische Anrufe bei der Polizei, Feuerwehr und dem Rettungsdienst
- panische Ausbrüche mit Panikheulkrämpfen
- stürmisches Verlassen von Vorlesungen
- bitte hier ein Panikszenario einfügen - ist garantiert auch passiert Smile

Ein Außenstehender würde den Kopf schütteln und denken: "Gott, was ein Spinner". Warum? Weil Nichtbetroffene das Gefühl des nahenden Todes (rein subjektiv natürlich) nicht nachvollziehen können. Freunde, ihr kennt das- in diesen Momenten sehen wir in allen Umstehenden den Friedhofsgärtner, der nur auf uns wartet.
So, lange Rede kurzer Sinn...
Irgendwann habe ich beschlossen, etwas zu ändern. Die Ärzte konnten nicht helfen, die Psychologen auch nicht wirklich und die Tabletten erst recht nicht. Also, erster Schritt: abchecken, dass körperlich alles ok ist! Das ist das Erste, was man tun sollte - und dann kann es losgehen.
Ich hatte mich etwas in Fachliteratur eingelesen und folgende Prämissen immer im Kopf.
1.) Wenn mein Körper ausrastet, sterbe ich nicht an einem Herzinfarkt, denn dann hätte ich gar eine Gelegenheit, mir meiner Panik bewusst zu werden. Nein, mein Körper verarbeitet damit meine Psyche. Das Angestaute muss raus - der Körper schüttet alles aus -wie einen überfüllten Mülleimer
2.) Körper und Psyche sind in Disharmonie - der Körper muss wieder darauf trainiert werden, Gefahr und Pseudogefahr auseinanderzuhalten
3.) Wenn ich Panik habe und glaube, sterben zu müssen, dann macht das keinen Sinn, denn wenn ich aus körperlichen Gründen sterbe, dann werde ich ruhig, mein Kreislauf geht in den Keller und ich habe keine Zeit, mich mit WAS-WÄRE-WENN-Szenarien zu beschäftigen.
3.) PANIK IMMER DURCHLEBEN! NICHT ABHAUEN! (Wir reden von unnatürlicher Panik. Wenn euch einer eine Waffe an den Kopf hält, solltet ihr natürlich möglichst abhauen Smile)
4.) Analysiere dein Umfeld: Gibt es wirklich externe Gefahrenfaktoren, die eine Panik rechtfertigen?

Folgendes habe ich mit diesem Vorwissen getan, denn ich hatte nichts mehr zu verlieren (entweder kaputt gehen oder kämpfen!)
Aufwärmübungen
- In einen öffentlichen Vortrag in die MITTE! setzen und die Panik erwarten (dauerte nicht lange) --> 5 Minuten Panik aushalten, rumhampeln, schwitzen --> durchziehen
- 1 Tag Pause
- erneut in einen überfüllten Bus gegangen, mindestens 5 Stationen darin aushalten! schei. drauf - wenn du umkippst, gibt es mindestens 50 Leute, die helfen können

Vertiefungsübungen:
- an einen öffentlichen Ort gehen und die Panik bewusst erzeugen! Macht euch die schlimmsten Gedanken! Macht euch Panik! Und bleibt da! (wenigstens 5-10 Minuten); diese Übung mehrfach machen

Mein wertvollster Tipp:
- dem Körper wieder zeigen, wer der Boss ist! Das heißt - Panikattacke - ruhigen Ort suchen - runter auf den Boden und Liegestütze (alternativ Kniebeugen, Joggen, egal) - ihr würdet euch wundern, wie schnell der Körper die Paniksymptome mit Sport verknüpft. Irgendwann verbindet ihr mit der Enge in der Brust, mit der Atemnot, mit der Isolation, mit dem Schweiß den Faktor Sport. Der Körper lernt, körperliche Ausraster neu einzuloten. Der Körper versteht wieder, wann es berechtigt ist, Stress zu produzieren. Und vor allem lernt der Körper - ich sterbe nicht!

Ein Satz hat mir besonders geholfen! (sinngemäß): Eine Panikattacke ist wie eine Feuerwehrübung. Der Körper testet seine Reaktion auf einen Ernstfall --> Panikattacken sind ein Test des Körpers, weil er glaubt, sich für irgendetwas wappnen zu müssen.
In diesem Zeitraum habe ich mir immer wieder bei einer Panikattacke gesagt: "Super... mein Körper hilft mir, indem er in Übung bleibt! Er rüstet sich!"
Ihr glaubt gar nicht, wie widerstandsfähig euer Körper in dem Moment ist! Ihr seid aufmerksam, extrem durchblutet und bereit für Flucht oder Kampf. Seht es als Geschenk! Ihr trainiert euch. Und sobald euer Gehirn verstanden hat, dass ihr das positiv bewertet und als Gewinn seht, fährt der Körper (nach einigen Wochen) seine Motoren runter.
Es funktioniert wie das Spiegelprinzip: Stellt man sich morgens (selbst mit schlechter Laune) vor einen Spiegel und grinst (muss nicht ernst gemeint sein), interpretiert das Gehirn dies als positiv, da es nicht unterscheiden kann, ob das Lächeln/Grinsen ernst gemeint ist. Genauso funktioniert es mit der oben genannten Floskel. Wenn ich mir sage, dass die Panikattacke ein positiver Test ist (natürlich empfindet man dies in dem Moment ganz und gar nicht so), verknüpft euer Gehirn dies mit positiven Pfaden.

Heute schaffe ich es nicht einmal mehr, eine Panik bewusst herbeizuführen, selbst wenn ich in mitten in einer Sitzung in der Mitte des Raumes sitze.
Ich hoffe, ihr könnt einige der Tipps gebrauchen und wünsche euch alles Gute.
Tommy

02.07.2015 21:22 • x 1 #83


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst und Panik

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M

Monaco
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Hallo zusammen,

weiß jetzt nicht genau wie ich anfangen soll......ich versuchs mal....

Bin 27 aus dem Raum München.....Seit dem 09.01. hat sich mein leben total verändert. hatte in dieser nacht wärend meines Nebenjobs(Barkeeper) einen plötzlichen Schwindelanfall und die Angst das ich Ohnmächtig werde. Daraufhin wurde ich ins Krankenhaus gebracht. die Ärzte dort haben mich komplett durchgecheckt, sogar CT des Kopfes. Blutwerte und der Rest war alles okay.

Am nächsten Tag wurde ich wieder entlassen ohne jeglichen befund, auch wenns mir zu diesem zeitpunkt immer noch etwas komisch war.....weil ich nicht wusste was ich hab. einen tag drauf, zuhause im bett hatte ich plötzlich ein stechen in der linken brust, es wurde mir wieder komisch und schwindlig, hatte angst das ich was am herzen hab...hatte dann einen hohen blutdruck usw.....

Ich begann mir dann sorgen zu machen das ich irgendeine Krankheit hab. Ging von Arzt zu Arzt, keiner hat was gefunden. Dann hab ich auch noch den Fehler gemacht im Internet meine Sypthome zu suchen, weil ich wissen wollt was es sein kann.....keine Gute Idee, überall hätte ich krebs oder sonst was für schwere krankheiten..... Dann durch zufall bin ich auch bei HIV gelandet.....hab überlegt wann es gefährlich sein hätte können.....da hab ich mich noch mehr hineinversetzt das ich was hab..... nach zwei drei wochen hab ich dann einen HIV test machen lassen....mit dem ergebnis das ich weder HIV noch AIDS hab.....

das ging dann noch eine weile weiter....wieder zum doc wieder zum kardiologen...herz gesund alles gesund..... bis mir dann mein schwager....der momentan in neuseeland ist.... Mich dann drauf gebracht hat was ich hab......Er selbst ist Doktor..... er meinte am telefon "Du hast Angst und Panikstörungen" ich dann wie?! ich konnte mir dann nicht vorstellen das ich mir das alles einbilde diese schmerzen den schwindel dieses unwohlsein zu haben....

Dann begann ich nachzudenken was wohl der auslöser dafür war. hat nicht lange gedauert....ich wurde am 23.12. einen tag vor weihnachten in der mittagspause von einem geiseskranken Alk. mann angegriffen... er hat mich zwar nicht fest mit seinen fäusten erwischt (hatte körperlich keine schäden davon getragen) aber es hatte gereicht das er mir total überlegen war und auch nur durch seine aussprache und seine art mich in todesangst versetzt hat. ich wusste nicht ob ich aus der sache heil raus komme.....Zum Glück war dann schnell die Polizei da und nahm ihn mit ( er war eine woche aus der klinik entlassen)......

an diesem tag war ich natürlich unter schock....tag darauf war das meiste fast wieder vergessen und ging ganz normal in die arbeit usw....bis zu diesem 09.01. der mein leben verändert hat...eine woche drauf ist ein guter freund der familie gestorben dann war das schreckliche erdbeben..... der tot des mannes der von jugendlichen zusammengeschlagen wurde und und und.....alles perfekt.....

Ich fing an meinen Körper zu beobachten, das herzstechen, der schwindel, dann magen darm probleme innerliches zittern usw.....es war die hölle....dann die gedanken, haben die ärzte wirklich alles gut gemacht, nix übersehen und und und...

ich habs meinem Schwager schon geglaubt das es an der psyche liegt....aber ich konnte es mir nicht vorstellen dass das unterbewusstsein so gemein sein kann, schmerzen zu verursachen die nicht da sind.....

War dann gestern das erste mal beim Psychologen.... dann war ich schlauer um mich hab mir die hausaufgaben gemerkt was wenn ich wieder solche anfälle bekomme....ich ging dann wieder raus...war sehr angespannt und auch sehr müde, aber es ging mir gut....komisch dann nur....sobald ich wieder daheim war gings mir dann wieder schlechter....eine zeit von ca 1-2 stunden....dann war fast wieder alles ok.....

ich kann meistens super gut schlafen....am morgen wache ich auf und alles is gut....aber dann das blöde ich....ah mir gehts besser..patsch....fehler....dann denk ich so lange nach das mir wieder schwindlig wird bzw herz rasen kerzklopfen bis in hals usw usw usw....ich brauch ja nix neues erzählen.....

ich war seit der zeit auch zwei wochen auf lehrgang.....wo ich anfangs gar nicht hin wollte....was wäre wenn.... nach zwei tagen auf lehrgang ging es mir gut....hatte zwar dann immer wieder mal das innerliche zittern oder ein kopisches gefühl im mund....aber diese zwei wochen waren sehr schön.....letzter tag....heimreise....wieder schlecht.... ein teufelskreis....

es ist eben alles sehr anders geworden.....ich war ein frohlicher aufgeschlossener humorvoller mensch und hätte mir nie gedacht das mir sowas mal passiert! geschweige den zum psychologen zu gehen.....

Es ist nicht leicht, aber ich werde kämpfen...will wieder ein schönes leben führen...ohne das ich sofort wieder angst habe ich steh kurz vor einen infarkt oder hab einen hirntumor usw....

bin aus sehr froh das es diese Seite gibt! Ich bete seit diesem Abend auch wieder...es tut gut.

Mag wieder fast der alte werden und ja die Psychologen helfen uns das wir uns selbst helfen.

Wäre natürlich auch nicht abgeneigt, wenn der eine oder andere dem es genauso ergeht oder erging einen Kommentar hier zu hinterlassen.. bis dann

13.03.2010 18:35 • #27


Zum Beitrag im Thema ↓


Dr.-Doris-Wolf
Hallo, Seemöwe,
danke für die schöne Rückmeldung zu meinem Ängstebuch. Wenn deine Ängste erstmals in deiner Ehe aufgetreten sind, dann können sie in der Tat in der Partnerschaft eine Funktion gehabt haben - z.B. die Partnerschaft zu erhalten oder Zuwendung von deinem Partner zu bekommen. Gut ist, dass du daran arbeitest, deine Ängste in der neuen Partnerschaft abzubauen.Eine neue Liebe kann Ängste überdecken, aber gewöhnlich nicht auf Dauer abbauen. Einerseits machen dich die positiven Gefühle stärker, andererseits bemühst du dich, vor deinem neuen Partner die Ängste nicht zu zeigen.
Sollten deine Ängste unbewusst die Funktion haben, den Partner zu binden, können sie auch wieder auftreten, wenn die anfänglichen Verliebtheitsgefühle vorbei sind. Also bleib dabei, an den Ängsten zu arbeiten - aber deinetwegen und nicht wegen deinem Partner.
viele Grüße
Dr. Wolf

x 1 #2


S
Vielen Dank für die Rückmeldung, Frau Dr. Wolf.
Ja , die erste Verliebtheit ist vorbei, die Beziehung auch, aber ich bin nicht traurig. Ich habe in dieser Beziehung die Erfahrung gemacht, dass ich sehr gut alleine in der Lage bin etwas zu unternehmen. Alleine Auto zu fahren, Zug fahren, Bus fahren. Der Mann hat nie etwas davon gemerkt oder erfahren. Und das ist gut so. Trotzdem kann ich m ich noch nicht so aufraffen und alleine ohne! Ziel etwas zu unternehmen.
Mein Mann ist selber ängstlich, meine alte Mutter auch. Eigentlich meine ganze Familie. Ich kämpfe sozusagen gegen alle an. Und ich finde es vor allem nicht gut, wenn der Ehemann ! einem jahrelang als Begleiter zur Seite Steht. Vor meiner Ehe war ich total angstfrei. Und so möchte ich es auch wieder werden. Nur wie finde ich den Schlüssel....soll ich mich ins kalte Wasser schmeissen.?
LG. vonder Seemoewe

#3


Dr.-Doris-Wolf
Liebe Seemöwe,
ja, nimm dir kleine Schritte vor, alleine etwas zu unternehmen, und vergiss nicht, dich danach ganz dick zu loben oder dir etwas zu gönnen. Angst wird abgebaut, indem du mit deiner Angst in Situationen gehst und solange drin beibst, bis die Angst verschwunden ist.
liebe Grüße
Dr. Wolf

#4


S
Hallo Frau Dr. Wolf,
vielen Dank für die Antwort..
Im Moment leide ich wieder stärker unter Angstzuständen, d.h. ich traue mir weniger zu, als früher. Kann es an der momentanen Hitze liegen. Ich bin lahm, müde, habe eigentl. kaum Probleme,wenn es kühler und regnerischer ist, oder die Themperatuen so um die 2o-25° liegen.
Mgf.
die Seemoewe

#5


I
Hallo zusammen,

ja, nun habe ich den Weg hierher gefunden....die normale Welt draußen ist mit dem Thema Angst und Panik überfordert wie inzwischen auch mein Freund, mit dem ich ansonsten eine sehr harmonische und liebevolle Beziehung habe.

Vor 10 Jahren sind bei mir Depressionen ausgebrochen, ich war in der Zwischenzeit zwei mal in einer Klinik (einmal Roseneck am Chiemsee und von 2 Jahren am Möhnesee). Die Aufenthalte haben mich immer gut weitergebracht. Ich habe viel gelernt, was dazu geführt hat, was in der Familie nicht so ganz rund läuft und lief usw. Aber seit etwa 2 Jahren kommen immer mehr Angst und auch Panikattacken hoch. Das Vertrackte ist, dass ich Antidepressiva nicht vertrage, wir haben schon so viel durch - Insidon, Syneudon, Sertralin, Cipralex, Citralopram, Mirtazepin, Trevilor, Stangyl.... nun soll ich es mal mit Edronax probieren. Das Rezept liegt hier, aber ich trau mich nicht so richtig ran. Als Nebenwirkung steht da auch wieder Panik.

Die letzten Wochen waren der Horror für mich. Unser Kater hat eine Allergie (das kam aber alles nur Stück für Stück raus). Die Terärzte sind völlig überfordert damit, raten nur zu Cortison und erst letzte Woche habe ich eine ganz tolle Tier-HP gefunden, die nicht nur Sammys, sonder auch mein eigenes Problem erkannt hat. Ich bin jedesmal völlig in Panik geraten, wenn Sammy sich wieder mal so gejuckt hat oder auf unsere andere Katze los ist. Mein Freund sieht das alles nicht so eng und ich selbst bin in einen Strudel geraten, der am Dienstag darin gipfelte, dass ich von Wellen überflutet wurde, als meine Katze sich einfach nur neben mich legte. Als Notfallhilfe hab ich Tavor genommen und nun steht noch eine Traumatherapie an - ich habe so Glück, dass ich schon nächste Woche einen ersten Termin habe.

Ich habe so abgenommen, konnte in den letzten 3 Wochen außer heißem Wasser nichts im Magen vertragen, dass ich hier die 3 Stockwerke kaum noch hochgekommen bin. So langsam geht es wieder, ich kann mich entspannen.

Ich würde hier so gern Ansprechpartner finden, denen ich mich mitteilen kann und die meine Angst, Sorge und meinen Zustand nachvollziehen können, wenn es mal wieder hochkommt. Die nächsten zwei Wochen habe ich Urlaub, übernächste Woche wollen wir 5 Tage weg... ich hoffe, ich packe das. Abhängig ist, ob es Sammy weiterhin so gut geht, dass ich hier die Tür zumachen kann. Ansonsten steht mir echter Stress mit meinem Freund bevor....

Lieben Gruß

#6


C
Schade, daß Dein Partner nicht mit Deinem Problem umgehen kann, aber das trifft viele. Bei mir ist es anders. Ich habe einen ehemals traumatisierten Partner, der mit meiner Angst umgehen kann. Aber im Moment ist da auch Funkstille. Bindungsängste. Er war 20 Jahre traumatisiert, ist seit ein paar Monaten raus. Ich bin vermutlich auch traumatisiert. Aber ich bin im Moment noch nicht einmal therapiefähig. Mein Psychiater akzeptiert es, weil ich das letzte Jahr sehr an mir gearbeitet habe.

Hier wirst Du Gleichgesinnte finden, Dich immer wieder verstanden fühlen.

Claudia

#7


I
Hallo,

seit gestern nehme ich nun tapfer das Edronax. Hab mit nur einer viertel Tablette angefangen, die Nebenwirkungen sind trotzdem sehr stark... Schwitzen, Kreislaufprobleme... hoffe, das bessert sich...

Gruß
Ina

#8


R
Hallo,

auch ich fand des Forum ganz zufällig. Nachdem ich einige Beiträge gelesen habe bin ich neugierig geworden und meldete ich mich hier an.

Ich bin 44 und leide seit mehr als 20 Jahren unter Angst, Panik und sozialer Phobie. Es dauerte viele Jahre bis ich es endlich heraus gefunden hatte.

Meine Ängste beeinflussen meinen gesamten Alltag. Ich habe immer Angst, egal ob zu Hause oder draußen.

Die dadurch entstehenden Verspannungen und Schmerzen am gesamten Körper machen mir das Leben sehr oft zur Hölle. Ich fühle mich wie eine alte Frau.

Ist die Angst zu groß, bekomme ich psychotische Übersprünge. Das ist vielleicht blöd! In diesen Momenten bin mir sicher: jetzt werd ich verrückt...

Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und hoffe sehr, mich mit euch austauschen zu können. Vielleicht fühle ich mich dann nicht mehr ganz so allein.

Liebe Grüße, Rami

#9


K
Herzlich Willkommen Rami!

Ich hoffe das wir dir hier helfen können! Bist du schon einmal deswewgen bei einem Arzt gewesen?

#10


C
Hallo Rami,
was meinst du damit, wenn die Angst am größten ist, dass du dann psychotische Übersprünge bekommst. Wie äußern sich diese psychotischen Symptome?
Würde mich mal interessieren, weil ich dachte ich hätte das auch, aber die Ärzte sagen nein.
Liebe Grüße
Carmi

#11


M
Herzlich Willkommen!
Du bist nicht Alleine. Es gibt verdammt Viele die dein Schicksal teilen und ich hoffe das dieses Forum dir weiter hilft.
GLG

#12


M
hallo
ich heisse michaela und komme aus wien. seit 4 jahren leide ich unter angst und panikattacken, sodass ich mich fast nicht mehr traue aus dem haus zu gehen. noc dazu nehme ich alprozolam von denen ich mittlerweile abhängig geworden bin. da ich jetzt von den tabletten wegkommen möchte will ich es mit akupunktur versuchen. hat jemand vielleicht erfahrung damit. für antworten wäre ich sehr dankbar

#13


S
Leider kann ich dir da keinen Rat geben. Aber trotzdem herzlich willkommen!

Sonja

#14


Christina
Hallo Micaela,

ich möchte Dich nicht entmutigen, aber eine Angststörung gehört in die Hände eines Fachmannes. Und auch eine Benzodiazepinabhängigkeit gehört in die Hände eines Fachmannes. Ganz besonders gehört eine Kombination aus beidem in die Hände eines Fachmannes. Mit Akupunktur wirst Du die Behandlung vielleicht ein wenig unterstützen können, mehr nicht.

Zu dem Alprazolam: Selbst wenn Du nur eine Niedrigdosisabhängigkeit hast, musst Du langsam ausschleichen, normalerweise über eine Umstellung auf Diazepamtropfen. Wenn Du das ambulant machen möchtest, dann nur sehr, sehr langsam reduzieren. Grundsätzlich solltest Du aber einen Arzt hinzuziehen, der den Entzug überwacht, denn er kann - wie Alk. - mit Krampfanfällen einhergehen, und das kann gefährlich werden. Stationär läuft so ein Entzug i.d.R. ca. drei Wochen.

Auch nach dem Entzug ist noch keine Lösung für die Angststörung gefunden. Deshalb könnte es sinnvoll sein, bereits vorher ein Antidepressivum einzuschleichen, ggf. sogar eine Kombination. Auch deshalb: Geh' unbedingt zu einem Psychiater. Parallel sollte eine Psychotherapie eingeleitet werden, da andernfalls die Chancen auf dauerhafte Abstinenz und Heilung der Angststörung gering sind. Ich wünsche Dir viel Erfolg und Glück!

Liebe Grüße
Christina

#15


S

Hay ich bin hier neu in auf der seite und suche nach hilfe!
ich bin gerad mal 18 und ja seit dem ich 16 bin habe ich panik ataken und ja ich habe eine 2 monatige therapie gemacht und bis jetzt hält sich alles noch in grenzen aber auch nur weil ich nich nicht von mein ort weg bewege ich sitze zu hause rum mache nix auser vor dem pc sitzen und wen ich mal wege gehe oder mit dem zug fahren muss ist es zu spät ich denke ich bekomme ein herzinfarkt oder ersticke und ja dann will ich weg und ich hatte auch schon zeiten wo ich denke ich drehe durch und mache etwas was ich nicht will ich weiß nicht was ich tun soll und naja ich haben niemanden davon erzählt und ich gehe ab februar 4 jahre zur bundeswehr aber ich habe angst das ich dort auch anfäkke bekomme was soll ich nur tun meine vorherrige behandlung hat nicht ganz geholfen und jetzt geht das wieder los .....
so jetzt habe ich erst mal das wichtigste gesagt
ich hoffe mir kann jemand weiter helfen ich will nicht das das jemand aus der familie mit bekommt

#16


E
Hallo und willkommen bei uns,
warum hat deine Therapie nicht geholfen? War es nicht die richtige oder konntest du mit dem Therapeuten nicht?
Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen sind, solltest du dich vielleicht noch einmal um eine Therapie bemühen.
Es liest sich so, als würdest du dich zu Hause am wohlsten fühlen. Das ist natürlich wunderbar, schränkt aber auch das berufliche wie private Leben sehr ein.

Liebe Grüße
engelchen106

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
Hay danke für deine antwort ich kam mit dem psychologen schon gut klar es gig ja auch alles gut bis anfang dieses jahres und ich bin ja nun auch umgezogen und ich arbeite ja auch nicht ich hätte ne stelle bekommen als ausbaufacharbeiter aber ich muss mit dem zug dahin fahren das ist ein großes problem und ja zu haus ist der ort wo ich meist 23 st verbringe und ich muss mir noch ein psychologe suchen weil ich merke schon ds meine freundin jatzt auch langsam wind bekommt und ja ich weiß nicht was jetzt am sinnvollsten wäre erst therapie und parallel ausbildung oder erst mal nur eins von beiden ich mien ich bin erst 18 und fang an mir alles zu versauen....
enrcio

#18


E
Hallo,
du versaust dir gar nichts. Du hast eine Krankheit, für die du nichts kannst. Es wird irgendwelche Erlebnisse oder Ereignisse in deinem Leben gegeben haben, die der Auslöser für deine Angst sind.
Ich weiß nicht, ob es nicht vielleicht besser wäre, deine Freundin einzuweihen. Aber das mußt du einschätzen.

Meine Verhaltenstherapie läuft neben meiner Arbeit, es läßt sich beides gleichzeitig machen.
Du bist doch viel im Internet, suche in deinem Wohnort oder bei der Krankenkasse nach einem Therapeuten, Verhaltenstherapie wäre das günstigste.
Und fange gleich an.

Liebe Grüße und viel Glück bei der Suche
engelchen106

#19


S
ja ich habe mir jetzt eine nummer raus gesucht und ich hoffe das mein mut reicht ud ich morgen da anrufe ich habe ja auch eine allgemeine betreuerin die mit in sachen ämter und so hilft sie weiß ja auch nix davon und ab heute habe ich ein problem ich soll mit ihr nächste woche nach leipzig fahen das sind 45 min auto fahrt und ich weiß nicht was ich als ausrede nehmen soll das ich nicht kann weil ich weiß genau ich steig da ein ins auto und das wars ich bekomm bestimmt wieder das gefühl wahnsinnig zu werden aber ich habe auch angst das ich mal unkontrollierte dinge tue wie z.b bei der fahrt einfach auszusteigen und so was naja was soll ich bloß tun??
mfg
enrico

#20


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