Saranja
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Nach einem halben Jahr Chemo und Immuntherapie (ich habe während dieser Zeit weitergearbeitet, so weit es ging),
war ich in kompletter Remission.
Seit vier Tagen kommen die selben Symptome wieder - Tumore ertastbar an denselben Stellen, es ist ziemlich eindeutig.
Zur richtigen Untersuchung mit Gewebeentnahme habe ich erst am 7.1. einen Termin, weil jetzt alles zu hat.
Auch die Notaufnahmen haben mich abgewiesen, weil ich ja nicht akut gefährdet bin.
Kann jemand nachvollziehen, wie das ist, 8 Tage in Ungewissheit zu leben und zu spüren, es wächst etwas in dir?
Ich komme mir vor wie eine Zeitbombe.
Hatte noch NIE im Leben ein Medikament für die Psyche, hab mir nun vom Hausarzt Tavor verschreiben lassen,
damit ich wenigstens schlafen kann.
Heute arbeite im im Homeoffice (ich arbeite trotz Rente immer noch in Vollzeit an der Uni, Verwaltung).
Aber selbst da ist natürlich wenig los, weil alle im Urlaub sind.
Eine sehr blöde Zeit gerade 😥
Manchmal stehe ich auf und laufe im Wohnzimmer im Kreis, einfach, weil ich nicht mehr still sitzen kann.
Hunger habe ich keinen, keinen Appetit. Habe seit 2 Tagen kaum etwas gegessen.
Ich lebe auch nicht allein, habe einen Partner, aber der ist schwer beruflich eingespannt und arbeitet, ist natürlich
nicht 24 Stunden um mich herum.
Ich bin normalerweise die Starke, die anderen hilft und sich überall einmischt und schaut.
Jetzt bin ich gerade nur noch ein Häufchen Elend - so kenne ich mich gar nicht.
• • 29.01.2026 x 8 #1
