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L

lillika
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Hallo Smile

Folgendes: Hat hat jemand von Euch Erfahrung mit Panikattacken beim fahren auf der Autobahn?
Jedes mal, wenn ich auf der Autobahn fahre bekomme ich eine heftige Panikattacke. Ja, ich weiß das mir eigentlich nichts passieren kann und nach ein paar Minuten klingt sie auch ab und verschwindet ganz. Ich weiß auch, dass es ein Fehler ist, wenn ich immer mehr vermeide auf der Autobahn zu fahren und ich die Angst nur besiegen kann, wenn ich mich immer wieder der Situation stelle.
Aaaaber, ich befinde mich ja nunmal als Fahrer in einem Auto bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn! Ich habe zwar noch nie den Eindruck gehabt weniger Kontrolle über das Fahrzeug zu haben, doch wie die meißten von Euch wissen kann so eine Attacke ziemlich heftig sein und ... naja: könnte man dann nicht doch mal die Kontrolle beim Fahren verlieren?

Hat hier jemand ein ähnliches Problem und/oder konnte es evtl. sogar schon in die Schublade der Vergangenheit legen?

Über Erfahrungen, die Ihr mit mir teilt wäre ich echt dankbar Smile

Lieben Gruß Li

06.05.2018 #1


76 Antworten ↓
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lilu48
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Hallo Pumuckl,

25 - 50 km schaffe ich alleine, ja.
Ich hab letztes Jahr sogar 150 km geschafft. Wir haben uns einen VW-Bus mit Bett gekauft (hatte erst mal mit der Angst nichts zu tun). Dann kam der Urlaub und wir sind 50 km gefahren, übernachtet, Radtour gemacht und 20 km weiter gefahren usw. Es ist, wie wenn etwas bekannt werden kann, es fühlt sich nach einer Weile "sicher" an, dann kann ich weiter.
Meine Sicherheitszone ist dann ja "nur" 20 km weg. Solange wir dann fahren, denke ich mir "20 km zurück und du bist wieder in Sicherheit" - so hab ich die 150 km geschafft.

Z.Zt. gehts mir schlecht, ich würde das nicht hinkriegen. Ich kann grade mal 3 km vom Auto weg.
Ich hab Wanderkarten, da suche ich mir eine kleine Runde aus, die gehe ich dann und am nächsten Tag gehe ich die nochmal und hänge ein kleines Stück (500 Mtr) dran.
Das mache ich immer und immer wieder.
In ganz verschiedenen Umgebungen. Rund um meinen Wohnort.
Jeden Tag werde ich ein wenig freier. Ich gewöhne mich an den Wald, an die Wiesen...
Das hab ich schon mal so gemacht und da kamen dann die 100 km bei raus, oder eine Bergtour von 6 Stunden in unbekannter Umgebung.

Es ist föllig egal, wie weit du heute kommst und du hast den Rest deines Lebens Zeit. Was willst du auch sonst unternehmen. Das kann uns leider keiner abnehmen.
Also: Jeden Tag raus, jeden Tag ein Stück weiter. Wenns heute nur 500 Meter sind und morgen 200 Meter weiter, in ein paar Wochen schafft man 5 km weiter wie am Tag zuvor!
Der Kopf lernt dabei "alles gut, es kann nichts passieren".
Es wird immer besser. Ich bin dabei nicht einmal in eine Panik gekommen.
Ich tu mir aus Prinzip nichts an, was fürchterlich ist, immer nur die kleinen Schritte, die meine Seele verkraften kann.
Natürlich muß man sich überwinden, weil man ja gerne faul ist, weil es Arbeit ist aber es lohnt sich unbedingt!
Stell dir mal vor, du könntest dieses Jahr dein Zelt nehmen und endlich mal wieder an einem See, in der Nähe, so etwas wie 1 Woche Urlaub machen - das wäre doch herrlich, das wäre doch ein Ziel - oder?
Das würde ich dir auch zutrauen.
Wenn du die 2 km gefahren bist, dann fahr doch einen kleinen Schlenker und wieder zurück.
Zuhause fährst du dann nochmal los und fährst das Stück nochmal, machst einen kleinen Umweg in die nächste Richtung. Es ist föllig egal, wie viel du schaffst, und wenn es nur eine Parallelstraße ist, es ist ein Stück mehr Freiheit.

Wenn wir nichts unternehmen, ist es wie in einem Boot, auf einem Fluß: Es geht rückwärts.

Toll ist auch, daß mit der zunehmenden Freiheit und somit weniger Angst, die Kraft zurück kommt.
Diese Angst laugt doch aus und wenn sie kleiner wird, kommt immer mehr Kraft hinzu Smile

Ich war so weit, daß ich mir kein Wochenende mehr Gedanken gemacht hab. Ich bin einfach zu meinem Freund ins Auto gestiegen und er ist losgefahren. Ich konnte durch Wälder gehen, auf Berge steigen, alles - kein Gedanke mehr an die Angst.

Ich hatte einen Rückfall (überfüllter Bus, wo die Türen nicht mehr aufgingen), PA, dann der dunkle Winter und 3 Wochen krank im Bett, daher gehts mir wieder schlecht aber ich hol mir das zurück!

Und - das wünsche ich euch allen auch -> nicht aufgeben, kämpfen, kleine Schritte aber immer etwas tun!

LG
Lilu

30.05.2013 18:55 • #62


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Panikattacke auf der Autobahn

x 3


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lilu48
Mitglied

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Hallo pumuckl,

diese Gedanken, daß ich gleich kollabiere, sterbe oder ersticke, die hab ich hinter mir gelassen und hier die Geschichte dazu:
Mein Elend fing mit hammermäßigem Tinnitus an und mit Tablettenangst. Ich mußte irgend wann ins KKH, weil ich nicht mehr in der Lage war mich um mich selbst zu kümmern.
Wenn ich einkaufen war, hatte ich keine Kraft mehr zu kochen, wenn ich gekocht hatte, hatte ich keine Kraft mehr zu essen ... hab ziemlich schnell auf 59 kg abgenommen (bei 1,72 Körpergröße einfach zu wenig).
Also -> KKH.
Da lag ich nun, sollte Infusion bekommen. Nun steckte in dem Kochsalzbeutel über mir aber noch ne Spritze drin. Ich bat um den Beipackzettel und da laß ich mindestens 10 Todesurteile.
Wie ein Schatten meiner Selbst lag ich jammernd im Bett.
Ich wollte auch nicht mehr leben, weil mir das alles zuviel war.
Meinte meine Nachbarin zu mir: "Na, wenn du sowieso sterben willst, kannst das ja auch hier erledigen, dann ist doch egal, was in dieser Spritze drin war!"
Hart aber herzlich.
Und so dachte ich mir dann immer, wenn ein dummes Körpergefühl da war "... und wenns das nun war, dann solls eben so sein" und ich hab immer weniger auf diese Gefühle gegeben.

Allerdings, das Gefühl keine Luft zu bekommen, das hat mich schon sehr mitgenommen. Bin dann mal nachts in die Notaufnahme, die stellten einen Blutdrucksoberwert von über 200 fest.
Nach einigem Hin und Her, in dieser Zeit, hat sich dann rausgestellt, daß mein Blutduck generell zu hoch ist (hatte auch Herzstrolpern).
Also Herz war i.O., meinte der ähm - Kardiologe ist das gelle - so, und der Blutduck, da nehm ich nun Blutdrucksenker, gegen das Strolpern Betablocker.
War zwar hart, bis ich die das erste mal runter gebracht hatte, aber nun, ein Jahr später, bin ich schon wieder am reduzieren (waren insgesamt 4 Medikamente, jetzt nur noch 3).
Es geht mir dahingehend gut, ich treibe viel Sport, ernähre mich gesund und zumindest das, wird immer besser.

Es war ein Zufall, daß ich dahinter gekommen bin, daß einem die Luft weg bleibt, wenn der Blutduck zu hoch ist.
Ist ansich so simpel aber ich kann nur jedem raten eben diesen mal zu messen (z.B. Apotheke, macht das kostenlos). 80 zu 140 sollte man nicht überschreiten. 70 zu 120 ist gut.
Natürlich noch besser, man hat ein eigenes, kleines Handgerät zuhause.

Aber wer kommt schon darauf, wir glauben uns ja selber nicht mehr.
Mir gings auch so.

Peinlich - mir ist sowas nicht peinlich, mich befällt die blanke Wut, wenn Normalos versuchen in ihrer besserwisserischen Art mir Ratschläge zu geben. Ich sage dann immer : "Du solltes Gott auf Knien danken, daß du nicht meine Probleme hast, anstatt dich über mich lustig zu machen oder mir dumme Ratschläge zu geben".

Nein, das braucht dir beileibe nicht peinlich zu sein. Du tust, was in deiner Macht steht und mehr kann man von keinem Menschen verlangen!

01.06.2013 11:37 • #76


Zum Beitrag im Thema ↓


novemberrain
Hallo,

ja, das kenne ich sehr sehr gut.

Ich kann Dir nur einen Tipp geben: FAHREN FAHREN FAHREN!
Du verlierst nicht die Kontrolle über Dein Fahrzeug.

Es passiert NICHTS !
Vertrau Deinen Fähigkeiten.

Viel Glück knuddeln

#2


W
Immer wieder der Situation stellen, genau.

Irgdendwann hört es auf, ganz sicher.

#3


P
Habe ich auch. Ich fahre nur in absoluten Notfällen noch Autobahn. Das kam seit Anfang letztens Jahres einmal vor. Als Beifahrer kann ich aber mitfahren.
Mir ist es völlig egal, da mich das nicht einschränkt. Ich muss nirgendwohin zwingend über die Autobahn fahren. Also fahre ich Bundesstraße oder Landstraße. Na und?!
Das ist wirklich nichts, was mich aufregt. Ich fahre ohnehin gerne gemütlich. Ich hasse diese Raser. Hier hat sich erst letzte Woche wieder ein schlimmer Unfall ereignet, weil ein Porsche-Fahrer in ein Gespann auf dem Seitenstreifen gekracht ist. 2 Tote, 5 Verletzte. Diesen Irren auf der Autobahn will ich mich gar nicht aussetzen, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Außerdem hatte ich wirklich mal eine Kreislaufattacke am Steuer auf der Autobahn. Ist 2 Jahre her. Und keine Nothaltebucht in der Nähe! Horror! Ich habe auch schon so oft gehört, dass Leute aus ungeklärten Ursachen Unfälle gebaut haben oder am Steuer ohnmächtig wurden. Das passiert mir dann doch lieber gemächlich auf der Landstraße als mit vollem Tempo auf der Autobahn...

#4


L
Zitat von novemberrain:
Hallo,

ja, das kenne ich sehr sehr gut.

Ich kann Dir nur einen Tipp geben: FAHREN FAHREN FAHREN!
Du verlierst nicht die Kontrolle über Dein Fahrzeug.

Es passiert NICHTS !
Vertrau Deinen Fähigkeiten.

Viel Glück knuddeln





Lieben Dank Smile Das baut mich nu a bisserl auf Smile

Ist es denn bei Dir besser geworden?

#5


L
Zitat von wernereiskalt:
Immer wieder der Situation stellen, genau.

Irgdendwann hört es auf, ganz sicher.



Auch Dir ein herzliches Dankeschön Smile

#6


L
Hallo Pumuckl Smile

Erstmal Danke für Deine Antwort Smile

Klar ist vermeiden eine Taktik, bei der ich auch grad gelandet bin aber leider, zumindest für mich keine Lösung Sad

Wenn es aber für Dich kein Problem darstellt,denn ist es wohl ok so Wink

Lieben Gruß

#7


S
Hallo!

Auch ich kenne das sehr sehr gut. Aber wie du schon sagtest: Bitte nicht vermeiden denn es wird nichts passieren. Du verlierst bestimmt nicht die Kontrolle. Bei mir ist es eher so dass es mir hilft weiter zu fahren denn dann muss ich mich konzentrieren was mich dann wiederrum von der Angst ablenkt. Tu dir die Einschränkung nicht an und mach weiter so, das hilft dir am Allermeisten knuddeln

#8


novemberrain
Ja, es ist besser geworden!

Fahr bitte und meide nichts !
NUR SO ! geht's!

#9


T
Ich habe vor allem das Problem, dass ich Panikattacken in einem Stau bekomme und somit jeglichen Stau meide. Ansonsten fahre ich täglich Autobahn. In den letzten Monaten war es so, dass ich selbst beim normalen Fahren auf der Autobahn nervös geworden bin. Ich bin dann teilweise schon einige Abfahrten früher abgefahren, damit diese Angst weggeht. Und was war? ich wurde bei jedem Mal immer nervöser. Also bin ich wieder brav Autobahn gefahren und habe die Angst ignoriert. Nun fühle ich mich wieder sicherer beim Autobahnfahren. Na ja, nur ein Stau darf nicht kommen, da bin ich dann in heller Aufruhr, da habe ich dann auch nach wie vor die Vermeidungstaktik, so dass ich tatsächlich eher abfahre als in einen Stau zu fahren.
Aber generell kann ich dir auch nur raten, immer auf der Autobahn zu fahren und nicht zu vermeiden.

#10


P
Stau konnte ich aber noch nie vertragen! Gefangen auf einem Fleckchen Asphalt! Horror! Vielleicht liegt es in den Genen eines Menschen (Fluchtverhalten?), dass man sich dann nicht gut fühlt? Wenn ich höre, dass manchmal Leute stundenlang auf der Autobahn feststecken, kriege ich beim bloßen Zuhören schon Zustände! Ich glaube, ich würde mein Auto stehenlassen und zu Fuß weg marschieren!
Was man heutzutage überhaupt für Probleme hat. Den Leuten früher muss es schon allein deswegen psychisch besser gegangen sein. Das ist doch alles nur noch Streß. Auto, Autobahn, Stau, Job und abends das Gleiche retour!

#11


A
Hallo Smile
Das Problem kenne ich auch sehr gut - hab dann erst auf autobahnähnlichen Landstraßen geübt (bei einer hab ich immer genau bei einem 100er Schild eine PA bekommen Laughing ) und mich dann nach und nach auf die größeren Autobahnen vorgearbeitet...
Und vor Staus habe ich auch immer eine riesen Angst, aber neulich hat es bei uns so geschneit und ich war, zum Glück nicht alleine, drei! Stunden auf der Autobahn an der gleichen Stelle festgesteckt! Als ich in der Situation gemerkt habe, dass die Panik hochkommt, bin ich ausgestiegen und hab mich mit den Autofahrern um mich herum unterhalten, was dann auch ganz nett war! Wink
Vielleicht hilft euch ja auch das "langsame Rantasten", die größte Angst abzubauen! Smile

#12


L
Es war wirklich eine gute Idee sich hier anzumelden Smile

Nicht nur die Tips helfen mir ein Stück weiter sondern irgendwie beruhigt es z lesen, wie andere mit demselben Problem umgehen oder es sogar gemeistert haben.
Lieben Dank an dieser Stelle für an die Autoren Smile

Ich möchte mein Problem nu nochmal etwas ausführen. Und zwar hatte ich, als ich mich vorgestellt habe, schon erwähnt, dass ich vor 13 Jahren nach der Geburt meiner Tochter, für 7Monate stationär in verschieden psychosomatischen und psychiatrischen Kliniken Einzug halten durfte.
Damalige Diagnose: "Anpassungsstörung" ! Geäußerst hatte sich das in einer ständigen Panik- mein Körper hat fast rund um die Uhr Adrenalin ausgeschüttet und demnach kann man sich diesen Zustand wie eine Dauerpanikattacke über Monate mit kurzen Unterbrechungen vorstellen.
Keine medikamentöse Behandlung!

So, nun ist dies aber absolut kein Problem mehr für mich, weil der ganze Spuk irgendwann fast plötzlich vorbei war und nie wieder gekehrt ist Smile

Nun hab ich ja seit geraumer Zeit diese Panikattacken auf der Autobahn und habe neben der üblichen "Angst vor der Angst" auch ein wenig (oder ein wenig mehr) Angst, dass so ein Panikattacke einfach mal bleibt und sich ein Zustand wie vor 13 Jahren einstellen könnte. Eigentlich weiß ich ja, dass das Blödsinn ist- weil gaaaaaanz andere Situation damals und so aaaaaber Ihr wisst ja, wie es so mit der Angst sein kan Sad

#13


novemberrain
Zitat von lillika:
Damalige Diagnose: "Anpassungsstörung" ! Geäußerst hatte sich das in einer ständigen Panik- mein Körper hat fast rund um die Uhr Adrenalin ausgeschüttet und demnach kann man sich diesen Zustand wie eine Dauerpanikattacke über Monate mit kurzen Unterbrechungen vorstellen.
Keine medikamentöse Behandlung!




Darf ich fragen, was sie damals mit Dir in der Klinik gemacht haben?
Du schreibst ja, dass es zu keiner medikamentösen Behandlung kam.

Vielleicht hilft Dir ja das Wissen, das Du es damals auch geschafft hast.

knuddeln

#14


P
Ich hatte das auch schon zwei Mal. Bei mir wurde aber nie eine wirkliche Diagnose gestellt, da die Ärzte mich wohl, sorry, nicht für "bekloppt genug halten". Habe erst heute wieder vor den Kopf geknallt bekommen, dass ich ja so schlimm noch nicht dran wäre. Danke auch!
Meine erste Phase dauerte 1,5 Jahre. Habe mich kaum noch aus dem Haus getraut. Bzw. gar nicht mehr. Es war schon ein Kraftakt, vom Bett zur Couch zu kommen.
Und diesmal dauerte es auch wieder fast 2 Jahre!
Dauerangst! Dauerpanikattacke! Bald rund um die Uhr!
Das Wort Anpassungsstörung habe ich noch nie gehört.
Habe auch keine Medikamente genommen. Irgendwann war es weg. Einfach so.

Hast du Antibiotika genommen?

#15


L
Zitat von novemberrain:
Zitat von lillika:
Damalige Diagnose: "Anpassungsstörung" ! Geäußerst hatte sich das in einer ständigen Panik- mein Körper hat fast rund um die Uhr Adrenalin ausgeschüttet und demnach kann man sich diesen Zustand wie eine Dauerpanikattacke über Monate mit kurzen Unterbrechungen vorstellen.
Keine medikamentöse Behandlung!




Darf ich fragen, was sie damals mit Dir in der Klinik gemacht haben?
Du schreibst ja, dass es zu keiner medikamentösen Behandlung kam.

Vielleicht hilft Dir ja das Wissen, das Du es damals auch geschafft hast.

knuddeln

Hi Smile

Ja, was haben die mit mir gemacht hm...lass mich nachdenken... habe eine Idee ahja: eigentlich nicht viel.
Ich war erst in einer Psychosomatischen Klinik, was zumächst auch gut lief. Gesprächstherapie, Ergotherapie, Einzel.- und Gruppentherapie. Leider hatte mich mein Zustand aber nach ner Zeit derartig verschlechter, dass ich in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen wurde und da ist wirklich wochenlang rein garnichts passiert.
erst als ich die Station wechseln durfte gab es wieder Ergo,- Gesprächs.- und Gruppentherapie. Naja- wirklich weiter gebracht hatte mich das alles damals nicht. Und Medikamente habe ich wohl aus dem Grund nicht bekommen, weil sich keiner so richtig sicher war, was bei nicht stimmte ?!

Lieben Gruß:-)

#16


L
Zitat von pumuckl:
Ich hatte das auch schon zwei Mal. Bei mir wurde aber nie eine wirkliche Diagnose gestellt, da die Ärzte mich wohl, sorry, nicht für "bekloppt genug halten". Habe erst heute wieder vor den Kopf geknallt bekommen, dass ich ja so schlimm noch nicht dran wäre. Danke auch!
Meine erste Phase dauerte 1,5 Jahre. Habe mich kaum noch aus dem Haus getraut. Bzw. gar nicht mehr. Es war schon ein Kraftakt, vom Bett zur Couch zu kommen.
Und diesmal dauerte es auch wieder fast 2 Jahre!
Dauerangst! Dauerpanikattacke! Bald rund um die Uhr!
Das Wort Anpassungsstörung habe ich noch nie gehört.
Habe auch keine Medikamente genommen. Irgendwann war es weg. Einfach so.

Hast du Antibiotika genommen?



Hallo pumuckl Smile

Oh man...das klingt ja garnicht gut. Bis zu 2 Jahre musstest Du das aushalten?! knuddeln Schlimm! Freut mich sehr für Dich, dass Du es nun überstanden hast!
Wie ich heraus lese, hast nich wirklich eine Therapie bekommen?

Aber komisch... "irgendwann war es weg-einfach so" genau wie bei mir.

Ja, "Anpassungsstörung" ich denke mal das Kind musste irgendeinen Namen bekommen und da ich grad Mutter geworden war...war es wol klar, dass ich einfach nicht mit der neuen Situation zurrecht gekommen bin. So kam sicher die Diagnose zustande Wink

Antibiotika? Ja, hatte ich tatsächlich. Bei der Geurt meiner Tochter ist damals so ziemlich alles schief gelaufen. Geendet hat das Drama in einem Notkaiserschnitt. Nach ein paar Tagen hatte sich die Bauchdecke derartig entzündet, dass die Ärzte das erst in den Griff bekommen haben, nachdem ich über 3 Wochen intravenös verschiedene Antibiotika bekommen habe, bis endlich eines Wirkung zeigte. Also 3 Wochen eine Mega Drönung von dem Zeug.

Hm...warum genau hast Du eigentlich danach gefragt?

#17

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P
Ich habe die Vermutung, dass es bei mir beide Male durch Antibiotika ausgelöst wurde! 2003 hatte ich eine Erkrankung und musste welches nehmen und danach traten zum ersten Mal diese Attacken auf. Dass es nach 1,5 Jahren vorbei war und ich keinerlei Attacken mehr hatte, spricht doch dafür.
Und 2011 habe ich wieder viele AB´s genommen und bekam dann erneut starke Panikattacken, die sich jetzt wieder gebessert haben. Derzeit habe ich mehr Angst vor der Angst als alles andere, glaube ich.
Jedenfalls war es 2011 und 2012 total massiv und langsam merke ich, wie es besser wird. Einfach so.
Hier war irgendwo noch ein User, der auch davon berichtet hat und die gleichen Vermutungen hatte. Der hatte sogar im Internet einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antibiotika und dem Auftreten von Panikattacken gefunden. Ich finde es jedenfalls TOTAL interessant, dass du so lange Antibiotika genommen hast und es danach (erstmals?) auftrat.
Ich wäre für jeden User dankbar, der darüber berichten könnte. Falls sich hier noch mehr Leute finden, die das erstmalige Auftreten von Panikattacken und körperlichen Symptomen damit in Verbindung bringen können!

#18


L
Tatsächlich ist das sehr interessant!
Die Angst vor der Angst ist wohl tatsächlicher schlimmer als alles andere- zumindest wenn man nicht in einer akuten Phase steckt! Ach wem sagst Du das Wink

Aber noch mal zurück zu der Antibiotiker- Geschichte: Interessant ist die Sache wirklich denn ich war vor der Geschicthe damals wirklich jemand, die mit beiden Beinen im Leben stand und nichts konnte mich umhauen, einschüchtern oder sonstiges- tolal selbsicher halt. Ein Kind zu bekommen, auf welches ich mich noch dazu wirklich gefreut hatte- kann eigentlich nicht der alleinige Grund gewesen sein mich derartig um zu hauen und aus dem "normalen" Leben zu hauen?! Vorher hatte ich nie auch nur annähernd Probleme solcher Art.

hm...wenn ich bedenke das sie mir wirklich über 3 Wochen die volle Dröhnung davon gegeben haben---wer weiß?! Es ist zumindest eine Überlegung wert!

Und sollte Antibiotiker wirklich (wenn vieleicht auch in Ausnahmen) solche Zustände auslösen können, dann wäre das zum Einen ein Hammer und zum Anderen aber auch irgendwie beruhigend, weil wir dann wüssten, dass mit uns rein theoretisch alles völlig ok ist in ersten Linie auch im Kopf Wink

Vieleicht sollten wir ein neues Thema eröffnen und mal die Anderen fragen, ob sie etwas dazu beitragen könnten?

Ganz lieben Gruß an Dich - ich hab noch nie mit jemanden "gesprochjen, dem es mal ähnlich ging wie mir über einen so langen Zeitraum.

#19


I
Bin noch nicht so lange im Forum. Hatte vor kurzem eine heftike Attacke in der Bahn und bin an der nächsten Station ausgestiegen. Dann ein paar Tage mit dem Auto zur Arbeit gefahren - ging ganz gut - um dann wieder einen neuen Versuch in der Bahn zu machen. Da habe ich die heftigste PA überhaupt bekommen.
Nun sind Bahn und Autobahn problematisch. Bin nun krankgeschrieben und weiss irsinnigerweise, das es durch Vermeidung nicht besser wird. Habe dann einen erneuten Versuch auf der Autobahn unternommen. Pure Panik, Herzrasen, furchtbar. Aber ich habe sie überstanden und bin dann aber die nächste Abfahrt runter. War total anstrengend. Habe mir vorgenommen immer wieder zu üben und freue mich von novemberrain zu hören, dass es besser wird. Ich muss doch irgendwie zur Arbeit kommen!
Habe heute meinen ersten Termin bei einer Psychologin - mal sehen ob sie mir hilfreich sein wird. Würde mich über mehr positive Erfolgserlebnisse von Euch freuen...

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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