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ChrissyHrt
Hallo ihr Lieben,

das ist mein erster Beitrag und ich hoffe, das ich die richtigen Worte dazu finde, um mich ein klein wenig zu verstehen. Ich versuche es so detailliert wie es geht zu schreiben.

Alles fing Mitte Oktober an.
Mein Freund und ich lagen ganz gemütlich auf der Couch und haben uns seine Serie angeschaut. Es ist wirklich nichts passiert. Es war alles in Ordnung, keine Gedanken, keine Sorgen, keine Ängste, ich hatte Nichts.
Plötzlich war mir richtig komisch im Körper und mein Herz begann von 0 auf 100 richtig zu schlagen. Ich konnte mein Herzschlag richtig hören und bekam danach für ca . 5 Sekunden Atemnot.

Mein Herz konnte nicht mehr aufhören normal zu schlagen. Ich bekam Schüttelfrost, eine richtig krasse Angst, dass ich über Stunden nicht einschlafen konnte.
Ich begann mich zu beruhigen, indem ich die Wäsche aufhang, rumgelaufen bin, an die frische Luft gegangen bin, habe mir dann ein paar Videos angeschaut, die mich dann letztendlich ein wenig runtergebracht haben und bin dann ins Bett gegangen.

Zwei bis drei Tage vergingen und es begann wieder, allerdings nicht mehr wie beim ersten Mal, sondern es entstanden mehr Symptome wie Benommenheit, Schwindel, innere krasse Unruhe, dass ich dachte, irgendwas ist in meinem Bauch. Ich konnte mich auf nichts konzentieren, ich hatte kein Hungergefühl mehr. Einfach gar nichts mehr! Ich war, als wäre ich nicht mehr Ich selbst. Ich habe ständig geweint weil ich nicht wusste was mit mir los ist.
Und jedesmal, wenn ein Symptom kam, was ich vorher nicht kannte, habe ich mich (un)bewusst reingesteigert und hatte dementsprechend mehrere male Blutdruckspitzen.
Bei meinem Hausarzt haben sie mir meinen Blutdruck nochmal gemessen und ich hatte einen Wert über 200. Ich war aufgeregt, auch durch die FFP2, denn wenn es warm ist und ich dazu noch eine Maske trage, wird mir echt komisch.
Jedenfalls wurde mir dann mein Blut abgenommen und mein Hausarzt sagte, dass es nichts schlimmes sei und ich erstmal zu Hause bleiben soll.

Natürlich ging das nicht und ich war 4x in der KVB Bereitschaftspraxis. Beim ersten Mal nichts und beim zweiten Mal gab mir der Arzt die Blutdrucktabletten Candesartan 16mg, die ich seit Anfang November nehme.

Ich begann in der Zeit auch verschwommen zu sehen, was natürlich meinen Blutdruck auch wieder in die Spitze getrieben hat weil ich dadurch Panik bekam. Und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Ich konnte vorher richtig gut sehen, hatte keinerlei Probleme und von 0 auf 100 ändert sich mein ganzes Leben.
Ich war kurze Zeit später sogar im Krankenhaus, beim laufen war mir schwindelig, hatte Gleichgewichtsstörungen, Panik, alles. Die haben so viele Tests mit mir durchgeführt, aber alles ist Okay.

Ich war 3x beim HNO, 3x beim Augenarzt, beim Orthopäden, beim Osteopath, 4x Hausarzt, Neurologe, Kardiologe, Frauenarzt und ich war dann einen ganzen Tag lang im Krankenhaus, woraufhin die Ärzte einen CT gemacht haben.
Beim Neurologen habe ich ein EEG gemacht, alles Okay. Mit meinem Herz ist alles Okay. Ergotherapie - alles Okay, Frauenarzt - alles okay, Orthopäde - alles okay. Osteopath hat mir gar nicht geholfen, HNO - alles okay, da haben die echt alles gemacht, aber im Januar habe ich einen Tinnitustest.

Alle haben gesagt, ich sei körperlich komplett gesund. Meine Blutwerte haben sich sogar verbessert, alles.
Ende Januar habe ich einen MRT Termin. Angst habe ich richtig.

Aber alles ist Okay. Alle Ärzte haben wirklich alles gemacht was sie machen konnten, nichts wurde festsgestellt!
Nur der 3. Augenarzt sagte mir, ich habe eben eine kleine Arterienverengung durch den hohen Blutdruck, aber das sollte kein Grund für mein verschwommenes Sehen und für meinen Benommenheitsschwindel sein. Er gab mir aber trotzdem die Werte und einen Zettel, ich solle ja zum Optiker gehen.

in der Zwischenzeit stellte ich fest, dass ich Ohrensausen habe. Bis heute noch.

Naja, nun weiter:

Beim Optiker haben sie unzählige Tests mit mir duchgeführt, bis die Chefin mir sagte, dass sie bei mir eine Winkelfehlsichtigkeit im rechten Auge entdeckt hat. Aber dieses verschwommene Sehen eine andere Ursache hat.
Ich habe seit 3 Wochen, knappe 4 Wochen eine Fernbrille, mit Prisma und Blaulichtfilter bekommen. Das rechte Glas ist natürlich stärker aufgrund der Winkelfehlsichtigkeit.
Seitdem sehe ich auch wieder gestochen scharf!
Nur die Eingewöhnungsphase ist heavy bei mir. Ich hatte vorher keine Brille und nach 27 Jahren muss ich eine tragen. Klar, für mich erstmal ein Schock. Die Gewöhnungsphase ist soweit langsam beendet, aber dazu kommen einfach Sachen, mit denen ich nicht klarkomme. Paar Mal habe ich kurz durch die Brille verschwommen gesehen aber nach ein paar Sekunden ging es wieder weg.
Dann fühlte ich, das meine Augen angespannt waren, dann gab es Tage wo ich einen starken Druck bekam, aber keine Kopfschmerzen! Null!

Und jetzt ist es so, dass ich noch relativ unruhig mit den Augen bin, was ich oft beim Auto fahren merke.
Da ich vom Beruf her Busfahrerin bin, wäre es schwierig, wieder mit 8h anzufangen, also bekam ich von meiner Chefin ihr Okay, dass ich eine Wiedereingliederung mache und erstmal mit weniger Stunden anfange, damit sich die Augen daran gewöhnen und dass meine Augen nicht mehr so unruhig sind (unruhig in dem Sinne, dass meine Augen sich die ganze Zeit hin und her bewegen). Ich weiß, dass das alles die Psyche ist, aber genau das ist der springende Punkt.

Ich will es weghaben!
Meine krasse innere Unruhe die ich am Anfang hatte, ist weg, seitdem ich die Brille trage. Es ist nicht mehr so wie vorher und darüber bin ich froh, aber es gibt trotzdem noch Probleme.

Die Psyche spielt mir so einen wahnsinnigen Streich und ich bin mir sicher, dass das alles die Psyche ist, aber wie bekommen ich das auf die Reihe?
Ich habe Angst, eine Angst oder eine Panik zu bekommen, obwohl es eigentlich absurd ist, denn im Endeffekt weiß ich, dass sich vieles gebessert hat!
Aber diese innere Unruhe, diese Angst ist schlimm bei mir Leute.
Ich bekommen negative Gedanken, die ich gar nicht steuer.

Beispiel: Ich habe vor kurzem mit meinem Freund geredet, einfach über irgendein belangloses Thema und plötzlich wurde mir anders im Kopf. Ich war unruhig. Es war wie als würde gerade eine Panik oder eine Angst entstehen, aber völlig sinnlos. Es macht ja keinen Sinn wenn alles okay ist.
Diese innere Unruhe taucht einfach plötzlich auf. ohne Vorwarnung. Ich versuche mich dann abzulenken, auch mit viel Bewegung, aber ich kann es nicht verstehen. Was ist das alles? Und vorallem gibt es so Momente bei mir, die dauern ca. ne halbe bis ne Stunde an
unzwar: Es ist ein komisches Bauchgefühl, wie als wäre da ein Durchgang in meinem Bauch und dieser Durchgang geht bis zu meinem Hals und es fühlt sich an, als würde da gleich etwas hochkommen. Es ist echt dumm zu beschreiben aber anders kann ich das garnicht erklären. Und das fühlt sich leicht wie eine Panik an. Aber völlig grundlos.
Oder vielleicht habe ich was in meinem Magen, was ich kontrollieren lassen muss, aber das hatte ich auch als es damals bei mir noch viel schlimmer war.
Seit 2 Monaten bin ich krank geschrieben und vor 2 Monaten ist das Ganze erst passiert.

Ich verstehe es nicht. Ich hoffe, dass ich nicht alleine mit solchen Symptomen und Probleme bin. Ich weiß nicht mehr weiter, deswegen schreibe ich das alles im Forum um eventuell eine Hilfe zu bekommen.


Vielen Dank fürs Lesen

19.12.2021 14:42 • 24.12.2021 x 2 #1


20 Antworten ↓


SaraLinton
Also mir kommt jetzt vorallem der teil bekannt vor, wo du schreibst, dass es aus dem nichts kommt. Das dachte ich bei mir damals auch. Es kam für mich in einer entspannten Situation. Aber das war es nicht. Die Tage davor war viel passiert.
Und auch heute passiert es gefühlt aua dem nichts. Aber das ist es nicht. Man muss es hinterfragen....sehr ehrlich zu sich selber sein.

19.12.2021 15:31 • #2



Angst, eine Angst und/oder Panik zu bekommen / Hilflos!

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ChrissyHrt
Von irgendwas muss es ja kommen... Warum kommt das alles plötzlich aus dem nichts? Es passiert ja zuvor nichts, es kommt einfach... das macht mich fertig.

19.12.2021 15:34 • #3


moo
Willkommen @ChrissyHrt ,

eigentlich schilderst Du hier die allmähliche Entwicklung einer Angststörung. Sogar Dein Thementitel beinhaltet auch eine umgangssprachliche Definition der GAS: Angst vor der Angst. Und ich denke, Du hast das nach Deinem Ärztemarathon auch richtig erkannt.

Nun ist es eben endgültig Zeit, sich Deiner Psyche zuzuwenden. Ich schlage als einen Einstieg das Buch Wenn plötzlich die Angst kommt von Roger Baker vor. Es ist nicht zu umfangreich, leicht zu lesen und enthält trotzdem alles, was man als Betroffene(r) erst mal braucht: Erklärung, Hilfestellung, Perspektive. Ich finde, dieses Buch ist, wenn man wirklich selbstverantwortlich an die Sache rangehen will (und das MUSS man eh!), weitaus hilfreicher, als die nächsten Monate von einer Beratungsstelle zum anderen Psychiater zu laufen.

Auch wenn es für Dich vielleicht befremdlich ist, sowas zu lesen zu müssen - Du musst Dir ein Fundament an Wissen über Deine Lage und deren Ursachen schaffen. Das ist die halbe Miete, glaub mir. Oft löst sich bereits in diesem Zuge bereits viel in Wohlgefallen auf. Wenn dem so sein sollte, vergiss diese Episode jedoch nicht! Nach der Lektüre wirst Du aber sowieso wissen, dass nichts ohne Grund geschieht.

19.12.2021 16:30 • x 1 #4


SaraLinton
@ChrissyHrt gerade sieht es für dich noch aus als käme es aus dem nichts....aber organisch ist fast alles abgeklärt....es kommt nicht aus dem nix. Deine Seele ruft. Ich habe mir damals auch ein Buch geholt. Bei mir war es Lucinda Bassett....Angstfrei Leben. Und mir gingen echt die Augen auf

19.12.2021 16:45 • x 2 #5


ChrissyHrt
Zitat von SaraLinton:
@ChrissyHrt gerade sieht es für dich noch aus als käme es aus dem nichts....aber organisch ist fast alles abgeklärt....es kommt nicht aus dem nix. ...


Ich hoffe ich bekomme das in den Griff bevor es schlimmer wird...

19.12.2021 22:07 • #6


ChrissyHrt
Zitat von moo:
Willkommen @ChrissyHrt , eigentlich schilderst Du hier die allmähliche Entwicklung einer Angststörung. Sogar Dein Thementitel beinhaltet auch eine ...


Entwicklung einer Angststörung. Glaub mir, ich habe Angst davor, dass es wirklich schlimmer wird.
Ich kann oft Gedanken nicht steuern. Die kommen wann sie wollen und dann bekomme ich ungewollt ein komisches Gefühl im Bauch. Ich will es nicht, aber es kommt und wenn es schlimmer wird, das mein Herz anfängt stark zu klopfen, muss ich ne halbe Tablette Lorazepam nehmen.

Danke für den Tipp mit dem Buch!

19.12.2021 22:08 • x 1 #7


SaraLinton
Zitat von ChrissyHrt:
Ich hoffe ich bekomme das in den Griff bevor es schlimmer wird...

Den Anfang kannst du mit Büchern machen. Aber wirklich geholfen haben mir die Gespräche

20.12.2021 13:37 • #8


ChrissyHrt
Zitat von SaraLinton:
Den Anfang kannst du mit Büchern machen. Aber wirklich geholfen haben mir die Gespräche


mit wem hast du dann so gesprochen? Hattest du einen Therapeuten oder hast du mit deiner Familie und deinen Freunden gesprochen? Wie wirkte das alles auf dich? Hat es relativ schnell bei dir geholfen?

20.12.2021 15:05 • #9


SaraLinton
Ich brauchte das Verständnis, dass es wirklich die psyche ist. Ich hatte ein tolles Gespräch mit einer Heilpraktikerin. Ausserdem habe ich Tagebuch geführt. Jeden Abend Symptome notiert oder was besonders war an dem Tag. So konnte ich ein Muster erkennen. Dann war ich bei einer psychisch-funktionellen Therapie. Das gibt es bei Ergotherapeuten auf Rezept. In den Gesprächen kam sehr viel Erkenntnis.

20.12.2021 21:48 • x 1 #10


ChrissyHrt
Zitat von SaraLinton:
Ich brauchte das Verständnis, dass es wirklich die psyche ist. Ich hatte ein tolles Gespräch mit einer Heilpraktikerin. Ausserdem habe ich Tagebuch ...

Das klingt wirklich toll, Sara!
Ich schreibe momentan auch meine Gefühle und Gedanken auf. Ich glaube wirklich, dass ich mir mehr meine Symptome aufschreiben werde. Denn es ist recht kompliziert sie einer Person zu beschreiben. Vielleicht gibt es einen genauen Grund, den ich noch nicht kenne...

Wie lange ging das mit dir so wenn ich fragen darf?

20.12.2021 23:47 • #11


SaraLinton
Ich hatte mein erstes Buch damals so, dass ich den Tag bewertet habe. Oft war er garnicht so schlimm wie ich dachte.

Diese panikattacken aus dem nichts waren Phasen. Wie lang genau kann ich dir heute garnicht mehr sagen. Irgendwann habe ich gelernt damit umzugehen. Jetzt spüre ich diese anrollende Veränderung und kann es meist abbremsen

Ich ging z.b. mal 3 Monate nicht wirklich aus dem Haus (mein Job damals war sehr flexibel). Immer an der Kasse des Supermarkt spürte ich diesen Schwindel. Danach kam dann der fluchtgedanke, das Herzrasen etc. Ich bin so oft geflohen und dann eben 3 Monate nicht mehr ins einkaufen. Heute passiert das auch noch ab und zu. Ich stehe an der Kasse, der Schwindel kommt. Ich werde unruhig, spüre den schnellen Herzschlag am Hals. Ich denke dass ich gleich umkippe. Aber ich atme ruhig und erinnere mich daran, dass ich das schon sehr oft hatte und nie umgekippt bin. Dann werde ich ruhiger.
Das geht aber nicht von heute auf morgen. Schlimm ist die Angst vor der Angst.

Ich hatte z.b. immer gedacht dass ich eine schöne Kindheit hatte....dem war aber nicht so und dort lag viel begrabeb

21.12.2021 08:02 • x 1 #12


ChrissyHrt
Du @SaraLinton, du meinst also, dass du etwas aus deiner Vergangenheit nicht richtig verarbeiten konntest und es langsam in dein Leben schlich, was dich nun monatelang / jahrelang beeinträchtigt hat?

Denn manche aus meiner Umgebung sagen auch, dass ich etwas aus meiner Vergangenheit nicht verarbeiten konnte. Zum Beispiel das mit meinem Vater. Er starb vor 3 Jahren an einem Herzinfarkt und ich leide bis heute darunter.

Dieses akzeptieren, wie du sagst, ist schwierig, denn ich versuche das wirklich jedesmal wenn ich merke, ich fühle mich anders. Bei mir entsteht keine richtige Panikattacke, sondern diese Angst vor der Angst, dass sowas entsteht.

Heute Nacht zum Beispiel bekam ich plötzlich ohne Grund Herzrasen. Bis jetzt kann ich mich nicht richtig beruhigen. Ich dachte mir immer wieder naja ich hab das schon paar mal gehabt und es ging weg, aber heute Nacht hat es bis jetzt angedauert und ich denke mir, das ich kurz vor einer Attacke stehe oder stand und habe meine Beruhigungstablette genommen.

Jetzt bin ich aufgestanden und ich fühle mich richtig komisch. So unruhig innerlich und als würde gerade gleich ne Panik entstehen. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Also ich denke mir das, weil es sich so anfühlt, aber es passiert nichts und mich nervt es gerade weil ich hilflos hier gerade sitze und nicht verstehe was passiert ist.

21.12.2021 11:07 • #13


SaraLinton
Ich kann dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen....das braucht Zeit bis man damit umgehen kann. Ich war mal auf einer Hochzeit. Dort war mir schwindelig und ich dachte die ganze zeit dass ich umkippen könnte. Diese Angst hielt mich von 13 Uhr bis zum gehen gefangen. Ich war unruhig und ängstlich. Und ich wollte danach nie wieder auf eine Familienfeier.

Hm....ich würde jetzt nicht direkt sagen, dass da etwas war, was ich nicht verarbeitet habe. Es war eher so, dass mein Vater sehr viel Druck ausgeübt hat. Ausserdem war er Choleriker. Und in einem Alter wo meine Eltern mir hätten Sicherheit hätten vermitteln müssen, musste ich schon erwachsen sein. Hinzu kam, dass Krankheiten immer ein sehr grosses thema waren. Man hat mich da schon als Kind immer voll mit eingebunden. Jedes Zipperlein wurde dramatisiert. Ich habe immer nur gelernt, dass alles schlimm ist. Das Krankenhaus war mein zweites Zuhause, weil da immer jemand war.
Jetzt wird es glaub zu ausführlich....
Meine Therapeutin meinte, dass mein Körper/meine Seele in angespannten Situationen in das flüchtet, was sie kennen....Krankheiten.

Mein Vater benutzt bis heute Symptome zum Aufmerksamkeit bekommen, baut Druck auf.
Z.b. hatte er Probleme mit den Oberarmen (er musste meine im rollstuhlsitzende Mutter immer heben) und erzählte mir, dass ich ihn zum Neurologen fahren müsste, weil der Orthopäde Parkinson vermutet. Tatsächlich hat er sich nach dem Neurologen nie wieder um eine Behandlung der Problematik gekümmert. Parkinson war es auch nicht. Aber er hatte meine volle Aufmerksamkeit. Und sowas macht er ständig. Naja....und noch viel mehr

21.12.2021 13:05 • x 1 #14


ChrissyHrt
Unglaublich, ich kenne das mit den Krankheiten, dass es immer ein sehr großes Thema war und ist. Ich sage dann immer zu meiner Familie, sie sollen das bitte lassen, weil viele wahrscheinlich nicht wissen, dass das total auf die Psyche geht und ich habe das nach der Zeit gemerkt. Ich bat immer wieder drum, damit aufzuhören, gerade wenn es Weihnachten war oder an Geburtstage. Da gab es nix anderes als nur das Thema Krankheiten.
Irgendwann flüchte ich weil ich es nicht mehr hören kann. Und wenn ich darum gebeten habe, waren sie beleidigt und wollten mit mir nicht mehr reden.
Obwohl das nie böse von mir war, aber es geht so in die Psyche, das ist abartig.
Ich habe wirklich viel durchgemacht aber das dringte so in mir durch, dass ich dadurch auch langsam zu hypochondrisch war.
Ich war immer diejenige, die sagte, sie sollen damit aufhören weil es nicht so schlimm ist wie sie denken.
Und nun stehe ich da und bin in so vielen Sachen mittlerweile hilflos.
Ich hinterfrage viel, ich habe Zwangsgedanken, leichte Angstzustände bekommen. Ich schlafe mittlerweile nur noch mit meinem Fernseher ein. Mein Freund schläft im Bett und ich auf der Couch, weil ich Angst habe, wenn es zu leise ist, ich zu viel nachdenke und über das, was mit mir in den letzten 8 Wochen passiert ist, steiger mich eventuell ungewollt rein (das merke ich dann an der Psyche) und bekomme diese krasse Unruhe.


Du hast auch sehr viel erlebt... Wie verläuft dein Tag eigentlich? Machst du Meditation oder sowas wie Yoga? Was hilft dir da auch, abgesehen von Tagebücher schreiben, usw?

22.12.2021 17:21 • #15


SaraLinton
Na merkst du jetzt beim schreiben schon, dass da ne Baustelle ist?

Inzwischen lebe ich ganz normal. Wenn mich ne krankheitsangst gefasst hat, dann läuft das so im Alltag mit.
In extremen Zeiten hat die Angst meinen Alltag bestimmt. Mit Meditation oder so kam ich nie klar. Sport hat mir sehr viel geholfen.

22.12.2021 17:52 • #16


ChrissyHrt
@SaraLinton ich bin froh, dass es bei dir besser geworden ist. Klar braucht man da Zeit und man muss geduldig sein, das sagt mein Freund immer zumindest. Aber wenn man etwas bekommt was man noch nie zuvor hatte, ist es extrem schwer damit umzugehen. Und ich bin fast am durchdrehen...

Ja, Sport ist gut. Ich merke es selber wenn ich in Bewegung bin. Wenn das alles so einfach wäre, würde ich alles dafür tun, das in einer Sekunde alles wieder in Ordnung ist.
Aber solange ich das alles habe und ich den Auslöser nicht kenne, ist es schwer damit umzugehen und damit zu leben.

22.12.2021 19:40 • #17

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SaraLinton
Ich denke du brauchst gerade therapeutische Hilfe. Den Anfang habe ich auch nicht gepackt

22.12.2021 22:27 • x 1 #18


ChrissyHrt
@SaraLinton ich glaube auch. Problem ist nur die momentane Wartezeit...
Bis dahin versuche ich mal CBD Öl zu nehmen.

23.12.2021 10:07 • #19


SaraLinton
Bin gespannt ob es dir was bringt. Ich hätte es gerne versucht, aber ich nehme blutverdünner

24.12.2021 14:46 • #20



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Dr. Christina Wiesemann